Das Holzgas-Heizkraftwerk der SWU

Holzgas-Heizkraftwerke sind wegweisend für die Umsetzung dezentraler Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien.

Bild Holzgas-Heizkraftwerk Senden

Wie funktioniert ein Holzgas-Heizkraftwerk?

Abbildung Funktionsweise Holzgas-Heizkraft

Bei einem neuartigen Verfahren werden rund 40.000 Tonnen unbehandeltes Holz unter hohen Temperaturen verschwelt. Bei der Verschwelung zerfällt das Holz und es entsteht der eigentliche Brennstoff für das Heizkraftwerk: Holzgas. Diese Gase werden verbrannt, und mittels Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt die SWU über zwei Gasmotoren Strom und Wärme.

Das Holz stammt aus der Wald- und Landschaftspflege. Auch Schwemmholz aus den SWU-Wasserkraftwerken wird verwertet. In drei Silos von rund 13 Metern Höhe wird das Holz gelagert. In einem vierten Silo werden die Hackschnitzel getrocknet. Der Holzvergaser selbst ist ein Stahlbehälter von etwa drei Metern Durchmesser und 11 Metern Höhe.

Die beiden Gasmotoren, zwei Block-Heizkraftwerke (BHKW), werden stromgeführt betrieben und erzeugen Strom für rund 10.000 Haushalte mittlerer Größe. Die Wärme wird in das neue Fernwärmenetz eingespeist.

Holz - der umweltfreundliche Brennstoff.

Das für das Holzgas-Heizkraftwerk verwendete Holz stammt vorwiegend aus der Region.

  • Waldhackgut ( > 50%), vorwiegend aus Schwachholzabschnitten und Durchforstungsholz
  • Hackgut aus Kurzumtriebsplantagen
  • Langfristige Baum- und Strauchschnitte der Städte Ulm und Neu-Ulm
  • Hackgut aus aufbereitetem Schwemmgut der SWU-Wasserkraftwerke
  • Weitere EEG-konforme Brennstoffe
  • Holzhackschnitzel, ca. 45.000 t/Jahr (feucht)

Das Holzgas-Heizkraftwerk Senden

Im Heizkraftwerk in Senden wird Holzgas aus nachwachsenden Rohstoffen zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Wesentlicher Vorteil der Holzgastechnologie ist der deutlich höhere elektrische Wirkungsgrad gegenüber konventionellen Biomasseheizkraftwerken.

Das Sendener Heizkraftwerk ist das erste Holzvergasungskraftwerk in einer praxisrelevanten Größe für die dezentrale Energieversorgung. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz honoriert dies und fördert das Vorhaben mit 6,6 Millionen Euro.

Video-Beitrag auf SWUtv zum Holzgas-Heizkraftwerk

In der sechsteiligen Reihe "Zukunft Energie" stellt RegioTV verschiedene Kraftwerkstypen vor, die schon jetzt bzw. in Zukunft zu einer nachhaltigen Energieproduktion beitragen sollen. Dieser Beitrag gewährt tiefe Einblicke in unser Holzgas-Heizkraftwerk in Senden.

Video auf SWUtv

Der zusätzliche Vorteil: das Fernwärmenetz!

 

Neben dem Holzgas-Heizkraftwerk selbst entsteht in Senden ein großes Fernwärmenetz über das Privatkunden und Unternehmen mit Wärme versorgt werden können. Eine sechs Kilometer lange, neue Wärmeleitung schließt das Heizkraftwerk an das Neu-Ulmer Wärmenetz an. Beide Fernwärmestandorte werden somit verbunden und gegenseitig gestützt. Das Fernwärmenetz in Senden wird in den nächsten Jahren weiter ausgebaut.

Vorteile der Fernwärme

  • umweltfreundliche und kostengünstige Wärmeerzeugung
  • geringe Investitionen
  • geringer Aufwand für Wartung und Instandhaltung
  • platzsparend
  • garantierte Einhaltung von Emissionswerten
  • Versorgungssicherheit

Ihre Ansprechpartner

Frank Maierhans
Kraftwerksleiter
SWU Energie GmbH
Telefon 0731 166-1670
Telefax 0731 166-1609
frank.maierhans@swu.de
Heinrich Mangold
Kundenberatung Wärme
SWU Energie GmbH
Telefon 0731 166-2040
Telefax 0731 166-2659
heinrich.mangold@swu.de

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Daten, Zahlen, Fakten

Holzgas-Heizkraftwerk Senden
Stromerzeugung 36 Mio. kWh / Jahr
Wärmeerzeugung 41 Mio. kWh / Jahr
CO2-Einsparung 40.000 t / Jahr