Pressemitteilungen der SWU

Stadtwerke verzichten auf den Bau des Pumpspeicherkraftwerks Blautal
06. Juli 2016

Fehlende Perspektive in der Stromvermarktung zwingt zur Aufgabe des Vorhabens. Ein rentabler Betrieb ist nicht abzusehen.

Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm werden das Vorhaben, im Blautal westlich Ulms ein Pumpspeicherkraftwerk (PSW) zu errichten, aufgeben. Das hat der SWU-Aufsichtsrat am 5. Juli 2016 beschlossen. Der Verzicht ist mit dem Partnerunternehmen Eduard Merkle GmbH und Co. KG (Blaubeuren) abgestimmt.

Der Partner hätte seinen Steinbruch in Blaubeuren-Gerhausen in das Vorhaben eingebracht; der Steinbruch war als Unterbecken für das Pumpspeicherkraftwerk vorgesehen. Merkle wird den Steinbruch weiter zum Kalksteinabbau nutzen. „Das Geschäftsmodell PSW wurde von der negativen Entwicklung auf dem Stromerzeugungsmarkt überholt“, begründet SWU-Geschäftsführer Klaus Eder den Projektausstieg. Die anhaltend niedrigen Erlöse für erzeugten Strom ließen nicht erwarten, dass das PSW Blautal die Baukosten wieder hereinspiele und sich die Anlage tragen könne. Die Stadtwerke hatten das Vorhaben im Blautal zuletzt einer intensiven Neubewertung unterzogen.

Wichtige Zwischenetappen erreicht

In den rund zehn Projektjahren – der offizielle Start war 2004 – wurden wichtige Etappenziele erreicht. Die raumordnerische Beurteilung und die Gutachten zur Geologie und zum Grundwasserhaushalt liegen
vor, ebenso die ökologische Kartierung für das komplette Projektgebiet zwischen Blaubeuren-Gerhausen und Markbronn-Dietingen (Gemarkung Blaustein), dem Standort des Oberbeckens. Die Planung für den Genehmigungsantrag ist fertig. Von Beginn an betrieben die Stadtwerke eine aktive Informationspolitik. Der erste
Infoabend für Anwohner und Bürger fand im Juni 2005 in Markbronn-Dietingen statt. Seit Herbst 2011 begleitete das Freiburger Öko-Institut den Bürgerdialog. Es ging darum, dass eine neutrale Instanz den Austausch zwischen Vorhabenträgern, Kommunen und betroffenen Bürgern moderiert und die komplexen fachlichen Fragen für den Laien lesbar macht.

„Schade um ein sinnvolles Vorhaben“

„Wir sind weit gekommen. Insofern ist es schade um das Vorhaben, zumal es grundsätzlich sinnvoll bleibt, regionale Speicher für Strom aus erneuerbaren Energien bereitzustellen“, ist Geschäftsführer Eder überzeugt. Überschüssigen Strom speichern, um ihn bei geringem Stromangebot in Minutenschnelle ans Netz zu bringen, wird gerade
bei dem ständig steigenden Anteil der erneuerbaren, aber wetterabhängigen Energieträger Sonne und Wind unverzichtbar werden.

Trinkwasserpreis steigt um durchschnittlich 1,8 Prozent
13. Juni 2016

Ab 1. Juli rund sechs Euro Mehrkosten im Jahr für einen typischen Haushalt in Ulm und Neu-Ulm

Trinkwasser wird zum 1. Juli etwas teurer. Ein Einfamilienhaus mit einem Jahresbedarf von 150 Kubikmetern Trinkwasser für vier Personen bezahlt pro Jahr 6,25 Euro oder 1,8 Prozent mehr. Mit der Preisanpassung reagiert die SWU Energie auf die gestiegenen Kosten für die Netzpflege.

Die Anpassung betrifft rund 32.000 Trinkwasserkunden in Ulm und Neu-Ulm. Die Mehrkosten gehen ausschließlich auf das Konto eines leicht er-höhten Grundpreises. Der Preis je verbrauchtem Kubikmeter („Arbeitspreis“) hingegen bleibt unverändert bei 1,82 Euro brutto. Im Grundpreis stecken Unterhalt und Modernisierung von Brunnen, Hochbehältern, Pumpanlagen und Leitungen. „Die Pflege des Netzes und der Transport des Wassers in jedes Haus machen etwa zwei Drittel der Kosten aus. Das ist unabhängig von der verkauften Menge. Daher behalten wir beim Kostenausgleich den Grundpreis besonders im Auge“, erläutert Marcus Deutenberg, Leiter des SWU-Vertriebs. Der Grundpreis richtet sich nach der Anzahl und Leistung der installierten Wasserzähler, ist also von Gebäude zu Gebäude unterschiedlich. Zuletzt hatten die Stadtwerke den Wasserpreis vor einem Jahr erhöht, damals in der Größenordnung von etwa 1 Prozent.

339 Euro pro Jahr: SWU gehört zu den günstigsten Wasserversorgern im Land

Auch nach der Erhöhung bleibt die SWU landesweit einer der günstigsten Wasserversorger. In dem vom Stuttgarter Wirtschaftsministerium im März 2016 aktualisierten Preisvergleich rangiert die SWU erneut im oberen Viertel der günstigsten privatrechtlichen Wasserversorger. Die SWU belegt Rang 14 unter den 80 gelisteten Unternehmen. Bei 150 Kubikmeter Jahresverbrauch lag der Landesschnitt laut Wirtschaftsministerium bei 382 Euro. In Ulm bezahlte der Wasserkunde zuletzt rund 339 Euro. Das entspricht einem Durchschnittspreis von 2,26 Euro je Kubikmeter.

Bernd Adolph wird Geschäftsführer der SWU Energie
01. Juni 2016

Aufsichtsrat trifft Personalentscheidung

Bernd Adolph (48 Jahre) wird zum 1. Juli 2016 technischer Geschäfts-führer der Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU Energie. Diese Ent-scheidung hat der Stadtwerke-Aufsichtsrat am 31. Mai getroffen. Bernd Adolph wird damit Nachfolger von Jürgen Schäffner, der im Juli 2014 zu den Stadtwerken Lübeck gewechselt ist.

Bernd Adolph leitet als Prokurist seit Jahren die Stadtwerkebereiche Energiehandel und Energieeinkauf, Stromproduktion und Fernwärme. „Er hat in seinen Funktionen bislang ausgezeichnete Arbeit geleistet. Auch im Hinblick auf die künftigen Herausforderungen an die Ener-giewirtschaft erscheint er uns als der geeignete Kandidat für diese Geschäftsführerposition“, sagt Oberbürgermeister und Aufsichtsrats-vorsitzender Gunter Czisch. Dem pflichtet Holding-Geschäftsführer Klaus Eder bei: „Bernd Adolph genießt unser Vertrauen“.

Bernd Adolph hat Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Energietech-nik an den Fachhochschulen Nürnberg und Augsburg studiert. Sein Diplom erwarb der gebürtige Ulmer 1996. Über die Diplomarbeit, abgelegt beim Ulmer Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-forschung (ZSW), kam Adolph zur SWU. Nach einer Zusatzausbil-dung zum Stromhändler baute Bernd Adolph ab 2000 den SWU-Strom- und Erdgashandel auf, war daneben für den Vertrieb des SchwabenStroms an die etwa 100.000 externen Kunden verantwortlich. 2010 wurde er zum Prokuristen der SWU Energie bestellt. „Ich
freue mich sehr auf meine neuen Aufgaben“, kommentiert Adolph seine Bestellung zum Geschäftsführer. Bernd Adolph ist verheiratet und hat zwei Söhne im Alter von 7 und 9 Jahren.

Gleisarbeiten: Strecke Weißenhorn – Senden wird über Pfingsten durch Busse bedient
10. Mai 2016

SWU Verkehr richtet vom 14. bis 16. Mai den Gleis-schotter her

Von Pfingstsamstag 14. Mai bis einschließlich Pfingstmontag 16. Mai wird die Bahnverbindung zwischen Weißenhorn und Senden durch Busse ersetzt. In diesem Zeitraum richtet die SWU Verkehr als Betreiberin der Gleise den Gleisschotter auf der gesamten rund neun Kilometer langen Strecke neu her. Für die Arbeiten ist eine Stopfmaschine mit Schotterpflug im Einsatz.

Die Maschinen fahren die Strecke 1-mal ab, beginnend vom Bahnübergang Adolf-Wolf-Straße in Weißenhorn bis zum Einfahrtsignal Senden. Die Arbeiten laufen an den drei Tagen jeweils von sechs Uhr morgens bis zirka 20 Uhr abends. Streckenposten sichern die Bahnübergänge während der Durchfahrt der Maschinen.

Umstieg Bus – Bahn am Bahnhof Senden

Den Schienenersatzverkehr richtet der Streckenbetreiber DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee ein. Am Bahnhof Weißenhorn fahren die Busse stündlich zu Minute 49 ab. Die Busse bedienen die Bahnhaltepunkte Weißenhorn-Eschach, Witzighausen und Wullenstetten. In Senden steigen Reisende in den Zug nach Ulm um. Die Reisezeit zwischen Weißenhorn und Hauptbahnhof Ulm verlängert sich auf 37 Minuten. Ab Dienstag 17. Mai verkehrt der erste Zug wieder wie gewohnt um 05.02 Uhr ab Bahnhof Weißenhorn.

Stopf-Lokomotive ist ein wahres Schwergewicht

Gleise und Schotterbett sind durch den Zugverkehr hohen Belastungenausgesetzt und müssen daher von Zeit zu Zeit neu nivelliert werden.„Eine Speziallokomotive hebt dazu die Gleise leicht an, füllt je nach Bedarf Schotter auf und verdichtet ihn“, erläutert Jörg Zeeb von derSWU Verkehr die Arbeiten. „Im Ergebnis gewinnt das Gleis seine Ideallage zurück“. Die Lokomotive ist 49 Meter lang und wiegt 156 Tonnen,also gut vier Mal so viel wie ein Combino-Straßenbahnwagen. Ist der Schotter „gestopft“, das heißt verdichtet, muss der Querschnitt des Schotterbetts wieder hergestellt werden. Dafür sorgt der Schotterpflug,auch dieser ist mit seinen 18 Metern Länge und 44 Tonnen Gewicht durchaus ein Schwergewicht. Der Pflug zieht den Schotter aus dem Gleisrandbereich heran und verteilt ihn so, dass das Gleisbett sein korrektes Profil zurückerhält. Zum Schluss wird der Schotter abgekehrt,der während des Stopfens auf die Gleisschwellen gefallen ist.

Zusätzlich gearbeitet wird an der Landgrabenbrücke, die das Gleis in Senden überspannt. Dieser Übergang war für die Streckenertüchtigung erneuert worden. Dort behebt jetzt die ausführende Baufirma Mängel als Garantieleistung. Diese Arbeiten laufen ebenfalls über die Pfingsttage jeweils von sechs bis zirka 20 Uhr.

Für Lärmbelästigungen im Zusammenhang mit den Arbeiten am Gleis und an der Brücke bittet die SWU Verkehr um Nachsicht.

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