Ab dem 16.02.2026 beginnen die ersten vorbereitenden Maßnahmen zu Realisierung zweier Flusswasserwärmepumpen. Beide Anlagen sollen in der zweiten Jahreshälfte errichtet werden und voraussichtlich im Jahr 2027 in Betrieb gehen. Bereits im Jahr 2025 kündigten die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm das Projekt an. Konkret werden die Anlagen an zwei Standorten jeweils auf der Neu-Ulmer Uferseite in der Silcherstraße und in der Kantstraße realisiert. Die Flusswasserwärmepumpen sollen künftig saubere Energie für das Fernwärmenetz liefern.
Baufeldfreimachung beginnt
Einer der ersten sichtbaren Schritte ist die sogenannte Baufeldfreimachung. Diese startet ab dem 16.02.2026 und dauert voraussichtlich bis zum 17.02.2026.
Im Zuge dessen ist die Entfernung mehrerer Bäume notwendig. Für die Errichtung des Flusswärmepumpengebäudes und des zugehörigen Wärmespeichers in der Silcherstraße müssen insgesamt 5 Bäume gefällt werden. Die Arbeiten sind im Einklang mit den Naturschutzvorschriften und wurden mit den zuständigen Behörden abgestimmt. Zugunsten des Vogelschutzes ist die Fällung in der Winterperiode und damit außerhalb der Brut- und Setzzeit angesetzt.
Projektleiter Steffen Gutte bedauert die Eingriffe, wirbt aber zugleich um Verständnis: „Wir finden es schade, dass durch die Bauarbeiten auch mehrere große, prägende Bäume entfernt werden müssen. Die Maßnahmen wurden so minimalinvasiv wie möglich geplant und auf das unbedingt erforderliche Maß reduziert. Dennoch lassen sich die Eingriffe für die Umsetzung einer klimaneutralen Wärmeversorgung in diesem Bereich leider nicht vollständig vermeiden. Wir bitten hierfür um Verständnis.“
Die SWU sorgt anschließend für Ersatzpflanzungen. Diese werden mit den zuständigen Behörden abgestimmt.
Wärme aus Flusswasser
Die Flusswärmepumpen nutzen Wasser aus der Donau als Energiequelle und sind ein Vorbild für Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit. Dabei wird das entnommene Flusswasser um etwa vier Grad abgekühlt, bevor es umweltschonend in die Donau zurückfließt. Die somit gewonnene Energie wird in Form von Wärme in das Fernwärmenetz eingespeist. Mit dieser Technologie wird nicht nur die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduziert, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaneutralität gemacht. Der Betrieb einer solchen Flusswasserwärmepumpe hat keine negativen Auswirkungen auf die generelle Wassertemperatur der Donau und somit auch nicht auf Flora und Fauna im und am Fluss.
Projekt erhält Fördermittel
Auch Fördergelder konnten bereits im Rahmen der iKWK-Ausschreibung vom Dezember 2024 gesichert werden. Dabei konnten sich die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm gegen mehrere Bewerber durchsetzen. Insgesamt erhielten dabei aufgrund der Überzeichnung der Ausschreibung nur 5 von 13 eingereichten Projekten eine Förderung. Die Förderung erfolgt über das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG).