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Vorbereitungen zur Reaktivierung der Staudenbahn schreiten voran

Umweltplanerische Arbeiten beginnen

Für das Jahr 2027 planen die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU), die Bahnstrecke von Gessertshausen über Fischach bis nach Langenneufnach auch für den Personenverkehr wieder in Betrieb zu nehmen. Die Baugrunduntersuchungen laufen bereits seit Dezember 2023. Nun folgen eine faunistische Erhebung, eine Biotopkartierung und ein Artenschutzbeitrag.

In diesen Tagen beginnen daher eine umfassende Erhebung und Kartierung aller relevanten Tierarten sowie Biotope entlang der geplanten neuen Gleise und Stationen. Dieser Schritt markiert einen wichtigen Meilenstein im Planungsprozess, da der Schutz von Mensch, Pflanzen- und Tierwelt als vorrangiges Ziel im Planfeststellungsverfahren verankert ist.

Ein spezialisiertes Umweltplanungsbüro wurde von der SWU mit der systematischen Erfassung der Tierwelt und Biotope entlang der Strecke beauftragt. Um dies zu erreichen, werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dienstleisters die Strecke sowie ihre unmittelbare Umgebung bis November zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten begehen. Dies schafft eine umfassende Datengrundlage. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Tieren mit charakteristischem Lebensrhythmus, weshalb auch nächtliche Erhebungen durchgeführt werden.

Um schwer beobachtbare Arten präzise zu zählen, werden teilweise künstliche Verstecke für eine bestimmte Zeit platziert. Philip Kutschera, zuständiger Mitarbeiter bei der SWU Verkehr, betont: „Bei der Eisenbahn als umweltfreundliches und nachhaltiges Verkehrsmittel ist uns sehr wichtig, dass schon bei der Errichtung der Bahnanlagen praktischer Umweltschutz betrieben wird. Das gilt besonders in der wertvollen und sensiblen Landschaft der Stauden.“

Die erhobenen Daten werden im Herbst ausgewertet und fließen für die Planfeststellung in verschiedene Berichte ein, darunter ein landschaftspflegerischer Begleitplan und ein Gutachten zum Artenschutz. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Kontrolle der zahlreichen Wasserdurchlässe unter dem Bahndamm. Diese erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem der Bewuchs am Bahndamm niedrig ist und die Gräben wenig Wasser führen.

„Wir sind weiterhin im Zeitplan und rechnen damit, dass die Personenzüge ab 2027 zwischen Gessertshausen und Langenneufnach im Stundentakt fahren können. Die SWU setzt mit den angelaufenen Vorbereitungen ein deutliches Zeichen für verantwortungsbewusste und nachhaltige Planung im Einklang mit der Natur. Der Schutz von Umwelt und Tierwelt steht im Fokus bei der Schaffung einer zukunftsfähigen Infrastruktur.“, ergänzt Philip Kutschera.

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