Mit einem symbolischen Spatenstich ist heute der Startschuss für den Glasfaserausbau in drei weiteren Gebieten im Ulmer Stadtteil Wiblingen und dem Eselsberg gefallen. In den kommenden Monaten wird die SWU TeleNet die Gebiete Wiblingen Nord, Wiblingen Mitte sowie Eselsberg Mitte mit moderner Glasfaserinfrastruktur bis in die Wohnung (FTTH – Fiber to the Home) erschließen.
Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt, der Stadtwerke sowie der beteiligten Unternehmen wurde damit der Beginn der Bauarbeiten offiziell markiert. Mit dem Ausbau setzen die Stadtwerke ihren strategischen Plan fort, Ulm und Neu-Ulm Schritt für Schritt mit leistungsfähiger und zukunftssicherer Glasfaserinfrastruktur zu versorgen.
„Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist heute eine zentrale Voraussetzung für die Entwicklung unserer Stadt“, sagt Martin Ansbacher, Oberbürgermeister der Stadt Ulm. „Glasfaser schafft die Grundlage für modernes Arbeiten, digitale Bildung und innovative Unternehmen. Deshalb ist es wichtig, dass wir den Ausbau konsequent in allen Stadtteilen voranbringen. Der heutige Spatenstich ist ein wichtiger Schritt für die digitale Zukunft Wiblingens und des Eselsbergs.“
Der Ausbau erfolgt im Auftrag der SWU TeleNet und wird von regionalen Partnern umgesetzt. Als Generalunternehmer übernimmt die alb-elektric Huber GmbH aus Biberach die Planung und Bauausführung sowie das Hausanschlussmanagement. Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH.
Saugen statt baggern
Beim Ausbau kommt auch moderne Spezialtechnik zum Einsatz. So setzt die alb-elektric Huber GmbH unter anderem einen Saugbagger ein, der besonders präzise Arbeiten im Bereich bestehender Leitungen ermöglicht und gleichzeitig schonend in Grünflächen sowie im Wurzelbereich von Bäumen eingesetzt werden kann. Statt klassischem Aushub wird das Erdreich dabei mit starker Saugtechnik punktgenau entfernt. Die Funktionsweise ähnelt dem Prinzip eines überdimensionierten Staubsaugers. Dadurch lassen sich Kabel und Versorgungsleitungen schonend freilegen und Bauarbeiten auch in engen innerstädtischen Bereichen effizient durchführen.
„Gerade beim Glasfaserausbau arbeiten wir häufig in unmittelbarer Nähe zu bestehenden Versorgungsleitungen“, sagt Daniel Frommer, Abteilungsleiter Breitband der alb-elektric Huber GmbH. „Der Saugbagger ermöglicht uns ein besonders präzises und beschädigungsarmes Arbeiten. So können wir Leitungen freilegen, ohne umliegende Infrastruktur zu gefährden, und gleichzeitig die Bauzeiten verkürzen.“
Frommer bedankt sich zugleich für die gute Zusammenarbeit im Projekt: „Der Ausbau zeigt, wie wichtig die enge Abstimmung zwischen Stadt, Stadtwerken und ausführenden Unternehmen ist. Gemeinsam bringen wir leistungsfähige Infrastruktur in die Region.“
Daseinsvorsorge für die Zukunft
„Digitale Netze gehören heute genauso zur Daseinsvorsorge wie Energie- oder Wassernetze“, sagt Klaus Eder, Geschäftsführer der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm. „Mit dem Ausbau investieren wir gezielt in die Zukunftsfähigkeit unserer Region. Eine moderne Glasfaserinfrastruktur stärkt den Wirtschaftsstandort ebenso wie die Lebensqualität der Menschen vor Ort.“
Mit der Glasfasertechnologie erhalten Haushalte und Unternehmen eine besonders leistungsfähige und langfristig skalierbare Internetanbindung. Sie ermöglicht stabile und sehr hohe Bandbreiten sowie deutlich bessere Uploadgeschwindigkeiten als herkömmliche Netze.
„Glasfaser ist die leistungsfähigste und zukunftssicherste Form der Internetanbindung“, sagt Henning Krone, Geschäftsführer der SWU TeleNet GmbH. „Mit dem Ausbau in Wiblingen bringen wir Highspeed-Internet direkt zu den Menschen nach Hause und schaffen die Grundlage für alles, was die Digitalisierung in den kommenden Jahren noch bringen wird.“
Der Bau der Glasfaserinfrastruktur erfolgt überwiegend im öffentlichen Straßenraum. Dabei müssen zahlreiche bestehende Leitungen und Infrastrukturen berücksichtigt werden.
„Der Glasfaserausbau ist technisch anspruchsvolle Infrastrukturarbeit im Untergrund“, sagt Josef Althoff, Geschäftsführer der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH. „Eine sorgfältige Planung und enge Abstimmung aller Beteiligten ist entscheidend, damit die Bauarbeiten effizient umgesetzt werden können und die Beeinträchtigungen für Anwohnerinnen und Anwohner möglichst gering bleiben.“
Eigentümerinnen und Eigentümer in den Ausbaugebieten wurden bereits im Zuge des Projekts über Informationsveranstaltungen über den Bauablauf und die Möglichkeiten eines Hausanschlusses informiert. Ziel ist es, möglichst viele Gebäude direkt an das neue Glasfasernetz anzuschließen und damit die Voraussetzungen für eine langfristig leistungsfähige digitale Infrastruktur in Ulm zu schaffen.