Menü öffnen / schließen

Antwort

Was ist eine Preisänderungsformel?

Wärmelieferverträge werden in der Regel für mehrere Jahre abgeschlossen. Um auf veränderte Rahmenbedingungen am Wärmemarkt reagieren zu können, benötigen die Vertragsparteien eine vertraglich geregelte Möglichkeit zur Preisanpassung.
Preisänderungsformeln sorgen dafür, dass sich die vereinbarten Grund- und Arbeitspreise in festgelegten Zeitabständen automatisch an die Entwicklung bestimmter Preisindizes anpassen.
Gemäß § 24 Abs. 4 der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme (AVBFernwärmeV) müssen solche Formeln sowohl die Kostenentwicklung bei der Wärmeerzeugung und -bereitstellung als auch die allgemeinen Marktverhältnisse berücksichtigen.
In der Praxis kommen dabei zwei separate Preisänderungsformeln zum Einsatz – eine für den Grundpreis und eine für den Arbeitspreis:

  • Der Grundpreis deckt die fixen Kosten ab, die für den Betrieb der Anlage erforderlich sind, beispielsweise für Personal, Wartung und Instandhaltung.
  • Der Arbeitspreis bildet die variablen Kosten für die eingesetzten Energieträger zur Wärmeerzeugung ab.