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Produkte & Leistungen

Praktische Erkenntnisse aus dem E-Parkhaus

Wachsende E-Mobilität braucht mehr Ladestellen-Infrastruktur. Im CCN in Ulm reifen unter Beteiligung der SWU wertvolle Erkenntnisse für Folgeprojekte.

Veranstaltungs-Locations und Tourismuswirtschaft, Städteplaner und Immobilien-Entwickler, Einzelhandel und öffentliche Dienstleister wie Kliniken oder Hochschulen: Sie alle müssen sich darauf vorbereiten, dass in absehbarer Zukunft ein Großteil ihrer Gäste und Kunden e-mobil anreist. Das bedeutet, dass sie eine Infrastruktur zum Strom tanken vorhalten müssen. Insbesondere Ladepunkte in Tiefgaragen und Parkhäusern werden dann in großer Zahl gefordert sein.

Umfangreiche Erkenntnisse auf diesem Gebiet liefert ein Pilot-Projekt im Ulmer Parkhaus Congress Centrum Nord (CCN). Dort entstanden unter Mitwirkung der SWU nun insgesamt 16 Ladepunkten für E-Fahrzeuge. Hier wird im realen Betrieb ermittelt, welche Faktoren bei einem Objekt dieser Größe eine Rolle spielen. Dazu hat die Technische Hochschule Ulm (THU) ein Forschungsprojekt gestartet. Daran sind gemeinsam mit dem Parkhausbetreiber PBG (Parkbetriebsgesellschaft Ulm) die Bereiche Energie, Netze und Telekommunikation der SWU-Unternehmensgruppe sowie das Ulmer Startup citysens beteiligt. Das Projekt wird vom Umweltministerium Baden-Württemberg gefördert.

Einer der wichtigsten Aspekte des Projekts ist der Aufbau einer effizienten und sicheren Ladeinfrastruktur. „Dafür genügt es nicht, vorhandene Komponenten zu installieren und dann den Strom einzuschalten“, erklärt Dr. Fabian Feldhoff, Fachgebietsleiter Business Development bei der SWU. „Echter Nutzen ergibt sich erst, wenn alle Systeme aufeinander abgestimmt sind und sich von einem Punkt aus steuern lassen.“ Dazu haben Mitarbeitende der THU eine eigene Netzleitwarte aufgebaut, um die dynamische Nachfrage bei unterschiedlicher Auslastung der 16 Ladestellen stets im Blick und im Griff zu haben.

„Das ist angewandte Forschung in Reinkultur“, sagt Feldhoff zur Arbeit des THU-Teams um Prof. Gerd Heilscher, einen ausgewiesenen Fachmann auf dem Gebiet des Energiedatenmanagements. „So etwas kann man noch gar nicht am Markt kaufen. Erstmals wird dabei das Schalten der Ladeinfrastruktur über sichere Smart Meter-Kommunikation umgesetzt“, erklärt Feldhoff. Er geht davon aus, dass der Ulmer Prototyp über kurz oder lang zur Blaupause für zahlreiche andere Tiefgaragen wird, die E-fit gemacht werden sollen. „Egal, wer sich mit dieser Herausforderung konfrontiert sieht: Je mehr belastbare Entscheidungsgrundlagen verfügbar sind, umso effizienter werden die jeweiligen Projekte umsetzbar sein.“

Die SWU selbst befasst sich seit geraumer Zeit mit der Aufgabe. Das zuständige Team reichert vorhandenes Anwendungswissen im laufenden Betrieb an und ist zu einer gefragten Informationsquelle geworden. Weil der Gesetzgeber mit einer umfassenden Regelung der Elektromobilität einen weiteren Schub verpasst hat, stehen bei den Fachberatern der SWU die Telefone nicht mehr still. „Seit die Verpflichtung zum Bau von Ladestationen und die Förderung der Elektromobilität in all ihren Bereichen öffentlich sind, ist die Nachfrage nach Beratung und Begleitung von Projekten bei uns enorm gestiegen“, bestätigt Christoph Glogger.

Wobei, so Christoph Glogger, die Tücke im Detail liegt. „Vom Prinzip her sind alle Tiefgaragen sehr ähnlich, unterscheiden sich dann aber doch in bestimmten Aspekten. So haben wir im CCN zum Beispiel bei der Verfügbarkeit des GSM-Empfangs nachjustiert“, berichtet er von Lerneffekten aus dem Forschungsprojekt. „Das ist das A und O fürs Einchecken beim Ladevorgang und für die Abrechnung. Es darf keinen Ladepunkt geben, bei dem die Verbindung nicht uneingeschränkt stabil ist.“

Ein anderer Aspekt, der beim Forschungsprojekt seinen Nutzen beweisen soll, ist die Integration der Anlage in das bestehende Parkleitsystem. Daran haben alle ein Interesse, die Infrastruktur bereitstellen. Denn vor allem in der Entwicklungsphase von E-Mobilität sind zuverlässige Wegweiser zu Ladestationen ein wichtiger Akzeptanzfaktor. Hier steuert die SWU TeleNet nicht nur den Breitbandanschluss, sondern über die citysens, einem Gemeinschaftsunternehmen der SWU TeleNet und dreier Ulmer IT-Unternehmen, auch weitreichendes Knowhow für die praktische Umsetzung bei.

Glogger steht mit den Erkenntnissen aus dem CCN schon in ständigem Austausch mit anderen Garagenbetreibern. „Auch wenn der Handlungsdruck groß ist: Solche Projekte lassen sich nicht über Nacht umsetzen. Sie brauchen eine detaillierte Planung und sorgfältige Installation.“ Nach Angaben Feldhoffs hat sich der Einbau im Ulmer Projekt bereits im Probebetrieb bewährt. „Das ist kein Luxus, sondern ein vernünftiges Investment in Betriebssicherheit und Kundenzufriedenheit.“ Die offizielle Eröffnung des Parkhauses findet im Sommer statt.

Berater Energiedienstleistungen/Kundenlösungen: Christoph Glogger
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