Der Wärmetransformationsplan skizziert den Ausbau und die Nachverdichtung des Fernwärmenetzes sowie den Pfad zur Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung. Er beschreibt einen jahresscharfen Maßnahmenplan bis 2045 zur Umstellung auf 100 % erneuerbare Energien und dem dazu passenden Ausbau des Wärmenetzes. Damit bietet er eine fundierte technisch-ökonomische Entscheidungsgrundlage um kurzfristige, ineffiziente Wärmelösungen bewusst zu vermeiden.
Mit dem Planwerk erfüllt die SWU Energie GmbH die Anforderungen des Wärmeplanungsgesetzes (WPG). Der Plan wird mindestens alle fünf Jahre überprüft und fortgeschrieben.
Der Wärmetransformationsplan findet Berücksichtigung innerhalb der kommunalen Wärmeplanungen der Städte Neu-Ulm und Senden.
Bestandteile des Wärmetransformationsplan
IST-Analyse
Bestandserhebung von Kunde, Netz und Erzeugung wurde in umfangreicher Datenbank dokumentiert.
Potentialermittlung
Lokal steht eine Vielzahl an Quellen und Technologien bereit, um die Dekarbonisierung zu erreichen.
SOLL-Analyse
Durch einen Netzausbau von 2,3 km pro Jahr verdoppelt sich die Wärmenetzlänge auf bis zu 113 Kilometer. Die vollständige Transformation des Anlagenparks wird bereits im Jahr 2040 abgeschlossen sein.
Kostenrahmen & Wirtschaftlichkeit
Die Überprüfung der wettbewerbsökonomischen Durchsetzbarkeit hat ergeben, dass für die Versorgung mit Fernwärme über den vollständigen Transformationszeitraum eine wirtschaftlich konkurrenzfähige Option für den Bürger ist.
Maßnahmen
Innerhalb eines ersten Maßnahmenpakets stehen für die Jahre 2026 – 2029 bereits konkrete Schritte zur Umsetzung des Netzausbaus sowie der Dekarbonisierung fest. Den Anfang machen die beiden bereits in der Realisierung stehenden Flusswasser-Wärmepumpen in Neu-Ulm.
Unsere Vision für Neu-Ulm und Senden bis 2045
Meilensteine der Dekarbonisierung
Wärmetransformationsplan
Downloads
Wärmequellen und -technologien
Dekarbonisierung Schritt für Schritt – Tonne für Tonne weniger CO2
Die Umstellung des Fernwärmenetzes erfolgt schrittweise und auf Basis der bestehenden Infrastruktur. Das seit über drei Jahrzehnten gewachsene Wärmenetz und der heutige Erzeugungspark werden dabei konsequent berücksichtigt.
Ab 2027 starten die ersten Maßnahmen zur Dekarbonisierung. Geplant sind Flusswärmepumpen an zwei Standorten entlang der Donau sowie die vollständige Anbindung der Inselnetze Offenhausen und Silcherstraße das den Fernwärmeverbund Neu-Ulm / Senden. Dadurch können die bisher erdgasbetriebenen Heizkessel vollständig ersetzt werden.
Durch den zusätzlichen Einsatz einer Holzpelletsanlage, der Flusswärmepumpen sowie einer derzeit geprüften Tiefengeothermieanlage können bis 2030 bereits bis zu 75 % erneuerbare Energien in das Fernwärmenetz eingespeist werden.
Fördergeber
Finanziert durch die Europäische Union – NextGenerationEU. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind ausschließlich die des Autors/der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der Europäischen Union oder der Europäischen Kommission wieder. Weder die Europäische Union noch die Europäische Kommission können für sie verantwortlich gemacht werden.