Modernisierung der Strecke Senden-Weißenhorn
für die Wiederaufnahme des Personenverkehrs

Die SWU hat die knapp 10 Kilometer lange Eisenbahnstrecke zwischen Senden und Weißenhorn gepachtet und wird sie nun erwerben und ertüchtigen.

Dies ist die Grundlage für die Wiederaufnahme des Personenverkehrs zwischen Ulm und Weißenhorn ab Ende 2013. Betrieben wird die Strecke von einem noch durch den Freistaat Bayern zu bestellenden Eisenbahnverkehrsunternehmen. Die Regionalbahn benötigt zukünftig mit rund 25 Minuten nur halb so lang wie die heutige Busverbindung - selbst der PKW ist kaum schneller.

Betriebskonzept Zeitplan Streckencharakteristik Historie


Durch die Reaktivierung der Bahnstrecke Senden-Weißenhorn wird das Nahverkehrsangebot im Landkreis Neu-Ulm wesentlich verbessert. Für die geplante Region-S-Bahn Donau-Iller soll die Strecke nach Weißenhorn eine Pilotfunktion einnehmen.

Für die Bestellung der neuen Verkehre ist die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) verantwortlich. Sie wird im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens den zukünftigen Betreiber der Eisenbahnverkehre ermitteln. Nach Auswahl des Betreibers wird dieser im Dezember 2013 den Betrieb zwischen Ulm und Weißenhorn auf der ertüchtigten Strecke aufnehmen.

Die Züge werden die Linie Ulm-Senden-Weißenhorn bedienen und im Zeitraum zwischen 5 und 23 Uhr stündlich in beide Richtungen verkehren. Die Fahrzeit zwischen Weißenhorn und Ulm wird rund 25 Minuten betragen. Im Rahmen einer Studie wurde eine Fahrgastnachfrage von 1.825 Fahrten pro Werktag für die reaktivierte Strecke zwischen Senden und Weißenhorn ermittelt.

Neben der Wiederaufnahme des Personenverkehrs zwischen Senden und Weißenhorn ist auch eine Anpassung des Busangebotes geplant. Dieses soll insbesondere besser auf die Bahnhöfe in Weißenhorn und Senden und die verkehrenden Züge ausgerichtet werden und eine Zubringer- bzw. Verteilerfunktion übernehmen. Somit wird sich nicht nur das Nahverkehrsangebot im Raum Weißenhorn verbessern, sondern auch in Senden. Zudem werden durch die Überlagerung der Züge aus Memmingen und Weißenhorn in Richtung Ulm zwei Züge pro Stunde in dieser Relation verkehren. Der aktuelle Planungsstand zum Buskonzept ist auf der Seite des Landkreises Neu-Ulm zu finden. 

Die neuen Stationen entlang der Strecke sind barrierefrei erreichbar. Die Bahnsteighöhe ist so gewählt, dass beim Einsatz moderner Triebwagen ein nahezu ebenerdiger Einstieg in die Fahrzeuge ermöglicht werden kann. Dadurch kann das Reisen mit Fahrrad, Kinderwagen oder Rollator wesentlich erleichtert werden.

Durch die neue Verbindung wird die Fahrzeit zum Ulmer Hauptbahnhof gegenüber dem bestehenden Busangebot wesentlich verbessert. Am Hauptbahnhof Ulm erfolgt sowohl ein direkter Anschluss an den Fernverkehr als auch den weiterführenden Regionalverkehr und städtischen Nahverkehr.

 



Streckenverlauf
mit geplanten Haltepunkten


Ist-Zustand

  • Eingleisige, nicht elektrifizierte Nebenbahnstrecke
  • Länge: 9,822 km, durch SWU gepachtet: km 0,910 – km 9,822
  • Bestehende Betriebsstellen: Bf Senden, Anst Weißenhorn-Eschach, Bf Weißenhorn
  • vmax = 50 km/h
  • Max. Steigung: 18,8 ‰

Geplante Maßnahmen

  • Erwerb
  • Streckenertüchtigung für vmax = 100 km/h
  • Erneuerung Eisenbahnüberführung über den Landgraben
  • Technische Sicherung von 9 Bahnübergängen
  • Neubau von 4 Stationen: Hp Wullenstetten, Hp Witzighausen, Hp Weißenhorn-Eschach, Bf Weißenhorn
  • Gesamtkosten: ca. 10,0 Mio Euro


Historie der Bahnstrecke Senden-Weißenhorn

1878Eröffnung der Bahnstrecke als Vizinalbahn und Aufnahme des Personenverkehrs mit 4 Kursen/Tag
1879 bis 1913Stetige Steigerung des Angebots bis auf 7 Kurse/Tag
1914Reduzierung auf 4 Kurse/Tag durch den 1. Weltkrieg
1919/1920Keine regelmäßigen Züge auf Grund von Wirtschaftskrise und Kohlemangel
30er JahreSteigerung und Höhepunkt des Personenverkehrs 8 Kursen/Tag, Steigerung des Güterverkehrs
1944Schwere Schäden am Bahnhof Weißenhorn durch Bombenangriff
50er und 60er JahreReduktion des Personenverkehrs auf nur noch 3 Kurse/Tag,
weitere Steigerung des Güterverkehrs
1966Einstellung des Personenverkehrs,
80er und 90er JahreReduktion des Güterverkehrs
2009SWU pachtet Bahnstrecke, Projektbeginn zur Ertüchtigung der Bahnstrecke

 

Quellen: Siegfried Baum;  Senden-Weißenhorn aus „Neben- und Schmalspurbahnen in Deutschland einst und jetzt“; 1998; GeraMond Verlag; ISSN: 0949-2143

Fragen & Antworten

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Haltepunkten entlang der Bahnstrecke.

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