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Pressebild: SWU baut drei neue Trinkwasserkammern am Kuhberg

OB macht den ersten Spatenstich. Stadtwerke investieren fast neun Millionen Euro in die Erneuerung des Ulmer Wasserdrehkreuzes.

SWU baut drei neue Trinkwasserkammern am Kuhberg

OB macht den ersten Spatenstich. Stadtwerke investieren fast neun Millionen Euro in die Erneuerung des Ulmer Wasserdrehkreuzes.

Versteckt bei der Ulmer Jugendherberge duckt sich der Wasserhochbehälter Kuhberg in den Grüngürtel. Seine vier großen Kammern sind kaum wahrnehmbar ins Gelände eingelassen. Und doch ist hier ein zentraler Ort der Ulmer Trinkwasserversorgung. In den nächsten drei Jahren wird das Wasser-Reservoir für fast neun Millionen Euro durch einen Neubau ersetzt werden. Zum Ersten Spatenstich fand sich Oberbürgermeister Gunter Czisch zusammen mit den Stadtwerke-Geschäftsführern Klaus Eder (SWU Holding) und Wolfgang Rabe von der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH an der Baustelle ein.

Der Hochbehälter, dessen erste Kammern schon 1907 in Betrieb gingen, ist die Drehscheibe der Wasserverteilung in Ulm. Vom Kuhberg aus wird das im Wiblinger Auwald „Rote Wand“ geförderte und über siebzig Höhenmeter hochgepumpte Grundwasser in der gesamten Stadt verteilt. Der „HB Kuhberg“ ist der Haupt-Wassersammler. Er speist drei weitere, zum Teil noch höher gelegene Speicher; von dort aus fließt das Trinkwasser in die Hauptleitungen und später in die Häuser. Das natürliche Gefälle liefert den notwendigen Druck im Netz, der hier und da durch den Betrieb von Pumpen angepasst werden muss.

Zweckbau mit eigener Gestaltung

Die Pläne für den Neubau der Kuhberg-Behälter liegen schon seit einigen Jahren in der Schublade. Im Zeichen der Konsolidierung der SWU war das Vorhaben aber zurückgestellt worden. „Jetzt realisieren wir es“, bekräftigt Wolfgang Rabe von der Netzgesellschaft der Stadtwerke. Zwei der vier alten Wasserkammern werden abgerissen. An gleicher Stelle werden drei Rundbehälter aus Edelstahl errichtet, jeder speichert 4.000 Kubikmeter Trinkwasser. Das Gesamt-Fassungsvermögen der neuen Behälter bleibt gegenüber den Altbauten gleich. „Doch effektiv nutzen ließ sich das Reservoir bisher nur zu vier Fünfteln“, weist Rabe auf ein Manko hin, dem der Neubau abhelfen soll. „Die 12 Millionen Liter Speicherinhalt werden künftig nahezu vollständig dem Netzbetrieb zur Verfügung stehen“. Das ist ein gewaltiger Speicher, in den 85.000 volle Badewannen passen.

PV-Strom treibt die Anlagen im Pumpwerk an

Bauliche Besonderheit: Die drei neuen Rundbehälter, jeder um die zehn Meter hoch bei 25 Metern Durchmesser, werden durch Photovoltaik-Module auf den Dachflächen bekrönt. Der aus den ca. 170 Kilowatt installierter PV-Leistung gewonnene Strom wird primär an Ort und Stelle für den Betrieb der Pumpen verbraucht. Mit den Stadtbildgestaltern abgesprochen ist eine besondere Fassadengestaltung. Die Rundspeicher verbergen sich hinter hohen Wänden aus geriffeltem Cortenstahl. Dieses Material verwittert „gezielt“ und nimmt dabei eine charakteristische, rostfarbene Patina an – ein gerne gewähltes Gestaltungselement in Architektur und Skulptur.

Fertigstellung 2023

Zuerst steht der Abriss der beiden östlichen Wasserkammern an. Die beiden anderen Kammern bleiben zunächst in Betrieb, um die Trinkwasserversorgung während der Bauphase abzusichern. Um die Anwohner möglichst wenig zu belasten, fließt der schwere Baustellenverkehr um das Wohngebiet herum über die Römerstraße. Veranschlagt sind drei Jahre Bauzeit. Die Stadtwerke investieren rund 8,7 Mio. Euro in die Erneuerung des Wasserdrehkreuzes am Kuhberg. Vor längerem schon modernisiert hatte die SWU die Wasserbehälter am Eselsberg (2012) und Michelsberg (2007).

Ulm/Neu-Ulmer Trinkwasser in Zahlen

2019 verteilten die Stadtwerke über 13 Millionen Kubikmeter Trinkwasser an Haushalte und Betriebe in Ulm und Neu-Ulm. Verteilt wird das Trinkwasser über ein 782 km langes Leitungsnetz und neun Wasser-Hochbehälter, davon einer in Neu-Ulm-Gerlenhofen (genannt „Heining“). Das Trinkwasser wird aus Grundwasser gewonnen, gefördert wird es in den Auwäldern „Rote Wand“ (Ulm-Wiblingen) und „Illerholz“ (Neu-Ulm).

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