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Im Grimmelfinger Weg am Kuhberg beginnen die Stadtwerke mit dem Abbruch von zwei Kammern des dortigen Wasserhochbehälters.

Neubau Wasserbehälter Kuhberg: Abbruch der alten Kammern beginnt

Im Grimmelfinger Weg am Kuhberg beginnen die Stadtwerke mit dem Abbruch von zwei Kammern des dortigen Wasserhochbehälters.

Wie gemeldet, werden diese aus den 1930er Jahren stammenden Kammern durch Neubauten ersetzt werden. In einer ersten Phase wird ab 10. November das Baufeld eingerichtet.

Dazu gehört es vor allem, die Flächen rund um die alten Behälter freizulegen. Es werden insgesamt rund 14.000 Kubikmeter Erde bewegt. Der Aushub wird zum Teil an Ort und Stelle zwischengelagert. Voraussichtlich Anfang Dezember beginnt dann der Abbruch der beiden Wasserkammern. Um die Lärmbelästigung möglichst gering zu halten, wird der Beton nicht vor Ort zerkleinert, sondern sofort abtransportiert. Die Abbrucharbeiten dauern voraussichtlich bis März 2021. Dabei fallen insgesamt rund 2.000 Kubikmeter Stahlbeton an, das sind rund 300 Kipperladungen.

Bau der neuen Behälter beginnt im nächsten Frühjahr

Im Frühjahr 2021 beginnt der Bau dreier neuer Wasserbehälter. Im ersten Abschnitt werden bis Mitte 2022 die Beton- und Stahlbauarbeiten für die Gebäudehülle ausgeführt. Danach entstehen die Edelstahl-Rundbehälter. Jeder ist um die zehn Meter hoch bei 25 Metern Durchmesser und fasst 4.000 Kubikmeter Wasser. Zusammen sind es 12 Millionen Liter Trinkwasser – das ist der Inhalt von 85.000 Badewannen –, die zwischengespeichert werden können.

Fertigstellung 2023

Um die Trinkwasserversorgung in der Bauphase abzusichern, bleiben zwei alte Kammern in Betrieb. Für die Fertigstellung der neuen Anlage sind drei Jahre Bauzeit bis 2023 veranschlagt. Die Stadtwerke investieren rund 8,7 Mio. Euro in die Erneuerung der Kuhberg-Hochbehälter. Sie bilden die Drehscheibe der Wasserverteilung in Ulm. Vom Kuhberg aus wird das im Wiblinger Auwald „Rote Wand“ geförderte und über siebzig Höhenmeter hochgepumpte Grundwasser in der gesamten Stadt verteilt. Der „HB Kuhberg“ speist drei weitere, zum Teil noch höher gelegene Speicher; von dort aus fließt das Trinkwasser in die Hauptleitungen und später in die Häuser. Das natürliche Gefälle liefert den notwendigen Druck im Netz, der hier und da durch den Betrieb von Pumpen angepasst werden muss.

Ulm/Neu-Ulmer Trinkwasser in Zahlen

2019 verteilten die Stadtwerke über 13 Millionen Kubikmeter Trinkwasser an Haushalte und Betriebe in Ulm und Neu-Ulm. Verteilt wird das Trinkwasser über ein 782 km langes Leitungsnetz und neun Wasser-Hochbehälter, davon einer in Neu-Ulm-Gerlenhofen (genannt „Heining“). Das Trinkwasser wird aus Grundwasser gewonnen, gefördert wird es in den Auwäldern „Rote Wand“ (Ulm-Wiblingen) und „Illerholz“ (Neu-Ulm).

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