Die Fernwärme in Senden macht Fortschritte. Im Sommer beginnen die Arbeiten zum Bau der Hauptversorgungsleitung in der Kemptener Straße. Sie wird den Norden und den Süden der Stadt verbinden und bildet die Grundlage für den Fernwärmeausbau in der Kernstadt. Der erste Bauabschnitt umfasst den Bereich von der Kirchensteige bis zum neuen Polizeigebäude.
Bei den Planungsarbeiten wurden mehrere Varianten betrachtet, um möglichst wenig Eingriffe in den Baumbestand machen zu müssen. So kann der gesamte Baumbestand auf der östlichen Straßenseite erhalten bleiben. Des Weiteren können drei Bäume auf der westlichen Seite umgepflanzt werden. Insgesamt müssen für den Bau der wichtigen Leitung im ersten Bauabschnitt 10 Bäume entfernt werden. Nach Abschluss der Maßnahmen sind Ersatzpflanzungen vorgesehen.
Um das Baufeld freizumachen, findet die Entfernung der Bäume Ende Februar statt. In diesem Zeitraum kann es gegebenenfalls zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen kommen. Die Maßnahme wurde mit den zuständigen Behörden abgestimmt. Zugunsten des Vogelschutzes ist die Fällung bereits in der Winterperiode und damit außerhalb der Brut- und Setzzeit notwendig.
Frank Maierhans, verantwortlich für das Thema Fernwärme bei der SWU, ordnet das Vorhaben wie folgt ein: „Dieses Fernwärmeprojekt ist ein großer Schritt für eine moderne und treibhausgasneutrale Energieversorgung der Sendener Kernstadt. Die Kemptener Straße dient dabei als Hauptverbindungsachse zwischen dem Fernwärme-Verbundnetz Neu-Ulm/Senden, dem südöstlich gelegenen Fernwärmenetz in Wullenstetten und dem Wärmenetz in der Borsigstraße. Selbstverständlich geben wir uns bei solchen großen Baumaßnahmen sehr viel Mühe, Auswirkungen auf Mensch und Umwelt gering und die Bauzeit möglichst kurz zu halten. Wichtig ist uns maximale Transparenz. Deswegen werden wir gemeinsam mit den weiteren Projektbeteiligten, der Stadt Senden und dem staatlichen Bauamt, regelmäßig über die Baumaßnahme informieren“.