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Zweiter Teil der 2019 angefangenen Aktion beginnt am 14. Januar. Gearbeitet wird auf der südlichen Donauseite und an der Rot.

Stadtwerke setzen Damm-Rodungen entlang der Donau bei Erbach fort

Zweiter Teil der 2019 angefangenen Aktion beginnt am 14. Januar. Gearbeitet wird auf der südlichen Donauseite und an der Rot.

Die Stadtwerke führen die vor einem Jahr begonnene Aktion zur Befreiung der Donaudämme von wild gewachsenem Gehölz fort. Ab 14. Januar werden auf dem südlichen Kanalufer Büsche und Bäume gerodet. Die Arbeiten erstrecken sich zwischen der Wehranlage Ersingen und der Dellmensinger Kanalbrücke. Betroffen sind auch die Uferstreifen der Rot im Abschnitt zwischen Rot-Wehranlage und Lange Straße in Dellmensingen. Die gerodeten Abschnitte sind zusammen rund vier Kilometer lang. Im Januar/Februar 2019 hatten die Stadtwerke auf 3,7 Kilometern Länge das Gehölz auf dem nördlichen Donaudamm beseitigt. Wegen der Holzabfuhr sind die Wege auf und entlang der Dämme abschnittsweise nur eingeschränkt passierbar.

Wildwuchs schädigt die Dämme

Über viele Jahre hinweg haben sich Pappeln, Eschen, Weiden und üppiges Buschwerk wild auf den Dämmen angesiedelt. „Was das Auge erfreut, ist allerdings schlecht für die Festigkeit der Dämme, die ja vor Hochwasser schützen sollen“, erklärt Ingo Geißelhart, bei der SWU Energie verantwortlich für die Stromproduktion. So können vom Sturm entwurzelte Bäume den Damm aufreißen und undicht machen. „Dichter Bewuchs verdeckt auch mögliche Erosionsschäden am Damm und verhindert die Sichtkontrolle – eine Voraussetzung dafür, dass Schäden unverzüglich behoben werden“, führt Geißelhart aus. Als Kraftwerksbetreiberin ist die SWU für den Unterhalt und die Standsicherheit der Dämme verantwortlich. Das umfasst bei Bedarf auch Rodungen, so verlangt es das Regelwerk der Gewässeraufsicht. Das Vorhaben ist vom Landratsamt Alb-Donau-Kreis und vom Regierungspräsidium Tübingen genehmigt. Außerdem hatte die SWU das Vorhaben im November 2018 in öffentlicher Sitzung dem Erbacher Gemeinderat vorgestellt.

Magerwiesen auf dem Damm erhöhen die Artenvielfalt

„Das Beseitigen von Damm-Gehölz gehört zu unseren Betreiberpflichten, aber wir legen Wert darauf, dass dies so umweltverträglich wie möglich geschieht“, betont Ingo Geißelhart. Daher begleitet ein Fachbüro die Baumfällungen und setzt ein Konzept für den ökologischen Ausgleich um. Der Damm wird nach dem Entfernen der Wurzeln ausgebessert und für die Aussaat von Kräutern und Wildblumen vorbereitet. So sollen auf den Dämmen durchmischte Magerwiesen wachsen als Lebensraum für Insekten, vor allem Schmetterlinge und Wildbienen. Ein Pflegekonzept sorgt dafür, dass sich Artenvielfalt entwickeln kann. Zusätzlich pflanzen die Stadtwerke im Umfeld der Dämme Bäume, Feldhecken und Sträucher neu an. Ferner werden Nisthilfen für Vögel und Fledermauskästen aufgestellt. Wo Baumhöhlen entdeckt werden, bleiben die entsprechenden Gehölze als Totholz erhalten und werden in umliegende Baumbestände verlagert. Die Stadtwerke rechnen mit Kosten von mindestens 100.000 Euro.

Donaukanal ist Standort klimafreundlicher Stromgewinnung

Im fraglichen Abschnitt des Donaukanals betreibt die SWU das Wasserkraftwerk Donaustetten. Es erzeugt im Schnitt rund 21,5 Mio. Kilowattstunden Strom im Jahr. Damit lassen sich etwa 8.600 Haushalte emissionsfrei versorgen. Die Stromgewinnung aus Wasserkraft erspart an diesem Standort über 20.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.

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