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Wärmetransformationsplan und neuer Wärmekompass schaffen Orientierung und klare Perspektiven für Neu-Ulm und Senden.

18.05.2026

SWU macht die Wärmewende planbar

Wärmetransformationsplan und neuer Wärmekompass schaffen Orientierung und klare Perspektiven für Neu-Ulm und Senden.

Die Wärmewende vor Ort nimmt konkrete Formen an: Mit dem veröffentlichten Wärmetransformationsplan (WTP) und dem neuen digitalen Wärmekompass schaffen die Stadtwerke eine zentrale Informationsgrundlage für den weiteren Ausbau der Fernwärmeversorgung in Neu-Ulm und Senden.

 

Der Wärmetransformationsplan beschreibt den Ausbau und die Nachverdichtung des bestehenden Fernwärmenetzes sowie den Weg zur schrittweisen Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung bis 2045. Ziel ist eine wirtschaftliche, verlässliche und langfristig klimaneutrale Wärmeversorgung für Privatkunden, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.

 

„Die Wärmewende gelingt nur mit einer klaren Strategie, verlässlichen Investitionen und einer starken Infrastruktur. Mit unserem Wärmetransformationsplan zeigen wir transparent, wie wir die Fernwärme in Neu-Ulm und Senden konsequent weiterentwickeln. Das schafft Versorgungssicherheit, weniger CO₂ und eine zukunftsfähige Energieversorgung in unserer Region“, erklärt SWU-Geschäftsführer Klaus Eder.

 

Fernwärmenetz wächst – Dekarbonisierung läuft
 

Ein zentraler Baustein des Plans ist der kontinuierliche Ausbau des Wärmenetzes. Durch einen Netzausbau von durchschnittlich 2,3 Kilometern pro Jahr soll sich die Wärmenetzlänge auf bis zu 113 Kilometer nahezu verdoppeln. Parallel dazu wird der bestehende Erzeugungspark umfassend transformiert. Bereits im Jahr 2040 soll die vollständige Dekarbonisierung abgeschlossen sein. 

 

Die ersten großen Maßnahmen sind bereits gestartet: Innerhalb eines ersten Maßnahmenpakets stehen für die Jahre 2026 – 2029 bereits konkrete Schritte zur Umsetzung des Netzausbaus sowie der Dekarbonisierung fest. Den Anfang machen die beiden bereits in der Realisierung stehenden Flusswasser-Wärmepumpen in Neu-Ulm.

 

„Fernwärme ist dort besonders sinnvoll, wo viele Gebäude effizient und langfristig versorgt werden können. Unser Ziel ist es, den Netzausbau vorausschauend zu planen und unseren Kundinnen und Kunden frühzeitig Planungssicherheit zu geben. Bedeutend ist dies gerade bei anstehenden Investitionsentscheidungen rund um den Heizungstausch“, ergänzt Frank Maierhans, Abteilungsleiter Fernwärme bei der SWU.

 

Neuer Wärmekompass: Orientierung auf einen Blick


Mit dem neuen Wärmekompass bietet die SWU Eigentümerinnen und Eigentümern sowie Unternehmen erstmals eine digitale Orientierungshilfe für die eigene Wärmeversorgung.

 

Die interaktive Karte zeigt transparent, wo Fernwärme heute bereits verfügbar ist und in welchen Gebieten in den kommenden Jahren ein Ausbau vorgesehen ist. Damit können Interessierte frühzeitig prüfen, welche Möglichkeiten sich für ihre Immobilie ergeben und Investitionen gezielt vorbereiten. 

 

Auch wenn ein Gebiet aktuell noch nicht im Ausbau vorgesehen ist, kann das Interesse an einem Fernwärmeanschluss direkt gemeldet werden. Diese Rückmeldungen helfen dabei, zukünftige Ausbaupotenziale besser zu bewerten und den Wärmebedarf vor Ort realistisch einzuschätzen. Der Wärmekompass ist damit nicht nur ein digitales Serviceangebot, sondern ein wichtiger Baustein für eine transparente, kundenorientierte Wärmewende.
 

Wichtiger Beitrag zur kommunalen Wärmeplanung


Der Wärmetransformationsplan der SWU ist zugleich ein wesentlicher Bestandteil der kommunalen Wärmeplanung der Stadt Neu-Ulm. Die Ergebnisse flossen direkt in den beschlossenen Kommunalen Wärmeplan ein und wurden am 12. Mai 2026 zusätzlich im Planungs- und Umweltausschuss vorgestellt. In Senden wird der Kommunale Wärmeplan aktuell in enger Abstimmung mit der SWU erstellt. 

 

Weitere Informationen finden Interessierte auf der Website der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH unter swu.de/wärmekompass.

 

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