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Ulm und Neu-Ulm: Mehr Strom-Tankstellen pro Einwohner gibt es kaum sonst wo

Doppelstadt ist bundesweit Spitzenreiter in der Ladepunktdichte

Die Verkehrswende soll Schritt halten mit der Energiewende. Das nimmt auf der politischen Agenda einen bevorzugten Platz ein. Das gilt gerade für Ulm und Neu-Ulm, wie die neuesten Zahlen aus der Ladeinfrastruktur belegen. „Was die Dichte der Ladepunkte angeht, nimmt die Doppelstadt bundesweit nach wie vor einen Spitzenplatz ein“, sagt Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch. Je Zehntausend Einwohner stehen in Ulm/Neu-Ulm mittlerweile 6,5 öffentlich zugängliche Ladepunkte zur Verfügung. Konkret: Derzeit sind es 121 Ladepunkte für 185.000 Einwohner. Damit liegt das württembergisch-bayerische Oberzentrum gleichauf mit Stuttgart, wo auf Zehntausend Einwohner 6,3 Ladepunkte kommen. Dahinter folgen mit einigem Abstand die ganz großen Ballungsräume wie München (5,0 Ladepunkte je Zehntausend Einwohner) und Hamburg (4,8). Um Längen besser schneidet Ulm/Neu-Ulm gegenüber Düsseldorf (3,3), Leipzig (2,8), Berlin (2,1) und Köln (1,4) ab. Gewiss bauen die Metropolen ihre Ladeinfrastruktur zügig aus, „aber es macht schon ein wenig stolz, dass wir offenbar eine Art Vorreiterrolle spielen“, ergänzt Neu-Ulms OB Gerold Noerenberg.

Ganz Deutschland zählt nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) rund 17.400 öffentlich zugängliche Ladepunkte (Stand April 2019). Davon sind etwa zwölf Prozent Schnellladepunkte, das heißt die Ladeleistung ist größer als 22 Kilowatt. Die meisten Ladepunkte weist Bayern auf (rund 4.100) gefolgt von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen (jeweils rund 2.800). Bei den Städten hat Hamburg mit rund 900 Ladepunkten die Nase vorn. Die ungleich kleineren Ulm und Neu-Ulm kommen zusammen auf 121 öffentliche Ladepunkte; nimmt man das nähere Umland hinzu, sind es 140.

Diese Zahl wächst weiter: Im Parkhaus CongressCentrum Nord/Basteicenter werden sechzehn Ladepunkte eingerichtet. Es handelt sich dabei um eine besondere Ausführung. Installiert werden gesteuerte Ladezellen, die positive Auswirkungen auf den Betrieb des Ulmer Stromnetzes haben. Dieses Pilotprojekt wird durch das Land Baden-Württemberg im Rahmen der Aktion „intelligente Netzanbindung von Parkhäusern“ gefördert.

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