Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm beginnen Mitte Oktober mit weiteren vorbereitenden Arbeiten für den Bau von Flusswasserwärmepumpen an der Donau. Die Anlagen entstehen an zwei Standorten auf der Neu-Ulmer Seite: im Bereich der Kantstraße in Offenhausen sowie in der Silcherstraße. Sie sollen künftig regenerative Wärme aus dem Donauwasser für die Fernwärmeversorgung nutzbar machen und voraussichtlich 2027 in Betrieb gehen.
Die ersten Arbeiten beginnen voraussichtlich in der Woche ab dem 12. Oktober 2026. Dabei werden an beiden Standorten zunächst Leitungen und weitere technische Infrastruktur verlegt beziehungsweise angepasst und die späteren Baufelder vorbereitet.
Vorarbeiten an der Kantstraße
Am Standort Kantstraße schafft die SWU vor dem Hallenbad Offenhausen die Voraussetzungen für die künftige Energiezentrale. Unter anderem werden ein neues Mittelspannungskabel und ein Glasfaseranschluss verlegt. Außerdem wird für die Bauphase eine temporäre Gasleitung eingerichtet, über die die Wärmeversorgung des Fernwärmegebietes Offenhausen während des Baus der Flusswärmepumpen sichergestellt werden kann.
Im Zuge der vorbereitenden Arbeiten wird es in Offenhausen zudem an einem Tag zu einer zeitweisen Unterbrechung der Fernwärmeversorgung kommen. Sobald der genaue Termin feststeht, informiert die SWU hierzu die betroffenen Kundinnen und Kunden gesondert.
Arbeiten an der Silcherstraße
Auch im Bereich der Silcherstraße beginnen Mitte Oktober die vorbereitenden Arbeiten. Auf dem Parkplatz des Edwin-Scharff-Hauses wird ein erster Abschnitt der Leitungen für die spätere Flusswasserwärmepumpe verlegt. Dazu gehören neben der Flusswasserleitung auch Fernwärme- und Stromleitungen. Darüber hinaus müssen auch bestehende Leitungen und ein Beleuchtungsmast aus dem Baufeld in einen benachbarten Bereich versetzt werden.
Wärme aus der Donau
Mit den Flusswasserwärmepumpen erschließt die SWU eine weitere regenerative Wärmequelle für die Versorgung der Region. Dafür wird ein Teil des Wassers aus der Donau entnommen und die darin enthaltene Wärmeenergie mithilfe von Wärmepumpen für das Fernwärmenetz nutzbar gemacht. Anschließend wird das Wasser vollständig wieder in die Donau zurückgeführt.
Der Bau dieser Anlagen ist Teil der Weiterentwicklung der Wärmeversorgung in Neu-Ulm, Ludwigsfeld und Senden und wird als innovatives Kraft-Wärme-Kopplung Projekt gefördert. Die Inbetriebnahme der Anlagen ist für 2027 vorgesehen.