Steuern und Umlagen

Zu Beginn des Jahres 2017 ändert sich die Höhe der gesetzlichen Umlagen und Abgaben, die in Ihrem Strompreis enthalten sind. Auf die Höhe dieser Umlagen haben wir als Energieversorger leider keinen Einfluss. Wir informieren Sie hiermit, dass wir die gesetzlichen Änderungen an Sie weitergeben. Ab dem 1. Januar 2017 werden die neuen Umlagen und Abgaben in Ihrer Abrechnung berücksichtigt.

Übersicht der gültigen Steuern und Umlagen (Stand 28. Oktober 2016)

Stromsteuer für jede kWh/a
2017 2,050 Cent / kWh
2016 2,050 Cent / kWh
EEG-Umlage für jede kWh/a
2017 6,880 Cent / kWh
2016 6,354 Cent / kWh
KWK-Zuschlag* die ersten 1.000.000 kWh/a für die über 1.000.000 kWh/a hinausgehende Strommenge für die über 1.000.000 kWh/a hinausgehende Strommenge (für produzierendes Gewerbe, bei dem die Stromkosten 4% des Umsatzes übersteigen)
2017 (Basis aktuelle Rechtslage) 0,463 Cent / kWh 0,040 Cent / kWh 0,030 Cent / kWh
2016 0,445 Cent / kWh 0,040 Cent / kWh 0,030 Cent / kWh

* Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) - einschließlich der Vorschriften für die Berechnung des KWK-Zuschlages - wird derzeit vom Gesetzgeber überarbeitet. Da die Neufassung des Gesetzes zum 01.01.2017 teilweise mit Rückwirkung zum 01.01.2016 in Kraft treten soll, haben die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) KWK-Zuschläge auf Grundlage der bisherigen und künftigen Rechtslage bekannt gegeben. Sollte die Novelle zum 01.01.2017 in Kraft treten, beträgt die Höhe des KWK-Zuschlages 0,438 Cent/kWh. Die Voraussetzungen für eine Reduzierung dieser Umlage bei privilegierten Letztverbrauchern werden sich dann ebenfalls ändern. Es sind noch keine Umlagensätze im Rahmen der Übergangsregelungen von den ÜNB bekannt gegeben worden.

§19-Umlage die ersten 1.000.000 kWh/a für die über 1.000.000 kWh/a hinausgehende Strommenge für die über 1.000.000 kWh/a hinausgehende Strommenge (für produzierendes Gewerbe, bei dem die Stromkosten 4% des Umsatzes übersteigen)
2017 0,388 Cent / kWh 0,050 Cent / kWh 0,025 Cent / kWh
2016 0,378 Cent / kWh 0,050 Cent / kWh 0,025 Cent / kWh
Offshore-Haftungsumlage die ersten 1.000.000 kWh/a für die über 1.000.000 kWh/a hinausgehende Strommenge für die über 1.000.000 kWh/a hinausgehende Strommenge (für produzierendes Gewerbe, bei dem die Stromkosten 4% des Umsatzes übersteigen)
2017 -0,028 Cent / kWh 0,038 Cent / kWh 0,025 Cent / kWh
2016 0,04 Cent / kWh 0,027 Cent / kWh 0,025 Cent / kWh
Umlage für abschaltbare Lasten für jede kWh/a
2017 0,006 Cent / kWh
2016 0,000 Cent / kWh

EEG-Umlage

Für das Jahr 2017 steigt die EEG-Umlage von 6,354 Cent/kWh um 0,526 Cent/kWh auf 6,880 Cent/kWh.

Mit der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) wird die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien, wie beispielsweise Photovoltaik, Wasserkraft und Windenergie, staatlich gefördert.

Zum 1. Januar 2017 tritt eine EEG-Novelle in Kraft, die ein Ausschreibungsverfahren für die Förderung von EEG-Anlagen einführt. Stromintensive Unternehmen können auf Grundlage der "Besonderen Ausgleichsregelung" weiterhin eine reduzierte EEG-Umlage beantragen. Mit der EEG-Novelle 2017 wird unter anderem eine neue Einstiegsstufe für bestimmte Unternehmen mit einer Stromkostenintensität zwischen 14 und 17 Prozent geschaffen.

Antragstellende Unternehmen müssen ein Energiemanagementsystem einführen. Unternehmen mit einem jährlichen Stromverbrauch von fünf Gigawattstunden können auf ein vereinfachtes System gemäß der Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung zurückgreifen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Bafa. Oder fragen Sie Ihren Ansprechpartner.

KWK-Zuschlag

Über diesen Zuschlag werden Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) gefördert. In diesen Anlagen werden gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt, wodurch Brennstoffe effektiver genutzt werden.

Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) - einschließlich der Vorschriften für die Berechnung des KWK-Zuschlages - wird derzeit vom Gesetzgeber überarbeitet. Da die Neufassung des Gesetzes zum 01.01.2017 teilweise mit Rückwirkung zum 01.01.2016 in Kraft treten soll, haben die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) KWK-Zuschläge auf Grundlage der bisherigen und künftigen Rechtslage bekannt gegeben.

Nach aktueller Rechtsprechung (Stand: 28.10.2016) gelten ab 01.01.2017 folgende KWK-Zuschläge:

0,463 Cent/kWh (2016: 0,445 Cent/kWh)
für die ersten 1.000.000 Kilowattstunden pro Jahr je Abnahmestelle

0,040 Cent/kWh (2016: 0,040 Cent/kWh)
für über 1.000.000 Kilowattstunden hinausgehende Strommengen 

0,030 Cent/kWh (2015: 0,030 Cent/kWh)
für die über 1.000.000 Kilowattstunden hinausgehende Strommengen, sofern das Unternehmen zum produzierenden Gewerbe gehört und die Stromkosten im vorangegangenen Kalenderjahr 4 % des Umsatzes überstiegen haben (nachweispflichtig)

Sollte die Novelle zum 01.01.2017 in Kraft treten, beträgt die Höhe des KWK-Zuschlages 0,438 Cent/kWh. Die Voraussetzungen für eine Reduzierung dieser Umlage bei privilegierten Letztverbrauchern werden sich dann ebenfalls ändern. Es sind noch keine Umlagensätze im Rahmen der Übergangsregelungen von den ÜNB bekannt gegeben worden.

Umlage nach §19 StromNEV

Stromintensive Industriebetriebe zahlen seit dem 1. Januar 2012 geringere Netzentgelte. Zur Finanzierung wurde die Umlage nach §19 StromNEV (Stromnetzentgeltverordnung) eingeführt. Die Befreiung erfolgt auf Antrag für Unternehmen, die einen jährlichen Stromverbrauch von mehr als 10 Millionen Kilowattstunden und eine Vollbenutzungsstundenzahl von mindestens 7.000 erreichen.

Ab dem 1. Januar 2017 gelten folgende §19-Umlagen:

0,388 Cent/kWh (2016: 0,378 Cent/kWh)
für die ersten 1.000.000 Kilowattstunden pro Jahr je Abnahmestelle

0,050 Cent/kWh (2016: 0,050 Cent/kWh)
für über 1.000.000 Kilowattstunden hinausgehende Strommengen

0,025 Cent/kWh (2016: 0,025 Cent/kWh)
für über 1.000.000 Kilowattstunden hinausgehende Strommengen, sofern das Unternehmen zum produzierenden Gewerbe gehört und die Stromkosten im vorangegangenen Kalenderjahr 4 % des Umsatzes überstiegen haben (nachweispflichtig)

Offshore-Haftungsumlage

Die Offshore-Haftungsumlage wurde zum 1. Januar 2013 eingeführt. Sie deckt eventuell anfallende Entschädigungszahlungen ab, die Windparkbetreiber bei verzögerten oder gestörten Anschlüssen gegen den zuständigen Netzbetreiber haben. Bisher geht der Netzausbau nur schleppend voran. Mittels dieser Umlage möchte die Bundesregierung einen Investitionsanreiz schaffen.


Ab dem 1. Januar 2017 gelten folgende Offshore-Haftungsumlagen:

- 0,028 Cent/kWh (2016: 0,040 Cent/kWh)
für die ersten 1.000.000 Kilowattstunden pro Jahr je Abnahmestelle

0,038 Cent/kWh (2016: 0,027 Cent/kWh)
für jede weitere Kilowattstunde pro Jahr je Abnahmestelle

0,025 Cent/kWh (2016: 0,025 Cent/kWh)
für jede weitere Kilowattstunde pro Jahr je Abnahmestelle, sofern das Unternehmen zum produzierenden Gewerbe gehört und die Stromkosten im vorangegangenen Kalenderjahr 4 % des Umsatzes überstiegen haben (nachweispflichtig)

Umlage für abschaltbare Lasten nach § 18 AbLaV

Große industrielle Stromverbraucher sollen bei drohender Instabilität des Stromnetzes vom Netz gehen können und dafür eine Entschädigung erhalten. Zur Finanzierung wurde zum 1. Januar 2014 die Umlage nach § 18 der Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten (AbLaV) eingeführt.

Die Umlage für abschaltbare Lasten wurde in 2016 nicht erhoben (0,000 Cent/kWh). Ab dem 1. Januar 2017 gilt ein Umlagensatz in Höhe von 0,006 Cent/kWh.

Gerne beantworten unsere Kundenberater Ihre Fragen und beraten Sie zu Optimierungsmöglichkeiten bei den Energieumlagen. Nehmen Sie Kontakt zu Ihren Ansprechpartnern auf.

Für die aufgeführten Informationen wird keine Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit übernommen. Im Einzelfall finden sich weiterführende Informationen jeweils in den genannten Gesetzen, Gesetzesentwürfen, Verordnungen oder Normtexten.

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