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Der Aufzugsturm vor dem Haupteingang des SWU-Glasbaus, noch mit den Solarmodulen bestückt. Das Foto stammt vom April 2016 und kündet schon von den baulichen Veränderungen im Kreuzungsbereich.
Photovoltaikanlage Karlstraße verschwindet aus dem Stadtbild
31. August 2016

Aufzugsturm vor dem Stadtwerke-Glasbau weicht der Neugestaltung der Kreuzung. Hochschule Ulm nutzt PV-Anlage weiter zu Forschungszwecken.

Sie ist eine der ältesten Photovoltaikanlagen Ulms – und jetzt Geschichte. Die Rede ist von den neun Quadratmetern Solarmodulen auf dem abgeschrägten Dach des silbrigen Aufzugsturms, der den Eingang des SWU-Glasbaus an der Kreuzung Neutorstraße/Karlstraße säumt. Im März 1991, vor über 25 Jahren, wurde die Kleinanlage in Betrieb genommen. Jetzt wurden die Module abgebaut.

Die Solarmodule haben an dieser Stelle keine Zukunft mehr. Das hat mit der Neugestaltung des Kreuzungsbereichs zu tun. Im Zug dieses Umbaus – der wiederum mit dem Straßenbahnbau zusammenhängt – werden Fußgänger und Radler nur noch oberirdisch die Kreuzung queren. Die Unterführung ist bereits seit Mai geschlossen. Womit der Aufzugsturm seine Funktion verloren hat. Er wird demnächst ebenfalls abgebaut.

Eine Zukunft haben die jetzt abgebauten 21 Solarmodule doch. Das Institut für Energie- und Antriebstechnik an der Hochschule Ulm wird die Module für Forschungszwecke einsetzen. „Wir vermessen die Komponenten, um die altersbedingten Leistungsverluste bestimmen zu können“, sagt Institutsmitarbeiter Holger Ruf.

Als die Stadtwerke die Anlage 1991 in Betrieb nahmen, ging es darum zu zeigen, wie die damals noch junge Technik der Sonnenkraftwerke in der Praxis funktioniert. Es war auch die Frühzeit der Photovoltaik-Förderung, damals bekannt unter dem Begriff „Tausend-Dächer-Programm“. Es gewährte einen Zuschuss zu den Baukosten. Trotz dieser Förderung produzierte ein privater Energiewirt die Kilowattstunde Sonnenstrom vom Hausdach für umgerechnet 45 Cent. Das war das Vierfache des damaligen Strompreises. Heute sind die Verhältnisse andere. Die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gewährte Vergütung von derzeit rund 14,6 Cent je erzeugter Kilowattstunde amortisiert die Anlage auf dem Dach nach mehreren Jahren. Über die Gesamtvertragslaufzeit von zwanzig Jahren gerechnet wirft die PV-Anlage sogar einen Gewinn ab.

Sicher zur Schule – SWU verteilt kostenlos Warnwesten an Grundschüler
Sicher zur Schule – SWU verteilt kostenlos Warnwesten an Grundschüler
25. August 2016

Die Tage werden wieder kürzer. Ungünstige Lichtverhältnisse auf dem Schulweg gebieten daher besondere Vorsicht. Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm empfehlen daher das Tragen von reflektierenden Warnwesten in auffälligen Farben. Schulkindern verschaffen diese Hilfsmittel zu einer hohen Sichtbarkeit im Straßenverkehr.

Vom 29. August bis zum 25. September 2016 gibt die SWU deshalb an Grundschüler kostenlos Warnwesten mit stark reflektierender Oberfläche aus. Die Westen können die Kinder am Startpunkt des ServiceCenters Neue Mitte (Neue Straße 79, Ulm) abholen. An jedes Schulkind wird nur eine Weste abgegeben – so lange der Vorrat reicht. Das ServiceCenter ist montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 14 Uhr geöffnet.

Stadtwerke verzichten auf den Bau des Pumpspeicherkraftwerks Blautal
06. Juli 2016

Fehlende Perspektive in der Stromvermarktung zwingt zur Aufgabe des Vorhabens. Ein rentabler Betrieb ist nicht abzusehen.

Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm werden das Vorhaben, im Blautal westlich Ulms ein Pumpspeicherkraftwerk (PSW) zu errichten, aufgeben. Das hat der SWU-Aufsichtsrat am 5. Juli 2016 beschlossen. Der Verzicht ist mit dem Partnerunternehmen Eduard Merkle GmbH und Co. KG (Blaubeuren) abgestimmt.

Der Partner hätte seinen Steinbruch in Blaubeuren-Gerhausen in das Vorhaben eingebracht; der Steinbruch war als Unterbecken für das Pumpspeicherkraftwerk vorgesehen. Merkle wird den Steinbruch weiter zum Kalksteinabbau nutzen. „Das Geschäftsmodell PSW wurde von der negativen Entwicklung auf dem Stromerzeugungsmarkt überholt“, begründet SWU-Geschäftsführer Klaus Eder den Projektausstieg. Die anhaltend niedrigen Erlöse für erzeugten Strom ließen nicht erwarten, dass das PSW Blautal die Baukosten wieder hereinspiele und sich die Anlage tragen könne. Die Stadtwerke hatten das Vorhaben im Blautal zuletzt einer intensiven Neubewertung unterzogen.

Wichtige Zwischenetappen erreicht

In den rund zehn Projektjahren – der offizielle Start war 2004 – wurden wichtige Etappenziele erreicht. Die raumordnerische Beurteilung und die Gutachten zur Geologie und zum Grundwasserhaushalt liegen
vor, ebenso die ökologische Kartierung für das komplette Projektgebiet zwischen Blaubeuren-Gerhausen und Markbronn-Dietingen (Gemarkung Blaustein), dem Standort des Oberbeckens. Die Planung für den Genehmigungsantrag ist fertig. Von Beginn an betrieben die Stadtwerke eine aktive Informationspolitik. Der erste
Infoabend für Anwohner und Bürger fand im Juni 2005 in Markbronn-Dietingen statt. Seit Herbst 2011 begleitete das Freiburger Öko-Institut den Bürgerdialog. Es ging darum, dass eine neutrale Instanz den Austausch zwischen Vorhabenträgern, Kommunen und betroffenen Bürgern moderiert und die komplexen fachlichen Fragen für den Laien lesbar macht.

„Schade um ein sinnvolles Vorhaben“

„Wir sind weit gekommen. Insofern ist es schade um das Vorhaben, zumal es grundsätzlich sinnvoll bleibt, regionale Speicher für Strom aus erneuerbaren Energien bereitzustellen“, ist Geschäftsführer Eder überzeugt. Überschüssigen Strom speichern, um ihn bei geringem Stromangebot in Minutenschnelle ans Netz zu bringen, wird gerade
bei dem ständig steigenden Anteil der erneuerbaren, aber wetterabhängigen Energieträger Sonne und Wind unverzichtbar werden.

Landesturnfest: SWU Verkehr fährt Sonder-schichten
06. Juli 2016

10.000 Kilometer Extrafahrten abgespult

Landesturnfest heißt Bewegung. Viel Bewegung war an den vier Tagen auch außerhalb der Schauplätze zu beobachten. Besonders dann, wenn viele Hundert Teilnehmer zwischen den Schauplätzen pendelten. „Bei der SWU Verkehr hatten wir Großeinsatz“, sagt Fahrbetriebsleiter Bernd Strohm.

An jedem der vier Tage waren bis zu zwölf zusätzliche Busse gleichzeitig auf Strecke. Am meisten gefragt waren die Verbindungen ab dem Ehinger Tor, hinauf auf den Kuhberg etwa oder runter zum Messegelände. Um den Andrang zu bewältigen, waren pro Tag bis zu 22 Mitarbeiter – Fahrer und Aufsichtspersonal – zusätzlich im Einsatz. „Wenn es richtig hoch her ging, mussten kurzfristig sogar die Reservebusse plus Fahrer ran“, so Bernd Strohm. „Insgesamt haben unsere Busse fast zehntausend Kilometer zusätzlich abgespult“, macht er eine erstaunliche Bilanz auf. Dabei blieb der Fahr-gaststrom zumeist flüssig, die Wartezeiten hielten sich in engen Grenzen.

Zwischenfälle gab es keine. Dafür Erlebnisse der heiteren Art. Eine Damen-Handtasche war im Bus liegengeblieben. Ohne komplizierte Sucherei nahm die überglückliche Besitzerin ihr gutes Stück schon kurze Zeit später am Ehinger Tor wieder in Empfang. Mitunter brachten Fahrgäste Ungewöhnliches mit in den Bus. Zum Beispiel eine rollende Bar. Sie war von jugendlichen Turnfest-Teilnehmern aus einem Schrank zusammengebaut und mit einer Jukebox bestückt worden.

Trinkwasserpreis steigt um durchschnittlich 1,8 Prozent
13. Juni 2016

Ab 1. Juli rund sechs Euro Mehrkosten im Jahr für einen typischen Haushalt in Ulm und Neu-Ulm

Trinkwasser wird zum 1. Juli etwas teurer. Ein Einfamilienhaus mit einem Jahresbedarf von 150 Kubikmetern Trinkwasser für vier Personen bezahlt pro Jahr 6,25 Euro oder 1,8 Prozent mehr. Mit der Preisanpassung reagiert die SWU Energie auf die gestiegenen Kosten für die Netzpflege.

Die Anpassung betrifft rund 32.000 Trinkwasserkunden in Ulm und Neu-Ulm. Die Mehrkosten gehen ausschließlich auf das Konto eines leicht er-höhten Grundpreises. Der Preis je verbrauchtem Kubikmeter („Arbeitspreis“) hingegen bleibt unverändert bei 1,82 Euro brutto. Im Grundpreis stecken Unterhalt und Modernisierung von Brunnen, Hochbehältern, Pumpanlagen und Leitungen. „Die Pflege des Netzes und der Transport des Wassers in jedes Haus machen etwa zwei Drittel der Kosten aus. Das ist unabhängig von der verkauften Menge. Daher behalten wir beim Kostenausgleich den Grundpreis besonders im Auge“, erläutert Marcus Deutenberg, Leiter des SWU-Vertriebs. Der Grundpreis richtet sich nach der Anzahl und Leistung der installierten Wasserzähler, ist also von Gebäude zu Gebäude unterschiedlich. Zuletzt hatten die Stadtwerke den Wasserpreis vor einem Jahr erhöht, damals in der Größenordnung von etwa 1 Prozent.

339 Euro pro Jahr: SWU gehört zu den günstigsten Wasserversorgern im Land

Auch nach der Erhöhung bleibt die SWU landesweit einer der günstigsten Wasserversorger. In dem vom Stuttgarter Wirtschaftsministerium im März 2016 aktualisierten Preisvergleich rangiert die SWU erneut im oberen Viertel der günstigsten privatrechtlichen Wasserversorger. Die SWU belegt Rang 14 unter den 80 gelisteten Unternehmen. Bei 150 Kubikmeter Jahresverbrauch lag der Landesschnitt laut Wirtschaftsministerium bei 382 Euro. In Ulm bezahlte der Wasserkunde zuletzt rund 339 Euro. Das entspricht einem Durchschnittspreis von 2,26 Euro je Kubikmeter.

Bernd Adolph wird Geschäftsführer der SWU Energie
01. Juni 2016

Aufsichtsrat trifft Personalentscheidung

Bernd Adolph (48 Jahre) wird zum 1. Juli 2016 technischer Geschäfts-führer der Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU Energie. Diese Ent-scheidung hat der Stadtwerke-Aufsichtsrat am 31. Mai getroffen. Bernd Adolph wird damit Nachfolger von Jürgen Schäffner, der im Juli 2014 zu den Stadtwerken Lübeck gewechselt ist.

Bernd Adolph leitet als Prokurist seit Jahren die Stadtwerkebereiche Energiehandel und Energieeinkauf, Stromproduktion und Fernwärme. „Er hat in seinen Funktionen bislang ausgezeichnete Arbeit geleistet. Auch im Hinblick auf die künftigen Herausforderungen an die Ener-giewirtschaft erscheint er uns als der geeignete Kandidat für diese Geschäftsführerposition“, sagt Oberbürgermeister und Aufsichtsrats-vorsitzender Gunter Czisch. Dem pflichtet Holding-Geschäftsführer Klaus Eder bei: „Bernd Adolph genießt unser Vertrauen“.

Bernd Adolph hat Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Energietech-nik an den Fachhochschulen Nürnberg und Augsburg studiert. Sein Diplom erwarb der gebürtige Ulmer 1996. Über die Diplomarbeit, abgelegt beim Ulmer Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-forschung (ZSW), kam Adolph zur SWU. Nach einer Zusatzausbil-dung zum Stromhändler baute Bernd Adolph ab 2000 den SWU-Strom- und Erdgashandel auf, war daneben für den Vertrieb des SchwabenStroms an die etwa 100.000 externen Kunden verantwortlich. 2010 wurde er zum Prokuristen der SWU Energie bestellt. „Ich
freue mich sehr auf meine neuen Aufgaben“, kommentiert Adolph seine Bestellung zum Geschäftsführer. Bernd Adolph ist verheiratet und hat zwei Söhne im Alter von 7 und 9 Jahren.

Gleisarbeiten: Strecke Weißenhorn – Senden wird über Pfingsten durch Busse bedient
10. Mai 2016

SWU Verkehr richtet vom 14. bis 16. Mai den Gleis-schotter her

Von Pfingstsamstag 14. Mai bis einschließlich Pfingstmontag 16. Mai wird die Bahnverbindung zwischen Weißenhorn und Senden durch Busse ersetzt. In diesem Zeitraum richtet die SWU Verkehr als Betreiberin der Gleise den Gleisschotter auf der gesamten rund neun Kilometer langen Strecke neu her. Für die Arbeiten ist eine Stopfmaschine mit Schotterpflug im Einsatz.

Die Maschinen fahren die Strecke 1-mal ab, beginnend vom Bahnübergang Adolf-Wolf-Straße in Weißenhorn bis zum Einfahrtsignal Senden. Die Arbeiten laufen an den drei Tagen jeweils von sechs Uhr morgens bis zirka 20 Uhr abends. Streckenposten sichern die Bahnübergänge während der Durchfahrt der Maschinen.

Umstieg Bus – Bahn am Bahnhof Senden

Den Schienenersatzverkehr richtet der Streckenbetreiber DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee ein. Am Bahnhof Weißenhorn fahren die Busse stündlich zu Minute 49 ab. Die Busse bedienen die Bahnhaltepunkte Weißenhorn-Eschach, Witzighausen und Wullenstetten. In Senden steigen Reisende in den Zug nach Ulm um. Die Reisezeit zwischen Weißenhorn und Hauptbahnhof Ulm verlängert sich auf 37 Minuten. Ab Dienstag 17. Mai verkehrt der erste Zug wieder wie gewohnt um 05.02 Uhr ab Bahnhof Weißenhorn.

Stopf-Lokomotive ist ein wahres Schwergewicht

Gleise und Schotterbett sind durch den Zugverkehr hohen Belastungenausgesetzt und müssen daher von Zeit zu Zeit neu nivelliert werden.„Eine Speziallokomotive hebt dazu die Gleise leicht an, füllt je nach Bedarf Schotter auf und verdichtet ihn“, erläutert Jörg Zeeb von derSWU Verkehr die Arbeiten. „Im Ergebnis gewinnt das Gleis seine Ideallage zurück“. Die Lokomotive ist 49 Meter lang und wiegt 156 Tonnen,also gut vier Mal so viel wie ein Combino-Straßenbahnwagen. Ist der Schotter „gestopft“, das heißt verdichtet, muss der Querschnitt des Schotterbetts wieder hergestellt werden. Dafür sorgt der Schotterpflug,auch dieser ist mit seinen 18 Metern Länge und 44 Tonnen Gewicht durchaus ein Schwergewicht. Der Pflug zieht den Schotter aus dem Gleisrandbereich heran und verteilt ihn so, dass das Gleisbett sein korrektes Profil zurückerhält. Zum Schluss wird der Schotter abgekehrt,der während des Stopfens auf die Gleisschwellen gefallen ist.

Zusätzlich gearbeitet wird an der Landgrabenbrücke, die das Gleis in Senden überspannt. Dieser Übergang war für die Streckenertüchtigung erneuert worden. Dort behebt jetzt die ausführende Baufirma Mängel als Garantieleistung. Diese Arbeiten laufen ebenfalls über die Pfingsttage jeweils von sechs bis zirka 20 Uhr.

Für Lärmbelästigungen im Zusammenhang mit den Arbeiten am Gleis und an der Brücke bittet die SWU Verkehr um Nachsicht.

SWU-Verkehr-Chef Ingo Wortmann wechselt nach München
29. April 2016

Aufsichtsrat der Stadtwerke München wählt den 46-Jährigen zum Geschäftsführer Verkehr

Ingo Wortmann (46 Jahre), technischer Geschäftsführer der Stadtwerketochter SWU Verkehr GmbH, wird Geschäftsführer Verkehr bei den Stadtwerken München (SWM). Das hat der SWM-Aufsichtsrat am gestrigen 28. April entschieden. Wortmann wird Nachfolger von Herbert König, der zum 31. Oktober 2016 als Verkehrschef der Stadtwerke München und Chef der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) in Ruhestand geht. Zu welchem Zeitpunkt Ingo Wortmann Ulm für seine neuen Aufgaben verlassen wird, ist noch abzustimmen.

In München wird Ingo Wortmann Chef von 3.700 Mitarbeitern. Die MVG betreibt die 13 Münchner Tramlinien, dazu acht U-Bahn- und 71 Buslinien. Der Fuhrpark umfasst rund tausend Fahrzeuge für Straße und Schiene. Die jährlichen Passagierzahlen im Verkehrsgebiet – neben der Landeshauptstadt auch einige angrenzende Gemeinden – überstiegen zuletzt die Schwelle von einer halben Milliar-de Menschen. „Die Herausforderung am neuen Wirkungskreis ist gewaltig. Desto mehr freue ich mich darüber, dass die Münchner mir dafür das Vertrauen schenken“, kommentiert Ingo Wortmann seine Ernennung. „Dennoch werde ich Ulm mit einem weinenden Auge verlassen. Ich hatte hier schöne Jahre und durfte Projekte voranbringen, die nicht alle Tage auf einen warten“, blickt Wortmann zurück.

Über 13 Jahre in Ulm


In seiner über dreizehn Jahre währenden Tätigkeit als SWU Verkehr-Geschäftsführer plante Wortmann zusammen mit seinem Team die Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 und den vor neun Monaten begonnenen Bau der zweiten Ulmer Tramlinie. Die Verlängerungsstrecke nach Ulm-Böfingen ist seit März 2009 in Betrieb und hat konstant hohe Fahrgastzahlen. Außerdem forcierte Wortmann die Konsolidierung der SWU-Verkehrssparte und setzte die dafür
notwendigen Rationalisierungen in Fahrbetrieb und Werkstatt um. Zu erwähnen ist unter anderem die Zusammenarbeit mit dem privaten Busunternehmen Werner Ziegelmeier, das seit 2006 als 51-Prozent-Tochter der SWU Verkehr Fahrleistungen in Ulm/Neu-Ulm erbringt. Unter Wortmanns Ägide entstand auch der gemeinsame Betriebshof
mit der DB-Tochter Regionalbus Alb-Bodensee und den städtischen Entsorgungsbetrieben. Das Verkehrsdefizit hat sich 2015 auf 14,5 Millionen Euro verringert.

Ingo Wortmann hat in seiner Heimatstadt Wuppertal Bauingenieur mit der Fachrichtung Verkehrsplanung und Verkehrssysteme studiert. Sein Berufsweg führte ihn 1996 zuerst zu den Dresdner Verkehrsbetrieben.
Dort arbeitete er in leitender Position an verschiedenen Projekten, zumeist fachübergreifend in Technik, Verkehrsmanagement, Betriebswirtschaft und Marketing. Im September 2002 wählte ihn der SWU-Aufsichtsrat zum technischen Geschäftsführer der damals neu gegründeten Tochtergesellschaft SWU Verkehr, wo er im Januar 2003 anfing. Wortmann agiert darüber hinaus in vielen Funktionen beim Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, seit
2010 als einer von fünf Vizepräsidenten.

Der Donauübergang am Wasserkraftwerk Böfinger Halde wird von Grund auf saniert. Für die Dauer der Arbeiten bleibt der Steg ab 2. Mai 2016 gesperrt.
Steg am Kraftwerk Böfinger Halde bleibt für Sanierungsarbeiten bis Oktober gesperrt
26. April 2016

Stadtwerke investieren rund 450.000 Euro. Arbeiten beginnen am 2. Mai.

Wind und Wetter setzen auch dem Donau-Wasserkraftwerk Böfinger Halde zu. Jetzt muss der Übergang des 1953 errichteten Kraftwerksgebäudes saniert werden. Die Arbeiten beginnen am 2. Mai und werden voraussichtlich im Oktober abgeschlossen. Während der Sanierungszeit ist der Übergang für die Öffentlichkeit komplett gesperrt. Spaziergänger und Radler benutzen ersatzweise die nahegelegenen Donauübergänge in der Friedrichsau oder in Thalfingen. Am Offenhausener Steg sowie an der Talfinger Uferstraße weisen Tafeln auf die Sperrung und die Ausweichrouten hin.

Der 120 Meter lange Kraftwerkssteg benötigt eine Rundum-Sanierung. „Die tragenden Brückenteile sind zwar noch gut in Schuss, doch müssen die Beläge dringend erneuert werden“, sagt Projektleiter Wolfgang Dürr von der SWU Energie. Das betrifft den aus Stahl gefertigten Hauptteil des Stegs. Dort fallen die lichten Stellen im Belag ins Auge. Die Stahlplatten werden entfernt, ausgetauscht und erhalten eine Schutzdecke aus Gussasphalt. Ganz abgebrochen und neu gebaut werden muss dagegen der Brückenabschnitt unmittelbar hinter dem Kraftwerkshaus am nördlichen Ufer. Dieser Brückenteil aus Beton weist tiefergehende Schäden auf.

„Das Schadensbild und der genaue Umfang sämtlicher Arbeiten sind erst dann genau zu bestimmen, wenn alle alten Beläge weg sind“, begründet Wolfgang Dürr die angenommene Bauzeit von einem halben Jahr. „Außerdem wissen wir nicht, wie viel Wasser die Donau herunterkommen wird. Der zügige Fortgang der Arbeiten ist auf niedrige Wasserstände angewiesen“. Die Stadtwerke wenden für die Sanierung rund 450.000 Euro auf.

Stadtwerke halbieren den Jahresfehlbetrag auf rund 16 Millionen Euro
20. April 2016

7,2 Mio. Euro Gewinn aus der normalen Geschäftstätigkeit und Sondereffekte mildern Verluste aus der Stromerzeugung. Strom- und Gasvertrieb meldet Zuwächse.

Die Rückkehr in die Gewinnzone beim Tagesgeschäft mit Energie, Trinkwasser und der Telekommunikation, ein erneut gesunkenes Nahverkehrsdefizit und verschiedene Sondereffekte: Das steht für die Stadtwerke auf der Habenseite des Geschäftsjahrs 2015. Als Hypothek hingegen erweist sich nach wie vor die Stromerzeugung. Der Strom aus dem Beteiligungskohlekraftwerk Lünen verkaufte sich bei weiter fallenden Börsenpreisen wiederum mit Verlust. Außerdem musste die nicht mit voller Leistung laufende Holzgasanlage Senden erneut im Wert berichtigt werden. Derlei Belastungen führten das Jahresergebnis 2015 erneut in die roten Zahlen. Immerhin unterschreitet der Konzernfehlbetrag von 16,1 Millionen Euro deutlich die Vorjahresmarke, die bei 30,4 Millionen Euro lag.

„Ein zarter Streif am Horizont, wenn man so will. Der aber keineswegs zu Übermut Anlass gibt“, kommentiert Geschäftsführer Klaus Eder das Jahresergebnis. Positiv zu vermerken ist, dass die Städte Ulm und Neu-Ulm ihren Stadtwerken kein weiteres Genussrechtskapital zuschießen mussten; die Liquidität ist derzeit gut. „Um aber aus dem Schneider zu kommen, werden wir die Anstrengungen verdoppeln“, unterstreicht Klaus Eder. Das Projekt „SWU 2025“ ist im Gang. Es hat zweierlei Zielrichtung: Ein Kostensenkungsprogrammverbindet sich mit der Stärkung der traditionellen und demAufbau neuer Geschäftsfelder.

Tagesgeschäft erwirtschaftet 7,2 Millionen Euro

Aus dem Tagesgeschäft erwirtschafteten die 976 Mitarbeiter der Unternehmensgruppe einen Gewinn von 7,2 Millionen Euro (Vorjahr:minus 97.000 Euro). Wesentlich begünstigt haben dieses Ergebnis Erfolge im Strom- und Gasvertrieb, eine gute Stromerzeugung in den Wasserkraftwerken und gesunkene Personalkosten; diese liegen um 3,8 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Ermöglicht hat das die konsequente Nicht-Wiederbesetzung von Stellen, die durch Ruhestandoder Arbeitgeberwechsel frei geworden sind. Das Online-Stromgeschäft verzeichnete einen Kundenzuwachs von rund 16 Prozent,die Zahl der Geschäftskunden stieg um über zehn Prozent.

Unterschiedlich entwickelt haben sich die einzelnen Geschäftsbereiche.Die Netztochter erwirtschaftete ein Plus von rund 14 Millionen Euro. Das Ergebnis lässt sich allerdings nicht mit dem Vorjahr vergleichen.Zum einen, weil als Folge diverser Umorganisationen der Netzgesellschaft Erträge zuflossen, die zuvor der Energietochter zugeschrieben worden waren. Positiv zu Buche schlug zudem ein Sondereffekt. Ein nachträglicher Bescheid der Bundesnetzagentur zur Höhe der Stromentgelte entlastete das Regulierungskonto, so dass Rückstellungen in Höhe von fünf Millionen Euro aufgelöst werden konnten.

Energietochter hatte Sonderabschreibungen zu verkraften

Die Tochtergesellschaft SWU Energie lag mit 1,5 Millionen Euro im Plus, trotz der Belastungen aus der Stromerzeugung. Denn das Energie-Ergebnis deckt 7,6 Millionen Euro Verlust aus der Vermarktung des im Kohlekraftwerk Lünen erzeugten Stroms ab sowie eine Wertberichtigung von 11,9 Millionen Euro für das Holzgas-Heizkraftwerk Senden. Keine Verluste mehr trug 2015 die Beteiligung am Gaskraftwerk Hamm ein. Die Anlage läuft nach einer Restrukturierung nur noch im Reservebetrieb. Somit müssen die Gesellschafter auch keinen Strom mehr abnehmen.

Verkehrssparte senkt das Defizit

Die Tochtergesellschaft SWU TeleNet verzeichnete einen Gewinn von 73.000 Euro. Ein erfreuliches Ergebnis meldet schließlich die Verkehrssparte. Deren Fehlbetrag verringerte sich um rund 500.000 Euro auf 14,5 Millionen Euro.

SWU sorgt für Wertschöpfung, die in der Region bleibt

2015 investierte die SWU insgesamt 23,3 Millionen Euro. Für rund 24 Millionen Euro wurden im Rahmen von Investitionen und Unterhaltsmaßnahmen Aufträge an Unternehmen in der Region vergeben. Die Stadtwerke zahlten 10,7 Millionen Euro Konzessionsabgaben an Städte und Gemeinden. Betreibern von Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Quellen gewinnen, bezahlte die SWU Energie 48,3 Millionen Euro für Einspeisevergütungen. Alles in allem erzeugte die SWU rund 169 Millionen Euro an regionaler Wertschöpfung.

SWU-Unternehmensgruppe: Eckdaten aus dem Geschäftsjahr 2015

Umsatz: 460 Mio. Euro
Fehlbetrag: 16,1 Mio. Euro
Stromverkauf: 1.132 Mio. kWh
Erdgasverkauf: 1.239 Mio. kWh
Fernwärmeverkauf: 59,9 Mio. kWh
Trinkwasserverkauf: 10,8 Mio. Kubikmeter
Nahverkehr: 36,5 Mio. Fahrgäste
Personal zum Stichtag 31. Dez.: 976
Mitarbeiterzuzüglich Auszubildende: 49 Auszubildende

Leitungsarbeiten erfordern Umleitung in der Wagnerstraße
19. April 2016

Sperrung eines 100 Meter langen Abschnitts vom 18. bis 22. April

Von Montag, 18. April bis voraussichtlich Freitag, 22. April ist die Wagnerstraße zwischen den Einmündungen Blücherstraße und Elisabethenstraße für stadteinwärts fahrende Verkehrsteilnehmer gesperrt. Während dieser Zeit erneuern die Stadtwerke vor dem Haus Wagnerstraße 61 Gas- und Wasserleitungen.

Die Leitungen verlaufen auf dem einspurigen Fahrstreifen neben der Straßenbahntrasse. Daher muss die Wagnerstraße in diesem etwa 100 Meter langen Abschnitt in Fahrtrichtung Ehinger Tor voll gesperrt werden. Die Häuser Wagnerstraße 51 bis 63 können nicht angedient werden. Der Durchgangsverkehr wird ab Theodor-Heuss-Platz umgeleitet über die Söflinger Straße. Anwohner umfahren die Baustelle über Blücher-, Wörth- und Elisabethenstraße

Die SWU zählt zu den „Top-Lokalversorgern“. SWU-Geschäftsführer Klaus Eder (links) und Ulrich Knörzer, Leiter des SWU-Kundenservice, zeigen die Urkunden.
Wenn nicht der Preis allein entscheidet
21. März 2016

SWU erhält das Siegel „Top-Lokalversorger“

Beim Strom ist der billigste Anbieter gerade gut genug. Oder zählt für den Kunden doch noch anderes mit? Das „Energieverbraucherportal“, ein unabhängiger Branchenbeobachter, hat den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm das Siegel „Top-Lokalversorger 2016“ verliehen. Es gilt für die Bereiche Strom, Erdgas und Trinkwasser.

Ausschlaggebend für die Bewertung waren nicht einzig und allein die SWU-Preise. Kriterien wie Servicequalität, regionales Engagement und Umweltaspekte flossen ebenso ein wie der Faktor Verbraucher-freundlichkeit. Das Siegel „Top-Lokalversorger“ erhalten nur Unter-nehmen, die ihren Kunden einen Mehrwert bieten.

Ganzheitliche Bewertung

Mit einem Vergleichssystem, das sich nicht auf nackte Zahlen alleine stützt, will das Portal Transparenz in einem Wettbewerb schaffen, bei dem sich der Kunde häufig etwas verloren fühlt. Zwar wird der Preis immer noch am stärksten gewichtet. Zu einem guten Tarifangebot zählen nach Auffassung des Energieverbraucherportals aber auch Preistransparenz und faire Tarifbedingungen. Punkte vergeben werden beispielsweise für veröffentlichte Preisblätter oder Erläuterungen zur Rechnung. Durchleuchtet wird zudem die Frage, wie kunden-freundlich die Kündigungsfristen sind. Außerdem zählt, wie sensibel der Versorger mit Kundendaten umgeht. Nicht zu vergessen die Faktoren
Umwelt, regionales Engagement und Service. Hat der Versorger zertifizierten Ökostrom im Angebot? Erhält der Kunde Energieberatung vom Fachmann und Auskunft über Förderprogramme zum Energiesparen? Als Kennzeichen für das regionale Engagement gelten die Anzahl der Arbeitsplätze im Versorgungsgebiet, der kommunale Anteil am Unternehmen, die geleistete Gewerbesteuer und das soziale Engagement. In puncto Servicequalität muss das Unternehmen ein Kundenzentrum am Ort und einen Internetauftritt mit der Möglichkeit zum „Self-Service“ bieten.

Kunde will Angebotsvergleich ohne Fallen

Ein Verbraucherportal, das Preise zum einzigen Vergleichskriterium erhebt, birgt Fallen. Denn was auf den ersten Blick als günstiges Angebot erscheint, ist es bei genauem Hinsehen oft nicht mehr. Werden Begrüßungs- oder Treueprämien in den Tarif hineingerechnet, erscheint der Tarif vielleicht auf Platz eins beim Ranking. Ob das aber auch über einen längeren Zeitraum wirklich der günstigste Tarif ist, bleibt ungewiss. Boni werden oftmals erst nach zwölfmonatiger
Stromlieferung gutgeschrieben und verfallen, wenn der Kunde vorher kündigt. Zum Kündigen sehen sich Kunden bisweilen veranlasst, weil der in den Vergleichstabellen als „billigster“ Lieferant geführte Anbieter kurze Zeit nach Vertragsabschluss den Preis erhöht. Das belegen Kundenbeschwerden, die immer wieder bei den Verbraucherzentralen
eingehen.

Alles klar. SWU führt durch die Ulmer Trinkwassergewinnung.
17. März 2016

Aktion am 22. März zum Internationalen Tag des Wassers

„Da ist ja gar kein Wasser drin!“ Die meisten Besucher im Ulmer Wasserschutzgebiet „Rote Wand“ im Wiblinger Auwald sind erst einmal verblüfft, wenn sie in einen Brunnenschacht schauen. So klar ist das Grundwasser unmittelbar nach der Förderung aus bis zu 18 Me-tern Tiefe, dass der Wasserspiegel im Brunnen kaum auszumachen ist. Und dabei wurde das Nass nicht einmal aufbereitet. Anlässlich des Internationalen Tags des Wassers führt Ralf Maier von den Stadtwerken interessierte Besucher durch das Schutzgebiet unter dem Motto „Der Weg des Wassers von der Förderung bis ins Haus“. Treffpunkt ist am Dienstag, 22. März (siehe unten).

Ulmer Wasser muss nicht zusätzlich enthärtet werden

Nicht nur bezüglich Farbe und Klarheit ist das Trinkwasser für die Haushalte in Ulm und Neu-Ulm tadellos. Das bestätigen die regelmäßigen Analysen, die das unabhängige Fachlabor „Technologiezentrum Wasser“ in Karlsruhe im Auftrag der Stadtwerke durchführt. Vor allem hat das Ulm/Neu-Ulmer Trinkwasser einen geringen Nitratgehalt. Das in den Schutzgebieten „Rote Wand“ in Wiblingen und in der Neu-Ulmer „Illeraue“ geförderte Grundwasser enthält im Durchschnitt rund 10 Milligramm Nitrat je Liter. Die deutsche Trinkwasserverordnung lässt 50 Milligramm je Liter zu. Gemäß Trinkwasserverordnung wird das Ulmer und Neu-Ulmer Trinkwasser regelmäßig auf rund fünfzig Inhaltsstoffe untersucht. In allen Fällen unterschreitet das in Ulm und Neu-Ulm verteilte Wasser die jeweils zulässigen Werte. Was den Verbraucher besonders interessiert: Aus Ulmer Quellen fließt Wasser von zirka 13 Grad deutscher Härte, die Neu-Ulmer Wasserhärte beträgt zirka 16 Grad. Die SWU empfiehlt, Waschmittel nach dem Härtebereich 2 zu dosieren.
Nach Ansicht der SWU braucht das Ulmer und Neu-Ulmer Wasser in den Haushalten nicht weiter enthärtet zu werden, wie zum Beispiel mit Hilfe von Ionen-Austauschern oder anderen Entkalkungsanlagen.

Info
Eine kostenlose Führung durch das Wasserwerk bieten die Stadtwerke am 22. März um 14.00 Uhr an. Die SWU bittet um Anmeldung unter Telefon (08 00) 0 51 02 00 oder per Mail unter energieberater@swu.de. Das Pumpwerk Donautal ist erreichbar über die Kastbrücke in der Wiblinger Allee (der Beschilderung folgen).

Ingo Wortmann als Vizepräsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen wiedergewählt
09. März 2016

Ingo Wortmann (46 Jahre alt), Technischer Geschäftsführer der Stadt-werke-Tochtergesellschaft SWU Verkehr, bekleidet für weitere drei Jahre das Amt des Vizepräsidenten des Verbands Deutscher Ver-kehrsunternehmen (VDV).

Der Verwaltungsrat Bus, das oberste Gremium der rund 300 in dem Verband organisierten Busunternehmen, hat Wortmann gestern einstimmig als seinen Vorsitzenden wiedergewählt und damit als VDV-Vizepräsident bestätigt. Wortmann geht in seine dritte Amtszeit als einer von fünf Vizepräsidenten im größten deutschen Branchenverband des Öffentlichen Verkehrssektors. Insgesamt gehören dem VDV über 600 Unternehmen des Personen- und Schienengüterverkehrs an. Hauptsitz ist Köln.

Ingo Wortmann ist seit 1. Juli 2010 Vizepräsident im VDV. „Ich bedanke mich herzlich bei den Busunternehmen für das Vertrauen“, kommentierte Wortmann seine Wiederwahl. Der Linienbus sei nach wie vor das meistgenutzte ÖPNV-Angebot und bilde das Rückgrat der Mobilität im deutschen Nahverkehr. „Durch den Bevölkerungsrückgang und die ebenfalls rückläufigen Schülerzahlen stehen die Busunternehmen vor allem im ländlichen Raum vor teilweise existenziellen Herausforderungen. Der VDV betrachtet es als seine Aufgabe, im engen Kontakt mit der Politik Lösungen zur Sicherung des ÖPNV in der Fläche zu finden“, so Wortmann. Die in der Sparte Bus organisierten VDV-Unternehmen befördern jährlich über vier Milliarden Fahrgäste im deutschen Nahverkehr und damit 42 Prozent aller Nahverkehrskunden.

Ingo Wortmann ist seit 2003 Technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr GmbH. Zuvor arbeitete er von 1996 bis 2002 bei der Dresdner Verkehrsbetriebe AG und war dort in verschiedenen Funktionen für die Gestaltung des ÖPNV-Angebotes zuständig, einschließlich der konzeptionellen Streckenplanung und der ÖPNV-Beschleunigung. Er studierte an der Bergischen Universität Wuppertal Bauingenieurwesen mit Schwerpunkten Verkehrsplanung, Eisenbahnbau und Bauwirtschaft.

SWU Verkehr erhebt “ÖPNV-Kundenbarometer“.
09. März 2016

Telefonische Befragung durch Verkehrsforschungsinstitut Infratest läuft bis Mitte Mai

250 Bürgerinnen und Bürger aus Ulm und Neu-Ulm erhalten in den nächsten Wochen einen Anruf. Ausgewählt aus dem Telefonbuch nach dem Zufallsgenerator, werden die Angerufenen gebeten, Fragen zu den Nahverkehrsleistungen der SWU Verkehr zu beantworten.

Mit der jährlichen repräsentativen Umfrage will die SWU Verkehr herausfinden, wie zufrieden ihre Kunden sind und wo möglicherweise für Verbesserungen anzusetzen ist. Die Interviewer des beauftragten Instituts TNS Infratest Verkehrsforschung aus München stellen etwa dreißig Fragen zu allen wichtigen Bereichen: Fahrplanangebot, Tarife, Fahrzeuge, Haltestellen, Service, Freundlichkeit des Personals, um nur einige Leistungsmerkmale zu nennen. „Die Umfrageergebnisse ermöglichen es uns, die Qualität unserer Leis-tungen fortlaufend zu kontrollieren“, sagt Andreas Ceder, Leiter Vertrieb und Kommunikation bei der SWU Verkehr. 15 bis 20 Minuten dauert ein Telefon-Interview. Die Teilnahme ist freiwillig. Die Umfrage dauert bis Mitte Mai, angerufen wird nur montags bis freitags.

1.200 Unterelchinger Haushalte rund zwei Stunden ohne Strom
02. März 2016

Mittelspannungsstörung im benachbarten Netz der NGO wirkt sich auch auf Unterelchingen aus

Eine Störung im Mittelspannungsnetz der Netzgesellschaft Ostwürt-temberg Donau-Ries (NGO) hat sich heute früh auch auf das Ortsnetz Unterelchingen ausgewirkt. Das Industrie- und Gewerbegebiet Obere Mühlau sowie Haushalte im angrenzenden Unterelchinger Wohngebiet waren für rund zwei Stunden ohne Strom.

Der Fehler im NGO-Netz hatte um 7.00 Uhr zu einem Ausfall in der Stadtwerke-Trafostation Daimlerstraße 3 geführt. Gegen 8.55 Uhr hatte die NGO den Fehler behoben, so dass auch in Unterelchingen die Stromversorgung wiederhergestellt werden konnte. Betroffen waren das gesamte Gewerbegebiet sowie rund 1.200 Haushalte im nördlichen und östlichen Teil Unterelchingens im Bereich der Bahnlinie, darunter zum Beispiel das Wohngebiet Köhlerberg.

Ortsvorsteher Martin Durst (hellbrauner Mantel) dreht den Hahn auf. Das Bollinger Wohngebiet „In der Breite“ ist am Gasnetz. Eingerahmt ist Durst von Dornstadts Bürgermeister Rainer Braig (rechts) und SWU-Geschäftsführer Klaus Eder.
Erste Erdgasflamme in Bollingen entzündet
01. März 2016

Stadtwerke haben ihr Gasnetz von Ulm-Mähringen her erweitert. Gemeinde Dornstadt und Stadtwerke tragen 280.000 Euro Investition gemeinsam.

Die Haushalte im Dornstadter Ortsteil Bollingen haben gewechselt – von Flüssiggas aus dem Tank auf Erdgas aus dem öffentlichen Lei-tungsnetz. Zur Eröffnung des Netzanschlusses entzünden Dornstadts Bürgermeister Rainer Braig und Bollingens Ortsvorsteher Martin Durst am 1. März symbolhaft die erste Erdgasflamme in der Straße „In der Breite“.

„Wir freuen uns, zusammen mit den Stadtwerken eine gute Lösung umgesetzt zu haben, um einen weiteren Teil der Einwohnerschaft umweltschonend mit Erdgas zu versorgen“, sagt Bürgermeister Braig. Die Gesamtkosten von rund 280.000 Euro für den Erdgas-Anschluss tragen Gemeinde und Stadtwerke gemeinsam.

Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH betreibt das Dornstädter Erdgasnetz seit 2007. Damals war die Konzession neu ausgeschrie-ben worden. Heute sind rund 820 Gebäude am Netz, hauptsächlich in der Kerngemeinde, außerdem in den Teilorten Tomerdingen und nun Bollingen. „Die Partnerschaft zwischen Dornstadt und Ulm ist lebendig, wie das jetzt abgeschlossene Vorhaben unterstreicht“, betont Geschäftsführer Wolfgang Rabe von der Stadtwerke-Netzgesellschaft.

Leitung wurde mit einem großen Pflug verlegt

Schon vor Weihnachten konnten die derzeit 51 erdgasversorgten Bollinger Häuser auf den neuen Brennstoff umstellen. Zuvor hatten die Stadtwerke ihr bestehendes Gasnetz von Süden her aus Ulm-Mähringen erweitert. Die Verbindungsleitung ist 2.850 Meter lang; sie führt zunächst über die Felder und verläuft im letzten Abschnitt vor Bollingen entlang der Landesstraße 1219 zwischen Radweg und Fahrbahn. Transportiert wird das Erdgas über eine 16 Zentimeter dicke Kunststoffleitung. Verlegt wurde die Mitteldruckleitung auf der offenen Flur in einem besonderen Verfahren. Ein Lkw zog einen Pflug mit einem großen Pflugmesser hinter sich her. Beim Aufpflügen wurde die Kunststoffleitung in die Furche eingezogen und die Furche unmittelbar danach wieder mit Erde gefüllt, alles im selben Arbeitsgang. Keine aufwendigen Baugruben, keine Lagerung von Aushub und Rohren an der Baustelle. Eine ebenso landschaftsschonende wie kostensparende Sache.

Ausbau des Ehrensteiner Stromnetzes dauert bis Ende April
29. Februar 2016

Arbeiten beginnen in der Burgsteige und verlaufen über Martin- und Boschstraße bis zur Trafostation beim Rathaus

Bis Ende April werden die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze im nordöst-lichen Teil und im Ortskern Ehrensteins Stromleitungen verlegen. Die Arbeiten gehören zur Erneuerung des Schaltwerks beim Blausteiner Rathaus und werden dieses Vorhaben abschließen.

Die Arbeiten beginnen im Lauf dieser Woche am östlichen Ende der Burgsteige in Richtung Berliner Ring. Verlegt werden zwei Systeme von 10.000-Volt-Erdkabeln mit einer Gesamtlänge von etwa zwei Kilometern. Die Arbeiten verlaufen zunächst die Burgsteige hinunter bis zur Einmündung Martinstraße, dann durch die Martinstraße in die Boschstraße und weiter auf dem Fußweg, der der Blau entlang zum Schaltwerk beim Rathaus führt. Zusätzlich erneuern die Trupps in der Burgsteige auf einer Länge von 320 Metern die Straßenbeleuchtung.

Während der Bauzeit lassen sich Behinderungen für Verkehrsteilnehmer leider nicht vermeiden, auch im Bereich der Straßenquerungen. Für kurze Phasen müssen Durchgangs- und Durchfahrtssperrungen eingerichtet werden. Die Zufahrt zu Häusern und Grundstücken wird jedoch jederzeit gewährleistet sein. Für den Ausbau des Ehrensteiner Strom-netzes investiert die Stadtwerke-Netzegesellschaft rund 490.000 Euro.

Wagen Nummer 45 wird per Seilwinde auf den Tieflader gezogen. Die schwer beschädigte Tram wird bei Siemens repariert.
Straßenbahnwagen zur Reparatur ins Siemenswerk nach Nordrhein-Westfalen abtransportiert
16. Februar 2016

Mindestens eine halbe Million Euro Schaden nach Zusammenstoß mit Pkw

Der bei dem schweren Unfall am 15. Januar beschädigte Straßenbahnwagen Nummer 45 hat gestern Abend Ulm auf einem Tieflader verlassen. „Die Schäden sind so groß, dass der Wagen zur eingehenden Untersuchung und Reparatur ins Siemenswerk nach Wildenrath bei Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen) gebracht werden muss“, sagt Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr.

Beim Zusammenstoß mit einem Pkw in Ulm-Böfingen war der Wagenkasten auf etwa 20 Meter Länge stark beschädigt worden. Auch der Antrieb sowie die Räder und Gelenke wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die SWU Verkehr schätzt den Schaden auf mindestens 500.000 Euro. Im Siemenswerk Wildenrath wird das Fahrzeug teilweise zerlegt. So lassen sich das Schadensbild und der Umfang der Reparatur genau bestimmen. Es ist aber damit zu rechnen, dass das vordere und mittlere Fahrwerk beschädigt ist und ausgebaut werden muss. Die Fahrwerksreparatur übernimmt das Siemenswerk im österreichischen Graz, wo das Unternehmen die Fahrwerksfertigung konzentriert hat. „Die Behebung der Schäden wird wohl längere Zeit dauern. Wie lange genau, lässt sich erst abschätzen, nachdem das Fahrzeug in Wildenrath untersucht worden ist“, so Ingo Wortmann.

Der Abtransport der Tram ins 550 Kilometer entfernte Wildenrath unweit der deutsch-holländischen Grenze wird zwei Nächte dauern. Denn der Tieflader mit Überlänge und einem Gesamtgewicht von nahezu hundert Tonnen bewegt sich mit maximal 70 Kilometern pro Stunde fort und darf daher nur nachts ab 22 Uhr fahren.

Stadtwerke warnen vor falschen Ablesern
05. Februar 2016

Tipp: Unbedingt den Dienstausweis vorzeigen lassen

„Wir wollen die Zähler ablesen und müssen mal in die Wohnung“. Das Ansinnen ist nichts Ungewöhnliches. Misstrauisch macht aber, wenn das Ablesen telefonisch angekündigt wird. Oder wenn der Ableser klingelt, kurz nachdem schon einmal ein anderer Ableser da gewesen ist. So jüngst geschehen in mehreren Fällen in Ulm-Söflingen, wie verunsicherte Anrufer den Stadtwerken mitgeteilt haben.

Im Zweifel rückversichern bei den Stadtwerken

Die Stadtwerke-Ableser kündigen ihren Besuch üblicherweise nicht telefonisch an. Vor allem: Sie können sich stets mit ihrem SWU-Dienstausweis legitimieren. Die Stadtwerke appellieren daher an ihre Kunden: Verlangen Sie den Dienstausweis und verwehren Sie im Zweifelsfall den Zutritt zur Wohnung. Ein Stadtwerke-Mitarbeiter wird niemals auf den Zutritt drängen. Wenn der Besuch dem Kunden ungelegen kommt oder niemand zu Hause ist, wird der Ableser einen frankierten Vordruck in den Briefkasten werfen, auf dem der Zählerstand eingetragen werden kann. Unter der Telefonnummer (07 31) 1 66 - 13 34 können sich Kunden bei den Stadtwerken rück-versichern, ob in ihrem Wohnbezirk tatsächlich abgelesen wird.

Kurzschluss sorgt für Stromausfall im Donautal
04. Februar 2016

Mitarbeiter der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH führten am Donnerstagvormittag routinemäßige Wartungsarbeiten im Umspannwerk Süd und der Trafostation auf dem Gelände der Firma Schwäbische Härtetechnik Ulm GmbH & Co KG durch. Dabei ereig-nete sich um 10.26 Uhr ein Kurzschluss. Dieser führte zu einem Ausfall des 10 kV Mittelspannungsnetzes auf dem Firmengelände. Über die Ursachen kann derzeit noch keine Aussage getroffen werden. Derzeit bemühen sich die SWU-Techniker durch Umschaltarbeiten wieder für Strom zu sorgen.

Umliegende Unternehmen erfuhren zu diesem Zeitpunkt lediglich einen kurzen Spannungseinbruch. Der Stromausfall beschränkt sich allerdings ausschließlich auf die Produktionsstätten der SHU.

Fahrgastbeirat sucht neue Mitglieder
29. Januar 2016

Bewerbungen bis 22. Februar. Nahverkehrsnutzer tauschen sich regelmäßig mit Fachleuten des Verkehrsbetriebs aus.

Weshalb nehmen manche Buslinien neuerdings eine andere Fahrtroute, zum Beispiel über die B 10? Wann kann ich mit meinem Fahrrad einsteigen und wann besser nicht? Gibt es die Info-Bildschirme bald auch in der Straßenbahn? Was hat die Nutzung der Fahrkartenautomaten mit der Pünktlichkeit von Bus und Tram zu tun? Die Fra-gen waren wiederum breit gestreut, die ein Dutzend Ulmer und Neu-Ulmer Nahverkehrsnutzer bei der letzten Sitzung des Fahrgastbeirats mit Vertretern der SWU Verkehr behandelten. Zum 18. Mal schon brachte dieses 2009 gegründete Gremium Nicht-Fachleute und Experten an einem Tisch zusammen. Wer Interesse hat mitzumachen: Der Fahrgastbeirat sucht zur Blutauffrischung wieder neue Mitglieder.

Der unmittelbare Dialog kommt gut an

„Fahrgäste wollen den unmittelbaren Dialog mit dem Unternehmen, das haben die Treffen immer wieder gezeigt“, beobachtet Matthias Einmahl, SWU-Verkehrsplaner und Moderator des Fahrgastbeirats. „Jeder soll seine Erfahrungen und Ideen in der Runde äußern und mit uns diskutieren. Vorwissen wird nicht vorausgesetzt“. Der Dialog ist zum beiderseitigen Vorteil: Das Unternehmen erhält wertvolle Anregungen, um sein Angebot regelmäßig an den Kundenbedürfnissen zu messen und weiterzuentwickeln. Der Fahrgast wiederum gewinnt aus erster Hand Einblick in die Möglichkeiten, aber auch in die Grenzen der Angebotsplanung. 

Neue Mitglieder gesucht

Damit das Themenspektrum breit ist, soll der Fahrgastbeirat gut gemischt 
sein. Die derzeitigen Mitglieder sind unterschiedlichen Alters und kommen aus vielen Stadtteilen, unter anderem aus Böfingen, Söflingen, Eselsberg, Mähringen, Neu-Ulm Wiley. Und sie nutzen den ÖPNV sehr unterschiedlich. „Auch wer bisher nicht Straßenbahn oder Bus fährt, tut der Runde gut – vielleicht sogar gerade deshalb“, so Matthias Einmahl. Kaum repräsentiert im Fahrgastbeirat waren bisher Bürger aus Wiblingen und vom Michelsberg. Das darf sich ändern. 

Bis 22. Februar bewerben

Der Bewerbungsbogen für den Fahrgastbeirat liegt bei SWU traffiti im 
Kunden-Center Neue Mitte bereit oder kann im Internet heruntergeladen werden unter www.swu.de/privatkunden/swunahverkehr/fahrgastbeirat.html Bewerbungsschluss ist am 22. Februar 2016. Bis zu diesem Tag müssen die Unterlagen bei SWU traffiti persönlich abgegeben werden oder unter der Mail-Adresse fahrgastbeirat@swu.de eingegangen sein. Die Internetseite gibt Auskunft zu sämtlichen Fragen rund um den Fahrgastbeirat. 

Anhand des ausgefüllten Bogens trifft die SWU Verkehr eine Vorauswahl 
und lädt die betreffenden Interessenten zur nächsten Sitzung im März ein, zunächst als Gast. „Ausschlaggebend ist nicht das Vorwissen“, betont Matthias Einmahl, „vielmehr das Interesse an Nahverkehrsfragen“. Pro Jahr trifft sich der Fahrgastbeirat drei Mal. Zu bestimmten Fragen werden Gast-Experten eingeladen.

Sanierung der Brücke am Wasserkraftwerk Wiblingen
18. Januar 2016

Fuß- und Radweg wird zwischen Januar und Dezember 2016 umgeleitet.

Vom 25. Januar bis Dezember 2016 wird die Kraftwerksbrücke am Wasserkraftwerk Wiblingen komplett für den Verkehr gesperrt. Auch Fußgänger und Radfahrer können während dieser Zeit den Donaukanal an dieser Stelle nicht überqueren. Grund dafür sind unerläss-liche Sanierungsarbeiten.

Für Nutzer des Donauradwanderweges wird eine Umleitung ausge-schildert. Diese führt vom Bewährungsheim über die Daimlerstraße, Siemensstraße und Hans-Lorenser-Straße bis zur Kastbrücke.

Die betroffene Betonbrücke wurde 1907 erbaut und hat über die Jahre massiv an Tragkraft verloren. Das Gutachten einer technischen Überprüfung sieht unmittelbaren Handlungsbedarf vor. Große Teile der Bausubstanz sind irreparabel, weshalb das Bauwerk bis auf die Bodenpfeiler abgerissen werden muss. Auf diese wird im Anschluss eine neue Brückenkonstruktion gebaut. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betragen voraussichtlich 550.000 Euro.

Vorsorge gegen Böller: Fahrkartenautomaten sind über den Jahreswechsel außer Betrieb
21. Dezember 2015

Die SWU Verkehr trifft Vorsorge gegen „verirrte“ Silvesterböller. Ab 29. Dezember 2015 werden die 42 Fahrscheinautomaten an den Haltestellen entlang der SWU-Linien vorübergehend außer Betrieb genommen.

Die Automaten sind empfindlich, speziell die eingebaute Elektronik verträgt keine Silvesterscherze. Mutwillige Beschädigungen, zum Beispiel indem Gegenstände gewaltsam in die Automaten eingeführt wurden, haben in der Vergangenheit wiederholt längere Ausfälle und teure Reparaturen verursacht. Ab Dienstag, 5. Januar 2016 werden die Fahrscheinautomaten wieder betriebsbereit sein. Über den Jahreswechsel können Fahrkarten in den 11 Vorverkaufsstellen und bei „SWU traffiti“ im ServiceCenter Neue Mitte gekauft werden. „SWU traffiti“ ist an Silvester von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Dagegen bleibt die Verkaufsstelle an Heiligabend geschlossen.

Über die Feiertage geschlossen ist ab 21. Dezember 2015 die Ser-vice-Stelle „Erhöhtes Beförderungsentgelt“ im Verkehrsbetriebshof Bauhoferstraße 9 in der Weststadt. Dort können wieder ab 4. Januar 2016 nachträglich Fahrkarten vorgezeigt und Beträge über erhöhtes Beförderungsentgelt beglichen werden. Die Fristen zum Bezahlen und Vorzeigen verlängern sich dadurch um 14 Tage.

Heiligabend: Nachtbusse fahren ab 18.30 Uhr im Stundentakt
18. Dezember 2015

An Heiligabend endet auf den SWU-Linien der reguläre Betrieb gegen 18.30 Uhr. Dabei gilt: Die Straßenbahn sowie die Buslinien 3, 4, 5 und 7 verkehren bis 12 Uhr mittags nach dem Samstagsfahrplan, anschließend nach dem Sonntagsfahrplan. Die Buslinie 10 fährt nur bis gegen 12 Uhr ins Donautal und bis etwa 14 Uhr zum Blautal-Center. Die Linien 11 (Söflingen – Roter Berg) und 13 (Kuhberg – Eselsberg über Söflingen) fahren durchgehend im Halbstundentakt. Wann die letzten Abfahrten von welchen Haltestellen abgehen, zeigt die Übersicht. Das Anruf-Sammeltaxi „MobilSAM“ fährt an Heiligabend bis gegen 18 Uhr.

An Heiligabend geht es ab 18.30 Uhr mit dem Nachtbus weiter

An Heiligabend fahren von 18.30 Uhr bis 3.30 Uhr in der Frühe die Nachtbuslinien N 1 bis N 5, N 7 und N 8 stündlich ab Ulm ZOB. Vor 1.30 Uhr ist kein Nachtbuszuschlag erforderlich. Das Nacht-Sammeltaxi „NachtSAM“ fährt an Heiligabend nicht.

Nachtbus fährt über den Jahreswechsel bis 4.30 Uhr morgens

An Silvester fahren die SWU-Linien nach dem Samstagsfahrplan. Das Anrufsammeltaxi „MobilSAM“ endet gegen 18 Uhr. Der letzte Anschluss auf den regulären SWU-Linien ist gegen 0.45 Uhr. Anschließend fahren in der Neujahrsnacht die Nachtbuslinien N 1 bis N 5, N 7 und N 8 jeweils stündlich zwischen 1.30 Uhr und 4.30 Uhr ab Ulm ZOB. Die NachtSAM-Linien dagegen verkehren in der Neujahrsnacht nicht.

Zusätzlicher Fahrscheinverkauf am Haltepunkt Ulm ZOB

In der Silvesternacht werden Fahrscheine zwischen 1.30 Uhr und 3.30 Uhr an den Abfahrtssteigen der Nachtbuslinien des Haltepunkts Ulm ZOB zusätzlich durch stationäres Personal verkauft. Die SWU Verkehr bittet ihre Fahrgäste, diese Alternative für den Fahrscheinkauf zu nutzen. Das entlastet den Busfahrer, insbesondere bei großem Andrang. Die Mitarbeiter stehen in speziell gekennzeichneter Kleidung jeweils 15 Minuten vor Abfahrt der Nachtbuslinien bereit.

Staatliche Belastungen und Netzentgelte verteuern den Strom
15. Dezember 2015

Ab 1. Februar 2016 bezahlt ein Ulm/Neu-Ulmer Durchschnittshaushalt in der Grundversorgung rund 2,70 Euro mehr pro Monat.

Der neuerliche Anstieg von staatlichen Abgaben und Netzkosten wirkt sich auf die SWU-Strompreise aus. Zum 1. Februar 2016 erhöht sich im Tarif „Grundversorgung“ die Kilowattstunde (kWh) um 0,72 Cent brutto. Außerdem steigt der monatliche Grundpreis um rund 1,50 Euro. Betroffen sind rund 41.000 SWU-Kunden. Ein Zwei- bis Drei-Personenhaushalt mit 2.000 kWh Jahresverbrauch bezahlt künftig rund 2,70 Euro mehr im Monat, das entspricht einer Anhebung um rund fünf Prozent.

Auch für die etwa 90.000 Kunden in den an Laufzeiten gebundenen Verträgen „SWU SchwabenStrom“ und „SWU NaturStrom“ kommen die Stadtwerke an einer Anpassung nicht vorbei. Diese Kunden bezahlen im neuen Jahr brutto ebenfalls 0,72 Cent mehr für die Kilowattstunde. Das entspricht exakt dem Anstieg der staatlichen Abgaben und Umlagen (brutto). Dieser Kostenblock setzt sich aus einer ganzen Reihe von Einzelposten zusammen, darunter die EEG-Umlage.

Gesunkener Börsenpreis fängt die Mehrkosten nicht auf

Das Strompreisgefüge ist nach einer zuletzt relativ ruhigen Phase ab 2016 wieder kräftig in Bewegung. Spürbar zugelegt haben neben den gesetzlichen Abgaben auch die Netznutzungsentgelte. Beide Kostenblöcke zusammen bestimmen zu drei Vierteln den Endkundenpreis „an der Steckdose“.

„Unsere Kosten für die Strombeschaffung sind um etwa 0,6 Cent je kWh gesunken“, erklärt SWU-Geschäftsführer Klaus Eder, „doch das fängt nicht einmal den Anstieg der staatlichen Preisbestandteile in Höhe von 0,7 Cent vollständig auf“. Ausschlaggebend für die Preisanpassung bei den grundversorgten Kunden seien letztlich die erheblich gestiegenen Entgelte für den Transport und die Verteilung des Stroms. Alle vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber erhöhen ihre – im Übrigen staatlich regulierten – Entgelte. Das schlägt auf die Kosten für die Stromverteilung vor Ort durch. So muss der SWUStromvertrieb für die Netznutzung gut 16 Prozent mehr bezahlen im nächsten Jahr.

Teurer „Redispatch“

Die Gründe für die Teuerung auf der Netzseite sind vielfältig. Der Netzausbau muss die Einspeisung und Weiterleitung von immer mehr Wind- und Sonnenstrom bewältigen. Entsprechend hoch sind die Investitionen, auch vor Ort. In den Netzentgelten spiegelt sich zudem der wachsende Aufwand für die Eingriffe in den Kraftwerksbetrieb wider. Konventionelle Kraftwerke müssen häufiger zu- oder abgeschaltet werden als früher. Dieser so genannte Redispatch ist
erforderlich, um die Netze trotz des schwankenden Aufkommens von Wind- und Sonnenstrom stabil zu halten. Auf der Stromrechnung machen sich die Netzkosten vor allem in dem Posten „Grundpreis“ bemerkbar. „Daher war es unumgänglich, 2016 den Grundpreis anzupassen“, schließt Klaus Eder.

„Sonderfahrt“ vom Südwesten Afrikas nach Ulm. 13 Studenten aus Namibia besuchten für einen Tag Ulm. Im Bild ganz links Ingo Wortmann, Technischer Geschäftsführer SWU Verkehr, rechts daneben Dr. Rolf Baur, Dozent an der Universität Ongwediva. Mittlere Reihe, mit schwarzer Pudelmütze: Dekan Frank Kavishe.
Bauingenieur-Studenten aus Namibia zu Besuch in Ulm
14. Dezember 2015

Besichtigung von zwei großen Schienen-Baustellen

Dreizehn angehende Bauingenieure von der University of Namibia waren am Freitag auf Besichtigungstour in Ulm. Unter fachkundiger Führung lernten sie unter anderem die Baustellen der Straßenbahnlinie 2 und der DB-Schnellbahnstrecke Wendlingen – Ulm kennen.

Die Besucher aus dem Südwesten Afrikas kamen aus Ongwediva, einer 20.000 Einwohner zählenden Stadt im Norden Namibias. Dort sind etwa 260 Studenten an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informationstechnologie eingeschrieben. Begleitet haben die Gruppe Fakultätsdekan Professor Frank Kavishe und Dr.-Ing. Rolf Baur. Er stammt aus Ulm und arbeitet seit anderthalb Jahren an der Universität Ongwediva. Im Auftrag der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit unterstützt Dr. Baur bei der Aufgabe, das Studienfach Bauingenieurwesen aufzubauen und ist auch Dozent. Die Ausbildung von Bauingenieuren ist wichtig für die wirtschaftliche Fortentwicklung Namibias. Von großer Bedeutung ist dabei die Infrastruktur. So ist geplant, das Eisenbahnnetz weiter auszubauen.

Die Studenten, zwischen 22 und 27 Jahren alt, hatten zuerst an ihrer Partner-Universität in Kaiserslautern Station gemacht. Auf dem Programm dort standen Tätigkeiten im Baustofflabor, die Besichtigung von Straßen- und Brückenbaustellen sowie Hochwasserschutzanlagen.

„Wir möchten, dass es noch schneit“

Nach Ulm waren die Studenten auf Einladung der SWU Verkehr gekommen. Deren technischer Geschäftsführer Ingo Wortmann hat seit seinen Studienjahren guten Kontakt zu Dr. Rolf Baur. „Ulm war interessant, weil meine Studenten hier Praxiseinblick in gleich zwei Schienenprojekte gewinnen konnten“, sagte er. Nach der Besichtigung der Baustelle am Kienlesberg, wo bereits eines der Widerlager der künftigen Straßenbahnbrücke zu sehen ist, ging es nach Dornstadt.
Dort gab es eine Führung am Nordportal des Albabstiegstunnels. Nur ein Wunsch war für die Studenten nach den Rundgängen offen geblieben: „Wir möchten unbedingt, dass es noch schneit vor unserem Heimflug!“, verlautete es einmütig.

SWU-Busse weichen dem Straßenbahnbau aus. Ab 13. Dezember gilt der Baustellen-Fahrplan.
07. Dezember 2015

Für die nächsten drei Jahre fahren die Linien 3, 4, 5, 7 und 10 teilweise neue Routen. ZOB wird SWU-Haltestelle.

Der Bau der Straßenbahnlinie bringt manche Umstellung mit sich. Nicht nur für Autofahrer und Anlieger, sondern auch für Busnutzer. Weil möglicherweise schon im Januar auch am Eselsberg gebaut werden wird, setzen die Linienplaner den Baustellen-Fahrplan zum etatmäßigen Fahrplanwechsel am zweiten Dezember-Sonntag um. Ab 13. Dezember ändern die SWU-Buslinien auf bestimmten Streckenab-schnitten ihre Route. Folge davon ist, dass eine Reihe von Haltestel-len vorübergehend wegfällt oder verlegt werden muss. Das betrifft zum Beispiel den Hauptbahnhof. Die Haltestelle in der Friedrich-Ebert-Straße am Eingang zur Fußgängerzone wird ab 13. Dezember nur noch von der Straßenbahn und der Buslinie 7 bedient. Alle anderen SWU-Buslinien halten dann am ZOB an den Steigen H 1 und H 2.

Neue Routen gelten bis zum Ende der Bauarbeiten

„Die Änderungen sind so gewählt, dass sie während der gesamten Bauzeit beibehalten werden können und den Fahrgästen nicht ständig neue Umstellungen zumuten. Auch für Bauvorhaben wie die Bahnhof-Tiefgarage sind wir gewappnet“, sagt Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr. Die neuen Streckenführungen werden voraussichtlich bis 2018 gelten. „Was sich hingegen nicht oder nur unwesentlich ändert, sind die Takte“, kann Wortmann
ein wenig beruhigen. Alle Takte bleiben gleich, ausgenommen auf der Verbindung zwischen Hauptbahnhof und  Donaustadion, die künftig von der Linie 7 angeboten wird. Bedingt durch die neuen Streckenführungen können sich die Reisezeiten im Einzelfall um wenige Minuten verlängern.

Busrouten meiden die Baustellen-Brennpunkte

Ziel der Streckenänderungen war es, dass die Busse Baustellen-Brennpunkten ausweichen. Die Busse fahren nicht mehr durch die Kienlesbergstraße und über die Neutorbrücke, nicht mehr über Karl- und Neutorstraße sowie den Mähringer Weg. Die Bushaltestellen in diesen Bereichen entfallen komplett. Dies gilt namentlich für die Haltestellen
Theater (beim Hotel Ibis und gegenüber beim Herbert-von-Karajan-Platz), Kienlesberg und Fort Unterer Eselsberg im Mähringer Weg. Die betroffenen Buslinien fahren ab 13. Dezember wie folgt.

Linie 3 fährt ab Ehinger Tor zunächst zum ZOB, von dort aus zurück zum Ehinger Tor und weiter über Bundesstraße 10 und Wallstraßenbrücke zur Haltestelle „Beim Alten Fritz“; anschließend über Bleicher Hag, Bahnhof Söflingen und Weinbergweg zur Uni Süd. Auf dem Rückweg in die Stadt biegt die 3 beim Söflinger Kreisel in die Elisabethenstraße
ab mit Halt am Roncalli-Haus, von dort aus geht es über Wagnerstraße zum Ehinger Tor.

Linie 5 ändert zwischen Steinerne Brücke und Ruländerweg ihren Weg. Zunächst wird der ZOB angesteuert, von dort aus folgt der Bus bis Ruländerweg derselben Route wie die Linie 3 über Ehinger Tor und B 10; auf der Fahrt hinunter in die Stadt hält die Fünf ebenfalls am Roncalli-Haus.

Neu: Linie 8. Um den östlichen Eselsberg zu versorgen, wird neu die Linie 8 eingerichtet. Sie pendelt zwischen der Multscherschule und dem Ruländerweg, dort steigen Fahrgäste auf die Linien 3 oder 5 in Richtung Stadt oder Uni um. Alternativ können die Haltestellen Eselsberg Hasenkopf, Kelternweg und Traminerweg genutzt werden.

Linie 6 wird für die gesamte Bauzeit eingestellt (und nach Inbetriebnahme der Linie 2 wieder fahren). Den Kurs der Sechs am Eselsberg übernehmen vollständig die Linien 3/5, den Abschnitt Hauptbahnhof - Donaustadion übernimmt die Linie 7.

Linie 7 fährt nicht mehr durch Karlstraße und Neutorstraße. Stattdessen geht es ab Haltestelle Frauenstraße über Haltestelle Pauluskirche und Olgastraße zum Hauptbahnhof. Der 7er bedient in der Olgastraße die Tram-Haltestellen Justizgebäude und Theater. Am Hauptbahnhof fährt die Sieben neu zum Donaustadion anstelle der Linie 6. Bewohner Jungingens und des Michelbergs haben durch diese Erweiterung „ihrer“ Linie zu bestimmten Zeiten eine umsteigefreie Verbindung zum Rathaus Ulm. Der Abschnitt Hauptbahnhof - Donaustadion wird montags bis freitags von 6 bis 19 Uhr und samstagnachmittags von 13 bis 19 Uhr bedient. Sonntags fährt die Sieben hier nicht.

Schülerverkehr: E-Busse zum Kuhberg fahren „express“

Für Schüler verbessert sich der Weg von und zum Kuhberg. Die Verstärkerbusse („E-Busse“) fahren ab 13. Dezember ab ZOB beziehungsweise Ehinger Tor ohne Halt durch zum Schulzentrum Kuhberg. Möglich wird dies durch die neue Route über Wagner-, Söflinger- und Königstraße. Diese Beschleunigung verschafft aus der Region einpendelnden Schülern Spielraum in der knappen Zeit vor der ersten Schulstunde.

Ausführliche Infos

Die Zeitung „Bürgerinformation zur neuen Straßenbahnlinie“ fasst auf den Seiten 10 bis 12 sämtliche Änderungen kompakt zusammen.

Die neuen Linienführungen lassen sich auf dem ÖPNV-Stadtplan nachvollziehen. Das Liniennetz auf Stadtplan ist zum Preis von 1 Euro bei SWU traffiti (Neue Straße 79) erhältlich. Kostenfrei gibt es dort zu den einzelnen SWU-Linien die handlichen Pocketfahrpläne. Sie verzeichnen auch die Verstärkerfahrten während der Hauptverkehrszeiten (E-Busse) sowie die Abfahrtssteige für die Haltestellen Ehinger Tor und ZOB.

Sämtliche Informationen zum Baustellenfahrplan bietet darüber hinaus das Internet unter www.swu.de/privatkunden/swunahverkehr/nahverkehr-aktuell.html. Dort können alle Karten und Fahrpläne heruntergeladen werden.

Beladen wie der Weihnachtsmann? Der SWU-Gepäckbus sorgt für Entlastung.
26. November 2015

Gelassen bummeln und die Weihnachtseinkäufe erledigen, ganz unbeschwert. Besucher der Ulmer City können das wörtlich nehmen: An den vier Adventssamstagen können sie ihre Einkäufe im SWU-Gepäckbus in der Fußgängerzone deponieren – von der Stehlampe bis zu den neuen Skiern. Diesen Service bietet die SWU Verkehr kostenlos an, erstmals wieder am Samstag, 28. November.

Der Gepäckbus steht von 10.30 Uhr bis 20.30 Uhr an der Einmündung Bahnhofstraße/Wengengasse bereit. Dort erwarten SWU-Auszubildende die Einkaufsbummler. Die aufbewahrten Päckchen sind versichert.


Strom mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung. Teva-Geschäftsführer Dr. Markus Leyck Dieken (links) und SWU-Geschäftsführer Klaus Eder halten die Zertifikate in der Hand.
Strom: Stadtwerke gewinnen Ausschreibung des Arzneimittel-Herstellers Teva
16. November 2015

70 Millionen Kilowattstunden Wasserkraftstrom für die Standorte in Ulm und Blaubeuren

Die Stadtwerke werden den Arzneimittel-Hersteller Teva in den nächsten zwei Jahren mit Strom beliefern. Das ist das Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung, bei der sich die SWU durchsetzen konnte. Der jüngst unterzeichnete Vertrag läuft vom 1. Dezember 2015 bis 31. Dezember 2017. Er sieht die Lieferung von rund 70 Millionen Kilowattstunden Strom vor. Abnehmer sind die gesamten Teva-Standorte in der Region. In Ulm-Donautal und Blaubeuren produziert das Unternehmen in fünf verschiedenen Betriebsstätten Arzneimittel, darunter diejenigen der Marke ratiopharm.

Teva wird Strom aus rein erneuerbarer Erzeugung beziehen. Die SWU hat die entsprechenden Mengen auf dem Markt eingekauft. „Als Unternehmen, das zum Ziel hat, die Gesundheit der Menschen zu verbessern, fühlen wir uns der Ökologie und Nachhaltigkeit verpflichtet“, betont Dr. Markus Leyck Dieken, General Manager von Teva Deutschland. Ein Zertifikat bestätigt die Herkunft des Stroms, der in europäischen Wasserkraftwerken gewonnen wird. Bei der bestellten Menge vermeidet diese Art der Erzeugung 34.000 Tonnen Kohlendioxid und 14 Kilogramm radioaktiven Abfall pro Jahr, bezogen auf den deutschen Energiemix.

Zufrieden zeigt sich auch die SWU. „Der Ausgang der Ausschreibung unterstreicht, dass die Stadtwerke als ebenso zuverlässiger wie wettbewerbsfähiger Partner der regionalen Wirtschaft geschätzt sind“, sagt Geschäftsführer Klaus Eder. SWU und Teva führen derzeit Gespräche über eine Ausweitung der Zusammenarbeit. Es geht dabei um ergänzende Dienstleistungen wie die Optimierung der Netzplanung und des Netzbetriebs innerhalb der Teva-Produktionsstätten.

Gleichfalls unterzeichnet haben Teva und die SWU einen Vertrag über die Lieferung von Erdgas. Der Kontrakt, ebenfalls Ergebnis einer Ausschreibung, hat ein Volumen von 46 Millionen Kilowattstunden und gilt bis 30. September 2016.

Sicher zur Schule
13. November 2015

SWU verteilt kostenlos Warnwesten an Grundschüler

In der dunklen Jahreszeit müssen Kinder auf ihrem Weg zur Schule besonders aufmerksam sein. Sehen und selbst gesehen werden – dabei kann auffällige Kleidung helfen. Bis 30. November gibt die SWU an Grundschüler kostenlos Warnwesten mit stark reflektierender Oberfläche aus. Die Warnwesten können die Kinder am Startpunkt des ServiceCenters Neue Mitte (Neue Straße 79, Ulm) abholen. An jedes Schulkind wird nur eine Weste abgegeben – so lange der Vorrat reicht.

Öffnungszeiten ServiceCenter Neue Mitte:
Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr
Samstag 9 bis 14 Uhr

Optisch aufgefrischt. Designer entwickelt die Ulmer Avenio-Straßenbahnwagen weiter
12. November 2015

Die gewohnten Farben bleiben die Frontpartie verändert sich etwas.

In zwei Jahren wird das erste Fahrzeug der bei Siemens bestellten Straßenbahnwagen des Typs Avenio in Ulm eintreffen. Die Wagen werden sich eng an die Optik des heutigen Combino anlehnen – und doch mit einem neuen Look aufwarten. „Das wird vor allem an der Frontpartie sichtbar sein“, erklärt Designer Martin Hannig.

Der Designer vom Elchinger Büro Busse Design und Engineering hatte bereits den Combinos ihr Aussehen gegeben. Der Avenio behält die Farben Blau, Hellgrau und Weiß, verzichtet aber auf das große „Auge“, das dem Combino an Front und Heck sein charakteristisches Seitenprofil verleiht. Die Frontpartie des Avenio geht stattdessen ohne weiße Trennlinien an den Fensterholmen in die Seitenprofile über. „Das lässt das Cockpit transparent erscheinen. Es entsteht der Eindruck eines Vollvisierhelms“, versucht Martin Hannig einen bildhaften Vergleich der beiden Ulmer Tramgenerationen. In einem weiteren Detail unterscheidet sich die Frontpartie des Avenio von seinem Vorgänger. Es gibt einen Doppelscheinwerfer (statt eines Einzelscheinwerfers), jetzt mit LED-Licht ausgestattet. Scheinwerfer und Blinker sind in Reihe nebeneinander angeordnet.

Optik behutsam weiterentwickelt, großzügig geschnittener Innenraum

„Das optische Grundkonzept des Combino hat sich in den zwölf Jahren Einsatz in Ulm nicht abgenutzt. Man hat sich daran nicht sattgesehen. Das schließt aber eine behutsame Weiterentwicklung des Bewährten nicht aus“, erklärt SWU-Verkehr-Geschäftsführer Ingo Wortmann. So werden auch die Türen durch einen Rand im Stadtwerke-Blau hervorgehoben. Mit dem Unterschied, dass die Doppeltüren nur noch einen großen Außenrahmen bekommen. Der blaue Rand zwischen den beiden Türhälften, sichtbar bei geschlossenen Türen, verschwindet beim Avenio. Das wirkt transparenter und auf den Fahrgast einladender. Bei der Konstruktion hat der Hersteller Siemens besonderes Augenmerk auf den Fahrgastkomfort gelegt: Die beiden Einzeltüren vorne und hinten sind auf 80 Zentimeter verbreitert, gegenüber 65 Zentimetern beim Combino. Ein weiteres Plus an Komfort: Im Fahrzeuginneren sind die Durchgänge über den Fahrwerken großzügiger ausgelegt als heute. Neu bietet der Avenio außerdem einige auf 70 Zentimeter verbreiterte Einzelsitze (Mutter-Kind-Sitze), neben der Standard-Sitzbreite von 45 Zentimetern. Im Innenraum herrschen unverändert die Töne Hellgelb, Weiß und Dunkelgrau vor. Auch die Stoffbezüge der Sitze bleiben gleich, bis hin zu den eingewebten Buchstaben „SWU“.

Ulmer Stadtarchiv unterstützt bei der Namenssuche

Die neuen Wagen werden die Nummern 51 bis 62 tragen – und wie die Combinos Namen erhalten. „Diese Tradition führen wir gerne fort“, so Ingo Wortmann. In Zusammenarbeit mit dem Ulmer Stadtarchiv werden Namen von Persönlichkeiten gesucht, Frauen und Männern, die mit der Stadt Ulm verbunden waren.

Von links nach rechts: Neu-Ulms Stadtkämmerer Berthold Stier, OB Gerold Noerenberg, SWU-Geschäftsführer Klaus Eder und SWU-Vertriebsleiter Marcus Deutenberg.
Strom: Stadtwerke gewinnen Stadt Neu-Ulm und den Landkreis zurück
05. November 2015

Liefervertrag über Ökostrom läuft bis 2017. Landkreis bezieht auch Erdgas von der SWU.

Die Stadt Neu-Ulm und der Landkreis Neu-Ulm erhalten ab dem kommenden Jahr Strom von den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm. Das ist das Ergebnis einer Ausschreibung, bei der sich die SWU durchsetzen konnte. Die jüngst unterzeichneten Verträge laufen jeweils vom 1. Januar 2016 bis Ende 2017 und sehen Stromlieferungen von insgesamt rund 33 Millionen Kilowattstunden vor. Es handelt sich um Strom aus erneuerbaren Quellen. Sowohl die Stadt als auch der Landkreis haben sich für zertifizierten Naturstrom entschieden, der in Wasserkraftanlagen gewonnen wird.

„Auch auf der bayerischen Donauseite präsent“

Die SWU wird in den nächsten zwei Jahren eine Reihe öffentlicher Einrichtungen auf der bayerischen Seite von Donau und Iller mit Strom versorgen wie das Neu-Ulmer Rathaus und das Landratsamt, die Donauklinik, das Edwin-Scharff-Haus, die Stadtbücherei, das Hallenbad Offenhausen und die Feuerwache, dazu die öffentlichen Schulen in Stadt und Landkreis. Auch der Strom für die Neu-Ulmer Straßenlaternen und Ampelanlagen kommt von den Stadtwerken. „Wir freuen uns, dass wir diesen Auftrag zurückgewinnen konnten“,

sagt Marcus Deutenberg, bei den Stadtwerken verantwortlich für den Vertrieb. Bei der letzten Ausschreibung war noch ein anderer Lieferant zum Zuge gekommen. Bei der Neuvergabe seien nach Ansicht Deutenbergs neben dem Preis und der ökologischen Erzeugung auch der Service von Bedeutung gewesen. SWU-Geschäftsführer Klaus Eder fügt hinzu: „Für die SWU ist es wichtig, auch auf der bayerischen Donauseite präsent zu sein und als regionaler Versorger wahrgenommen zu werden. Umso mehr freut uns der Vertragsabschluss in Neu-Ulm“.

Landkreis Neu-Ulm erhält weiterhin Erdgas der Stadtwerke

Auch in der Erdgasversorgung setzt der Landkreis auf die Stadtwerke. Ausgeschrieben hatte der Landkreis für die drei Jahre von 2016 bis 2018. In diesem Zeitraum werden die Stadtwerke rund 54 Millionen Kilowattstunden Erdgas liefern. Abnehmer sind hauptsächlich öffentliche Einrichtungen, Schulen und Krankenhäuser. Bei der Ausschreibung hatten die Stadtwerke alternativ Erdgas mit 30-prozentigem Biogasanteil angeboten. Letztlich entschied sich der Landkreis jedoch für herkömmliches Erdgas. Bereits in den vergangenen drei Jahren war die SWU Gaslieferant des Landkreises.

Bis Mitte Dezember: Stadtwerke erneuern Erdgasleitung Am Bleicher Hag
02. November 2015

Von heute an und bis voraussichtlich Mitte Dezember erneuern Bautrupps in der Straße „Am Bleicher Hag“ am unteren Eselsberg eine Erdgasleitung. Die Arbeiten beginnen bei der Einmündung Sonnenhalde und ziehen sich in den nächsten sechs Wochen bis zur Kreuzung Bleicher Hag/Mähringer Weg. Ersetzt wird eine alte Niederdruckleitung aus den 1960er Jahren durch eine 18 Zentimeter dicke Leitung aus Kunststoff.

Die Trupps arbeiten sich in 50 Meter langen Teilabschnitten auf der nördlichen Straßenseite vor. Die neue Leitung wird unter dem Gehweg verlegt. Für Fußgänger werden Notwege eingerichtet, die Parkplätze werden abschnittsweise gesperrt. Für Autofahrer verengt sich im jeweiligen Baustellensektor die Straße auf eine Fahrspur, es herrscht Begegnungsverkehr. Die Bushaltestellen behalten ihren gewohnten Platz. Sie müssen im Einzelfall lediglich um einige Meter versetzt werden.

SWU holt 45.000 Tonnen Kies vor dem Edwin-Scharff-Haus aus der Donau.
25. September 2015

In den vergangenen zwei Jahren hat sich an den ehemaligen Schopperplätzen beim Edwin-Scharff-Haus wieder viel Ballast angesammelt. 45.000 Tonnen Kies werden Bagger in den nächsten Wochen aus der Donau herausholen. Schließlich gehört das Ausbaggern zu den Unterhaltspflichten der SWU, die an der Böfinger Halde ein großes Wasserkraftwerk betreibt.

Auf rund 350 Meter Länge und 30 Meter Breite ist die Kiesbank beim Edwin-Scharff-Haus angewachsen. Am Mittwoch, 30. September wer-den die Bagger anrücken und den Kies zunächst so anhäufen, dass in der Donau eine Fahrstraße für die Laster entsteht. Ab dann werden täglich bis zu rund hundert Kipperladungen Kies über das Jahnufer und die Dammstraße abgefahren. Die Abfuhr soll Ende November abgeschlossen sein. Die SWU hat die Dammstraßenbewohner über die Aktion separat per Brief informiert. Der Kies kommt auf einen La-gerplatz nach Donaustetten, wo er für die Verwendung im Beton- und Straßenbau aufbereitet wird. Für das Ausbaggern wendet die SWU rund 100.000 Euro auf.

SWU begrüßt neue Auszubildende
09. September 2015

11 Schulabgänger beginnen ihre Ausbildung in verschiedenen Unternehmensbereichen

Am 8. September starteten zwei junge Frauen und neun junge Männer in eine Ausbildung bei den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm. Sie wurden aus über 400 Bewerbungen ausgewählt. Die unterschiedlichen Berufsbilder decken die Unternehmensbereiche Verkehr, Energie und Telekommunikation ab. Dieses Jahr vertreten sind: Elektroniker für Betriebstechnik mit Berufskolleg, Industriemechaniker, IT-System-Elektroniker, Kraftfahrzeugmechatroniker, Kauffrau für Büromanagement, Industriekauffrau/-mann und Informatikkaufmann.

Damit der Einstieg möglichst leicht fällt, werden die frischgebackenen Auszubildenden im Rahmen einer viertägigen Willkommensphase in das Unternehmen eingeführt. Teambildende Maßnahmen und Rundgänge durch die einzelnen Fachbereiche und Abteilungen brechen das Eis. Manuela Poleschner, Ausbildungskoordinatorin bei der SWU, erklärt: „Unsere „SWU-Rallye“ hat sich in den vergangen Jahren stets bewährt. Die Azubis lernen nicht nur spielerisch das Unternehmen kennen, sondern knüpfen auch erste Kontakte und haben Gelegenheit Fragen zu stellen“. Außerdem erhält jeder seine ent-sprechende Arbeitskleidung, Parkmarken, Betriebsausweise und natürlich ein persönliches Paar grüne SWU-Schuhe.

Die Bewerbungsfrist für Ausbildungsplätze im nächsten Jahr hat bereits geendet. Die Unterlagen werden derzeit ausgewertet. Daher können die Bewerber noch dieses Jahr mit einer Rückmeldung rechnen.

Bauarbeiten beim Theodor-Heuss-Platz
27. August 2015

Am 1. und 2. September wird der Verkehr in Richtung Ehinger Tor über den Söflinger Kreisel umgeleitet.

Am 1. und 2. September erneuern die Stadtwerke beim Theodor-Heuss-Platz in der Ulmer Weststadt einen Schieber an einer Trinkwasserleitung. Gleichzeitig erneuert die Stadt Ulm in diesem Bereich Einlaufschächte für das Regenwasser und den Fahrbahnbelag. Für die Arbeiten muss die in Richtung Ehinger Tor führende Fahrspur der Wagnerstraße auf etwa 80 Metern Länge gesperrt werden. Der Verkehr in Richtung Innenstadt wird daher während der zweitägigen Bauzeit über Söflinger Straße und Söflinger Kreisel umgeleitet.

Stadtwerke senken die Donau bei Ersingen für Reparaturarbeiten ab
18. August 2015

Ufermauern bei den Wehren an Donau und Rot werden bis Ende September saniert

Die Ufermauern am Donauwehr bei Ersingen und am Rotwehr bei Dellmensingen werden in den nächsten vier Wochen saniert. Zu beheben sind Risse und Undichtigkeiten im Beton. Um die Arbeiten ausführen zu können, wird die SWU ab Samstag, 22. August die Donau langsam um etwa 80 Zentimeter absenken. Die Arbeiten und das Absenken sind mit dem Regierungspräsidium Tübingen und den Fischern abgestimmt. Der Ulmer Fischereiverein sorgt durch Abfischen dafür, dass durch das vorübergehende Absenken des Wasserspiegels die Fische keinen Schaden nehmen.

„An den Uferwänden zeigen sich Risse und der Beton weist großflächig Schäden auf“, sagt Bernd Weber von der SWU Energie. Immerhin stammen die Wehranlagen an Donau und Rot aus den 1920er Jahren. Rund 70.000 Euro investieren die Stadtwerke nun in die Sanierung der Uferwände. Beim Wehr Ersingen ist die etwa 30 Meter lange und 2,50 Meter hohe Wand auf der nördlichen Uferseite betroffen. Dort treten die Schäden auch unterhalb der Wasserlinie auf, was das Absenken des Flusses unumgänglich macht. Die Absenkung macht sich auf der Donau zwischen Ersingen und dem Ersinger Wehr, dann im dort abzweigenden Donaukanal bis zum Wasserkraftwerk Donaustetten und schließlich in der Rot bemerkbar. Daher nutzen die Stadtwerke das Absenken, um auch die Uferwände am Rotwehr Dellmensingen zu reparieren. Die Sanierungsarbeiten werden voraussichtlich am 21. September abgeschlossen sein. Dann wird die Donau wieder auf ihren Normalpegel angehoben. 

Das Wehr Ersingen regelt den Zulauf zum Donaukanal, der an dieser 
Stelle abzweigt und zum SWU-Wasserkraftwerk Donaustetten führt. Das Wehr Dellmensingen regelt den Wasserzufluss der Rot in den Donaukanal.

Hitze lässt Trinkwasserverbrauch ansteigen
12. August 2015

Anstieg um 17 Prozent von Juni auf Juli in Ulm/Neu-Ulm

Die ungewöhnlich vielen Hochsommertage mit Temperaturen jen-seits der 30-Grad-Marke haben zu einem erhöhten Trinkwasserver-brauch in Ulm und Neu-Ulm geführt. Im Juli lieferten das Ulmer und Neu-Ulmer Netz zusammen im Schnitt 38,5 Millionen Liter Wasser am Tag. Das waren rund 17 Prozent mehr gegenüber den Juni-Werten. Man darf davon ausgehen, dass der Anstieg im Wesentli-chen vom Gießwasser herrührt. Hohe Temperaturen und anhaltende Trockenheit setzen vor allem Gärten und Grünanlagen zu.

Generell gilt allerdings: Der Wasserverbrauch ist von der Jahreszeit weniger abhängig, als man denkt. So lag der durchschnittliche Ta-gesverbrauch in Ulm und Neu-Ulm im Januar 2015 bei 30,5 Millionen Litern Trinkwasser und im Mai bei über 31 Millionen Litern. Das zeigt: Die Verbrauchsschwankungen halten sich im Ulm/Neu-Ulmer Was-sernetz in Grenzen.

15-minütiger Stromausfall in allen Elchinger Ortsteilen
28. Juli 2015

Am Dienstag, den 28.7.2015 kam es im Elchinger Stromnetz zwischen 7.32 Uhr und 7.47 Uhr zu einem kompletten Stromausfall. Betroffen waren die Teilorte Oberelchingen, Unterelchingen, Thalfingen und Seligweiler.

Als Grund ist ein Ausfall eines Umspanners von 110.000 Volt auf 20.000 Volt im vorgelagerten Stromnetz der EnBW-ODR zu nennen. Das Elchinger Stromnetz wird über das Stromnetz der ODR versorgt und stabilisiert. Das Schaltwerk der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze war über die gesamten 15 Minuten stromlos. Der Stromausfall hat sich unausweichlich physikalisch auf alle Teilorte Elchingens übertragen.

Dank der guten Zusammenarbeit zwischen den Störtrupps der ODR und der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze konnte der Stromausfall auf nur 15 Minuten begrenzt werden.

Sanierung Fernwärmenetz Ludwigsfeld: 36 Stunden kein Warmwasser wegen Leitungsarbeiten
27. Juli 2015

Stadtwerke müssen vom 29. bis 30. Juli die Fernwärmeversorgung unterbrechen

Ab Mittwochfrüh, 29. Juli wird es für rund 36 Stunden in Neu-Ulm-Ludwigsfeld kein warmes Wasser geben. In dieser Zeit schließen die Stadtwerke bei der Heizzentrale Breslauer Straße die erneuerte Fernwärme-Hauptleitung an das Netz an. Außerdem werden im Bereich der Grundschule Fernwärme-Schieber ausgetauscht.

Für diese Arbeiten muss die alte Fernwärmeleitung stillgelegt werden. „Um die neue Leitung in Betrieb zu setzen, lässt sich das Abschalten des Warmwassers leider nicht vermeiden“, sagt Martin Engels, Leiter der Abteilung Netzplanung und Netzbau. Davon betroffen sind die etwa 1.200 mit Fernwärme versorgten Haushalte östlich der Memminger Straße. Abgeschaltet wird die Wärmezufuhr am 29. Juli gegen 5.30 Uhr. Je nach der Art der Wärmeinstallation im Haus oder in der Wohnung kann danach das warme Wasser noch für kurze Zeit fließen. Zugeschaltet wird die Wärmeversorgung wieder am späten Donnerstagnachmittag, 30. Juli gegen 18 Uhr. Die Stadtwerke haben die betroffenen Kunden per Postwurfsendung informiert und bitten für die Unannehmlichkeiten um Verständnis. Die Baumaßnahmen stehen im Zusammenhang mit der seit 2014 laufenden Generalsanierung des Ludwigsfelder Fernwärmenetzes.

Früherer Geschäftsführer Reinhold Kramer ist gestorben
02. Juli 2015

Ein Mann der ersten Stunde der gemeinsamen Ulm/Neu-Ulmer Stadtwerke

Die Stadtwerke Ulm Neu-Ulm trauern um ihren früheren technischen Geschäftsführer Reinhold Kramer. Der Diplom-Ingenieur ist am vergangenen Samstag im Alter von 87 Jahren gestorben. Kramer gestaltete die Gründung der gemeinsamen Ulm/Neu-Ulmer Stadtwerke mit.

Geboren und aufgewachsen in Ulm, machte Reinhold Kramer kurz nach dem Krieg Abitur am Kepler-Gymnasium. Er studierte Elektro-technik in Stuttgart und schloss 1953 mit dem Diplom ab. Schon während des Studiums volontierte Kramer als Werksstudent bei den Ulmer Stadtwerken. Seinen Berufsweg begann er allerdings bei den Siemens-Schuckert-Werken in Erlangen, bevor er im November 1961 zu den Stadtwerken kam. Dort leitete er zuerst die Abteilung Stromerzeugung und Strombezug. 1975 wurde er Werksleiter. 1982, nach der Umgründung der Stadtwerke in eine GmbH, übernahm Kramer die Position des technischen Geschäftsführers, die er bis zu seinem Ruhestand Ende 1989 bekleidete.

Leitungsarbeiten im südlichen Teil der Luitpoldstraße dauern bis Ende November
02. Juli 2015

Kreuzung mit Friedensstraße ist für den Durchgangsverkehr gesperrt. Stadtwerke setzen die Fernwärme-Erschließung fort.

Die Stadtwerke erschließen Zug um Zug die Neu-Ulmer Weststadt mit Fernwärme. Nachdem in den vergangenen Wochen der nördliche Teil der Luitpoldstraße fertiggestellt wurde, nehmen sich die Bautrupps ab Diens-tag, 21. Juli den südlichen Straßenabschnitt vor. Gleichzeitig verlegen die Trupps eine neue Trinkwasser-Hauptleitung. Erneuert werden ferner die Stromleitungen sowie die Hausanschlüsse für Gas und Trinkwasser. Die umfangreichen Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende November. Bis dahin bleibt der etwa 150 Meter lange Abschnitt zwischen der Schützenstraße und Friedensstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Parkregelungen

Anlieger der südlichen Luitpoldstraße gelangen auch während der Sperrung mit dem Pkw zu den Häusern und Grundstücken. Allerdings sind die straßenseitigen Parkplätze je nach Baufortschritt vorübergehend nicht nutzbar, auch  diejenigen, die üblicherweise von Bewohnern mit Parkausweis belegt werden. Ersatz bietet die Stadt Neu-Ulm an. Bewohner, deren Wohnungen an das abgesperrte Baufeld angrenzen, werden hierzu separat informiert.

Elektronische Unterstützung erhöht die Fahrsicherheit der Straßenbahn
01. Juli 2015

SWU und Siemens haben Feldversuch gestartet

Seit einigen Tagen ist die Straßenbahn „Jörg Syrlin“ mit der Fahrzeugnummer 47 als Versuchsträger für aktive Fahrzeugsicherheitssysteme auf der Ulmer Linie 1 unterwegs. Der Fahrzeughersteller Siemens will in Zusammenarbeit mit der SWU Verkehr GmbH er-proben, inwieweit Komponenten aus dem Automobilbereich sich auch für den Einsatz auf Schienenfahrzeugen eignen. Dazu wurde Tram Nummer 47 mit Sensoren ausgerüstet. Sichtbar sind die Sensoren durch drei Aussparungen an der Fahrzeugfront. Weitere Umbauten am Fahrzeug sind während der mehrmonatigen Testphase nicht vorgesehen.

„Die SWU Verkehr unterstützt Siemens gerne dabei, das System unter realen Betriebsbedingungen zu testen. Ziel des Versuchs ist es, neue Technologien zu entwickeln, die die Straßenbahnen noch sicherer machen und Unfälle vermeiden helfen“, erläutert Ingo Wortmann, Technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr. Fahrerassistenzsysteme nehmen mit Hilfe von Sensoren das Fahrzeugumfeld wahr und interpretieren es. So können gefährliche Situationen in Verbindung mit Radfahrern, Autos oder umgestürzten Bäumen frühzeitig erkannt werden. Der Fahrer erhält dann, wie beim Pkw, einen Warnton.

Stabübergabe bei den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm: Der neue Geschäftsführer Klaus Eder (2. von rechts) erhält am ersten Arbeitstag die grünen SWU-Schuhe von Vorgänger Matthias Berz (2. von links). Im Bild ganz links Aufsichtsratsvorsitzender Ivo Gönner, rechts Gerold Noerenberg, 1. stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender.
Stabübergabe: Klaus Eder übernimmt die Geschäftsführung bei den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm
01. Juli 2015

Vorgänger Matthias Berz verabschiedet sich vor den Mitarbeitern

Zum ersten Arbeitstag gab es ein paar grüne Schuhe. Das Werbesymbol der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm durfte nicht fehlen, als Klaus Eder am 1. Juli seine Funktionen als Geschäftsführer in Ulm übernommen hat. Überreicht hatte ihm die Schuhe Eders Vorgänger Matthias Berz, der sich im Rahmen einer betrieblichen Feier nach 19 Jahren von seinen Mitarbeitern verabschiedet hat.

Willkommen hieß den neuen Geschäftsführer auch SWU-Aufsichtsratsvorsitzender und Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner. Klaus Eder war im vergangenen Dezember vom Aufsichtsrat zum Geschäftsführer bestimmt worden. Zuletzt war der 40 Jahre alte Elektro-Ingenieur einer von zwei Geschäftsführern des Stadtwerks am See mit Sitz in Friedrichhafen und Überlingen. Klaus Eder hatte zuvor schon als Geschäftsführer der Stadtwerke Überlingen fungiert. In dieser Position hat er den Zusammenschluss der beiden Bodensee-Stadtwerke Überlingen und Friedrichshafen mitgestaltet, die im Oktober 2012 zum Stadtwerk am See GmbH geworden sind. „Ich habe nicht gleich am ersten Tag ein fertiges Konzept in der Tasche.

Gewiss aber brauchen wir für die wachsenden Herausforderungen in 
der Energiewirtschaft ein starkes regionales  Netzwerk, innerhalb und außerhalb unserer Branche. Zu überlegen ist ferner, mit welchen Geschäftsfeldern die SWU zusätzlich zu ihren klassischen Aufgaben Geld verdienen kann“, sagte Klaus Eder vor den etwa 600 Anwesenden, darunter zahlreichen Vertretern aus Kommunen und Stadtwerken aus der weiteren Region. Eder dankte seinem Vorgänger Matthias Berz für die „großartige Arbeit, die er in den vergangenen fast zwei Jahrzehnten in Ulm geleistet hat“.

Klaus Eder stammt aus Blaichach im Oberallgäu. Nach einer Lehre 
als Energie-Elektroniker studierte er Elektrotechnik an der Fachhochschule Amberg-Weiden. Zusätzlich erwarb er den Abschluss als MBA (Master of Business Administration). Über die Zwischenstation bei der MVV Energie AG Mannheim war er 2008 zu den Stadtwerken Überlingen gekommen. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Ulm bestellt Siemens-Multigelenk-Straßenbahn der neuesten Generation. Einen entsprechenden Auftrag unterzeichneten die Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU Verkehr GmbH und Siemens. Von links: Christoph Klaes, Chef des Straßenbahnge-schäfts von Siemens, Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer SWU Verkehr, und Stefan Eckert, Leiter der Division Mobility in der Region Südwest.
Zwölf Siemens-Straßenbahnen für Ulm
26. Mai 2015
  • SWU Verkehr bestellt zwölf Niederflurstraßenbahnen vom Typ Avenio
  • Einsatz auf neu zu bauender Linie 2 in Ulm
  • Auslieferung des ersten Fahrzeugs voraussichtlich Mitte 2017
  • Erster Auftrag für Avenio als Multigelenkfahrzeug

Siemens liefert zwölf Niederflurstraßenbahnen vom Typ Avenio M nach Ulm. Einen entsprechenden Auftrag unterzeichneten am 22. Mai die Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU Verkehr GmbH und Siemens. Der Auftragswert beläuft sich auf rund 32 Millionen Euro. Der Vertrag umfasst zudem eine Option über die Lieferung sechs weiterer Trams. Die neuen Straßenbahnen sind für den Einsatz auf der künftigen Linie 2 vorgesehen. Das erste Fahrzeug soll innerhalb von 24 Monaten geliefert werden, also bis Mitte 2017. Die Lieferung des letzten Fahrzeugs ist für Frühjahr 2018 geplant. Die Produktion erfolgt im Siemens-Werk Wien. Die Fahrwerke werden in Graz produziert, die Leit- und Antriebstechnik kommt aus dem Siemens-Werk Nürnberg.

„Der Avenio ähnelt in vielem dem vorhandenen Combino, sodass wir unseren Fahrgästenein bewährtes Fahrzeug anbieten können“, zeigt sich SWU-Verkehr-Geschäftsführer Ingo Wortmann zufrieden mit dem Ergebnis der Mitte 2014 abgeschlossenenAusschreibung. Er fügt hinzu: „So können wir die künftig zwei Tramlinienaus einem fast einheitlichen Fahrzeugpool bedienen. Das ist auch wirtschaftlich vernünftig“.

„Der Auftrag ist ein wichtiger Meilenstein für das Siemens-Straßenbahngeschäft. Nach München ist die Bestellung aus Ulm der zweite Auftrag aus Deutschland. In der bayerischen Hauptstadt sind seit Beginn des Jahres alle acht neuen Trams im Einsatz“, sagt Sandra Gott-Karlbauer, Leiterin des weltweiten Geschäfts mit Nahverkehrsfahrzeugen bei Siemens. „Die Straßenbahn für Ulm ist gleichzeitig aber auch eine Premiere. Erstmals kommt eine Multigelenk-Variante des Avenios zum Einsatz.“

Der Großraum Ulm ist eine der wachstumsstarken Regionen in Deutschland. Damit einher geht ein steigender Bedarf an Mobilität im öffentlichen Personennahverkehr. Der Gemeinderat hatte die SWU Verkehr GmbH 2009 mit der Planung einer zweiten Straßenbahnlinie beauftragt. Die künftige Linie 2 verbindet die Wissenschaftsstadt im Norden mit dem Hauptbahnhof und der Ulmer Innenstadt sowie dem Kuhberg im Südwesten. Den Baubeschluss hat der Ulmer Gemeinderat am 6. Mai 2015 mit gro-ßer Mehrheit gefasst.

Die neue Straßenbahnlinie mit 20 Haltestellen wird 10,5 Kilometer lang sein; davon sind 9,3 Kilometer und 18 Haltestellen neu zu bauen. Der Bau erfordert inklusive Betriebshoferweiterung Investitionen in Höhe von rund 192 Millionen Euro. Es sind öffentliche Fördermittel in Höhe von 85,3 Millionen Euro zugesagt. Den übrigen Teil der Investition finanziert die Stadt Ulm. Auch das Busnetz wird angepasst. Dadurch kann die Straßenbahn optimal in das vorhandene Verkehrsnetz eingebunden werden. Die Stadt Ulm weist zudem neue Wohnbauflächen entlang der Tramstrecke aus. Damit liefert der Tramausbau weitere Impulse für die Stadtentwicklung.

In Ulm kommt ein fünfteiliger Avenio M zum Einsatz. Das 100-Prozent-Niederflurfahrzeug bietet auf über 31 Metern Länge 175 Fahrgästen Platz. Ermög-licht wird dies durch die Kombination des bewährten Multigelenkkonzepts mit den Erfahrungen der Avenio-Generation. Der gewichtsoptimierte Aluminium-Wagenkasten und die auch schon beim Avenio eingesetzte modernste Antriebs- und Steuerungstechnologie minimieren den Energieverbrauch und sparen somit Betriebskosten. Der Innenraum ist geprägt von Transparenz und vermittelt den Fahrgästen ein Gefühl von Sicherheit und Wohlbefinden. Großzügige Durchgänge auch über den Fahrwerken und eine, verglichen mit den Combino-Fahrzeugen, grö-ßere erste Tür erleichtern den Fahrgastfluss. Der Avenio M kann während der Fahrt Bremsenergie speichern und sie wieder nutzen, statt sie als Wärme verpuffen zu lassen. Das verringert die Kohlendioxid-Emissionen.

Im Erscheinungsbild unterscheidet sich der Avenio vor allem in der Front- und Heckgestaltung vom derzeit in Ulm eingesetzten Combino. Die neuen Wagen werden dem SWU-Design angepasst in den vertrauten Farben blau, hellgrau und weiß. Das typi-sche, geschwungene Seitenprofil am Triebkopf wird in Anlehnung an die heutige Combino-Optik weiterentwickelt. Fortgesetzt wird auch diese Tradition: Jeder Wagen wird den Namen einer historischen Persönlichkeit tragen, die mit der Stadt Ulm verbunden war.

SWU-Flip-Flops: Der Sommer trägt Grün
26. Mai 2015

Verkaufsaktion unterstützt „Aufschnaufhaus Ulm“

Sie sind wieder zurück: die grünen SWU-Flip-Flops. Ab Mittwoch, 1. Juli 2015 beginnt der Verkauf im ServiceCenter Neue Mitte (Neue Straße 79). Dort sind die luftigen Treter während der Öffnungszeiten von Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr und samstags von 9 bis 14 Uhr erhältlich (solange der Vorrat reicht). Der Verkauf läuft bis einschließlich Samstag, den 31. August. Der Preis beträgt sechs Euro, davon kommen zwei Euro dem Aufschnaufhaus Ulm zu Gute. Diese Einrichtung nimmt Kinder und Jugendliche mit Behinderung in Kurzzeitpflege, um Verwandten und Angehörigen kurzzeitig Entlastung zu verschaffen.

Neu-Ulmer Weststadt: Stadtwerke verlegen Fernwärme- und Trinkwasserleitungen
21. Mai 2015

Luitpoldstraße in Höhe Amtsgericht ist bis Mitte Juli nur für Anwohner erreichbar

Die Stadtwerke erschließen Zug um Zug die Neu-Ulmer Weststadt mit Fernwärme. Einen weiteren Leitungsabschnitt verlegen die Bautrupps ab Dienstag, 26. Mai in der nördlichen Luitpoldstraße. Die Stadtwerke nutzen den Fernwärmeausbau, um in der Luitpoldstraße auch eine neue Trinkwasser-Hauptleitung zu verlegen und die Hausanschlüsse zu erneuern.

Die Arbeiten erstrecken sich in dem etwa 150 Meter langen Abschnitt zwischen der Silcher- und Schützenstraße. Dieser Abschnitt beim Amtsgericht (Schützenstraße 17) wird bis Mitte Juli für den Durch-gangsverkehr voll gesperrt sein. Von der Sperrung wird ab 8. Juni auch die Kreuzung Luitpold-/Schützenstraße betroffen sein.

Bauarbeiten zwingen zu Umleitungen und neuen Parkregelungen

Anlieger der Luitpoldstraße gelangen auch während der Sperrung mit dem Pkw zu den Häusern und Grundstücken. Allerdings sind die stra-ßenseitigen Parkplätze vorübergehend nicht nutzbar, auch diejenigen, die üblicherweise von Bewohnern mit Parkausweis belegt werden. Ersatz bietet die Stadt Neu-Ulm an. Die betroffenen Bewohner werden hierzu separat informiert. Wenn ab 8. Juni auch die Kreuzung Schützenstraße/Luitpoldstraße voll gesperrt sein wird, sind für den Durchgangsverkehr drei Umleitungsstrecken vorgesehen: Von Osten her kommend umfahren Autofahrer den Kreuzungsbereich über die Krankenhaus-, Silcher- und Eckstraße oder werden über die Garten-, Luitpold-, Frieden- und Eckstraße zur Schützenstraße umgeleitet. In Richtung Innenstadt führt der Weg über die Eckstraße, südliche  uitpoldstraße und Gartenstraße.

Im Anschluss: Stadt Neu-Ulm gestaltet Straßen bei der Insel neu

Der Leitungsbau in dem genannten Abschnitt war eigentlich zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen. „Wir ziehen die Arbeiten aber vor, um der von der Stadt für Juli geplanten Neugestaltung des Bereichs bei der Insel den Weg frei zu machen“, sagt Martin Engels, bei den Stadtwerken verantwortlich für den Leitungsbau. Denn für die Straßen-Neugestaltung muss die Luitpoldstraße als Hauptzufahrt zum Krankenhaus frei sein. „Wir werden dort mit unseren Arbeiten vor dem Schwörwochenende fertig sein“, sagt Martin Engels.

Nach den Sommerferien setzen die Stadtwerke den Ausbau des Fernwärmenetzes fort. Dann werden die Trupps Leitungen im südlichen Teil der Luitpoldstraße und in der Friedenstraße bis Hermann-Köhl-Straße verlegen.

Ulmer Gemeinderat gibt grünes Licht für Bau einer zweiten Straßenbahnlinie - Große Mehrheit für Baubeschluss
07. Mai 2015

Nach ausführlicher Diskussion hat der Ulmer Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch, 6. Mai, den Baubeschluss für den Bau einer zweiten Straßenbahnlinie vom Kuhberg zur Wissenschaftsstadt auf dem Oberen Eselsberg gefasst. Dieser Beschluss ist abschließend, nun kann mit dem Bau begonnen werden. Bauherrin ist die SWU Verkehr, die in Abstimmung mit der Stadt Ulm die Planungen, den Bau und den späteren Straßenbahnbetrieb abwickelt.

Bis Ende 2019 sollen 9,3 Kilometer neue Gleise und 18 Haltestellen neu entstehen, außerdem muss der Verkehrsbetriebshof erweitert und für die neue Linie eine Brücke über die Bahngleise zwischen der Neutorstraße und der Kienlesbergstraße gebaut werden. Rund 192 Millionen Euro soll der Ausbau der Straßenbahn kosten. Durch die neue umsteigefreie und komfortable Verbindung zwischen Hauptbahnhof, Schulzentrum am Oberen Kuhberg, östlichem Eselsberg, der Universität, der Wissenschaftsstadt und dem Science Park II sollen die Fahrzeiten verringert und die Kapazitäten erhöht werden. Letztlich soll die Straßenbahn so für mehr Fahrgäste als heute ein attraktives Nahverkehrsmittel werden.

Da die geplante Linie in der sog. Standardisierten Bewertung ein sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweist, wird der Ausbau bezuschusst. Nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) beteiligen sich Bund und Land Baden-Württemberg: Die Förderung für die Strecke der Linie 2 durch den Bund im Rahmen des GVFG-Programms beträgt bis zu 60 Prozent, das Land Baden-Württemberg übernimmt weitere 20 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Insgesamt haben Bund und Land 85,3 Millionen Euro zugesagt. Für den Finanzierungsbeitrag der Stadt Ulm wurden in den vergangenen Jahren- wie auf einem Sparbuch- zweckgebundene Rücklagen gebildet.

Der Bau soll im Juni beginnen, zunächst in der Neutorstraße, wo die neue ÖPNV-Brücke über die Bahngleise entstehen wird. Die Inbetriebnahme des Streckenastes Kuhberg/Hauptbahnhof soll im Winter 2017/2018 erfolgen, die Inbetriebnahme des Streckenastes Hauptbahnhof/Wissenschaftsstadt folgt im Sommer 2018.

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In der Anlage die Beschlussvorlage des Ulmer Gemeinderats „Ausbau der Straßenbahnlinie 2 Oberer Kuhbegr – Wissenschaftsstadt/Baubeschluss“ GD 070/15

im Internet samt aller Anlagen zu finden unter: http://buergerinfo.ulm.de/to0040.php?__ksinr=7418

Herausgeber: Pressestelle der Stadt Ulm, Telefon (07 31) 1 61 - 10 42

SWU ersetzt Brücken über den Illerkanal
30. April 2015

Neubauten erfordern bis Oktober Umleitungen

Besucher der beliebten Ausflugsgaststätte Silberwald und anderer Einrichtungen im Neu-Ulmer Illerholz müssen sich in den nächsten Monaten auf Umwege einstellen. Ab 5. Mai erneuert die SWU Energie zwei Illerkanalbrücken: die Dornbäumlesbrücke beim Sportplatz Ludwigsfeld und die Schappelerbrücke in Höhe des Gurrenhofs. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis in den Oktober. Bis dahin wird der Verkehr auf drei Wegen umgeleitet, jeweils separat für schwere Fahrzeuge, Pkw sowie Fußgänger und Radler. Die Brü-ckensperrungen gelten ab 5. Mai für die Schappelerbrücke und ab 11. Mai für die Dornbäumlesbrücke.

Die neuen Brücken werden für Fahrzeuge bis zu 60 Tonnen Gewicht frei sein. Derzeit sind die beiden altersschwachen Brücken nur eingeschränkt passierbar. Die Stadtwerke sind als Betreiber zweier Wasserkraftwerke für den Unterhalt der Kanalbrücken zuständig und investieren rund 300.000 Euro in die Neubauten.

Getrennte Umleitungswege verhindern Begegnungsverkehr

Lkw und Busse werden während der Bauphase über die Wachholderbrücke umgeleitet, Autofahrer erreichen das Illerholz über die Hurrenhölzlebrücke. Zufahrt zu diesen Ausweichbrücken gewähren Abzweige von der Staatsstraße 2031 (Memminger Straße südlich Ludwigsfelds). „Die Trennung der Zufahrtswege für den schweren und leichten motorisierten Verkehr soll den Begegnungsverkehr gering halten. Denn die Wege sind schmal“, sagt Projektleiter Klaus Weber von der SWU Energie. Ausschließlich Spaziergängern, Joggern und Radlern sind zwei weitere Umleitungsstrecken vorbehalten: über den Tannensteg südlich der Dornbäumlesbrücke und, nördlich davon, über die Brücke beim Wasserkraftwerk Ludwigsfeld. 

Aus zwei historischen Brücken wird später einmal eine

Beide jetzt zu ersetzenden Brücken sind in einem sehr schlechten Zustand. Sanierung oder Neubau? Vor dieser Frage standen die Stadtwerke. Zumindest für die Dornbäumlesbrücke, wegen ihrer als „Fischbauch“ bezeichneten Konstruktion für die Denkmalpflege interessant, wäre eine Sanierung bautechnisch möglich gewesen. Doch hätte das die Tragfähigkeit nicht erhöht. Die Dornbäumlesbrücke wäre auch nach der Sanierung für Fahrzeuge über 6 Tonnen gesperrt geblieben – zu wenig für landwirtschaftliche Fahrzeuge. Trotzdem: Die historische Bausubstanz wird erhalten bleiben, jedoch an anderer Stelle. Denn die Dornbäumlesbrücke ist baugleich mit der seit geraumer Zeit für Pkw gesperrten historischen Wiblinger Kanalbrücke in der Neu-Ulmer Jakobsruhe. Diese Brücke soll wiederhergestellt werden mit Hilfe der abzubauenden Träger der Dornbäumlesbrücke. Es werden die besten Träger beider Brücken ausgesucht, saniert und zur Restaurierung der Wiblinger Kanalbrücke verwendet. Dieses Sanierungskonzept ist mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege abgesprochen. Die Details sind noch abzustimmen. Das wird noch einige Zeit beanspruchen. 

Straßenbahnlinie 2: Förderzusage liegt komplett vor.
27. April 2015

Bund und Land beteiligen sich in Summe mit rund 85 Millionen Euro an dem Vorhaben. Gemeinderat hat nun das letzte Wort.

Die SWU Verkehr GmbH hat am 24. April den Förderbescheid für das Bauvorhaben Straßenbahnlinie 2 vom Stuttgarter Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI) erhalten. Land und Bund werden in Summe rund 85 Millionen Euro zuschießen.

„Wir prüfen den Bescheid derzeit. Eine erste Durchsicht bringt keine Überraschungen“, sagt SWU-Verkehr-Geschäftsführer Ingo Wort-mann. Das Vorhaben hat jetzt alle notwendigen Planfeststellungsbeschlüsse und einen Bescheid zur Förderung. Das sind die Voraussetzungen, damit sich der Ulmer Gemeinderat abschließend mit dem Bauvorhaben befassen kann. Bei einem positiven Votum des Rats können die Bauarbeiten noch vor den Sommerferien beginnen. Der erste Bauabschnitt wird die Brücke über die Bahngleise zwischen Karlstraße und Kienlesberg sein. Die Ausschreibung dafür ist abgeschlossen, so dass die Arbeiten unmittelbar nach dem Gemeinderatsbeschluss vergeben werden können.

Stadtwerke schließen das Geschäftsjahr 2014 mit hohen Wertberichtigungen und Sondereffekten ab.
17. April 2015

Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf 30,4 Millionen Euro; das rein operative Geschäft aber nur auf -97 Tausend Euro.

In der Aufsichtsratssitzung der SWU-Unternehmensgruppe vom 16. April 2015 wurde der Jahresabschluss 2014 festgestellt. Die SWU-Holding sowie ihre fünf Tochtergesellschaften schließen das vergangene Geschäftsjahr mit einem operativen Verlust von 97 Tau-send Euro ab. Der Bilanzverlust allerdings erhöht sich um 30,4 Milli-onen Euro.

Die Verkehrssparte konnte ihren Verlust u.a. wegen gesunkener Spritpreise und Einsparungen in der Werkstatt auf ca. 15 Millionen Euro senken. Im Geschäftsjahr 2013 belief sich dieser noch auf 16,6 Millionen Euro.

Zwei der drei großen verlustbringenden Kraftwerksprojekte belasteten in 2014 voraussichtlich letztmalig das SWU-Ergebnis

Die Schieflage des Strommarktes ließ auch in 2014 keinen gewinnbringenden Betrieb konventioneller Gas- und Kohlekraftwerke zu. Die Bilanz der SWU wurde zuletzt hauptsächlich durch die Beteiligung am Trianel Gaskraftwerk Hamm und dem Trianel Kohlekraftwerk Lünen belastet. Die schlechten Marktbedingungen sorgten für Verluste aus dem Verkauf der produzierten Strommengen dieser Kraftwerke.

Damit das hocheffiziente Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Hamm besser und flexibler an die aktuellen Marktbedingungen angepasst werden kann, haben die beteiligten Gesellschafter der Restrukturierung der Kraftwerksgesellschaft bereits grundsätzlich zugestimmt. Die Voraussetzung für die optimierte Struktur wurde zum einen durch eine Einigung von Trianel mit dem Gaslieferanten E.ON geschaffen sowie zum anderen durch das Auflösen der langfristigen Stromabnahmeverträge mit den beteiligten Stadtwerken. Damit waren im Abschluss 2014 der SWU letztmalig Rückstellungen zur Umsetzung der neuen Struktur in 2015 zu bilden. Die Restrukturierung ist die Basis dafür, die Wirtschaftlichkeit des Trianel Gaskraftwerk Hamm künftig positiv zu gestalten. Noch in diesem Jahr wird über die zukünftige Betriebsweise des Kraftwerks entschieden.

Die Verzögerungen bei der Inbetriebnahme des Holzgas-Heizkraftwerks in Senden und deren Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaftlichkeit mussten in 2014 mit einer einmaligen bilanziellen Wertberichtigung berücksichtigt werden. Wird das Kraftwerk wie geplant im Jahr 2015 die gesteckten Produktionsziele erreichen, sollte es künftig keine weiteren Verluste verursachen. 

Der größte wirtschaftliche Unsicherheitsfaktor der SWU ist nunmehr 
hauptsächlich die Beteiligung am Trianel Kohlekraftwerk Lünen. Moderne Anlagen wie das Kohlekraftwerk in Lünen erwirtschaften mit der Stromproduktion zwar positive Deckungsbeiträge, können im aktuellen Strommarkt aber nicht ihre Vollkosten decken. Aus diesem Grund hält die SWU an der Forderung zur Neuausrichtung des Energiemarktes fest. Gesicherte Kraftwerksleistungen müssen künftig im Kontext der schwankenden Erzeugung der Erneuerbaren jederzeit bereit stehen und entsprechend vergütet werden. 

Personalrückstellungen und Verzinsung von Rückstellungen 
sorgen ebenfalls für außerordentliche Belastungen 

Weitere Faktoren, die das Jahresergebnis negativ beeinflusst haben, 
sind außerordentliche Personalrückstellungen und die Verzinsung von Rückstellungen. Für das Ausscheiden mehrerer Führungskräfte entstehen Aufwendungen von einmalig 3,8 Millionen Euro für Abfindungen und Pensionsverpflichtungen. Sämtliche Rückstellungen der SWU müssen zudem nach dem Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) abgezinst werden. Bei fallendem Zinsniveau wirkt sich dieser Vorgang negativ, bei steigendem Zinsniveau positiv aus. In 2014 ergab sich hierfür eine zusätzliche Belastung von rund 2,8 Millionen Euro.

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 30,4 Millionen Euro setzt sich somit aus folgenden außerordentlichen Positionen zusammen:

Sondereffekte Kraftwerk Hamm: -8,3 Mio. Euro 
Sondereffekte Kraftwerk Lünen: -8,3 Mio. Euro
Wertberichtigung Holzgas-Heizkraftwerk Senden: -7,1 Mio. Euro
Außerordentliche Personalrückstellungen: -3,8 Mio. Euro
Auswirkungen Zinsen aus BilMoG: -2,8 Mio. Euro
Zuzüglich operativer Verlust: - 0,1 Mio. Euro

Jahresfehlbetrag: -30,4 Mio. Euro

Die Städte Ulm und Neu-Ulm stützen ihre Stadtwerke erneut in dieser schwierigen Phase. Sie stärkten in 2014 das Eigenkapital der SWU mit einem Genussrechtsdarlehen in Höhe von 20 Millionen Euro. Über die letzten Jahre haben die beiden Städte nunmehr insgesamt Genussrechtsdarlehen in Höhe von 64 Millionen Euro (Stichtag 31.12.2014) zur Verfügung gestellt. Damit ist die Zahlungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit der SWU in vollem Umfang gewährleistet. 

Restrukturierung der SWU erzielt erste Erfolge

In 2013 wurde die Ergebnis-Konsolidierung der SWU mit dem Sparprogramm „SWU - Fit für die Zukunft“ begonnen. Dies wird von den Mitarbeitern mit großem Engagement umgesetzt. Denn nur mit Hilfe einer Optimierung der Geschäfts- und Unterstützungsprozesse kann die zu erreichende Sparvorgabe der Gesellschafter von dauerhaften 9 Millionen Euro in drei Jahren erreicht werden. Im ersten Jahr 2014 konnten 2,5 Millionen Euro des geforderten Einsparungsziels erreicht werden.
Für die Jahre 2014 - 2016 wurden insgesamt 16 Teilprojekte zur Restrukturierung angesetzt. Viele davon befinden sich bereits weit in der Umsetzung.

Geschäftskunden- und Online-Privatkunden-Vertrieb auf Erfolgskurs

Trotz der aktuellen Schwierigkeiten, vertrauen die Kunden auch weiterhin der SWU. Dies wird durch die Tatsache gestützt, dass viele Geschäfskunden mehrjährige Verträge abschließen. Auch wurde in 2014 die bislang höchste Strommenge (768 GWh) an leistungsgemessene Geschäftskunden verkauft und geliefert. Dabei ist die verkaufte Strommenge über die Jahre stetig gestiegen. In 2008 lag diese noch bei 259 GWh. Im Segment der Privatkunden konnte der Onlinevertrieb im gesamten Vertriebsgebiet (Bayern und Baden-Württemberg) ein starkes Wachstum verzeichnen. In 2014 erhöhte sich die Anzahl an Privatkunden mit SWU NaturStrom - Onlinetarif oder SWU SchwabenStrom - Onlinetarif um knapp 30 Prozent. Trotz sehr hartem Wettbewerb konnte der Marktanteil durch verschiedenste Vertriebsaktivitäten in der Ulmer/Neu Ulmer Region auf hohem Niveau stabil gehalten werden. Der Vertrieb ist damit ein wesentlicher Ertragsbringer im gesamten SWU-Konzern.

SWU sorgt für Wertschöpfung, die in der Region bleibt

2014 investierte die SWU insgesamt 25 Millionen Euro. Für rund 25 Millionen Euro wurden im Rahmen von Investitionen und Unterhaltsmaßnahmen Aufträge an Unternehmen in der Region vergeben. Die Stadtwerke zahlten 0,1 Millionen Euro Gewerbesteuer und 10,4 Millionen Euro Konzessionsabgaben an Städte und Gemeinden. Betreibern von Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Quellen gewinnen, bezahlte die SWU Energie 45,5 Millionen Euro für Einspeisevergütungen. Alles in allem erzeugte die SWU rund 166 Millionen Euro an regionaler Wertschöpfung. 

SWU-Unternehmensgruppe: Eckdaten aus dem Geschäftsjahr 2014

Umsatz: 476 Mio. Euro
Jahresfehlbetrag: -30,4 Mio. Euro
Stromverkauf: 1.219 Mio. kWh
Erdgasverkauf: 1.231 Mio. kWh
Fernwärmeverkauf: 50,6 Mio. kWh
Trinkwasserverkauf: 10,8 Mio. m³
Fahrgäste: 36 Mio. Personen
Mitarbeiter zum Stichtag 31.12.: 1.011 Mitarbeiter
zuzüglich Auszubildende: 54 Auszubildende

Neubau der Straßenbahnlinie 2 wird von Bund und Land gefördert.
16. April 2015

Der Aufsichtsrat der SWU Verkehr wurde am Donnerstag, den 16. April 2015 von der Geschäftsführung über den aktuellen Stand zum Neubau der Straßenbahnstrecke Linie 2 informiert. 

Der Neubau der Straßenbahnstrecke wird demnach von Bund und 
Land gefördert. Die Erwartungen der Stadt Ulm an die Höhe der Förderquote von 60 % der Kosten der Straßenbahnstrecke sind erfüllt. Abzuwarten bleibt nun der schriftliche Eingang des formalen Förderbescheides des Landes an die Bauherrin SWU Verkehr.

Die Kosten für den Neubau der Straßenbahnstrecke erhöhen sich um 22,2 Millionen Euro. Diese Mehrkosten schlüsseln sich wie folgt auf:

- Folgekosten aus dem Planfeststellungsverfahren: 6,5 Mio. Euro

- Folgekosten aus Erkenntnissen vertiefte Planung: 3,2 Mio. Euro

- Kosten aus neuen Planungsanforderungen (z.B. zusätzliche barrierefreie Ausstattung): 0,5 Mio. Euro

- Baupreisentwicklung von 2012 nach 2015 (3 Jahre mit einem Index von 3 %): 12,0 Mio. Euro

Die Geschäftsführung wurde vom Aufsichtsrat damit beauftragt einen weiteren ergänzenden Förderantrag aufgrund der erhöhten Baukosten an die Fördergeber zu stellen, um somit die Chance auf eine zusätzliche Förderung zu erhalten. 

Der Eigenanteil für den Neubau der Straßenbahnstrecke der Linie 2 
wird komplett von der Stadt Ulm getragen. Sie wird den Bau der Linie 2 an die SWU Verkehr beauftragen. Im Mai 2015 soll hierüber final der Gemeinderat beschließen.

Blick in einen Horizontalfilterbrunnen (Pumpwerk Rote Wand)
Alles klar. SWU führt durch die Ulmer Trinkwassergewinnung.
17. März 2015

Aktion am 22. März zum Internationalen Tag des Wassers

„Da ist ja gar kein Wasser drin!“ Die meisten Besucher im Ulmer Wasserschutzgebiet „Rote Wand“ im Wiblinger Auwald sind erst einmal verblüfft, wenn sie in einen Brunnenschacht schauen. So klar ist das Grundwasser unmittelbar nach der Förderung aus bis zu 18 Metern Tiefe, dass der Wasserspiegel im Brunnen kaum auszumachen ist. Und dabei wurde das Nass nicht einmal aufbereitet. Anlässlich des Internationalen Tags des Wassers führen Ralf Maier und Gerold Vogt von den Stadtwerken interessierte Besucher durch das Schutzgebiet unter dem Motto „Der Weg des Wassers von der Förderung bis ins Haus“. Treffpunkt ist am Sonntag, 22. März (siehe unten).

Ulmer Wasser muss nicht zusätzlich enthärtet werden

Nicht nur bezüglich Farbe und Klarheit ist das Trinkwasser für die Haushalte in Ulm und Neu-Ulm tadellos. Das bestätigen die regelmäßigen Analysen, die das unabhängige Fachlabor „Technologie-zentrum Wasser“ in Karlsruhe im Auftrag der Stadtwerke durchführt.Vor allem hat das Ulm/Neu-Ulmer Trinkwasser einen geringen Nitratgehalt. Das in den Schutzgebieten „Rote Wand“ in Wiblingen und in der Neu-Ulmer „Illeraue“ geförderte Grundwasser enthält im Durch-schnitt rund 10 Milligramm Nitrat je Liter. Die deutsche Trinkwasserverordnung lässt 50 Milligramm je Liter zu.

Gemäß Trinkwasserverordnung wird das Ulmer und Neu-UlmerTrinkwasser regelmäßig auf rund fünfzig Inhaltsstoffe untersucht. In allen Fällen unterschreitet das in Ulm und Neu-Ulm verteilte Wasser die jeweils zulässigen Werte. Was den Verbraucher besonders interessiert: Aus Ulmer Quellen fließt Wasser von zirka 13 Grad deutscher Härte, die Neu-Ulmer Wasserhärte beträgt zirka 16 Grad. Die SWU empfiehlt, Waschmittel nach dem Härtebereich 2 zu dosieren.Nach Ansicht der SWU braucht das Ulmer und Neu-Ulmer Wasser in den Haushalten nicht weiter enthärtet zu werden, wie zum Beispiel mit Hilfe von Ionen-Austauschern oder anderen Entkalkungsanlagen.

Info
Kostenlose Führungen durch das Wasserwerk finden am 22. Märzum 10.00 Uhr und 12.00 statt. Die SWU bittet um Anmeldung unterTelefon (08 00) 0 51 02 00 oder per Mail unter energieberater@swu.de. Das Pumpwerk Donautal ist erreichbarüber die Kastbrücke in der Wiblinger Allee (der Beschilderung folgen) oder über den Donauradweg vorbei am ehemaligen Bewährungsheim.

SWU Verkehr erhebt “ÖPNV-Kundenbarometer“.
13. März 2015

Telefonische Befragung durch Verkehrsforschungsinstitut Infratest läuft bis Mitte Mai

250 Bürgerinnen und Bürger aus Ulm und Neu-Ulm erhalten in den nächsten Wochen einen Anruf. Ausgewählt aus dem Telefonbuch nach dem Zufallsgenerator, werden die Angerufenen gebeten, Fragen zu den Nahverkehrsleistungen der SWU Verkehr zu beantworten.

Mit der jährlichen repräsentativen Umfrage will die SWU Verkehr herausfinden, wie zufrieden ihre Kunden sind und wo möglicherweise für Verbesserungen anzusetzen ist. Die Interviewer des beauftragten Instituts TNS Infratest Verkehrsforschung (München) stellen etwa dreißig Fragen zu allen wichtigen Bereichen: Fahrplanangebot, Tarife, Fahrzeuge, Haltestellen, Service, Freundlichkeit des Personals, um nur einige Leistungsmerkmale zu nennen. „Die Umfrageergebnisse ermöglichen es uns, die Qualität unserer Leistungen fortlaufend zu kontrollieren“, sagt Andreas Ceder, Leiter Vertrieb und Kommunikation bei der SWU Verkehr. 15 bis 20 Minuten dauert ein Telefon-Interview. Die Teilnahme ist freiwillig. Die Umfrage dauert bis Mitte Mai, angerufen wird nur montags bis freitags.

Bundesstraße 28 ist für einige Minuten wegen Leitungsarbeiten voll gesperrt
10. März 2015

Stadtwerke bauen am 12. März eine Freileitung ab.

Am Donnerstagvormittag 12. März muss die Bundesstraße 28 zwischen Ulm und Senden für wenige Minuten gesperrt werden. Grund: die Stadtwerke kappen in Höhe des Gurrenhofs eine 10.000-Volt-Freileitung, die die vierspurige Straße überspannt. Die Sperrung betrifft beide Fahrtrichtungen und dauert von 10 Uhr bis etwa 10.10 Uhr. „Es ist alles vorbereitet, so dass der Verkehr nur für kurze Zeit angehalten werden muss“, sagt Jürgen Rohrer vom SWU-Freileitungstrupp. Die Polizei ist vor Ort. 

Die Stromkunden werden von den Arbeiten nichts mitbekommen, ihre Fernsehgeräte und Computer werden ohne Unterbrechung weiterlaufen. Denn die von der Trafostation Gurrenhof zur SWU-Pumpstation in der Illeraue verlaufende Freileitung aus dem Jahr 1963 wurde vor einiger Zeit durch ein in die Erde verlegtes Kabel ersetzt und ist damit überflüssig geworden. 

EBE-Schalter und Servicetelefon der SWU Verkehr mit kurzzeitig eingeschränkten Öffnungszeiten
20. Februar 2015

Der Schalter zum Bezahlen von erhöhten Beförderungsentgelten (EBE) in der Bauhoferstraße 9 wird in der kommenden Woche nur eingeschränkt geöffnet sein:

- Am 24. Februar 2015 gelten die regulären Öffnungszeiten: 8.00 – 9.00 Uhr, 9.15 – 12.00 Uhr und 13.00 – 16.00 Uhr.

- Am 26. Februar 2015 ist von 13.00 - 16.00 durchgehend geöffnet.

- Am 23., 25. und 27. Februar 2015 ist der Schalter geschlossen.

Die gleichen Öffnungszeiten besitzen auch für das Servicetelefon Gültigkeit. Diese Einschränkungen begründen sich auf einen derzeit überdurchschnittlich hohen Krankenstand.

Baumfällungen als Vorarbeit für den Bau der Linie 2
20. Februar 2015

Vom 24. bis zum 25. Februar 2015 wird die SWU Bäume und Sträucher entlang der Neutorstraße fällen. An beiden Tagen wird jeweils von 8.30 bis 16.30 Uhr gearbeitet. Dies passiert im Zuge der Vorarbeiten für den geplanten Bau der Straßenbahnlinie 2. Das Baufeld muss bereits jetzt freigemacht werden, da im Zeitraum des geplanten Baubeginns im September 2015 keine Fällarbeiten durchgeführt werden können. Die gesamte Maßnahme wurde aus naturschutzrechtlicher Sicht untersucht und genehmigt. Daher wird es im Rahmen des Projektes auch entsprechende Ausgleichspflanzungen geben.

Betroffen sind Bäume und Gehölze vor dem Theater Ulm auf dem Herbert-von-Karajan-Platz, sowie in der Neutorstraße und an der Unterführung zwischen Karl- und Neutorstraße. Zwischen 9 und 15 Uhr werden die Arbeiten auf dem Herbert-von-Karajan-Platz ausgeführt. Dazu wird die Olgastraße in Richtung Bahnhof am 24. Februar und gegebenenfalls noch am 25. Februar gesperrt. Eine Umleitung über die Wengen- und Kelterngasse, sowie eine weiträumige Umfahrung des betroffenen Bereiches über den Blaubeurer-Tor-Kreis, Hindenburgring, Bismarckplatz und Zinglerstr. wird ausgeschildert. Dennoch ist mit Behinderungen im Verkehrsfluss zu rechnen. Der öffentliche Nahverkehr erfährt hingegen keinerlei Einschränkung.

Ferner wird der öffentliche Parkplatz an der Zeitblomstraße für die Arbeiten benötigt und steht daher nur eingeschränkt zur Verfügung. Bereits am 20. Februar 2015 finden im Auftrag der städtischen Abteilung Grünflächen an der Unterführung zwischen Karl- und Neutorstraße Vorbereitungsarbeiten statt, die jedoch keine Auswirkungen auf den Straßenverkehr haben. Der städtische Baubetriebshof ist bemüht die Behinderungen des Verkehrs so gering wie möglich zu halten.

Vorarbeiten zum Straßenbahnbau: Am Kienlesberg werden Büsche gerodet
22. Januar 2015

Vom kommenden Montag, 26. Januar an rodet die SWU Verkehr in der Kienlesbergstraße Büsche und Sträucher. Die Arbeiten an dem etwa 50 Meter langen Streifen in Höhe der Einmündung zur Straße „Zum Alten Fritz“ stehen im Zusammenhang mit dem künftigen Bau der Straßenbahnlinie 2. An dieser Stelle wird die spätere Straßen-bahnbrücke einmünden. Die Rodungen müssen vor der im März beginnenden Schonzeit durchgeführt werden. Sie sind abgestimmt mit der Stadt Ulm und dem für den Straßenbahnbau zuständigen Verkehrsministerium.

Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mittwoch, 28. Januar. Gear-beitet wird auf der südlichen Straßenseite. Der Fuß- und Radweg in diesem Bereich muss vorübergehend gesperrt werden. Es wird ein Notweg auf der Fahrbahn eingerichtet. Für den Pkw- und Busverkehr steht im Baustellensektor nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Das Passieren der Baustelle regeln mobile Ampeln. Aufgrund dieser Verkehrsführung ist das Linksabbiegen in die Straße „Zum Alten Fritz“ nicht möglich. In den Hauptverkehrszeiten kann es vor den Baustellenampeln zu Wartezeiten und Staus kommen. Davon betroffen sind auch die SWU-Buslinien 3, 5 und 6, Verspätungen sind nicht auszuschließen.

Bürgermeister Jürgen Mailänder und Netze-Geschäftsführer Wolfgang Rabe
Stadtwerke-Netzgesellschaft betreibt weiterhin das Strom- und Gasnetz in Hermaringen Gemeindewerke Hermaringen verlängern den Pachtvertrag bis Ende 2027
12. Januar 2015

Die Gemeinde Hermaringen im Landkreis Heidenheim und die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH setzen ihre Zusammenarbeit fort. Bürgermeister Jürgen Mailänder und Netze-Geschäftsführer Wolfgang Rabe unterzeichneten vor dem Jahreswechsel einen neuen Pachtvertrag. Auf dessen Grundlage werden die Ulm/Neu-Ulmer das Hermaringer Strom- und Gasnetz bis 31. Dezember 2027 betreiben. Der Hermaringer Gemeinderat hatte in seiner letzten Sitzung vor Weihnachten die Verlängerung des erstmals zum Januar 2008 abge-schlossenen Pachtvertrags ohne Gegenstimme gebilligt.

„Wir haben viel voneinander gelernt in den zurückliegenden sieben Jahren. Dies ist für eine relativ kleine Gemeinde umso wichtiger, als das Energiegeschäft nur noch komplexer geworden ist. Wir sind gut gefahren mit dem damals neuen Partner SWU und haben gegenseitig ein solides Vertrauen aufgebaut“, hob Bürgermeister Mailänder bei der Vertragsunterzeichnung hervor. Für Geschäftsführer Wolfgang Rabe von der Ulm/Neu-Ulmer Netzgesellschaft äußert sich dieses Vertrauen auch in der nun 13 Jahre währenden Laufzeit des neuen Pachtvertrags: „Stabile Vertragsverhältnisse weisen nicht nur auf gute und faire Zusammenarbeit hin. Sie verschaffen eine Pla-nungssicherheit, die beiden Partnern nützt“.

Infrastruktur im Gewerbegebiet „Berger Steig“ 

Das Hermaringer Stromnetz ist unter der Ägide des Pächters Stadtwerke 
in den vergangenen Jahren um rund einen Kilometer gewachsen. Angeschlossen wurden vor allem der Neubau der Firma Hauff-Technik im Gewerbegebiet „Berger Steig“. Dort haben die Stadtwerke auch eine neue Trafostation errichtet. „Das zeigt, wie wichtig die Infrastruktur für die wirtschaftliche Entwicklung einer Kommune ist und dass es dafür starke, verlässliche Partner braucht“, so Bürgermeister Mailänder. Auch die „Energiewende“ macht sich in Hermaringen bemerkbar. Gegenüber 2008 muss das Stromnetz heute fast drei Megawatt mehr Stromleistung verkraften – eingespeist von den seither zugebauten Photovoltaikanlagen. Deren Anzahl im Gemeindegebiet hat sich seit 2008 verdreifacht, von 51 auf 160.

Energieverkauf und Netzbetrieb sind getrennt

Das Versorgungsnetz und die zugehörigen Anlagen – über 50 Kilometer 
Strom- und rund 20 Kilometer Gasleitungen – sind im Besitz der Hermaringer Gemeindewerke. Die Stadtwerke-Netzgesellschaft bezahlt Pacht an die Gemeindewerke und refinanziert ihre Aufwendungen für den Netzbetrieb über die von den Verbrauchern zu bezahlenden Netznutzungsentgelte. Diese Entgelte sind reguliert durch die Bundesnetzagentur. Der Vertrieb von Strom und Erdgas wiederum ist Sache der Hermaringer Gemeindewerke. Seit der Liberalisierung des Energiemarktes 1998 sind die drei Sparten Erzeugung, Vertrieb und Verteilung von Energie getrennt.

Foto: 
Bürgermeister Mailänder (links) und Geschäftsführer Wolfgang Rabe von der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH unterzeichnen den neuen Pachtvertrag zum Betrieb des Hermaringer Strom- und Gasnetzes.

Weicheres Trinkwasser für Einsingen SWU versorgt den Stadtteil künftig aus den Brunnen im Wiblinger Auwald
29. Dezember 2014

Haushalte und Betriebe in Ulm-Einsingen erhalten ab Januar 2015 ihr Trinkwasser aus den Brunnen in der „Roten Wand“. Bislang verteilten die Stadtwerke in dem Ulmer Stadtteil Trinkwasser, das aus von Brunnen der Nachbarstadt Erbach gefördert wurde. Hauptgrund für die Änderung: Das Trinkwasser aus dem Wiblinger Auwald ist weicher als das Erbacher Wasser, das im Karstgestein gewonnen wird.

Durch die Umstellung geht der Härtegrad des Einsinger Trinkwassers von derzeit 20 Grad Deutscher Härte (dH) auf etwa 13 Grad dH zurück. Damit können Waschmittel in Einsingen geringer dosiert werden, nämlich nach Härtebereich 2 anstatt wie bisher nach Härtebereich 3. Aus den Ulmer Quellen versorgt wird künftig auch das zu Erbach gehörende Wernau. Dies haben Erbach und die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH aufgrund der vorhandenen Netzstruktur vereinbart. Verteilt wird das Trinkwasser künftig über den Wasser-hochbehälter Kuhberg.

Das bis zur Gemeindereform 1974 selbstständige Einsingen bezog traditionell sein Trinkwasser von Erbach her. Nach der Eingliederung nach Ulm zum 1. Juli 1974 hatten die damaligen Stadtwerke Ulm die Verteilung und Abrechnung des Trinkwassers in dem neuen Stadtteil übernommen, nicht jedoch die Förderung. In Einsingen betreibt die SWU-Netzegesellschaft seit vielen Jahren einen Hochbehälter, der weiterhin für die Wasserverteilung genutzt werden wird. Der monatliche Trinkwasserbedarf in dem 2.600 Einwohnern zählenden Einsingen beträgt rund 10.000 Kubikmeter (zum Vergleich: im gesamten Ulmer Stadtgebiet werden pro Monat rund 600.000 Kubikmeter verteilt). In Einsingen hatten Bürger vermehrt weicheres Trinkwasser gewünscht. Zur Umstellung auf die Quellen der „Roten Wand“ hatten die Stadtwerke den zum Jahresende 2014 auslaufenden Bezugsvertrag mit der Stadt Erbach nicht verlängert.

Foto: Im Bild rechts der von den Stadtwerken betriebene Einsinger Wasserhochbehälter, gegenüber derjenige der Stadt Erbach.

Vorsorge gegen Böller: Fahrkartenautomaten sind über den Jahreswechsel außer Betrieb
18. Dezember 2014

Die SWU Verkehr trifft Vorsorge gegen „verirrte“ Silvesterböller. Von 29. Dezember 2014 bis einschließlich Dreikönig, 6. Januar 2015 werden die 42 Fahrscheinautomaten an den Haltestellen entlang der SWU-Linien außer Betrieb genommen.

Die Automaten sind empfindlich, speziell die eingebaute Elektronik verträgt keine Silvesterscherze. Mutwillige Beschädigungen, zum Beispiel indem Gegenstände gewaltsam in die Automaten eingeführt wurden, haben in der Vergangenheit wiederholt längere Ausfälle und teure Reparaturen verursacht. Ab Mittwoch, 7. Januar 2015 werden die Fahrscheinautomaten wieder betriebsbereit sein. Über den Jahreswechsel können Fahrkarten in den 11 Vorverkaufsstellen und bei „SWU traffiti“ im ServiceCenter Neue Mitte gekauft werden. „SWU traffiti“ ist an Silvester von 9 bis 13 Uhr geöffnet.

Geschlossen ist auch vom 22. Dezember bis einschließlich Dreikönig die Service-Stelle „Erhöhtes Beförderungsentgelt“ im Verkehrsbetriebshof Bauhoferstraße 9 in der Weststadt. Dort können erst wieder ab 7. Januar nachträglich Fahrkarten vorgezeigt und Beträge über erhöhtes Beförderungsentgelt beglichen werden. Die Fristen zum Bezahlen und Vorzeigen verlängern sich dadurch um 14 Tage.

Heiligabend: Nachtbusse fahren ab 18.30 Uhr im Stundentakt
16. Dezember 2014

An Heiligabend endet auf den SWU-Linien der reguläre Betrieb gegen 18 Uhr. Dabei gilt: Die Straßenbahn sowie die Buslinien 3, 4, 5, 6 und 7 verkehren bis gegen 12 Uhr mittags nach dem Samstagsfahrplan, danach nach dem Sonntagsfahrplan, das heißt alle 15 oder alle 30 Minuten. Die Buslinie 10 fährt nachmittags nicht mehr ins Donautal. Die Linien 11 (Söflingen – Roter Berg) und 13 (Kuhberg – Eselsberg über Söflingen) fahren durchgehend im Halbstundentakt. Wann die letzten Abfahrten von welchen Haltestellen abgehen, zeigt die Über-sicht. Das Anruf-Sammeltaxi „MobilSAM“ fährt an Heiligabend eben-falls nur bis gegen 18 Uhr.

An Heiligabend geht es ab 18.30 Uhr mit dem Nachtbus weiter

An Heiligabend fahren von 18.30 Uhr bis 3.30 Uhr in der Frühe die Nachtbuslinien N 1 bis N 5, N 7 und N 8 stündlich ab Ulm ZOB. Vor 1.30 Uhr ist kein Nachtbuszuschlag erforderlich. Das Nacht-Sammeltaxi „NachtSAM“ fährt an Heiligabend nicht.

Nachtbus fährt über den Jahreswechsel bis 4.30 Uhr morgens

An Silvester fahren die SWU-Linien nach dem Samstagsfahrplan. Das Anrufsammeltaxi „MobilSAM“ endet gegen 18 Uhr. Der letzte Anschluss auf den regulären SWU-Linien ist gegen 0.45 Uhr. An-schließend fahren in der Neujahrsnacht die Nachtbuslinien N 1 bis N 5, N 7 und N 8 jeweils stündlich zwischen 1.30 Uhr und 4.30 Uhr ab Ulm ZOB.

Zusätzlicher Fahrscheinverkauf am Haltepunkt Ulm ZOB

In der Silvesternacht werden Fahrscheine zwischen 1.30 Uhr und 4.30 Uhr an den Abfahrtssteigen der Nachtbuslinien des Halte-punkts Ulm ZOB zusätzlich durch stationäres Personal verkauft. Die SWU Verkehr bittet ihre Fahrgäste, auch diese Alternative für den Fahrscheinkauf zu nutzen. Das entlastet den Busfahrer, insbeson-dere bei großem Andrang. Die Mitarbeiter stehen in speziell ge-kennzeichneter Kleidung jeweils 15 Minuten vor Abfahrt der Nacht-buslinien bereit.

Klaus Eder wird neuer Geschäftsführer der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm
12. Dezember 2014

Matthias Berz scheidet Mitte 2015 aus der SWU Geschäftsführung aus

Klaus Eder ist zum neuen Geschäftsführer der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH bestellt worden. Diese einstimmig getroffene Entscheidung gibt der Vorsitzende des SWU-Aufsichtsrats und Oberbürgermeister der Stadt Ulm, Ivo Gönner, bekannt.. 

Klaus Eder (39 Jahre) bekleidet zurzeit die Position eines Geschäftsführers bei der Stadtwerke am See GmbH und Co. KG mit Sitz inFriedrichshafen und Überlingen. Klaus Eder ist Diplom-Ingenieur fürEnergietechnik und Betriebswirt mit Abschluss als MBA. Er wird seineTätigkeit in Ulm/Neu-Ulm Mitte 2015 aufnehmen. Zum selben Zeitpunkt wird der Vertrag von Matthias Berz als Allein-Geschäftsführer der Stadtwerke-Holding aufgelöst werden.

Die Entscheidung über die Wiederbesetzung der vakanten Position des technischen Geschäftsführers der Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU Energie wird der Aufsichtsrat im Frühjahr 2015 treffen

Mehr Busse zu Spitzenzeiten
01. Dezember 2014

Fahrplanwechsel am 14. Dezember: Neuverteilung des bestehenden Angebots bringt Verbesserungen, ohne die Kasse zu belasten.

Das Fahrtenangebot dort erhöhen, wo Engpässe arg drücken. So lassen sich die Verbesserungen zusammenfassen, von denen SWU-Nahverkehrskunden zum Fahrplanwechsel profitieren. Ab 14. Dezember erhöht die SWU Verkehr auf den stark gefragten – und bisweilen überlasteten – Verbindungen in den Spitzenzeiten das Fahrtenangebot. Davon profitieren vor allem Fahrgäste, die zur Wissenschaftsstadt und zum Kuhberg wollen. Verstärkt werden auch die Verbindungen von Böfingen und vom Eselsberg in die Stadt (Linien 1 und 5) und die Verbindung Kuhberg – Söflingen – Universität (Linie 13). Dafür wird auf anderen Linien eine Reihe von Fahrten gestrichen, bei denen der Bus beinahe leer geblieben ist, wie die regelmäßigen Fahrgastzählungen gezeigt haben. „Der Gesamtumfang des Fahrtenangebots bleibt gleich, wird aber neu verteilt und der gestiegenen Nachfrage auf einigen Verbindungen angepasst. Daher entstehen keine Mehrkosten“, sagt SWU-Angebotsplaner Matthias Einmahl.

Entspannung bringen sollen ab 14. Dezember weitere Einsatzwagen auf sämtlichen genannten Hauptverbindungen. Um ein prominentes Beispiel herauszugreifen: Die Linie 3 bietet in der absoluten Nachfragespitze zwischen 7.20 Uhr und 8.00 Uhr vom Ehinger Tor zur Wissenschaftsstadt vier Fahrten innerhalb von zehn Minuten (anstatt bisher drei Fahrten). Der schon sehr dichte Takt wird also noch einmal verdichtet, auf dann zweieinhalb Minuten. Die wichtigsten Neuheiten im Überblick:

Linie 1 (Böfingen – Söflingen):
Morgens und mittags erfolgen zusätzliche Fahrten durch Busse (Linie E).

Linie 3 (Wiblingen – Wissenschaftsstadt):
Das Angebot zwischen Ehinger Tor und Wissenschaftsstadt beziehungsweise Science Park II wird zwischen 7 und 21 Uhr verstärkt, auch während der vorlesungsfreien Zeit. 

Linie 4 (Böfingen-Süd – Grimmelfingen) und 5 (Ludwigsfeld – 
Wissenschaftsstadt):
An Schultagen werden zusätzliche Fahrten 
angeboten (Linie E). Die Haltestelle Grimmelfinger Weg der Linie 4 wird umbenannt in Oberer Kuhberg.

Linie 6 (Donaustadion – Eselsberg):
Am Wochenende sind die 
meisten Fahrten der Linie 6 sehr gering ausgelastet. Daher verkehrt diese samstags zwischen 12 und 15.30 Uhr nur noch alle 20 Minuten, sonntags zwischen 11 und 20.30 Uhr alle 30 Minuten. Dieser verlängerte Takt betrifft nur den Abschnitt zwischen Hauptbahnhof und Eselsberg. Ab und bis Donaustadion, der eigentlichen 6er-Endhaltestelle, bleiben sämtliche Fahrten erhalten. Dasselbe gilt an den Werktagen für den Abschnitt ab bzw. bis Hauptbahnhof. Damit entlastet die Sechs weiterhin die Linie 3.

Linie 9 (Wiblingen – Rosengasse):
Wegen zu geringer Auslastung 
entfallen morgens die ersten beiden und am Nachmittag die letzten beiden Fahrten. Im Gegenzug beginnt der Einsatz der Linie 9 nachmittags 10 Minuten früher.

Linie 10 (Donautal – Blautal-Center):
Der Ein- und Ausstieg an der 
Haltestelle Hans-Lorenser-Straße erfolgt künftig an der derzeitigen Ausstiegshaltestelle.

Linie 13 (Kuhberg Schulzentrum – Eselsberg):
Um der steigenden 
Nachfrage zu begegnen, verkehren morgens bis zirka 10 Uhr teilweise Gelenkbusse. Im Übrigen bedient der 13er nicht mehr die Haltestellen Oberer Kuhberg und Am Hochsträß, wo nur wenige Fahrgäste einsteigen. Der Verzicht auf diese Haltestellen kommt der Pünktlichkeit zugute.

Linie 14 (Kuhberg – Wiblingen):
Wird außerhalb der 
Hauptverkehrszeiten nur schwach genutzt wird und verkehrt daher nur noch zwischen 5 und 8.30 Uhr sowie zwischen etwa 12 und 18 Uhr, jeweils im gewohnten Halbstundentakt. 

Linie E:
Das „E“ auf dem Zielschild bezeichnet Verstärkerfahrten im 
Schülerverkehr. Um diese Fahrten allen anderen Fahrgästen bekannter zu machen, werden die Fahrten der Linie E künftig in den Pocket- und Linienfahrplänen der jeweiligen regulären Linie aufgeführt.

Info 
die SWU-Pocketfahrpläne 2014/15 sind ab sofort kostenlos erhältlich bei „traffiti“ im Service-Center Neue Mitte. 

Beladen wie der Weihnachtsmann? Der SWU-Gepäckbus sorgt für Entlastung.
27. November 2014

Gelassen bummeln und die Weihnachtseinkäufe erledigen, ganz unbeschwert. Besucher der Ulmer City können das wörtlich nehmen: An den vier Adventssamstagen können sie ihre Einkäufe im SWU-Gepäckbus in der Fußgängerzone deponieren – von der Stehlampe bis zu den neuen Skiern. Diesen Service bietet die SWU Verkehr kostenlos an. Der Gepäckbus steht von 10.00 Uhr bis 20.30 Uhr an der Einmündung Bahnhofstraße/Wengengasse bereit. Dort erwarten SWU-Auszubildende die Einkaufsbummler. Die aufbewahrten Päckchen sind versichert.

Planung Linie 2: Suchschlitze geben Aufschluss über die Lage von Leitungen im Untergrund
26. November 2014

Im Rahmen der laufenden Planungen für die Straßenbahnlinie 2 erkundet die SWU Verkehr den Bauuntergrund im Bereich Neutorstraße/Zeitblomstraße. Ab Donnerstag, 27. November werden im Kreuzungsbereich beim Autohaus Hanser und Leiber mit Hilfe von Baggern Suchschlitze in der Fahrbahn geöffnet. Die Arbeiten dauern bis Mittwoch, 3. Dezember. Sie verursachen Engpässe, die den Verkehrsfluss behindern können, vor allem bei der Ein- und Ausfahrt in die beziehungsweise aus der Zeitblomstraße.

„Wir wollen Aufschluss darüber gewinnen, mit welcher Art von Leitungen wir es dort zu tun haben und wo genau sie verlaufen – genauer, als es im vorhandenen Planwerk eingezeichnet ist“, erklärt Jörg Zeeb von der SWU Verkehr. Unter dem Asphalt verlaufen sehr verschiedenartige Leitungen, neben Versorgungsleitungen sind das zum Beispiel auch Steuerkabel für Ampeln und Straßenlaternen. Insgesamt werden drei Suchschlitze geöffnet. Sie sind zwei bis drei Meter lang und einen halben Meter breit. Die vorgefundenen Leitungen werden vermessen. Die gewonnenen Daten ergänzen die Plan-unterlagen für das Straßenbahnprojekt. „Das beugt Überraschungen in der späteren Bauphase vor“, sagt Jörg Zeeb. Entlang der vorge-sehen Neubaustrecke, die vom Kuhberg zur Wissenschaftsstadt reicht, wurden in den letzten Monaten rund fünfzig solcher Suchschlitze eingebracht.

Berührungslos ins Parkhaus hineinfahren
07. November 2014

In alle sieben Ulmer Innenstadt-Parkhäuser gewährt die SWU Schwa-benCard nun berührungslos Ein- und Ausfahrt. Die Umrüstung auf entsprechende Terminals ist abgeschlossen, meldet die städtische Parkbetriebsgesellschaft. Karte nur noch ans Kontaktfeld halten, und die Schranke öffnet sich. Die Parkgebühr wird wie bisher automatisch abgebucht. Die moderne Technik funktioniert allerdings nur mit der neuen Kartenausführung der SchwabenCard.

Diese Kartenversion wurde allen Kartenkunden bereits 2011 zugesandt, im Vorgriff auf die schon damals geplante Umstellung der Terminals. „Kunden, die noch ihre alte SchwabenCard nutzen, kommen ab sofort damit nicht mehr ins Parkhaus hinein“, darauf weist Marc Fuchs, Leiter Marketing und Kommunikation bei den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm, hin. Er rät: „Spätestens jetzt die neue SchwabenCard ins Portemonnaie oder in die Handtasche stecken“. Wer die neue Karte nicht (mehr) findet, kann im Service-Center Neue Mitte kostenfrei den Tausch „alt gegen neu“ vornehmen oder sich die neue Karte per Post zusenden lassen. Mit den berührungslosen Terminals geht das Ein- und Ausfahren ins Park-haus schneller, außerdem sind die Geräte weniger störanfällig als die Kartenschlitz-Geräte. Informationen zur SchwabenCard und zum Kar-tentausch gibt es unter Telefon (07 31) 1 66 - 13 10.

SWU-Stromkunden werden 2015 etwas entlastet. In der Grundversorgung bleibt der Preis gleich. SWU kann Teuerung der Stromverteilung auffangen
06. November 2014

Für die Mehrzahl der SWU-Kunden wird der Strom im neuen Jahr etwas billiger. So sinkt die Jahres-Stromrechnung der rund 92.000 Kunden mit den an Laufzeiten gebundenen Verträgen „SWU SchwabenStrom“ und „SWU NaturStrom“ um etwas mehr als fünf Euro (gerechnet bei einem Verbrauch von 3.000 Kilowattstunden). Im Tarif „Grundversorgung“ bleibt der Preis unverändert. Das betrifft etwa 42.000 Kunden.

Die Erneuerbare-Energien-Umlage (EEG-Umlage), der Preistreiber der vergangenen Jahre, geht erstmals seit ihrer Einführung zurück, wenn auch nur geringfügig um rund 0,08 Cent brutto je Kilowattstunde. Dass der SWU-Strompreis 2015 leicht sinkt beziehungsweise stabil bleibt, ist jedoch das Ergebnis aus dem Verrechnen von Be- und Entlastungen mehrerer Preisbestandteile. Ein Preisbestandteil steigt 2015 deutlich: der Transport und die Verteilung des Stroms. Drei der vier großen Übertragungsnetzbetreiber erhöhen ihre Entgelte. Die Netze BW (Baden-Württemberg) hat eine Erhöhung um 0,8 Cent netto je Kilowattstunde angekündigt. Das schlägt auf die SWU-Kalkulation durch. „Allerdings kann der Anstieg der Netznutzungsentgelte durch einen günstigeren Stromeinkauf für die Privatkunden kompensiert werden“, erläutert SWU-Vertriebschef Marcus Deutenberg.

Daher wirken sich die höheren Kosten für die Verteilung des Stroms nicht auf die SWU-Kunden aus. Ob die aktuelle Entwicklung eine Trendwende auf dem deutschen Strommarkt ankündigt, bleibt abzuwarten. Das leichte Absinken der EEG-Umlage ist großenteils Sonderfaktoren zu verdanken. Windräder und Photovoltaikanlagen haben nicht überdurchschnittlich eingespeist, und neue Anlagen wurden 2013/14 nicht (mehr) über die Maßen zugebaut. Dadurch musste die Liquiditätsreserve auf dem EEG-Konto nicht angegriffen werden, es blieb erstmals seit Jahren im Plus. 

GuD Leipheim: Auslegung der Planungsunterlagen beschlossen. Projekt nähert sich mit großen Schritten der Baureife.
23. Oktober 2014

Die Bebauungsplanunterlagen für das geplante Gas- und Dampfkraftwerk in Leipheim werden vom 10. November bis einschließlich 9. Dezember 2014 in den Rathäusern von Leipheim, Günzburg und der Verwaltungsgemeinschaft Kötz und im Landratsamt Günzburg zur Einsichtnahme und Stellungnahme ausliegen. Das wurde im Lauf der letzten Wochen einstimmig von den Stadt- und Gemeinderäten beziehungsweise der Verbandsversammlung des Zweckverbandes "Interkommunales Gewerbegebiet Landkreis Günzburg“ (AREALpro) beschlossen. Ausgelegt werden die Entwürfe der Flächennutzungsplanänderungen für Bubesheim und Leipheim und des Bebauungsplanentwurfes, für den der Zweckverband zuständig ist. Dabei sind die öffentlichen Bekanntmachungen der Plangeber zu berücksichtigen.

Projektleiter Peter Wiker kommentiert: „Die Einstimmigkeit des Beschlusses in allen drei Gremien unterstreicht noch einmal, dass wir dieses Projekt gemeinschaftlich und partnerschaftlich mit den Kommunen verwirklichen. Die Auslegung der Planungsunterlagen und die Fortführung der förmlichen Öffentlichkeitsbeteiligung bringen uns der Baureife des Gas- und Dampfkraftwerk Leipheim einen großen Schritt näher.“

Neue Marktbedingungen unerlässlich

SWU Geschäftsführer Matthias Berz gibt aber auch zu bedenken: „Eine endgültige Bauentscheidung kann erst nach einer Neuordnung des Energiemarktes getroffen werden. Die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen würden derzeit einen rentablen Kraftwerksbetrieb unmöglich machen. Es ist wichtig, dass Politik die Marktbedingungen zu Gunsten neuer Kraftwerksprojekte, die dringend zur Absicherung der Versorgung durch volatile regenerative Erzeugung notwendig sind, verändert. Die SWU wird dann mit Partnern auf Basis der konsequenten Planung im Vorfeld umgehend für den Bau bereit sein. Die Möglichkeit zunächst in einer ersten Bauphase lediglich eine Gasturbine zu betreiben, gewährt dem Projekt zudem ein hohes Maß an Flexibilität.“

Dreidimensionale Schwaden-Simulation

Im Vorlauf zur Auslegung der Planunterlagen setzen die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm die intensive Öffentlichkeitsbeteiligung weiter fort. In deren Rahmen bietet die SWU am Freitag, 7. November 2014 eine 3D-Visualisierung der möglichen Schwadenbildung des GuD an. Mit einer Datenbrille können Interessierte die Umgebung des Kraftwerkes selbst erkunden und sich ein Bild davon machen, wie sich die Schwaden unter realen Bedingungen verhalten werden. Die Präsentation findet zwischen 14 und 17 Uhr im Bürgerbüro auf dem AREALpro in Leipheim statt. Eine Anmeldung dazu ist nicht notwendig.

 

 

Eisenbahnstrecke Senden-Weißenhorn
Nächtliche Gleisbauarbeiten zwischen 12. und 14. Oktober
10. Oktober 2014

In den Nächten zwischen Sonntag, 12. Oktober, bis Dienstag, 14. Oktober führt die SWU Verkehr zwischen ca. 23.00 und 04.00 Uhr Arbeiten am Gleisbett der Bahnstrecke Senden-Weißenhorn durch.

Grund der Arbeiten ist das notwendige Nachstopfen des Schotterbetts. „Diese Routinemaßnahme fällt bei allen neu hergestellten Gleisstrecken nach einiger Zeit der Befahrung an“, so Jörg Zeeb, zuständig für die Gleisanlagen bei der SWU Verkehr, “nach Abschluss der Arbeiten kann dann das Gleisbett aber im Normalfall mehrere Jahre unterbrechungsfrei befahren werden“.

Die Gleisstopfarbeiten starten Sonntagnacht in Weißenhorn und arbeiten sich in Richtung Senden vor. Beeinträchtigungen im Personen- oder Güterverkehr wird es durch diese Maßnahmen nicht geben.

Einen Wehrmutstropfen gibt es laut Jörg Zeeb aber doch: „bedingt durch den notwendigen Einsatz von Gleisbaumaschinen sind auftretende Lärmbelästigungen leider nicht zu vermeiden. Die SWU Verkehr bittet die Anwohner deshalb um Entschuldigung für die entstehenden Unannehmlichkeiten“.

Neutorbrücke vom 6. Oktober bis 19. Oktober gesperrt.
29. September 2014

Auf den Linien 3, 5, 6 und N2 ist mit Einschränkungen zu rechnen.

Ab dem 6. Oktober wird die Ulmer Neutorbrücke bis einschließlich 19. Oktober wegen umfassender Sanierungsarbeiten gesperrt. In diesem Zeitraum kann die Haltestelle Kienlesberg in beiden Rich-tungen nicht bedient werden. Als Ausweichmöglichkeit stehen die Haltestellen Bleicher Hag, Lehrer Tal oder Theater zur Verfügung. Da die Buslinien 3, 5, 6 und N2 über die Wallstraßenbrücke und die Ludwig-Erhard-Brücke umgeleitet werden, kann es zu Verspätun-gen kommen. Die SWU Verkehr bittet dafür um Verständnis.

In der Zeit der Sperrung erhält die Neutorbrücke, durch die Stadt Ulm, einen neuen Fahrbahnbelag und frische Brückenabdichtungen. Auch werden Sondierungsarbeiten für die geplante Straßenbahnli-nie 2 durchgeführt und ein Kanal südlich der Neutorbrücke umgelegt. Fußgänger und Radfahrer sind von der Brückensperrung allerdings nicht betroffen.

Über kurzfristige Ausfälle, Störungen oder Fahrplanänderungen informieren die Stadtwerke generell online auf www.swu.de (Nah-verkehr aktuell), durch QR-Codes an den Haltestellenfahrplänen und in den sozialen Medien (Facebook: www.facebook.com/swu.de, Twitter: @SWUStadtwerke).

SWU-Aufsichtsrat klärt Personalfragen an der SWU-Spitze
29. September 2014

Der Aufsichtsrat der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH hat in der heutigen Sitzung festgelegt, dass der Suchprozess für die Nachfolge von Herrn Jürgen Schäffner als Geschäftsführer der SWU Energie fortgesetzt wird.

Zudem wurde festgelegt, dass am Vertrag mit SWU-Geschäftsführer Herrn Matthias Berz festgehalten wird. Er hat eine Gültigkeit bis zum 31.05.2016. Ein halbes Jahr vor Auslaufen des Vertrags, wird der Aufsichtsrat über ein Verlängerungsangebot entscheiden.

Zehn junge Menschen starten ins Berufsleben bei den Stadtwerken
10. September 2014

Alle Berufe konnten besetzt werden. Anzahl der SWU-Ausbildungsplätze orientiert sich streng am Bedarf.

Drei junge Frauen und sieben junge Männer machen jetzt bei den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm ihre ersten Schritte ins Berufsleben. Die Nachwuchskräfte haben eine Ausbildung von bis zu dreieinhalb Jahren in diesen Berufen vor sich: Elektroniker für Betriebstechnik, Industriemechaniker, Anlagenmechaniker, Industriekauffrau und Kauffrau für Büromanagement.

Etwa 500 Bewerbungen hatten die Stadtwerke für den Ausbildungsstart 2014 erhalten. Sämtliche ausgeschriebenen Berufe konnten besetzt werden, auch die technischen. Die zehn neuen Auszubildenden beginnen ihre Lehrzeit mit einem mehrtägigen Einführungsseminar. Eine Besonderheit stellt dabei die „SWU-Rallye“ dar. Die jungen Leute ziehen durch das Haus und sammeln Informationen in den verschiedenen Betriebsteilen. In einer gemeinsamen Schluss-Präsentation setzen sie die so gewonnenen Einzelheiten zu einem Gesamtbild des Unternehmens zusammen. „Das macht Spaß und fördert ganz nebenbei das Teamdenken“, erläutert Manuela Poleschner, Ausbildungskoordinatorin bei der SWU. Insgesamt stehen der-zeit 56 junge Menschen in Ausbildung bei den Stadtwerken.

Baumaßnahme: Erneuerung des Trinkwassernetzes um den Hochbehälter Kuhberg.
02. September 2014

In diesem Jahr plant der Wasserversorger SWU Energie am Kuhberg bzw. Grimmelfinger Weg mit dem Beginn umfassender Baumaßnahmen an den Trinkwasserleitungen rund um den Hochbehälter Kuhberg. Dies dient unter anderem den zwingend notwendigen Vorbereitungen für einen zukünftig neuen Hochbehälter. Die Vorarbeiten beginnen bereits im September 2014 mit einer Rodung von ungefähr 75 bis 100 Bäumen und Büschen. Vorwiegend befinden sich diese auf dem Hochbehälter und dem Pumpwerk. Dieser unvermeidliche Eingriff in die Natur wird später durch Ersatzpflanzungen ausgeglichen. Die Naturschutzbehörde ist informiert und begleitet diese Maßnahme. Ab Oktober werden dann vorwiegend Netzarbeiten und Trinkwasseranschlusserneuerungen durchgeführt. Die Netzbaumaßnahmen werden voraussichtlich Ende 2015 abgeschlossen sein. Erste Baugrunduntersuchungen sind bereits durchgeführt worden.

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 1. Oktober 2014 werden die direkt betroffenen Anwohner über alle Einzelheiten der Baumaßnahmen aufgeklärt und können Fragen stellen. Dazu erhalten alle betroffenen Haushalte eine schriftliche Einladung. Während der Baumaßnahmen sind für die Anwohner vereinzelte Einschränkungen in Form von Dreck und Baulärm nicht ganz zu vermeiden. Haushalte deren Hausanschlüsse in diesem Zuge erneuert werden müssen, erhalten dazu rechtzeitig ein separates Informationsschrei-ben.

Außerdem steht ab sofort ein spezielles Infotelefon für Fragen zur Verfügung. Unter der Telefonnummer 0731 166-4646 können Inte-ressenten eine Nachricht hinterlassen. Mitarbeiter der SWU Energie werden daraufhin umgehend zurückrufen. Für schriftliche Anfragen hingegen kann die E-Mail-Adresse trinkwasser-kuhberg[@]swu[.]de genutzt werden. 

Mit diesen Baumaßnahmen leistet die SWU Energie gemäß dem Versorgungsauftrag einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der hohen Qualität der Ulmer Trinkwasserversorgung. Der Kuhberg ist für die Trinkwasserversorgung in Ulm Dreh- und Angelscheibe. Zudem befinden sich hier einige der ältesten Wasserleitungen Ulms aus dem Jahre 1905. Nahezu das gesamte Trinkwasser wird hier verteilt oder weiter gefördert. Das entspricht einer Fördermenge von gut 22.000 Kubikmeter Trinkwasser pro Tag. Umso wichtiger ist es, das Netz und später auch die Behälter in Stand zu halten.

Kunden-Center „SWU traffiti” hat samstags bis 14 Uhr geöffnet
28. August 2014

Ab September ändern sich die Öffnungszeiten von „SWU traffiti“, dem Kundenzentrum der SWU Verkehr im Service-Center Neue Mitte. Fahrscheine und Konzertkarten können samstags nur noch bis 14 Uhr gekauft werden, anstatt wie bisher bis 16 Uhr. Es hat sich gezeigt, dass am späteren Samstagnachmittag der Kundenzuspruch geringer geworden ist. Daher wird der Betriebsschluss etwas vorgezogen. Werktags hingegen bleiben die Öffnungszeiten unverändert. Von Montag bis Freitag sind die Mitarbeiter von SWU und Stadt Ulm weiterhin von 9 bis 18 Uhr persönlich im Service-Center erreichbar.

Linie 1: SWU Verkehr saniert die Gleise
07. August 2014

Die Linie 1 wird vom 11. bis 30. August 2014, wegen den alljährlichen Gleissanierungsarbeiten entlang der Straßenbahnstrecke, ersatzweise mit Bussen gefahren. Die Haltestelle Alfred-Delp-Weg kann während der Bauarbeiten vom Ersatzverkehr nicht bedient werden. Die SWU Verkehr empfiehlt ihren Kunden, auf die Halte-stelle Egertweg auszuweichen.

Hauptsächlich werden in den 20 Tagen die Gleise am Theodor-Heuss-Platz (ehem. Westplatz) und bei der Unterführung in der Nähe des Ehinger Tors komplett ersetzt. Durch den Einsatz von schweren Maschinen, ist Baulärm nicht zu vermeiden. Allerdings wird ausschließlich zwischen 7 und 18 Uhr gearbeitet, um die Nachtruhe zu wahren. Am Theodor-Heuss-Platz muss der aus Westen kommende Verkehr umgeleitet und die Ampelschaltung ent-sprechend angepasst werden. Kleinere Behinderungen lassen sich dabei nicht ausschließen.
Generell wird die Zeit während des Schienenersatzverkehrs intensiv genutzt, um die Behinderungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Die SWU führt neben der Gleiserneuerung auch Schweißarbeiten an den Schienen, Gleisstopfarbeiten und eine Überprüfung der Fahrleitungen durch. Im Gleisbereich liegende Kanäle werden parallel von der EBU gereinigt. Die städtische Abteilung Grünflächen widmet sich hingegen dem Zurückschneiden der Streckenbepflanzung zwischen Donauhalle und Donaustadion. Jörg Zeeb, zuständig für die Gleisanlagen bei der SWU Verkehr, bittet um Verständnis: „Um die Betriebssicherheit der Straßenbahn zu gewährleisten, müssen wir jedes Jahr schadhaft gewordene und abgenutzte Streckenabschnitte reparieren oder erneuern. Wir sind bemüht, die Arbeiten möglichst zügig durchzuführen und bitten Anwohner, Fahrgäste und Verkehrsteilnehmer eventuelle Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.“

Während aller Arbeiten gelten in bestimmten Zeitabschnitten zusätzlich folgende Sonderregelungen:

11. bis 16.08.2014: Die Haltestellen Wohnpark Friedrichsau und Donauhalle können jeweils in Richtung Böfingen nicht angefahren werden. Ersatzhaltestellen sind an der Gleistrasse vor der Einfahrt zum VfL-Parkplatz hinter dem Gefängnis und an der Haltestelle des Regionalverkehrs (Linie 59) vor dem Parkplatz Donauhalle auf der Böfinger Straße eingerichtet.

11. bis 22.08.2014: Die Haltestelle Theodor-Heuss-Platz kann in Richtung Böfingen nicht bedient werden. Der Schienenersatzver-kehr hält an der Haltestelle des Regionalverkehrs (Linie 20) in der Söflinger Straße.

22. bis 25.08.2014: Die Haltestelle Willy-Brandt-Platz in Richtung Söflingen / Kuhberg / Grimmelfingen wird um ungefähr 100 Meter zurück verlegt.

Service-Tipp:
Über kurzfristige Ausfälle, Störungen oder Fahrplanänderungen informieren die Stadtwerke generell online auf www.swu.de (Nahverkehr aktuell), durch QR-Codes an den Haltestellenfahrplänen und in den sozialen Medien (Facebook: www.facebook.com/swu.de, Twitter: @SWUStadtwerke).

Evangelische Gesamtkirchengemeinde Ulm tritt mit SWU NaturStrom für Nachhaltigkeit ein.
04. August 2014

Seit dem 13. Juni 2014 bezieht die Evangelische Gesamtkirchenge-meinde Ulm mit rund 39 Abnahmestellen den zu hundert Prozent regenerativ erzeugten SWU NaturStrom. Damit werden nun unter anderem diverse Pfarr- und Gemeindehäuser, das Haus der Begegnung oder das Ulmer Münster mitsamt der Münsterbauhütte versorgt. Insgesamt wird sich die jährliche Stromabnahmemenge auf gut 510.000 kWh pro Jahr belaufen.

Dekan der Evangelischen Kirchengemeinde Ulm Ernst-Wilhelm Gohl unterstreicht anlässlich der Verleihung des NaturStrom-Zertifikats: „Wir sind uns unserer Vorbildfunktion und gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Mit dem Bezug dieses umweltfreundlichen und regionalen Stromproduktes möchten wir ein Zeichen für die Nachhaltigkeit der Region setzen. Denn bei der Wahl des Stromes, sollte der Preis nicht alleiniges Entscheidungskriterium sein. Der regionale Bezug und eine möglichst umweltschonende Erzeugung ist mindestens ebenso wichtig.“

Die Übergabe des SWU NaturStrom-Zertifikats fand am 1. August 2014 passend vor dem Ulmer Münster statt. Von Seiten der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde nahm daran Dekan Ernst-Wilhelm Gohl und Kirchenpfleger Klaus-Peter Baur teil. Die SWU wurde vom Leiter Privatkundenvertrieb Tobias Mahler, Beraterin Gewerbekunden Anja Kress und Berater Geschäftskunden Sven Hoffmann vertreten.

Fördergeld für neue Heizungspumpe
29. Juli 2014

Eine alte Heizungspumpe kann im Vergleich zu einer Hocheffizienzpumpe bis zu 150 Euro mehr an Strom- und Heizkosten verursachen. Ein Heizungspumpentausch spart also nicht nur Geld, sondern schützt durch einen verringerten Kohlendioxidausstoß die Umwelt. Bis zum 31. Dezember 2014 fördert die Stadt Ulm jede neue Heizungspumpe mit 100 Euro. Voraussetzung ist eine Heizungspumpe der Energieeffizi-enzklasse A und eine Immobilie in Ulm oder in Ulmer Ortsteilen.

Den Antrag auf Förderung erhalten Interessierte bei den Energiebera-tern der SWU im ServiceCenter Neue-Mitte (Neue Straße 79, Ulm), bei der Regionalen Energieagentur (Olgastraße 95, Ulm) und online unter www.swu.de/privatkunden/energie-wasser/swu-energieberater.

Schienenersatzverkehr für die Linie 1 am 28. und 29. Juli 2014
25. Juli 2014

Die Linie 1 verkehrt am 28. und 29. Juli 2014, jeweils von ca. 20 Uhr bis Betriebsschluss um 1.40 Uhr, als Bus. Grund dafür sind Baumaßnahmen an den Gleisen der Straßenbahnlinie in Böfingen. Die Haltestelle Alfred-Delp-Weg kann an beiden Tagen vom Ersatzverkehr nicht bedient werden. Die SWU Verkehr empfiehlt ihren Kunden daher, auf die Haltestelle Egertweg auszuweichen. Ansonsten müssen die Fahrgäste mit keinen weiteren Einschränkungen rech-nen. Die Zeiten des Fahrplans können ohne Verzögerungen eingehalten werden.

Vor zwei Jahren wurde im Auftrag der Stadt Ulm beim Böfinger Baugebiet „Lettenwald“ ein Bahnübergang eingerichtet. Der Gleisschotter vor und nach der Gleisquerung muss nun mit einem Bagger nachverdichtet werden. In dieser Zeit kann die Linie 1 nur durch Busse gefahren werden. Für Anwohner entsteht durch die Baggerarbeiten lediglich eine geringfügige Lärmbelastung. Die SWU Verkehr bittet dafür um Verständnis.

Über kurzfristige Ausfälle, Störungen oder Fahrplanänderungen informieren die Stadtwerke generell online auf www.swu.de (Nahverkehr aktuell), durch QR-Codes an den Haltestellenfahrplänen und in den sozialen Medien (Facebook: www.facebook.com/swu.de, Twitter: @SWUStadtwerke).

Linie 2: Aufsichtsrat bestimmt Siemens als Lieferanten für neue Straßenbahnwagen
18. Juli 2014

Typ „Avenio M“ liegt bei der europaweiten Ausschreibung vorn. 12 neue Fahrzeuge kosten rund 31 Millionen Euro.

Die Firma Siemens soll für die Lieferung der nächsten Generation der Ulmer Straßenbahnwagen zum Zuge kommen. Benötigt werden die Fahrzeuge für den Betrieb der geplanten Straßenbahnlinie 2. Nach Auswertung der Angebote aus einer europaweiten Ausschreibung lag der deutsche Hersteller mit Sitz in Berlin an erster Stelle. Der Aufsichtsrat der SWU Verkehr beschloss nun, Siemens zu beauftragen. Die Lieferung von zwölf Fahrzeugen des Typs Avenio M hat ein Volumen von rund 31 Millionen Euro.

Die SWU Verkehr wird die Fahrzeuge allerdings erst bestellen, wenn der Ulmer Gemeinderat den Bau der geplanten Straßenbahnlinie 2 beschlossen haben wird. Für den Gemeinderatsentscheid stehen noch der Planfeststellungsbeschluss und der Förderbescheid aus. Die Lieferzeit für das erste Fahrzeug beträgt 24 Monate, die übrigen Wagen können dann im 4-Wochen-Rhythmus in Ulm eintreffen.

Bewährtes auf dem neuesten Stand der Technik

Die neuen Fahrzeuge sind in der Bauweise weitgehend mit den der-zeit in Ulm eingesetzten Combinos identisch, in der Fahrzeugtechnik freilich fortentwickelt. „Die Qualität des Angebots überzeugt uns sehr, zudem passt es in unseren kalkulierten Kostenrahmen“, zeigt sich Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr, sehr zufrieden. „Das ist für Siemens die erste Beauftragung für eine Multigelenk-Straßenbahn der neuesten Generation. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir uns in nahezu allen Belangen durchsetzen konnten“, freut sich Sandra Gott-Karlbauer, die Leiterin des weltweiten Geschäfts mit Nahverkehrsfahrzeugen bei Siemens.

Avenio M („M“ steht für Multigelenk) ist die Nachfolge-Generation der ebenfalls aus dem Haus Siemens stammenden Combino-Baureihe. Wagen der Avenio-Baureihe sind zum Beispiel bei den Verkehrsbetrieben München im Zulassungsprozess und sollen noch in diesem Jahr fahren. Das für Ulm vorgesehene Modell besteht aus fünf Wagenteilen und sechs Achsen. Die 31,50 Meter langen Wagen leisten 400 Kilowatt (oder 548 PS) und bieten 175 Passagieren Platz, so viel wie heute der Combino. Zum größeren Komfort der Fahrgäste bietet der Avenio M unter anderem einen auf 78 Zentimeter verbreiterten Durchgang zwischen den Sitzreihen. Im Erscheinungsbild unterscheidet sich der Avenio vor allem in der Front- und Heckgestaltung vom Combino.

Ulmer Stadtarchiv unterstützt bei der Namenssuche für die Wagen

Eingesetzt werden sollen die Avenios nicht nur auf der Neubaustrecke. „Avenio und Combino sollen im gesamten Tramnetz unterwegs sein“, sagt Jürgen Späth, Projektleiter der Fahrzeugbeschaffung bei der SWU Verkehr. Die neuen Wagen sollen ebenfalls Namen bekommen. „Wir wollen die 2003 begonnen Tradition gerne fortsetzen“, so Ingo Wortmann. In Zusammenarbeit mit dem Ulmer Stadtarchiv werden Namen von Ulmer Persönlichkeiten, Frauen und Männern, gesucht. Eine der neuen Trams könnte zum Beispiel nach der in Ulm geborenen Chansonnette und Schauspielerin Hildegard Knef benannt werden.

Acht Unternehmen beteiligten sich am Bieter-Wettbewerb

Die SWU Verkehr hatte die europaweite Ausschreibung im Juni 2012 lanciert. An dem Teilnahme-Wettbewerb haben sich acht Hersteller aus vier Ländern beteiligt. Vier Bieter gelangten ins Hauptverfahren. Für die Angebotsabgabe hatten diese ein Lastenheft zu erfüllen, das rund 2.000 Anforderungspunkte umfasst. Entsprechend aufwendig war die Auswertung der Angebote, „jeweils fünf Aktenordner waren es je Angebot“, so Jürgen Späth. Den Ausschlag für die Bewertung gaben hauptsächlich der Preis, der Fahrgastkomfort und die Fahrzeugtechnik.

PSW Blautal: Antrag auf Verlängerung der raumordnerischen Beurteilung gestellt.
03. Juli 2014

Die SWU Energie GmbH hat beim Regierungspräsidium Tübingen die Verlängerung der raumordnerischen Beurteilung für das geplante Pumpspeicherkraftwerk Blautal vom 30.04.2009 für fünf weitere Jahre beantragt. Eine Entscheidung über die Verlängerung wird 2014 erwartet. Konkret geht es dabei um das projektierte Unterbecken im Steinbruch der Firma Eduard Merkle. Die am 26.06.2012 erstellte raumordnerische Beurteilung des Oberbeckens Schulzhau ist hingegen nicht betroffen. Zur erneuten Prüfung wird von der SWU Energie GmbH eine Projektbeschreibung mit Planunterlagen eingereicht. Mit diesen Unterlagen erfolgt eine Anhörung der Träger öffentlicher Belange. Dabei nimmt das Regierungspräsidium Tübingen, im Rahmen des Verfahrens zur Verlängerung, keine neue Bewertung vor. Es wird lediglich geprüft, ob sich zwischenzeitlich die für die Beurteilung maßgeblichen, rechtlichen und tatsächlichen Verhältnisse verändert haben. Dies ist jedoch aus heutiger Sicht nicht der Fall.

Die raumordnerische Beurteilung ist Bestandteil des Raumordnungsverfahrens. In diesem wird festgestellt, ob große Bauprojekte, wie das geplante Pumpspeicherkraftwerk im Blautal, mit den Anforderungen der Raumordnung konform gehen. Die Raumordnung wiederum regelt die planmäßige Ordnung, Entwicklung und Sicherung von Gebieten, um eine dauerhafte Nutzung dieser zu gewährleisten.

Parallel dazu schreitet vor Ort die geologisch-hydrogeologische Standorterkundung voran. Durch Pumpversuche sollen die Auswirkungen des geplanten Pumpspeicherkraftwerks auf die Baugrund- und Grundwasserverhältnisse überprüft werden. In insgesamt drei Etappen werden dazu unterschiedliche Szenarien simuliert. Aktuell ist die dritte und damit letzte Phase des Untersuchungsprogramms angelaufen. Die Pumpversuche werden voraussichtlich bis zum Ende Juli 2014 abgeschlossen sein.

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie unter www.psw-blautal.de.

 

 

SWU-Windräder in der Nordsee sind errichtet
17. Juni 2014

Stadtwerke-Kooperation Trianel stellt den Windpark vor der Insel Borkum fertig. Inbetriebnahme ist im Lauf des Jahres vorgesehen.

Anfang Juni konnte die 40. und letzte Windenergieanlage des Nordsee-Windparks der Trianel, 45 Kilometer nordwestlich der Insel Borkum gelegen, aufgestellt werden. Elf Monate hatte die Errichtung der Windräder in Anspruch genommen. Zwei Windräder gehören der SWU.

„Damit hat der erste Offshore-Windpark, der ausschließlich unter Beteiligung von Stadtwerken und regionalen Energieversorgern unter Federführung von Trianel realisiert wurde, die vorletzte Etappe erreicht“, berichtet SWU-Geschäftsführer Matthias Berz. Die Tochtergesellschaft SWU Ener-gie ist als einer von 33 Gesellschaftern mit fünf Prozent an dem 200-Megawatt-Projekt beteiligt. Die beiden SWU-Windkraftanlagen leisten zu-sammen zehn Megawatt und liefern pro Jahr rund 40 Millionen Kilowatt-stunden Strom. Das entspricht dem Bedarf von rund 11.000 Haushalten mittlerer Größe. „Die Städte Ulm/Neu-Ulm stärken damit aktiv den „grünen“ Anteil am deutschen Energiemix und leisten einen zusätzlichen Bei-trag zur Verringerung der Kohlendioxid-Emissionen“, so Matthias Berz. Derzeit stammt bereits ein Viertel des von der SWU erzeugten Stroms aus erneuerbaren Quellen.

Netzanbindung ist der nächste Schritt

Bevor der Windpark die ersten Kilowattstunden Strom liefern kann, muss der Anschluss an das Übertragungsnetz fertiggestellt werden. Das soll nach Angaben des Netzbetreibers Tennet in diesem Sommer der Fall sein. Den Zeitplan für den Anschluss hatte Tennet aufgrund von Verzögerungen mehrfach geändert. Die Umspannplattform DolWin alpha ist nahezu komplett. Nach Fertigstellung wird der mehrmonatige Testbetrieb beginnen. Das Windpark-Vorhaben begann Mitte 2008, als die entsprechende Projektgesellschaft gegründet wurde. Nach Planung und Genehmigung begann der Bau auf hoher See im September 2011. In der ersten aufwändigen Phase wurden die massiven Windrad-Fundamente, so genannte Tripods, aufgestellt. Im Juli 2013 konnte das erste Windrad errichtet werden. Bei den witterungsbedingt schwierigen Arbeiten in Wassertiefen von bis zu 30 Metern musste der Projektverlauf ständig angepasst werden. Im Frühjahr konnte bei wesentlich besserer Witterung in mitunter nur zwei Tagen je eine Anlage errichtet werden. Die Windturbinen sind vom Typ Areva Wind M 5000-116. Dieser Typ ist der erste, der bei einer Leistung von fünf Megawatt speziell für den Offshore-Einsatz konstruiert wurde.

Foto: Teilansicht des Trianel-Windparks vor der Nordsee-Insel Borkum. Am linken Bildrand ist die Umspannplattform zu sehen. Im Vordergrund: das zweite Windrad von links gehört den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm. Foto: Trianel.

Trinkwasserpreis steigt um 1,5 Prozent
10. Juni 2014

Ab 1. Juli rund 5,50 Euro Mehrkosten im Jahr für einen typischen Haushalt in Ulm und Neu-Ulm

Trinkwasser wird zur Jahresmitte etwas teurer. Die rund 31.000 Stadtwerke-Kunden in Ulm und Neu-Ulm bezahlen ab 1. Juli drei Cent mehr je Kubikmeter. Der neue Arbeitspreis beträgt 1,82 Euro. Auch die jährlichen Grundpreise erhöhen sich für die verschiedenen Kundengruppen. Der Grundpreis richtet sich nach der Anzahl und Leistung der installierten Wasserzähler, ist also von Gebäude zu Gebäude unterschiedlich.

Alles in allem wirkt sich die Preisanhebung wie folgt aus: Ein Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 150 Kubikmetern Trinkwasser für vier Personen gibt pro Jahr 5,44 Euro oder 1,5 Prozent mehr aus. „Die Erhöhung gleicht lediglich die allgemeine Teuerungsrate aus. Dadurch kann der Geschäftszweig Trinkwasserbelieferung weiterhin wirtschaftlich arbeiten“, begründet Marcus Deutenberg, Leiter des SWU-Vertriebs, die Anhebung. Zuletzt hatten die Stadtwerke den Wasserpreis vor einem Jahr erhöht, ebenfalls in der Größenordnung der damaligen Teuerungsrate.

Preisvergleich: SWU gehört zu den günstigsten Wasserversorgern in Baden-Württemberg

Auch nach der Erhöhung bleibt die SWU landesweit einer der günstigsten Wasserversorger. In dem vom Stuttgarter Wirtschaftsministerium im Januar 2014 aktualisierten Preisvergleich rangiert die SWU erneut im oberen Viertel der günstigsten privatrechtlichen Wasserversorger. Die SWU belegt Rang 21 unter den 81 gelisteten Unternehmen. Bei 150 Kubikmeter Jahresverbrauch lag der Landesschnitt laut Wirtschaftsministerium bei 362 Euro. In Ulm bezahlte der Wasserkunde zuletzt rund 331 Euro.

GuD Leipheim: Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm unterstützen Grundsatzentscheidung der Bundesnetzagentur keine Neubauten durch die Reservekraftwerksverordnung auszulösen
20. Mai 2014

Am 2. Mai 2014 stellte die Bundesnetzagentur in deren Abschlussbericht den Reservekraftwerksbedarf bis zum Winter 2017/18 vor. Dabei kam sie zu dem Ergebnis, dass unter gesamtwirtschaftlicher Betrachtung ein Neubau von Reservekraftwerken auf Basis der aktuell gültigen Reservekraftwerksverordnung nicht sinnvoll sei. Insbesondere kleine, inneffiziente Kraftwerke seien nicht gewünscht. Auf Basis der bis 31.12.2017 geltenden Verordnung können Reservekraftwerke nur für höchstens zwei Jahre unter Vertrag genommen werden. Matthias Berz, Geschäftsführer der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH kommentiert: „Die Stadtwerke begrüßen die jüngste Grundsatzentscheidung der Bundesnetzagentur. Ein isolierter Reservekapazitätsmarkt wäre ohnehin keine ganzheitliche Lösung des Problems am Strommarkt gewesen. Schließlich läuft die Reservekraftwerksverordnung bereits Ende 2017 aus. Wir fordern schon seit geraumer Zeit ein neues Marktdesign. Dieses soll konventionellen Kraftwerken, die zur Versorgungssicherheit dringend benötigt werden, wieder einen langfristig wirtschaftlichen Betrieb ermöglichen.“


In der Tat kündigte die Bundesnetzagentur an, dass mögliche Neubauten im Zusammenhang mit der Schaffung von übergreifenden Mechanismen betrachtet werden sollten. Insbesondere ein längerfristiges Instrument wie z.B. ein möglicher Kapazitätsmechanismus scheint mit Blick auf die Schaffung von Anreizen zum Kraftwerksneubau besser geeignet als die Reservekraftwerksverordnung. Die Stadtwerke Ulm/Neu Ulm gehen davon aus, dass es im süddeutschen Raum nach 2018 eine Lücke im Bereich der Leistungsreserve
geben wird. Sollten die beschriebenen Mechanismen einen wirtschaftlichen Kraftwerksbetrieb der Leistungsreserve ermöglichen, könnte die SWU durch die Vorarbeiten bereits 2018 mit einer Gasturbine startbereit sein.

Flexibel, effizient und kommunal

Das Projekt könnte in zwei Bauphasen realisiert werden. Die erste Phase würde die Errichtung und den Anschluss einer Gasturbine mit einem Wirkungsgrad von 40 Prozent beinhalten. In Phase zwei würde die Gasturbine durch eine Dampfturbine erweitert werden
können, womit der Wirkungsgrad der gesamten Anlage auf knapp 60 Prozent ansteigen würde. Durch diese Aufteilung bewahrt sich die SWU ein hohes Maß an Flexibilität, um sich den angekündigten Änderungen der energiepolitischen Rahmenbedingungen anzupassen.
Das Projekt ist durch den geplanten Zusammenschluss mehrerer Stadtwerke ein ommunales Projekt. Dabei arbeitet die SWU eng mit den angrenzenden Kommunen Bubesheim, Leipheim, Günzburg sowie dem verantwortlichen Zweckverband zusammen. Immerhin haben die Bürger der dem Standort nächstgelegenen Gemeinde Bubesheim in einem Bürgerentscheid im September 2011 dem Kraftwerksbau zugestimmt. Durch vertragliche Vereinbarungen zwischen der SWU und den Kommunen, ist die Entrichtung der anfallenden Gewerbesteuer vor Ort bereits heute fest zugesichert. Das Projekt ist für die SWU aber nicht nur von wirtschaftlichem Interesse, sondern stellt auch grundsätzlich deren Daseinsvorsorge dar, für welche Stadtwerke die Verantwortung übernehmen. Natürlich würden die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm damit auch einen essentiellen Beitrag zur Versorgungssicherheit im Rahmen der Energiewende in Süddeutschland leisten.

Idealer Standort

Für den Anschluss des Kraftwerks an das 380-kVStromtransportnetz
müssten nur 4 Kilometer Leitungen verlegt werden; das Ferngasnetz ist 5 Kilometer entfernt. Die Anschlüsse an das Gastransportnetz und Stromübertragungsnetz sind nach dem aktuellen Projektstand gesichert. Kühlwasser für den Dampfteil des Kraftwerks kann die ebenfalls nur wenige Kilometer entfernte Donau liefern.

Klick – und bald brennt sie wieder
16. Mai 2014

Über das Internet melden Bürger Störungen von Straßenlaternen.

Durch eine schummrige Straße nach Hause gehen, ist nicht jedermanns Sache. An wen aber wendet man sich, wenn die Straßenlaterne dunkel bleibt? Wer „bei der Stadt“ ist dafür zuständig? Ein Störungsmeldeportal auf der Homepage der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH erleichtert dem Bürger die Arbeit.


In wenigen Schritten führt der Menüpunkt „Hilfe bei Störungen / Straßenbeleuchtung“ zum Ziel. Den Straßennamen eingetippt, zeigt eine detaillierte Karte alle Laternen im betreffenden Sektor an. Die Karte lässt sich per Zoom vergrößern. Ein Klick auf die fragliche Leuchtstelle blendet Nummer und Adresse der Leuchtstelle ein; ein weiterer Klick öffnet eine Maske, in der die Störungsdaten ergänzt werden können, zum Beispiel „Straßenlaterne aus“ oder „Leuchtenglas defekt“. Dann gibt der Nutzer noch seinen Namen und seine Telefonnummer für eventuelle Rückfragen ein und schickt die Meldung ab. Fertig.

„Das System wird sehr gut genutzt“, wie Thomas Deubler, Leiter der Gruppe Bau und Instandsetzung Strom- und Telekommunikationsnetze berichtet. „Jede zweite defekte Straßenlaterne wird uns auf diese Weise gemeldet, entsprechend schnell kann die Störung behoben werden“. Das Störungsmeldeportal erfasst rund 25.000 Leuchtstellen in Ulm und Neu-Ulm.

Netze-Geschäftsführer Wolfgang Rabe stellt das mit dem neuen Firmennamen und Firmenlogo beklebte Dienstfahrzeug vor.
Netzegesellschaft trägt einen neuen Namen: Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH
06. Mai 2014

Vorgabe der Bundesnetzagentur wird umgesetzt. Für die Kunden ergeben sich keine Änderungen.

Seit 1. Mai trägt die Netzegesellschaft der Stadtwerke einen neuen Firmennamen: Anstatt „SWU Netze GmbH“ heißt sie nun „Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH“. Das Unternehmen setzt damit eine Vorgabe der Bundesnetzagentur um. Für die Kunden ändert sich durch die Umfirmierung nichts, einmal abgesehen davon, dass auf der Zählerablesekarte nun ein anderer Namenszug und ein anderes Firmenzeichen stehen.

Hintergrund der Umfirmierung ist das Energiewirtschaftsgesetz. Zuletzt 2011 neu gefasst, pocht es darauf, dass die wettbewerblichen Teile eines Energieverbundunternehmens – das sind Vertrieb und Erzeugung – nicht mit dessen Netzbetrieb, dem verbleibenden „natürlichen Monopol“, verwechselt werden können. Die Gefahr einer solchen Verwechslung liege, so argumentiert die Bundesnetzagentur, vor allem im Firmennamen und im Firmenlogo. Daher stand das Kürzel „SWU“ zur Disposition, das eine Klammer zur Holding „SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm“ bildet. „Die Verbindung der Netze-Mitarbeiter zur Holding wird jedoch durch die Änderung des Firmennamens nicht gelöst. Wir gehören nach wie vor zur SWU-Familie, das stellt der Gesetzgeber nicht in Frage“, hält Wolfgang Rabe, Geschäftsführer der Netzegesellschaft, fest.

Aus 1 mach 3: Das Netze-Logo
Eigener, sich abgrenzender Firmenname und eigenes Logo: Diese beiden Vorgaben waren zu erfüllen. Wolfgang Rabe sieht sogar einen gewissen Vorteil darin, dass nunmehr „Stadtwerke“ im Firmennamen auftaucht. „Das dokumentiert, dass wir mit dem Netzbetrieb eine typisch städtische, also hoheitliche Aufgabe wahrnehmen“. Das Netze-Firmenzeichen nimmt das Stadtwerke-Quadrat im bekannten Blauton auf und wandelt es stark ab: Ein größeres Quadrat erhält zwei gleichgroße kleinere zur Seite. Das neue Logo begegnet der Öffentlichkeit vor allem auf den Dienstfahrzeugen (siehe Foto), die nach und nach neu beklebt werden.

Internet- und Mailadressen ändern sich
Neu sind auch die Internet- und Mailadresse: www.ulm-netze.de und, dementsprechend, Vorname.Nachname@ulm-netze.de. Das Kürzel „SWU“ hat sich auch aus der digitalen Welt der Netzegesellschaft verabschiedet. E-Mails, die noch an die Adresse mit der alten Endung „@swu.de“ gehen, werden für eine Übergangszeit automatisch umgeleitet. Nicht umgestellt werden müssen bestehende Kundenverträge, denn die „neue“ Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH tritt die Rechtsnachfolge der SWU Netze an. Kommunalverwaltungen, Installateure, Baufirmen, Verteilnetzbetreiber in der Nachbarschaft – diejenigen also, die mit der Netzegesellschaft unmittelbaren Kontakt haben – werden brieflich mit sämtlichen wichtigen Einzelheiten vertraut gemacht.

Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH in Zahlen (Stand 31.12.2013)
Mitarbeiter: 280
Umsatz: 171 Mio. Euro
Verteilte Strommenge: 1,48 Milliarden Kilowattstunden
Verteilte Gasmenge: 2,46 Milliarden Kilowattstunden
Stromleitungen: 3.200 km
Gasleitungen: 1.055 km
Hausanschlüsse für Strom, Erdgas, Trinkwasser: 118.000
Straßenleuchten: 30.400

Gaskraftwerk Leipheim wird darauf vorbereitet, am Reservekraftwerksmarkt teilzunehmen
10. April 2014

Gas-Turbine sichert die Stromversorgung ab. Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen könnte wie geplant 2017 vom Netz gehen.

Das auf dem ehemaligen Fliegerhorst Leipheim geplante Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) könnte durch einen angepassten Projektablauf dabei helfen, die Situation bei der Energieversorgung im süddeutschen Raum mittelfristig zu entspannen. Hierzu plant die SWU, in einem ersten Schritt die Gas-Turbine zu bauen und dadurch zu-nächst etwa die Hälfte der vollen 1200-Megawatt-Kraftwerksleistung bereitzustellen. Die Gas-Turbine geht immer dann schnell ans oder vom Netz, wenn es in Ungleichgewicht zu geraten droht. Das geschieht dann, wenn der augenblickliche Strombedarf und die Stromerzeugung stark auseinanderklaffen. Die SWU forciert derzeit die Vorbereitungen, damit die Gas-Turbine in Leipheim binnen der nächsten drei Jahre für die Stromreserve in Süddeutschland zur Verfügung steht. Das würde die Versorgung absichern, und das Kernkraftwerk Gundremmingen könnte planmäßig ab 2017 vom Netz gehen. Es wird erwartet, dass im kommenden Jahr für Süddeutschland ein Markt für Strom-Reserveleistung eingeführt wird. Die Reserveleistung wird vom Betrei-ber des Übertragungsnetzes abgerufen und vergütet.

An dem ursprünglichen Projektumfang hält die SWU Energie unverändert fest. Die Gasturbine wäre lediglich ein erster Schritt, dem mittelfristig der zweite Schritt, nämlich der Zubau einer Dampfturbine zur Komplettierung des GuD, folgen würde. Der Zubau käme allerdings erst dann, wenn die von der Politik bereits ins Auge gefasste Reform des Erzeugermarktes einen wirtschaftlichen Betrieb konventioneller Kraftwerke zulässt. Das ist gegenwärtig nicht der Fall.

Projektierungsgesellschaft Leipheim ist in Gründung

Noch in diesem Jahr wird die SWU Energie für ihr Leipheimer Vorhaben eine Projektierungsgesellschaft gründen. Sie soll aus maximal fünf Gesellschaftern bestehen. Die Suche nach Partnern ist weit gediehen. Mehrere mittelständische Unternehmen in öffentlicher Hand haben Interesse bekundet und Gesellschafteranteile angemeldet. Die SWU selbst wird zehn Prozent Anteile halten. Mit ins Boot soll auch ein Anlagenhersteller. Eine entsprechende Ausschreibung wird in Kürze starten. Die Interessensbekundungen übersteigen die zur Verfügung stehenden Anteile. Auch bei den technischen Kraftwerksplanungen ist die SWU gut vorangekommen. Derzeit werden die Unterlagen für die Bauleitplanung vervollständigt. Die Einleitung des Genehmigungsverfahrens für die Betriebserlaubnis nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz wird derzeit vorbereitet.

Klare Standort-Vorteile

Als Baustein der sicheren Stromversorgung im süddeutschen Raum nimmt das geplante Kraftwerk in Leipheim einen idealen Standort ein. Das Gelände auf dem interkommunalen Gewerbegebiet befindet sich im Städtedreieck Augsburg – Kempten – Ulm. Die vorhandene Energie-Infrastruktur bietet beste Voraussetzungen. Zum Anschluss des Kraftwerks an das 380-kV-Stromtransportnetz müssten nur 4 Kilometer Leitungen verlegt werden; das Ferngasnetz ist 5 Kilometer entfernt. Die Anschlüsse an das Gastransportnetz und Stromübertragungsnetz sind nach dem aktuellen Projektstand gesichert. Kühlwasser für den Dampfteil des Kraftwerks liefert die ebenfalls nur wenige Kilometer entfernte Donau. Die Vorplanungen für die Zuleitung sind abgeschlossen. Zu guter Letzt: Die Bürger der dem Standort nächstgelegenen Gemeinde Bubesheim haben in einem Bürgerentscheid im September 2011 dem Kraftwerksbau zugestimmt.

Stadtwerke schreiben im operativen Geschäft 2013 wieder schwarze Zahlen
04. April 2014

Auch Verkehr verringert den Verlust. SWU TeleNet erstmals deutlich im Plus. Stromerzeugung in Beteiligungskraftwerken erfordert aber weitere Erhöhung der Rückstellungen und belastet die Bilanz. Aufsichtsrat empfiehlt den Jahresabschluss festzustellen und die Geschäftsführer zu entlasten.

Wichtigster Punkt in der jüngsten Aufsichtsratssitzung der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm war der Jahresabschluss 2013. Nach einem überaus schwierigen Jahr 2012 schloss die SWU-Unternehmensgruppe – die Holding und ihre fünf Tochtergesellschaften – das Geschäftsjahr 2013 im operativen Geschäft mit einem Gewinn von 1,7 Millionen Euro ab. Im Vorjahr standen operativ noch 3,4 Millionen Euro Verlust zu Buche. Möglich war diese Trendwende durch ein verbessertes Ergebnis im Vertriebsgeschäft und in der Netzegesellschaft, durch den erstmaligen Gewinn der Telekommunikationstochter SWU TeleNet und einen auf 16,6 Millionen Euro verringerten Verlust der Verkehrssparte. Zudem trug das angelaufene Konsolidierungsprogramm die ersten Früchte. Unter dem Motto „SWU – Fit für die Zukunft“ arbeiteten Mitarbeiter Sparvorschläge aus. Über 250 Vorschläge kamen zusammen. Diese sind größtenteils abgearbeitet und haben zirka 5 Millionen Euro Einsparungen erbracht.

Die konventionelle Stromerzeugung bleibt eine Hypothek
Trotz des Erfolgs in der normalen Geschäftstätigkeit hat der SWU-Konzern auch für 2013 einen Bilanzverlust auszuweisen. Der Großhandelsmarkt für Strom liegt auf absehbare Zeit am Boden. So wenig wie zurzeit konnte noch nie für eine erzeugte Kilowattstunde erlöst werden – ausgenommen die Mengen regenerativ erzeugten Stroms, die nach dem EEG mit garantierten Sätzen vergütet werden. Die durch Beteiligung an konventionellen Kraftwerken erzeugten Strommengen, zu deren Abnahme sich die SWU im Verhältnis zu ihren Anteilen für viele Jahre verpflichtet hat, lassen sich in den nächsten Jahren nur unter den Erzeugungskosten verkaufen. Es drohen Verluste. Dafür ist handelsrechtlich mittels Rückstellungen Vorsorge zu treffen. Im Jahresabschluss 2013 musste die SWU diese Rückstellungen erhöhen. Deshalb weist der Jahresabschluss doch wieder einen Bilanzverlust aus, dieses Mal in Höhe von 13 Millionen Euro.

Zur Rückendeckung haben die Gesellschafterstädte Ulm und Neu-Ulm ihren Stadtwerken Ende 2013 weitere Genussrechtsdarlehen in Höhe von 15 Mio. Euro zukommen lassen. Die Darlehen stärken das Eigenkapital der SWU und bekräftigen die Solidität des Unternehmens. Der SWU-Jahresabschluss wird Ende April in den Hauptausschüssen der Städte Ulm und Neu-Ulm öffentlich behandelt.

SWU sorgt für Wertschöpfung, die in der Region bleibt
2013 investierte die SWU insgesamt 49 Millionen Euro. Für rund 25 Mio. Euro wurden im Rahmen von Investitionen und Unterhaltsmaßnahmen Aufträge an Unternehmen in der Region vergeben. Die Stadtwerke zahlten 1,9 Mio. Euro Gewerbesteuer und 10,8 Mio. Euro Konzessionsabgaben an Städte und Gemeinden. Betreibern von Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Quellen gewinnen, bezahlte die SWU Energie 48,3 Mio. Euro Einspeisevergütungen. „Alles in allem erzeugte die SWU rund 167 Millionen Euro an Wertschöpfung, die in der Region bleibt“, unterstreicht Matthias Berz.

Finanzchef Manfred Staib als zweiter Prokurist bestellt
Der Aufsichtsrat traf überdies wichtige Personalentscheidungen. Mit Wirkung zum 1. Mai wurde Manfred Staib, Leiter der Abteilung Finanzen und Rechnungswesen, zum zweiten Prokuristen in der SWU-Holding bestellt. Er ersetzt in dieser Funktion Jürgen Schäffner. Der technische Geschäftsführer der SWU Energie wird, wie schon bekannt, das Unternehmen in Richtung Lübeck verlassen. Der Nachfolger Schäffners wird durch einen Personalberater gesucht werden.

Holzgas-Heizkraftwerk Senden: SWU einigt sich mit dem früheren Generalunternehmer.
01. April 2014

Das Heizkraftwerk wird derzeit mit einer zusätzlichen Abgasbehandlungsanlage nachgerüstet.

Die SWU und die Firma AGO AG Energie + Anlagen (Kulmbach) haben sich außergerichtlich über bislang kontrovers diskutierte gegenseitige Ansprüche in Bezug auf das errichtete Holzgas-Heizkraftwerk in Senden geeinigt. Das Vertragsverhältnis mit AGO war im Mai 2013 gekündigt worden. „Beide Parteien haben jetzt eine abschließende Vereinbarung geschlossen“, sagt SWU-Energie-Geschäftsführer Jürgen Schäffner und fügt hinzu: „Über die Inhalte ist mit AGO Stillschweigen vereinbart worden“. Der SWU-Aufsichtsrat hat der Vereinbarung zugestimmt. Die SWU wird die Inbetriebnahme der Anlage ohne die AGO weiterführen.

Dabei sind die SWU-Techniker vorangekommen. Das im Februar durchgeführte Messprogramm hat unter anderem ergeben, dass beim Benzolgehalt im Abgas die Grenzwerte nun eingehalten werden können. Um auch die Stickstoffoxide zu reduzieren, wird wie berichtet mit einer Abgasbehandlungsanlage nachgerüstet. Um die Nachrüs-tungen vorzunehmen, steht das Heizkraftwerk derzeit still. Es wird erst wieder angefahren, wenn die zusätzliche Abgasbehandlungsan-lage eingebaut sein wird. Die Inbetriebsetzung dieses neuen Anlagenteils wird voraussichtlich Anfang Mai erfolgen.

Fahrgastbeirat sucht neue Mitglieder.
19. März 2014

Bewerbungen bis 11. April über das Internet. Nahverkehrsnutzer tauschen sich regelmäßig mit Fachleuten des Verkehrsbetriebs aus.

Können Fahrgäste über Facebook und Twitter künftig noch besser über Störungen im SWU-Liniennetz informiert werden? Warum kann man als Student am Aicher-Scholl-Kolleg nicht das Semesterticket nutzen? Warum setzt die SWU nach Basketballspielen in der ratiopharm arena keine Zusatzbusse mehr ein? Wie geht es weiter mit der Straßenbahnlinie 2? Die Fragen waren wiederum breit gestreut, die ein Dutzend Ulmer und Neu-Ulmer Nahverkehrsnutzer bei der letzten Sitzung des Fahrgastbeirats mit Vertretern der SWU Verkehr behandelten. Zum 14. Mal schon brachte dieses 2009 gegründete Gremium Nicht-Fachleute und Experten an einem Tisch zusammen. Wer Interesse hat mitzumachen: Der Fahrgastbeirat sucht zur Blut-auffrischung wieder neue Mitglieder.

Der unmittelbare Dialog kommt gut an

„Fahrgäste wollen den unmittelbaren Dialog mit dem Unternehmen, das hat das letzte Treffen erneut gezeigt“, urteilt Matthias Einmahl, SWU-Verkehrsplaner und Moderator des Fahrgastbeirats. „Jeder soll seine Erfahrungen und Ideen in der Runde äußern und mit uns diskutieren. Vor-wissen wird nicht vorausgesetzt“. Der Dialog ist zum beiderseitigen Vorteil: Das Unternehmen erhält wertvolle Anregungen, um sein Angebot regelmäßig an den Bedürfnissen der Kunden zu messen und weiterzuentwickeln. Der Fahrgast wiederum gewinnt aus erster Hand Einblick in die Möglichkeiten, aber auch in die Grenzen der Angebotsplanung.

Neue Mitglieder gesucht

Damit das Themenspektrum breit ist, soll der Fahrgastbeirat gut gemischt sein. Die derzeitigen Mitglieder sind unterschiedlichen Alters und kommen aus vielen Stadtteilen – unter anderem Böfingen, Söflingen, Eselsberg, Unterweiler, Neu-Ulm Wiley. Und sie nutzen den ÖPNV sehr unterschiedlich. „Auch wer bisher nicht Straßenbahn oder Bus fährt, tut der Runde gut – vielleicht sogar gerade deshalb“, so Matthias Einmahl. Wer Interesse an der Mitarbeit hat, findet im Internet oder bei SWU traffiti einen Bewerbungsbogen. Anhand des ausgefüllten Bogens trifft die SWU Verkehr eine Vorauswahl und lädt die betreffenden Interessenten zu einem Vorgespräch ein. „Ausschlaggebend ist nicht das Vorwissen“, betont Einmahl, „vielmehr das Interesse an Nahverkehrsfragen“. Pro Jahr trifft sich der Fahrgastbeirat drei Mal. Zu bestimmten Fragen werden Gast-Experten eingeladen. 

Bis 11. April bewerben 

Der Bewerbungsbogen für den Fahrgastbeirat liegt bei SWU traffiti im KundenCenter Neue Mitte bereit oder kann im Internet heruntergeladen werden unter www.swu.de/privatkunden/swunahverkehr/fahrgastbeirat.html Bewerbungsschluss ist der 11. April. Die Internetseite gibt Auskunft zu sämtlichen Fragen rund um den Fahrgastbeirat.

Alles klar. SWU führt durch die Ulmer Trinkwassergewinnung.
17. März 2014

Aktion am 22. März zum Internationalen Tag des Wassers

„Da ist ja gar kein Wasser drin!“ Die meisten Besucher im Ulmer Wasserschutzgebiet „Rote Wand“ im Wiblinger Auwald sind erst ein-mal verblüfft, wenn sie in einen Brunnenschacht schauen. So klar ist das Grundwasser unmittelbar nach der Förderung aus bis zu 18 Me-tern Tiefe, dass der Wasserspiegel im Brunnen kaum auszumachen ist. Und dabei wurde das Nass nicht einmal aufbereitet. Anlässlich des Internationalen Tags des Wassers führt Energieberater Ralf Maier interessierte Besucher durch das Schutzgebiet unter dem Mot-to „Der Weg des Wassers von der Förderung bis ins Haus“. Treff-punkt ist am Samstag, 22. März (siehe unten).

Ulmer Wasser muss nicht zusätzlich enthärtet werden

Nicht nur bezüglich Farbe und Klarheit ist das Trinkwasser für die Haushalte in Ulm und Neu-Ulm tadellos. Das bestätigen die regel-mäßigen Analysen, die das unabhängige Fachlabor „Technologie-zentrum Wasser“ in Karlsruhe im Auftrag der Stadtwerke durchführt. Vor allem hat das Ulm/Neu-Ulmer Trinkwasser einen geringen Nitrat-gehalt. Das in den Schutzgebieten „Rote Wand“ in Wiblingen und in der Neu-Ulmer „Illeraue“ geförderte Grundwasser enthält im Durch-schnitt rund 10 Milligramm Nitrat je Liter. Die deutsche Trinkwasserverordnung lässt 50 Milligramm je Liter zu. Gemäß Trinkwasserverordnung wird das Ulmer und Neu-Ulmer Trinkwasser regelmäßig auf rund fünfzig Inhaltsstoffe untersucht. In allen Fällen unterschreitet das in Ulm und Neu-Ulm verteilte Wasser die jeweils zulässigen Werte. Was den Verbraucher besonders interessiert: Aus Ulmer Quellen fließt Wasser von zirka 13 Grad deutscher Härte, die Neu-Ulmer Wasserhärte beträgt zirka 16 Grad. Die SWU empfiehlt, Waschmittel nach dem Härtebereich 2 zu dosieren. Nach Ansicht der SWU braucht das Ulmer und Neu-Ulmer Wasser in den Haushalten nicht weiter enthärtet zu werden, wie zum Beispiel mit Hilfe von Ionen-Austauschern oder anderen Entkalkungsanlagen.

Info

Kostenlose Führungen durch das Wasserwerk finden am 22. März um 10.00 Uhr und 12.00 statt. Die SWU bittet um Anmeldung unter Telefon (08 00) 0 51 02 00 oder per Mail unter energieberater@swu.de. Das Pumpwerk Donautal ist erreichbar über die Kastbrücke in der Wiblinger Allee (der Beschilderung folgen) oder über den Donauradweg vorbei am ehemaligen Bewährungsheim.

Organisatorisch und technisch auf dem neuesten Stand: Stadtwerke erhalten erneut das TSM-Prüfsiegel
12. März 2014

Das neue Häuschen steht. Jetzt muss es noch ans Strom-, Erdgas- und Trinkwassernetz angeschlossen werden. Der Stadtwerke-Trupp rückt an und erledigt den Auftrag. Dass alles so ausgeführt worden ist, wie es die Regeln der Technik verlangen, dafür steht das TSM-Siegel. Das Kürzel bezeichnet das „Technische Sicherheitsmanagement“. Das Siegel wurde nach einer Wiederholungsüberprüfung jetzt für die Stadtwerke-Gesellschaften SWU Netze und SWU Energie sowie für die regionalen Beteiligungsgesellschaften Technische Werke Blaubeuren und Gasversorgung Langenau erneuert. Thomas Anders, Geschäftsführer der baden-württembergischen Landesgruppe des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfachs e.V. (DVGW), übergab die Zertifizierungsurkunden. Entgegen nahmen die Urkunden Wolfgang Rabe, technischer Geschäftsführer der SWU Netze GmbH, und Ernst Hönig, technischer Geschäftsführer in den SWU-Beteiligungsgesellschaften. 

Zwei externe Prüfer, vier Leitfäden mit weit über 500 Fragen und drei Tage Zeit: So sieht die TSM-Zertifizierung in der Praxis aus. Dabei arbeiten die Prüfer nicht nur Fragelisten ab, sondern gehen auch in die SWU-Werkstätten hinein und interviewen Mitarbeiter mit Führungsverantwortung. „Es geht darum festzustellen, ob jeder Ar-beitsbereich über das richtig qualifizierte Personal verfügt. Wir schauen außerdem danach, ob die einschlägigen Sicherheitsvor-schriften niedergelegt sind, die Verantwortlichen diese kennen und regelmäßig nachgeschult werden. Und ob die einzelnen Bereiche auch so organisiert sind, dass das technische Regelwerk jederzeit beachtet werden kann. Es interessiert zum Beispiel, ob Zuständig-keiten und Vertretungen klar geregelt sind oder wie ausgeführte Arbeiten dokumentiert sind“, so umreißt Thomas Anders das weit-gespannte Aufgabenfeld der Prüfer.

Die SWU und ihre Tochterunternehmen unterziehen sich seit 2009 der TSM-Zertifizierung. Freiwillig, denn eine TSM-Zertifizierung kos-tet zwischen 8.000 und 12.000 Euro. „Doch das lohnt sich“, sagt Markus Dilger, bei den Stadtwerken zuständig für die zentrale Steu-erung, „denn während der Zertifizierung setzt man sich mit den Be-triebsabläufen, Dokumentationen und Schnittstellen auseinander. So lassen sich blinde Flecken aufdecken und Probleme schon im Vorfeld erkennen“. Das Prüfungsergebnis fiel sehr gut aus. „Perso-nell, technisch und organisatorisch sind wir bestens für unsere Auf-gaben gerüstet“, fasst SWU-Netze-Geschäftsführer Wolfgang Rabe zusammen. Die nächste Re-Zertifizierung steht in fünf Jahren an.

SWU Verkehr erhebt “ÖPNV-Kundenbarometer“
11. März 2014

Telefonische Befragung durch das Verkehrsforschungsinstitut Infratest läuft bis Mitte Mai

250 Bürgerinnen und Bürger aus Ulm und Neu-Ulm erhalten in den nächsten Wochen einen Anruf. Ausgewählt aus dem Telefonbuch nach dem Zufallsgenerator, werden die Angerufenen gebeten, Fragen zu den Nahverkehrsleistungen der SWU Verkehr zu beantworten.

Mit der jährlich durchgeführten repräsentativen Umfrage will die SWU Verkehr herausfinden, wie zufrieden ihre Kunden sind und wo möglicherweise für Verbesserungen anzusetzen ist. Die Interviewer des beauftragten Instituts TNS Infratest Verkehrsforschung (München) stellen etwa dreißig Fragen zu allen wichtigen Bereichen: Fahrplan-angebot, Tarife, Fahrzeuge, Haltestellen, Service, Freundlichkeit des Personals, um nur einige Leistungsmerkmale zu nennen. „Die Um-frageergebnisse ermöglichen es uns, die Qualität unserer Leistungen fortlaufend zu kontrollieren“, sagt Andreas Ceder, Leiter Vertrieb und Kommunikation bei der SWU Verkehr. 15 bis 20 Minuten dauert ein Telefon-Interview. Die Teilnahme ist freiwillig. Die Umfrage dauert bis Mitte Mai, angerufen wird montags bis freitags.

Linie 2: Regierungspräsidium gibt grünes Licht für die Erweiterung des Verkehrsbetriebshofs.
27. Februar 2014

Das Regierungspräsidium Tübingen hat die für den Ulmer Straßen-bahnausbau notwendige Erweiterung des Verkehrsbetriebshofs in der Weststadt genehmigt. Der Planfeststellungsbeschluss für diesen ersten Bauabschnitt des Gesamtvorhabens ist am 26. Februar bei der SWU Verkehr eingegangen. „Damit können wir den ersten klei-nen Schritt von der Planung hin zur Verwirklichung des ‚Projekts Linie 2‘ machen“, sagt Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr.

Der Betriebshof muss künftig mindestens zwölf zusätzliche Stra-ßenbahnwagen aufnehmen. Dafür wird ein Abstellplatz hinter der bestehenden Wagenhalle angelegt. Beantragt und genehmigt wurde eine Halle, doch mittlerweile ist aus Kostengründen an einen nicht überdachten Abstellplatz gedacht. Die heutige Wagenhalle wird umgebaut und erweitert, zum Beispiel durch einen zweiten War-tungsstand mit Grube und Dacharbeitsbühne für Straßenbahnwa-gen und eine verlängerte Waschstraße für Busse und Straßenbah-nen. Die Zentralwerkstatt erhält ein drittes Zufahrtsgleis. Derzeit werden die Ausführungsplanung fertiggestellt und die Unterlagen für die Bau-Ausschreibung vorbereitet. Der Umbau des Betriebshofs kann allerdings erst starten, wenn dafür auch die Förderzusage vor-liegt und der Gemeinderat die Bauausführung beschließt.Das Planfeststellungsverfahren für den zu erweiternden Verkehrsbetriebshof war aus dem Gesamtvorhaben ausgekoppelt worden. Die Verfahren zu den Streckenabschnitten zum Kuhberg und zur Wissenschaftsstadt laufen derzeit parallel und sollen im laufenden Jahr zum Abschluss gebracht werden.

SWU TeleNet: Neue Technik für TV & Radio
20. Februar 2014

Die Technik zur Auslieferung von analogen und digitalen TV & Radioprogrammen wird auf den neuesten Stand gebracht. Sendeplätze können sich ändern.

Die SWU TeleNet nimmt ihre neue Kopfstation zum Empfang von TV-Signalen am 26. Februar 2014 zwischen 2 und 6 Uhr in Betrieb. Die Umstellung von mehr als 1.000 Glasfaserkunden erfolgt direkt am 26. Februar. Im Anschluss daran werden weitere 18.000 TeleNet-Nutzer sukzessive bis zum 31. März umgestellt. Das Unternehmen rüstet sich damit für den rasanten Fortschritt der Multimediabranche und den gestiegenen Bedarf an hochauflösenden Programmen.

Aus technischen Gründen ist es unvermeidbar, dass die gesamte TV-Belegung neu sortiert wird. Davon tangierte Kunden müssen den Sendersuchlauf des Fernsehgerätes durchführen. Anschließend kann durch manuelles Verschieben der Sender, die gewünschte Reihenfolge festgelegt werden. Weitere Einzelheiten da-rüber und allgemeine Informationen zur Umstellung erhalten betrof-fene Kunde in schriftlicher Form. Die aktualisierten Programmbele-gungslisten für analoges und digitales TV und Radio werden eben-falls beigelegt. Außerdem sind die neuen Belegungslisten unter www.swu.de oder im Servicecenter der SWU TeleNet in der Bauhoferstr. 9/1 erhältlich. Dort stehen die Mitarbeiter der SWU TeleNet persönlich für technische Fragen zur Umstellung, von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr, zur Verfügung. Telefonischer Sup-port ist für den Zeitraum der Umstellung unter der Hotline 0731 166-3155 zwischen 8 und 18 Uhr verfügbar.

Lokale Netze fit machen für den zunehmenden „Stromimport“ durch die Sonne. Forschungs-projekt von SWU und Hochschule Ulm erhält Fördermittel von der EU.
16. Januar 2014

Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm arbeiten zusammen mit dem Institut für Energie und Antriebstechnik an der Hochschule Ulm seit 2011 an einem Forschungsprojekt. Es heißt „Smart Grid“, spielt sich der-zeit in Ulm-Einsingen ab und geht der Frage nach, wie sich die Ulm/Neu-Ulmer Stromnetze den Bedingungen der Energiewende anpassen müssen. Dem Projekt hat die EU aus ihrem FP7-Rahmenprogramm Fördermittel zuerkannt. Unter dem Namen „Orpheus“ (für „Optimising hybrid energy grids for smart cities“) haben sich zusammen mit SWU und der Hochschule Ulm sieben weitere Projektpartner zusammengeschlossen. In den nächsten drei Jahren deckt der EU-Fördertopf über die Hälfte der Ulmer Projektkosten. 

„Damit wird anerkannt, dass wir zwar auf lokalem und regionalem Gebiet forschen, die gewonnenen Erkenntnisse aber sehr breiten Nutzen bringen“, freut sich Institutsleiter Professor Gerd Heilscher von der Ulmer Hochschule. In der jetzigen Förderzusage sieht er eine weitere Bestätigung seiner Arbeit. Rund 1,5 Millionen Euro Fördergelder sind in den letzten fünf Jahren nach Ulm für For-schungsprojekte unter der Leitung von Professor Heilscher aus dem Bereich Energietechnik geflossen.

Mit dem Förderprogramm „Orpheus“ will die EU die Energiewende europaweit voranbringen, und zwar länder- wie fachübergreifend. „Viele Länder forschen in Sachen Energie. Es kommt darauf an, die Ergebnisse zusammenzuführen – eine Voraussetzung dafür, dass die verschiedenen Ansätze voneinander profitieren“, so Professor Heilscher. Viele der geförderten Projekte sind daher interdisziplinär. Geforscht wird zum Beispiel an so genannten Hybridnetzen, in de-nen Strom, Erdgas und Fernwärme zusammenspielen.

Ulm/Neu-Ulm: Solarstrom wie aus neun Wasserkraftwerken

Der Name „Smart Grid“ für das Ulmer Förderprojekt leitet sich ab vom englischen „grid“, zu Deutsch Netz: Man will herausfinden, wie im Zeichen des Photovoltaik-Booms die lokalen Stromnetze künftig aktiv gesteuert werden können. „Eine in der Öffentlichkeit wenig bekannte Folge dieses Booms ist es, dass diesem Ansturm gerade die lokalen Netze in ihrer heutigen Form nicht gewachsen sind“, unterstreicht Wolfgang Rabe, Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU Netze. Denn gemacht sind die Verteilnetze ursprünglich dafür, dass der Verbraucher Energie für Herd, Waschmaschine und Compu-ter bezieht. Mittlerweile jedoch schicken immer mehr Haushalte Strom in die Leitungen hinein – selbst erzeugten Strom vom Hausdach eben. Diese Ströme „in der umgekehrten Richtung“ sind in den letzten Jahren ungeheuer angewachsen. Ende 2013 speisten 4.400 PV-Anlagen Strom in die SWU-Netze. Diese Anlagen kamen zusammen auf eine Leistung von 87 Megawatt, das entspricht neun Donau-Wasserkraftwerken von der Größe der „Böfinger Halde“. „Der Zubau von PV-Anlagen wird weitergehen. Wir werden die aktiv steuerbaren Netze also bald brauchen“, ist sich Wolfgang Rabe sicher.

Testgebiet Ulm-Einsingen und bald auch Senden-Hittistetten

Doch wie müssen solche „intelligenten Netze“ funktionieren? Welche Systeme sind geeignet, um eine dezentrale Einspeisung zu beherr-schen, die sehr stark schwanken kann? Antworten will das Projekt „Smart Grid“ finden. Als reales Forschungslabor dient der Ulmer Stadtteil Einsingen. Dort wurden umfangreiche Messreihen aufge-baut. Sie sollen verlässliche Zahlen darüber gewinnen, welchen sich fortwährend ändernden Lasten und Lastflüssen das Ortsnetz im Ver-lauf des Tages ausgesetzt ist, wenn Strom von den Haushalten gleichzeitig bezogen und in das Netz eingespeist wird. Wichtiger Partner der Forscher sind 18 Einsinger Haushalte, die Photovoltaik-Anlagen betreiben. Diese wurden mit speziellen Zählern ausgerüstet. „Feststellen konnten wir beispielsweise, dass eine einzelne dunkle Wolke die Stromerzeugung auf den Dächern für einige Augenblicke schon so stark einschränken kann, dass die Spannung im Netz messbar in die Knie geht“, beschreibt Professor Heilscher ein Zwischenergebnis. Aber auch der Stromverbrauch der Haushalte schwankt stärker, als bislang angenommen. Nächster Schritt im Pro-jekt wird sein, in einer Reihe Einsinger Haushalte solche Zähler zu installieren, die auch die Lastganglinie aufzeichnen, also anzeigen, zu welcher Uhrzeit wie viel Strom verbraucht wurde. „Haushalte, die mitmachen können, haben wir per Brief informiert und hoffen auf Rückmeldung“, sagt Florian Meier, Projektleiter von Seiten der SWU. Die Stadtwerke weiten das Projekt demnächst aus. In diesem Früh-jahr wird der Sendener Stadtteil Hittistetten zum zweiten Testgebiet. Die Anwohner werden per Brief informiert und zusätzlich zu einem Infoabend eingeladen, voraussichtlich im Februar.

Vorsorge gegen Böller: Fahrkartenautomaten sind über den Jahreswechsel außer Betrieb
19. Dezember 2013

Die SWU Verkehr trifft Vorsorge gegen „verirrte“ Silvesterböller. Vom 27. Dezember bis einschließlich Freitag, 3. Januar 2014 werden die 42 Fahrscheinautomaten an den Haltestellen entlang der SWU-Linien außer Betrieb genommen. Die Automaten sind empfindlich, speziell die eingebaute Elektronik verträgt keine Silvesterscherze. Mutwillige Beschädigungen, zum Beispiel indem Gegenstände gewaltsam in die Automaten eingeführt wurden, haben in der Vergangenheit wiederholt längere Ausfälle und teure Reparaturen verursacht. Ab Samstag, 4. Januar 2014 sind die Fahrscheinautomaten wieder betriebsbereit. Über den Jahreswechsel können Fahrkarten in den 13 Vorverkaufs-stellen und bei „SWU traffiti“ im ServiceCenter Neue Mitte gekauft werden. „SWU traffiti“ ist an Silvester von 9 bis 13 Uhr geöffnet.

Geschlossen ist auch vom 23. Dezember bis einschließlich Dreikönig die Service-Stelle „Erhöhtes Beförderungsentgelt“ im Verkehrsbetriebshof Bauhoferstraße 9 in der Weststadt. Dort können erst wieder ab Dienstag, 7. Januar nachträglich Fahrkarten vorgezeigt und Beträge über erhöhtes Beförderungsentgelt beglichen werden. Die Fristen zum Bezahlen und Vorzeigen verlängern sich um 14 Tage.

Michael Beuschlein ist neuer Geschäftsführer der SWU TeleNet
19. Dezember 2013

Der gebürtige Würzburger hat lange für große Telekommunikationsanbieter gearbeitet.

Michael Beuschlein heißt der neue Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU TeleNet GmbH. Seit 1. Dezember verant-wortet der diplomierte Nachrichtentechniker als Allein-Geschäftsführer für Technik und Kaufmännisches in dem Ulm/Neu-Ulmer Telekommunikationsunternehmen. Beuschlein war im letzten Mai vom TeleNet-Aufsichtsrat bestellt worden. Er tritt die Nachfolge von Andreas Kövi an, der zum Jahresende in den Ruhestand geht.

Michael Beuschlein ist 48 Jahre alt und stammt aus Würzburg. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Zuletzt leitete er bei der Münchner Niederlassung von Vodafone den Aufbau des Fest- und Mobilfunknetzes. Michael Beuschlein hat seinen Beruf von der Pike auf gelernt. Nach einer abgeschlossenen Lehre als Fernmeldehandwerker bei der damaligen Deutschen Post studierte er Nachrichtentechnik an der Fachhochschule Darmstadt. Er erwarb das Diplom und arbeitete ab 1992 bei der Deutschen Telekom an verschiedenen Standorten. Unter anderem leitete er das technische Controlling im sächsischen Chemnitz. Nach der Liberalisierung des Telekommunikationsmarkts wechselte Beuschlein 1999 zu Arcor und bekleidete verschiedene technische Funktionen in München und Würzburg. Als Vodafone 2009 die Firma Arcor übernahm, blieb Beuschlein an Bord und war für den Aufbau des Fest- und Mobilfunknetzes in Bayern verantwortlich.

„Das sind Erfahrungen, die mir auch in Ulm wertvoll sein werden“, sagt Michael Beuschlein, „denn Mobilfunkprodukte werden in Zukunft auch von der SWU TeleNet angeboten“. An seinem neuen Wirkungs-kreis finde er außerdem ein sehr dichtes Glasfasernetz vor. „Da wur-de in den letzten Jahren an den richtigen Stellen Geld investiert. Ulm ist auf dem richtigen Weg. Diesen Weg will ich fortsetzen“, sieht er gute Ansätze für seine Arbeit an der Spitze der SWU TeleNet. Beuschlein schätzt die kurzen Wege in seinem neuen Unternehmen. „Das empfinde ich als angenehm, schließlich habe ich lange in einem deutschlandweit tätigen Konzern gearbeitet“. Von seinen neuen Kollegen fühlt er sich sehr gut aufgenommen. „Gleich am ersten Arbeits-tag konnte ich an der TeleNet-Aufsichtsratssitzung teilnehmen. Das war ideal, um schnell in mein neues Arbeitsfeld hineinzufinden“. 

Heiligabend: Nachtbusse fahren ab 18.30 Uhr im Stundentakt
17. Dezember 2013

An Heiligabend endet auf den SWU-Linien der reguläre Betrieb gegen 18 Uhr. Dabei gilt: Die Straßenbahn sowie die Buslinien 3, 4, 5, 6 und 7 verkehren bis gegen 12 Uhr mittags nach dem Samstagsfahrplan, danach nach dem Sonntagsfahrplan, das heißt alle 15 oder alle 30 Minuten. Die Buslinie 10 fährt nachmittags nicht mehr ins Donautal. Die Linien 11 (Söflingen – Roter Berg) und 13 (Kuhberg – Eselsberg über Söflingen) fahren durchgehend im Halbstundentakt. Wann die letzten Abfahrten von welchen Haltestellen abgehen, zeigt die Übersicht. Das Anruf-Sammeltaxi „MobilSAM“ fährt an Heiligabend eben-falls nur bis gegen 18 Uhr.

An Heiligabend geht es ab 18.30 Uhr mit dem Nachtbus weiter

An Heiligabend fahren von 18.30 Uhr bis 3.30 Uhr in der Frühe die Nachtbuslinien N 1 bis N 5, N 7 und N 8 stündlich ab Ulm ZOB. Vor 1.30 Uhr ist kein Nachtbuszuschlag erforderlich. Das Nacht-Sammeltaxi „NachtSAM“ fährt an Heiligabend nicht.

Nachtbus fährt über den Jahreswechsel bis 4.30 Uhr morgens

An Silvester fahren die SWU-Linien nach dem Samstagsfahrplan. Das Anrufsammeltaxi „MobilSAM“ endet gegen 18 Uhr. Der letzte Anschluss auf den regulären SWU-Linien ist gegen 0.45 Uhr. Anschließend fahren in der Neujahrsnacht die Nachtbuslinien N 1 bis N 5, N 7 und N 8 jeweils stündlich zwischen 1.30 Uhr und 4.30 Uhr ab Ulm ZOB.

Zusätzlicher Fahrscheinverkauf am Haltepunkt Ulm ZOB

In der Silvesternacht werden Fahrscheine zwischen 1.30 Uhr und 4.30 Uhr an den Abfahrtssteigen der Nachtbuslinien des Haltepunkts Ulm ZOB zusätzlich durch stationäres Personal verkauft. Die SWU Verkehr bittet ihre Fahrgäste, auch diese Alternative für den Fahrscheinkauf zu nutzen. Das entlastet den Busfahrer, insbesondere bei großem Andrang. Die Mitarbeiter stehen in speziell gekennzeichneter Kleidung jeweils 15 Minuten vor Abfahrt der Nachtbuslinien bereit.

Energie-Geschäftsführer Jürgen Schäffner wechselt im Sommer 2014 nach Lübeck.
12. Dezember 2013

Neue Herausforderung als Allein-Geschäftsführer der Stadtwerke Lübeck GmbH. Jürgen Schäffner, seit Januar 2003 technischer Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU Energie, wechselt an die Ost-see. Die Aufsichtsräte der Stadtwerke Lübeck GmbH und der Stadt-werke-Holding GmbH haben den 49 Jahre alten Diplom-Ingenieur gestern als neuen Geschäftsführer vorgeschlagen. Der Beschluss muss noch von der Gesellschafterversammlung bestätigt werden. In Lübeck wird er Allein-Geschäftsführer der Stadtwerke und Mit-Geschäftsführer der Stadtwerke-Holding.

 „Das ist eine einmalige Chance für mich“, kommentiert Jürgen Schäffner seine berufliche Veränderung. In der Tat wird er in Lübeck neben der technischen auch die kaufmännische Verantwortung der Stadtwerke tragen – „ein Karrieresprung, den ich mit Ende vierzig einfach machen musste“. Lübeck und seine Region seien überdies ein reizvoller Tapetenwechsel. „Hier in Ulm sind es die nahen Berge, dort ist es die Küste. Von einer ehemaligen Reichsstadt wechsle ich in eine ebenso traditionsreiche und stolze Hansestadt“.

Der gebürtige Mannheimer war zum 1. Januar 2003 als Technik-Chef an die Spitze der kurz zuvor gegründeten Energietochter der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm berufen worden. Auf seine elf Ulmer Jahre blickt der Elektro-Ingenieur gerne zurück. Er habe die heutigen Strukturen und die Strategien des Unternehmens mitprägen können. Zu nennen sei beispielsweise die Gründung der Netzegesellschaft. Es sei ihm vor allem gelungen, elf neue Konzessionen zum Betreiben von Strom-und Gasnetzen im Ulm/Neu-Ulmer Umland für die SWU zu erwerben, ohne dass eine einzige Konzession verlorenging in diesem hart geführten Wettbewerb. „Die SWU Energie war sehr erfolgreich und hat viele neue Projekte realisiert, auch im Bereich der Energie-Eigenerzeugung. Zur Freude der Gesellschafter, auch wenn unser Weg in den letzten beiden Jahren schwierig geworden ist“. 


In Lübeck wird Jürgen Schäffner ebenfalls die Energieerzeugung, den Energiehandel und -vertrieb verantworten, zusätzlich den gesamten kaufmännischen Bereich mit IT, Einkauf, Marketing und Kommunika-tion. Der Zuwachs an Kompetenzen zeigt sich auch darin, dass er in der Stadtwerke-Holding die Finanzen, die Konzern-Finanzsteuerung und die Konzern-Strategie führen wird. Was die Energie-Erzeugung anbelangt, sitzen die Lübecker und die Ulm/Neu-Ulmer Stadtwerke übrigens in einem Boot. Beide Unternehmen sind an dem vor kurzem in den Dauerbetrieb gegangenen Trianel-Kohlekraftwerk im westfäli-schen Lünen beteiligt. „Schon auf diesem Weg werde ich den Kontakt zu den Schwaben nicht verlieren“, sagt Jürgen Schäffner.

Beladen wie der Weihnachtsmann? Der SWU-Gepäckbus sorgt für Entlastung.
04. Dezember 2013

Gelassen bummeln und die Weihnachtseinkäufe erledigen, ganz unbeschwert. Besucher der Ulmer City können das wörtlich nehmen: An den Adventssamstagen können sie ihre Einkäufe im SWU-Gepäckbus in der Fußgängerzone deponieren – von der Stehlampe bis zu den neuen Skiern. Diesen Service bietet die SWU Verkehr kostenlos an. Der Gepäckbus steht von 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr an der Einmündung Bahnhofstraße/Wengengasse bereit. Dort erwarten SWU-Auszubildende die Einkaufsbummler. Die aufbewahrten Päck-chen sind versichert. 

Bahnverkehr Weißenhorn - Senden: Strecke ist betriebsbereit.
03. Dezember 2013

Sachverständige geben grünes Licht nach erfolgreicher technischer Abnahme. Derzeit Testfahrten.

Der Wiederaufnahme des Schienen-Personenverkehrs zwischen Weißenhorn und Senden steht nichts mehr im Weg. Am 28. November hat ein Sachverständigenteam von Herstellern, Deutscher Bahn und SWU Verkehr die technischen Einrichtungen abschließend freigegeben. Begleitet wurde das Team von Mitarbeitern der bayerischen Landeseisenbahn-Aufsicht. „Vier Tage lang wurden sämtliche Details der modernisierten Strecke auf ihre Funktions-tüchtigkeit geprüft. Das Ergebnis lautet: die Strecke ist in vollem Umfang betriebsbereit“, erklärt Jörg Zeeb von der SWU Verkehr, der als Projektleiter die Modernisierung koordinierte. 

Rund neun Monate Arbeit und rund 10 Millionen Euro Investitionen stecken in dem Projekt. Angefangen hat es im Februar 2013, als an einigen Streckenabschnitten Bäume gerodet werden mussten. Es folgten die Herrichtung des Gleisbetts und dessen Entwässerungs-systems, der Bau der vier Haltepunkte und neun Bahnübergänge, die Ausstattung der Übergänge mit der Sicherungstechnik und der Bau der Park-and-Ride-Plätze in Witzighausen und Wullenstetten. Kleinere Restarbeiten an den Bahnsteigen und P+R-Plätzen werden bis 13. Dezember erledigt sein.

Aufgepasst am Bahnübergang: Rotlicht und Schranke anstatt Warnsignal der Lok

Besondere Aufmerksamkeit schenkten die Prüfer der Leit- und Siche-rungstechnik an den Bahnübergängen. Die Prüfer nahmen dazu auch das elektronische Stellwerk im Bahnhof Senden unter die Lupe. Es spielt für die Sicherung der Strecke eine wichtige Rolle. Schließlich dürfen die Personenzüge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde zwischen Senden und Weißenhorn fahren. Voll in Betrieb sind seit Ende letzter Woche die neun Bahnübergänge. Das heißt: Heraneilende Züge werden durch aufleuchtendes Rotlicht angekündigt, gleichzeitig beginnen sich die Schranken zu schließen. „Fußgänger, Radler und Autofahrer sollen sich schnell mit dieser neuen Verkehrssituation vertraut machen, denn die Züge kündigen sich nicht mehr durch laute Warnsignale an“, weist Jörg Zeeb auf einen Lerneffekt hin. In den nächsten Tagen macht der Zugbetreiber, die DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH (RAB), Test- und Schulungsfahrten. „Ein Grund mehr für Spaziergänger, die Gleise ausschließlich an den Übergängen zu queren. Alles andere wäre lebensgefährlich“, warnt Zeeb.

Festakt zur Wiedereröffnung am 14. Dezember in Weißenhorn

Feierlich eröffnet wird der Personenverkehr am Samstag, den 14. Dezember. Im Rahmen des Festakts im Weißenhorner Bahnhof (Beginn ist um 10 Uhr) verkehren auch die ersten Züge. Start des regulären Schienenverkehrs ist wie geplant tags darauf am 15. De-zember. Dann wird es nach 47 Jahren wieder eine direkte Schienen-verbindung von Weißenhorn über Senden nach Ulm geben. Seit 26. Juni 1966 waren nur noch Güterzüge verkehrt. „Der Weißenhorner“, so der Name der reaktivierten Verbindung, verkehrt stündlich in bei-den Richtungen, an sieben Tagen die Woche. Rund 25 Minuten dauert eine Fahrt.

Leitungsarbeiten in der Söflinger Kapellengasse: Bushaltestelle wird kurzzeitig verlegt.
28. November 2013

In der kommenden Woche sind in der Söflinger Kapellengasse die Leitungsbauer am Werk. Von Montag, 2. bis Mittwoch, 4. Dezember verlegt der Bautrupp einen Erdgas-Hausanschluss für das Gebäude Kapellengasse 29. Dazu wird in Höhe der Eisdiele ein etwa zwei mal zwei Meter großer Graben ausgehoben. Damit der Verkehr dem ausweichen kann, muss die gegenüberliegende Bushaltestelle um etwa 100 Meter nach Norden verlegt werden. Fahrgäste der Linien 11 und 13 steigen in Fahrtrichtung Gleißelstetten beziehungsweise Kuhberg in Höhe des Gemeindeplatzes ein oder aus.

Strompreise 2014: In der Grundversorgung bleibt der Preis stabil
14. November 2013

SWU gibt die gestiegenen gesetzlichen Umlagen nur teilweise an ihre Kunden weiter.

Der Gesetzgeber hat die Umlagen und Abgaben, die auf dem Strompreis lasten, zum 1. Januar 2014 erhöht. Dies wirkt sich auf die SWU-Stromkunden unterschiedlich aus. Während der Preis für die rund 44.000 Kunden in der Grundversorgung unverändert bleibt, bezahlen die rund 92.000 Kunden in den Vertragsarten „SWU SchwabenStrom“ und „SWU NaturStrom“ ab Januar für die Kilowattstunde 0,937 Cent brutto mehr. „In der Kalkulation für die grundversorgten Kunden konnten wir die höheren gesetzlichen Um-lagen mit Vorteilen aus dem Energieeinkauf verrechnen. Unter dem Strich heben sich die Belastungen und Entlastungen auf“, sagt SWU Geschäftsführer Matthias Berz. Die grundversorgten Kunden beziehen ihren Strom ausschließlich in den Netzen der SWU in Ulm, Neu-Ulm und Umgebung.

Strom in laufzeitgebundenen Verträgen wird nur wenig teurer

Anders dagegen gestaltet sich die Preisberechnung für die übrigen Kundengruppen. Diese beziehen den Strom größtenteils in fremden Netzen und mit festen Vertragslaufzeiten. In seinem über weite Teile Süddeutschlands ausgedehnten Liefergebiet muss der SWU-Vertrieb sehr unterschiedliche Entgelte für die Netznutzung bezahlen. Es sind etwa 200 Netzbetreiber zu berücksichtigen. Diese geben ihre Entgelte für 2014 erst kurz vor oder sogar nach dem Jahreswechsel bekannt. In den an Laufzeiten gebundenen Verträgen wie „SWU Schwaben-Strom“ jedoch lassen sich die Preise nicht kurzfristig anpassen. „Solche Risiken müssen wir in unserem Preis berücksichtigen“, erklärt Matthias Berz, „daher war es nicht möglich, an diese Kundengruppen Vorteile aus der Strombeschaffung weiterzugeben“. Zumindest nicht sofort, denn Berz kündigt für 2014 neue Angebote an. „Sobald alle Netzbetreiber ihre Preisblätter veröffentlicht haben, unterbreiten wir unseren Kunden verbesserte Angebote. Sie sollen davon noch vor dem Auslaufen ihrer jeweiligen Verträge profitieren“. Die Preisanpassung in den Verträgen „SWU SchwabenStrom“ und SWU NaturStrom“ entspricht exakt dem Betrag, um den die gesetzlichen Umlagen und Abgaben ab 1. Januar ansteigen werden. Im Liefergebiet Ulm/Neu-Ulm ergeben sich für einen typischen Haushalt mit einem Verbrauch von 3.000 Kilowattstunden monatliche Mehrkosten von 2,34 Euro, das sind 3,3 Prozent.

Erdgaspreise: Ab Januar rund 1 Euro mehr im Monat in der Grundversorgung.
14. November 2013

Preise für Heizgaskunden bleiben 2014 dagegen unverändert

Nach über drei Jahren Preisstabilität erhöht die SWU Energie zum 1. Januar 2014 den Erdgaspreis für einen Teil ihrer Kundschaft. Die Anpassung betrifft die rund 5.800 Haushalte in der so genannten Grundversorgung. Diese Kundengruppe – sie macht ein Viertel der SWU-Erdgaskunden aus – bezahlt künftig 0,27 Cent brutto mehr für die Kilowattstunde (kWh). Um diesen Betrag sind in der Grundversorgung die Erdgas-Beschaffungskosten für 2014 angestiegen. Der Grundpreis bleibt unverändert.

Für einen typischen Haushalt der Grundversorgung mit einem Jahres-bedarf von 4.500 kWh ergeben sich aus der Preisanpassung Mehrkosten von rund 1 Euro im Monat. Im Schnitt liegt die Erhöhung bei etwa drei Prozent. Die letzte Gaspreis-Anpassung war zum 1. Oktober 2010 erfolgt. Die Preise in den Heizgas-Sonderverträgen wie zum Beispiel „SWU SchwabenGas Fix“ bleiben dagegen stabil. Ab einem Verbrauch von etwa 8.000 kWh ist es für einen Erdgaskunden günstiger, von der Grundversorgung in einen Sondervertrag zu wechseln.

Erdgas Tarif „Grundversorgung“, gültig ab 1. Januar 2014

kWh
netto
in Cent
kWh
brutto
in Cent
Grundpreis
brutto/Jahr
in EUR
Jahresendpreis
brutto in EUR
für 4.500 kWh
Veränderung in EUR und in %
Grundversorgung
Tarif I (von 2.168 bis 5.789 kWh/Jahr)
6,798,0854,76418,36+12,15 EUR
+ 3,0 %

Der Vertrag „Grundversorgung“ ist mit zweiwöchiger Frist kündbar.

 

 

Mit dem Nikolaus auf Fahrt im SWU-Oldtimer
14. November 2013

Geschenkidee der Eltern wird erfüllt.

Nikolausüberraschung einmal anders. Statt mit dem Schlitten reist Knecht Ruprecht mit der Straßenbahn – und die Beschenkten reisen mit. Am 30. November und 7. Dezember können Eltern ihren Kin-dern das Nikolausgeschenk im historischen Straßenbahnwagen der SWU Verkehr überreichen lassen. Der Nikolaus steigt „zufällig“ bei einer Sonderfahrt des Combino-Vorgängers GT 4 ein und spricht jedes Kind persönlich an.

Damit die Kinder das richtige Präsent bekommen, ist die Anmeldung bei „SWU traffiti“ im Service-Center Neue Mitte erforderlich. Eltern kaufen dort die Sonderfahrt zum Preis von 5 Euro und geben gleichzeitig ihr Geschenk ab. Dafür ist eine kurze, selbst verfasste Widmung nützlich. Diese Widmung liest der Nikolaus dem beschenkten Kind aus seinem „Goldenen Buch“ vor. Die Teilnehmerzahl ist pro Fahrt auf 50 Personen begrenzt. Es sind zwei Fahrten an jedem Termin erstmals geplant (siehe Fahrplan).

Die gelbe Straßenbahn, ein Modell aus den Sechzigerjahren, startet jeweils um 15.25 Uhr an der Endhaltestelle Söflingen. Dort beginnt um 16.45 Uhr auch die zweite Fahrt. Fahrgäste mit ihren Kindern können außerdem am Ehinger Tor, Hauptbahnhof, Theater, Willy-Brandt-Platz und an der Donauhalle zusteigen. Der Nikolaus steigt jeweils am Theater zu. Die Tram fährt eine komplette Runde bis zur Donauhalle und zurück. Die Veranstaltung endet gegen 16.30 Uhr beziehungsweise 18 Uhr. Für das leibliche Wohl an Bord ist gesorgt, mit Glühwein, Kinderpunsch und Lebkuchen.

Info

Anmeldeschluss bei „SWU traffiti“ im Service-Center Neue Mitte ist Mittwoch, 20. November (für die erste Fahrt am 30.11.) beziehungsweise Mittwoch, 27. November (für die Fahrt am 7.12.). Die Nikolaus-Sonderfahrkarte kostet 5 Euro. Im Preis enthalten sind Lebkuchen und heiße Getränke, nicht jedoch die Geschenke. 

Abfahrtszeiten am 30. November und 7. Dezember für beide Fahrten: Söflingen Endhaltestelle 15.25 und 16.45 Uhr, Ehinger Tor 15.37 und 16.57 Uhr, Hauptbahnhof 15.41 und 17.01 Uhr, Theater 15.44 und 17.04 Uhr, Willy-Brandt-Platz 15.48 und 17.08 Uhr, Donauhalle 15.53 und 17.13 Uhr.

 

 

Warum investiert die SWU trotz Energiewende in Kohlekraftwerke?
22. Oktober 2013

Der Ausstieg aus der Kernenergie und der Ausbau der nachhaltigen Energieerzeugung sind richtig. Allerdings ist die Umstellung ein länger andauernder Prozess, für den Brückentechnologien notwendig sind.

Der überaus erfolgreiche Ausbau von Windkraftwerken und Solaranlagen führt zu einer volatilen Stromeinspeisung in das Versorgungsnetz ein. Das bedeutet, dass die Energieversorgung zunehmend von der schwankenden Wetterlage abhängig ist. Ergänzende wetterunabhängige Kraftwerke sind daher unverzichtbar, denn sie können dann einspringen, wenn gerade keine Sonne scheint und kein Wind weht. Damit tragen sie zur Aufrechterhaltung der regionalen Versorgungssicherheit bei und ermöglichen den geplanten Kernenergieausstieg bis 2022.

Allerdings werden älteren Kohlekraftwerken mangelnde Effizienz und hohe Umweltbelastungen vorgeworfen. Das 2013 fertiggestellte Kohlekraftwerk Lünen (5,3% SWU-Beteiligung), ist mit moderner und effizienter Kraftwerkstechnologie ausgestattet, weshalb es einen überdurchschnittlich hohen Wirkungsgrad erreicht. Dadurch ist es CO2-ärmer als ältere vergleichbare Anlagen. Ergänzend dazu ist das Kraftwerk bereits mit der „CCS-ready-Technik“ versehen. Das CCS-Verfahren wird es möglich machen, das produzierte CO2 größtenteils zu isolieren, zu komprimieren und zu lagern. Sobald die Entwicklung dieser Technik komplett abgeschlossen ist, kann das Kraftwerk damit technisch aufgerüstet werden.

Hoher Wirkungsgrad spart Kohle

Der benötigte Rohstoff Kohle ist nicht unbegrenzt verfügbar, und sollte sparsam und sinnvoll eingesetzt werden. Daher ist es wichtig moderne Kohlekraftwerke, wie das in Lünen, zu betreiben. Anders als Kraftwerke der vorherigen Generation können diese aufgrund ihres überdurchschnittlich hohen Wirkungsgrades die gleiche Energiemenge aus weniger Kohle erzeugen. Damit leistet die Stromerzeugung aus Kohle in fortschrittlichen Kraftwerken einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende.

Kohlekraftwerk Lünen stärkt die Region

Schließlich stärken Projekte wie das Kohlekraftwerk Lünen auch regionale Anbieter im Wettbewerb, wie unter anderem Stadtwerke. „Auch die SWU macht sich mit ihrem erweiterten Erzeugungsportfolio unabhängiger von anderen Erzeugern. Wir sind davon überzeugt, dass die konventionelle Energieerzeugung nicht allein den Großen überlassen werden sollte.“, so Matthias Berz, Geschäftsführer der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH.

Straßenlaterne kaputt? Meldung eines Defekts jetzt online möglich.
04. Oktober 2013

Störungen oder Ausfälle der Straßenbeleuchtung in Ulm und Neu-Ulm können von Bürgerinnen und Bürgern ab sofort auf der Unternehmenswebseite der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm gemeldet werden. Das Tool zur Meldung defekter Straßenbeleuchtung ist unter www.swu.de (Rubrik Privatkunden/Service) zu finden. Eine Meldung erfolgt in drei Schritten: Im ersten muss die Position der betroffenen Leuchtanlage auf einer Karte bestimmt werden. Ein Suchfeld erleichtert das Finden. Die genaue Position wird mit einem Pin per Mausklick markiert. Schließlich folgt ein Formular, in dem lediglich die Art der Störung und die Kontaktdaten des Melders, für eventuelle Rückfragen, ergänzt werden müssen. Nach wie vor kann eine defekte Straßenleuchte auch telefonisch bei der SWU unter 0731 166-1971 gemeldet werden.

Die SWU betreibt im Auftrag der Städte Ulm und Neu-Ulm gut 25.000 Leuchtstellen. Mitarbeiter der SWU Netze überprüfen regelmäßig die Straßenbeleuchtung in den betreuten Kommunen. Sollte dennoch ein Defekt beobachtet werden, kann dieser aufgrund der aktiven Meldung schneller als üblich behoben werden. Die SWU bedankt sich schon im Vorfeld für die Mithilfe und Unterstützung aus der Bevölkerung.

Energiewende: Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Leipheim sichert die Stromversorgung von Morgen
30. September 2013

Der Bau des Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) Leipheim würde sich unter den aktuellen Strommarktbedingungen nicht lohnen. Dennoch hält die SWU daran fest und ist überzeugt, dass die Politik die Rahmenbedingungen ändern wird, um die Stromversorgung nachhaltig zu sichern.

Die Energiewende wird nicht allein durch Windräder und Solarzellen gelingen. Diese nachhaltigen Erzeugungsmethoden gefährden auf sich allein gestellt die Netzstabilität, da diese nur unter bestimmten Wetterbedingungen Strom produzieren können. Ein GuD-Kraftwerk, so auch das in Leipheim, kann durch seine besonderen technischen Merkmale äußerst flexibel auf die Schwankungen der Wind- und Sonnenstromproduktion reagieren. Damit können diese Kraftwerke Spannungsschwankungen ausgleichen und sind die idealen Partner der erneuerbaren Energie.
Speziell in der süddeutschen Region kann es nach der Abschaltung des Kernkraftwerks in Gundremmingen in 2017 und 2021 in Engpasssituationen zu Unterbrechungen der Stromversorgung kommen. Insbesondere zu sonnen- und windarmen Zeiten wird das GuD-Kraftwerk in Leipheim die Versorgungslücken schließen müssen.

Hoher Wirkungsgrad und mehr Effizienz

Die Technik eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks zeichnet sich durch seinen überdurchschnittlich hohen Wirkungsgrad von über 60% aus. Dies hat zur Folge, dass mit vergleichsweise geringer Brennstoffzufuhr, in diesem Fall mit dem Brennstoff Gas, mehr Energie erzeugt werden kann. Außerdem wird das GuD Leipheim in der Lage sein mit Wind- bzw. Solargas betrieben zu werden. Dieses entsteht bei der Umwandlung durch Elektrolyse und Methanisierung von überschüssig produziertem Strom aus Wind- oder Solaranlagen. Aktuell ist dieser Prozess nur in kleinen Mengen möglich, jedoch wird dessen Herstellung in der Zukunft auch im großtechnischen Maße möglich werden. Das macht das SWU-Kraftwerk zunehmend unabhängiger von im Ausland geförderten Gasvorkommen. Die hohe Effizienz der geplanten Technik, sowie die teilweise Verwendung von CO2 neutralem Gas ermöglicht damit eine unterbrechungsfreie Stromversorgung bei minimalster CO2 Belastung.

Kein Bau ohne neues Strommarktdesign

Dennoch wird es ohne eine Änderung der politischen Rahmenbedingungen und einer Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetztes keinen Baubeschluss geben können. Zuerst bedarf es eines neuen Strommarktdesigns, das sicherstellt, dass auch Gas- und Dampfturbinenkraftwerke rentabel arbeiten können. Doch bis es soweit ist, wird das Projekt bereits seit November 2012 langsamer vorangetrieben, als ursprünglich geplant. Dabei werden die benötigten Genehmigungen nicht mehr parallel, sondern zeitlich versetzt getätigt, um dennoch den geplanten Standort des GuD Leipheim zur Baureife weiterzuentwickeln. Die weitergeführte, wenn auch „entschleunigte“ Projektierung und das Festhalten an diesem Projekt geschieht aus zwei Gründen: Zum einen dauert die Genehmigung und Realisierung eines solchen Kraftwerkes in aller Regel sechs Jahre. Sollten sich die politischen Rahmenbedingungen ändern, ist die SWU für die schnelle Umsetzung bereits gerüstet. Zum anderen komplettiert das Kraftwerksprojekt in Leipheim den Erzeugungspark der SWU und ist zugleich ein für die Energiewende unverzichtbarer Bestandteil.

Hochwasser erfordert zweite Baggerung von 45.000 Tonnen Donaukies
25. September 2013

Bereits im Frühjahr beförderte die SWU 55.000 Tonnen Donaukies aus der Donau. Doch das diesjährige Hochwasser im Juni spülte erneut große Mengen Kies auf die Schopperplätze beim Edwin Scharff-Haus. Ab dem 30. September 2013 wird die SWU das überschüssige Materi-al ausbaggern und abtransportieren, um den Hochwasserabfluss in diesem Bereich zu gewährleisten. Schließlich gehören diese Arbeiten zu den Unterhaltspflichten der SWU, die an der Böfinger Halde ein großes Wasserkraftwerk betreibt. Die Kiesbaggerung wird voraussichtlich Ende November abgeschlossen sein.

Die Kiesbank beim Edwin-Scharff-Haus ist durch die großen Wasser-massen des Hochwassers auf rund 350 Meter Länge und 30 Meter Breite angewachsen. Am Montag, 30. September rücken die Bagger an und häufen innerhalb von zehn Tagen in der Donau eine Fahrstraße für die Laster auf. Die Kiesabfuhr beginnt voraussichtlich Mitte Oktober. Ab dann werden täglich bis zu 100 Kipperladungen Kies über das Jahnufer und die Dammstraße abgefahren. Der Kies kommt auf eine Deponie nach Donaustetten, wo er für die Verwendung im Beton- und Straßenbau aufbereitet wird. Für das Ausbaggern wendet die SWU rund 60.000 Euro auf.

Sichere Fahrt: trotz Behinderung unterwegs mit Bus und Straßenbahn
24. September 2013

Am Dienstag, 17. September 2013 konnten Sehbehinderte und Rollstuhlfahrer Bus und Straßenbahnfahrzeuge erkunden. Der Workshop vermittelte wichtige Tipps und gab den Teilnehmern mehr Selbstvertrauen bei der ÖPNV-Nutzung.

Die Stadt Ulm initiierte zusammen mit der SWU Verkehr diesen Workshop, an dem 13 Sehbehinderte und zwei Rollstuhlfahrer teilnahmen. Von 9.45 Uhr bis 10.45 Uhr gab es an der Haltestelle „Ostpreußenweg“ wertvolle Erkenntnisse zum sicheren Umgang mit Bus und Straßenbahn. Die Teilnehmer wurden von örtlichen Blinden- und Rollstuhlverbänden auf dieses Projekt aufmerksam gemacht.

Die Haltestelle „Ostpreußenweg“ bot für die Aktion zwei wesentliche Vorteile. Die Bordsteinhöhe ermöglicht dort, wie auch an jeder anderen Straßenbahnhaltestelle in Ulm und Neu-Ulm, einen barrierefreien Zustieg in das Straßenbahnfahrzeug. Zudem hat dort jeder Zug eine Standzeit von acht bis neun Minuten. Zeit genug das Fahrzeuginnere auch auf eigene Faust zu erkunden. Eine wichtige Besonderheit ist die Position der blauen Halteknöpfe. Diese besonders niedrig angebrachten Knöpfe öffnen die Tür länger als normal. Auch die Gegensprechanlage wurde für den absoluten Notfall getestet. Schließlich erklärte Jürgen Späth (Leiter Schienenfahrzeuge, SWU Verkehr), dass Rollstuhlfahrern feste Plätze in Bussen und Straßen haben zur Verfügung stehen. Auf diese hat der Rollstuhlfahrer (ohne Motorenantrieb) noch vor Radfahrern und Rollatoren ein Anrecht.

Für den zweiten Teil des Workshops wurde von der SWU Verkehr ein Extra-Bus zur Verfügung gestellt. Unter der Anleitung des Werkstattmitarbeiters Peter Schatz erkundeten die Teilnehmer die Innen-räume des Fahrzeugs. Eine Besonderheit stellt die in den Fahrzeugboden eingelassene Rollstuhlrampe dar. Diese kann bei Bedarf von Begleitpersonen oder anderen Fahrgästen selbstständig aus-geklappt werden.

Andreas Ceder (Leiter Vertrieb und Kommunikation, SWU Verkehr) zeigt sich von der positiven Resonanz dieser Veranstaltung begeistert: „Der öffentliche Nahverkehr ist für alle da. Dieser Workshop trägt dazu bei, dass dies eingehalten werden kann. Es war beein-druckend zu sehen, wie diese behinderten Menschen trotz ihres Handycaps auf eigene Faust die Fahrzeuge inspiziert und vieles dabei gelernt haben. Wir werden diesen Workshop nächstes Jahr auf jeden Fall wieder anbieten.“

Azubis 2013: SWU bildet 18 Schulabgänger aus
20. September 2013

In den nächsten 2,5 bis 3,5 Jahren werden diese jungen Menschen Einblick in viele verschiedene Abteilungen und Bereiche der SWU erhalten und in Verbindung mit der Berufsschule die erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten für ihren Wahlberuf erlernen. 

Am 3. September begannen 18 Schulabgänger ihre Ausbildung bei der SWU. Die 7 weiblichen und 11 männlichen Auszubildenden decken damit acht verschiedene Berufsbilder in den SWU-Unternehmensbereichen Verkehr, Energie oder Telekommunikation ab. Der Startschuss fiel mit der viertägigen Willkommensphase. Diese wird von der Begrüßung durch die Geschäftsführung eröffnet und beinhaltet zudem eine Vorstellungsrunde, Informationsvorträge, teambildende Maßnahmen und ein Rundgang durch die einzelnen Fachbereiche und Abteilungen. Außerdem erhält jeder seine entsprechende Arbeitskleidung, Parkmarken, Ausweispapiere und natürlich ein persönliches Paar grüne SWU-Schuhe.

Die 18 Azubis erlernen die Berufe Büro-, Industrie- und Informatikkauf-frau/-mann, Elektroniker/-in für Betriebstechnik, Industriemechaniker/-in, IT-Systemelektroniker/-in aber auch Kraftfahrzeugmechatroniker/-in. Ein Student wird zudem seinen Bachelor of Engineering im Rahmen des „Ulmer Modell“ erwerben. Dieses Studium zeichnet sich durch eine enge Verknüpfung der gewerblichen Ausbildung bei der SWU mit dem Studium an der Hochschule Ulm aus. Dazu wird der Student seine praktischen Erfahrungen hauptsächlich in der SWU TeleNet GmbH sammeln.

Die Bewerbungsfrist für Ausbildungsplätze in den verschiedenen SWU-Unternehmensbereichen im nächsten Jahr hat bereits geendet. Da das Auswahlverfahren für 2014 schon angelaufen ist, können die Bewerber noch dieses Jahr mit einer Rückmeldung rechnen.

Ein Kaffee für den guten Zweck
16. September 2013

Am 20. September findet vor dem ServiceCenter Neue Mitte eine Spendenaktion anlässlich des Tags des Kaffees statt.

Zum achten Mal wird dieses Jahr deutschlandweit der Tag des Kaffees ausgerichtet. Nach dem großen Erfolg der letzten Male stellt die SWU zusammen mit der Firma Dallmayr und der Neu-Ulmer Konditorei Dreihäupl eine Spendenaktion auf die Beine. Die Aktion folgt dem Motto „Kaffee trinken und Gutes tun“, da sämtliche Spenden dem Ulmer Förderkreis für tumor- und leukämiekranke Kinder Ulm zugutekommen. 

Von 9.00 bis 17.00 Uhr werden auf dem Hans-und-Sophie-Scholl-Platz vor dem ServiceCenter Neue Mitte (Neue Straße 79) kostenlos Kaffeespezialitäten ausgeschenkt. Für eine süße Beigabe sorgt die Konditorei Dreihäupl aus Neu-Ulm.

„Bähnle“: Die Gleise sind saniert.
02. September 2013

Ab 9. September fahren die Güterzüge wieder. SWU mahnt zu besonderer Vorsicht an den Bahnübergängen. Die Arbeiten liegen im Zeitplan.

Die Gleissanierung auf der Bahnstrecke zwischen Weißenhorn und Senden ist so gut wie abgeschlossen, die ersten Züge können rollen. Den Anfang macht der Güterverkehr. Ab Montag, 9. September verkehren wieder wie gewohnt Güterwaggons auf der rund neun Kilometer langen Strecke. Der Güterverkehr hat denselben Umfang wie zuvor, das heißt pro Tag werden es zwei bis vier Züge sein, die zwei Firmen im Weißenhorner Industriegebiet bedienen. „Wir können das Kapitel Gleise im Rahmen der Streckenertüchtigung termingerecht abschließen“, sagt Jörg Zeeb, der Projektverantwortliche bei der SWU Verkehr.

Seit Anfang Juni waren die Bahnübergänge modernisiert, das Gleisbett gereinigt und fehlender Schotter aufgefüllt worden. Das Gleisbett musste stellenweise wieder auf die richtige Höhe gebracht und neu ausgerichtet werden. „Im Lauf der Jahrzehnte hatte sich das Gleis gesetzt, totes Laub hatte Humus gebildet und den Schotter durchsetzt“, berichtet Jörg Zeeb. Als erstaunlich gut befand der Ingenieur den Zustand der Gleise. „Es mussten auf den rund neun Kilometern Gesamtlänge nur rund 500 Meter Schiene ersetzt werden“. In den letzten zwei Wochen war eine Stopfmaschine im Einsatz, um den Gleisschotter zu ergänzen und zu stabilisieren. Die Arbeiten konzentrieren sich nun auf die Haltepunkte und die Einrichtung der neuen Signal- und Sicherungstechnik entlang der Strecke. Der Bau der Haltepunkte Bahnhof Weißenhorn und Witzighausen ist etwa zur Hälfte geschafft, diejenigen in Weißenhorn-Eschach und Wullenstetten-Heerstraße werden im Lauf des Septembers begonnen.

Vorsicht, Bahnübergang! Streckenposten sichern in Witzighausen und Eschach.

Zwischen Weißenhorn und Senden gibt es neun Bahnübergänge, „alle werden in den nächsten Monaten mit Schrankenanlagen ausgerüstet werden“, kündigt Jörg Zeeb an. Das war bislang nur in Eschach so. Schon beendet ist an allen Übergängen der Tiefbau: Die Wege über die Gleise wurden verbreitert, damit Pkw und Laster die Schienen zügig überqueren können und in diesem Bereich keine Staus entstehen. Da die Schranken plus das zugehörige Sicherungssystem aber noch nicht betriebsbereit sind, mahnt Jörg Zeeb zur besonderen Vorsicht an den Bahnübergängen: „Denn während die neue Sicherungstechnik aufgebaut wird, muss die bisherige Sicherung durch Rotlicht in Eschach und Witzighausen außer Betrieb genommen werden. Autofahrer und Passanten sollten daher mit besonderem Respekt auf das Andreaskreuz zufahren und aufmerksam auf die Warnsignale der Lok hören, auch an den Feldwegen“. Die beiden besonders verkehrsreichen Schienenübergänge werden in der Bauphase durch Posten gesichert: die Illerberger Straße in Witzighausen und der Übergang Daimlerstraße in Eschach. Dort hält der Güterzug vor dem Übergang an. Die auf der Lok mitfahrenden Streckenposten steigen aus und halten den Verkehr an, während der Zug langsam den Bahnübergang passiert. Das ist eine Übergangslösung. „Ende November steht das komplette System, dann sichern Schranken alle neun Übergänge ab“, sagt Jörg Zeeb.

Rund 10 Millionen Euro Investitionen

Rund zehn Millionen Euro kostet es, um die Strecke für den Personenverkehr herzurichten. Acht Millionen Euro trägt die SWU Verkehr, die restlichen zwei Millionen übernehmen der Freistaat sowie die Städte Weißenhorn, Vöhringen und Senden als Eigenanteil. Die Investitionssumme umfasst die Gleisertüchtigung, den Bau und die Sicherung der Übergänge, die Signaltechnik, den Neu- und Ausbau der vier Haltepunkte und die Schaffung der beiden Park-and-Ride-Flächen in Wullenstetten und Witzighausen „Wir halten die veranschlagten Kosten ein“, sagt Jörg Zeeb.

Gleisabschnitte der Linie 1 werden erneuert
09. August 2013

Wie bereits die Jahre zuvor, werden ab Montag, den 12. August 2013 mehrere Gleisabschnitte der Straßenbahnlinie 1 im Stadtgebiet ausgebessert.

Die betroffenen 30 bis 50 Meter langen Streckenabschnitte befinden sich an der Endschleife in Söflingen, auf der Höhe Xinedome, in der unteren Olgastraße und bei der Querung Thalfinger Straße. An diesen Stellen muss die durch kontinuierliche Nutzung schadhaft gewordene Schienenauflagerung erneuert werden. Die Arbeiten finden Montag bis Freitag jeweils abends bzw. nachts statt und werden ungefähr 10 Tage dauern. Die Linie 1 wird für die Dauer der Reparaturen ebenfalls Montag bis Freitag von 21 Uhr bis Betriebsschluss mit Schienenersatzverkehr durch Busse gefahren.

Fahrgäste müssen keine merklichen Einschränkungen hinsichtlich angefahrener Haltestellen oder Pünktlichkeit hinnehmen. Lärmbelästigungen hingegen sind für die Anwohner leider nicht zu vermeiden. Ebenfalls kann es zeitweise zu Einschränkungen bei der Verkehrsführung kommen. Die SWU bittet betroffene Anwohner und Verkehrsteilnehmer dahingehend um Verständnis.

Jörg Zeeb, zuständig für die Gleisanlagen bei der SWU Verkehr erklärt, warum diese Arbeiten notwendig sind: „Häufiges Anfahren und Bremsen der Straßenbahn belastet die mittlerweile 20 bis 30 Jahre alte Schienenlagerung. Insbesondere sind Kurven starken Wirkungskräften ausgesetzt. Wir überprüfen den Zustand der Gleise regelmäßig und setzen, sofern nötig, Instandhaltungsarbeiten an“.

Baufortschritt Bahnstrecke Senden-Weißenhorn
08. August 2013

Ab dem 12. August schreitet die Ertüchtigung der Bahnstrecke Senden–Weißenhorn durch den Einsatz von Großbaumaschinen stark voran.

Nach der Ertüchtigung der Bahnübergänge und den vorbereitenden Arbeiten entlang der Bahnstrecke Senden–Weißenhorn wird ab dem 12. August 2013 bis voraussichtlich 13. September 2013 auf der kompletten Strecke der Gleiskörper ertüchtigt. Dazu ist der konsolidierte Einsatz von Großmaschinen erforderlich. Einige der angesetzten Arbeiten müssen witterungsbedingt und baubetrieblich auch nachts durchgeführt werden. Darunter fällt beispielsweise die Verschweißung und Verspannung der Schienen, die wegen Ihrer Ausdehnung bei Hitze nur in den kühleren Nachtstunden durchgeführt werden können. Da die Spezialmaschinen bundesweit angefordert werden und stets verplant sind, lassen sich auch Einsätze an Sonn-tagen nicht vermeiden.

Die geplanten Oberbauarbeiten umfassen die Aufbereitung und das Auffüllen des Gleisschotters, das durchgängige Verschweißen und Verspannen der Schienen sowie das abschließende Stopfen und Regulieren des Gleises. Wegen dieser abschnittsweise durchgeführten Arbeiten müssen die einzelnen Bahnübergänge stundenweise gesperrt werden. Im Zeitraum der Baumaßnahmen ist zudem stundenweise und nur jeweils an einzelnen Tagen mit einem erhöhten Lärmpegel zu rechnen. Die SWU Verkehr GmbH bittet betroffene Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis.

Sonderfahrplan Linie 1 zum Einstein-Triathlon am 28. Juli 2013
24. Juli 2013

Am Sonntag, den 28. Juli 2013 verkehren die Straßenbahnen der Linie 1 voraussichtlich von 10 bis 15.30 Uhr aufgrund von Gleis- und Straßensperrungen nur zwischen Söflingen und Donaustadion.

Zwischen Hauptbahnhof und Böfingen wird ein Schienenersatzver-kehr (SEV) eingerichtet, der über die Haltestellen Willy-Brandt-Platz und Safranberg verkehrt. Die Haltestellen Wohnpark Friedrichsau, Donauhalle, Eugen-Bolz-Straße und Alfred-Delp-Weg können in diesem Zeitraum nicht bedient werden, da sie weder von Straßen-bahnen noch von Bussen erreicht werden können.

Der Schienenersatzverkehr ab Böfingen fährt jeweils 3 Minuten vor den im Normalfahrplan der Linie 1 veröffentlichten Abfahrtszeiten. Somit können die Fahrgäste am Willy-Brandt-Platz oder Hauptbahnhof in die Straßenbahn umsteigen und die Anschlüsse an den Haltestellen Willy-Brandt-Platz, Hauptbahnhof, Ehinger Tor und Rathaus Ulm erreichen. Ungefähr ab 7.30 Uhr verkehrt die Linie 1 bereits alle 15 Minuten. Den Sonderfahrplan erhalten Sie im KundenCenter SWU traffiti oder als Download zum Ausdrucken online auf www.swu.de (Nahverkehr aktuell).

 

 

SWU-Busschule besucht Grundschule Michelsberg
18. Juli 2013

Am 17. Juli 2013 startete das Projekt „SWU-Busschule“ an der Grundschule Michelsberg im Rahmen des Verkehrssicherheitstages. Das „fahrende Klassenzimmer“ vermittelt den Schülern, wie man sich richtig und sicher in öffentlichen Verkehrsmitteln verhält. Schüler, Lehrer und Eltern sind begeistert.

Rund 70 Schulkinder der Ulmer Grundschule Michelsberg erlebten am Mittwoch, den 17. Juli 2013 einen besonderen Tag: Ein Schulbus der SWU Verkehr machte an der Grundschule halt und klärte über Gefahren und den richtigen Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf. Weitere Hilfsmittel zur Anschauung stellten dabei Kreide, Hütchen, Warnwesten und Äpfel dar. Die Schüler konnten sehen was passiert, wenn man zu dicht am einfahrenden Bus steht. Es wurde gezeigt, dass die automatischen Türen sofort merken wenn noch jemand im Ausstieg steht. Außerdem wurden die Kinder aufgeklärt, dass Drängeln nicht nur „uncool“ sondern auch sehr gefährlich ist.

Unfallprävention und Vorbereitung auf dem neuen Schulweg

Rektorin Kerstin Seschek unterstützt das Programm: „Vor allem die Kinder der Klasse 4 werden schon bald auf weiterführende Schulen gehen und dabei zum großen Teil selbstständig mit Bus und Straßenbahn unterwegs sein. Wir wollen mit vielen praktischen Beispielen Sensibilisierung und Aufklärung über mögliche Gefahren leisten. Und am besten lernt man das vor Ort und handlungsorientiert.“ Auch die Eltern sind begeistert. Schließlich sind die Kinder so besser vorbereitet und die Eltern können dem anstehenden Schul-wechsel ein bisschen unbesorgter entgegenblicken. RegioTV war mit vor Ort und begleitete diesen außergewöhnlichen Verkehrssicherheitstag. Im Magazin „Zukunft Mobilität“ wird der Beitrag zur SWU-Busschule in zwei Teilen am 14. und 17. September 2013 zu sehen sein.

Fortsetzung im nächsten Jahr geplant

Zu den jährlich, kurz vor den Sommerferien, stattfindenden Projekt-tagen der Schulen wird es in 2014 weitere Termine für die SWU-Busschule geben. Diese werden auf dem Betriebshof der SWU Ver-kehr ausgerichtet. In Frage kommende Schulen werden rechtzeitig über die Möglichkeit einer Anmeldung informiert.

Bustipps der SWU Verkehr

1. Beim Sitzen immer Schulranzen abnehmen.

2. Kein Sitzplatz frei? Ruhig stehen und gut festhalten.

3. Bus sauber halten.

4. Vorsicht beim Aussteigen.

5. Immer auf den Verkehr achten.

6. Rechtzeitig von zu Hause loslaufen.

7. Die Haltestelle ist kein Spielplatz.

8. Abstand zum Bus halten.

9. Nicht gegen die Türen drücken.

10. Türen schließen automatisch.

11. Drängeln ist uncool.

12. Beim Einsteigen Fahrschein bereithalten.

SWU und IHK laden zu Infoveranstaltung
Energiewende: Versorgungssicherheit in Schwaben in Gefahr?
04. Juli 2013

Hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik werden am Dienstag, 09. Juli 2013 ab 19.00 Uhr im Landgasthof Waldvogel in Leipheim über die Energiewende diskutieren. Dabei geht es um entscheidende Fragen für die Zukunft unserer Region: Ist die Versorgungssicherheit für Unternehmen und Privathaushalte auch nach dem Kernkraftausstieg noch gewährleistet? Welchen Herausforderungen sehen wir uns gegenüber? Welche Rolle spielt das SWU-Projekt Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Leipheim für die erfolgreiche Energiewende und wie kann es wirtschaftlich betrieben werden?

Als Impulsgeber und Diskussionspartner wird Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena), erwartet. Weitere Podiumsteilnehmer sind Ministerialdirigent Prof. Dr. Josef Neiß, Abteilungsleiter Energie, Bergbau, Rohstoffe, Umweltfragen im Bayerischen Wirtschaftsministerium, Ulrich Altstetter, Vorstand der Wieland-Werke AG und Dr. Herbert Barthel, Referent für Energie und Klimaschutz beim Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BUND).

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Über Anmeldungen an folgende E-Mail-Adresse freuen sich SWU und IHK: katrin.albsteiger[@]swu[.]de

Jetzt wieder erhältlich –
grüne SWU-Flip-Flops
Verkaufsaktion geht wegen großer Nachfrage weiter.
27. Juni 2013

Am Montag, 1. Juli 2013 beginnt der Verkauf der grünen SWU-Flip-Flops im ServiceCenter Neue Mitte, Neue Straße 79. Die bequemen „Hingucker“ sind während der Öffnungszeiten von Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr und samstags von 9 bis 16 Uhr erhältlich. Die Verkaufsaktion läuft bis einschließlich Freitag, den 31. August. Der Preis beträgt acht Euro, davon kommen zwei Euro dem Förderkreis für tumor- und leukämiekranke Kinder Ulm e.V. zugute.

Die grünen SWU-Flip-Flops stellen die sommerliche Erweiterung zum klassischen grünen Schuh der SWU dar. Der Verkauf dieser idealen Urlaubsbegleiter war bereits im vergangenen Sommer ein großer Erfolg.

Information: Bitte beachten Sie, dass ab dem 3. August samstags neue Öffnungszeiten für das ServiceCenter Neue Mitte gelten.

SCNM Samstag 9.00 – 14.00 Uhr (ursprünglich 16.00 Uhr)

SWU traffiti Samstag 9.00 – 16.00 Uhr

Warnung: Stromverkäufer mit irreführenden Methoden unterwegs auf Kundenfang
16. Juni 2013

Aktuell kommt es im Raum Ulm/Neu-Ulm vermehrt zu Hausbesuchen durch Personen, die sich als Mitarbeiter oder Kooperationspartner der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH (SWU) ausgeben. Dabei zeichnen sich die Vertreter durch ein äußerst seriöses Auftreten aus und unterbreiten im Namen der SWU ein neues Strom-Angebot. Der Kunde wird dadurch vorsätzlich getäuscht und ohne sein Wissen zum Anbieterwechsel verleitet.

Die SWU weist nachdrücklich auf diese Gefahr hin und bittet alle Kunden, jeden neuen Vertrag genau zu prüfen. Die Mitarbeiter der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH (SWU) können sich zudem immer ausweisen und stellen sich damit auch ausdrücklich vor Ort vor. Um Kunden vor solchen Täuschungen schützen zu können, bittet die SWU darum, dass Betroffene derartige Vorfälle direkt unter der Telefonnummer 0731 / 166-91 oder persönlich in unseren Kundencentern in der Neuen Mitte bzw. Karlstraße melden.

SWU stellt Energieeffizienzmanager vor
10. Juni 2013

Reiner Bertsch ist seit dem 1. Mai 2013 Energieeffizienzmanager der SWU. In der Rolle des Energieeffizienzmanagers wird er einen wichtigen Beitrag für die lokale Umsetzung der Energiewende leisten.

Der SWU-Energieeffizienzmanager stellt in erster Linie einen Ansprechpartner für Städte, Gemeinden (besonders Konzessionsgemeinden) und Handwerker dar. Reiner Bertsch unterstützt die Stadt Ulm und Neu-Ulm bei der Teilnahme am European Energy Award. Bei dem European Energy Award handelt es sich um ein Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren. Beispielsweise werden Energie- und Klimaschutzaktivitäten von Ulm und Neu-Ulm erfasst, bewertet, geplant, gesteuert und regelmäßig überprüft. Ziel dabei ist, Potentiale der nachhaltigen Energiepolitik und des Klimaschutzes identifizieren und nutzen zu können.

Ein weiteres Projekt des Energieeffizienzmanagers ist das Thema Mikro BHKW. Ein Mikro-Block-Heiz-Kraftwerk verringert durch dezentrale Energiewandlung elektrische und vor allem thermische Übertragungsverluste. Die SWU möchte bereits in 2013 ein solches Mikro BHKW in Betrieb nehmen.
Zusätzlich hält der Energieeffizienzmanager den Vorsitz in den Vereinen Elektrogemeinschaft Ulm und Gas-Wasser-Gemeinschaft Ulm. Im Bereich der Handwerker stellen diese Vereine ein wichtiges Bindeglied zwischen der SWU und den Handwerkern da. Noch in diesem Jahr sollen beide Vereine zur SWU Energiegemeinschaft zusammengelegt werden. Kompetenzen und Energien können so gebündelt werden.
Bevor Reiner Bertsch den Posten des Energieeffizienzmanagers übernahm, arbeitete er über 16 Jahre für die SWU in der Abteilung „Betrieb Stromanlagen“. Dort kümmerte er sich um die Versorgungssicherheit der SWU-Stromkunden.

Neues BüroCenter K3 öffnet seine Türen der Öffentlichkeit
08. Juni 2013

Am 8. Juni wurde das neue BüroCenter K3 Ecke Karlstraße im Rahmen des Tags der offenen Tür der Öffentlichkeit vorgestellt. Neben dem Ebner Verlag und EQ Zert sind die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH Mieter.

Der Tag der offenen Tür fand zwischen 10 und 17 Uhr statt. Die Gäste konnten das Gebäude in verschiedenen Themen-Führungen erkunden. Dabei bestand die Wahl zwischen Technik- und Architekturführungen. Angehörige der SWU-Mitarbeiter erhielten zudem die Gelegenheit die Arbeitsplätze zu besichtigen. Die Personalabteilung stellte das Thema Ausbildung an einem Infostand vor. Auch der Ebner Verlag sowie die Gebäudemakler Munk Immobilien präsentierten ihr Unternehmen und Produktportfolio.

Das Unterhaltungsprogramm beinhaltete unter anderem Ballonmodellage, ein Kinderkarussell und Zauber-Illusionen vom Duo „Chicago“. Die Gospel-Sängerin SIYOU (Testimonial der SWU) gab zu- dem noch eine CD-Signierstunde. Die Besucher wurden vom „Espressobus“ und der Smothiebar „Fruchtrausch“ mit Getränken versorgt. Die K3-Kantine bot deftige Speisen und Dallmayr-Kaffee an.
Das neue BüroCenter K3 bietet auf 5 Stockwerken rund 16.000 Quadratmeter Nutzfläche. Neben dem Betriebsrestaurant steht auch die Kindertagesstätte „Energiezwerge“ bereit. Auf 280 Quadratmetern und einer Dachterrasse können bis zu 20 Kinder zwischen 1-3 Jahren untergebracht werden. Bereits am 31. Mai zogen rund 200 Mitarbeiter der SWU in die neue Arbeitsstätte und haben die Arbeit dort bereits aufgenommen.

Neues BüroCenter K3 offiziell eingeweiht
07. Juni 2013

Am 7. Juni wurde das neue BüroCenter K3 Ecke Karlstraße mit einem feierlichen Festakt eingeweiht und offiziell an die drei Mieter Ebner Verlag, EQ Zert und die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH übergeben.

Die Feierlichkeiten dauerten von 11.00 bis 14.30 Uhr. Der Geschäftsführer der SWU Matthias Berz begrüßte die rund 150 geladenen Gäste in der Lobby des neuen BüroCenters K3. Im Anschluss hielt der Oberbürgermeister der Stadt Ulm Ivo Gönner und der Geschäftsführer der IVU mbH & Co. KG Peter Buck eine Ansprache. Anschließend wurde eine Grundsteinplatte im SWU-Trakt enthüllt. Musikalisch wurde die Veranstaltung von Siyou’n‘Hell unplugged (Ulmer Soulsängerin und SWU-Testimonial) begleitet.

Im Rahmen von diversen Führungen wurde das Gebäude den geladenen Gästen und der Presse erstmals zugänglich gemacht. Dabei konnte zwischen Technik- und Architekturführungen gewählt werden. Das nachhaltige Konzept des neuen Bürogebäudes beschreibt Matthias Berz wie folgt: „Grundsätzlich ging es bei der Planung und Umsetzung dieses Projekts um die Beachtung ökonomischer, ökologischer, technischer sowie soziokultureller Gesichtspunkte. Wir erreichen in der Planung, dem Bau und dem Betrieb des neuen Gebäudes eine hohe Wirtschaftlichkeit und gehen mit unseren Ressourcen sparsam um. Das oberste Ziel ist die besondere Berücksichtigung der, an das Gebäude gestellten, Benutzerbedürfnisse.“

Am Samstag, den 8. Juni 2013 ist das Gebäude im Rahmen des „Tags der offenen Tür“ für die Öffentlichkeit zugänglich. Oberbürgermeister Ivo Gönner lobte bereits im Vorfeld die neue SWU-Wirkungsstätte: „Das BüroCenter K3 zeichnet sich durch eine besonders nachhaltige Bauweise und hohe technische Standards aus. Damit ist dieses Gebäude ein modernes und zukunftsweisendes Bauwerk geworden. Es fügt sich nicht nur harmonisch in das Stadtbild ein, sondern ist auch ein Ulmer Musterbeispiel für Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Beides sind Schlüsselthemen für ein sauberes, umweltfreundliches und nachhaltiges Ulm.“ Das neue BüroCenter K3 wird von der Firma Versorgungsanstalt A.d.ö.R. an die SWU als Generalmieter vermietet und bietet auf 5 Stockwerken rund 16.000 Quadratmeter Nutzfläche. Aktuell sind noch Freiflächen zur Untervermietung über die Firma Munk Immobilien verfügbar.

Zahlen und Fakten - BüroCenter K3

Bauherr: Immobilien–Verwaltungs–Gesellschaft Ulm mbH & Co. KG
Architekt: Nething Generalplaner
Baubeginn/ -dauer: Frühjahr 2010 / 3 Jahre
Nuztfläche: 16.000 m2
Baukosten: rund 32 Mio €
Eigenanteil SWU für verschiedene Gewerke: 10,8 Mio €
Erbbauberechtigter: Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte

Programm zum Tag der offenen Tür im neuen BüroCenter K3 am 08. Juni 2013.

Holzgas-Heizkraftwerk Senden:
Anlagenbauer AGO beendet ungerechtfertigt Kooperation mit SWU – Einweihungstermin auf unbestimmte Zeit verschoben
24. Mai 2013

Der Anlagenbauer AGO AG Energie + Anlagen hat das Vertragsverhältnis wegen rechtlicher und technischer Meinungsverschiedenheiten mit der SWU Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm GmbH (SWU) gekündigt.

Die SWU geht von einer ungerechtfertigten Kündigung der AGO aus und hat dem Kulmbacher Anlagenbauer, dessen Aufgabe darin besteht, die Holzgasanlage in Betrieb zu setzen, noch vor einigen Tagen die Chance eingeräumt, die ausgesprochene Kündigung aufgrund der fehlenden Berechtigung für gegenstandslos zu erachten und das Vertragsverhältnis fortzuführen. Dieses Angebot nahm die AGO in der gesetzten Frist nicht an, so dass die SWU ihrerseits kündigen musste. Aufgrund der ausgesprochenen Kündigungen besteht die Vermutung, dass es zu rechtlichen Auseinandersetzungen kommt, so dass die für Juni 2013 avisierte Inbetriebnahme der Anlage nicht gehalten werden kann und auch der Einweihungstermin auf vorerst unbestimmte Zeit verschoben werden muss. 

Inbetriebnahme durch die SWU möglich


Die SWU wird nun die Anlage selbst in Betrieb setzen. Die Stadtwerke sehen sich durchaus in der Lage, dies auch ohne die AGO erfolgreich umzusetzen. Die Vertragsbeendigung bietet somit auch eine Chance, eigene Ideen und Kompetenzen für eine Optimierung der Anlage direkt einzusetzen. Allerdings können derzeit keine Angaben zum weiteren Zeitplan gemacht werden.


Fortschritte der letzten Wochen

Die neuartigen Anlagenkomponenten und die konventionellen Teile des Kraftwerks müssen perfekt zusammenspielen. Diese Abstimmung der unterschiedlichen Prozesse erweist sich in der Praxis als äußerst komplex und bedarf daher mehr Geduld, als angenommen werden konnte. Dennoch konnten in den letzten Wochen große Fortschritte erzielt werden. Die Gesamtanlage ist über längere Zeiträume gelaufen, zuletzt etwa 24 Tage lang. Während dieser Betriebsphasen konnte bereits Strom und Wärme ins Netz eingespeist und die Anlage verfahrenstechnisch sehr stabil betrieben werden.

„EinBlick hinter die Kulissen“ – Eindrücke aus dem betrieblichen Alltag der SWU
22. Mai 2013

Wissen Sie eigentlich was alles im Hintergrund bei Ihren Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm passiert, um Sie täglich mit Strom, Wasser und Wärme zu versorgen und den öffentlichen Nahverkehr am Laufen zu halten?

Nein? Dann nutzen Sie vom 4. bis 7. Juni 2013 die Chance und entdecken einzelne Bereiche der SWU bei verschiedenen Führungen. Besichtigen Sie zum Beispiel unser Wasserkraftwerk Böfinger Halde und Sie erfahren, wie aus Wasser Strom erzeugt wird oder erkunden Sie die Straßenbahn- und Omnibuswerkstatt der SWU Verkehr. Sie können sich für folgende Führungen anmelden:

SWU Verkehr - Werkstatt und Leitstelle
Dienstag, 4. Juni 2013, 17 Uhr, Treffpunkt: Bauhoferstraße 9 in Ulm
Wasserkraftwerk Böfinger Halde
Mittwoch, 5. Juni 2013, 14 Uhr, Treffpunkt: Thalfinger Uferstraße in Ulm
Wasserwerk Rote Wand - Trinkwassergewinnung
Donnerstag, 6. Juni 2013, 14 Uhr, Treffpunkt: Illerstraße 177 in Ulm
Wassermuseum „Seelhausbrunnenwerk“
Freitag, 7. Juni 2013, 17 Uhr, Treffpunkt: Am Zundeltor, Griesbadgasse 30 in Ulm

Aufgrund begrenzter Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung unter der Telefonnummer 0800 0510200 oder per Mail unter energieberater[@]swu[.]de unbedingt erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.

„EinBlick hinter die Kulissen“ – Eindrücke aus dem betrieblichen Alltag der SWU
15. Mai 2013

Wissen Sie eigentlich was alles im Hintergrund bei Ihren Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm passiert, um Sie täglich mit Strom, Wasser und Wärme zu versorgen und den öffentlichen Nahverkehr am Laufen zu halten?

Nein?! Dann nutzen Sie vom 04. bis 07. Juni 2013 die Chance und entdecken Sie einzelne Bereiche der SWU bei verschiedenen Führungen. Besichtigen Sie zum Beispiel unser Wasserkraftwerk Böfinger Halde und erfahren Sie, wie aus Wasser Strom erzeugt wird oder erkunden Sie die Straßenbahn- und Omnibuswerkstatt sowie die Leitstelle der SWU Verkehr. Neugierig geworden? Die Online-Anmeldung zu den einzelnen Terminen finden Sie hier.

Bei weiteren Fragen stehen Ihnen unsere Energieberater unter Tel.: 0800 0510200 oder per E-Mail: energieberater[@]swu[.]de gerne zur Verfügung.

GuD Leipheim: Schritt für Schritt gehen die Planungen voran
14. Mai 2013

Ende 2012 kündigte die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-GmbH (SWU) an, die Projektierung des Gas- und Dampfturbinenkraftwerks Leipheim zu entschleunigen. Seither ging es im Projekt voran – zwar langsamer, aber dennoch stetig.

Die Arbeiten im Rahmen der Bauleitplanung sind in vollem Gange: Als Grundlage für die spezielle artenschutzrechtliche Prüfung werden seit rund einem Jahr auf dem geplanten Kraftwerksstandort die sogenannten zoologischen Erhebungen durchgeführt. Diese sehen beispielsweise die Erfassung der auf dem Grundstück vorkommenden Vogelarten und Amphibien vor. Die Arbeiten vor Ort sind inzwischen abgeschlossen. In den nächsten Wochen stehen nun die Evaluierung und Ergebnisbewertung an.

Weitere Untersuchungen und Gutachten zu möglichen Umweltauswirkungen, wie beispielsweise Schall, Lufthygiene, Landschaftsbild und Flächeninanspruchnahme werden ebenfalls derzeit erstellt. Sie dienen als Grundlage für die Flächennutzungsplanänderungen und die Aufstellung des Bebauungsplans.

Bauleitplanung soll 2013 abgeschlossen werden

Ziel ist es, die Bauleitplanung zügig, bestenfalls noch in diesem Jahr, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird voraussichtlich im Herbst 2013 die zweite Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung gestartet. Hier können sich die Bürger sowie Träger öffentlicher Belange erneut mit Stellungnahmen an die Kommunen Leipheim, Bubesheim und Günzburg sowie an den Landkreis wenden.

Genehmigungsverfahren entzerrt

Der massive Ausbau der erneuerbaren Energien führt zu Überangeboten am Großhandelsmarkt und zur Unwirtschaftlichkeit moderner konventioneller Stromerzeugung. Auf diese schwierige Marktsituation musste sich auch die SWU einstellen. Ursprünglich war geplant, die Betriebsgenehmigungen und die Genehmigungen für die GuD-Kraftwerksanbindungen parallel zur aktuell laufenden Bauleitplanung in Angriff zu nehmen. Durch die derzeitig schwierige Lage am Strommarkt und die aktuellen Diskussionen über ein neues Marktdesign, hat sich die SWU dazu entschlossen, die einzelnen Genehmigungsverfahren nicht gleichzeitig, sondern abgeschichtet hintereinander anzugehen.

Bürgerveranstaltungen in Planung

Der Dialog mit der Bevölkerung vor Ort kommt trotz entschleunigter Projektentwicklung nicht zu kurz. Für Juli plant die SWU eine Informationsveranstaltung zum Thema Notwenigkeit von Gas- und Dampfkraftwerken für die erfolgreiche Energiewende. Dabei soll insbesondere die künftige Vermarktung der Leistungsbereitstellung diskutiert werden. Im Herbst wird es – abhängig vom Planungsfortschritt – aller Voraussicht nach eine weitere Bürgerinformationsveranstaltung geben. Zudem steht die SWU nach wie vor für Fragen und Anregungen zur Verfügung: telefonisch, per E-Mail oder auch direkt vor Ort im GuD-Bürgerbüro in Leipheim.

Pumpspeicherkraftwerk Blautal: Voruntersuchungen im Bereich Naturschutz kurz vor dem Abschluss
13. Mai 2013

Seit April 2013 laufen im Bereich des geplanten Pumpspeicherkraftwerks zwischen Blaustein und Blaubeuren die naturschutzfachlichen Untersuchungen. Die Erfassung der Tiere und Pflanzen wird in diesen Tagen abgeschlossen.

Bereits im April des letzten Jahres wurde auf dem Vorhabensstandort und in dessen Umgebung begonnen, die dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten zu erfassen. Im Rahmen des Vorhabens war mit zahlreichen artenschutzrechtlich relevanten Vorkommen zu rechnen. Es handelt sich dabei beispielsweise um Vogel- und Amphibienarten. Im Untersuchungsraum kommt ebenfalls der Frauenschuh (Cypripedium calceolus) vor. Ziel der Erfassung der Daten ist es, die Umweltverträglichkeit des Kraftwerksvorhabens und beispielsweise auch die artenschutzrechtlichen Belange des Bundesnaturschutzgesetzes umfangreich zu prüfen.

Teil des Untersuchungsgebiets sind zwei ausgewiesene Landschaftsschutzgebiete, mehrere besonders geschützte Biotope und Waldbiotope sowie einige Naturdenkmale. Darunter fallen etwa der „Baumhain an der Alten Steige“ und die angrenzende „Lindenreihe an der Alten Steige“, die beide wegen ihrer Eigenart und landschaftsprägenden Bedeutung jeweils als Naturdenkmale ausgewiesen wurden. Zudem wurden die beiden besonders geschützten Natura 2000-Gebiete „Blau und Kleine Lauter“ und „Täler der Mittleren Flächenalb“ nördlich des Unterbeckens im möglichen Einflussbereich des Vorhabens untersucht. „Es muss eine vollständige Vegetationsperiode betrachtet werden. Diesen Teil der Untersuchung werden wir nun fertigstellen“, erklärt Projektleiter Peter Schmidberger.

Die gesammelten Daten müssen nun in einem zweiten Schritt ausgewertet werden. Umfassende Ergebnisse werden voraussichtlich erst im Herbst vorliegen.

Nach wie vor läuft das Bohr- und Pumpprogramm weiter. Es soll genauere Kenntnisse über den Untergrund und die Grundwasserverhältnisse bringen. Nachdem sich das Untersuchungsprogramm wegen der frostigen Wetterverhältnisse im Winter verzögert hatte, werden sich diese Arbeiten noch einige Wochen hinziehen.

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie unter
www.psw-blautal.de.

SWU-Aufsichtsrat bestätigt negatives Jahresergebnis 2012
Dennoch optimistischer Blick in die Zukunft
26. April 2013

Wie bereits vor wenigen Wochen angekündigt, stehen die Zahlen nun fest. Der Jahresabschluss 2012 der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH (SWU) fällt wie erwartet negativ aus: Das Geschäftsjahr 2012 schloss die SWU-Unternehmensgruppe – die Holding und ihre fünf Tochtergesellschaften – mit einem Minus von insgesamt -15,5 Millionen Euro ab. Im Vorjahr konnte noch ein Überschuss von 4,9 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Für 2013 werden wieder wesentlich positivere Zahlen erwartet. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Gesellschafterversammlung die Feststellung dieses Jahresabschlusses. Die Gremien der Gesellschafterstädte Ulm und Neu-Ulm werden sich daher mit dem Jahresabschluss 2012 der SWU noch befassen.

Schwierige Lage im Energiebereich

Im Gegensatz zu den Vorjahren konnte die SWU Energie GmbH (inkl. SWU Netze GmbH) im Jahr 2012 nur einen geringen positiven Überschuss einfahren und somit das jährliche Minus aus dem Verkehrsbereich nicht abfangen. Der Jahresüberschuss 2012 der SWU Energie GmbH liegt mit 2,9 Millionen Euro um rund 23 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert – trotz einem von 331 Millionen Euro auf 363 Millionen Euro gesteigerten Umsatz.

Hauptursache für die drastischen SWU-Verluste sind zwei Kraftwerksbeteiligungen: Das 2007 in Betrieb genommene Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Hamm und das Kohlekraftwerk Lünen, das im Herbst 2013 in den Regelbetrieb gehen wird. Der Verkauf der Strommengen, die der SWU aus den Beteiligungen zustehen, lässt in den kommenden Jahren Verluste erwarten, weshalb 12,1 Millionen Euro zussätzliche Drohverlustrückstellungen gebildet werden mussten. „Der massive Ausbau der erneuerbaren Energien führt zu Überangeboten am Großhandelsmarkt und zur Unwirtschaftlichkeit moderner konventioneller Stromerzeugung. Alle Energieversorgungsunternehmen stehen aufgrund der Schieflage am Strommarkt vor einer enorm schwierigen Situation“, so Matthias Berz, Geschäftsführer der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH.

Für die zukünftige Ertragsentwicklung ist von entscheidender Bedeutung, wie der Strommarkt künftig ausgestaltet sein wird. Hierzu gibt es bereits eine breite politische Diskussion, an der sich auch die Stadtwerke beteiligen.

Vor dem Hintergrund der Ertragsentwicklungen 2012 wurde die Strategie der SWU-Unternehmensgruppe bereits im vergangenen Herbst einer Überprüfung unterzogen. Im Mittelpunkt der Strategie stehen dabei nach wie vor der Ausbau von Umsatz- und Ertragsfeldern, die Ertragsoptimierung im Kerngeschäft und die Fortführung der bereits eingegangenen Beteiligungen bei striktem Kostencontrolling. Das Erzeugungsportfolio wurde überprüft und Schwerpunkte gesetzt. Investitionen in neue Erzeugungsanlagen werden zurückhaltender beurteilt. Dazu zählt die Entschleunigung der Entwicklung der beiden Kraftwerksprojekte GuD Leipheim und PSW Blautal, die zur Baugenehmigung geführt werden, für die aber derzeit aus wirtschaftlichen Gründen kein Baubeschluss möglich ist. Zudem hat die SWU das Effizienz-Projekt „SWU- fit für die Zukunft“ ins Leben gerufen. Dabei sollen Verbesserungen in allen Geschäfts- und Unterstützungsprozessen sowie Kosteneinsparungen erreicht werden.

Verkehrsbereich branchentypisch defizitär

Auch im Verkehrsbereich findet sich das Geschäftsergebnis 2012 im negativen Bereich. Mit -17 Millionen Euro liegt der Jahresfehlbetrag um 510.000 Euro unter dem Vorjahreswert. Dies ist insbesondere auf erhöhte Instandhaltungskosten bei den Bussen, gestiegene Kraftstoffpreise und teurere Strompreise zurückzuführen.

Leichte Verzögerungen prägen Ergebnis bei der SWU TeleNet

Die SWU TeleNet komplettiert die Kernprodukte der SWU in Sachen Daseinsvorsorge und stellt damit wichtige Grundversorgungs-Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger der Region bereit. Im Berichtsjahr 2012 schloss die SWU TeleNet GmbH mit einem Defizit von -243.000 Euro ab. Gerade im Jahr 2012 wurde der verstärkte Ausbau des schnellen Internets in den Ulmer und Neu-Ulmer Vororten vorangetrieben. Entgegen des ursprünglichen Plans konnte dieser allerdings noch nicht in 2012 abgeschlossen werden. Daher konnten auch die geplanten Zugewinne an Neukunden und die entsprechenden Mehrerlöse nicht realisiert werden.

Ausblick deutlich optimistischer

Für die nächste Zeit blickt die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH deutlich optimistischer in die Zukunft. Gegenüber dem Vorjahr rechnet die SWU-Unternehmensgruppe 2013 und 2014 mit einem klar besseren Jahresergebnis als 2012, allerdings mit schlechteren Ergebnissen als in 2011 und früher. Gründe hierfür sind vorübergehend höhere Kapitalkosten für die bereits getätigten Investitionen, die jedoch erst ab 2015 bzw. 2016 Rückflüsse generieren werden. Die weitere finanzielle Entwicklung im Energiebereich wird allerdings stark von den notwendigen Änderungen im Bereich des Strommarktes sowie von weiteren regulatorischen Maßnahmen im Netzbereich abhängen.

SWU-Unternehmensgruppe: Eckdaten aus dem Geschäftsjahr 2012

Umsatz: 441 Mio. Euro
Jahresfehlbetrag: -15,513 Mio. Euro
Stromverkauf: 1.146 Mio. kWh
Erdgasverkauf: 1.485 Mio. kWh
Trinkwasserverkauf: 10,4 Mio. m3
Mitarbeiter im Jahresschnitt: 1.137
zuzüglich Auszubildende: 50
Fahrgäste: 32,4 Mio.

Weitere Informationen können Sie auch aus der SWU-Pressemitteilung zum Geschäftsjahr 2012 vom 13.03.2013 entnehmen.

Insolvenz der FlexStrom-Gruppe: Kunden automatisch durch Ersatzversorgung abgesichert.
23. April 2013

Mittlerweile haben drei Unternehmen der FlexStrom-Gruppe, also die FlexStrom AG, die OptimalGrün GmbH sowie die Löwenzahn Energie GmbH beim Amtsgericht Berlin einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt.

Nachdem diese drei Unternehmen zunächst auf ihren Internetseiten verlautbarten, dass trotz des Antrages auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens die Belieferung der Kunden mit Strom fortgesetzt wird, wurde nun am 19 April 2013 von diesen Unternehmen erklärt, dass die Belieferung aller Kunden ab sofort eingestellt worden ist. Das hat gemäß § 38 EnWG zur Folge, dass sämtliche Kunden dieser Unternehmen sich jetzt in der sogenannten Ersatzversorgung befinden, die durch den örtlichen Grundversorger sichergestellt ist. Somit ist die nahtlose Versorgung aller betroffenen Kunden mit Energie gewährleistet.

Ein Anspruch auf Ersatzversorgung besteht allerdings nur für maximal 3 Monate. Deshalb sollten sich betroffene Kunden zeitnah um den Abschluss eines neuen Stromliefervertrages kümmern. Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm stellen interessante Tarife zur Verfügung und informieren gerne betroffene Kunden unter der Telefonnummer 0731 166-91 oder persönlich über aktuelle Angebote, die u. a. gewährleisten, dass kompetente Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung stehen. Darüber hinaus erhalten alle neuen Kunden der Ersatzversorgung ein Begrüßungsschreiben der SWU mit entsprechenden Angeboten. Dabei können die Verbraucher hauptsächlich zwischen dem preiswerten SWU SchwabenStrom und dem nachhaltigen Ökostrom SWU NaturStrom wählen. Bei den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm gibt es keine Versorgung mit „Vorauskasse“, so wie dies bei den Unternehmen der FlexStrom-Gruppe der Fall war. Dies führte dazu, dass für hunderttausende Kunden die Gelder, die sie im Rahmen der Vorauszahlung geleistet haben und für die noch kein Strom geliefert wurde, wohl weitgehend verloren gegangen sind bzw. verloren gehen werden.

Was aktuell bestehende Vertragsverhältnisse von Kunden zu den vorbenannten Unternehmen der FlexStrom-Gruppe anbelangt, so raten die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm dazu, diese durch eine rechtskundige Person daraufhin überprüfen zu lassen, ob und inwieweit die Möglichkeit einer Kündigung besteht. Denn es sollte bei Abschluss eines neuen Vertrages mit einem neuen Lieferanten nicht die Situation entstehen, plötzlich zwei parallel laufende Verträge für eine Versorgung zu besitzen. Auch kann geklärt werden was mit den bereits geleisteten Vorauszahlungen passiert.

Errichtung der Umspannplattform
Offshore Windpark Borkum wächst nun in die Höhe. Zentraler Projektmeilenstein erreicht.
19. April 2013

Die Installationsarbeiten für die parkinterne Umspannplattform des Windparks Borkum wurden am vergangenen Montag erfolgreich abgeschlossen. 45 Kilometer vor der Borkumer Küste, hat das Schwerlastschiff Oleg Strashnov in einer 2-tägigen Mission die rund 2.400 Tonnen schwere Plattform auf die Unterkonstruktion gehoben.

Gestartet war das rund 180 Meter lange Errichterschiff Oleg Strashnov des Unternehmens Seaway Heavy Lifting  bereits am Donnerstagmorgen im niederländischen Eemshaven. Die Plattform wurde mit dem an Bord befindlichen 5.000-Tonnen-Kran auf rund 20 Meter über dem Meeresspiegel gehoben und anschließend mit der Unterkonstruktion verschweißt. Auf zwei Decks beherbergt die haushohe Umspannplattform die Transformatoren zur Umspannung des in den Windkraftanlagen erzeugten Stroms sowie Anlagen für die Eigenstromversorgung. Mit zwei Großtransformatoren wird der in den Windkraftanlagen produzierte Strom von der 33-kV-Spannungsebene auf die zur Übertragung an Land benötigte Spannung von 155 kV umgewandelt.

Zwei der insgesamt 40 Windanlagen werden Strom für die SWU-Kunden produzieren. Dies entspricht einer Leistung von 10 Megawatt. „Mit der Umspannplattform steht nun eine der wichtigsten Komponenten für den Windpark“, freut sich Jürgen Schäffner, technischer Geschäftsführer der SWU Energie GmbH. „Die Steckdose ist installiert, ab sofort wächst unser Windpark Schritt für Schritt in die Höhe.“ Der Fortschritt der vergangenen Wochen ist ein Meilenstein auf dem Weg in Richtung Inbetriebnahme.


Herausforderungen der letzten Monate erfolgreich überbrückt

Ursprünglich war die Inbetriebnahme des Offshore-Windparks zum Jahresbeginn geplant. Der neue Fertigstellungstermin ist für das 4. Quartal 2013 vorgesehen. Zentraler Hintergrund der Verzögerungen ist, dass der für die Stromanbindung verantwortliche Netzbetreiber TenneT das Datum des Netzanschlusses mehrfach verschoben hat. In der Folge musste auch der Bauzeitplan gestreckt werden. Durch die fertig installierte Umspannplattform erfüllt der Windpark nun die formale gesetzliche Grundlage für die Kompensationszahlungen aus der Offshore-Haftungsregelung.


Installation der Windenergieanlagen beginnt im Mai


Die Innerparkverkabelung und die Fertigstellung der Fundamente der Windräder – die sogenannten Tripods – werden in den kommenden Wochen auf Hochtouren vorangetrieben. Schon Ende des Monats werden alle 40 Tripods fertig installiert auf hoher See stehen.

Im Mai kann dann die Errichtung der AREVA-M5000-Windkraftanlagen mit einer Leistung von jeweils 5 Megawatt beginnen. Bei der Installation der Windturbinen wird das knapp 140 Meter lange Errichterschiff Adventure der Britischen Firma MPI Offshore rund ein halbes Jahr zum Einsatz kommen.

Die Netzanbindung durch TenneT ist für das 3. Quartal 2013 geplant. Bis dahin werden die Windkraftanlagen des Windparks durch zwei Dieselgeneratoren (Netzersatzanlagen) mit einer Leistung von jeweils 2,4 Megawatt mit Strom versorgt. Dies ist erforderlich, um die Technik der Windkraftanlagen vor der korrosiven Seeatmosphäre zu schützen. Gondel und Nabe werden durch ein Überdrucksystem vor der Außenluft geschützt. Ein Luftaufbereitungssystem sorgt durch Filtration bei allen Witterungs- und Betriebszuständen dafür, dass im Inneren der Anlage keine Korrosion durch Salz und Feuchtigkeit auftreten kann.

Weitere Informationen zum Projekt unter www.trianel-borkum.de.

Vollsperrung Talfinger Uferstraße
16. April 2013

Am Sonntag, den 21.04.2013 wird die Talfinger Uferstraße von 7.00 bis 18.00 Uhr komplett gesperrt. In diesem Zeitraum werden auf dem vom Hohen Steg bis Talfingen reichenden Straßenabschnitt (3,7 Kilometer) acht Kanaldeckel einer Drainage saniert. Eine Umleitungsstrecke (14 Kilometer) wird eingerichtet. Von der Sperrung ausgenommen sind Fußgänger, Radfahrer sowie RAB Linienbusse. Die Nutzung der Umleitung wird die geplante Fahrtzeit ungefähr um 13 Minuten verlängern.

Hintergrund der Sanierungsarbeiten sind acht Kanaldeckel einer Drainage, die im Zuge des Neubaus des Kraftwerkes Böfinger Halde gebaut wurde. Die Drainage ist im Besitz der SWU Netze und reicht von der ehemaligen Tankstelle am Hohen Steg bis zur Böfinger Halde. Dabei leitet sie das Hangwasser ab. Mittlerweile sind die gut 55 Jahre alten Schachtdeckel teilweise abgesackt und schließen nicht mehr bündig. Ein weiteres Absacken ist zu erwarten, wodurch eine Gefährdung des Verkehrs entstehen kann. Bei den Sanierungsarbeiten werden die alten Deckel durch neue ersetzt, sowie kleine Teile des Asphalts um die Kanalöffnung herum erneuert. Da sich die Deckel größtenteils mitten auf der Fahrbahn befinden, ist eine Komplettsperrung unumgänglich. Die Arbeiten können wegen des hohen Verkehrsaufkommens unter der Woche nur an einem Sonntag durchgeführt werden.

Die Stadtwerke bitten die betroffenen Verkehrsteilnehmer um Verständnis für etwaige Beeinträchtigungen.

 

Auslegung der Unterlagen im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zur Linie 2 beginnt.
11. April 2013

Nach einer langen Phase der Bürgerbeteiligung zum Bau der geplanten Linie 2 durch Bürgerwerkstätten, Informationsveranstaltungen und Trassenbegehungen sowie der Vorbereitungen des Verfahrens durch die SWU Verkehr GmbH und das Regierungspräsidium Tübingen startet am 15. April 2013 die Auslegung der Unterlagen im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens.

Ab diesem Tag werden einen Monat lang, bis zum 14. Mai 2013, die Planungsfeststellungsunterlagen öffentlich ausgelegt. In diesem Zeitraum und weitere zwei Wochen danach können vom Neubau der Trasse betroffene Anwohner und Eigentümer ihre konkreten Einwendungen einreichen. Diese Einwendungen werden im Anschluss vom Regierungspräsidium Tübingen geprüft und können Einfluss auf die weitere Planung der Straßenbahnlinie 2 nehmen. Einwendungen müssen schriftlich, unter Angabe von Kontaktdaten und unterschrieben bis spätestens 28. Mai 2013 beim Regierungspräsidium Tübingen eingehen.

Die SWU hat dem Regierungspräsidium Tübingen bereits im Herbst 2012 bei einer Informationsveranstaltung im Kornhaus die Unterlagen für die Planfeststellung übergeben und damit die nächste Phase des Projektes angestoßen. Diese Unterlagen wurden vom Regierungspräsidium zwischenzeitlich geprüft und können nun öffentlich ausgelegt werden. Bei diesen Unterlagen handelt sich um Pläne, Berichte und Gutachten zur Straßenbahnlinie 2. Vor Ort werden innerhalb des Auslegungszeitraums immer dienstags von 13.00-16.00 Uhr und donnerstags von 15.00-18.00 Uhr sowie zusätzlich am ersten Tag der Auslage von 13.00-16.00 Uhr Vertreter der SWU beim Sichten der Unterlagen ihre Hilfe anbieten. Inhaltliche Fragen oder Diskussionen über Sinn und Zweck bestimmter Projektdetails sind hingegen nicht möglich. Während des laufenden Verfahrenes muss die SWU als Antragssteller Neutralität bewahren und kann darum nur in informierender Funktion agieren.

Ausführliche Informationen zum Planfeststellungsverfahren erhalten Sie auf der Projekt-Website www.linie2-ulm.de. Die vollständigen Planunterlagen sind über die Website www.rp-tuebingen.de des Regierungspräsidiums Tübingen sowie in Papierform direkt im BürgerService Bauen, Münchner Straße 2, Ulm einsehbar.

Fragen & Antworten rund um das Planfeststellungsverfahren können Sie sich hier herunterladen.

SWU baggert Donaukies vor dem Edwin-Scharff-Haus. 40.000 Tonnen haben sich angesammelt.
22. März 2013

40.000 Tonnen Kies werden Bagger in den nächsten Wochen aus der Donau herausholen. „Seit der letzten Baggerung Ende 2010 hat sich an den ehemaligen Schopperplätzen beim Edwin-Scharff-Haus wieder viel Ballast angesammelt“, berichtet Peter Schmidberger, bei der SWU Energie verantwortlich für das Hauptgeschäftsfeld Produktion. Das Ausbaggern gehört zu den Unterhaltspflichten der SWU, die an der Böfinger Halde ein großes Wasserkraftwerk betreibt.

Auf rund 350 Meter Länge und 30 Meter Breite ist die Kiesbank beim Edwin-Scharff-Haus angewachsen. Am Montag, 25. März werden die Bagger auffahren. In den ersten zehn Tagen häufen sie den Kies so an, dass in der Donau eine Fahrstraße für die Laster entsteht. Die Kiesabfuhr beginnt voraussichtlich Mitte April. Ab dann werden täglich bis zu rund hundert Kipperladungen Kies über das Jahnufer und die Dammstraße abgefahren. Die Abfuhr soll Mitte Mai abgeschlossen sein. Die SWU hat die Dammstraßenbewohner über die Aktion per Brief informiert. Der Zeitraum zwischen März und Mai wurde gewählt, damit die Arbeiten rechtzeitig vor dem diesjährigen Fischerstechen in der Donau abgeschlossen werden können. Der Kies kommt auf eine Deponie nach Donaustetten, wo er für die Verwendung im Beton- und Straßenbau aufbereitet wird. Für das Ausbaggern wendet die SWU rund 35.000 Euro auf.

Energiewendeprojekt Trianel Windpark Borkum: Kommunaler Offshore-Windpark mit SWU-Beteiligung geht 2013 in Betrieb
22. März 2013

Am 1. September 2011 war es nach dreijähriger Projektentwicklungsphase endlich soweit: Baubeginn des Trianel Windparks Borkum.
Nach einigen Verzögerungen im vergangenen halben Jahr, geht das Projekt nun in die entscheidende Phase. Noch in 2013 soll erstmals Strom produziert werden. Die SWU Energie GmbH ist eine von insgesamt 34 kommunalen Gesellschaftern, die gemeinsam in die Gewinnung von Nordsee-Windenergie investieren.

Zentrales Energiewende-Projekt der SWU

Das Projekt umfasst insgesamt 40 Windenergieanlagen mit einer Erzeugungskapazität von 200 Megawatt. Zwei Anlagen, und damit 10 Megawatt Leistung, erzeugen erneuerbaren Strom für die Kunden der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm. Damit kann die SWU jährlich rund 40 Millionen Kilowattstunden Strom aus der Nordsee beziehen und den Jahresbedarf von über 11.000 Haushalten decken. „Wir haben uns als regionales Unternehmen zum Ziel gesetzt die Energiewende aktiv mitzugestalten. Unsere Beteiligung am Trianel Windpark Borkum ist dabei ein zentrales Projekt, mit dem wir den Anteil der Erneuerbaren im SWU-Erzeugungsmix weiter steigern“, sagt Jürgen Schäffner, technischer Geschäftsführer der SWU Energie GmbH.

Installation in vollem Gange

26 der 40 Fundamente der Windräder, die sogenannten Tripods, sind installiert. Die restlichen 14 befinden sich kurz vor der Errichtung auf hoher See. Die darauf zu montierenden Windenergieanlagen sind  komplett fertiggestellt und liegen im niederländischen Eemshaven bereit zur Verschiffung. Auch der Bau des parkeigenen Umspannwerks ist abgeschlossen. Dies wird  in den kommenden Wochen auf hoher See installiert. Herausforderungen verbleiben beim Stromanschluss zum Festland, welche im Verantwortungsbereich des Übertragungsnetzbetreibers liegen.

Pioniere und ihre Hürden

Mit dem Vorhaben betritt die SWU neues Terrain. Insgesamt ist das Projekt der erste kommunale Offshore-Windpark überhaupt. Die Offshore-Energieerzeugung steckt zudem insgesamt noch in den Kinderschuhen. So befinden sich zum Beispiel die zuliefernden Firmen im Aufbau ihrer Kapazitäten und der Anbietermarkt wird noch von wenigen Akteuren bestimmt. Zudem wurde der Termin für den Netzanschluss vom zuständigen Netzbetreiber TenneT um rund 10 Monate verschoben. Aus diesen Gründen musste der prognostizierte Zeitplan des Projekts überarbeitet werden: Anstatt bereits Anfang des Jahres ans Netz gehen zu können, hat sich die Inbetriebnahme auf Ende 2013 verschoben. Diese Verzögerung verursacht eine Liquiditätslücke, die die Gesellschafter zwischenfinanzieren müssen. Die SWU wird hierfür 6 Millionen Euro bereitstellen. Bei der gestrigen Aufsichtsratssitzung wurde dieses Darlehen verabschiedet.

Wirtschaftlichkeit ist gesichert

Trotz der späteren Inbetriebnahme bleibt das Projekt für die Investoren wirtschaftlich attraktiv. Aus den seit diesem Jahr geltenden gesetzlichen Bestimmungen zur Offshore-Haftungsregelung wegen verspäteter Netzanbindung, sind Kompensationszahlungen zu erwarten. Die SWU wird die benötigten 6 Millionen Euro aus einer anderen geplanten Investition im Trianel-Netzwerk umschichten.
Weitere Informationen zum Projekt unter www.trianel-borkum.de.

Alles klar. SWU führt durch die Ulmer Trinkwassergewinnung. Aktion am 22. März zum Internationalen Tag des Wassers
18. März 2013

„Da ist ja gar kein Wasser drin!“ Die meisten Besucher im Ulmer Wasserschutzgebiet „Rote Wand“ im Wiblinger Auwald sind erst einmal verblüfft, wenn sie in einen Brunnenschacht schauen. So klar ist das Grundwasser unmittelbar nach der Förderung aus bis zu 18 Metern Tiefe, dass der Wasserspiegel im Brunnen kaum auszumachen ist. Und dabei wurde das Nass nicht einmal aufbereitet. Anlässlich des Internationalen Tags des Wassers führt Ralf Maier interessierte Besucher durch das Schutzgebiet unter dem Motto „Der Weg des Wassers von der Förderung bis ins Haus“. Treffpunkt ist am Freitag, 22. März (siehe unten).

Ulmer Wasser muss nicht zusätzlich enthärtet werden

Nicht nur bezüglich Farbe und Klarheit ist das Trinkwasser für die Haushalte in Ulm und Neu-Ulm tadellos. Das bestätigen die regelmäßigen Analysen, die das unabhängige Fachlabor „Technologiezentrum Wasser“ aus Karlsruhe im Auftrag der Stadtwerke durchführt. Vor allem ist das Ulm/Neu-Ulmer Trinkwasser gering mit Nitrat belastet. Das in den Schutzgebieten „Rote Wand“ in Wiblingen und in der Neu-Ulmer „Illeraue“ geförderte Grundwasser enthält im Durchschnitt rund 10 Milligramm Nitrat je Liter. Die deutsche Trinkwasserverordnung lässt 50 Milligramm je Liter zu.

Gemäß Trinkwasserverordnung wird das Ulmer und Neu-Ulmer Trinkwasser regelmäßig auf rund fünfzig Inhaltsstoffe untersucht. In allen Fällen unterschreitet das in Ulm und Neu-Ulm verteilte Wasser die jeweils zulässigen Werte. Was den Verbraucher besonders interessiert: Aus Ulmer Quellen fließt Wasser von zirka 13 Grad deutscher Härte, die Neu-Ulmer Wasserhärte beträgt zirka 16 Grad. Die SWU empfiehlt, Waschmittel nach dem Härtebereich 2 zu dosieren. Nach Ansicht der SWU braucht das Ulmer und Neu-Ulmer Wasser in den Haushalten nicht weiter enthärtet zu werden, wie zum Beispiel mit Hilfe von Ionen-Austauschern oder anderen Entkalkungsanlagen.

Info
Die kostenlose Führung durch das Wasserwerk findet am 22. März um 10.30 Uhr statt. Die SWU bittet um Anmeldung unter Telefon (08 00) 0 51 02 00 oder per Mail unter der Adresse energieberater[@]swu[.]de. Das Pumpwerk Donautal ist erreichbar über die Kastbrücke in der Wiblinger Allee (der Beschilderung folgen) oder über den Donauradweg vorbei am ehemaligen Bewährungsheim.

Sperrung Wiblinger Kanalbrücke
07. März 2013

Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm müssen, in der Rolle als Unterhaltspflichtiger, die Wiblinger Kanalbrücke am Illerkanal ab der 11. Kalenderwoche für Kraftfahrzeuge aller Art sperren lassen. Dies gilt auch für Rettungs- und Polizeifahrzeuge. Bei einer Brückenprüfung durch ein Statikbüro wurde festgestellt, dass die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet ist.

Die Kanalbrücke, die oberhalb vom Kraftwerk Neu-Ulm über den Illerkanal führt kann allerdings weiterhin von Fußgängern und Fahrradfahrern genutzt werden. Ursprünglich war die Brücke ohnehin nur für Anlieger freigegeben. Nach Rücksprache mit der Straßenverkehrsbehörde der Stadt Neu-Ulm muss keine Umleitung ausgewiesen werden. Ein Ersatz der Brücke ist bereits in Planung. Dieser Neubau wird voraussichtlich zum Herbst 2014 fertiggestellt sein.

PSW Blautal: Geologisch-hydrogeologisches Untersuchungsprogramm wieder aufgenommen
01. März 2013

Nachdem im Dezember die Pump- und Bohrarbeiten im Bereich des geplanten Pumpspeicherkraftwerks wegen zu geringer Temperaturen unterbrochen werden mussten, geht es am 4. März weiter mit den Arbeiten im Blautal.

Die Baustelle war kurz vor Weihnachten eingestellt worden, weil starker Frost Probleme mit dem Wassertransport für die Spülung der Bohrungen verursacht hatte. Zudem waren die für die Pumpversuche verlegten Wasserleitungen eingefroren. Insgesamt 17 Wochen soll das hydrogeologische Untersuchungsprogramm durchgeführt werden. Vier Wochen lang konnte bereits im letzten Jahr gepumpt werden. Während dieser Zeit wurden die Leistungstests der sieben eingerichteten Brunnen vollständig abgeschlossen. Die nächste Phase der Pumpversuche startet in diesen Tagen. Ziel der Pumpversuche ist es, die potentiellen Auswirkungen auf das Grundwasser im Blautal abzuschätzen.

Gleichzeitig werden auch die geologischen Untersuchungen wieder aufgenommen. Hierbei werden über 60 Löcher bis zu einer Tiefe von etwa 180 Metern und einem Durchmesser von 15 Zentimetern gebohrt. Die Bodenproben werden aus dem Bereich der Becken und entlang des Druckstollenverlaufs entnommen, um genauere Erkenntnisse über die Beschaffenheit des Baugrunds zu erhalten.

Sofern keine weiteren Unterbrechungen, wie zuletzt durch den winterlichen Frost, stattfinden müssen, können die Untersuchungen vor Ort voraussichtlich bis Juli abgeschlossen werden. Danach werden die gesammelten Daten ausgewertet. Sie dienen als Grundlage für das anstehende Planfeststellungsverfahren.
Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie unter www.psw-blautal.de.

Dr. Claus-Jürgen Deyle
Dr. Claus-Jürgen Deyle führt den Vorsitz im SWU-Konzernbetriebsrat. Das Ausscheiden langjähriger Betriebsräte machte die Neuwahl der Führungsriege erforderlich.
28. Februar 2013

Dr. Claus-Jürgen Deyle (49 Jahre) ist der neue Vorsitzende des Stadtwerke-Gesamtbetriebsrats. Er löst in dieser Funktion den langjährigen Konzernbetriebsratsvorsitzenden Hans-Peter Schaffner (60) ab. Schaffner hatte dieses Amt seit zwölf Jahren inne und ist im Februar in Altersteilzeit gegangen.

Da zwei weitere Kollegen an der Spitze des 13-köpfigen Betriebsrats für den Bereich Energie und Verwaltung ebenfalls in Altersteilzeit gegangen sind beziehungsweise diesen Schritt im Lauf des Jahres tun, musste die komplette Führungsriege neu bestimmt werden. So wurde Robert Gehres (52) zu Deyles Stellvertreter gewählt und nimmt diese Position auch im Konzernbetriebsrat wahr.

Ebenfalls neu im Führungskollegium ist Ingrid Heinrich (47). Dr. Deyle und Gehres gehören außerdem als zwei von fünf Arbeitnehmervertretern dem SWU-Aufsichtsrat an. In dieses Gremium waren sie von der Belegschaft im vergangenen Jahr gewählt worden.

Dr. Claus-Jürgen Deyle stammt aus Reutlingen. Der promovierte Chemiker kam 1998 zu den Stadtwerken und bekleidete seither die Stabsstelle für Umwelt und Arbeitssicherheit. Als Fachmann auf diesem Gebiet ist er auch Mitglied der „Lokalen Agenda 21“ in Ulm, seit 2011 als stellvertretender Vorsitzender. Dr. Deyle wird in der Lokalen Agenda weiterhin mitarbeiten.

Bahnstrecke Senden - Weißenhorn: Arbeiten zur Ertüchtigung beginnen
25. Februar 2013

Zuerst werden die Bahndämme von Gehölz befreit. Ab Juni werden die Gleise saniert und die Haltepunkte gebaut. Rund 10 Millionen Euro sind veranschlagt.

Nachdem die Regierung von Oberbayern den Beschluss zur Planfeststellung gefasst hat, beginnt die SWU Verkehr zügig damit, die 8,9 Kilometer lange Schienenstrecke zwischen Senden und Weißenhorn technisch auf den neuesten Stand zu bringen. Es müssen Nahverkehrszüge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h verkehren können. Die Vorarbeiten beginnen am Montag, 25. Februar. Dann werden die Bahndämme von Büschen und Bäumen befreit.

Schwerpunkt der Rodungen ist der ca. 150 Meter lange Gleisabschnitt östlich der Stelle, wo die NU 9 in Witzighausen die Bahnstrecke kreuzt. Um Platz für den neuen Haltepunkt Witzighausen zu schaffen, müssen dort ca. 50 Laubbäume gefällt werden. Es sind ausschließlich solche, die zu nahe am Bahnkörper stehen und den Zugbetrieb gefährden könnten. Einzelheiten bestimmt der Planfeststellungsbeschluss. Dieser sieht eine ökologische Bauüberwachung durch ein Fachbüro sowie Ausgleichsmaßnahmen für die gefällten Bäume vor. Die Rodungen werden bis 28. Februar abgeschlossen sein.

Vergabe der Arbeiten ist vorbereitet
„Die für die Modernisierung der Strecke erforderlichen Arbeiten haben wir bereits ausgeschrieben. Über die Auftragsvergabe wird der Aufsichtsrat in Kürze entscheiden“, sagt Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr. Die Arbeiten umfassen vier Bereiche:

  • Herrichten von Gleisen und Gleisschotter, Entwässerung der Bahndämme
  • Herrichten der bestehenden neun Bahnübergänge einschließlich der Schrankensicherung
  • Neubau der Haltepunkte Weißenhorn-Eschach, Witzighausen und Wullenstetten und Umbau des Haltepunktes im Bahnhof Weißenhorn
  • elektronische Streckensicherung

Die Gesamtkosten sind auf rund 10 Millionen Euro veranschlagt. Rund 2,5 Millionen Euro davon tragen der Freistaat Bayern gemeinsam mit den Städten Weißenhorn, Vöhringen und Senden für die Herstellung der Bahnübergänge und den Bau von zwei Park-and-Ride-Plätzen (in Wullenstetten und Witzighausen).

Haltepunkt Wullenstetten wird an der Heerstraße sein
Der Haltepunkt Wullenstetten wird gemäß Planfeststellungsbeschluss an der Heerstraße liegen. Die Regierung von Oberbayern stuft diesen Standort insgesamt betrachtet als etwas günstiger ein als die Alternative „Unter der Halde“. Die Behörde begründet dies damit, dass die Züge an der Heerstraße flüssiger an- und abfahren könnten. Am Standort „Unter der Halde“ dagegen müsste ein zweites Signal eingerichtet werden. Außerdem sei der Einstieg an dem gerade verlaufenden Bahnsteig der Heerstraße für die Fahrgäste komfortabler und sicherer. Der Bahnsteig im Bereich „Unter der Halde“ läge in einem Gleisbogen, was den Abstand zwischen Fahrzeug und Bahnsteigkante vergrößern würde.

Hauptbauphase läuft von Juni bis August
Die SWU Verkehr plant den folgenden Bauablauf. Im April beginnen die Arbeiten an den Bahnübergängen. Von Juni bis Ende August läuft der Gleisbau und es werden die Haltepunkte errichtet. Während dieser Hauptphase bleibt die Bahnstrecke geschlossen, der Güterverkehr wird über die Straße abgewickelt. Im September geht es an Restarbeiten wie zum Beispiel die Bahnübergangssicherungen. Die Modernisierung wird im Lauf des Novembers 2013 abgeschlossen werden, „damit die Züge wie vorgesehen ab dem nächsten Fahrplanwechsel rollen können“, so Ingo Wortmann.

Neubau Bürocenter Karlstraße 3: Stadtwerke steuern rund 10,8 Millionen Euro Eigenanteil bei
15. Februar 2013

Leistungen für das Grundstück, die Ausstattung und die Energiebilanz des Gebäudes konnten erst im Fortgang der Bauarbeiten endgültig kalkuliert werden.

Im späten Frühjahr werden rund 200 SWU-Mitarbeiter in den Neubau Bürocenter Karlstraße 3 einziehen. Wie bekannt, wird die SWU in dem fünfstöckigen Komplex gegenüber dem bekannten Glasbau Generalmieterin sein. Etwa zwei Fünftel der Fläche werden untervermietet, zum Beispiel an den Ebner-Verlag. Bauherr und Investor ist die Projektgesellschaft IVU GmbH und Co. KG aus Friedrichshafen. IVU trägt die Baukosten in Höhe von geschätzt 32 Millionen Euro. Das bebaute Grundstück bleibt allerdings im Eigentum der Stadtwerke (siehe letzter Absatz). „Als Grundstückseigentümer und Hauptmieter tragen die Stadtwerke 10,8 Millionen Euro für verschiedene Gewerke bei, die aus guten Gründen nicht in der ursprünglichen Investoren-Ausschreibung enthalten waren“, sagt Geschäftsführer Matthias Berz. Der SWU-Aufsichtsrat hat den Eigenanteil im Rahmen der Wirtschaftspläne, verteilt auf die einzelnen Baujahre, gebilligt.

So setzen sich die SWU-Eigenleistungen zusammen

» Mit rund 3 Millionen Euro zu Buche schlägt der Aufwand für das Grundstück.
Dabei war Unvorhersehbares zu bewältigen: Beim Abriss der alten Gebäude wurden Bodenbelastungen festgestellt, die über das hinausgingen, was im Vorfeld erkennbar gewesen ist. Der Boden war mit Bauschutt und Müll verfüllt. Zudem stießen die Bagger auf tief gelegene und in keinem Plan verzeichnete Untergeschosse, die in den Nachkriegsjahren überbaut worden waren. Diese Materialien mussten zur sicheren Gründung des Neubaus komplett entfernt werden. Bewusst nicht in der Ausschreibung enthalten war außerdem die Gestaltung des Vorplatzes zur Kreuzung Karlstraße/Neutorstraße hin. Dies auch unter dem Aspekt des künftigen Straßenbahnbaus. Zwischen den beiden SWU-Gebäuden wird die künftige Linie 2 ihre Auffahrt zur neu zu schaffenden Straßenbahnbrücke über die DB-Gleisanlagen haben. Der erwähnte Vorplatz wird dann vorübergehend als Ausweichfläche für den Autoverkehr gebraucht und erst anschließend endgültig gestaltet.

» Ein Posten von 3,9 Millionen Euro entfällt auf die Ausstattung des Gebäudes.
Damit ist mehr als nur die Möblierung angesprochen, die selbstverständlich auf Wünsche der künftigen Mieter eingeht und daher sinnvollerweise nicht Gegenstand der Investoren-Ausschreibung im Jahr 2010 war. So konnte nach erfolgter Vergabe die Planung zur besseren Vermietbarkeit nochmals optimiert werden. Zu dem Posten „Ausstattung“ gehören ferner die Einrichtung des Betriebsrestaurants und einer Tagesstätte für Kinder bis zu drei Jahren. Die Kita, betrieben von der Arbeiterwohlfahrt Ulm, ist für Kinder von SWU-Mitarbeitern gedacht, nimmt aber je nach Platzangebot auch den Nachwuchs von Familien der übrigen Mieter oder städtischer Mitarbeiter auf.

» Ein dritter Posten von noch einmal 3,9 Millionen Euro betrifft Aufwendungen, die die ursprünglichen Überlegungen zur Haustechnik fortschreiben.
„Als das Bürocenter 2005/06 geplant wurde, konnte niemand die Weiterentwicklung der Medientechnik voraussehen. Die Anforderungen sind gewachsen mit den Datenmengen, die heutzutage transportiert werden. Einen Standard zu planen und zu kalkulieren, der bis zur Bezugsfertigkeit des Gebäudes und über diesen Zeitpunkt hinaus noch ausreichen würde, war unmöglich“, nennt Matthias Berz ein Beispiel. Ähnliches gilt für die Beleuchtung. Die LED-Technik ist seit den ersten Planungen so weit fortgeschritten, dass ein Einsatz von stromsparenden Leuchtdioden heute sinnvoll ist. Eine spätere Umrüstung auf Leuchtdioden wäre nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohen Kosten möglich gewesen. Zum Posten Haustechnik zählen schließlich noch die Schließanlage und versetzbare System-Trennwände. Diese ermöglichen es, die Raumaufteilung der Büros bei Bedarf ohne großen Aufwand zu ändern.


Nachhaltiges Bauen hat seinen Preis


Über allem steht, dass der Neubau energetisch gesehen ein Vorbild sein wird. Was den Gesamtenergieverbrauch und die nachhaltige Gebäudebewirtschaftung anbelangt, werden Anforderungen erfüllt, die über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen. „Zu Recht wird dies von der SWU erwartet und war dementsprechend vom Aufsichtsrat vorgegeben worden. Das aber hat seinen Preis“, betont Matthias Berz. So wurde der Bau schon auf Basis der Pläne von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) begutachtet und mit der Bestnote bewertet. Das DGNB-Qualitätssiegel übertrifft herkömmliche Standards für „grünes Bauen“ deutlich. Denn es erfasst nicht nur den Wärmebedarf eines Gebäudes wie bei einem Passivhaus. Neben dem CO2-Einsparpotenzial und dem Primärenergiebedarf für Heizung, Kühlung und Beleuchtung werden beispielweise auch die Lebenszykluskosten des Neubaus, Belastungen durch die Baustelle selbst oder auch die Verankerung des Gebäudes im sozialen Kontext untersucht. So wurde besonders gewürdigt, dass der neue Bau die gesamte Umgebung im Bereich Karl-/Wilhelmstraße aufwertet, sowohl städtebaulich wie auch im sozialen Umfeld. „Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen prüft nach, ob die strengen Vorgaben in der Bauausführung tatsächlich umgesetzt worden sind. Diesen Nachweis wollen wir zusammen mit den Investoren führen“, bekräftigt Matthias Berz.

Info

Das „Bürocenter K 3“ wird nach dem Erbbaurecht gebaut. Das heißt: Der Investor IVU finanziert, errichtet, vermietet und betreibt das Gebäude, die Stadtwerke sind nach wie vor Grundstückseigentümer. IVU finanziert den Bau mit Hilfe der Baden-Württembergischen Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte (VA, Sitz in Tübingen). Die VA übernimmt das Gebäude zum 1. März 2013.

SWU-Bus fängt Feuer
Keine Personen kommen zu Schaden
15. Januar 2013

Am gestrigen Montagabend, den 14.01.2013 ist um ca. 18.00 Uhr ein Bus der SWU (Typ O 405, Baujahr 2001) in Brand geraten. Bei dem Vorfall kamen keine Personen zu Schaden. Der Fahrer des Fahrzeugs der Linie 6 bemerkte bei der Fahrt auf der Straßensteigung zur Uni einen Leistungsverlust des Motors. Nach der Kontaktaufnahme mit der Leitstelle wurde entschieden, das Fahrzeug sofort aus dem Kurs zu nehmen. Der Bus fuhr außerplanmäßig die nahegelegene Haltestelle „Universität Süd“ an um alle Fahrgäste gegen 17.50 Uhr aussteigen zu lassen.

Um 17.55 Uhr stellte der Busfahrer eine deutliche Rauchentwicklung im Fahrzeug fest. Daraufhin kam es innerhalb kürzester Zeit zum Teilausbrand des Fahrzeugs. Zu diesem Zeitpunkt war der Verkehrsmeister bereits vor Ort. Die alarmierte Feuerwehr traf gegen 18.05 Uhr ein. Während der Löscharbeiten wurden die Haltestellen „Universität Süd“ und „Botanischer Garten“ von 18.05 bis 19.55 Uhr gesperrt. Eine Busumleitung wurde umgehend eingerichtet. Busfahrer, Verkehrsmeister und Feuerwehr haben sich in der Situation vorbildlich verhalten. Personen kamen keine zu Schaden.

Als Brandursache des Fahrzeugs vermutet die SWU Verkehr einen technischen Defekt. Ein externer Gutachter erfasst die Ursache aktuell.

Zuletzt brannten am 17.7.2012 und am 19.9.2012 ein SWU-Bus. Die jeweiligen Brandursachen der verschiedenen Bustypen waren unterschiedlich und sind von einem Gutachter offiziell bestätigt. Der Brand am 17.7.2012 hatte einen Kabelbrand im geschlossenen Kabelbaum als Ursache. Der Brand am 19.9.2012 war auf einen technischen Defekt der Lichtmaschine zurückzuführen. Alle Fahrzeuge werden regelmäßig nach einem Brandpräventionsplan kontrolliert; der gestern ausgebrannte Bus (gleicher Bustyp des Busbrandes vom 17.7.2012) erst vor 3 Wochen.

Bei den regelmäßigen Wartungsarbeiten waren die betroffenen Busse nicht aufgefallen. Die SWU Verkehr wartet und überprüft ihre Busflotte weit über das erforderte Maß der Herstellervorgaben.

Mit sofortiger Wirkung werden die Busse dieser Baureihe einer intensiven Sonderuntersuchung unterzogen und sind derzeit nicht in Betrieb.

Pumpspeicherkraftwerk: Starker Frost veranlasst zur Unterbrechung des Untersuchungsprogramms im Blautal
17. Dezember 2012

Im Frühjahr dieses Jahres haben die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH (SWU) und die Firma Eduard Merkle im Bereich des geplanten Pumpspeicherkraftwerks im Blautal mit den geologisch- hydrogeologischen Untersuchungen begonnen. Nun müssen die Arbeiten im Blautal aufgrund des Wintereinbruchs unterbrochen werden.

Insbesondere für die seit Ende Oktober laufenden Pumpversuche macht der Frost die Arbeiten unmöglich. Die Baustelle musste eingestellt werden, weil Probleme mit dem Wassertransport für die Spülung der Bohrungen aufgetreten und die Wasserleitungen für die Pumpversuche eingefroren sind.

Gepumpt werden sollte über einen Zeitraum von insgesamt 17 Wochen. Die erste Phase der Pumpversuche, sprich die Leistungstests der Brunnen, konnte vollständig abgeschlossen werden. Durch die kältebedingte Unterbrechung wird die nächste Pumpphase nun ins Jahr 2013 verschoben. Möglichst rasch, sobald es die Witterung zulässt, sollen die Arbeiten wieder aufgenommen werden. Die dafür erforderliche wasserrechtliche Erlaubnis wurde vom Landratsamt Alb-Donau um ein Jahr verlängert. „Da wir erst im Spätherbst mit den Pumpversuchen beginnen konnten, haben wir schon damit gerechnet, dass uns der Wintereinbruch zur Unterbrechung unserer Tests zwingen würde. Aus diesem Grund haben wir bereits im November eine Verlängerung der wasserrechtlichen Genehmigungen beantragt“, so Projektleiter Peter Schmidberger von der SWU Energie GmbH.

Neben der Fortführung der Pumpversuche im kommenden Jahr stehen weitere Baugrundbohrungen im Bereich des Oberbeckens, entlang der Trasse des Druckstollens und an der Böschung auf der Ostseite des Unterbeckens an. Mit den Ergebnissen der Untersuchungen, die als Grundlage für die Erstellung der Planfeststellungsunterlagen dienen, wird nach wie vor im Laufe des Jahres 2013 gerechnet.

Schwaben Mobil und SWU Nahverkehr unterbreiten ein weiteres neues Angebot Die SWU bietet ihr finanzielles Limit in den tariflichen Auseinandersetzungen.
05. Dezember 2012

Die SWU Nahverkehr Ulm/Neu-Ulm als Auftraggeber der SchwabenMobil ist den finanziellen Forderungen von ver.di stark entgegengekommen.

Die zuletzt gestellten offenen Forderungen von ver.di wurden von der SWU intensiv geprüft. Im Ergebnis sind die Forderungen im Rahmen der Beauftragung durch die beiden Städte Ulm und Neu-Ulm für die SWU finanziell nicht umsetzbar sind. Das finanzielle Limit ist erreicht.

Die SWU steht zu Ihrem gestrigen Angebot, die Stundenlöhne für alle Fahrer um einen Euro zu erhöhen.

Das Büro zur Bezahlung von erhöhtem Beförderungsentgelt (EBE) bei der SWU Verkehr bleibt aus personellen Gründen zwei Tage geschlossen.
04. Dezember 2012

Das Büro zur Bezahlung von erhöhtem Beförderungsentgelt der SWU Verkehr in der Bauhoferstraße 9, ist am 6. und 7. Dezember 2012 aus personellen Gründen nicht besetzt.

Ab dem 10. Dezember 2012 ist das persönliche Begleichen von erhöhtem Beförderungsentgelt, sowie das nachträgliche Vorzeigen von Fahrkarten, wieder möglich. Die Fristen zum Bezahlen und Vorzeigen verlängern sich dementsprechend um zwei Tage.

Die EBE-Gebühren können aber auch auf das auf dem rosafarbenen EBE-Beleg angegebene Konto überwiesen werden.

Beladen wie der Weihnachtsmann? Der SWU-Gepäckbus sorgt für Entlastung.
29. November 2012

Gelassen bummeln und die Weihnachtseinkäufe erledigen, ganz unbeschwert. Besucher der Ulmer City können das wörtlich nehmen: An den vier Adventssamstagen können sie ihre Einkäufe im SWU-Gepäckbus in der Fußgängerzone deponieren – von der Stehlampe bis zu den neuen Skiern. Diesen kostenlosen Service bietet die SWU Verkehr erstmals wieder am Samstag, 1. Dezember an. Der Gepäckbus steht von 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr in der Ulmer Fußgängerzone an der Einmündung Bahnhofstraße/Wengengasse bereit. Dort erwarten SWU-Auszubildende die Einkaufsbummler. Die aufbewahrten Päckchen sind versichert.

Zur Wissenschaftsstadt in noch kürzerem Takt. Grimmelfinger sind künftig über die Linie 4 besser mit der Innenstadt verbunden. Ab 9. Dezember gilt der neue Fahrplan 2012/13
26. November 2012

Zu den Hauptverkehrszeiten alle drei Minuten zur Uni. Grimmelfingen und das Wohngebiet Lindenhöhe werden an Werktagen durchgehend alle 20 Minuten durch die Linie 4 bedient. Die neue Linie 14 verbindet das Industriegebiet Donautal mit Wiblingen und dem Kuhberg. Auf diese Angebotsverbesserungen kann sich der Fahrgast einstellen, wenn ab 9. Dezember der neue Fahrplan 2012/13 auf den SWU-Linien gilt. Die gute Nachricht für die Finanzen: Erreicht wird das alles ohne Mehrkosten dank sinnvoller Umschichtungen des bisherigen Angebots und prognostizierter Mehrerlöse.

„Die 3 alle 3 Minuten“

Busse, die so voll sind, dass sie mitunter an bestimmten Haltestellen durchfahren müssen, weil wirklich kein Fahrgast mehr ins Fahrzeug passt. Davon berichten gelegentlich Kunden, die morgens zur Wissenschaftsstadt wollen. Und dies, obwohl die Uni-Linie 3 zu den Hauptverkehrszeiten schon alle fünf Minuten fährt. Ab dem Fahrplanwechsel wird der Takt zwischen 7.30 und 8.00 Uhr sogar auf drei Minuten verdichtet – ein Novum auf der Route zur Wissenschaftsstadt. Nach halb acht gilt wieder der 5-Minuten-Takt. Zunächst bis etwa 10 Uhr und dann wieder nachmittags zwischen 15.30 Uhr und 19 Uhr. Selbst in den Semesterferien wird ab Dezember zu den Stoßzeiten der 5-Minuten-Takt angeboten. „Jeweils in der Fahrtrichtung mit der stärkeren Nachfrage“, präzisiert Matthias Einmahl, zuständig für die Angebotsplanung bei der SWU Verkehr. Das heißt: vormittags in Richtung Oberer Eselsberg und nachmittags hinunter in die Stadt. „Wir müssen jetzt noch einmal nachlegen und können nicht einfach warten, bis die Straßenbahnlinie fertig ist“, begründet Martin Pöhler, Leiter des SWU-Verkehrsmanagements, die abermalige Taktverdichtung. Der Nachfragedruck auf dieser Verbindung scheint nicht nachzulassen.

Neu: Linie 14 pendelt zwischen Wiblingen und Kuhberg

Ganz im Gegensatz zu anderen Abschnitten im Liniennetz, wo die Fahrgast-Nachfrage stark schwankte und die Busse je nach Tageszeit ziemlich leer blieben. Angesprochen ist die bisherige Linie 8. Auf ihrer ausgedehnten Runde zwischen den Endhaltestellen Pranger im Herzen Alt-Wiblingens und dem Blautal-Center (46 Minuten dauerte die einfache Fahrt) durchquerte die Acht das Industriegebiet Donautal, Grimmelfingen, den Kuhberg und die Blaubeurer Straße. Je nach Tageszeit wenige Fahrgäste wurden besonders auf zwei Abschnitten gezählt: zwischen Ehinger Tor und Schulzentrum Kuhberg sowie zwischen Wiblingen und Kuhberg. „Als Gesamtlinie betrachtet war die Acht schlecht ausgelastet und unwirtschaftlich“, begründet Planer Matthias Einmahl die nun eingeführte Neuerung. Die Nachfrage auf der alten Linie 8 bedienen künftig zwei Linien: die neu eingeführte Linie 14 und die Linie 10.

  • Die neue Linie 14 übernimmt die Verbindung Pranger – Donautal – Kuhberg Schulzentrum. Die 14 verkehrt montags bis freitags tagsüber im Halbstundentakt. Abends und am Wochenende fährt auf dieser Linie das Anruf-Sammeltaxi „MobilSAM 14“.
  • Den Abschnitt Ehinger Tor – Kuhberg der heutigen 8 bedienen im Schülerverkehr bei Bedarf Verstärkerbusse (E-Wagen) in Richtung Hauptbahnhof. Zudem fährt ja die Linie 4 im 10-Minuten-Takt vom Kuhberg über Rathaus zum Egertweg.
  • Die Verbindung Ehinger Tor – Hauptbahnhof – Blautal-Center übernimmt die Linie 10. Diese endet, vom Donautal kommend, heute am Hauptbahnhof und wird ab 9. Dezember zum Blautal-Center verlängert. Die Zehn fährt montags bis freitags jede Viertel- bzw. Halbestunde. Am Samstag verdichtet die Zehn ab 12.30 Uhr ihren Takt auf 20 Minuten, und zwar speziell zwischen Ehinger Tor und dem Einkaufszentrum. Das ist eine Verbesserung, denn die alte Linie 8 bediente diesen Ast an Samstagen nur jede halbe Stunde.

Mit der Vier alle 20 Minuten nach Grimmelfingen und zum Wohngebiet Lindenhöhe

In den Stadtteilen Lindenhöhe und Grimmelfingen wächst die Nachfrage kontinuierlich. Daher wird ab 9. Dezember der derzeitige Takt (tagsüber zweimal stündlich, abends einmal stündlich) auf 20 beziehungsweise 30 Minuten verdichtet. Dafür sorgt die Linie 4. Von der Neuen Straße, Ehinger Tor und Römerstraße aus kommend wird jeder zweite Kurs über die Haltestelle Kuhberg-Schulzentrum hinaus bis ins Zentrum Grimmelfingens verlängert. Dabei durchquert der Bus das Wohngebiet Lindenhöhe und bedient die Haltestellen Grimmelfinger Weg, Barbaralinde, Häberlinweg und Rathausstraße. Endhaltestelle ist die Eisenbahnstraße in Grimmelfingen. „Das neue Angebot deckt die tatsächlichen Fahrgastströme im Ulmer Westen deutlich besser ab“, urteilt Martin Pöhler. Dies ohne finanziellen Aufwand, denn alle Verbesserungen entspringen Umschichtungen des bisherigen Fahrplanangebots. „Das kostet die SWU Verkehr und die Stadtkasse keinen Cent mehr“, hebt Pöhler hervor.

Linie 13 bedient nun den Hochsträß

Aufgrund der steigenden Nachfrage wird die Linie 13 (Uni Süd – Kuhberg über Blautal-Center und Söflingen) auf einen 20-Minuten-Takt verdichtet. Neue Endhaltestelle der 13 ist „Am Hochsträß“. Dorthin fuhr bislang die Linie 4, die nun, wie erwähnt, über das Wohngebiet Lindenhöhe nach Grimmelfingen verkehrt. Auch die Linie 11 (Söflingen – Roter Berg) verkehrt ab Dezember alle 20 Minuten. Der heute zeitweise angebotene Viertelstundentakt verursacht zu lange Wartezeiten beim Umstieg in die Straßenbahnlinie 1.

Bis zum späten Samstagnachmittag alle 10 Minuten in die City

Leichter werden ab 9. Dezember die samstäglichen Einkaufsfahrten per Bus. Die ins Herz der Innenstadt führenden Linien behalten an Samstagen bis gegen 19 Uhr ihren werktäglichen Takt bei. Für die Linien 1, 3, 4 und 5 heißt das alle zehn Minuten. „Ein Angebot für alle diejenigen, die es satt sind, vor den Parkhäusern Schlange zu stehen“, so Angebotsplaner Matthias Einmahl. Und Berufstätige schließlich haben auf allen Innenstadt-Buslinien mehr Frühfahrten für den Schichtbeginn.

Schieflage des Strommarkts wirkt sich auf das SWU-Geschäft aus - Beteiligungen an Gemeinschaftskraftwerken werfen deutlich weniger Gewinn ab.
21. November 2012

Frühzeitig haben sich die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm auf die Liberalisierung des Energiesektors eingestellt. Sie haben vor etlichen Jahren schon die Möglichkeiten angepackt, die Stromerzeugung als neues Standbein aufzubauen und die traditionellen Geschäftsfelder Netzbetrieb und Stromvertrieb zu ergänzen. „Es ging darum, langfristig Erträge zu sichern, um den Fehlbetrag der Verkehrssparte ausgleichen zu können und dabei noch die Ausschüttungen an unsere städtischen Gesellschafter zu sichern“, beschreibt SWU-Chef Matthias Berz die Zielrichtung dieser Strategie. Seit etwa zwei Jahren jedoch gerät der Strommarkt zunehmend in Schieflage. Die Folgen treffen nun die SWU. Deren Beteiligungen an großen Gemeinschaftskraftwerken erweisen sich als nicht mehr so rentabel, wie mit Recht erwartet werden durfte. Denn unter dem Einfluss einer stark beschleunigten Energiewende haben sich die Mechanismen des Strommarktes zum Nachteil entwickelt, „übrigens sämtlicher Unternehmen, die wie wir in Kraftwerksneubauten investiert haben“, betont Berz.

Beispiel: Beteiligungskraftwerk Hamm

Beispielhaft zeigt diese Entwicklung das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk im nordrhein-westfälischen Hamm. Die SWU ist als einer von 28 Gesellschaftern mit 9,4 Prozent daran beteiligt. Das Kraftwerk produziert seit 2007 Strom, an dem die SWU bislang gut verdiente. Pro Jahr flossen dem Unternehmen rund eine halbe Milliarde Kilowattstunden Strom zu, die zum größten Teil auf dem Großhandelsmarkt verkauft wurden. Die erzielten Erträge waren anfangs sehr gut und leisteten einen wertvollen Deckungsbeitrag im Jahresabschluss. Dies ändert sich jetzt. Anstatt Gewinn drohen ab 2013 Verluste. Ausgelöst haben diese Wendung der extrem beschleunigte Ausbau der regenerativen Stromerzeugung und deren fehlende Integration in den Markt. Die so genannten EEG-Mengen sind über Plan gewachsen und kommen billig an die Strombörsen und in den Großhandel. Billig deshalb, weil die EEG-Mengen bereits über die Umlage auf der Stromrechnung der Haushalte bezahlt sind. Der Effekt: die Börsenpreise für Strom sinken und damit auch die Preise auf dem Großhandelsmarkt, der sich an den Börsen orientiert. Für die SWU heißt das: Sie kann den aus Hamm bezogenen Strom nur unter Gestehungspreis verkaufen. Denn bezogen wird dieser Strom zu einem Preis, der sich an den tatsächlichen Erzeugungskosten ausrichtet. „Die Differenz zu den praktizierten Großhandelspreisen wird immer größer“, sagt Berz, „es drohen uns Verluste. Daher müssen wir Rückstellungen bilden und diese werden das SWU-Jahresergebnis belasten“.

Noch prekärer ist die Lage beim Kohlekraftwerk Lünen. Die SWU hält 5,3 Prozent Gesellschafteranteile. Das Kraftwerk wird voraussichtlich 2013 in Betrieb gehen und „ab der ersten erzeugten Kilowattstunde Strom Verluste einbringen“, so Matthias Berz. Diese Lage hatte sich abgezeichnet, so dass die SWU schon 2010 und 2011 Rückstellungen gebildet hatte, in Summe 5,9 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr ist eine zusätzliche, wahrscheinlich höhere Rückstellung vorgesehen.

Laufende Projekte verlangsamt weiterentwickeln, ohne Investitionen zu beschließen


Für die noch im Projektstadium – und noch nicht im Bau – befindlichen Kraftwerksprojekte bedeutet das: „Wir können derzeit keine weiteren Investitionsentscheidungen treffen. Wir werden die Projekte gleichwohl weiterentwickeln, jedoch verlangsamt und ohne größere Summen zu investieren“, kündigt Berz an. Betroffen davon sind die Vorhaben in der Region: im Blautal, wo ein Stromspeicher geplant ist, und in Leipheim. Dort projektiert die SWU ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk. Politisch bleiben die Stadtwerke nicht untätig. Über die Verbände soll auf die Entscheidungsträger eingewirkt werden, damit sich die Rahmenbedingungen wieder zugunsten der unverzichtbaren Kraftwerke ändern. „Ohne diese Kraftwerke wird die Energiewende ja gar nicht gelingen“, ist Berz überzeugt. „Wo soll der Strom denn herkommen, wenn Windflaute herrscht und sich die Sonne nicht zeigt, wie jetzt im November?“. Gas- und Dampfturbinenkraftwerke, die zu jeder beliebigen Zeit die Leistungsreserve ans Netz bringen können, müssen angemessen entgolten werden. „Für ihre tatsächlich verfügbare Leistung, ob sie abgerufen wird oder nicht. Das würde die nötigen Investitionsanreize setzen“, fordert Matthias Berz.

Genussrechtseinlage der Städte Ulm und Neu-Ulm

In dieser angespannten Situation wollen die Städte Ulm und Neu-Ulm ihren Stadtwerken den Rücken stärken. Zur Erhöhung des SWU-Eigenkapitals hat der Hauptausschuss der Stadt Ulm ein Genussrechtsdarlehen in Höhe von 18,7 Millionen Euro empfohlen. Neu-Ulm entscheidet in Kürze über die Höhe seines Darlehens. Die Kapitalerhöhung erleichtert der SWU die Kreditaufnahme auf dem Kapitalmarkt. Diese Maßnahmen zielen vor allem ab auf die Investitionen, denen sich die SWU in den nächsten Jahren in der Verkehrssparte gegenübersieht. Dies betrifft den kommunalpolitisch gewollten Ausbau des Ulmer Straßenbahnnetzes auf zwei Linien. In der mittelfristigen Finanzplanung sieht die SWU in den nächsten fünf Jahren 30 Millionen Euro vor für Maßnahmen im Zusammenhang mit der geplanten Linie 2 zur Wissenschaftsstadt und zum Kuhberg. Den größten Brocken stellt die Beschaffung zusätzlicher Straßenbahnwagen dar. Dafür gibt es keine öffentlichen Zuschüsse.

Das operative Ergebnis wird 2012 voraussichtlich positiv sein

Das operative Ergebnis der SWU wird 2012 nach den aktuellen Hochrechnungen positiv sein. Erst die bilanzielle Maßnahme der Drohverlustrückstellungen zum Jahresabschluss wird das Bilanzergebnis negativ werden lassen. Das dient der Vorsorge für die erwarteten Verluste aus dem Verkauf der Strommengen, die in Lünen in den kommenden Jahren für die SWU produziert werden. Die Rückstellungen werden dann in diesen Jahren zum Ausgleich aufgelöst. „Es besteht daher kein Grund zur Sorge um die Zukunft der SWU als Ganzes“, unterstreicht Berz. Angesichts der aktuellen Strommarkt-Situation wurden allerdings sämtliche geplanten Investitionsmaßnahmen auf den Prüfstand gestellt. Auf den Weg gebracht wurde ein Projekt zur Prüfung und Verschlankung der Prozesse innerhalb des Unternehmens. Das Motto lautet „SWU fit für die Zukunft“.

Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Leipheim: Aufsichtsrat gibt grünes Licht für die weitere Projektierung
21. November 2012

Das 1.200 Megawatt-Kraftwerk, das die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH auf dem ehemaligen Gelände des Leipheimer Fliegerhorsts planen, wird auch 2013 weiter vorangetrieben.

Die Bauleitplanung läuft auf Hochtouren: Im vergangenen Sommer fand die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung statt. Die zweite Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung wird voraussichtlich im Frühjahr des kommenden Jahres starten können. In den kommenden Jahren stehen schließlich die Genehmigungen für die Kraftwerksanbindungen aus: die Kühlwasseraus- und Rückleitung, die Gas- sowie die Stromanbindung; außerdem die Genehmigung des Kraftwerks selbst, im Sinne des Bundesimmissionsschutzgesetzes. Im Rahmen dieses Verfahrens werden die Sicherheit der technischen Anlage und deren Umwelteinflüsse untersucht. Parallel dazu wird auch die Genehmigung nach dem Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushaltes in Verbindung mit dem Bayerischen Wassergesetz (BayWG) durchgeführt. Bis 2015 könnten die Verfahren abgeschlossen sein: Der Weg für den Baubeschluss wäre somit frei.

Problem: Strommarktdesign

Das GuD Leipheim wird im Energiekonzept der Bayerischen Staatsregierung „Energie innovativ“ als eines von fünf potentiellen Projekten in Bayern erwähnt, das die notwendige Kapazitätserweiterung durch den Wegfall der Kernenergie kompensieren soll. Derzeit entfaltet der aktuelle Strommarkt jedoch keine Investitionsanreize zum Bau neuer fossiler Kraftwerke. Gesicherte Leistung wird am Markt nicht entsprechend vergütet. Im Gegenteil: Der seit 2008 sinkende Strompreis an der Börse wirkt durch den massiven Zubau der erneuerbaren Energien ebenfalls negativ auf die Wirtschaftlichkeit von Projekten, wie das der SWU in Leipheim.

„Wir brauchen ein anderes Marktdesign. Der Bau von hocheffizienten, flexiblen Gas- und Dampfturbinenkraftwerken muss sich wieder lohnen. Sonst wird auch bei uns der Baubeschluss für das GuD Leipheim nicht fallen können“, so Jürgen Schäffner, technischer Geschäftsführer der SWU Energie GmbH. Trotz dieser Situation hat der Aufsichtsrat der SWU kürzlich den Weg für die Fortführung der Projektierung des Kraftwerks freigemacht. Ivo Gönner, Oberbürgermeister der Stadt Ulm und SWU-Aufsichtsratsvorsitzender begründet die Entscheidung: „Wir sind der Überzeugung, dass Süddeutschland zur Gewährleistung der Systemstabilität und zur Versorgungssicherheit Kraftwerke wie das GuD Leipheim braucht. Die Politik hat diese Ansicht ebenfalls immer wieder deutlich vertreten. Wir gehen also davon aus, dass die Bundesregierung die notwendigen Entscheidungen fällen wird.“

Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Leipheim: Energie für Schwaben
19. November 2012

Der Landkreis Günzburg, die Stadt Leipheim, die große Kreisstadt Günzburg und die Gemeinde Bubesheim, auf deren Gemarkungen sich der ehemalige Fliegerhorst Leipheim befindet, entwickeln das Gelände gemeinsam als interkommunales Gewerbegebiet. Im südwestlichen Teil des insgesamt rund 256 Hektar großen Geländes plant die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH auf 18 Hektar den Bau eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks (GuD). Installiert werden könnte eine elektrische Leistung von bis zu 1.200 Megawatt.

Die geplante Anlage bringt im Betrieb einen elektrischen Wirkungsgrad von rund 60 Prozent und verfügt über eine hohe Flexibilität und geringe Emissionen. Durch die kurzen Anfahr- und Regelzeiten kann das Kraftwerk schnell und flexibel seine Leistung an den aktuellen Bedarf anpassen und wird damit zum idealen Partner der erneuerbaren Energien. Das Projekt mit einer Investitionssumme von rund 900 Mio. € wollen die SWU gemeinsam mit anderen kommunalen Partnern realisieren. Im Jahr 2018 könnte das Kraftwerk in Betrieb genommen werden.

Das GuD Leipheim ist nicht nur ein Beitrag zur Energiewende, sondern auch ein entscheidender Schritt für die SWU, auf dem Weg zu mehr Unabhängigkeit vom Großhandelsmarkt.

Projektstand: Bauleitplanung läuft auf Hochtouren

Im vergangenen Sommer fand die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung, sprich die erste öffentliche Auslegung der Bebauungs- und Flächennutzungspläne im Zusammenhang mit dem Kraftwerksprojekt statt. Bei den zuständigen Kommunen und dem Landratsamt Günzburg sind mehrere Stellungnahmen zu den Grundzügen der Planungen eingegangen, die derzeit geprüft werden und schließlich in die Ausarbeitung der konkreten Pläne mit einfließen. Die zweite Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen der Bauleitplanung wird voraussichtlich im Frühjahr des kommenden Jahres starten können. Ebenfalls bis dahin wird die artenschutzrechtliche Untersuchung des Standorts durchgeführt, die beispielsweise die Erfassung der auf dem Grundstück vorkommenden Vogelarten und Amphibien vorsieht.

In den kommenden Jahren stehen schließlich die Genehmigungen für die Kraftwerksanbindungen aus: die Kühlwasseraus- und Rückleitung, die Gas- sowie die Stromanbindung; außerdem die Genehmigung des Kraftwerks selbst, im Sinne des Bundesimmissionsschutzgesetzes. Im Rahmen dieses Verfahrens werden die Sicherheit der technischen Anlage und deren Umwelteinflüsse untersucht. Parallel dazu wird auch die Genehmigung nach dem Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushaltes in Verbindung mit dem Bayerischen Wassergesetz (BayWG) durchgeführt. Bis 2015 könnten die Verfahren abgeschlossen sein: Der Weg für den Baubeschluss wäre somit frei.

Problem: Strommarktdesign

Das GuD Leipheim wird im Energiekonzept der Bayerischen Staatsregierung „Energie innovativ“ als eines von fünf potentiellen Projekten in Bayern erwähnt, die die notwendige Kapazitätserweiterung durch den Wegfall der Kernenergie kompensieren soll. Derzeit entfaltet der aktuelle Strommarkt jedoch keine Investitionsanreize zum Bau neuer fossiler Kraftwerke. Gesicherte Leistung wird am Markt nicht entsprechend vergütet. Im Gegenteil: Der seit 2008 sinkende Strompreis an der Börse wirkt durch den massiven Zubau der erneuerbaren Energien ebenfalls negativ auf die Wirtschaftlichkeit von Projekten, wie das der SWU in Leipheim.

„Wir brauchen ein anderes Marktdesign. Der Bau von hocheffizienten, flexiblen Gas- und Dampfturbinenkraftwerken muss sich wieder lohnen. Sonst wird auch bei uns der Baubeschluss für das GuD Leipheim nicht fallen können“, so Jürgen Schäffner, technischer Geschäftsführer der SWU Energie GmbH. Trotz dieser Situation hat der Aufsichtsrat der SWU dieser Tage den Weg für die Fortführung der Projektierung des Kraftwerks freigemacht. Ivo Gönner, Oberbürgermeister der Stadt Ulm und SWU-Aufsichtsratsvorsitzender begründet die Entscheidung: „Wir sind der Überzeugung, dass Süddeutschland zur Gewährleistung der Systemstabilität und zur Versorgungssicherheit Kraftwerke wie das GuD Leipheim braucht. Die Politik hat diese Ansicht ebenfalls immer wieder deutlich vertreten. Wir gehen also davon aus, dass die Bundesregierung die notwendigen Entscheidungen fällen wird.“

Weitere Informationen zum Projekt erfahren Sie unter www.gud-leipheim.de.

Höhere Umlagen und Abgaben verteuern den Strom ab 1. Januar
26. Oktober 2012

Durchschnittlicher Haushalt bezahlt 10,8 bis 11,5
Prozent mehr. 158 Euro der jährlichen Stromrechnung fließen in die Förderung erneuerbarer Energien.

Zum 1. Januar erhöht der Gesetzgeber ein ganzes Bündel von Abgaben und Umlagen, die fester Bestandteil des Strompreises sind. Das wirkt sich auch auf die Kunden der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm aus. Kunden im Vertragstyp „Grundversorgung“ zum Beispiel bezahlen ab 1. Januar 2013 für die Kilowattstunde brutto 3,127 Cent mehr. „Die Stadtwerke kommen nicht umhin, diese Anpassungen eins zu eins weiterzugeben“, sagt Geschäftsführer Matthias Berz.

Für einen typischen Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.000 Kilowattstunden (kWh) bewegen sich die Mehrkosten zwischen 82 und 94 Euro im Jahr. Je nach Vertragsart erhöht sich die Stromrechnung dadurch um 10,8 bis 11,5 Prozent (siehe beigefügte Tabelle). Wie sich die Anpassung im Einzelfall der unterschiedlichen Vertragsarten auswirkt, teilt die SWU brieflich mit. Betroffen sind rund 56.000 Kunden in den Verträgen „Grundversorgung“ und „SWU NaturStrom“ sowie 85.000 Kunden im Vertragstyp „SWU SchwabenStrom“. Auch die Stromheizung kostet ab 2013 mehr. Ein Haushalt mit einem Verbrauch von 10.000 kWh im abgesenkten Nachttarif und 2.500 kWh im regulären Tagtarif bezahlt rund 318 Euro oder 13,6 Prozent mehr im Jahr. Betroffen sind rund 6.000 Haushalte.

Ein Bündel von Zusatzkosten und wie es sich zusammensetzt

Der Löwenanteil an der Preiserhöhung geht auf das Konto der neu berechneten Umlage für die Einspeisung von Ökostrom. Der am 15. Oktober veröffentlichte EEG-Satz (Umlage nach dem Erneuerbare- Energien-Gesetz) schlägt künftig mit 6,28 Cent brutto je Kilowattstunde auf der Stromrechnung zu Buche. Das sind 2 Cent mehr als bisher – Folge des massiven Zubaus regenerativer Erzeugungsanlagen und der entsprechend zu vergütenden Strommengen. Noch einmal rund 1,2 Cent brutto fällig wird in Summe durch die Erhöhung von drei weiteren Abgaben:

  • Zum 1. Januar steigt die Umlage zur Förderung der Stromerzeugung aus der Kraft-Wärme-Kopplung um rund 0,2 Cent je Kilowattstunde.

  • Die Betreiber der den SWU-Netzen vorgelagerten Netze, über die der Strom nach Ulm und Neu-Ulm fließt, verlangen ab Januar rund 0,6 Cent mehr Nutzungsentgelt je Kilowattstunde. Dies hat die Bundesnetzagentur als Regulierungsbehörde zugestanden.

  • Zusätzlich die Stromrechnung belasten wird eine erst 2012 neu eingeführte Bestimmung der Stromnetzentgeltverordnung. Danach kommen die Haushalte per Umlage dafür auf, wenn energieintensive Betriebe von den Netzentgelten befreit werden. Diese Umlage ist für das Jahr 2013 auf rund 0,4 Cent je Kilowattstunde festgesetzt worden, bislang waren es knapp 0,2 Cent.

Den Stromversorgern bleibt sehr wenig Spielraum

„Wie man sieht, wird der Strompreis in der Zwischenzeit durch ein ganzes Paket von Zusatzkosten belastet. Die Versorgungsunternehmen ziehen diese Abgaben lediglich ein und führen sie wieder ab. Es ist damit kein Cent mehr Geld verdient für die SWU“, hebt Matthias Berz hervor. Für die SWU gebe es auch kaum Spielraum zur Entlastung der Kunden. Ein Ansatz wäre der im Jahr 2012 tatsächlich gesunkene Preis an den Strombörsen. „Unsere Kosten für den Stromeinkauf 2013 sind jedoch nur leicht um rund 0,2 Cent je Kilowattstunde zurückgegangen, da wir eher langfristig beschafft haben“, so Matthias Berz. Das hat den jetzt festgelegten SWU-Endkundenpreis insofern gedämpft, dass er im Jahresverlauf 2013 stabil bleiben wird, auch wenn die Zusatzkosten weiter steigen. „Denn das nächste Kapitel gesetzlicher Abgaben wird schon geschrieben“, betont Berz. Gemeint ist die so genannte Offshore-Haftungsumlage. Diese soll 2013 eingeführt werden und Verbraucher an den Kosten für den verspäteten Netzanschluss von Windparks auf hoher See beteiligen. Einen entsprechenden Beschluss hat das Bundeskabinett gefasst, das Parlament soll im Dezember grünes Licht geben. „Zum ökologischen Umbau der Energieversorgung gibt es keine Alternative. Dieser Umbau hat aber seinen Preis“, fasst Matthias Berz zusammen.

Haushalt bezahlt pro Jahr 158 Euro für erneuerbare Energien

Künftig fließen rund 158 Euro aus der jährlichen Stromrechnung eines typischen SWU-Haushaltskunden in die EEG-Förderung (siehe Tabelle). Das macht rund ein Fünftel an der Stromrechnung aus, mehr als zum Beispiel der Anteil der Mehrwertsteuer. Der gesamte Kostenblock „Steuern und Abgaben“ erreicht 2013 einen Anteil von 50 Prozent. „Rechnet man die Netznutzungsentgelte hinzu, so wird klar: Etwa drei Viertel des Strompreises sind vorgegeben und lassen sich durch die Stadtwerke gar nicht beeinflussen“, schließt Matthias Berz.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im PDF

Verfahren zur Planfeststellung beginnt in Kürze
22. Oktober 2012

Wie können Bürger ihre Rechte wahrnehmen? Stadt und SWU Verkehr laden am 24. Oktober ins Kornhaus ein.

Die Unterlagen zum Bau der zweiten Ulmer Straßenbahnlinie erhalten derzeit ihren letzten Schliff. Voraussichtlich Ende Oktober wird die SWU Verkehr das umfangreiche Planwerk – es sind neun Aktenordner – nach Tübingen schicken. Dort hat das Regierungspräsidium seinen Sitz. Die Behörde soll das Vorhaben, den Kuhberg und die Wissenschaftsstadt ans Ulmer Tramnetz anzuschließen, planfestellen. Der spätere Planfeststellungsbeschluss wird durch ein gesetzlich genau vorgeschriebenes Verfahren vorbereitet.

Die Regularien und, im Besonderen, die für den Bürger vorgesehenen Mitwirkungsrechte erläutern Stadt Ulm und Stadtwerke am 24. Oktober im Ulmer Kornhaus (Beginn 19 Uhr). Fragen beantworten wird an diesem Abend auch Petra Stark vom Regierungspräsidium Tübingen. Zudem geben Stadt und SWU einen Ausblick auf den weiteren Bürgerdialog.

Wichtiger Zwischenschritt

Der Antrag auf Planfeststellung ist ein wichtiger Zwischenschritt bei dem Vorhaben. „Dass wir diese Wegmarke so zügig erreichen, verdanken wir nicht zuletzt der regen Beteiligung der Bürger an dem bisherigen Dialog“, erklärt Ulms Baubürgermeister Alexander Wetzig. Auf diesem Wege seien viele Vorschläge bereits vor dem Genehmigungsverfahren aufgenommen und in die Planunterlagen eingearbeitet worden. Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr, hält den bisherigen Bürgerdialog ebenfalls für fruchtbar: „Zusammen mit den Bürgern wurde solide Vorarbeit geleistet. Das hat das Verfahren wesentlich unterstützt, weshalb ich von einer hohen Akzeptanz der mehrfach verfeinerten Planungen ausgehe. Nun ist das Regierungspräsidium Tübingen am Zug“.

Bürger wenden sich an die Genehmigungsbehörde

Im Verlauf des Planfeststellungsverfahrens prüfen alle betroffenen Institutionen die eingereichten Unterlagen unter der Regie des Regierungspräsidiums. Bürgerinnen und Bürger sind ebenfalls eingebunden: Sie haben Gelegenheit, die öffentlich ausgelegten Unterlagen einzusehen und können bei Bedarf schriftlich Einwendungen erheben. Die Informationsveranstaltung im Kornhaus gibt Auskunft darüber, welche Mitwirkungsrechte die Bürger im Einzelnen haben, wie sie diese Rechte wahrnehmen können und welche Termine, Fristen und Formalitäten dabei zu beachten sind.

Schwaben Mobil und SWU Verkehr unterbreiten ein neues Angebot
19. Oktober 2012

Ergänzung auf der Grundlage des bestehenden bayerischen Tarifvertrags soll eine Anhebung der Löhne ermöglichen. Streiks sind ausgesetzt.

Um Bewegung in den seit Monaten andauernden Tarifkonflikt mit der Gewerkschaft Verdi zu bringen, unterbreiten Schwaben Mobil und SWU Verkehr jetzt ein neues Angebot. Auf der Basis des weiterhin gültigen Tarifvertrags des bayerischen Omnibusgewerbes (LBO) wollen die Unternehmen mit Verdi eine Zusatzvereinbarung abschließen, die die Fahrerlöhne bis zum Jahr 2015 schrittweise anhebt. Einzelheiten zu der vorgeschlagenen Vereinbarung werden zügig ausgearbeitet. Ermittelt wird auch, wie viel das Angebot kosten wird und wie es finanziert werden kann. „Bei dem Vorschlag bliebe die Schwaben Mobil in ihrem angestammten Tarifvertrag, das ist uns wichtig“, kommentiert Geschäftsführer Werner Ziegelmeier. Unmittelbares Ergebnis des Verhandlungsvorschlags ist, dass der Streik ausgesetzt wird. Seit Freitagnachmittag 14 Uhr fahren alle Busse auf den SWU-Linien wieder planmäßig.

Die Wirksamkeit der ausgesprochenen Änderungskündigungen gegen vier Schwaben-Mobil-Fahrer muss noch mit der technischen Aufsichtsbehörde Straßenbahn abschließend geklärt werden. Die Fahrer hatten im Lauf der Streikmaßnahmen mit Bussen absichtlich die Straßenbahngleise blockiert. Dies ist ein schwerwiegender Eingriff in die Bau- und Betriebsordnung Straßenbahn.

PSW Blautal: Pumpversuche starten
18. Oktober 2012

Die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH (SWU) und die Firma Eduard Merkle lassen seit April die geologisch-hydrogeologischen Untersuchungen im Bereich des geplanten Pumpspeicherkraftwerks im Blautal durchführen.

Nachdem die Brunnen gebohrt und einige Bohrlöcher mit Messgeräten zum Grundwasserstand ausgestattet wurden, kann nun mit den Pumpversuchen begonnen werden.

Die Pumpversuche starten am 22. Oktober und werden sich über einen Zeitraum von rund 17 Wochen hinziehen. Ziel der Untersuchung ist es, potenzielle Auswirkungen auf das Grundwasser im Blautal abschätzen zu können. Durch die Pumpversuche kann die Wasserdurchlässigkeit des Untergrundes ermittelt und das Ausmaß der möglichen Grundwasserschwankungen simuliert werden. Die Ergebnisse aus den Untersuchungen stellen schließlich die Grundlage für die Erstellung der Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren zur Genehmigung des Projektes dar.

Alle erfassten Wasserstände werden aufgezeichnet und nach Ende des Untersuchungszeitraums ausgewertet. Mit konkreten Ergebnissen ist im Laufe des Jahres 2013 zu rechnen. Danach wird der gemeinsame Arbeitskreis aus Kommunen, Bürgerinitiative, Öko-Institut und Projektträgern im Rahmen einer öffentlichen Bürgerveranstaltung über die Resultate informieren und diskutieren.

Neben den Auswirkungen der Pumpversuche auf den Wasserhaushalt der Umgebung, werden in den kommenden Wochen – wie vorgesehen – weitere Löcher im Bereich des geplanten Druckstollenverlaufs und im Bereich der Beckenstandorte gebohrt. Hierbei geht es vor allem darum Bodenproben zu entnehmen, um nähere Erkenntnisse über den Baugrund und die Bodenbeschaffenheit zu erhalten.

Weitere Informationen zum Projekt und Details zum Untersuchungsprogramm finden Sie unter www.psw-blautal.de 

Öpfingen: Stadtwerke sanieren die Dämme des Donaukanals
10. Oktober 2012

Damm wird neu befestigt. Wild gewachsene Bäume müssen raus. Der Fußgängersteg wird nächstes Jahr durch einen Neubau ersetzt.

Oberhalb des Wasserkraftwerks Öpfingen sind ab 15. Oktober Motorsägen zu hören. Der Wasserbautrupp der Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU Energie fällt an den Böschungen beiderseits des Donaukanals Bäume und schneidet das Buschwerk zurück. Die vom Regierungspräsidium Tübingen genehmigte Aktion ist Teil der anstehenden Dammsanierung. „Seit dem Bau des Kraftwerks im Jahr 1923 konnte sich die Natur ungestört ausbreiten. Das macht heute die Attraktivität des Gebiets bei Naturfreunden und Spaziergängern aus. Andererseits gefährden die Baumwurzeln die Standsicherheit der Dämme und diese haben sich im Lauf der Zeit auch gesetzt.

Damit halten die Dämme dem Wasserdruck auf die Dauer schlechter stand“, beschreibt Sebastian Gratzl von der SWU Energie das Problem. Um den Böschungen neue Festigkeit zu geben und den ursprünglich genehmigten Zustand wiederherzustellen, habe man sich nun zu einer umfassenden Dammsanierung entschlossen. Diese betrifft auf der südlichen Kanalseite einen rund 1.000 Meter langen Abschnitt, auf dem nördlichen Damm sind es rund 700 Meter.

Nach dem Roden wird der Dammkörper ausgebessert, um bis zu 50 Zentimeter aufgeschüttet und neu abgedichtet. Die wasserseitige Böschung sichern werden künftig massive Wasserbausteine. Die etwa 40 mal 50 Zentimeter großen Natursteine werden in das Kanalbett eingelassen und mit Beton fixiert. In den Fugen kann sich Vegetation bilden. Auf der Dammkrone wird abschließend beiderseits des Kanals ein zwei Meter breiter, befestigter Weg angelegt – für Unterhaltsarbeiten und für Spaziergänger. „Wenn das Wetter mitspielt, wird die Dammsanierung voraussichtlich Ende des Jahres abgeschlossen sein“, sagt Sebastian Gratzl. Während der Arbeiten sind die Dämme für Spaziergänger nur abschnittsweise begehbar.

Im nächsten Jahr steht noch der Neubau des Fußgängerstegs nahe der Kläranlage auf dem Programm. An dem Steg hat der Zahn der Zeit genagt. Er ist nicht mehr verkehrssicher und wird daher durch einen Neubau ersetzt. Der neue Steg wird nur wenige Meter unterhalb des heutigen Standorts errichtet. Für die Dammsanierung geben die Stadtwerke rund 500.000 Euro aus, Abbruch und Neubau des Stegs kosten noch einmal rund 200.000 Euro.

Streiks bei Schwaben Mobil: Lohnforderungen gefährden die Arbeitsplätze
05. Oktober 2012

Gesetzesnovelle lässt die Ausschreibung von Nahverkehrsleistungen in Ulm/Neu-Ulm ausdrücklich zu. Direktvergabe hat nur Chancen bei günstigem Lohnniveau

Schwaben Mobil, das derzeit bestreikte Subunternehmen der SWU Verkehr, muss angesichts der von der Gewerkschaft ver.di erhobenen Lohnforderungen weiter um die Verlängerung seines Fahrauftrags bangen. Daran hat sich durch den jüngst durch mehrere Bundestagsfraktionen eingebrachten Vorschlag zum Personenbeförderungsgesetz nichts geändert. Die Fraktionen haben sich am 14. September darüber verständigt, eine im EU-Recht mögliche, ausschreibungsfreie Direktvergabe durch Städte oder Landkreise ins deutsche Recht zu übernehmen. Eine solche Direktvergabe ist aber an Bedingungen geknüpft.

Kurzsichtige Lohnforderungen setzen langfristig Arbeitsplätze aufs Spiel

Über diese Bedingungen spricht die Gewerkschaft in ihrer Verlautbarung nicht. Richtig ist: Es gibt einen Beschluss zum Personenbeförderungsgesetz, der von einer breiten Mehrheit getragen wird und der die in der EU-Verordnung 1370/2007 enthaltene Direktvergabe in deutsches Recht überträgt. Richtig ist aber auch, dass die Aufgabenträger Stadt Ulm und Landkreis Neu-Ulm weiterhin die Nahverkehrsleistungen ausschreiben dürfen.

Entscheidend dabei ist: Eigenwirtschaftliche Verkehre – also solche, die ohne Zuschüsse auskommen – genießen weiterhin Vorrang. Das Szenario könnte dann so aussehen: Würde sich die Stadt Ulm 2019 wieder für eine Direktvergabe entscheiden und müsste Zuschüsse zahlen, die anfallen, wenn die aktuellen Gewerkschaftsforderungen erfüllt würden, erhielte ein Unternehmer, der konkurrierend einen eigenwirtschaftlichen Antrag einreichte, die Genehmigungen. SWU beziehungsweise Schwaben Mobil gingen dann leer aus. Darüber hinaus sind die SWU-Verkehrsleistungen speziell in Neu-Ulm unter den neuen Regularien perspektivisch sogar noch stärker gefährdet, ausgeschrieben zu werden.

Daher ist es aus heutiger Sicht nicht zu verantworten, die Kosten für die SWU bzw. die Schwaben Mobil zu erhöhen. „Die aktuellen Lohnforderungen von ver.di sind nur als kurzsichtig zu bezeichnen und schaden den langfristigen Interessen der Arbeitnehmer“, so Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr.

Frei erfundene Gewerkschaftsbehauptungen

Schwaben Mobil und SWU Verkehr treten ferner Gewerkschaftsbehauptungen entgegen, nach denen streikende Fahrer unter Druck gesetzt würden. Von „offenen und versteckten Drohungen“ hat ver.di in einer Pressenotiz gesprochen. Streikenden würden angeblich „Prämien“ geboten, wohl für die Nicht-Teilnahme am Streik, oder ihnen würde mit der „Nichtverlängerung des Arbeitsvertrags gedroht“. „Diese Behauptungen weisen wir in aller Form zurück. Sie sind frei erfunden und absurd“, sagt Schwaben-Mobil-Geschäftsführer Werner Ziegelmeier. Richtig ist, dass schon vor Monaten dem Schwaben-Mobil-Betriebsrat betriebliche Verbesserungen im Rahmen des bestehenden – und erst neu abgeschlossenen – LBO-Tarifvertrags unterbreitet wurden. Dazu zählt zum Beispiel die Einführung eines Systems von Leistungszulagen. Solche Angebote hat Oberbürgermeister Gönner erst jüngst erneuert, wurden vom Betriebsrat der Schwaben Mobil aber abgelehnt.

Wie viel verdient ein Fahrer der Schwaben Mobil? Zwei Beispiele.

Ein Mitarbeiter im zweiten Beschäftigungsjahr (Eintritt im März 2011) verdient rund 2.230 Euro brutto im Monat. Darin enthalten sind Grundlohn, Schichtzulage, Nacht- und Sonntagszuschlag. Bei monatlich 167 Arbeitsstunden entspricht das einem Stundenlohn von rund 13,35 Euro.

Für einen Mitarbeiter im siebten Beschäftigungsjahr (Eintritt im August 2006) sieht die Monatsabrechnung einschließlich Zulagen so aus: Brutto 2.490 Euro, entspricht einem Stundenlohn von rund 14,90 Euro.

Zugrunde liegen die neuen Tarife ab 1. Juli 2012, also die erste Stufe der Tariferhöhung aus dem Abschluss 2012. Nicht enthalten im genannten Monatsbrutto sind die geleisteten Überstunden.

Altlastenuntersuchung auf GuD-Grundstück abgeschlossen
25. September 2012

Am 16. Februar hatte die SWU Energie GmbH begonnen, den Untergrund des geplanten Geländes für das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Leipheim zu untersuchen. Das 18 Hektar große Grundstück wurde von Fachleuten auf mögliche Altlasten geprüft. Nun liegen die Ergebnisse vor.

Bauten im Boden gefunden

Hintergrund für die Untersuchung auf dem ehemals militärisch genutzten Gelände waren alte Standortpläne und Luftbildaufnahmen, die im Untergrund Bauwerke vermuten ließen. Wie erwartet wurden im Südwesten des ehemaligen Leipheimer Fliegerhorsts Teile von unterirdischen Bauten aus Stein und Stücke von Leitungsrohren gefunden. Es handelt sich dabei um Überreste von ehemaligen Flugfeldtankanlagen. Die Bauwerke haben eine Länge von ca. 2 bis 8 Metern und entsprechen in Ausmaß und Lage den Angaben auf den Standortplänen. „Die auf Grundlage der historischen Unterlagen vermuteten Bauwerke konnten allesamt durch die Untersuchungen bestätigt werden. Jedoch verbleibt auf solchen Konversionsflächen immer auch ein Restrisiko, da durchaus Altlasten im Untergrund vorhanden sein können, für diese es im Voraus keine Anzeichen gibt“, so Projektleiter Peter Wiker.

Kein Anlass zu Bedenken

Die Wandung der freigelegten Bauwerke wurde in intaktem Zustand vorgefunden. Während der Großteil der Gehäuse leer war, wurden innerhalb zweier Bauten geringe Reste eines Treibstoff-Wasser-Gemisches entdeckt. Dieses konnte problemlos beseitigt werden. Entnommene Wasser- und Bodenproben aus dem Umfeld der Tankanlagen wurden einem zugelassenen Umweltlabor überstellt. Dieses hat die Proben auf unterschiedliche Kenngrößen hin analysiert und die Ergebnisse in Prüfberichten zusammengestellt.  Der Bodenschutzbehörde wurde eine detaillierte Dokumentation über die durchgeführten Untersuchungen übergeben. Die bisherigen Funde geben keinen Anlass zu Bedenken hinsichtlich der Realisierung des Projekts.

SWU bildet 15 Azubis und zwei Studenten aus Für alle Bereiche der Stadtwerke konnte Nachwuchs begeistert werden
24. September 2012

Für die jungen Menschen ist der erste Tag des Berufslebens mit großer Neugier und Aufregung verbunden. Zeit, um sich einzugewöhnen und das Unternehmen kennenzulernen bietet die Willkommensphase der SWU. Nach einer Begrüßung durch die Geschäftsführer sowie drei Einführungstagen sind die neuen Auszubildenden an ihren Arbeitsplätzen angekommen. Insgesamt 15 Schulabgänger haben sich für eine Ausbildung in den SWU-Unternehmensbereichen Verkehr, Energie oder Telekommunikation entschieden. Eine Studentin der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) sowie ein Student im Ulmer Modell werden zudem in den nächsten Jahren in den Bereichen Vertrieb und Marketing bzw. Telekommunikation ihren praktischen Teil des Studiums bei der SWU absolvieren.

Während der Einführungstage lernten die Neulinge den Betrieb sowie die Erzeugungsanlagen der SWU kennen. Auf ihrer Agenda standen zudem teambildende Maßnahmen und Informationsveranstaltungen, in deren Rahmen sie optimal auf ihre Ausbildung vorbereitet wurden. Dass die SWU-Ausstattung neben der üblichen Berufskleidung und persönlicher Ausweispapiere auch grüne Schuhe und Flip Flops beinhaltet, kam besonders gut an. Die 15 Azubis erlernen die Berufe Anlagen- oder Industriemechaniker/-in, Elektroniker/-in, Kraftfahrzeugmechatroniker/-in, IT-Systemelektroniker/-in sowie Büro- und Industriekaufmann/-frau. Eine DHBW-Studentin wird ihr Studium zum Bachelor of Arts des Bereichs Handels- und Vertriebsmanagement im Wechsel zwischen Hochschule und SWU durchlaufen. Das Ulmer Modell sieht zunächst eine verkürzte Ausbildung vor, der im Anschluss ein duales Studium folgt. Auf diese Weise erhält der Student den Abschluss „Bachelor of Engineering“.

Die Bewerbungsfrist für Ausbildungsplätze in den verschiedenen SWU-Unternehmensbereichen im nächsten Jahr ist bereits abgeschlossen. Für das Jahr 2014 endet die Frist am 30. August 2013.

(v.l.n.r.) Stellvertretender Landesvorsitzender Dr. Achim Kötzle, Landesvorsitzender Matthias Berz, stellvertretender Landesvorsitzender Oberbürgermeister Julian Osswald
SWU-Geschäftsführer Matthias Berz als VKU-Landesgruppenvorsitzender bestätigt
24. September 2012

Letzte Woche wurde in der Mitgliederversammlung der VKU-Landesgruppe Baden-Württemberg der neue Vorstand gewählt. Matthias Berz, Geschäftsführer der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm, wurde in seiner Funktion als Landesgruppenvorsitzender einstimmig bestätigt. Neu gewählt wurden die beiden stellvertretenden Landesgruppenvorsitzen- den, von denen nun erstmals einer aus der Reihe Oberbürgermeister stammt und die Seite der kommunalen Gesellschafter zusätzlich auch nach außen stärkt: Julian Osswald, Oberbürgermeister von Freudenstadt und Dr. Achim Kötzle, Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen.

Der übrige Vorstand ist mit einer Ausnahme der gleiche geblieben: Für den ausgeschiedenen Oberbürgermeister aus Weinstadt, Jürgen Oswald, tritt Bürgermeisterin Christiane Staab aus Walldorf ihr Amt an. Ansonsten hatten sich alle 28 Vorstandsmitglieder aus der letzten Amtsperiode geschlossen zur Wiederwahl gestellt und wurden im Amt bestätigt. Die Runde der Vorstandsmitglieder setzt sich nun aus 29 Vertretern und Vertreterinnen der Mitgliedsunternehmen und der kommunalen Eigner zusammen. Die Wahl erfolgte jeweils mit einem einstimmigen Ergebnis.

VKU-Landesgruppe Baden-Württemberg im Überblick:
In der Landesgruppe Baden-Württemberg sind die in diesem Bundesland ansässigen Mitglieder des VKU (Verband kommunaler Unternehmen e.V.) zusammengeschlossen. Zu diesen zählen Stadt- und Gemeindewerke als klassische Querverbundunternehmen genauso wie Ein- oder Zweispartenunternehmen in allen Größenklassen. Aufgabe der Landesgruppe ist es, die gemeinsamen Anliegen dieser Mitgliedsunternehmen gegenüber Politik, Wirtschaft und Verwaltung auf Landesebene zu vertreten. Ziel ist es, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche, sichere und nachhaltige kommunale Energie- und Wasserversorgung sowie Abfall- und Abwasserentsorgung zu schaffen.

  • Mitgliederzahl 183 (Stand Juni 2012)
  • Umsatzerlöse (in 1.000 Euro) 10.746.553
  • Beschäftigte 26.647
  • Investitionen (in 1.000 Euro) 917.923
  • Konzessionsabgaben (in 1.000 Euro) 434.052
SWU-Bus fängt Feuer
Keine Personen kommen zu Schaden
20. September 2012

Am gestrigen Mittwochnachmittag, den 19.9.2012 ist um ca. 17.00 Uhr ein Bus der SWU in Brand geraten. Bei dem Vorfall kamen keine Personen zu Schaden. Der Fahrer bemerkte kurz vor der vorletzten Haltestelle der Linie 7 in Richtung Endhaltestelle Willy-Brandt-Platz in Ulm eine Fehlermeldung, dass die Batterien des Fahrzeugs nicht mehr geladen werden. Daraufhin trat er sofort mit der Funkleitstelle der SWU Verkehr in Kontakt. Diese orderte umsichtig und umgehend einen Ersatzbus, welcher den weiteren Linienverkehr übernahm. An der Endhaltestelle Willy-Brandt-Platz entließ der Busfahrer die letzten wenigen Fahrgäste. Er kontrollierte den Motorraum um genauere Erkenntnisse zu erhalten und bemerkte den Brand, der sich zu einem unkontrollierten Brand entwickelte. Die herbeigerufene Feuerwehr löschte den Brand im hinteren Drittel des Busses professionell. Als Brandursache vermuten die Stadtwerke bei dem 9 Jahre alten Bus einen technischen Defekt der Lichtmaschine – ein Gutachter wird die exakte Ursache bestimmen.

Erst am 17.7.2012 brannte ein weiterer SWU-Bus (11 Jahre). Beide Busse sind nicht aus der gleichen Baureihe und haben nach heutigem Stand zwei unterschiedliche Brandursachen. Bei dem Busbrand im Juli wurde die Brandursache zwischenzeitlich durch einen Gutachter mit Kabelbrand im geschlossenen Kabelbaum bestimmt.

Die ausgebrannten Busse wurden jeden Monat nach einem Brandpräventionsplan des Herstellers kontrolliert und fielen bei den regelmäßigen Wartungsarbeiten nicht auf. Die Lebensdauer der Busse und des oben genannten Kabelbaums liegt bei rund 15 Jahren.

Die SWU Verkehr hat alle baugleichen Busse des Brandes vom 17.7.2012 gezielt auf die Brandursache hin untersucht. Ebenso geschieht es nun mit den baugleichen Bussen des gestrigen Brandes.

Spätestens zum Semesterbeginn wird die SWU entsprechende Ersatzkapazitäten an Bussen über Ihre Tochtergesellschaft SchwabenMobil vorübergehend ausleihen.

SWU-Bus fängt Feuer - Keine Personen kommen zu Schaden
20. September 2012

Am gestrigen Mittwochnachmittag, den 19.9.2012 ist um ca. 17.00 Uhr ein Bus der SWU in Brand geraten. Bei dem Vorfall kamen keine Personen zu Schaden.

Der Fahrer bemerkte kurz vor der vorletzten Haltestelle der Linie 7 in Richtung Endhaltestelle Willy-Brandt-Platz in Ulm eine Fehlermeldung, dass die Batterien des Fahrzeugs nicht mehr geladen werden.

Daraufhin trat er sofort mit der Funkleitstelle der SWU Verkehr in Kontakt. Diese orderte umsichtig und umgehend einen Ersatzbus, welcher den weiteren Linienverkehr übernahm.

An der Endhaltestelle Willy-Brandt-Platz entließ der Busfahrer die letzten wenigen Fahrgäste. Er kontrollierte den Motorraum um genauere Erkenntnisse zu erhalten und bemerkte den Brand, der sich zu einem unkontrollierten Brand entwickelte. Die herbeigerufene Feuerwehr löschte den Brand im hinteren Drittel des Busses professionell. Als Brandursache vermuten die Stadtwerke bei dem 9 Jahre alten Bus einen technischen Defekt der Lichtmaschine – ein Gutachter wird die exakte Ursache bestimmen.

Erst am 17.7.2012 brannte ein weiterer SWU-Bus (11 Jahre). Beide Busse sind nicht aus der gleichen Baureihe und haben nach heutigem Stand zwei unterschiedliche Brandursachen. Bei dem Busbrand im Juli wurde die Brandursache zwischenzeitlich durch einen Gutachter mit Kabelbrand im geschlossenen Kabelbaum bestimmt.

Die ausgebrannten Busse wurden jeden Monat nach einem Brandpräventionsplan des Herstellers kontrolliert und fielen bei den regelmäßigen Wartungsarbeiten nicht auf. Die Lebensdauer der Busse und des oben genannten Kabelbaums liegt bei rund 15 Jahren.

Die SWU Verkehr hat alle baugleichen Busse des Brandes vom 17.7.2012 gezielt auf die Brandursache hin untersucht. Ebenso geschieht es nun mit den baugleichen Bussen des gestrigen Brandes. Spätestens zum Semesterbeginn wird die SWU entsprechende Ersatzkapazitäten an Bussen über Ihre Tochtergesellschaft SchwabenMobil vorübergehend ausleihen.

Siebenschläfer verursacht Kurzschluss im SWU-Stromnetz
19. September 2012

Der Bereich untere Karlstraße bis Willy-Brandt-Platz in Ulm war in der heutigen Nacht zwischen 2:41 - 3:49 Uhr ohne Strom.
Ein Siebenschläfer hat in der Trafostation Friedenstraße 13 einen Kurzschluss in der 10 KV-Leitung verursacht. Der SWU-Bereitschaftsdienst wurde umgehend von der Netzleitstelle verständigt und konnte innerhalb von einer Stunde die Stromversorgung wieder herstellen. Betroffen waren ca. 1.000 Haushalte.

Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen der Bauleitplanung beendet – GuD-Bürgerbüro bleibt weiterhin geöffnet
18. September 2012

In den Wochen zwischen dem 23. Juli und 07. September fand die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung, sprich die erste öffentliche Auslegung der Bebauungs- und Flächennutzungspläne im Zusammenhang mit dem Projekt Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Leipheim statt. Bei den zuständigen Kommunen und dem Landratsamt Günzburg sind bis Ende der Frist mehrere Stellungnahmen zu den Grundzügen der Planungen eingegangen. Diese werden in den kommenden Wochen geprüft und fließen schließlich in die Ausarbeitung der konkreten Pläne mit ein.

Die zweite Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen der Bauleitplanung wird voraussichtlich im Frühjahr des kommenden Jahres starten können. Bis dahin haben Interessierte nach wie vor die Möglichkeit sich über das geplante GuD-Kraftwerk zu informieren: im Netz oder direkt vor Ort im persönlichen Gespräch. Auf der Website www.gud-leipheim.de findet sich Wissenswertes rund ums Projekt und auch das GuD-Bürgerbüro bleibt weiterhin geöffnet. Nächste Gelegenheit sich dort mit Mitarbeitern der SWU zu unterhalten haben Interessierte am Freitag, 21. September zwischen 12.30 Uhr und 16.00 Uhr in der alten Hauptwache des ehemaligen Leipheimer Fliegerhorsts, Theodor-Heuss-Straße 2.

Energietag 2012: Energie zum Anfassen
10. September 2012

Die SWU lädt zur aktiven Teilnahme an der Energiewende ein

Am 14. September 2012 verwandelt sich der Ulmer Münsterplatz von 10 bis 18 Uhr in eine interaktive Informations- und Kommunikationsplattform rund um das Thema Energie. Als regionaler Energieversorger ist auch die SWU vertreten und zeigt verschiedene Heizungsmöglichkeiten auf – von der Erzeugung im eigenen Heizkeller bis zum Anschluss an das örtliche Fernwärmenetz. Fernwärme stellt eine Alternative zum eigenen Heizkessel dar, da die Erzeugung mittels Kraft-Wärme-Kopplung besonders effizient ist und deren Anschluss so gut wie wartungsfrei ist.

Bauherren und Modernisierern stellen die Energieberater der SWU das private Blockheizkraftwerk im Keller, das sogenannte Mikro-BHKW, vor. Sie klären zudem über die verschiedenen Fördermöglichkeiten auf und helfen den Interessierten so, sich im Dschungel dieser oft schwer verständlichen Angebote zurechtzufinden. Der Energietag findet zum sechsten Mal statt, mehr als 40 Aussteller nehmen in diesem Jahr daran teil.

Für eine erfolgreiche Energiewende setzt die SWU in der Region stark auf die Zusammenarbeit mit den Bürgern. Dazu übernimmt der Energieversorger aktuell im Bereich der privaten Blockheizkraftwerke bewusst eine Pionierrolle. Da diese nun bereits ab einem Jahreswärmeverbrauch von 25.000 bis 30.000 Kilowattstunden Gas für den Betreiber kosteneffizient arbeiten, werden sie zunehmend auch in Einfamilienhäusern eingesetzt.

SWU-Energieberater: nicht nur auf Messen im Einsatz

Die Mitarbeiter der SWU-Energieberatung stehen nicht nur auf Messen als Ansprechpartner zur Verfügung. Neben Einzelgesprächen im ServiceCenter Neue Mitte und Besuchen bei Kunden vor Ort bieten die Fachleute jedes Jahr ein umfangreiches Vortragsprogramm an. Beginnend im September 2012 bis Juli 2013 befassen sich die Energieberater an 31 Abenden mit zahlreichen Fragen rund um das Thema Energie: Von Informationen zum privaten Einsatz erneuerbarer Energien über die Thermografie oder Altbausanierung bis hin zur Verfügbarkeit des DSL-Breitbandturbo in Ulmer Stadtteilen. Das aktuelle Vortragsprogramm steht im Servicecenter Neue Mitte als Informationsbroschüre zur Verfügung sowie im Internet unter www.swu.de. Mit dem Thema „Wohnraumlüftung –zentral oder dezentral?“ beginnt die Vortragsreihe am 27. September um 19 Uhr im ServiceCenter Neue Mitte.

Frank Maierhans
Frank Maierhans ist neuer Betriebsleiter im Holzgas-Heizkraftwerk Senden. Der Biberacher bringt Praxiserfahrung für Biomasse-Anlagen mit.
05. September 2012

Frank Maierhans heißt der neue Betriebsleiter im Sendener Holzgas-Heizkraftwerk. Der 35-jährige, aus Biberach stammende Ingenieur hat am 3. September den Stab von Matthias Vitek übernommen, der sich wie berichtet beruflich verändert hat. Maierhans hat an der Dualen Hochschule (früher: Berufsakademie) Horb am Neckar Ver- und Entsorgungstechnik studiert.

Durch Ausbildung und beruflichen Werdegang bringt er an seinen neuen Arbeitsplatz eine gute Portion Erfahrung im Kraftwerksbetrieb mit. In den letzten acht Jahren war Frank Maierhans verantwortlich für den Betrieb des Biomasse-Heizkraftwerks des Holzwerks Gebrüder Schneider GmbH in Eberhardzell bei Biberach. Das Unternehmen produziert Brettschichtholz und Holzfaser-Dämmplatten. Um das dabei anfallende Restholz zu verwerten, ging 2004 eine Biomasse-Anlage in Betrieb, die Strom und Wärme erzeugt. Frank Maierhans hat diese Anlage – sie ist von der installierten Leistung her etwas größer als diejenige in Senden – von Anfang an als Betriebsleiter betreut. „Hier in Senden ist eine gute, in die Zukunft weisende Technik installiert. Betreut wird sie von einem fähigen, darüber hinaus sehr engagierten Team. Das ist eine gute Basis, um die Holzgas-Anlage erfolgreich zu betreiben“, so beschreibt Maierhans die ersten Eindrücke von seiner neuen Wirkungsstätte.

Augenmerk auf dem Verdampfersystem

Eine Anlagenkomponente, die zuletzt immer wieder Sorge bereitete, war das Verdampfersystem. Mittlerweile wurden dafür neue Regelkreise eingebaut. Derzeit werden die neuen Regelkreise den üblichen Tests unterzogen. Die Verdampfer spielen eine wichtige Rolle für die Holzgasgewinnung. Einen konkreten Zeitplan für den weiteren Ablauf – den Beginn des Probebetriebs und den sich daran anschließenden Regelbetrieb – kann die SWU Energie voraussichtlich im Lauf des Herbsts geben.

Infoabend für künftige Fernwärmekunden am 13. September

Die im Holzgas-Heizkraftwerk erzeugte Wärme soll Haushalten und Gewerbebetrieben in Senden zugutekommen. Der Aufbau des entsprechenden Wärmenetzes ist im Gang. Eine erste Trasse führt durch die Robert-Bosch-Straße, Haydnstraße und Kirchensteige. Weitere Anwohner links und rechts dieser Trasse haben Interesse an einem Fernwärmeanschluss signalisiert. Wie sieht ein solcher Anschluss aus, welche baulichen Voraussetzungen müssen dafür geschaffen werden? Was wird Fernwärme für Haushalte kosten? Derlei Fragen beantworten SWU-Fachleute bei einem Infoabend am Donnerstag 13. September. Die Veranstaltung im Sendener Bürgerhaus beginnt um 18 Uhr. Begrüßen wird Jürgen Schäffner, technischer Geschäftsführer der SWU Energie. Zur Fernwärme informiert außerdem eine Ausstellung im Sendener Rathaus, die noch bis 14. September zu sehen ist.

Der Knoten Zinglerstraße/Bismarckring ist wieder frei. Stadtwerke haben während der Ferien eine Trinkwasser-Hauptleitung erneuert. Am nördlichen Fahrbahnrand sind noch kleinere Restarbeiten zu erledigen.
05. September 2012

Die Erneuerung der Trinkwasser-Hauptleitung an der Kreuzung Zinglerstraße/Bismarckring ist abgeschlossen. Die beiden Baugruben sind geschlossen. Ab Freitagabend, 7. September wird der Verkehr wieder auf zwei Spuren in jeder Fahrtrichtung rollen können. In den nächsten drei Wochen sind noch Restarbeiten zu erledigen. Diese Arbeiten betreffen einen kurzen Abschnitt auf dem nördlichen Gehweg und der angrenzenden Fahrbahn an der Ecke Bismarckring/Zinglerstraße und sind ohne Belang für den Durchgangsverkehr. „Die Hauptarbeiten konnten wir termingerecht in nur sechs Wochen abschließen“, sagt Martin Engels, Leiter der SWU-Netzbau-Abteilung. Zeitpunkt und Dauer der Leitungsarbeiten waren mit der Stadt Ulm abgesprochen worden.

Die Stadtwerke hatten die verkehrsärmeren Sommerferien dazu genutzt, das in die Innenstadt führende Dreifach-Rohr an der vielbefahrenen Stelle zu reparieren. Mehrfache Leckagen hatten den Austausch der fünfzig Jahre alten Rohre erforderlich gemacht. Im letzten Sommer war aus einem der Stränge Wasser ausgetreten und durch die Decke in die westliche Tunnelröhre gedrungen. Die drei parallel verlaufenden Leitungsstücke wurden nun durch 30 Zentimeter dicke Stahlrohre ersetzt. Für die Erneuerung investiert die SWU rund 200.000 Euro.

Mainwasserkraftwerk Kostheim: Nachbesserungen beim Fischabstieg werden mit der Genehmigungsbehörde abgestimmt. Für die Betriebsgenehmigung waren strenge Auflagen erfüllt worden.
30. August 2012

Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) als Hauptgesellschafter der Betreibergesellschaft des Wasserkraftwerks Kostheim bedauert, dass die umfangreichen Schutzmaßnahmen für die durchziehenden Fische nicht in allen Punkten die gewünschte Wirkung zeigen. Das gilt vor allem für die mainabwärts ziehenden Aale. Fehlfunktionen beschreibt eine Studie, die ein Frankfurter Fachbüro für Fisch- und Gewässerökologie im SWU-Auftrag angefertigt hat. Die Ergebnisse dieser Erfolgskontrolle sind im April veröffentlicht worden (www.lachsprojekt.de). „Alles, was für den Fischaufstieg und -abstieg getan worden ist, geschah nach dem Stand der Technik. Vor allem: es wurden sämtliche Auflagen erfüllt“, nimmt Peter Schmidberger Stellung, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft WKW Staustufe Kostheim GmbH & Co. KG.

Der hessische Fischereiverband hatte jüngst Anschuldigungen erhoben, die Maßnahmen zum Schutz der Fische seien nicht abgestimmt gewesen. „Das Gegenteil ist der Fall“, entgegnet Peter Schmidberger, „das Regierungspräsidium Darmstadt hatte für die Erteilung der Betriebsgenehmigung strenge Auflagen gemacht. Die Auflagen sind im vollen Umfang und unter erheblichem finanziellem Mehraufwand erfüllt worden“. Eine Bedingung war zum Beispiel der Einbau der beiden großen Feinrechen.

Keine Lösungen von der Stange

Jetzt gehe es darum, die aus der Studie gewonnenen Erkenntnisse für notwendige Nachbesserungen umzusetzen. „In Zusammenarbeit mit Gewässerkundlern und Fischereisachverständigen untersuchen wir bereits verschiedene Ansätze, die Abhilfe versprechen. Das beansprucht Zeit. Es gibt keine Lösungen von der Stange“, so Schmidberger weiter. Über erste Lösungsansätze werden die Betreiber mit dem Regierungspräsidium Darmstadt sprechen. Am 11. Oktober ist ein Treffen mit der Behörde angesetzt. Alle Änderungen für den Fisch-Bypass erfordern eine neue Genehmigung.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

B 28 in Höhe Sendens ist Morgen Abend für einige Minuten wegen Leitungsarbeiten gesperrt. Stadtwerke bauen eine Freileitung ab.
20. August 2012

In den Abendstunden des 21. August muss die Bundesstraße 28 in Höhe Sendens für wenige Minuten gesperrt werden. Grund: die Stadtwerke bauen eine 10.000-Volt-Freileitung ab, die in Höhe der Aus- beziehungsweise Auffahrt Senden die vierspurige Straße überspannt. Die Sperrung betrifft beide Fahrtrichtungen und dauert von 20 Uhr bis etwa 20.10 Uhr. „Es ist alles vorbereitet, so dass der Verkehr nur für kurze Zeit angehalten werden muss“, sagt Jürgen Rohrer vom SWU-Freileitungstrupp. Die Polizei ist vor Ort.

Die Stromkunden im Bereich Senden werden von den Arbeiten nichts mitbekommen, ihre Fernsehgeräte und Computer werden ohne Unterbrechung weiterlaufen. Denn die von der Trafostation Freudenegg bis zur Gerlenhofener Gotenstraße verlaufende Freileitung wurde vor einiger Zeit durch ein in die Erde verlegtes Kabel ersetzt und ist damit überflüssig geworden.

GuD-Bürgerbüro öffnet seine Pforten: Die SWU informiert vor Ort über das Projekt Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Leipheim
13. Juli 2012

Ab Freitag, 20. Juli 2012 zwischen 14.30 Uhr und 16.00 Uhr wird das GuD-Bürgerbüro der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH erstmals für die Bevölkerung geöffnet. Es befindet sich unweit des Kraftwerksstandorts auf dem Gelände des Interkommunalen Gewerbegebiets des Landkreises Günzburg, in der alten Hauptwache des ehemaligen Leipheimer Fliegerhorsts. Allen Interessierten stehen die Türen des Büros ein- bis zweimal im Monat offen.

Vor Ort können die Bürger Einsicht in Projektunterlagen nehmen, sich genauer über einzelne Planungsschritte und Projektinhalte informieren. „Die Eröffnung unseres Bürgerbüros in Leipheim ist eine Einladung an die Leute in der Region, zu uns zu kommen und auch im persönlichen Gespräch mit uns über das geplante Gas- und Dampfturbinenkraftwerk zu reden“, sagt Projektsprecherin Katrin Albsteiger. Gerade zur Zeit der Ende Juli startenden frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen der Bauleitplanung, ist der SWU wichtig, mit der Bevölkerungen in Kontakt zu kommen. So können Anregungen besprochen, Unklarheiten ausgeräumt und Ratschläge über die Einbringungsmöglichkeiten während desVerfahrens gegeben werden.


Presse-Information

Neben den regulären Öffnungszeiten, besteht die Möglichkeit auch individuelle Gesprächstermine zu vereinbaren. Hierzu genügt ein Anruf oder eine Nachricht über das E-Mail-Kontaktformular unter www.gud-leipheim.de. Die weiteren regulären Öffnungszeiten sind dort ebenfalls zu finden.

Sendemast am Kuhberg mehrere Stunden ohne Strom.
10. Juli 2012

SWU-Techniker veranlassten heute aufgrund eines Kabelschadens in Folge einer Materialermüdung im Fort Oberer Kuhberg die sofortige Abschaltung des betroffenen Stromnetzes.
Diese Maßnahme war unumgänglich um weitere Gefahren in Folge zu verhindern.

Der Sendemast am Fort, über den unter anderem der SWR seine Programme für die Region ausstrahlt, war damit für insgesamt dreieinhalb Stunden ohne Strom. Einige Sender der Sendergruppe waren damit gar nicht oder nur eingeschränkt empfangbar.
Die Techniker der SWU konnten um ca. 13.30 Uhr die Stromversorgung wieder herstellen. Der Sendemast nahm im Anschluss seinen Betrieb wieder uneingeschränkt auf.

Jetzt ist die Öffentlichkeit gefragt: Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen der Bauleitplanung des Projekts GuD Leipheim ausdrücklich gewünscht!
06. Juli 2012

Nachdem bereits im Februar der Startschuss für die Bauleitplanung zum GuD Leipheim gegeben wurde, ist es nun Zeit für die Öffentlichkeit Stellung zu den Planwerken zu nehmen. Gelegenheit dazu bietet die Bürgerveranstaltung am Dienstag, 17. Juli 2012 ab 19.00 Uhr in der Leipheimer Güssenhalle. Nach dieser erfolgt die öffentliche Auslegung der Bauleitplanunterlagen.

Auf der Tagesordnung der Bürgerveranstaltung stehen unter anderem aktuelle Informationen zum Projekt sowie die Vorstellung der Vorentwürfe des Bebauungsplans und der Flächennutzungspläne. In den letzten Tagen hatten der Zweckverband Interkommunales Gewerbegebiet Landkreis Günzburg (ZIGG), die Gemeinde Bubesheim und die Stadt Leipheim beschlossen, die Pläne vom 23. Juli bis zum 24. August 2012 in den Rathäusern in Günzburg, Bubesheim und Leipheim sowie im Landratsamt Günzburg öffentlich auszulegen. Die Öffentlichkeit hat während der Auslegungsfrist die Gelegenheit, die kompletten Unterlagen einzusehen und sich innerhalb dieses Zeitraums schriftlich bzw. zur Niederschrift gegenüber den Verfahrensträgern zu äußern. Die Stellungnahmen werden im Laufe des weiteren Verfahrens gewürdigt.

Im Rahmen dieser frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung, werden die Grundzüge der Planung vorgestellt sowie über Aspekte wie Lufthygiene, Schwadenbildung und Schallauswirkungen unterrichtet. „Die Auseinandersetzung der Öffentlichkeit mit den Projektplanungen ist uns als kommunales Unternehmen sehr wichtig und wir freuen uns, wenn die Bürger die Möglichkeit sich einzubringen tatsächlich rege wahrnehmen“, so Jürgen Schäffner, technischer Geschäftsführer der SWU Energie GmbH.

Zusätzlich zur öffentlichen Auslegung sind alle Unterlagen zeitgleich auf der Internet-Plattform www.gud-leipheim.de abrufbar. Dort erfahren Interessierte auch Allgemeines über die Genehmigungsverfahren und an wen sie sich in welcher Form mit ihren Fragen und Bedenken wenden können.

SWU erneuert in den Sommerferien Trinkwasserleitung am Knoten Zinglerstraße/Bismarckring.
03. Juli 2012

Mit Beginn der Sommerferien - ab 26. Juli - erneuern die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm einen Abschnitt der Trinkwasser-Hauptleitung, die die Ulmer Innenstadt versorgt. Die Leitungstrupps arbeiten im Bereich der Kreuzung Zinglerstraße/Bismarckring. In diesem Bereich stehen während der Bauzeit bis zum Schulbeginn Mitte September daher aus Richtung Süden weniger Fahrspuren als gewohnt zur Verfügung. In enger Abstimmung mit der Stadt Ulm wurde die Baumaßnahme bewusst in die Sommerferien gelegt, da in diesem Zeitraum erfahrungsgemäß entsprechend geringe Verkehrsströme fließen und somit Behinderungen minimiert werden.

Erneuert werden müssen drei parallel verlaufende Leitungsstücke, die in der Decke des Westringtunnels verlegt sind. „Dieser etwa 25 Meter lange Leitungsabschnitt wurde 1963 verlegt und ist marode“, sagt Martin Engels, Leiter der SWU-Netzbau-Abteilung. Im letzten Sommer war aus dem leckgeschlagenen Rohr Wasser ausgetreten und durch die Decke in die westliche Tunnelröhre gedrungen. Bei der Reparatur hat sich gezeigt, dass das Leitungsstück in so schlechtem Zustand ist, dass über kurz oder lang weitere Schäden zu befürchten sind. „Ein Austausch lässt sich nicht mehr aufschieben“, so Engels weiter. Auf der westlichen und östlichen Kreuzungsseite muss jeweils eine größere Baugrube gegraben werden. Von den Gruben aus wird ein neuer Leitungsdrilling unter der Fahrbahndecke hindurch verlegt. Die drei Stahlrohre sind jeweils 30 Zentimeter dick. Für die Erneuerung investiert die SWU rund 200.000 Euro.

Erste vorbereitende Maßnahmen beginnen am 9. Juli mit der Einrichtung von Umleitungsspuren: In den Randbereichen der Fahrbahnen werden zusätzliche Flächen asphaltiert, um das Umfahren der späteren Baugruben zu ermöglichen. Diese ersten baulichen Eingriffe werden außerhalb der Verkehrsspitzen erst nach 9:00 Uhr ausgeführt. Los mit den eigentlichen Bauarbeiten geht es dann mit dem ersten Tag der Sommerferien. Im Einzelnen gelten die folgenden Verkehrsregelungen:

  • Für Pkw aus südlicher Richtung Adenauerbrücke/B 10: Das Rechtsabbiegen in die Zinglerstraße und Innenstadt ist auf einer Spur möglich (anstatt auf zwei Spuren). Lkw dürfen hier nicht nach rechts abbiegen und werden in Richtung Innenstadt über Bismarckring, Blaubeurer-Tor-Ring und Ludwig-Erhard-Brücke umgeleitet. Für das Linksabbiegen in Richtung Haßlerstraße/Erbach/B 311 steht Pkw und Lkw eine Spur zur Verfügung.
  • Verkehr aus Richtung Erbach/B 311: In Richtung Zinglerstraße und Innenstadt (geradeaus) sowie in Richtung Bismarckring/Ehinger Tor (links abbiegen) stehen zwei Fahrspuren (anstatt drei) zur Verfügung. 
  • Der ampelgeregelte Fußgängerüberweg an der Ecke Bismarckring/Zinglerstraße bleibt während der Bauphase geschlossen.


Zum Ferienende wird der Kreuzungsbereich wieder ungehindert passierbar sein. Danach sind noch Restarbeiten zu erledigen, die aber ohne Belang für den Durchgangsverkehr sind.

Die Stadtwerke bitten Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für etwaige Beeinträchtigungen.

Die Anwohner wurden bereits am Vortag mit einer Postwurfsendung informiert. Für Rückfragen zum Bauablauf sind die Mitarbeiter der SWU unter Telefon 0731 166-1932 erreichbar.

Auch ein Gipfel der Fußballbegeisterung: Diese Verbrauchsspitze im Ulmer Wassernetz von gestern Abend zeigt, dass die TV-Zuschauer dringende Geschäfte auf die Halbzeitpause des Spiels der deutschen Elf gegen Italien aufgeschoben haben. Ab 21.34 Uhr stieg der Wasserverbrauch binnen weniger Minuten rasant an.
Deutschland gegen Italien: Der Wasserverbrauch der TV-Zuschauer war europameisterlich.
29. Juni 2012

Ungewöhnliche Verbrauchsspitzen bei Trinkwasser verzeichnete die SWU Energie am gestrigen Abend. Zwischen 21.34 Uhr und 21.45 Uhr schnellte der Wasserverbrauch in Ulm um rund 3.300 Liter pro Minute hoch. Ein ähnlich jäher Anstieg um etwa 50 Prozent des für diese Tageszeit üblichen Werts war nochmals gegen 22.40 Uhr zu beobachten. „Eine Folge der Fußball-Begeisterung“, urteilt Gerold Vogt, bei der SWU Energie zuständig für den Betrieb der Trinkwasseranlagen.

In der Halbzeitpause und nach dem Schlusspfiff des EM-Halbfinales Deutschland gegen Italien drängte es offenbar viele Fans danach, aufgeschobene Geschäfte zu erledigen.

Immerhin ging es darum, ob Jogi Löws Elf ins Finale einziehen würde wie schon vor vier Jahren. Entsprechend gebannt war das Fernsehpublikum, keine Spielszene wollten die Fans verpassen. Das war auch daran abzulesen, dass pünktlich zum Spielbeginn der Wasserverbrauch deutlich zu sinken begann. Über die gesamte Halbzeitpause hinweg stieg die Verbrauchskurve dann beständig an. „Das ist ganz charakteristisch für Fußballereignisse“, erläutert Gerold Vogt, „bei anderen TV-Großereignissen wie neulich beim europäischen Song-Contest bleibt die Verbrauchskurve den ganzen Abend über konstant“. Im Neu-Ulmer Wassernetz wurden übrigens ähnliche Bewegungen gemessen. Dort war der Verbrauchsanstieg während der Halbzeitpause mit 2.800 Litern je Minute kaum geringer als in Ulm.

Gut zu Fuß – in grünen Flip-Flops der SWU
28. Juni 2012

Verkaufsaktion unterstützt „Aktion 100.000“.

Die grünen (Freizeit-)Schuhe der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm kennt mittlerweile fast jeder. Nun gibt es auch eine sommerliche Variante: grüne SWU-Flip-Flops. Am Montag, 2. Juli 2012 beginnt die Verkaufsaktion im ServiceCenter Neue Mitte, Neue Straße 79. Dort sind die luftigen Treter während der Öffnungszeiten von Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr und samstags von 9 bis 16 Uhr erhältlich (solange der Vorrat reicht). Der Verkauf läuft bis einschließlich Freitag, den 31. August. Der Preis beträgt acht Euro, davon kommen zwei Euro der „Aktion 100.000“ zugute. Dieses Projekt der Südwest Presse unterstützt bedürftige Einzelpersonen und karitative Einrichtungen in der Region.

Neue Vorverkaufsstelle für DING-Fahrscheine am Wiblinger Tannenplatz
27. Juni 2012

Seit kurzem gibt es in Wiblingen eine neue Vorverkaufsstelle für Fahrscheine des Verbundgebiets von DING. Es ist der Zeitschriftenhandel Walke im Edeka-Einkaufszentrum in der Pfullendorfer Straße 7 am Tannenplatz. Geöffnet ist die Vorverkaufsstelle montags bis freitags von 9 Uhr bis 13 Uhr und von 14.30 Uhr bis 18.00 Uhr, samstags von 9 Uhr bis 13 Uhr. In Alt-Wiblingen werden DING-Fahrscheine weiterhin im Zeitschriftenladen „Glücksschachtel“ am Pranger verkauft.

Dieses Werbeplakat steht beim Zentralen Omnibusbahnhof in Ulm.
Die Energiewende beginnt vor Ort.
20. Juni 2012

SWU beteiligt sich an der bundesweiten Stadtwerke-Werbekampagne. Großplakate und Spots im Rundfunk und im Kino.

Im Rahmen einer bundesweiten Kampagne zur Energiewende sind derzeit auch in Ulm Werbeplakate zu sehen. „Meine Stadtwerke. Gemeinsam stark“, ist darauf zu lesen. „Wir beteiligen uns gerne an dieser Aktion“, sagt SWU-Geschäftsführer Matthias Berz, „denn Stadtwerke sind durch ihre Nähe zum Bürger der Schlüsselfaktor für das Gelingen der Energiewende“.

Bereits zum fünften Mal machen über 100 verschiedene Stadtwerke und der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) in der gemeinsamen Aktion auf die Vorteile kommunaler Energieversorger aufmerksam. Bei der Auftaktveranstaltung im Mai in Berlin wurde eine Lokomotive im Kampagnendesign auf die Reise durch Deutschland geschickt. Die Lok ist seither im Fernverkehr der Deutschen Bahn unterwegs. Ihre Botschaft: Die Energiewende beginnt vor Ort und die Stadtwerke sind dabei. Die Kampagne macht in Ulm derzeit auch durch Spots im Hörfunk und ab Ende Juni durch Kinospots aufmerksam. Rund 50.000 Euro gibt die SWU für ihren regionalen Part innerhalb der Kampagne aus.

Stadtwerke haben das Know-how, die Erfahrung und vor allem die Zuverlässigkeit, um die Neuausrichtung der Energieerzeugung umzusetzen. Dazu Matthias Berz: „Wir reden nicht über die Energiewende. Wir packen sie an. Die SWU investiert in erneuerbare Energien“. Das unterstreicht das Holzgas-Heizkraftwerk Senden. Die Anlage ist ein gutes Beispiel für die dezentrale Energieerzeugung im Zeichen der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes. Das werde von den Bürgern honoriert, ist Matthias Berz überzeugt. Stadtwerke, das belegen zahlreiche Umfragen, finden mit ihrem an langfristigen Werten orientierten Geschäftsmodell im Gegensatz zu den großen Energiekonzernen hohe Zustimmung bei den Bürgern. „Mit der Stadtwerkekampagne wollen wir das Vertrauen der Verbraucher in Stadtwerke als regionale Dienstleister weiter stärken“, so Berz.

Weitere Informationen zur Stadtwerke-Kampagne stehen im Internet unter: www.meine-stadtwerke.de

Zum VKU:
Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) ist die Interessenvertretung der kommunalen Versorgungs- und Entsorgungswirtschaft in Deutschland. Sitz des 1949 gegründeten Verbandes ist Berlin. Die im VKU organisierten 1.400 Mitgliedsunternehmen sind vor allem in der Energieversorgung, der Wasser- und Abwasserwirtschaft sowie der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung tätig. Auf Ebene der Bundesländer ist der VKU mit Landesgeschäftsstellen vertreten. Auch in Brüssel unterhält der VKU ein Büro.

Absolventen des Seminars
SWU und Kreishandwerkerschaft bilden zum Energiefachbetrieb weiter.
05. Juni 2012

Der zweite Kurs ist abgeschlossen. Elf Betriebsinhaber und Mitarbeiter von Innungsfachbetrieben erhielten ihr Zertifikat.

Um einen Altbau energetisch zu sanieren, müssen sämtliche Gewerke aufeinander abgestimmt sein. Um dies zu fördern, bieten SWU und Kreishandwerkerschaft seit 2012 in einer Kooperation die Weiterbildung zum Energiefachbetrieb an. Angesprochen sind Innungsfachbetriebe in Ulm und Neu-Ulm. Jetzt hat eine zweite „Klasse“ erfolgreich die Weiterbildung abgeschlossen. Am 21. Mai nahmen elf Betriebsinhaber und leitende Mitarbeiter für ihren Betrieb das Zertifikat entgegen. Seit Jahresbeginn haben damit insgesamt dreißig Betriebe aus elf Gewerken das Zertifikat erworben. Die Zusatzqualifikation „Energiefachbetrieb“ können die Betriebe für die nächsten zwölf Monate nutzen. Danach steht die Rezertifizierung an.

Energetische Modernisierung verlangt den Blick fürs Ganze

Fachleute sind sich einig: Die energetischen Sanierung, insbesondere die Wärmedämmung, gehört zu den wirksamsten Maßnahmen für den Klimaschutz. Zwischen den einzelnen Handwerksbetrieben gibt es große Unterschiede in den Tätigkeiten, entsprechend differenziert sind die Qualifikationen. Gerade bei der energetischen Sanierung zeigt sich aber, dass es auf den Blick fürs Ganze ankommt. Bauherren benötigen in diesen Fragen ganzheitliche Hilfe. Daran knüpft die Idee an, die die Kreishandwerkerschaften Ulm und Neu-Ulm und die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm entwickelten. In einer breiten Kooperation bieten sie das einheitliche Qualitätssiegel „Zertifizierter Energiefachbetrieb“ an. Ziel dabei ist es, den Dialog zwischen den Gewerken zu stärken. Dazu Jürgen Schipek, Energieeffizienzmanager bei der SWU: „Hier diskutieren die Profis aus unterschiedlichen Gewerken darüber, wo Stolperfallen bei der Gebäudemodernisierung lauern und wie sich diese Fallen umgehen lassen. So öffnet sich der Blick auf den Gesamtkontext. Es entwickelt sich ein Erfahrungsaustausch, der allen Teilnehmern in der Praxis hilfreich ist“. Darüber hinaus werden entscheidende Grundlagen zum Thema „Effizientes Bauen und Sanieren“ vermittelt.

36 Unterrichtseinheiten in vier Wochen

Die Weiterbildung ist straff organisiert. Die 36 Unterrichtseinheiten erstrecken sich über nur vier Wochen. Die Seminarteilnehmer vertiefen ihr Wissen und beleuchten dabei vor allem das komplexe Zusammenspiel von Fördermöglichkeiten, technischer Vielfalt und den strengen Vorschriften. So befasst sich das erste Modul mit den rechtlichen Grundlagen: der Energiesparverordnung, dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz  und dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz. Die SWU-Energieberater klären über Instrumente in der Planungsphase wie Thermografie oder die Luftdichtigkeitsprüfung auf, thematisieren Probleme der Bautechnik wie zum Beispiel Wärmebrücken und erläutern Fragen der Energiebilanzierung. Neben neuen Anlagentechniken und Fördermitteln sowie deren Antragstellung ist auch das barrierefreie Bauen und Modernisieren Teil der Schulung. Jürgen Schipek zieht eine erste positive Bilanz: „Die Energiewende als großes Ganzes ist nur in Kooperation zu schaffen. Die energetische Sanierung des Häuserbestandes ist ein beachtlicher Teil davon. Die Energiepotenziale müssen so weit wie möglich ausgeschöpft werden“.

Weitere Informationen sind auf der Homepage des Programmes zu finden: www.energiefachbetriebe.de

Ein Arbeiter pflanzt die Pappel-Stecklinge ein. Im Hintergrund ist der Damm des Donaukanals erkennbar. Die fingerdicken Pappel-Stecklinge sind etwa 20 Zentimeter lang.
Energiewald beim Donauradweg angelegt
31. Mai 2012

Vom Pappel-Setzling bis zur Kilowattstunde Strom: Stadtwerke führen die komplette „Nahrungskette“ Biomasse – Energie vor.

Auf einem knapp drei Hektar großen Acker bei Donaurieden haben die Stadtwerke jüngst Pappel-Stecklinge eingepflanzt, 26.000 an der Zahl. Das SWU-eigene Grundstück liegt zwischen der Bundestraße 311 und dem Donau-Radweg. Wenn die Pappeln herangewachsen sind, werden sie gefällt, gehäckselt und nach Senden geschafft. Mit den Hackschnitzeln aus eigenem Anbau wird das dortige Holzgas-Heizkraftwerk gefüttert werden. „Wir legen hier ein Energiewäldchen an“, sagt Sebastian Gratzl von der SWU Energie. „Es wird einen, wenn auch kleinen Teil des für Senden benötigten Rohstoffs liefern“.

Klar ist: Die durchschnittlich zehn Tonnen Holz, die der Acker bei Donaurieden pro Jahr und Hektar einmal liefern wird, können nur einen Bruchteil der Holzmenge beisteuern, die im Heizkraftwerk verschwelt wird. „Autarkie kann auch gar nicht unser Ziel sein“, tritt SWU-Energie-Geschäftsführer Jürgen Schäffner voreiligen Schlüssen entgegen. „Vielmehr wollen wir augenfällig machen, wie die ‚Nahrungskette‘ Biomasse – nutzbare Energie funktioniert“. Vom Setzling bis zur Kilowattstunde Strom im Haus, auf diese Formel ließe sich die Absicht bringen. Bis die jetzt eingepflanzten Stecklinge das Ende der Energiekette erreichen, braucht es Geduld. Obwohl Pappeln als Nassgehölze relativ schnell wachsen, ist in Donaurieden erst in etwa fünf Jahren an die erste Ernte zu denken. Danach kann etwa alle drei Jahre ein Teil der Bäume gefällt werden.

Für klassischen Feldanbau nicht so geeignet

Entzieht denn dieser Energiewald nicht dem Anbau von Nahrungsmitteln, Getreide etwa, eine wertvolle Fläche? Derlei Fragen werfen beispielsweise Kritiker des Biosprits gerne auf. „Der Standort hier in Donaunähe ist relativ feucht und gilt daher für den klassischen Feldanbau als weniger gut geeignet“, entgegnet Sebastian Gratzl. Zudem ist die Pappel-Plantage als Bewirtschaftung anerkannt, die dem Boden Gutes tut. In dem Auengebiet zwischen Donaustetten und Öpfingen bieten sich weitere Flächen für ein Energiewäldchen an. „Es muss eine zusammenhängende Fläche von mindestens 1 Hektar sein, damit es sich lohnt. Wir untersuchen das derzeit“, berichtet Sebastian Gratzl. Lohnen tut es sich in jedem Fall für die Energieversorgung. „Die Plantage macht Nachhaltigkeit erlebbar“, so Gratzl. Als Futter für die Holzgas-Anlage wird übrigens auch das Holz verwendet, das die SWU beim Zurückschneiden des Grüns an Donau und Illerkanal und an Trafostationen und Wasserhochbehältern gewinnt. Hinzu kommt brauchbares Holz, das an den Wasserkraftwerken angeschwemmt wird.

SWU erwirtschaftet 4,9 Millionen Euro Jahresüberschuss
15. Mai 2012

Milde Witterung lässt den Energieabsatz sinken.

Im Geschäftsjahr 2011 erwirtschaftete die SWU-Unternehmensgruppe – die Holding und ihre fünf Tochtergesellschaften – einen Überschuss von 4,924 Millionen Euro. Das waren 1,3 Millionen Euro weniger als 2010. Dabei konnte das Defizit der SWU Verkehr von 16,5 Millionen Euro im so genannten Querverbund wieder voll ausgeglichen werden.

Energie-Absatz geht deutlich zurück

Die Verschlechterung des Vorjahresergebnisses geht hauptsächlich auf die deutlichen Absatzrückgänge bei Strom, Erdgas und Wärme zurück. Verantwortlich dafür war die milde Witterung im Gesamtjahresverlauf 2011. Zum Teil aufgefangen werden konnte der Energie-Minderverkauf durch einige Sondereffekte. Dazu zählt der Verkauf von Aktien an der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW), der den Stadtwerken rund 2,5 Millionen Euro einbrachte.

An ihre Stromkunden verkaufte die SWU über vier Prozent weniger Energie. Der Rückgang war vor allem bei den Kunden in Ulm/Neu-Ulm und der näheren Umgebung zu verspüren. Der Absatz von Erdgas brach sogar um 13,5 Prozent ein, bei der Wärme (Fern- und Nahwärmenetze) waren es rund acht Prozent. Auch der Stromverkauf im Großhandel hatte wenn auch leichtere Einbußen zu verkraften. Dennoch: „Die Erlöse aus der Vermarktung der Stromproduktion leisteten wiederum ihren positiven Beitrag zum Jahresergebnis“, sagt Geschäftsführer Matthias Berz.

Stromerzeugung im Beteiligungskraftwerk Hamm macht Rückgang in den Wasserkraftwerken wett

2011 übertraf die Stromerzeugung mit 572 Millionen Kilowattstunden (kWh) das gute Vorjahrsergebnis nochmals leicht. Strom gewinnt die SWU in eigenen Kraftwerken und als Anteilseignerin an Gemeinschaftskraftwerken. Dazu zählt das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk im westfälischen Hamm. Es lieferte mit 372 Millionen kWh etwa zwei Drittel des selbst erzeugten SWU-Stroms. Ein Drittel der Erzeugung steuerten die erneuerbaren Quellen bei, trotz des insgesamt gesunkenen Stromertrags in den Wasserkraftwerken. Die SWU-eigenen Anlagen an der Donau und am Illerkanal erzeugten in einem niederschlagsarmen Jahr nur rund 91 Millionen kWh Strom (Vorjahr: 102 Millionen kWh). Aus dem Main-Wasserkraftwerk in Mainz-Kostheim – dieses betreibt die SWU zusammen mit einem Partner – flossen 13,6 Millionen kWh Strom auf das SWU-Konto. In Summe blieb die Stromgewinnung aus Wasserkraft um rund 8,5 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Eigene Stromproduktion entspricht der Hälfte des verkauften Stroms

2011 verkaufte die SWU 1.038 Millionen kWh Strom an Endkunden. Somit entspricht die eigene Produktion der Hälfte des verkauften Stroms. „Stück um Stück wollen wir die Eigenproduktion in dieselbe Größenordnung bringen wie den Verkauf, um im Markt auf zwei Beinen zu stehen. Die Ergebnisse des Geschäftsjahrs spiegeln diesen Weg wider“, sagt Matthias Berz. Die SWU plant deshalb weiter, in den Ausbau der Erzeugungskapazitäten zu investieren – vorausgesetzt freilich, die Marktentwicklung ermöglicht einen wirtschaftlichen Betrieb.

Regenerative Projekte spielen bei dieser Strategie eine wichtige Rolle. Im Lauf des Jahres wird das Holzgas-Heizkraftwerk Senden den Regelbetrieb aufnehmen. Der Bau des Windparks vor der Nordsee-Insel Borkum schreitet voran. Die SWU ist mit zehn Megawatt Leistung beteiligt, das ist die doppelte Größe des Main-Wasserkraftwerks Kostheim. Der Windpark wird voraussichtlich ab 2013 Strom erzeugen. Die SWU wird dann gemäß ihrem Anteil jährlich rund 40 Millionen Kilowattstunden Strom aus der Nordsee beziehen. Das entspricht dem Jahresbedarf von rund 12.000 Haushalten mittlerer Größe. Die Beteiligung an dem Windpark bringt die SWU ein großes Stück dem Ziel näher, bis zum Jahr 2020 alle Ulmer und Neu-Ulmer Haushalte mit regenerativ erzeugtem Strom versorgen zu können.

Teurer Treibstoff belastete das Ergebnis der Verkehrstochter

Der Jahresfehlbetrag der Tochtergesellschaft SWU Verkehr erhöhte sich um rund 300.000 Euro auf 16,5 Millionen Euro. Verantwortlich dafür waren im Wesentlichen die gestiegenen Kosten für Dieselkraftstoff. Die Zahl der Fahrgäste wiederum stieg um rund 600.000 oder knapp zwei Prozent auf 32,2 Millionen.

SWU sorgt für Wertschöpfung, die in der Region bleibt

2011 investierte die SWU insgesamt 57 Millionen Euro. Davon flossen 13,8 Mio. Euro in den Ausbau und die Erneuerung der Netze und Verteilungs-Anlagen. Für rund 28 Mio. Euro wurden im Rahmen von Investitionen und Unterhaltsmaßnahmen Aufträge an Unternehmen in der Region vergeben. Die Stadtwerke zahlten 1,9 Mio. Euro Gewerbesteuer und 10,6 Mio. Euro Konzessionsabgaben an Städte und Gemeinden. Betreibern von Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Quellen gewinnen, bezahlte die SWU Netze 35,4 Mio. Euro Einspeisevergütungen. Das übertrifft die Vorjahressumme um fast ein Viertel und verdeutlicht den anhaltenden Boom, der namentlich die Photovoltaik kennzeichnet. „Alles in allem erzeugte die SWU über 150 Millionen Euro an Wertschöpfung, die in der Region bleibt“, unterstreicht Matthias Berz.

SWU-Unternehmensgruppe: Eckdaten aus dem Geschäftsjahr 2011

Umsatz: 416 Mio. EuroStromverkauf: 1.038 Mio. kWh
Jahresüberschuss: 4,9 Mio. EuroErdgasverkauf: 1.721 Mio. kWh
Mitarbeiter im Jahresschnitt: 1.173Wärmeverkauf: 120 Mio. kWh
darunter Auszubildende: 44Trinkwasserverkauf: 10,2 Mio. m³
Fahrgäste: 32,2 Mio.
Familienführung durch das Wasserkraftwerk Böfinger Halde
20. April 2012

Die Familienführung durch das Wasserkraftwerk Böfinger Haldein findet in Zusammenarbeit mit den SWU statt. Die Führung geht auf das Agenda-Projekt „unterwegs-in-ulm.de“ mit Ulms 60 schönsten Spazierwegen zurück, daher ist sie mit einem gemeinsamen Spaziergang zum Kraftwerk verknüpft.

Treffpunkt zum Spaziergang ist um 13.30 Uhr am Wanderparkplatz an der Böfinger Steige (Haltestelle Linie 1 Eugen-Bolz-Straße) oder um 14 Uhr direkt am Kraftwerk.

Um Anmeldung im Agenda-Büro wird gebeten, Tel. 0731-161-1015, p.schmitz[@]ulm[.]de


Aktion „Geocaching im Blautal“
20. April 2012

Alle Hobby-Cacher können sich am 20. und 21. April auch auf die Suche nach den Caches Albwasser #23 PSW Oberbecken (GC3B2JV) und Albwasser #24 PSW Unterbecken (GC3B2JQ) machen und dabei die Standorte des geplanten Pumpspeicherkraftwerkes kennenlernen.

Näher Infos zu den genauen Koordinaten finden sie unter www.geocaching.com. Beide Caches gehören zu einer Serie von Zielen, die die Thematik der Wasservorkommen, -versorgung und -nutzung auf der Schwäbischen Alb betrachten.


Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg 2012: Energie aus Wasserkraft erleben!
18. April 2012

Bei den Nachhaltigkeitstagen Baden-Württemberg 2012 dreht sich, wie der Namen schon verrät, alles um das Thema Nachhaltigkeit. „Ab in die Zukunft!“, so lautet das diesjährige Motto der Initiative, bei der in „48 Stunden für die Nachhaltigkeit“ im ganzen Bundesland Veranstaltungen stattfinden werden. Die SWU beteiligt sich am 20. und 21. April 2012 mit der Aktion „Geocaching im Blautal“ und einer Familienführung im Wasserkraftwerk Böfinger Halde.

Wasser ist nicht nur zum Trinken da

Für die SWU steht der nachhaltige Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen ganz oben, wenn es um den Schutz von Natur und Umwelt geht. Eine dieser Ressourcen ist Wasser. Neben der Trinkwassergewinnung nutzt die SWU das Wasser auch zur Energieerzeugung. Die Wasserkraftwerke wie beispielsweise die Anlagen an der Böfinger Halde und in Donaustetten sind Beispiele für nachhaltige Energiegewinnung. Um den Menschen in Ulm und Region dieses Thema näherzubringen, bietet die SWU gemeinsam mit der Stadt Ulm am 21. April 2012 um 14.00 Uhr eine Familienführung durch das Wasserkraftwerk Böfinger Halde an.

Aktion: „Geocaching im Blautal“

Die SWU plant ein weiteres Kraftwerk, das Energie aus Wasserkraft erzeugt: Das Pumpspeicherkraftwerk Blautal. Im Rahmen der Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg 2012 lohnt es sich, diesen Standort einmal näher zu betrachten. Gelegenheit dazu bietet die Aktion „Geocaching im Blautal“.

Geocaching ist eine moderne Form der Schnitzeljagd, bei der man in freier Natur einen versteckten „Schatz“ sucht. Zum Beweis des Fundes trägt man sich in ein Logbuch ein und loggt dies auf der entsprechenden Seite im Internet unter www.geocaching.com. So wird man an interessante Ziele geleitet und erfährt Näheres über die jeweiligen Standorte. Zur Navigation bedient man sich eines GPS-Gerätes, ähnlich einem Auto-Navi, das Satellitensignale erfasst und die jeweilige Position metergenau errechnet.
 
Alle Hobby-Cacher können sich am 20. und 21. April auch auf die Suche nach den Caches Albwasser #23 PSW Oberbecken (GC3B2JV) und Albwasser #24 PSW Unterbecken (GC3B2JQ) machen und dabei die Standorte des geplanten Pumpspeicherkraftwerkes kennenlernen. Beide Caches gehören zu einer Serie von Zielen, die die Thematik der Wasservorkommen, -versorgung und -nutzung auf der Schwäbischen Alb betrachten.

Mit den beiden Aktionen zu den Nachhaltigkeitstagen sind die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Teil einer Initiative mit weit mehr als 300 Veranstaltungen in ganz Baden-Württemberg.

Nähere Informationen zum Pumpspeicherkraftwerk Blautal finden Sie unter www.psw-blautal.de. Die Hintergründe zu den Nachhaltigkeitstagen Baden-Württemberg 2012 sind unter www.nachhaltigkeitstage-bw.de zu finden, und wer mehr über Geocaching wissen möchte, der kann sich unter www.geocaching.com informieren.

Niederstotzingen will Stadtwerke gründen
29. März 2012

Gemeinderat stimmt mit großer Mehrheit für eine Beteiligungsgesellschaft mit den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm. Rechtliche und vertragliche Vorbereitungen werden 2012 getroffen.

Die Stadt Niederstotzingen (Landkreis Heidenheim) will eigene Stadtwerke gründen und diese zusammen mit den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm aufbauen. Diesen Beschluss hat der Gemeinderat der 5.000 Einwohner zählenden Stadt 30 Kilometer östlich Ulms gefasst. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden sollen die neuen Stadtwerke Niederstotzingen, so der mögliche Name, 2013 ihre Geschäftstätigkeit aufnehmen.

Schon 2007 hatte Niederstotzingen mit der SWU Energie GmbH, einer 100-prozentigen Tochter der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm, eine entsprechende Option ausgehandelt. Anlass damals war der Abschluss eines Konzessionsvertrags, durch den die SWU Energie mit dem Betrieb des Niederstotzinger Strom- und Gasnetzes betraut wurde. Diese Option soll nun wahrgenommen werden. Die Entscheidung im Gemeinderat fiel deutlich mit 18 zu 4 Stimmen.

Stadt entscheidet in Sachen Energie mit

Die gemeinsame Gesellschaft, an der die Stadt und die SWU Energie je zur Hälfte beteiligt sein werden, soll die Versorgungsaktivitäten in der Gemeinde bündeln. „Als gleichberechtigter Partner entscheiden wir dann bei der Energieversorgung mit – und damit in einer der zentralen Fragen, die die Bürger mehr denn je bewegen“, begrüßt Bürgermeister Gerhard Kieninger den Gemeinderatsbeschluss. Überdies bringe eine solche Gesellschaft steuerliche Vorteile. Im Querverbund lassen sich Verluste einzelner Sparten mit den Gewinnen anderer Sparten verrechnen. Ein solches Modell der Zusammenarbeit existiert seit Jahren schon in Blaubeuren, wo die SWU zusammen mit der Stadt die Technischen Werke gegründet hat.

Wertschöpfung bleibt in der Region

„Es war unser Ziel, die Konzessionsvergabe zu einer Zusammenarbeit auf höherer Ebene fortzuentwickeln. Wir freuen uns, dass Niederstotzingen diesen Schritt nun gehen will“, sagt Jürgen Schäffner, der technische Geschäftsführer der SWU Energie. Die gemeinsamen Stadtwerke stärkten den kommunalen Gedanken, der in der Energieversorgung wieder auflebe, wie die Beispiele Stuttgart und Hamburg aus der jüngsten Zeit zeigten. „Die Stadt weiß, dass es mit der SWU eine Partnerschaft auf gleicher Augenhöhe geben wird“, betont Schäffner. Auch der regionale Gedanke werde Früchte tragen. „Die Wertschöpfung wird hier in der Region stattfinden und auch in der Region bleiben“.

Mehrere Geschäftsmodelle sind denkbar

Für die Ausgestaltung der „Stadtwerke Niederstotzingen“ sind mehrere Geschäftsmodelle denkbar. Eine reine Energienetz-Gesellschaft zur Verteilung von Strom und Gas ebenso wie ein „Voll-Stadtwerk“, das zusätzlich den Einkauf, Vertrieb und die Lieferung von Energie übernimmt. Niederstotzingen und die SWU werden schon bald die Gespräche über die Form der Zusammenarbeit aufnehmen. Noch im laufenden Jahr sollen die wesentlichen rechtlichen und vertraglichen Vorbereitungen abgeschlossen werden. Ziel ist es, dass die gemeinsame Gesellschaft 2013 ihre Tätigkeit aufnehmen kann.

Energie, Trinkwasser, Abwasser in Niederstotzingen.
So ist es heute.

Strom- und Gasnetz:
Wird seit April 2009 durch die SWU Netze GmbH betrieben, einer weiteren Tochtergesellschaft der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm. Inhaberin der Konzession ist die SWU Energie GmbH. An das rund hundert Kilometer lange Niederstotzinger Stromnetz sind zirka 1500 Häuser angeschlossen. Rund tausend Häuser haben einen Erdgas-Anschluss.

Wärme:
2004 errichtete die SWU Energie ein Blockheizkraftwerk. Die Anlage, die von der SWU auch betrieben und gewartet wird, versorgt das Niederstotzinger Schul- und Sportzentrum.

Wasser und Abwasser:
Trinkwasserversorgung und Abwasser-Entsorgung sind in städtischer Hand. Die entsprechenden Netze gehören der Stadt.

Alles klar. SWU führt durch die Ulmer Trinkwassergewinnung.
16. März 2012

Aktion am 22. März zum Internationalen Tag des Wassers „Da ist ja gar kein Wasser drin!“ Die meisten Besucher im Ulmer Wasserschutzgebiet „Rote Wand“ im Wiblinger Auwald sind erst einmal verblüfft, wenn sie in einen Brunnenschacht schauen. So klar ist das Grundwasser unmittelbar nach der Förderung aus bis zu 18 Metern Tiefe, dass der Wasserspiegel im Brunnen kaum auszumachen ist. Und dabei wurde das Nass nicht einmal aufbereitet. Anlässlich des Internationalen Tags des Wassers führt Ralf Maier interessierte Besucher durch das Schutzgebiet unter dem Motto „Der Weg des Wassers von der Förderung bis ins Haus“. Treffpunkt ist am Donnerstag, 22. März (siehe unten).

Ulmer Wasser muss nicht zusätzlich enthärtet werden

Nicht nur bezüglich Farbe und Klarheit ist das Trinkwasser für die Haushalte in Ulm und Neu-Ulm tadellos. Das bestätigen die regelmäßigen Analysen, die das unabhängige Fachlabor „Technologiezentrum Wasser“ aus Karlsruhe im Auftrag der Stadtwerke durchführt. Vor allem ist das Ulm/Neu-Ulmer Trinkwasser gering mit Nitrat belastet. Das in den Schutzgebieten „Rote Wand“ in Wiblingen und in der Neu-Ulmer „Illeraue“ geförderte Grundwasser enthält im Durchschnitt rund 10 Milligramm Nitrat je Liter. Die deutsche Trinkwasserverordnung lässt 50 Milligramm je Liter zu.

Gemäß Trinkwasserverordnung wird das Ulmer und Neu-Ulmer Trinkwasser regelmäßig auf rund fünfzig Inhaltsstoffe untersucht. In allen Fällen unterschreitet das in Ulm und Neu-Ulm verteilte Wasser die jeweils zulässigen Werte. Was den Verbraucher besonders interessiert: Aus Ulmer Quellen fließt Wasser von zirka 13 Grad deutscher Härte, die Neu-Ulmer Wasserhärte beträgt zirka 16 Grad. Die SWU empfiehlt, Waschmittel nach dem Härtebereich 2 zu dosieren. Nach Ansicht der SWU braucht das Ulmer und Neu-Ulmer Wasser in den Haushalten nicht weiter enthärtet zu werden, wie zum Beispiel mit Hilfe von Ionen-Austauschern oder anderen Entkalkungsanlagen.

Info
Die kostenlose Führung durch das Wasserwerk findet um 14 Uhr statt. Die SWU bittet um Anmeldung unter Telefon (08 00) 0 51 02 00 oder per Mail unter der Adresse
energieberater[@]swu[.]de. Das Pumpwerk Donautal ist erreichbar über die Kastbrücke in der Wiblinger Allee (der Beschilderung folgen) oder über den Donauradweg vorbei am ehemaligen Bewährungsheim.

Unter der genannten Telefonnummer und Mailadresse ist auch ein Faltblatt zum Ulm/Neu-Ulmer Trinkwasser erhältlich. Es gibt den vollständigen Überblick über die Inhaltsstoffe im Ulm/Neu-Ulmer Trinkwasser und deren Konzentration.

Reaktivierung des „Bähnles“: Es fahren zwei Güterzüge täglich wie bisher
15. März 2012

Derzeit können sich Bürger zum laufenden Planfeststellungsverfahren für die Ertüchtigung der Bahnstrecke Senden - Weißenhorn äußern. Verschiedentlich sind Missverständnisse bei der Lektüre einzelner Punkte zutage getreten. Die SWU Verkehr stellt dazu fest:

Auf der Strecke sollen pro Tag insgesamt 38 Fahrten von Personenzügen in beiden Richtungen angeboten werden. Davon sollen 32 Fahrten im Tagzeitraum und 6 Fahrten im Nachtzeitraum stattfinden. Als Tagzeitraum gilt die Zeit von sechs Uhr morgens bis zehn Uhr abends, der Nachtzeitraum ist definiert von 22 Uhr bis sechs Uhr früh. Unter den sechs in der Nacht verkehrenden Personenzügen sind drei Hin- und Rückfahrten zu verstehen.

Zusätzlich werden pro Tag zweimal Güterzüge verkehren. Das ist eine Hin- und eine Rückfahrt, entspricht also genau dem heutigen Umfang. Die beiden Güterzüge fahren laut Unterlagen im Nachtzeitraum. „Das heißt aber nicht, dass sie mitten in der Nacht rollen werden“, stellt Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr, klar. Sinnvollerweise werden die beiden Güterzüge kurz vor dem ersten Personenzug um sechs Uhr morgens oder auch nach dem letzten Personenzug gegen Mitternacht fahren; so würden sich Güter- und Personenverkehr nicht in die Quere kommen.

Für den Bahnbetrieb ist im Rahmen der Planfeststellung kein Schallschutzgutachten vorgeschrieben, weder für die Personen- noch für die Güterzüge. Schallemissionen müssen allerdings ermittelt werden für die Park-and-Ride-Anlagen bei den Haltepunkten Wullenstetten und Witzighausen Grund: Die P+R-Anlagen stellen eine bauliche Ergänzung für den späteren Bahnverkehr dar. Ähnliches gilt für den Weißenhorner Bahnhof, wo für den Bau eines Bahnsteigs der Spurplan geändert wird. „Es sind diese wesentlichen baulichen Veränderungen, die eine schalltechnische Untersuchung nötig machen – nicht der Bahnbetrieb selbst“, bekräftigt Ingo Wortmann. Die Schallberechnungen für die Erweiterung der Haltepunkte und des Weißenhorner Bahnhofs wurden gemacht. Ergebnis: auch nach den Baumaßnahmen werden die zulässigen Werte unterschritten. Im Übrigen ist die Bahnstrecke grundsätzlich für den Betrieb gewidmet. Daher sind Fahrplanänderungen nicht Gegenstand eines Planfeststellungsverfahrens.

Siyou zu Besuch bei den Merian-Grundschülern.
Schüler „rappen“ mit Siyou
15. März 2012

Zu den grünen Schuhen tragen sie auch gleich die passende Brille: „Grüne Brille auf, grüne Schuhe an“ lautet der Titel des Musik-Raps, zusammengestellt von Viertklässlern der Ulmer Grundschule Maria-Sybilla-Merian. Und der Titel kommt an. So gut, dass der Rap der Kinder in den SWU-Song „A lovely place“ integriert wird. Isabelle Siyou, Komponistin und Sängerin des SWU-Songs, besuchte nun die Merian-Schule und arbeitete einen ganzen Vormittag mit den Kindern, so dass am Ende neben einer neuen Version des Titels „A lovely place“ auch gleich eine passende Choreografie entstand. Zum Abschied der Sängerin und als Dank für den aufregenden Schulvormittag zogen sich die jungen Künstler Schuhe und Brille – beides selbstverständlich in grün – an und präsentierten das Ergebnis der ganzen Schule. Initiiert hatte die Aktion Matthias Berz, Geschäftsführer der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH. Er verlieh den Schülern im Rahmen des Wettbewerbs „Energie – Umwelt – Zukunft“ den „Ulmer-Umwelt-macht-Schule-Spatz“.

Umwelt macht Schule

Der Wettbewerb war vom Team des Ulmer Projektes „Umwelt macht Schule“ für alle Ulmer Schülerinnen und Schüler ausgeschrieben worden. Diese konnten sowohl als Einzelperson als auch in Gruppenarbeit oder Klassenverband Beiträge in verschiedenen Kategorien wie Kurzfilm, Plakat, Foto sowie Musik einreichen. Bereits seit 13 Jahren unterstützen die SWU das Projekt der Stadt Ulm, mit dessen Hilfe Ulmer Schüler für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Energieressourcen und der Umwelt sensibilisiert werden sollen. Eines der wichtigsten Ziele ist die durch Nutzerverhalten bedingte Energieeinsparung an Ulmer Schulen. Schirmherr des Projektes ist der Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner

Warnstreik am 6. März: SWU Verkehr hat das Dispositionsrecht für ihre Angestellten korrekt angewandt
13. März 2012

Die Gewerkschaft ver.di wirft SWU-Verkehr-Geschäftsführer Ingo Wortmann vor, am Tag des Warnstreiks vergangenen Dienstag die bei SWU Verkehr beschäftigten Fahrer zum Streikbruch aufgefordert zu haben. Diese Behauptung weist die SWU Verkehr zurück.

Am Vortag des Streiks war unklar geblieben, welche Beschäftigten zum Warnstreik aufgerufen sind und welche nicht. Also nur die Schwaben-Mobil-Fahrer oder auch die Fahrer der SWU Verkehr. Um ein genaues Bild vom Ausmaß des Warnstreiks zu gewinnen und auch um Anfragen der Kunden beantworten zu können, hat Ingo Wortmann den Kontakt zu Maria Winkler von ver.di gesucht. Da der Kontakt am Tag vor dem Ausstand nicht mehr zustande kam, erfolgte der Versuch einer Klärung am Streiktag vor Betriebsbeginn. Maria Winkler teilte zunächst mit, es seien nur die Beschäftigten des Subunternehmens Schwaben Mobil Nahverkehr aufgerufen worden. Daraufhin erklärte Ingo Wortmann, dass dann die Mitarbeiter der SWU Verkehr anderweitig – außerhalb der bestreikten Schwaben Mobil – eingesetzt werden könnten. Die Begründung: Als Verleiher von Arbeitnehmern konnte die SWU Verkehr von ihren Mitarbeitern zwar nicht verlangen, während des Warnstreiks im Betrieb der Schwaben Mobil zu arbeiten. Die SWU Verkehr hatte jedoch aufgrund ihres Direktionsrechts die Möglichkeit, die eigenen Fahrer anderweitig zu disponieren. Nach gängiger Rechtsprechung bedeutet das: Der Verleiher kann, für den Fall des Streikes im Entleiherbetrieb, eine anderweitige Disposition der entliehenen Arbeitnehmer vornehmen und diese in einem anderen Betrieb einsetzen. Dies umfasst auch die Möglichkeit, den Arbeitseinsatz in einem eigenen operativen Bereich anzuordnen. Auf das Leistungsverweigerungsrecht nach § 11 Abs. 5 des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) hatte SWU Verkehr vor Beginn des Warnstreiks zudem ausdrücklich hingewiesen. Es liegt auch kein Streikbruch vor. Denn zum Zeitpunkt der Disposition war noch kein Streikaufruf für die Beschäftigten der SWU Verkehr ergangen. Der Warnstreik bei SWU Verkehr wurde erst ausgerufen, nachdem die Geschäftsführung in dem Gespräch mit Maria Winkler die Disposition bekannt gegeben hatte. Nach Ausrufen des Streikes auch bei SWU Verkehr wurde kein Arbeitnehmer mehr zur Arbeitsleistung aufgefordert. Die Darstellung von ver.di entspricht insoweit nicht den Tatsachen.

Bauleitplanverfahren beim Projekt GuD Leipheim eingleitet
12. März 2012

Bevor das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) Leipheim gebaut werden kann, müssen verschiedene Genehmigungs- und Verfahrensschritte erfolgen. Am Freitag, 9. März 2012 hat der Zweckverband Interkommunales Gewerbegebiet Landkreis Günzburg (ZIGG) nun den entscheidenden Startschuss für die Aufstellung des Bebauungsplanes gegeben.

Bei dessen 13. Verbandsversammlung stimmten die Mitglieder des Zweckverbands dem vorgelegten Aufstellungsbeschluss für den projektbezogenen (Teil-)Bebauungsplan Nr. 4 „Sondergebiete Energieerzeugung: Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Leipheim (GuD)“ einstimmig zu. Die Bauleitplanung sieht neben der Aufstellung des Bebauungsplans auch die Anpassung der Flächennutzungspläne (FNP) des entsprechenden Gebiets vor. Schon vor wenigen Wochen hatten die Gemeinderäte in Bubesheim und die Stadträte in Leipheim die Einleitungsbeschlüsse zur Änderung der FNP für deren Flurstücke gefasst.

„Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit in den Prozess der Bauleitplanung ist für uns selbstverständlich“, so Christian Zimmermann, Geschäftsführer des Zweckverbands. Hier werden die Bürger unter anderem über die allgemeinen Ziele und Zwecke und die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung unterrichtet. „Die Bürger haben während des Verfahrens die Gelegenheit, sich zu äußern. Ebenso werden Behörden sowie sonstige Träger öffentlicher Belange, deren Arbeit durch die Planung berührt werden können, beteiligt“, so Zimmermann weiter.

Ziel ist es, das GuD Leipheim 2017/18 in Betrieb zu nehmen. Das flexibel einsetzbare Kraftwerk soll bis zu 1200 Megawatt Leistung erbringen. Es kann damit rund 1,2 Millionen Haushalte verlässlich mit Strom versorgen.

So soll nach dem Siegerentwurf die Brücke für die geplante Straßenbahnlinie 2 aussehen. Links die historische Neutorbrücke, im Hintergrund das SWU-Hauptgebäude.
Sieger im Wettbewerb um die neue ÖPNV-Brücke zum Kienlesberg steht fest
07. März 2012

Ausstellung im Rathaus-Foyer präsentiert ab sofort die Siegermodelle - Bürger entscheiden über den Namen der neuen Brücke 

Die Bietergemeinschaft Krebs und Kiefer (Karlsruhe) und Knight Architects (Bucks, Großbritannien) hat den Wettbewerb zur Gestaltung einer neuen ÖPNV-Brücke zum Kienlesberg gewonnen. Diese Entscheidung fällte ein elfköpfiges Preisgericht unter dem Vorsitz von Prof. Dr.-Ing. Steffen Marx (Universität Hannover, Brückenbeirat der Deutschen Bahn AG) am 7. Februar. Dabei galt es, nach einem vorgeschalteten Auswahlverfahren insgesamt sieben Wettbewerbsarbeiten zu beurteilen. „Der Siegerentwurf fügt sich mit einem eigenständigen, aber zurückhaltenden Auftritt sehr harmonisch in das Ulmer Stadtbild ein“, sagt der Jury-Vorsitzende Steffen Marx. Die neue Brücke wird vom SWU-Haus aus in Richtung der Straße „Beim Alten Fritz“ führen.

Den Denkmalschutz im Auge behalten

Der Realisierungswettbewerb ist Bestandteil der Planung der Straßenbahnlinie 2, die den Bau einer neuen Brücke zwingend erforderlich macht. Der Neubau ermöglicht die Schienenverbindung von der Wissenschaftsstadt zur Innenstadt sowie eine komfortable und schnelle Überquerung der Bahngleise durch Busse, Fußgänger und Radfahrer. „Aufgrund ihrer Maße und der unmittelbaren Nähe zur historischen Neutorbrücke hat die neue Brücke einen prägenden Einfluss auf das Stadtbild. Wir freuen uns deshalb, dass ein ästhetisch besonders gelungener Vorschlag gewonnen hat“, sagt Bürgermeister Alexander Wetzig. Die Wettbewerbsteilnehmer hatten die Aufgabe, eine detaillierte Konzeption und Vorplanung des Neubaus zu erarbeiten. Maßgebliche Beurteilungskriterien für das Preisgericht waren neben der Ästhetik und der bautechnischen Realisierbarkeit die funktionelle und nachhaltige Gestaltung des Bauwerks. Besondere Beachtung fanden dabei der Denkmalschutz sowie eine hohe Wirtschaftlichkeit im Bau, Betrieb und Unterhalt.

270 Meter lange Stahlbrücke

Der Entwurf sieht eine rund 270 Meter lange Stahlbrücke vor. „Dank der unaufdringlichen Tragwerkgestaltung ohne Hochpunkte bleibt die Sicht zum Münster sowie zur angrenzenden Neutorbrücke gewahrt“, sagt Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr, und ergänzt: „Die Bietergemeinschaft Krebs und Kiefer/Knight Architects soll mit den weiteren Planungsleistungen beauftragt werden“. Abweichend von der Auslobungsunterlage entschied sich das Preisgericht einstimmig für die Vergabe eines ersten und zweier dritter Plätze. Die beiden dritten Plätze gingen an die Bietergemeinschaften Ingenieurbüro Grassl GmbH, München/Reinhart + Partner Architekten und Stadtplaner BDA, München sowie an die Mailänder Ingenieur Consult GmbH, Karlsruhe/dsp Ingenieure & Planer AG, Greifensee (Schweiz)/Eduard Imhof, dipl. Arch. ETH/SIA, Luzern (Schweiz). Der Realisierungswettbewerb war im August 2011 von der SWU Verkehr als Realisierungswettbewerb mit Vorqualifikation ausgelobt worden. Verantwortlich für die Koordination und Betreuung des Verfahrens war Drees & Sommer in Stuttgart.

Siegerentwürfe sind im Rathaus ausgestellt

Die Modelle der drei Siegerentwürfe sind ab sofort im Foyer des Ulmer Rathauses zu sehen und ergänzen damit die seit kurzem laufende Ausstellung zur Linie 2. Besucher erfahren Einzelheiten zum Realisierungswettbewerb, zu den Entwurfsplänen der Gewinner sowie zum Urteil des Preisgerichts. Die drei Modelle der Gewinner sind etwa 1,00 mal 1,80 Meter groß und vermitteln einen räumlichen Eindruck der vorgestellten Brückenentwürfe im Zusammenhang mit der unmittelbaren Umgebung. Die Ausstellung ist geöffnet montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr.

Ulmer Bürger geben der Brücke einen Namen

Im Rahmen des Bürgerdialogs rund um die Linie 2 rufen SWU Verkehr und die Stadt Ulm die Bürgerschaft dazu auf, der geplanten Brücke einen Namen zu geben. Dazu können die Bürger ab sofort auf der Website der Linie 2 unter www.linie2-ulm.de jeweils drei Namen vorschlagen. „Wir hoffen auf das Interesse der Bürgerschaft an diesem stadtprägenden Bauwerk und sind gespannt auf die Namensvorschläge“, sagt Ingo Wortmann. Eine Jury aus Vertretern von Stadt, SWU und anderen Repräsentanten aus der Stadt wählt die zehn besten Vorschläge aus, über die Ulms Bürger dann online abstimmen können. Unter den Teilnehmern wird eine Reise in eine europäische Straßenbahnstadt verlost.

Mitglieder des Preisgerichts

  • Alexander Wetzig, Bürgermeister Stadt Ulm
  • Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer SWU Verkehr GmbH
  • Prof. Dr.-Ing. Steffen Marx, Leibnitz Universität Hannover, Institut für Massivbau; Brückenbeirat Deutsche Bahn AG, Berlin
  • Prof. Dr.-Ing. Ingbert Mangerig, Universität der Bundeswehr München, Professur für Stahlbau
  • Peter Eisenlauer, Eisenlauer Voith Architekten und Stadtplaner, München
  • Otto Schultz-Brauns, Schultz-Brauns & Wild Architekten und Stadtplaner GmbH, München
  • Reinhold Eichhorn, Fraktion FWG, Stadtrat der Stadt Ulm
  • Siegfried Keppler, Fraktion CDU, Stadtrat der Stadt Ulm
  • Hartmut Pflüger, Fraktion SPD, Stadtrat der Stadt Ulm
  • Birgit Schäfer-Oelmayer, Fraktion Grüne, Stadträtin der Stadt Ulm
  • Dr. Bruno Waidmann, Fraktion FDP, Stadtrat der Stadt Ulm
Gewerbegebiet „Lehrer Feld“ wird ab 5. März durch einen Kleinbus bedient
01. März 2012

Linie 47 pendelt zwischen der Schwarzenbergstraße in Jungingen und dem Gewerbegebiet.

Ab Montag 5. März wird das Gewerbegebiet „Lehrer Feld“ nordwestlich Jungingens durch einen Kleinbus bedient. Der 24-Sitzer ersetzt das seit dem Fahrplanwechsel im Dezember eingesetzte Anruf-Sammeltaxi „Mobil SAM 7“. Der Kleinbus trägt die Liniennummer 47 und pendelt montags bis freitags zwischen der Haltestelle Schwarzenbergstraße in Jungingen und dem Lehrer Feld. Vormittags werden zwischen 5.45 Uhr und 8.25 Uhr neun Fahrten angeboten (der Bus fährt dann im 20-Minuten-Takt), nachmittags sind es zwölf Fahrten. Der letzte Bus fährt um 18.05 Uhr ab Schwarzenbergstraße. An dieser Haltestelle besteht Verbindung zur Linie 7 und damit zur Innenstadt. Die Fahrpläne der 47 und der 7 (Jungingen – Willy-Brandt-Platz über Neu-Ulm) sind aufeinander abgestimmt.

Mit dieser neuen Verbindung reagiert die SWU Verkehr auf die kurzfristig angestiegenen Fahrgastzahlen. Seit Januar 2012 wurden in Spitzenzeiten fast hundert Fahrgäste täglich gezählt, die von Jungingen aus zum Gewerbegebiet Lehrer Feld und zurück fahren wollten. Das war durch die kurz zuvor auf dieser Relation eingeführten Ruf-Sammeltaxen nicht mehr zu bewältigen. Die im Herbst 2011 gemachten Fahrgastzählungen hatten noch ein völlig anderes Bild ergeben: im Schnitt waren es damals nur etwa halb so viele Fahrgäste. Daraufhin war zum Fahrplanwechsel im Dezember das Ruf-Sammeltaxi als Verlängerung der Linie 7 – und als die wirtschaftliche Lösung – eingeführt worden. Durch die deutlich über die Prognosen angestiegene Nachfrage trägt sich nun der Kleinbus. Diese Lösung ergab sich jetzt nach einem runden Tisch, zu dem sich Vertreter der im Lehrer Feld ansässigen Firmen, Verantwortliche der SWU und RAB sowie die Junginger Ortsvorsteherin Marion Schindler getroffen hatten.

Ausstellung zur neuen Linie 2 zeigt das Gesamtprojekt im Überblick
22. Februar 2012

Die gezeigten Pläne enthalten aufgenommene Bürger-Anregungen 

Ab sofort können sich die Ulmer ein Bild über den Stand der Planungen rund um die Straßenbahnlinie 2 machen. Im Rathaus-Foyer haben Oberbürgermeister Ivo Gönner und Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr, jetzt eine Ausstellung eröffnet. Sie präsentiert auf sechs Stellwänden aktuelle Daten und Fakten zur Strecke einschließlich Plänen und Abbildungen. Die Ausstellung ist geöffnet montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr.

„Die Planungen zum Bau der neuen Straßenbahnlinie laufen auf Hochtouren. In der Ausstellung können sich die Ulmerinnen und Ulmer in kompakter Form über Einzelheiten des wichtigen Infrastrukturprojekts informieren“, sagt OB Ivo Gönner. Dargestellt werden allgemeine Daten und Fakten zur Strecke, Pläne zum Trassenverlauf sowie Informationen zum Bürgerdialog. Ausstellungsbesucher können die verschiedenen Trassenabschnitte anhand von Visualisierungen und Querschnitten studieren.  

„Die Ausstellung verschafft einen Gesamtüberblick. In die gezeigten Pläne sind auch schon Änderungen eingearbeitet, die auf Anregungen zurückgehen, die Bürger in den letzten Monaten beim Austausch mit den Planern in die Diskussion eingebracht haben“, erklärt SWU-Verkehr-Geschäftsführer Ingo Wortmann. Die bisherigen Dialogangebote – Infoabende, Kleingruppengespräche, Streckenbegehungen und die Website – seien auf rege Resonanz gestoßen. „Es wurde bei diesen Begegnungen auch angeregt, alle grundlegenden Fakten noch einmal in übersichtlicher Form zu präsentieren“, sagte Wortmann. Die Ausstellungstafeln zeigen den Planungsstand von Anfang Februar.  

Noch bis 7. März laufen die Bürgerwerkstätten zu thematischen Schwerpunkten. Hier die restlichen Termine: 

  • Donnerstag, 23. Februar, 18 bis 22 Uhr, Weststadthaus Moltkestraße 10: Linie 2 in der Wissenschaftsstadt
  • Freitag, 24. Februar, 18 bis 22 Uhr, Weststadthaus Moltkestraße 10: Linie 2 von der Saarlandstraße bis zum Schulzentrum Kuhberg
  • Samstag, 25. Februar, 14 bis 18 Uhr, Weststadthaus Moltkestraße 10: Linie 2 von der Beyerstraße durch die untere Römerstraße bis zur Saarlandstraße
  • Mittwoch, 7. März, 18 bis 22 Uhr, Bürgerzentrum Eselsberg Virchowstraße 4: Linie 2 im Mähringer Weg.

Alle Termine stehen auch im Internet unter www.linie2-ulm.de  

Anmeldungen und Rückfragen:
unter Telefon (0 61 51) 95 04 85 15 oder per Mail unter fb[@]team-ewen[.]de 

Besonderer Hinweis:
Ursprünglich sollten die Sitzungen am 23., 24. und 25. Februar im SWU-Hauptgebäude Karlstraße stattfinden. Aufgrund gestiegener Anmeldezahlen wurden diese Sitzungen kurzfristig ins Weststadthaus verlegt.

1.200 Energen-Süd-Kunden in Ulm und Umgebung werden ab sofort von ihrem Grundversorger mit Strom und Gas beliefert.
22. Februar 2012

Insolvente Energiegenossenschaft hat die Lieferung zum 29. Februar eingestellt. Gesetzlich vorgesehene Ersatzversorgung springt automatisch ein.

Die Energiegenossenschaft Energen Süd (Ulm) hat die Belieferung ihrer Strom- und Gaskunden zum 29. Februar eingestellt. Diese Mitteilung des Insolvenzverwalters erhielt, wie andere Netzbetreiber, gestern auch die Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU Netze. Damit greift die vom Gesetzgeber in solchen Fällen vorgesehene Regelung. Das heißt: Die Energen-Kunden werden ab heute, 1. März von dem in ihrem jeweiligen Netz zuständigen Grundversorger beliefert. In den SWU-Netzen sind 816 Strom- und 362 Gaskunden betroffen. Deren Versorgung übernimmt ab sofort zum Großteil die SWU Energie. Die allermeisten dieser Kunden wohnen in Ulm/Neu-Ulm. Betroffen sind aber auch einzelne Energen-Kunden in Dornstadt, Niederstotzingen, Herbrechtingen und Hermaringen.

Die Ersatzversorgung geschieht automatisch, der Kunde braucht dafür selbst nichts zu unternehmen. „Kühlschrank und Gasheizung laufen also ohne Unterbrechung weiter“, stellt Wolfgang Rabe klar, technischer Geschäftsführer der SWU Netze GmbH. Das Unternehmen wird alle Energen-Kunden schriftlich über die Ersatzversorgung und deren Bedingungen informieren. 

Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist die Ersatzversorgung auf drei Monate begrenzt. Während dieser Zeit hat der Kunde Gelegenheit, einen neuen Vertrag mit einem Lieferanten seiner Wahl abzuschließen. „Wir empfehlen den Kunden, sich mit ihrem Grundversorger in Verbindung zu setzen und sich über Tarife und Vertragsangebote zu erkundigen“, sagt Wolfgang Rabe. Grundversorger in Ulm und Neu-Ulm ist die Stadtwerke-Tochter SWU Energie. In Herbrechtingen (Landkreis Heidenheim) zum Beispiel sind die Technischen Werke Herbrechtingen Grundversorger für Gaskunden.

Ortsänderung für die Bürgerwerkstätten: die Februar-Termine finden alle im Weststadthaus statt
20. Februar 2012

Aufgrund der Vielzahl von Anmeldungen hat sich die SWU Verkehr kurzfristig entschlossen, die im Februar noch ausstehenden Sitzungen der Bürgerwerkstätten ins Weststadthaus zu verlegen. Die dortigen Räumlichkeiten haben sich als ideal herausgestellt.

Ursprünglich sollten die Sitzungen am 23., 24. und 25. Februar im SWU-Hauptgebäude Karlstraße stattfinden. Ort der letzten Bürgerwerkstatt am 7. März wird unverändert das Bürgerzentrum Eselsberg sein. Die Bürgerwerkstätten fanden bislang großes Interesse. Zu den ersten drei Treffen kamen insgesamt rund 70 Besucher und behandelten mit Fachleuten und Verantwortlichen von Stadt und SWU Verkehr verschiedene Einzelthemen rund um die geplante Straßenbahnlinie. Hier alle ausstehenden Termine im Überblick:

  • Donnerstag, 23. Februar, 18 bis 22 Uhr, Weststadthaus Moltkestraße 10: Linie 2 in der Wissenschaftsstadt

  • Freitag, 24. Februar, 18 bis 22 Uhr, Weststadthaus Moltkestraße 10: Linie 2 von der Saarlandstraße bis zum Schulzentrum Kuhberg

  • Samstag, 25. Februar, 14 bis 18 Uhr, Weststadthaus Moltkestraße 10: Linie 2 von der Beyerstraße durch die untere Römerstraße bis zur Saarlandstraße

  • Mittwoch, 7. März, 18 bis 22 Uhr, Bürgerzentrum Eselsberg
    Virchowstraße 4: Linie 2 im Mähringer Weg.

Alle Termine stehen auch im Internet unter www.linie2-ulm.de

Anmeldungen und Rückfragen:

unter Telefon (0 61 51) 95 04 85 15 oder per Mail
unter fb[@]team-ewen[.]de

Fotomontage: Blick auf den Chempark Krefeld-Uerdingen mit dem vorgesehenen Kraftwerk (rechts).
Genehmigungsverfahren für Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Krefeld läuft
14. Februar 2012

SWU Energie hat sich einen Leistungsanteil von etwa 50 Megawatt gesichert. Bau könnte 2013 beginnen.

Für das geplante Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk (GuD) im Chempark Krefeld-Uerdingen hat die Trianel Kraftwerk Krefeld GmbH (TKK, Aachen) den Antrag auf Vorbescheid nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz gestellt. Die 2.300 Seiten umfassenden Antragsunterlagen wurden vergangene Woche der Bezirksregierung Düsseldorf überreicht. Zeitgleich wurde der Vorbescheidsantrag für das ursprünglich geplante Steinkohlekraftwerk zurückgezogen.

Die Stadtwerke-Kooperation Trianel will auf dem Industriegelände ein GuD mit bis zu 1.200 Megawatt elektrischer Leistung errichten. Die Doppelblockanlage wird zwei alte Kohlekessel ersetzen. Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm sind als eines von rund 30 kommunalen Unternehmen an dem Projekt beteiligt und haben sich etwa 50 Megawatt elektrischer Leistung gesichert. Das Kraftwerk soll Strom für die beteiligten Stadtwerke und ganzjährig Dampf für die chemischen Produktionsprozesse im Chempark Krefeld-Uerdingen (7.000 Beschäftigte) auskoppeln. In diesem wärmeorientierten Betrieb wird das eingesetzte Gas zu etwa 90 Prozent in nutzbare Energie umgewandelt. „Ein Spitzen-Wirkungsgrad, der die Ressourcen schont“, sagt Jürgen Schäffner, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU Energie. 

Energiewende absichern 

Stündlich muss das zu errichtende Gaskraftwerk bis zu 500 Tonnen Dampf für den Chempark bereitstellen können. Als hochflexibles Kraftwerk ist es zudem in der Lage, die schwankende Einspeisung von Windrädern und Solaranlagen auszugleichen. Chempark-Leiter Dr. Stefan Dresely blickt dem beginnenden Genehmigungsverfahren optimistisch entgegen: „Wir machen nun den ersten konkreten Schritt in diesem gerade für die Energiewende wichtigen Kraftwerksprojekt und hoffen auf einen zügigen und reibungslosen Genehmigungsablauf“. Abhängig davon könnte der Bau im kommenden Jahr beginnen. Nach dem heutigen Zeitplan könnte das Kraftwerk 2016 in Betrieb gehen.  

Kraftwerksstandort mit bester Infrastruktur 

Der Chempark Krefeld-Uerdingen gilt nicht nur aufgrund der ganzjährigen Dampfauskopplung als einer der besten Kraftwerksstandorte Deutschlands. Denn das Kraftwerk nutzt die auf dem Gelände bestehende Infrastruktur ebenso wie die gute Anbindung an das Ferngasnetz. In unmittelbarer Nähe liegt auch der Einspeisepunkt ins Höchstspannungsnetz für den erzeugten Strom. Damit ist der schnelle Transport des erzeugten Stroms gewährleistet.

Wasserleitungen und Wasserzähler im Haus frostsicher machen
09. Februar 2012

Der anhaltende strenge Frost verlangt für die Trinkwasserversorgung im Haus besondere Vorkehrungen. Die SWU weist darauf hin, dass nicht nur Wasserleitungen in ungeheizten Räumen (und unbewohnten Häusern) vor Frost geschützt werden müssen. „Auch Wasseruhren sind empfindlich gegen Frost“, sagt Jürgen Wegele, bei den Stadtwerken zuständig für die Messeinrichtungen Gas und Wasser. Zunächst sollte darauf geachtet werden, dass die Fenster in Kellerräumen fest geschlossen bleiben. Jürgen Wegele empfiehlt weiter, die Wasseruhren mit alten Textilien dick zu umwickeln. Abgedeckt werden sollten auch Wasserleitungen, die im Keller auf Putz verlegt sind. Dabei helfen Textilien oder zusätzliche Dämmung durch Glaswolle. In manchen Gärten befinden sich Wasserzählerschächte. Diese sollten mit viel Stroh oder totem Laub abgedeckt werden. Zusätzlichen Frostschutz bieten Styroporplatten.

Die Stadtwerke weisen darauf hin, dass Kunden nach den allgemeinen Versorgungsbedingungen verpflichtet sind, ihre Wasseruhren vor Frost schützen. Gut vorgesorgt haben Hausbesitzer, die rechtzeitig vor dem Winter ihre Gartenleitungen abgestellt und danach komplett entleert haben. Außenhähne sollten über die kalte Jahreszeit hinweg geöffnet bleiben. So kann eventuell nachfließendes Wasser abfließen und gefriert nicht in der Leitung. Sind Wasseruhren doch einmal eingefroren, sollten Hausbesitzer umgehend die Stadtwerke verständigen: Telefon (07 31) 1 66 - 0 oder 6 00 00.


Vier neue Busse ergänzen jetzt den Fuhrpark der Schwaben Mobil Nahverkehr. Einer der Busse kann zum Fahrschulwagen mit zweiter Pedalerie umgebaut werden (ganz rechts). Schwaben Mobil hat 1,6 Millionen Euro für die Neufahrzeuge investiert.
Vier neue Busse für die SWU-Linien
08. Februar 2012

Tochterunternehmen Schwaben Mobil Nahverkehr investiert 1,6 Millionen Euro

Vier fabrikneue Mercedes-Busse ergänzen seit kurzem den Fuhrpark der Schwaben Mobil Nahverkehr. Die in Bobingen bei Augsburg ansässige Tochtergesellschaft der SWU Verkehr fährt seit 2006 die Stadtwerke-Linien in Ulm und Neu-Ulm. Um den Fuhrpark zu modernisieren, wurden jetzt drei Gelenkbusse und ein Solobus gekauft. Die Busse vom Typ Mercedes-Benz Citaro ersetzen entsprechende ältere Modelle, die nach rund 700.000 Kilometern Fahrleistung ausgemustert werden. Rund 1,6 Millionen Euro hat Schwaben Mobil Nahverkehr investiert.

Qualitätsstandards erfüllt

„Die regelmäßige Erneuerung des Fuhrparks ist eine der Grundlagen, um die Qualität des Nahverkehrs in der Doppelstadt zu sichern“, hebt Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr, hervor. Die SWU Verkehr bestellt die Fahrleistungen bei ihrem Tochterunternehmen Schwaben Mobil. „Unser Partner erfüllt die vereinbarten Standards zuverlässig. Das gilt für die Fahrzeugtechnik ebenso wie für das Fahrpersonal“, so Wortmann weiter. Wie Schwaben-Mobil-Geschäftsführer und Mitgesellschafter Werner Ziegelmeier berichtet, hat sein Unternehmen in den letzten Jahren jährlich vier bis sieben neue Busse nur für den Einsatz in Ulm/Neu-Ulm gekauft. „Wir werden weiter investieren. Übrigens auch in qualifiziertes Personal, das nach Tarif bezahlt wird“, bekräftigt Ziegelmeier. Schwaben Mobil unterhält eine Geschäftsstelle in Neu-Ulm. Vom Firmensitz Bobingen aus betreibt das Unternehmen weitere Buslinien im Raum Augsburg.

Viertürige Gelenkbusse

Die jetzt beschafften Gelenkbusse sind vom Typ Mercedes-Benz Citaro O 530 G C 1. Bestückt mit dem schadstoffarmen Euro-5-Motor (354 PS) und ausgestattet mit stufenlosem Einstieg, Klimaanlage und Rollstuhlrampe bietet der Bus über 100 Passagieren Platz. Eine Besonderheit ist die vierte Tür im Heckteil. Diese zusätzliche Tür erleichtert das Ein- und Aussteigen. Der Bus füllt und leert sich schneller, wodurch er auch schneller von der Haltestelle wegkommt. Gerade in den Stoßzeiten kann das die Pünktlichkeit erhöhen.

Bus doppelt genutzt

Auch der neue Solobus vom Typ Mercedes-Benz Citaro O 530 C 2 weist eine Besonderheit auf. Mit wenigen Handgriffen lassen sich neben dem Fahrer-Cockpit eine zweites Pedal-Paar und ein zweiter Sitz einbauen. Damit wird der Bus zum Fahrschul-Fahrzeug. Im Alltagsbetrieb wird der Bus vor allem als Einsatzwagen fahren, zum Beispiel im Schülerverkehr. Der Citaro 2 ist erst seit Herbst auf dem Markt und dürfte damit eines der ersten Fahrzeuge dieser Baureihe in Ulm sein. Der zweitürige Bus bietet 40 Sitz- und 52 Stehplätze und ist mit Einstiegshilfe und eigenem Stellplatz für Rollstuhlfahrer ausgestattet. Alle vier neuen Busse sind bereits im Einsatz.


Ab 6. Februar: Probebohrungen entlang der geplanten Straßenbahnlinie am Eselsberg und in der Wissenschaftsstadt
01. Februar 2012

Im Rahmen der Planungen für die neue Straßenbahnlinie lässt die SWU Verkehr Probebohrungen entlang des vorgesehenen Streckenverlaufs machen. So werden ab Montag, 6. Februar die Bohrungen in dem Abschnitt zwischen Neutorbrücke und Science Park II beginnen. Anhand der Bohrungen können die Experten die Bodenbeschaffenheit analysieren und daraus wichtige Erkenntnisse für die Planung der Gleise gewinnen. Ziel ist es, den optimalen Gleisaufbau zu finden und dadurch die Fahrgeräusche beim späteren Straßenbahnbetrieb so gering wie möglich zu halten und Erschütterungen zu vermeiden, besonders in dicht bebauten Gebieten.

Etwa 40 Bohrungen sind jetzt im Verlauf der geplanten Strecke zwischen Neutorbrücke und Science Park II vorgesehen: An der Auffahrt zur Neutorbrücke zum Beispiel, in der Kienlesbergstraße, im Mähringer Weg und in der Albert-Einstein-Allee bis hin zum Knoten Wilhelm-Runge-Straße/Lise-Meitner-Straße. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Februar und sind mit Lärm verbunden. Gearbeitet wird montags bis freitags zwischen 7.30 und 18.00 Uhr. Im Bereich der Bohrungen wird eine Fahrspur für die Dauer von zwei bis drei Stunden gesperrt. Die Bohrlöcher werden unmittelbar im Anschluss an die Arbeiten wieder verfüllt.

Info: Aktuelles zum Projektstand und zu Vorarbeiten steht auch im Internet unter www.linie2-ulm.de

Bürgerwerkstätten: Themen, Termine, Orte, Anmeldung
01. Februar 2012

Mit der Bürgerwerkstatt eröffnen Stadt und SWU Verkehr 2012 eine neue Runde im Bürgerdialog rund um die geplante Straßenbahnlinie 2. Die erste dieser Werkstätten befasst sich am 3. Februar mit den beiden Themen Barrierefreiheit und Schulwege. Die Veranstaltung im Weststadthaus eröffnet eine Reihe von Gesprächsrunden, die Planer, Verantwortliche von Stadt und Stadtwerken mit Bürgerinnen und Bürgern zusammenbringt. Jeder Interessierte kann nach Voranmeldung an der Bürgerwerkstatt teilnehmen. Bis Anfang März sind die folgenden sieben Treffen vorgesehen.

  • Freitag, 3. Februar, 18 bis 22 Uhr, Weststadthaus Moltkestraße:
    Linie 2 und Barrierefreiheit / Linie 2 und Schulwege
  • Donnerstag, 9. Februar, 18 bis 22 Uhr, Weststadthaus Moltkestraße:
    Linie 2 und Grün / Linie 2 und Radverkehr
  • Freitag, 17. Februar, 18 bis 22 Uhr, Weststadthaus Moltkestraße:
    Linie 2 und ÖPNV-Vernetzung
  • Donnerstag, 23. Februar, 18 bis 22 Uhr, SWU-Haus Karlstraße:
    Linie 2 in der Wissenschaftsstadt
  • Freitag, 24. Februar, 18 bis 22 Uhr, SWU-Haus Karlstraße:
    Linie 2 von der Saarlandstraße bis zum Schulzentrum Kuhberg
  • Samstag, 25. Februar, 14 bis 18 Uhr, SWU-Haus Karlstraße:
    Linie 2 von der Beyerstraße durch die untere Römerstraße bis zur Saarlandstraße
  • Mittwoch, 7. März, 18 bis 22 Uhr, Bürgerzentrum Eselsberg Virchowstraße 4:
    Linie 2 im Mähringer Weg.

Alle Termine stehen auch im Internet unter www.linie2-ulm.de

Anmeldungen:
unter Telefon (0 61 51) 95 04 85 15 oder per Mail
unter fb[@]team-ewen[.]de

Narrensprung: Linie 4 fährt vorübergehend durch die Olgastraße
27. Januar 2012

Am Sonntag, 29. Januar übernehmen die Narren für gut drei Stunden in der Ulmer Innenstadt das Kommando auf den Straßen. Für den Narrensprung wird die Frauenstraße gesperrt. Aus diesem Grund fährt die Linie 4 (Kuhberg Schulzentrum – Böfingen Süd) in der Zeit von 13 Uhr bis 17 Uhr nicht wie gewohnt durch die Neue Straße und Frauenstraße, sondern über Hauptbahnhof und Olgastraße. Die Linie 4 bedient auf dieser Ausweichroute die Haltestellen Hauptbahnhof, Theater und Justizgebäude. Die Haltestellen Rosengasse, Hafengasse, Rathaus Ulm und Steinerne Brücke können während des Narrensprungs nicht bedient werden. Die Ausweichroute kann in der Echtzeit-Fahrplanauskunft an den Haltestellen nicht berücksichtigt werden.

Mit der Tageskarte stressfrei das närrische Treiben genießen

Den Zuschauern des närrischen Lindwurms empfiehlt die SWU Verkehr, am Veranstaltungstag öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Die Tageskarte City ermöglicht eine stressfreie An- und Abreise. Für 6,50 Euro können bis zu fünf Erwachsene gemeinsam den ganzen Tag Bus und Straßenbahn fahren. Für Besucher aus der Region empfiehlt sich die Tageskarte Netz zu 13,70 Euro. Sie gilt im gesamten DING-Verbundgebiet.

Bürgerdialog startet in die zweite Phase
12. Januar 2012

Zur Vertiefung: Anliegen werden in Bürgerwerkstätten aufgenommen

Mit der Bürgerwerkstatt eröffnen Stadt und SWU Verkehr 2012 eine neue Runde im Bürgerdialog rund um die geplante Straßenbahnlinie 2. Die erste dieser Werkstätten befasst sich am 3. Februar mit zwei Themen: Linie 2 und Barrierefreiheit sowie Linie 2 und Schulwege. Mit der Veranstaltung im Weststadthaus beginnt eine Reihe von Gesprächsrunden, die Planer, Verantwortliche von Stadt und Stadtwerken mit Bürgerinnen und Bürgern zusammenbringt. Jeder Interessierte kann nach Voranmeldung an der Bürgerwerkstatt teilnehmen. Bis Anfang März sind sechs weitere Werkstätten terminiert.

Der Bürgerdialog nützt allen Seiten

„Vom Dialog profitieren Bürger und Verantwortliche gleichermaßen, da wir frühzeitig die Bedenken und Anregungen von Seiten der Anwohner und potenziellen Nutzer kennen lernen, prüfen und, wenn möglich, in die weiteren Planungen einfließen lassen können“, sagt Baubürgermeister Alexander Wetzig. Aufgrund von Bürgeranregungen sind Stadt und SWU beispielsweise davon abgerückt, die Straßenbahn auf dem Eselsberg zwischen Hasenkopfweg und Uni-Bauamt in Straßenmittellage fahren zu lassen; stattdessen ist nun vorgesehen, die Trasse in Seitenlage der Straße zu führen.

Gespräche jetzt weiter vertiefen

„Der bisher geführte Dialog zeigt, welche Themen den Bürgern bezüglich der Straßenbahnlinie besonders wichtig sind. Die Anregungen aus den Trassenbegehungen und Gesprächsabenden haben wir geprüft und werden sie nun in vertiefter Form mit den Beteiligten besprechen. Die Themen der Werkstattgespräche orientieren sich an den Hinweisen aus der Bürgerschaft. Und vielleicht kommen auch neue Ideen“, erläutert Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr, die Intention. Themen, bei denen Bürger mitbestimmen können, sind die Straßenraumgestaltung, die Radwegeführung, das Parkkonzept sowie die Haltestellengestaltung.

Ausstellung im Rathaus zeigt aktuellen Planungsstand

Den aktuellen Stand der Planungen zur Linie 2 zeigt eine Ausstellung, die ab 1. Februar im Foyer des Rathauses zu sehen sein wird. Auf mehreren Stellwänden werden die Entwurfspläne der einzelnen Streckenabschnitte dargestellt und erläutert. Eine Gesamtübersicht mit Daten und Fakten zur Linie 2 sowie eine Zusammenfassung des Bürgerdialogs runden die Ausstellung ab.

Ausstellung zum Brückenbau Kienlesberg

„Die neue Straßenbahnbrücke auf den Kienlesberg soll ein stadtprägendes Bauwerk werden“, kündigt Baubürgermeister Alexander Wetzig an. Deshalb werden die Bürger auch über die Ergebnisse der Ausschreibung informiert. Zurzeit prüft eine Jury aus Fachleuten, Vertretern der Gemeinderatsfraktionen, der Stadt und der SWU Verkehr die Entwürfe der Architekturbüros. Der Sieger wird voraussichtlich Ende Februar bekanntgegeben. Ab Mitte März werden die drei favorisierten Entwürfe der Öffentlichkeit präsentiert. Im Rahmen einer Ausstellungseröffnung werden die einzelnen Entwürfe gewürdigt und die weiteren Stufen des Brückenbaus bis zur geplanten Einweihung im Jahr 2016 erläutert.

Bislang breite Diskussion

Im Rahmen des Bürgerdialogs gab es seit September 2011 eine Reihe von Informationsveranstaltungen, Trassenbegehungen und Gruppengesprächen. Im Internet versorgt eine eigene Informationsplattform die Öffentlichkeit mit Daten und Fakten und hält Interessierte über Termine auf dem Laufenden. Die Dialogbausteine werden gut genutzt. Bürger tauschen sich regelmäßig mit Experten aus und äußern ihre Anliegen und Verbesserungswünsche. Die Ergebnisse dieser breiten Diskussion werden in den Bürgerwerkstätten im Februar und März 2012 diskutiert und vertieft. Den Dialogprozess begleiten drei Büros: das team ewen aus Darmstadt, das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) in Frankfurt und die Agentur Signum aus Mannheim. Für den Bürgerdialog hat die Stadt 100.000 Euro bereitgestellt.

Bürgerwerkstatt: Themen, Termine, Orte, Anmeldung

Freitag, 3. Februar, 18 bis 22 Uhr, Weststadthaus Moltkestraße:
Linie 2 und Barrierefreiheit / Linie 2 und Schulwege

Donnerstag, 9. Februar, 18 bis 22 Uhr, Weststadthaus Moltkestraße:
Linie 2 und Grün / Linie 2 und Radverkehr

Freitag, 17. Februar, 18 bis 22 Uhr, Weststadthaus Moltkestraße:
Linie 2 und ÖPNV-Vernetzung

Donnerstag, 23. Februar, 18 bis 22 Uhr, SWU-Haus Karlstraße:
Linie 2 in der Wissenschaftsstadt

Freitag, 24. Februar, 18 bis 22 Uhr, SWU-Haus Karlstraße:
Linie 2 von der Saarlandstraße bis zum Schulzentrum Kuhberg

Samstag, 25. Februar, 14 bis 18 Uhr, SWU-Haus Karlstraße:
Linie 2 von der Beyerstraße durch die untere Römerstraße bis zur Saarlandstraße

Mittwoch, 7. März, 18 bis 22 Uhr, Bürgerzentrum Eselsberg Virchowstraße 4: Linie 2 im Mähringer Weg.
Alle Termine stehen im Internet unter www.linie2-ulm.de

Ab morgen werden die Ulmer über Plakate, die Linie-2-Website und eine Hauswurfsendung eingeladen. Bürger, die bereits an einer früheren Dialogveranstaltung teilgenommen und ihre Kontaktdaten hinterlassen haben, werden zudem per Post oder E-Mail auf die Termine hingewiesen. Außerdem liegen bei SWU traffiti im ServiceCenter Neue Mitte Einladungen aus. Anmeldungen zu den Bürgerwerkstätten sind zudem über die genannte Internet-Plattform möglich.

Bahnstrecke Senden - Weißenhorn: Planfeststellung beantragt
05. Januar 2012

Ein weiterer Schritt ist getan, um die Bahnstrecke zwischen Senden und Weißenhorn wieder für Personenzüge zu öffnen. Vor Weihnachten hat die SWU Verkehr die Planfeststellung für die Ertüchtigung der knapp zehn Kilometer langen Strecke beantragt und die Unterlagen nach München geschickt. Dort hat die für das nun beginnende Verfahren zuständige Regierung von Oberbayern ihren Sitz. Den Schienen-Nahverkehr bestellen wiederum wird die landeseigene Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG).

Rückgrat eines regionalen S-Bahn-Netzes 

Die SWU Verkehr hatte die seit Jahrzehnten nur noch für den Güterverkehr genutzte Strecke im Juli 2009 gepachtet und dadurch vor der endgültigen Stilllegung bewahrt. Bei den Plänen, in der Region Donau-Iller ein S-Bahn-Netz zu schaffen, kommt der wiedereröffneten Strecke eine Schlüsselfunktion zu. Pendler sollen ab Dezember 2013 mit dem Nahverkehrszug in weniger als einer halben Stunde umsteigefrei von Weißenhorn aus über Senden zum Ulmer Hauptbahnhof gelangen. Das würde den Verkehrsfluss in der Region sehr erleichtern und Straßen entlasten.  

Rund 10 Millionen Euro Investitionen 

Davor muss die Strecke zwischen Weißenhorn und Senden ertüchtigt werden: Gleise und Signalanlagen sind zu erneuern, Bahnübergänge abzusichern und vor allem Haltepunkte auszubauen, zum Beispiel durch Park-and-Ride-Plätze. Vier Haltepunkte sind vorgesehen, darunter ein ganz neuer im Industriegebiet Weißenhorn-Eschach. Rund zehn Millionen Euro wird die Modernisierung kosten. Den allergrößten Teil der Investition wird die SWU Verkehr tragen. Die Städte Senden, Weißenhorn und Vöhringen finanzieren die Haltepunkte und Bahnübergangsausbaumaßnahmen auf ihrem Gebiet mit. Die SWU Verkehr hofft, dass der Planfeststellungsbeschluss bis Herbst 2012 vorliegt. Der weitere Zeitplan sähe dann so aus: Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen bis Frühjahr 2013, Baubeginn im Frühsommer, Fertigstellung spätestens im November 2013.

Jürgen Schäffner und Ingo Wortmann als Geschäftsführer wiederbestellt
04. Januar 2012

Jürgen Schäffner (47), technischer Geschäftsführer der SWU Energie GmbH, und Ingo Wortmann (41), technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr GmbH, sind bis 30. Juni 2017 in ihren jeweiligen Funktionen bestätigt worden. Diesen Beschluss fassten die zuständigen Aufsichtsratsgremien der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH bei der letzten Sitzung am 20. Dezember 2011. Beide Geschäftsführer waren erstmals im Januar 2003 bestellt worden. SWU Energie und SWU Verkehr sind 100-prozentige Tochtergesellschaften der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm.

Jürgen Schäffner hat in seiner Heimatstadt Mannheim Elektrotechnik an der dortigen Fachhochschule studiert. Vor seiner Ulmer Zeit war er bei den Stadtwerken Hockenheim (Rhein-Neckar-Kreis) als Werkleiter ebenfalls für die Technik verantwortlich. Ingo Wortmann stammt aus Wuppertal im Bergischen Land (Nordrhein-Westfalen) und ist Diplom-Bauingenieur. Bevor er sich in Ulm niederließ, war er für die Dresdner Verkehrsbetriebe in verschiedenen Aufgaben tätig, zuletzt als Leiter des Profitcenters Verkehrsmanagement und Marketing.

Ingo Wortmann und Jürgen Schäffner

SWU erhöht Investitionen in die Wasserversorgung auf 6,3 Millionen Euro.
30. Dezember 2011

Preisanpassung notwendig. Ab Januar knapp sechs Euro Mehrkosten im Jahr. Allgemeine Teuerungsrate ausgeglichen. 

Gut drei Viertel der Gesamtkosten in der Wasserversorgung entfallen auf die Netzpflege. Um Leitungen, Brunnen und Anlagen in Schuss zu halten und um die Wasserqualität zu kontrollieren, wenden die Stadtwerke im kommenden Jahr rund 6,3 Millionen Euro auf. Das sind zwei Millionen Euro mehr als 2011. Der größte Teil dieser Investitionen wird in den Neubau des stark sanierungsbedürftigen Wasserbehälters Eselsberg fließen. Die Netzpflege ist ein fester Kostenblock, er richtet sich nicht danach, ob viel oder wenig Wasser gefördert und verkauft wird. „Der Geschäftszweig Wasserversorgung ist kapitalintensiv und muss wirtschaftlich bleiben“, erläutert SWU-Geschäftsführer Matthias Berz, „daher kommen wir um eine moderate Preis-Anhebung nicht herum“.

Ab 1. Januar kostet der Kubikmeter 1,75 Euro brutto, drei Cent mehr als bisher. Daneben erhöhen sich auch die jährlichen Grundpreise der verschiedenen Kundengruppen. Der Grundpreis richtet sich nach der Anzahl und Leistung der installierten Wasserzähler, ist also von Gebäude zu Gebäude unterschiedlich. Alles in allem wirkt sich die Preisanhebung wie folgt aus: Ein Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 150 Kubikmetern Trinkwasser für drei Personen gibt pro Jahr rund 5,70 Euro oder 1,8 Prozent mehr aus. Die Erhöhung erfasst alle Tarifgruppen der über 31.000 SWU-Kunden in Ulm und Neu-Ulm. „Die maßvolle Erhöhung gleicht die Inflationsrate aus und sorgt dafür, dass der Geschäftszweig Trinkwasserbelieferung investitionsfähig bleibt“, führt Matthias Berz weiter aus. Tatsächlich haben sich im ablaufenden Jahr die Kosten für den Betrieb des Wassernetzes im Tempo der allgemeinen Kostensteigerungen bewegt.

Landesweiter Preisvergleich: SWU nimmt Rang 24 ein

Auch nach der Erhöhung bleibt die SWU landesweit einer der günstigsten Wasserversorger. In dem vom Stuttgarter Wirtschaftsministerium im März 2011 aktualisierten Preisvergleich rangiert die SWU wiederum im oberen Drittel der günstigsten privatrechtlichen Wasserversorger. SWU belegt Rang 24 unter den 85 gelisteten Unternehmen. Bei 150 Kubikmeter Jahresverbrauch bezahlt der SWU-Kunde ab Januar rund 324 Euro brutto. Für 2011 liegt der Landesschnitt bei 344 Euro. 

Vorsorge gegen Knaller: Fahrkartenautomaten sind über den Jahreswechsel außer Betrieb
28. Dezember 2011

Die SWU Verkehr trifft Vorsorge gegen „verirrte“ Silvesterknaller. Ab sofort und bis einschließlich Donnerstag, 5. Januar 2012 werden die 42 Fahrscheinautomaten an den Haltestellen entlang der SWU-Linien außer Betrieb genommen.

 

Die Automaten sind empfindlich, speziell die eingebaute Elektronik verträgt keine Silvesterscherze. Mutwillige Beschädigungen, zum Beispiel indem Gegenstände gewaltsam in die Automaten eingeführt wurden, haben in der Vergangenheit wiederholt längere Ausfälle und teure Reparaturen verursacht. Ab Freitag, 6. Januar 2012 sind die Fahrscheinautomaten wieder betriebsbereit. Über den Jahreswechsel können Fahrkarten in den 12 Vorverkaufsstellen und bei „SWU trafitti“ im ServiceCenter Neue Mitte gekauft werden. „SWU trafitti“ ist an Silvester von 9 bis 13 Uhr geöffnet.

Zusätzlicher Fahrscheinverkauf am Haltepunkt Ulm ZOB

An Silvester fahren die SWU-Linien nach dem Samstagsfahrplan. Das Anrufsammeltaxi „MobilSAM“ endet gegen 18 Uhr. Der letzte Anschluss auf den regulären SWU-Linien ist gegen 0.45 Uhr. Anschließend fahren in der Neujahrsnacht die Nachtbuslinien N 1 bis N 5, N 7 und N 8 jeweils stündlich zwischen 1.30 Uhr und 4.30 Uhr ab Ulm ZOB. In der Silvesternacht werden Fahrscheine zwischen 1.15 Uhr und 4.30 Uhr an den Abfahrtssteigen der Nachtbuslinien des Haltepunkts Ulm ZOB zusätzlich durch stationäres Personal verkauft. Die SWU Verkehr bittet ihre Fahrgäste, auch diese Alternative für den Fahrscheinkauf zu nutzen. Das entlastet den Busfahrer, insbesondere bei großem Andrang. Die Mitarbeiter stehen in speziell gekennzeichneter Kleidung jeweils 15 Minuten vor Abfahrt der Nachtbuslinien bereit.

Auf den Dächern der Multifunktionshalle an der Memminger Straße in Neu-Ulm sind über 4.200 Solarmodule montiert. Der aus ihnen gewonnene Strom entspricht dem Bedarf von 120 Haushalten mittlerer Größe.
Solarstrom für 120 Haushalte
23. Dezember 2011

Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach der Ratiopharm-Arena geht ans Netz. SWU investiert rund 1,2 Millionen Euro.

Auch wenn der Winterhimmel derzeit wenig Sonnenlicht durchlässt: Auf dem Dach der Ratiopharm-Arena Ulm/Neu-Ulm waren Techniker in den letzten Wochen kräftig damit beschäftigt, Solarzellen-Module zu verkabeln. Die rund 480 Kilowatt leistende Photovoltaik-Anlage ist jetzt betriebsbereit und speist die ersten Kilowattstunden Strom ins Netz ein.

Eigentlich sind es zwei Anlagen. Auf den Dächern der Multifunktionshalle und des angegliederten Parkhauses sind über 4.200 Solarmodule montiert. Sie verteilen sich auf eine Dachfläche von 8.700 Quadratmetern. Die jährliche Stromerzeugung von rund 450.000 Kilowattstunden entspricht dem Bedarf von 120 Haushalten mittlerer Größe. „Mit der Inbetriebnahme haben wir wieder einen Abschnitt zurückgelegt auf dem Weg zur nachhaltigen Stromerzeugung“, erklärt Jürgen Schäffner, technischer Geschäftsführer der Stadtwerketochter SWU Energie. Das Unternehmen hat rund 1,2 Millionen Euro in die PV-Anlage investiert.

Auf über drei Megawatt summiert sich nun die Leistung der Photovolataik-Anlagen, die die Stadtwerke betreiben. Das größte dieser Sonnenkraftwerke hat 2,3 Megawatt Leistung und befindet sich ebenfalls in Neu-Ulm, nämlich auf dem Dach der EvoBus-Fertigungshalle im Industriegebiet Pfuhl. Etwa ein Fünftel des von den Stadtwerken erzeugten Stroms stammt mittlerweile aus erneuerbaren Quellen, aus der Kraft des Wassers und der Sonne. Dieser Anteil wird zunehmen. Seit Sommer wird vor der Nordsee-Insel Borkum ein großer Windpark gebaut. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von 30 kommunalen Unternehmen, die SWU ist mit zwei Windrädern von zusammen 10 Megawatt Leistung beteiligt. Wenn der Windpark wie vorgesehen Ende 2012 ans Netz geht, wird die SWU weitere 40 Millionen Kilowattstunden Strom regenerativ erzeugen.

Holzgas-Heizkraftwerk Senden: Probebetrieb beginnt voraussichtlich im März
21. Dezember 2011

Die ersten Kilowattstunden Wärme wurden erzeugt. Schaden im Vergaser sorgt für neuen Zeitplan.

Die Ingenieure und Techniker im Holzgas-Heizkraftwerk Senden sind bei der so genannten „heißen Inbetriebsetzung“ gut vorangekommen. Vor kurzem konnten erstmals Holzhackschnitzel verschwelt werden. Das aus der Verschwelung bei Temperaturen um die 900 Grad Celsius gewonnene Gas wurde im Kessel verbrannt und erzeugte die ersten Kilowattstunden Wärme. „Das System funktioniert, wenngleich wir erkennen müssen, dass die Abläufe innerhalb und außerhalb des Krafthauses recht komplex sind. Mit der Technik betreten wir ja Neuland, daher nehmen die Vorbereitungen auf den Betrieb viel Zeit in Anspruch“, sagt Projektleiter Matthias Vitek.

Derweil ist auch das Wärmenetz gewachsen. Bereits Mitte Oktober konnte die Leitung fertiggestellt werden, über die das Holzgas-Heizkraftwerk auch Neu-Ulmer Wärmekunden mit Energie versorgen kann. Sechs Kilometer lang ist diese Verbindungsleitung von Senden nach Neu-Ulm-Ludwigsfeld. Zusammen mit den Fernwärmerohren wurden noch 55 Kilometer Leerrohre verlegt, in die später einmal Stromversorgungs- und Steuerleitungen eingezogen werden können. ParalIel zur Wärmetrasse verläuft außerdem eine neue Trinkwasserleitung, über die Senden bei besonderem Bedarf oder in Notfällen Trinkwasser aus den Brunnen in der Neu-Ulmer Illeraue beziehen kann. „Ein wichtiger Schritt, um den Trinkwasserverbund in unserer Region auszubauen und so die Versorgung der Bevölkerung abzusichern“, sagt Jürgen Schäffner, technischer Geschäftsführer der Stadtwerketochter SWU Energie.

Reparatur des Vergasers unterbricht die Inbetriebsetzung

Leider führt ein Schaden im Vergaser jetzt dazu, dass die Inbetriebsetzung erst einmal unterbrochen werden muss. Der Vergaser ist innen mit einer zirka 20 Zentimeter dicken Betonschicht ausgekleidet. Diese Innenschicht ist nun teilweise herausgebrochen. „Die Herstellerfirma hat den Schaden begutachtet und wird für die Reparatur sorgen“, sagt Projektleiter Matthias Vitek, „der Zeitplan muss neu geschrieben werden“. Er schätzt, dass die Betonauskleidung nicht vor Ende Januar erneuert sein wird. Danach muss der Beton erst einmal „ausgeheizt“ werden, das heißt: Der Vergaser wird sehr langsam mit Biodiesel erhitzt. Die Hitze lässt die im Beton gebundene Feuchtigkeit verdampfen und der Beton erlangt die nötige Härte für den Dauerbetrieb des Vergasers. Nach dem Ausheizen wird der Vergaser mit Holzhackschnitzeln gefüttert. Die Verschwelung muss konstant über mehrere Tage hinweg funktionieren, bevor die nächsten Etappen der Inbetriebsetzung angegangen werden können. Die wichtigste Etappe ist der Probebetrieb: Vier Wochen am Stück muss die Gesamtanlage – Holzzuführung, Vergaser, Motoren, Sicherungs- und Steuerungssysteme – störungsfrei laufen. Erst dann erfolgt die offizielle Abnahme, erhalten die ausführenden Firmen also das O.k. durch den Anlagenbetreiber SWU. Matthias Vitek rechnet nach heutigem Stand damit, dass der Probebetrieb etwa Anfang März beginnen kann. Verläuft alles gut, könnte das Holzgas-Heizkraftwerk bis Mai/Juni in den Dauerbetrieb gehen.

Daten zum Holzgas-Heizkraftwerk Senden

  • Wärme-Leistung: 6,4 Megawatt
  • elektrische Leistung: 4,9 Megawatt (MW) (aus: 2 BHKW-Motoren zu je 2,1 MW, ORC zu 0,7 MW)
  • Gesamt-Wirkungsgrad: 80 Prozent (33 % elektrisch, 47 % thermisch)
  • Jahreserzeugung Strom: 36 Mio. kWh (entspricht dem Bedarf von rd. 10.000 Haushalten mittlerer Größe)
  • Jahreserzeugung Wärme: 41 Mio. kWh
  • Brennstoff: unbehandeltes Restholz aus heimischen Wäldern, Jahresbedarf ca. 40.000 Tonnen CO2-Vermeidung/Jahr: ca. 40.000 Tonnen (gegenüber einer vergleichbaren erdgasbefeuerten Anlage)
  • Investition: 33 Mio. Euro; der SWU wurde ein Zuschuss von 6,6 Mio. Euro aus Bundesmitteln zur Förderung nachwachsender Rohstoffe zugesprochen.
Neutorbrücke ist am 21. Dezember wieder für den Verkehr frei
19. Dezember 2011

Bauarbeiten für den Stadtwerke-Verbindungstunnel stehen vor dem Abschluss

Die Arbeiten für den Verbindungstunnel zwischen dem SWU-Glashaus und dem im Bau befindlichen zweiten SWU-Verwaltungsgebäude an der Ecke Karlstraße/Neutorstraße werden in den nächsten Tagen abgeschlossen.

Am 21. Dezember wird die Neutorbrücke wieder für den Verkehr freigegeben. „Damit kann der Verkehr auf einer der wichtigen innerstädtischen Achsen rechtzeitig vor den Feiertagen wieder ungehindert fließen“, zeigt sich Philipp Lehmann, bei der SWU zuständig für die Koordination des Projekts, erleichtert. Im Frühjahr erhält die Brückenauffahrt an der Tunnelbaustelle eine frische Fahrbahndecke. Dazu muss die Brücke nochmals für einen Tag gesperrt werden.

Der Verbindungstunnel musste in offener Bauweise unter der Brückenauffahrt gegraben werden. Dadurch hatte sich die Brückenauffahrt auf eine Fahrspur verengt. Um Rückstaus in die Kreuzung Karlstraße/Neutorstraße zu vermeiden, war die Brücke zuletzt nur für Nahverkehrsbusse geöffnet.

Busanschluss für Junginger Neubaugebiet. Nachtbus bedient Mähringen.
08. Dezember 2011

Ab 11. Dezember gilt der neue Fahrplan 2011/12

Das Neubaugebiet „Unter dem Hart“ in Jungingen wird durch die Buslinie 7 ans Nahverkehrsnetz angeschlossen. Partygänger aus Mähringen kommen am Wochenende mit dem Nachtbus von der Stadt aus sicher nach Hause. Und in Neu-Ulm erhält die Ratiopharm-Arena pünktlich zur ihrer Eröffnung eine Haltestelle direkt vor dem Eingang. Darauf kann sich der Fahrgast einstellen, wenn ab Sonntag, 11. Dezember der neue Fahrplan 2011/12 auf den SWU-Linien gilt.

Linie 7 mit neuer Route und neuer Endhaltestelle in Jungingen

Die Buslinie 7 (Willy-Brandt-Platz – Neu-Ulm – Jungingen) bedient künftig das Neubaugebiet „Unter dem Hart“ in Jungingen. Von der Stadtmitte kommend biegt der Bus am Kreisverkehr in die neuen Straßen mit den Haltestellen „Auf dem Hart“, „Edith-Stein-Ring“ und „Margarete-Steiff-Straße“ ab. Der Bus fährt dann weiter über die bestehenden Haltestellen Gehrnstraße, Fichtenstraße und Schwarzenbergstraße. Auf der Beimerstetter Straße bedient die 7 die neue Haltestelle Donau-Iller-Werkstätten in Fahrtrichtung Rathaus Jungingen. Fahrgäste in Richtung Innenstadt steigen weiterhin an der Haltestelle auf der Straße „Am Pfannenstiel“ zu. Neue Endhaltestelle der Linie 7 ist das Rathaus Jungingen. Durch die neue Linienführung kann der Bus das Gewerbegebiet Lehrer Feld nicht mehr anfahren. Denn Fahrgäste mit dem Ziel Rathaus Jungingen und Donau-Iller-Werkstätten müssten dann eine zehn Minuten längere Fahrzeit in Kauf nehmen. Das Gewerbegebiet bleibt ab 11. Dezember aber durch das Anruf-Sammeltaxi MobilSAM 7 mit dem Nahverkehrsnetz verbunden. Das Sammeltaxi sorgt an der Haltestelle Schwarzenbergstraße für den Anschluss an die Buslinie 7.

Ohne Umstieg mit dem Nachtbus nach Mähringen

Die Nachtbus-Linie N 3 (ZOB – Lehr – Jungingen) verkehrt künftig über Mähringen. Der Bus bedient die Haltestelle „Mähringen Ulmer Steige“. Fahrgäste müssen damit nicht mehr am Botanischen Garten vom Nachtbus ins Nacht-Sammeltaxi umsteigen. Alle Nachtbus-Linien starten künftig einheitlich um 1.30 Uhr am ZOB. Die bisher von den Linien N 3, N 5 und N 8 vor 1.30 Uhr angebotenen Fahrten fallen wegen zu geringer Nachfrage weg.

Auf den Sammeltaxi-Linien MobilSAM 71, 77, 78 und 79 sowie den Nacht-Sammeltaxi-Linien 3, 3b, 5b und 6 ändern sich teilweise die Liniennummern und die bedienten Gebiete. Die Sammeltaxi-Linien orientieren sich dadurch besser an den tagsüber verkehrenden Buslinien.

Neu-Ulm: Haltestelle „Arena“ wird schon ab 9. Dezember bedient

Die durch die Memminger Straße nach Ludwigsfeld fahrenden Busse der Linie 5 halten künftig direkt an der neuen Multifunktionshalle. Die Haltestelle heißt „Arena“ und wird erstmals am 9. Dezember bedient, am Eröffnungstag der „Ratiopharm-Arena“. Die Haltestelle „Arena“ ersetzt die nahegelegene Haltestelle „Dietrich-Kino“, die aufgelöst wird. Diese Änderung konnte in den Fahrplänen und Liniennetzplänen noch nicht berücksichtigt werden. An der Haltestelle „Arena“ gelten die Abfahrtszeiten der alten Haltestelle „Dietrich-Kino“.

Projekt GuD Leipheim: Zweckverband stimmt der Option zum Grundstückskauf zu