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Aufwärtstrend hat sich bestätigt. Die Coronakrise wird aber Einbußen bringen.

Geschäftsjahr 2019: Stadtwerke erwirtschaften 3,3 Millionen Euro Überschuss

Aufwärtstrend hat sich bestätigt. Die Coronakrise wird aber Einbußen bringen.

Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm haben den Erfolg aus den Vorjahren wiederholen können. Im Geschäftsjahr 2019 erwirtschafteten die über tausend Mitarbeiter der Unternehmensgruppe einen Überschuss von 3,3 Millionen Euro. Der Konzerngewinn liegt damit auf dem Niveau von 2018. „Es ist das dritte Jahr in Folge, dass wir nach verlustreicher Zeit klar in die Gewinnzone kommen. Die Konsolidierung stabilisiert sich und kommt auch über einzelne Verlustfaktoren hinweg“, zeigt sich Geschäftsführer Klaus Eder zufrieden. Die Konsolidierung zeigt sich zum Beispiel darin, dass die Stadtwerke den bilanziellen Verlustvortrag der vergangenen Jahre nun kontinuierlich abbauen. 

Wenn es dennoch Wermutstropfen gibt, so sind sie durch die aktuelle Ausnahmesituation bedingt. „Unter der Pandemie leidet die Wirtschaft, Stadtwerke sind da nicht ausgenommen. Für das Geschäftsjahr 2020 zeichnen sich deutliche Verluste ab, obwohl wir bereits gegensteuern. Noch ist unklar, inwieweit uns der ÖPNV-Rettungsschirm hilft“, schränkt Eder ein.

Energie-Dienstleistungen gewinnen an Bedeutung

Die Stadtwerke haben auch 2019 ihr Kerngeschäft sehr gut erledigt. Ein guter Absatz von Wärme und Trinkwasser – letzteres bedingt durch ein erneut trockenes Jahr – bildete eine der Grundlagen. Höhere Stromerzeugung im Neu-Ulmer Heizkraftwerk Bradleystraße erbrachte gute Erlöse im Energiehandel; die Erzeugung dort geschieht in Kraft-Wärme-Kopplung und profitiert vom Umweltbonus. Das „Brot-und-Butter-Geschäft“ wurde wie schon 2018 sehr gut abgerundet durch den Geschäftsbereich Dienstleistungen. „Teilweise neu entwickelte Dienstleistungen rund um Infrastruktur und Energie haben mit einem Plus von rund 1,2 Mio. Euro zum Gesamterfolg beigesteuert“, unterstreicht Klaus Eder. Die Stadtwerke richten für große Stromkunden Trafostationen ein und betreiben sie; es wurden Aufträge zur Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik für umliegende Städte und Gemeinden gewonnen; die Stadtwerke betreiben Trinkwassernetze im Auftrag von Gemeinden im Umland. In größeren Wohneinheiten finanziert, baut und betreibt die SWU die Heizanlage und übernimmt auf Wunsch sogar die Energieabrechnung. Auch das erheblich ausgebaute E-Ladenetz und der Service „private Ladesäule vor dem Haus“ deuten darauf hin, dass sich der Charakter der SWU immer stärker hin zum Dienstleister verschiebt. Das unterstreicht die Tochtergesellschaft SWU TeleNet. Sie bestätigt ihre aufstrebende Entwicklung und hat 2019 1,2 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet; das bleibt kaum hinter dem ausgezeichneten Vorjahresergebnis (1,5 Mio. Euro Plus) zurück. Der in Gang befindliche Ausbau des Glasfasernetzes dürfte den Kundenzuwachs weiter fördern.

Operatives Plus fällt etwas geringer aus

Aus dem Tagesgeschäft erwirtschafteten die Stadtwerke rund 8,9 Millionen Euro. Das ist nicht so gut wie im Vorjahr (10 Mio. Euro) und resultiert im Wesentlichen aus dem kräftig gestiegenen Defizit im Geschäftsbereich Nahverkehr (Details siehe unten). Demgegenüber legte der Absatz von Erdgas (2,8 Prozent), Wärme (3,8 Prozent) und Trinkwasser (4,0 Prozent) zu. Die regionale Stromproduktion aus Wasserkraft erreichte in dem trockenen Jahr mit 90 Mio. Kilowattstunden wiederum nicht den Durchschnitt. Das konnte jedoch ausgeglichen werden durch eine überdurchschnittliche Strom- und Wärmeerzeugung im Heizkraftwerk Neu-Ulm. Alle regionalen Erzeugungsquellen zusammen – Wasserkraft, Kraft-Wärme-Kopplung, Photovoltaik – lieferten 2019 rund 147 Mio. kWh Strom (2018: 118 Mio. kWh; 2017: 150 Mio. kWh).

Die Geschäftsbereiche im Einzelnen

Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH lag mit 13,7 Mio. Euro im Plus (Vorjahr: 12,3 Mio. Euro). Ein wesentlicher Impuls ging von dem bereits erwähnten Dienstleistungsgeschäft aus. Es weitet sich aus, auch bei den SWU-Beteiligungsgesellschaften in der Region wie in Blaubeuren, Langenau, Niederstotzingen und Herbrechtingen. Gut entwickelt haben sich 2019 die Netznutzungsentgelte. Diesem – gesetzlich regulierten – Bereich entspringt ein Plus von 3,2 Mio. Euro. 

Die Tochtergesellschaft SWU Energie erwirtschaftete einen Überschuss von 22,8 Mio. Euro (Vorjahr: 20,6 Mio. Euro). Darin enthalten ist gemäß Gewinnabführungsvertrag der Gewinn der Netzgesellschaft. Das SWU-Energie-Ergebnis deckt 6,7 Mio. Euro Verlust aus der Vermarktung des im Kohlekraftwerk Lünen erzeugten Stroms ab (Verlust 2018: 4,4 Mio. Euro).

Sparte Telekommunikation ist weiter im Aufwind

Die Sparte Telekommunikation knüpft an die guten Ergebnisse aus den Vorjahren an. Die Tochtergesellschaft SWU TeleNet verzeichnet ein Plus von 1,2 Mio. Euro (2018: 1,5 Mio. Euro; 2017: 0,9 Mio. Euro). „Es verzinsen sich die Investitionen, mit denen der Ausbau des Breitbandnetzes vorangetrieben wurde“, freut sich Geschäftsführer Eder. Das belegt der anhaltende Zuwachs der Internetkunden. Ende 2019 waren es rund 10.350, über zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. Im Glasfasernetz wurden 22 Kilometer zugebaut, es erreicht nun 660 Kilometer Gesamtlänge. Der Ausbau geht 2020 in der Ulmer Innenstadt weiter, die Verlegearbeiten im Viertel „Auf dem Kreuz“ sind im Gang. Dem werden bis 2024 fünf weitere Ausbau-Etappen in der Ulmer Innenstadt folgen; in Neu-Ulm wird 2021 der Startschuss für die Ausweitung der Glasfaser fallen.

Hohe Abschreibungen verschlechtern das Verkehrsergebnis

Im Geschäftsbereich Verkehr ist der Fehlbetrag um über vier Millionen Euro auf 20,5 Millionen Euro angewachsen (2018: 16,2 Mio. Euro). Zwei Gründe waren ausschlaggebend: die finanziellen Belastungen aus dem Bau der Linie 2 und die Leistungen, die SWU Verkehr erbracht hat, um die Umsetzung des neuen Ulmer Nahverkehrsplans vorzubereiten. Für den Straßenbahnbau sind die Abschreibungen 2019 stark angewachsen. In großer Zahl sind die Schlussrechnungen der Baufirmen eingegangen; zudem sind die Rechnungen gemäß Kostenfortschreibung mit dem höheren Baukostenindex beaufschlagt. Zu Buche schlagen darüber hinaus die Betriebskosten für das wesentlich umfänglicher gewordene Liniennetz. Gemäß dem novellierten Ulmer Nahverkehrsplan führt SWU Verkehr seit Anfang 2020 Regie über sämtliche sechzehn innerstädtischen Linien. Die Vorbereitungen dafür liefen 2018 an; vor allem mussten viele zusätzliche Fahrerinnen und Fahrer eingestellt werden. Die erfreuliche Note wiederum: Das verbesserte Nahverkehrsangebot kommt gut an. 40,8 Millionen Fahrgäste im Jahr 2019 sind ein neuer Rekord und übertreffen den Vorjahreswert (36,8 Mio.) um rund elf Prozent. „Ein hoffnungsvolles Zeichen, dass die enormen Investitionen im Nahverkehr sich auf mittlere Sicht auch wirtschaftlich auszahlen werden“, betont Klaus Eder.

200 Millionen Euro Wertschöpfung für die Region

2019 investierte die SWU rund 76 Millionen Euro. Fast die Hälfte, nämlich rund 35 Mio. Euro, entfallen auf die Linie 2, für den Streckenbau, Umbau des Verkehrsbetriebshofs und den Kauf der zusätzlichen zwölf Straßenbahnen. Die Stadtwerke zahlten 10,8 Mio. Euro Konzessionsabgaben an Städte und Gemeinden. Betreibern von Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Quellen gewinnen, bezahlte die Stadtwerke-Netzgesellschaft 48,8 Mio. Euro an Einspeisevergütungen. Alles in allem erzeugte die SWU rund 200 Millionen Euro an regionaler Wertschöpfung.

Geschäftsjahr 2019. Die wichtigsten Daten.
Vorjahreszahlen in Klammern

Umsatz:                                  492 Mio. Euro    (471 Mio.)
Konzernergebnis:                   3,3 Mio. Euro Gewinn (3,3 Mio.)
Stromverkauf:                        1.164 Mio. kWh (1.165 Mio.)
Erdgasverkauf:                       1.635 Mio. kWh (1.590 Mio.)
Fernwärmeverkauf:                87,1 Mio. kWh (83,9 Mio.)
Trinkwasserverkauf:               11,5 Mio. Kubikmeter (11,0 Mio.)
Internet und Telefonie:          10.350 Kunden (9.212)
Nahverkehr:                           40,8 Mio. Fahrgäste (36,8 Mio.)
Personal zum 31.12.2019:     956 Mitarbeiter (947)
zuzüglich Auszubildende:      62 Auszubildende (51)

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