Fragen und Antworten zur Modernisierung der Strecke Senden-Weißenhorn für die Wiederaufnahme des Personenverkehrs.


Ist ein Eingriff in den Baumbestand entlang der Strecke notwendig?

Im Rahmen der Ertüchtigung der Bahnstrecke werden der Gleisoberbau sowie die Entwässerung erneuert sowie die Bahnübergänge ausgebaut. Da entlang der Strecke über die letzten Jahre keine bedeutenden Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt wurden, ist die Vegetation teilweise nah an die Bahnstrecke herangewachsen. Somit ist es notwendig vereinzelt den Vegetationsbestand zurückzuschneiden wie auch einzelne Bäume zu entfernen. Für die Genehmigung des Projektes ist ein Umweltgutachten vorgeschrieben, welches für die Planfeststellung mit erarbeitet wurde. In diesem wurde der notwendige Eingriff ermittelt sowie der Umfang für Ausgleichsmaßnahmen festgelegt. Diese werden im Umfeld der Bahnstrecke erfolgen. Im Geländeeinschnitt in Witzighausen soll die Entwässerung so ausgeführt werden, dass weitestgehend auf einen Eingriff in die angrenzende Böschung sowie deren Vegetation verzichtet werden kann. Jedoch kann es für die betriebliche Sicherheit und die Standsicherheit der Böschung notwendig sein einzelne Gehölze zu entfernen. Die jüngsten Stürme im Sommer 2012 haben gezeigt, dass die oben beschriebenen Maßnahmen für die Sicherheit der Strecke und der Fahrgäste erforderlich sind.

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Weshalb wurde der Standort „Heerstraße“ als Vorzugsvariante für den Haltepunkt in Wullenstetten ausgewählt?

Im Rahmen der Planung für die Haltepunktstandorte wurden verschiedene Standorte in Wullenstetten geprüft. In dem erarbeiteten Variantenvergleich wurden die folgenden Indikatoren berücksichtig:

  • Investitionskosten
  • Grunderwerb von Dritten
  • Umwelteingriffe
  • Prognostizierte Personenfahrten pro Werktag
  • Breite der Zufahrt zur P+R-Anlage
  • Fußwegentfernung zwischen P+R-Anlage und Bahnsteig
  • Einsehbarkeit von der Bebauung (soziale Kontrolle).

Die Standorte „Unter der Halde“ und „Heerstraße“ haben bei diesem Vergleich eine gleiche Bewertung erhalten. Aufgrund der besseren sozialen Kontrolle sowie dem günstigeren Abstand zum Bahnhof Senden entschied man sich für den Standort „Heerstraße“. Hierfür haben sich ebenso der Besteller der Zugverkehre, die Bayerische Eisenbahngesellschaft, als auch der Landkreis Neu-Ulm ausgesprochen.

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Ist für die Ertüchtigung der Bahnstrecke und für die Wiederaufnahme des Personenverkehrs ein lärmschutztechnisches Gutachten notwendig?

Die Bahnstrecke in ihrem aktuellen Zustand besitzt keine rechtliche Einschränkung hinsichtlich der Anzahl sowie der Uhrzeit der verkehrenden Züge. Da es sich bei den geplanten Maßnahmen entlang der Strecke hauptsächlich um  Ertüchtigungsmaßnahmen handelt, besteht aus immissionsschutzrechtlicher Hinsicht keine rechtliche Grundlage für diese bestehende Eisenbahnstrecke ein Lärmschutzgutachten zu erstellen. Hingegen wurde für die neu hinzukommenden P+R-Anlagen als auch für die Änderung der Gleislage im Bahnhof Weißenhorn ein Lärmschutzgutachten durchgeführt. Diese Untersuchung ergab keine Überschreitung der zulässigen Grenzwerte. Außerdem ist darauf zu verweisen, dass die zukünftig verkehrenden Personentriebzüge wesentlich geräuschärmer und leichter sind und dementsprechend geringere Emissionen als bei den verkehrenden Güterzügen zu erwarten sind.

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Welche Maßnahmen erfolgen an den Bahnübergängen?

Die Bahnübergänge entlang der Strecke stellen eine Gefahrenquelle zwischen Schienen- und Straßenverkehr dar. Um für diese Bereiche die Sicherheit zu erhöhen ist der Ausbau der Bahnübergänge mit Signalisierung und Halbschranken vorgesehen. Außerdem ist der Straßenverlauf im Bereich der Kreuzung für eine ungehinderte Begegnung zu verbreitern.

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Weshalb wird der Bahnübergang „Im Gerinne“ geschlossen?

In Nachbarschaft zum Bahnübergang „Im Gerinne“ liegt in einer Entfernung von rund 320 m der Bahnübergang „Heerstraße“. Zwischen beiden Bahnübergängen bestehen alternative Wegeverbindungen  entlang der Bahnstrecke als auch durch den Ortskern von Wullenstetten. Die Verkehrsbelastung an dem Bahnübergang „Im Gerinne“ ist relativ gering. Er wird hauptsächlich von Landwirtschafts- und Freitzeitverkehr genutzt. Die alternativen Wegeverbindungen sind für beide Verkehrsarten geeignet. Für den Ausbau eines Bahnübergangs ohne technische Sicherung zu einem technisch gesicherten Bahnübergang mit Signalisierung und Halbschranke sowie der Anpassung des Straßenbereichs ergeben sich Investitionen zwischen 300.000 und 350.000 €. In Anbetracht dieser hohen Investitionskosten erscheint die Nutzung der alternativen Wegeverbindung zumutbar. Zu diesem Vorgehen wurde mit der Stadt Senden Übereinstimmung erzielt.

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Entfällt das Busangebot in Wullenstetten?

Neben der Wiederaufnahme des Personenverkehrs zwischen Senden und Weißenhorn ist die Anpassung des Busangebotes durch das Landratsamt Neu-Ulm und den Verkehrsverbund DING geplant. Für den Ortsteil Wullenstetten soll es weiterhin eine Buslinie geben, welche am Bahnhof Senden auf die Bahnverkehre auf der Illertalbahn abgestimmt wird. Somit ergibt sich für Wullenstetten eine wesentliche Verbesserung des Nahverkehrsangebotes. Zum aktuellen Planungsstand zum Busangebot finden sich Informationen auf der Webseite des Landkreises Neu-Ulm

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