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SWU belegt den dritten Platz beim bundesweiten „Stadtwerke Award“.
01. Juni 2010

Gut abgeschnitten haben die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm bei dem deutschlandweiten Wettbewerb „Stadtwerke Award“.

Die Kommunikationsstrategie „Der grüne Schuh“ überzeugte die Jury und sicherte dem Unternehmen den dritten Platz. Den Slogan „Zusammen für eine bessere Umwelt“ erkannten die Experten gemäß Jurymitglied Sven Becker, gleichzeitig Sprecher der Stadtwerke-Kooperation Trianel GmbH, als gelebte Praxis. Ulm überzeugte mit einem pfiffigen Konzept, das lokale Größen als Sympathieträger für die SWU gewinnen konnte. Das mache die Kampagne besonders glaubwürdig und habe zu Erfolgen geführt. Denn in den letzten Jahren konnte die SWU den Anteil der regenerativen Energien am Strommix deutlich erhöhen. Heute stammen bereits 31 Prozent der an die Kunden gelieferten Energie aus erneuerbaren Quellen. Der „Grüne Schuh“ stehe somit für Klimaschutz, Bodenhaftung, Modernität und immer auch für die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm. Ein Marketingprodukt, das in Ulm sogar im Schuhhandel vertrieben wird.

Stadtwerke Award

Der Stadtwerke Award wurde erstmals vergeben. Initiatoren sind der Düsseldorfer Konferenzveranstalter Euroforum, die Fachzeitschrift Energie & Management sowie die Stadtwerke-Kooperation Trianel mit Sitz in Aachen. Platz eins belegte die Nordland Energie, eine Kooperation der Stadtwerke Kiel, Lübeck und Eckernförde. Den zweiten Platz erreichten die Stadtwerke Aalen. Die neun Mitglieder der Jury kamen aus den Bereichen Energiewirtschaft, Kommunalversorger, Kommunikation, Beratung sowie Wissenschaft und Medien. Um preiswürdig zu sein, genügte es nicht, sich einfach auf dem Energiemarkt zu behaupten. Die Teilnehmer auf den vorderen drei Plätzen zeichneten sich vielmehr dadurch aus, dass sie durch gelungene Kommunikation ihre Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken versuchen.

Nordic-Walker trotzen dem nordischen Wetter. Wiederum gute Beteiligung am SWU SchwabenWalk.
28. Mai 2010

Das Mai-Wetter hatte es in diesem Jahr nicht gut mit ihnen gemeint. Doch unverzagt trafen sich rund dreihundert Fans des Nordic Walking am 16. Mai vor dem Freizeitbad Atlantis, um die Stöcke zu schwingen.

Zum sechsten Mal in Folge hatten die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH gemeinsam mit dem Sportverein TSG Söflingen zum SWU SchwabenWalk aufgerufen.

Zur Auswahl standen drei Streckenlängen, über 7, 14 oder 21 Kilometer. Der Parcours führte an Donau und Iller entlang in Richtung Senden und wieder zurück, vorbei an den Versorgungsstationen an der Gaststätte Silberwald und an der Ortsgrenze Senden. Die Profis blieben übrigens nicht unter sich. Denn auch Anfänger hatten an diesem Tag die Möglichkeit, die Sportart unter Anleitung erfahrener Guides auszuprobieren. Ein besonderes Angebot gab es für Kinder: sie liefen ohne Stöcke und wurden von den Sportlehrern der TSG Kinder-Sport-Schule begleitet. Gemeinsam absolvierten sie eine Natur- und Umwelt-Rallye mit Fragen rund um die regionale Fauna und Flora.

Gaskonzession mit Vöhringen verlängert sich um 20 Jahre.
12. Mai 2010

Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm werden auch künftig das Vöhringer Erdgasnetz betreiben.

Der bestehende Konzessionsvertrag wird um weitere zwanzig Jahre verlängert und läuft bis zum Jahr 2030. Das hat der Stadtrat am 29. April mit der klaren Mehrheit von 12 zu 5 Stimmen beschlossen. Um die Konzession hatte sich auch ein Tochterunternehmen der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) beworben. Die 13.000 Einwohner zählende Stadt mit den Stadteilen Illerzell, Illerberg und Thal hat 1990 erstmals die Gaskonzession an die Stadtwerke vergeben. Die SWU hat das Netz aufgebaut und Zug um Zug auf heute immerhin 55 Kilometer erweitert. Die Zusammenarbeit zwischen Ulm und Vöhringen auf dem Energiesektor hat Tradition. Schon seit 1981 beliefert die SWU die Wieland-Werke mit Erdgas. 

Stadtwerke erschließen Thalfingen mit Glasfaser.
11. Mai 2010

Arbeiten beginnen 2011. Stadtwerke investieren 650.000 Euro.

Für Haushalte und Betriebe im Elchinger Ortsteil Thalfingen werden 2011 die Zeiten des Hochgeschwindigkeit-Internets anbrechen. Ab dem kommenden Frühjahr erschließt die Stadtwerketochter SWU TeleNet Thalfingen mit Glasfaser. Die Trupps werden insgesamt zehn Kilometer Glasfaserkabel verlegen. Vier Kilometer davon sind Zubringerleitungen, die von der TeleNet-Hauptverteilerstation in Ulm ausgehen. Mit der vorgesehenen Technik sind Surfgeschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde möglich. Das ist mindestens dreimal schneller als der übliche DSL-Standard. Einschließlich der Tiefbauarbeiten investiert die SWU rund 650.000 Euro.

Mit dem Glasfaserkabel fährt die SWU TeleNet sämtliche 15 Kabelverzweiger an, die die Deutsche Telekom in Thalfingen eingerichtet hat. Nur die so genannte „letzte Meile“ vom Kabelverzweiger bis zum Haus besteht aus Kupferkabeln. „Es entsteht ein Breitbandanschluss, der dem Kunden alle Möglichkeiten bietet“, sagt TeleNet-Geschäftsführer Andreas Kövi. Das Unternehmen wird Thalfinger Kunden Telefonie und Internet im Paket anbieten.

Ingo Wortmann wird neuer Vizepräsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen
11. Mai 2010

Ingo Wortmann (40 Jahre alt) übernimmt am 1. Juli 2010 das Amt des Vizepräsidenten des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) von Dr.-Ing. Eberhard Christ.

Der Technische Geschäftsführer der SWU Verkehr GmbH wurde vom Verwaltungsrat der Sparte Personenverkehr mit Bussen am 25. März 2010 zum neuen Vorsitzenden gewählt. Wortmann gehört damit ab Juli in dieser Funktion dem VDV-Präsidium an. Der VDV besteht aus fünf Sparten mit jeweils einem Verwaltungsrat. Die Vorsitzenden der fünf Verwaltungsräte sind VDV-Vizepräsidenten. Im VDV sind über 600 Unternehmen des Öffentlichen Personenverkehrs und des Schienengüterverkehrs organisiert.

Ingo Wortmann ist seit 2003 Technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr GmbH. Zuvor arbeitete er von 1996 bis 2002 bei der Dresdner Verkehrsbetriebe AG und war dort in verschiedenen Funktionen für die Gestaltung des ÖPNV-Angebotes zuständig, einschließlich der konzeptionellen Streckenplanung und der ÖPNV-Beschleunigung. Er studierte an der Bergischen Universität Wuppertal Bauingenieurwesen mit den Schwerpunkten Verkehrsplanung, Eisenbahnbau und Bauwirtschaft.

Offiziell wurde die Wahl des neuen Vizepräsidenten der Sparte Personenverkehr mit Bussen auf der VDV-Präsidiumssitzung Ende April bekannt gegeben. VDV-Präsident Jürgen Fenske sieht in dem neuen Vizepräsidenten einen fachlich kompetenten Nachfolger für Dr. Christ: „Ingo Wortmann ist ein geeigneter und profilierter Vertreter der Sparte Bus. Ich wünsche ihm für seine neue Aufgabe beim VDV viel Glück und Erfolg“. Wortmanns Amtsvorgänger Dr. Christ, Vorsitzender der Geschäftsführung der Westfälischen Verkehrsgesellschaft Münster, hatte aus Altersgründen nicht wieder kandidiert.

Frisches Grün für die Straßenbahn.
05. Mai 2010

Neubaustrecke wird auf rund drei Kilometern Länge mit Rasengleis ausgestattet.

Die Schiene nach Böfingen wird grün. Die vor gut einem Jahr eingeweihte Verlängerungsstrecke erhält auf rund drei Kilometern ein Rasengleis. Damit werden rund zwei Drittel des insgesamt 4,7 Kilometer langen Bahnkörpers begrünt. Bis Mitte Juli soll der Rasen zwischen den Gleisen zu einem dichten Teppich herangewachsen sein.

Straßenbahn bringt auch mehr Urbanität und kann, ja soll neue Akzente im Stadtbild setzen. Rasengleis ist ein echter Hingucker und bringt überdies betriebliche Vorteile. Der Grasteppich dämpft beispielsweise auch die Fahrgeräusche“, so beschreibt Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr, die Ziele der Aktion. Rund 1 Million Euro wendet das Stadtwerke-Tochterunternehmen auf. Die Maßnahme wird durch das Land Baden-Württemberg bezuschusst.

Rasen so groß wie drei Fußballfelder

Rasengleis wird es auf zwei Streckenabschnitten geben: Zwischen der Donauhalle und dem Hohen Steg einschließlich der Wendeschleife bei der Fertighaussiedlung sowie von der Endschleife Ostpreußenweg bis zur Haltestelle Alfred-Delp-Weg. Verlegt werden insgesamt rund 20.000 Quadratmeter Rasen, das ist etwa die Fläche von drei Fußballfeldern. Die 1,7 Kilometer lange Steilstrecke bleibt ohne Rasen. Das Rasengleis wird in drei Schritten verlegt. Der Gleisschotter wird zunächst mit einem hellen Vlies abgedeckt. Dieses lässt Feuchtigkeit durch, verhindert aber, dass Erde und Wurzeln in den Untergrund eindringen. Auf dem Vlies wird eine zwölf Zentimeter dicke Schicht Substrat aufgetragen. Auf diese wird dann der Grassamen aufgespritzt. Die Rasenmischung wurde von der Universität Hohenheim und einem Augsburger Ingenieurbüro entwickelt. Da die relativ dünne Substratschicht schnell austrocknet, wurde wasserspeichernder Ziegelsplitt beigemischt. Die Rasenmischung enthält Mini-Kleeblätter, die mit wenig Feuchtigkeit auskommen. „Das Rasengleis soll grün bleiben, ohne dass allzu häufig bewässert werden muss“, sagt Ingo Wortmann. Gemäht wird mit herkömmlichen Rasenmähern, dazu wird ein Lohn-Unternehmen beauftragt.

Dass das Rasengleis erst 14 Monate nach Eröffnung der Ausbaustrecke verlegt wird, hängt mit dem Untergrund zusammen. Ein neuverlegter Bahnkörper setzt sich und muss nach rund sechs Monaten Trambetrieb noch einmal ausgerichtet werden. Diese Arbeiten hat die SWU Verkehr erst im Herbst 2009 beendet. Für die Aussaat war es dann zu spät. Das Rasengleis wird den Bahnkörper übrigens weiter stabilisieren und auch Gleisverwerfungen vorbeugen.

Bus anstatt Straßenbahn im Abendverkehr

Die Arbeiten am Rasengleis können nur außerhalb des Straßenbahnbetriebs durchgeführt werden. Daher werden auf der Linie 1 in der Zeit vom 3. Mai bis voraussichtlich Mitte Juni. im Abendverkehr ab etwa 20 Uhr Busse eingesetzt. Während des Ersatzverkehrs kann die Haltestelle Alfred-Delp-Weg nicht bedient werden, da dort kein Bussteig vorhanden ist.

Stadtwerke prüfen 1500 Strommasten auf Standsicherheit.
03. Mai 2010

Aktion beginnt in Ulm-Donaustetten und erstreckt sich über das gesamte Netzgebiet.

Tragen die etwa zehn Meter hohen Holzmasten die Stromleitungen sicher? Um herauszufinden, welche Masten möglicherweise gesichert oder ausgetauscht werden müssen, inspiziert ab Mai eine Spezialfirma im Auftrag der Stadtwerke sämtliche Masten in den SWU-Netzgebieten. Die Inspektion wird in Donaustetten und Gögglingen. Die Aktion wird insgesamt etwa zwei Monate dauern und voraussichtlich Ende Juni abgeschlossen sein.

Die Masten tragen Leitungen von 400 und 10.000 Volt Spannung. Die beauftragte Firma nimmt die Masten nicht nur äußerlich in Augenschein. Um zu prüfen, ob der im Boden steckende Schaft in Ordnung ist, graben die Arbeiter rund um den Mast die Erde auf. Dann wird das Holz etwas angebohrt, um begutachten zu können, ob es im Inneren nicht etwa morsch ist. Ist alles o.k., erhält der Mast eine neue Imprägnier-Banderole. Schadhafte Masten tauschen die Stadtwerke aus. Die Inspektion wird in sämtlichen SWU-Netzgebieten durchgeführt, außer in Ulm/Neu-Ulm auch in Senden, Blaustein und Niederstotzingen. Insgesamt sind 1.500 Masten zu begutachten. Die Kosten belaufen sich auf rund 50.000 Euro.

Ein Bach ums Kraftwerk herum.
29. April 2010

SWU investiert 570.000 Euro für naturnahen Fischaufstieg am Wasserkraftwerk Böfinger Halde. Während der Bauzeit Umleitung für Radler und Jogger zwischen Offenhausen und Pfuhl.

Die Fischtreppe in der Schleuse am Wasserkraftwerk Böfinger Halde hat ausgedient. Ersetzt wird sie durch einen naturnah gestalteten Bach, über den Fische künftig um das Kraftwerk herumschwimmen können und überdies Laichplätze finden. Mit den Arbeiten zu diesem so genannten Umgehungsgerinne – Kostenpunkt 570.000 Euro – beginnt die SWU Energie
am 3. Mai.

Das Unternehmen schafft damit einen ökologischen Ausgleich zur Anhebung des Donauwasserspiegels, der die Stromgewinnung im Kraftwerk um jährlich rund 4,4 Millionen Kilowattstunden erhöhen wird. Infolge der Bauarbeiten muss der Fuß- und Radweg auf dem Donaudamm auf zwei Abschnitten bis voraussichtlich Anfang Juli gesperrt werden. Ab Montag, 3. Mai ist dieser Dammweg ab dem Tennisplatz Offenhausen bis zum so genannten Jägerplatz oberhalb des Kraftwerks gesperrt. Eine Umleitungsstrecke ist ausgeschildert. Offen bleiben hingegen der Kraftwerkssteg und die rund 500 Meter Dammweg zwischen dem Kraftwerk und dem Jägerplatz. Sämtliche Arbeiten sollen bis Anfang August erledigt sein.

Reinzgraben erhält Verbindung zur Donau

Um den neuen Fischaufstieg anzulegen, nutzen die Bautrupps den parallel zur Donau verlaufenden Reinzgraben. Der Graben erhält zwei Verbindungen zur Donau. Die Fische steigen über eine so genannte Raue Rampe unterhalb der Kraftwerksschleuse in den Reinzgraben ein, durchschwimmen diesen auf rund 800 Metern Länge und gelangen über einen neu anzulegenden Ausstieg bei den Schrebergärten in der Nähe des Golfplatzes wieder in die Donau. Über diese neue Mündung gelangen je Sekunde rund 1000 Liter Donauwasser in den Reinzgraben. Beim Jägerplatz verlängern die Stadtwerke den Graben durch eine neue Schleife, um die Fließgeschwindigkeit zu verlangsamen und den naturnahen Charakter des Gewässers zu betonen. Mit der Umgestaltung des Reinzgrabens schaffen die Stadtwerke auch Ersatz für die Laichplätze, die oberhalb der Eisenbahnbrücke durch die Anhebung der Donau verloren gehen. Denn die Erhöhung des Wasserspiegels um bis zu 50 Zentimeter verschiebt die Stauwurzel des Wasserkraftwerks um rund 240 Meter flussaufwärts.

Saniert und um rund 50 Zentimeter erhöht hat die SWU die beiden Schleusentore am Kraftwerk. Die massiven Tore, die aus der Zeit des Kraftwerksbaus 1953 stammen, waren zur Sanierung ausgebaut worden. Vor kurzem wurden sie per Spezialtransporter wieder angeliefert. Das größere der Tore ist zehn Meter hoch und wiegt rund 11 Tonnen. Auch die Schleusensteuerung wurde erneuert, speziell im Hinblick darauf, dass die Benutzung der Schleuse für die Wassersportler noch sicherer wird. Installiert wurde zusätzlich ein Notaus-Schalter. Die Schleusenantriebe funktionieren mit einer biologisch abbaubaren Hydraulikflüssigkeit. Das ist wichtig, falls einmal Flüssigkeit durch undichte Stellen verloren gehen sollte. Für die Schleusensanierung wendet die SWU nochmals rund 150.000 Euro auf.

SWU erwirtschaftet 3,6 Millionen Euro Jahresüberschuss.
27. April 2010

Energie-Nachfrage hatte 2009 unter der Wirtschaftsflaute zu leiden. Erlöse aus dem Energiehandel und Sondereffekte stabilisieren das Ergebnis.

Trotz Einbußen im Zeichen der schwachen Konjunktur konnte die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm ihr Ergebnis im vergangenen Jahr knapp halten. Im Geschäftsjahr 2009 erwirtschaftete die Unternehmensgruppe – die Holding und ihre fünf Tochtergesellschaften – einen Überschuss von 3,6 Millionen Euro. Das waren rund 400.000 Euro weniger als 2008. Dabei konnte das Defizit der SWU Verkehr von rund 14 Millionen Euro im so genannten Querverbund ausgeglichen werden. Zu schaffen machte den Stadtwerken im abgelaufenen Geschäftsjahr die schwache Energie-Nachfrage der Industriekunden. Bei Erdgas und Strom verringerte sich der Absatz um jeweils 6,7 Prozent.

In dieser schwierigen Konjunktur erwiesen sich die SWU-Aktivitäten im Strom-Großhandel als stabilisierender Faktor. Die im westfälischen Beteiligungskraftwerk Hamm erzeugten Strommengen konnten zum richtigen Zeitpunkt verkauft werden – nämlich bevor die schwache Energie-Nachfrage die Preise verfallen ließ. Während der Niedrigpreisphase wiederum kaufte die SWU Strom günstig ein. „Die Erlöse aus der Vermarktung der Stromproduktion waren zwar nicht ganz so gut wie erhofft, doch hat dieser Geschäftsbereich insgesamt einen starken Beitrag zum Jahresergebnis geleistet, wie übrigens schon 2008“, bekräftigt SWU-Geschäftsführer Matthias Berz.

Investitionen in die Stromerzeugung zahlen sich aus

„Mit dem Geschäftsergebnis können wir angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen zufrieden sein“, zieht Matthias Berz Bilanz. Die Geschäftsentwicklung habe auch gezeigt, „dass es sich ausgezahlt hat, in die Stromproduktion zu investieren“, hebt er hervor. Die eingeschlagene Strategie gehe auf, auch wenn der SWU-Anteil an der Produktion im Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Hamm 2009 mit 233 Millionen Kilowattstunden nur noch etwa halb so groß war wie im Jahr davor. Denn der Produktionsrückgang war krisenbedingt. Da die Großhandelspreise stark fielen, wurde das Kraftwerk zeitweise zurückgefahren. „Das wird im laufenden Jahr bei wieder anspringender Wirtschaft anders sein“, erwartet Matthias Berz. Die SWU ist beispielsweise auch an dem im Bau befindlichen Kohlekraftwerk Lünen beteiligt, das 2012 die Produktion aufnehmen wird.

2009 erreichte die gesamte SWU-Stromproduktion 429 Millionen Kilowattstunden und deckte damit rund 45 Prozent des Absatzes. „Durch weitere eigene Kraftwerksbauten und Kraftwerksbeteiligungen wollen wir mittelfristig auf 80 Prozent kommen“, sagt Matthias Berz. Beim Ausbau der Erzeugungskapazitäten legen die Stadtwerke großes Gewicht auf die erneuerbaren Energiequellen. Die eigenen Wasserkraftwerke an Donau und Illerkanal steuerten 2009 rund 95 Millionen kWh bei, das neue im Oktober 2009 in Betrieb genommene Wasserkraftwerk Kostheim am Main bereits über zwei Millionen kWh. Wenn das Main-Wasserkraftwerk 2010 sein erstes volles Betriebsjahr hinter sich hat, wird „grüner Strom“ schon ein Fünftel der SWU-Erzeugung ausmachen. „Mittelfristig wollen wir auf ein Viertel kommen und dabei die aus erneuerbaren Quellen gewonnenen Mengen verdoppeln. Neben Wasserkraft werden wir auch Biomasse, Wind und Sonne nutzen“, gibt Matthias Berz das Ziel vor.

Schleppende Nachfrage schmälert den Energieverkauf

Die SWU verkaufte 2009 rund 957 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom, das waren 6,7 Prozent weniger als 2008. Der Rückgang war hauptsächlich durch die geschwundene Nachfrage der Industriekunden bedingt. Im Segment der Privatkunden dagegen konnte sich die SWU trotz nach wie vor scharfen Wettbewerbs behaupten. Der Stromabsatz an Haushalte im SWU-Netz erhöhte sich um 5,6 Prozent, und in fremden Netzen haben sich die seit 2008 zu verschmerzenden Kundenabgänge deutlich verlangsamt.

Das Gasgeschäft litt 2009 ebenfalls unter der Wirtschaftsflaute, bekam aber auch den mittlerweile stärker einsetzenden Wettbewerb um die Haushaltskunden zu spüren. Auch die verstärkte Energieeinsparung, stimuliert durch gesetzliche Verordnungen, machte sich im SWU-Gasabsatz bemerkbar. Dieser sank 2009 um 6,7 Prozent auf 1,88 Milliarden kWh. Der Wärmeabsatz hingegen übertraf mit 121 Millionen kWh leicht den Vorjahreswert. Der Verkauf von Trinkwasser ging um rund zwei Prozent auf 9,9 Millionen Kubikmeter zurück. Unter dem Strich erwirtschaftete die Tochtergesellschaft SWU Energie 2009 einen Gewinn von 26,8 Millionen Euro, das waren rund 13 Prozent mehr als 2008 (23,7 Millionen Euro). Stark begünstigt wurde dieses Ergebnis durch einen einmaligen Sondereffekt. Die SWU konnte Rückstellungen in Höhe von 5,1 Millionen Euro auflösen, die im Zusammenhang mit Zahlungen der Energiesteuer gebildet worden waren.

Sondereffekte mit umgekehrtem Vorzeichen belasteten 2009 das Ergebnis der Tochtergesellschaft SWU Verkehr. Rückstellungen zur Altersteilzeit hatten wesentlichen Anteil daran, dass sich der Jahresfehlbetrag auf 14,1 Millionen Euro erhöhte. Bereinigt um die einmaligen Belastungen hat sich das Verkehrsdefizit 2009 jedoch sogar leicht verringert gegenüber dem Vorjahreswert von 12,5 Millionen Euro.

SWU sorgt für Wertschöpfung, die in der Region bleibt

Die SWU investierte 2009 14,9 Millionen Euro in den Ausbau und die Erneuerung der Netze und Anlagen. Für 30 Millionen Euro wurden im Rahmen von Investitionen und Unterhaltsmaßnahmen Aufträge an Unternehmen in der Region vergeben. Die Stadtwerke zahlten 1,4 Millionen Euro Gewerbesteuer und 10,4 Millionen Euro Konzessionsabgaben an Städte und Gemeinden. Privaten Betreibern von Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Quellen gewinnen, bezahlte die SWU Energie 22 Millionen Euro Einspeisevergütungen, das war ein Drittel mehr als 2008. „Solche Zahlen zeigen: Die SWU erzeugt Wertschöpfung, die in der Region bleibt“, unterstreicht Matthias Berz.

SWU-Unternehmensgruppe: Eckdaten aus dem Geschäftsjahr 2009

Umsatz: 395 Mio. Euro
Jahresüberschuss: 3,6 Mio. Euro
Mitarbeiter im Jahresschnitt: 1.102
darunter Auszubildende: 42
Fahrgäste: 30,7 Mio.

Stromverkauf: 957 Mio. kWh
Erdgasverkauf: 1.880 Mio. kWh
Wärmeverkauf: 121 Mio. kWh
Trinkwasserverkauf: 9,9 Mio. m³

Ab 27. April: Bus ersetzt Straßenbahn im Abendverkehr. Schweißarbeiten an den Gleisen.
26. April 2010

In den kommenden Nächten lässt die SWU Verkehr verschiedene Gleisbauarbeiten zwischen Messegelände und Egertweg ausführen.

Aus diesem Grund fahren ab Dienstag, 27. April auf der Linie 1 im Abendverkehr ab etwa 21 Uhr Busse anstelle der Straßenbahn.

Zu schweißen ist beispielsweise ein Gleisbruch am Egertweg. Auf der Steilstrecke wird das Gleis an einigen Stellen zusätzlich fixiert, um Ausdehnungen des Stahls in Folge von Wärme vorzubeugen. Die Reparaturen erledigt die beauftragte Firma im Rahmen der Gewährleistung. Die Trupps sind jeweils von 21 Uhr bis gegen 4 Uhr morgens im Einsatz. Die SWU Verkehr bittet Anwohner wegen der baubedingten Geräuschentwicklung um Verständnis.

ServiceCenter Neue Mitte: Programm am Tag der offenen Tür.
16. April 2010

Am 17. April 2010 öffnet das ServiceCenter Neue Mitte die Türen für die Bürgerinnen und Bürger. An diesem Tag bietet die Stadt Ulm und die SWU von 10 bis 16 Uhr ein vielfältiges Programm.

Ganztägig laufen folgende Aktionen:

  • Regelbetrieb im SWU traffiti; die übrigen Bereiche des Hauses sind mit einer Person für Fragen besetzt
  • Aktionsfläche und Bühne auf dem Hans-und-Sophie-Scholl-Platz
  • Zukunftsausstellung:
    • Ausstellung eines Elektroautos, eines Elektrofahrrads und einer Ladestation
    • Ausstellung eines Messwagens der SWU, der Leckagen ortet und dessen Geräte mit Strom aus Brennstoffzellen betrieben werden
  • Segway-Parcours
  • Kinderschminken
  • Helium-Luftballone für Kinder
  • Möglichkeit zur Beantragung einer SWU SchwabenCard
  • Gewinnspiel: Glassäule voller grüner Schuhe: Wer errät, wie viele Schuhe darin sind?
  • Programm auf der Bühne präsentiert von Radiomoderator David Rohde
Dienstleistungen unter einem Dach. SWU und Stadt Ulm eröffnen ServiceCenter Neue Mitte.
16. April 2010

Mit einem Tag der offenen Tür nehmen die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm am 17. April das KundenCenter Neue Mitte in Betrieb.

In dem von Grund auf umgebauten und neu gestalteten Haus in der Neuen Straße 79 – Blickfang ist die hellgraue Klinkerfassade mit den großzügigen Fensterreihen – verwirklicht die SWU eine bislang selten realisierte Service-Idee: Dienstleistungen von Stadtwerken und Stadtverwaltung ergänzen sich unter einem Dach. Dies an einer prominenten Adresse: Das ServiceCenter befindet sich im Herzen der Ulmer City, gegenüber dem historischen Rathaus und nur ein paar Schritte vom Münsterplatz entfernt. Es ist montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr geöffnet, samstags bis 16 Uhr. Rund drei Millionen Euro hat die SWU in den Umbau investiert.

Alles, was Stadtwerkekunden oder Bürger in der „Lebenslage Umzug“ brauchen – und noch mehr. Auf diese Formel lässt sich der Service bringen. Der Bogen der angebotenen Dienstleistungen ist weit gespannt: Nach dem Umzug die neue Adresse eintragen lassen, den Stromanschluss und das Auto ummelden und gleichzeitig die Umweltplakette kaufen. Fragen zur Stadtwerke-Rechnung klären lassen und nebenan die Monatskarte für Bus und Straßenbahn kaufen, dazu vielleicht noch die Eintrittskarte fürs Konzert. Und die Energieberatung ist ebenfalls an Ort und Stelle, wenn zum Beispiel die Modernisierung des Häuschens ansteht.
Service auf 1.400 Quadratmetern

17 Stadtwerke-Mitarbeiter und 7 städtische Mitarbeiter kümmern sich um die Anliegen der Besucher. Die rund 1.400 Quadratmeter Nutzfläche verteilen sich auf vier Ebenen. Im Erdgeschoss sind die Mitarbeiter von „SWU traffiti“ und des SWU-Kundenservice untergebracht. Die „traffiti“-Mitarbeiter verkaufen neben Fahrkarten für den Nahverkehrsverbund auch Eintritts- und Konzertkarten. Eine Etage höher sind die Energieberater anzutreffen. Die Mitarbeiter der städtischen Bürgerdienste haben ihr Domizil im zweiten Stock. Dort dreht sich alles ums Thema Zuzug, Umzug, Wegzug. Das Leistungsangebot reicht von „A“ wie Anmeldung bis „W“ wie Wohngeldberatung (siehe Überblick). Im dritten Stock befinden sich die Büros von SWU-Vertriebsmitarbeitern. Für Veranstaltungen wurde der historische Gewölbekeller behutsam umgebaut und mit der erforderlichen Medientechnik ausgerüstet.

Damit der Besucher nicht unnötig warten muss

„Spartenübergreifende Dienstleistungen der kurzen Wege. Mit dieser, auch baulich konsequent umgesetzten Ausrichtung ist Ulm bundesweit ein Vorreiter“, berichtet SWU-Geschäftsführer Matthias Berz. Zur Idee der kurzen Wege passt es, dass die Bushaltestelle und eine Tiefgarage unmittelbar vor der Haustür sind. Damit sich Besucher schnell im Haus zurechtfinden und möglichst wenig warten müssen, gibt es im Parterre einen Startpunkt. Dort heißt ein Mitarbeiter den Besucher willkommen und klärt vorab: Was benötigt der Kunde, welcher Ansprechpartner kümmert sich um sein Anliegen? Ist der richtige Ansprechpartner gerade belegt, kann der Kunde die Wartezeit sinnvoll überbrücken, zum Beispiel für andere Erledigungen: Eine SMS oder ein Anruf auf dem Handy benachrichtigt den Kunden, wann sein Ansprechpartner wieder frei ist. Geplant ist sogar, dass Kunden Termine vorab über ein extra eingerichtetes Internet-Portal vereinbaren. Dieser Service wird in einigen Wochen zur Verfügung stehen.

Dienstleistungen der Stadt Ulm von A bis Z (Auswahl):

  • An-, Um- und Abmeldungen für alle Nationalitäten
  • Adressänderung im Personalausweis, Reisepass, Jagdschein
  • Anwohnerparkausweise
  • Aufenthaltsbescheinigungen
  • Aufnahme von Verlustanzeigen von Ausweispapieren
  • Bestätigungen von Unterschriften und Kopien
  • Briefwahlunterlagen, Wahlscheine
  • Fahrzeugscheine (Zulassungsbescheinigungen Teil 1)
  • Feinstaubplaketten
  • Gratis-Semester-Ticket für Studierende
  • Hundesteuer-An- und Abmeldungen
  • Kfz-Umschreibungen im Zusammenhang mit einer Anmeldung - ohne Halterwechsel, einschließlich der Ausgabe von Kfz-Kennzeichen
  • Kindergartenplatzvormerkung
  • Landesfamilienpässe
  • Lohnsteuerkarten
  • Meldebestätigungen
  • Müllangelegenheiten (Beratung, Bestellscheine, Aus-, Rückgabe und Umtausch von Müllmarken, Restmüllsäcke, Gelbe Säcke)
  • Parkausweise für Gehbehinderte
  • Personalausweise, Reisepässe, Kinderreisepässe: Ausgabe der fertigen Ausweispapiere, die im Dienstleistungszentrum Mitte, Kornhausplatz 4, beantragt wurden
  • Schulinformationen
  • Wohngeld und Wohnberechtigungsbescheinigungen: Information und Beratung sowie Antragsentgegennahme

 

Dienstleistungen der SWU:

SWU traffiti

  • Fahrkartenverkauf und Fahrplanauskunft für das DING-Gebiet;
  • Service der RAB; Eintritts- und Konzertkarten.


SWU-Kundenservice

  • Tarifberatung für Strom, Erdgas, Trinkwasser; Energie- und Trinkwasserverträge abschließen;
  • Persönliche Daten ändern lassen: Name, Bankverbindung, Abschlagsbetrag; Ein- und Auszüge bearbeiten;
  • Fragen zur Stadtwerke-Rechnung klären lassen


Energie- und Verbrauchsberatung

  • Bauen und Modernisieren: Fördergelder, Energiediagnose
  • Erneuerbare Energien: Photovoltaik, Wärmepumpe, Holzpellets
  • Energieausweise ausstellen, Thermografie bestellen, Beratung in Fragen von Feuchte und Schimmel
SWU verstärkt Trinkwassernetz für die Ulmer Innenstadt.
16. April 2010

Rund vier Wochen Bauzeit an der Stuttgarter Straße/Karlstraße.

Bis Mitte Mai vollendet die SWU Energie die Verlegung einer Hauptwasserleitung in der Ulmer Oststadt. Die Arbeiten an der Einmündung Stuttgarter Straße/Karlstraße bei der Eisenbahn-Unterführung haben vor wenigen Tagen begonnen. Es geht darum, das letzte Stück einer rund 800 Meter langen, neuen Trinkwasserleitung ins Netz einzubinden. Diese Leitung kommt vom Wasserbehälter Michelsberg her und verläuft über Weinsteige, Frauenstraße und Marchtaler Straße zur Karlstraße.

Mit der neuen Trasse verstärkt die SWU das Wassernetz der Ulmer Innenstadt. Die Haushalte, öffentlichen Einrichtungen und Betriebe zwischen Karlstraße und dem Donauufer erhalten eine zweite Trinkwasser-Einspeisung. Bislang wurden die Innenstadt-Bewohner nur über die Einspeisung im Bereich Neutorbrücke und Zeitblomstraße versorgt. Für die neue Leitung investiert die SWU rund 300.000 Euro.

Verlegt wurde ein 30 Zentimeter dickes Rohr aus duktilem Guss. Die jetzige Baustelle hat etwa 100 Meter Länge. Im Baustellenbereich bei der Bahnunterführung Stuttgarter Straße ist der Fahrstreifen verengt. Voraussichtlich Mitte Mai queren die Bautrupps zum Abschluss der Arbeiten die Karlstraße. Dafür muss der Kreuzungsbereich teilweise gesperrt werden. Damit der Verkehr an dieser vielbefahrenen Stelle möglichst wenig behindert wird, werden diese Arbeiten in den Nachtstunden über die Bühne gehen.

Kraftwerksbau in Senden kommt gut voran. Grundsteinlegung ist am 19. Mai geplant.
30. März 2010

Dem zähen Winter zum Trotz: Die Bauarbeiten für das Holzgas-Heizkraftwerk in Senden sind gut vorangekommen.

Noch vor dem großen Schnee konnte im alten Jahr die Zufahrt zu dem Gelände für die Baufahrzeuge befestigt werden. Die Baustelle befindet sich östlich der Bahnlinie an der Robert-Bosch-Straße. Mittlerweile ist fester Baugrund hergestellt. Die Fundamentierungsarbeiten sind im Gang.

„Der außergewöhnliche Winter hat uns zum Glück nicht allzu sehr zurückgeworfen“, sagt Projektleiter Matthias Vitek von der SWU Energie. Im alten Jahr noch konnten die Bodenuntersuchungen abgeschlossen werden. Sie hatten ergeben, dass der Untergrund im Wesentlichen aus Sand, Torf und Holz besteht. Dieses nicht tragfähige Material musste abgetragen und gegen Kalkschotter und Kies ausgetauscht werden. Seit Anfang März laufen die Fundamentierungsarbeiten. Derzeit wird der Förderschacht für den Brennstoff betoniert. Dazu war eine vier Meter tiefe und rund 30 Meter lange Grube ausgehoben worden.

Auf einen „Ersten Spatenstich“ haben die Verantwortlichen in Anbetracht der winterlichen Verhältnisse allerdings verzichtet. Was nicht heißt, dass der Baubeginn für das rund 33 Millionen Euro teure Vorhaben unbemerkt über die Bühne gehen wird. „Anstatt des ersten Spatenstichs haben wir eine Grundsteinlegung vorgesehen“, kündigt Jürgen Schäffner, technischer Geschäftsführer der SWU Energie, an. Dafür ist der 19. Mai vorgemerkt. Zügiger Baufortschritt vorausgesetzt, können die Arbeiter voraussichtlich im Juni mit dem Hochbau beginnen. Etwa zur selben Zeit soll die Verlegung der Fernwärme-Verbindungsleitung nach Neu-Ulm starten. Diese ist sechs Kilometer lang, führt der Bahnlinie entlang nach Ludwigsfeld und schließt das neue Heizkraftwerk an das Neu-Ulmer Wärmenetz an. Die beiden Fernwärme-Standorte werden sich also stützen können. Ende 2011 soll das Sendener Heizkraftwerk die ersten Kilowattstunden Strom und Wärme liefern. Rund 40.000 Tonnen unbehandeltes Holz wird in dem neuartigen Verfahren unter hohen Temperaturen verschwelt. Die dabei frei werdenden Gase sind der eigentliche Brennstoff für die beiden Kraftwerksmotoren. Das Holz stammt aus der Wald- und Landschaftspflege. Auch Schwemmholz aus den SWU-Wasserkraftwerken wird verwertet. Die Anlage erreicht einen hohen Gesamtwirkungsgrad. Rund 80 Prozent der eingesetzten Energie werden in Strom und Wärme umgewandelt. Das neue Heizkraftwerk spart pro Jahr rund 40.000 Tonnen Kohlendioxid ein gegenüber einer vergleichbaren, erdgasbefeuerten Anlage.

SWU hält Strompreise 2010 stabil und belohnt Kundentreue.
19. März 2010

Kunden können vom derzeit günstigen Stromeinkauf profitieren. Zwei Jahre Vertragslaufzeit mit Preisgarantie und 100 Euro Gutschrift.

Die Stadtwerke können ihre Strompreise 2010 stabil halten. Ein derzeit günstiger Stromeinkauf verschafft der SWU einen Spielraum. „Davon sollen unsere Kunden profitieren“, sagt Geschäftsführer Matthias Berz. Konkret: Derzeit können Kunden einen Zweijahresvertrag abschließen und sich für die Laufzeit den gegenwärtigen Kilowattstundenpreis festschreiben lassen. Wer sich bis 30. Juni 2012 bindet, sichert sich bis zu diesem Datum die heutigen Konditionen in den Angeboten „SWU NaturStrom“ und „SWU SchwabenStrom“. Die Vertragsbindung honoriert die SWU mit einer Gutschrift von 100 Euro auf die nächste Stromrechnung. „Die Treue zur SWU zahlt sich aus“, so Matthias Berz. Das Angebot gilt bis 30. April. Bis zu diesem Datum müssen die Kundenverträge unterschrieben sein.

Nach Ansicht von Matthias Berz ist auf mittlere Sicht allerdings kaum mit sinkenden Strompreisen zu rechnen: „Wir können derzeit eine günstige Situation auf dem Energiemarkt nutzen.“ Entstanden ist diese Situation durch die schwache Konjunktur, die sich mühsam erholt. Dadurch ist ausreichend Strom auf dem Markt, entsprechend günstig ist die Beschaffung. „Dieser Spielraum fließt voll in unsere Kalkulation ein. 2010 bleibt unser Strompreis unverändert. Und für Kunden mit Zwei-Jahres-Vertrag auch noch 2011“, bekräftigt Matthias Berz.

Energiesparen und gewinnen - Neue Ausstellung im SWU-Loftcube. 
Hauptpreis: Wärmebild vom eigenen Haus.
11. März 2010

In 15 Schritten zum Energiesparer. Das ist das Thema der neuen Ausstellung im SWU-Loftcube in der Meininger Allee.

Von einfachen Maßnahmen wie beispielsweise dem Einsatz von Energiesparlampen oder richtigem Lüften bis hin zu neuen Heizungstechniken oder Wärmepumpen. Der Ausstellungsbesucher erhält einen Überblick darüber, wie er in seinem Haushalt sinnvoll mit Energie umgeht.

Der Besuch der Ausstellung lohnt sich doppelt. Besucher können beim Gewinnspiel eine Thermografie im Wert von 200 Euro gewinnen. Dabei wird das Haus mit einer Wärmebildkamera fotografiert. So lassen sich Schwachstellen in Außenwänden und Dach aufspüren, durch die wertvolle Energie verlorengeht. Als weitere Preise winken fünf SWU Schwabencard-Guthaben zu jeweils 200 Euro sowie Strommessgeräte. Beim Gewinnspiel müssen die Teilnehmer fünf Fragen zum Thema Energiesparen beantworten – dies dürfte nach dem Besuch der Ausstellung kein großes Problem darstellen. Der SWU-Loftcube in der Neu-Ulmer Meininger Allee ist jeden Samstag von 10 Uhr bis 16 Uhr geöffnet.

SWU erhöht Ulmer Donauuferweg auf 1.200 Metern Länge. Ab 3. März Umleitung für Radler und Fußgänger.
01. März 2010

Baustelle reicht vom Metzgerturm bis zum Congress Centrum. Hintergrund: Höherer Wasserspiegel verbessert Stromgewinnung.

Der Wasserspiegel der Donau soll um etwa einen halben Meter angehoben werden. Der Donauuferweg auf der Ulmer Seite muss „mitwachsen“: Ab Mittwoch, 3. März werden Bautrupps den Weg zwischen Metzgerturm und Donauturm beim Congress Centrum auf etwa 1.200 Metern Länge höher legen. Rund vier Monate Bauzeit plant die SWU dafür ein. Bis voraussichtlich Ende Juni wird der genannte Abschnitt für Radler und Fußgänger nicht passierbar sein. Eine Umleitung über die Stadt ist ausgeschildert (Plan im Anhang).

Hintergrund der Maßnahme: Bei höherem Wasserspiegel lässt sich im Wasserkraftwerk Böfinger Halde rund 10 Prozent mehr Strom erzeugen. Um jährlich rund 4,4 Millionen Kilowattstunden wird sich die Stromausbeute erhöhen. Das reicht aus, um zusätzlich 1.250 Haushalte mittlerer Größe ein Jahr lang zu versorgen. Die begleitenden Maßnahmen dienen dem Hochwasserschutz, so auch die Höherlegung des Ulmer Uferwegs. Er soll weiterhin trocken begehbar bleiben. Bis zu 30 Zentimeter werden die Bautrupps den Fuß- und Radweg aufschütten. Der Boden wird zu diesem Zweck zunächst aufgefräst, danach wird eine Schicht aus Schotter und Mineralbeton aufgebracht und mit einer neuen Asphaltdecke überzogen. Wo der Uferweg die Herd- und Gänstorbrücke unterquert, gehen die Bautrupps anders vor. In den Unterführungen wird der Weg sogar etwas abgesenkt, dafür aber zum Wasser hin mit einer 75 Zentimeter hohen und 35 Zentimeter breiten Mauer abgesichert. Durch die Absenkung des Wegs können Rettungsfahrzeuge die Brücken künftig besser unterqueren. Auch Radler fahren sicherer durch. Im Sommer wird ein weiterer, rund 400 Meter langer Abschnitt des Uferwegs beim SSV-Bad höher gelegt. Die Maßnahmen sind durch das Landratsamt Neu-Ulm genehmigt.

Faschingsdienstag: Buslinien 5 und 7 weichen dem Neu-Ulmer Narrenumzug aus.
12. Februar 2010

Wegen des Narrenumzugs in der Neu-Ulmer Innenstadt werden am Faschingsdienstag 16. Februar die Buslinien 5 und 7 vorübergehend umgeleitet.

Einige Haltestellen können zwischen 13.45 Uhr und 14.45 Uhr nicht bedient werden.

Linie 5 (Wissenschaftsstadt - Ludwigsfeld)
Die Linie kann die Haltestellen Herdbruckerstraße, Petrusplatz und Rathaus Neu-Ulm nicht bedienen. Ab Rathaus Ulm fahren die Busse stattdessen über die Haltestellen Haus der Begegnung, Gänsturm, Augsburger Tor und Kasernstraße zum ZUP nach Neu-Ulm. Die Umleitung gilt für beide Fahrtrichtungen.

Linie 7 (Willy-Brandt-Platz - Jungingen über Neu-Ulm)
Von der Umleitung betroffen sind nur Fahrgäste in Richtung Jungingen. Ab ZUP Neu-Ulm fährt die Linie 7 direkt zur Haltestelle Amtsgericht. Die Haltestellen Rathaus Neu-Ulm und Donaucenter können nicht bedient werden. In der Gegenrichtung von Jungingen zum Willy-Brandt-Platz dagegen fahren die Busse auf ihrer üblichen Route durch die Neu-Ulmer Innenstadt.

Informiert auf der ganzen Linie. Fahrgast-TV startet in den SWU-Bussen.
09. Februar 2010

Mit neuem Programm übertragen in neuester Technik startet die SWU Verkehr das Fahrgast-TV.

Es bietet Nachrichten, vorwiegend aus der Region Ulm/Neu-Ulm, in größtmöglicher Aktualität – Eilmeldungen können in kürzester Zeit eingespielt werden. Dazu kommen Meldungen zur Verkehrslage im Linienbetrieb, zum Beispiel über den Einsatz von Zusatzbussen oder Verspätungen. Das Ganze abgerundet durch Werbe-Einblendungen. Zu sehen sein wird das Fahrgast-TV zunächst in 29 SWU-Bussen (von derzeit 61), die mit Doppelbildschirmen ausgestattet sind. Weitere sechs Fahrzeuge werden derzeit für das TV vorbereitet. Auf dem einen Bildschirm werden wie gewohnt die Fahrtroute und die nächsten Haltestellen angezeigt, auf dem zweiten Monitor erscheint das Programm. Etwa acht Minuten dauert eine Sendeschleife, die mindestens drei Mal täglich erneuert wird.

Nachrichten aus der Region bilden den Schwerpunkt

Umgesetzt wird das neue Konzept in Zusammenarbeit mit drei Spezialisten. Die Nachrichten aus Ulm und außerhalb kommen von der Ulmer Südwest Presse, die KWS Verkehrsmittelwerbung GmbH kümmert sich um die Werbung. Für die technische Einspielung der Beiträge ist die Agentur Redlof Media (Ansbach) verantwortlich. „Wir wollen, dass der Fahrgast sich wohl fühlt in unseren Fahrzeugen. Dazu gehört es für immer mehr Menschen, dass sie ihr Informationsbedürfnis befriedigen können“, äußert sich Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr, zu den Zielen. Durchschnittlich neun Minuten dauert eine Fahrt für einen Fahrgast in einem SWU-Fahrzeug. Zeit genug, um die eine oder andere wichtige Neuigkeit mitzunehmen, sozusagen en passant. „Je stärker die Nachricht das direkte Lebensumfeld des Zuschauers berührt, desto größer das Interesse. Daher kommen die Meldungen und Angebote überwiegend aus der Region“, erläutert Johannes Sommer, Leiter digitale Medien bei der Südwest Presse. Der Nachrichtenblock füllt mit drei bis vier Minuten gut die Hälfte der Sendeschleife aus. Die Nachrichten sind bunt gemischt. Themen aus Lokalpolitik, Sport, Kultur und Veranstaltungstipps wechseln sich ab, hinzu kommt die lokale Wetterkarte. Die andere Hälfte des Sendeblocks teilen sich Fahrgast-Informationen und Werbung. Wem das Fahrgast-TV zu viel ist, der kann abschalten: der Monitor zeigt bewegte Bilder, bleibt ansonsten aber stumm.

Fahrgast-TV erreicht rund 700.000 Busfahrgäste pro Monat

„Fahrgast-TV bietet Fahrgästen auf dem Weg zur Schule oder zur Arbeit eine willkommene Abwechslung und verkürzt die Fahrzeit“, sagt Mathias Wolfgang Keim, Geschäftsführer von KWS Verkehrsmittelwerbung GmbH. Die in Stuttgart ansässige Firma hat sich zu einem führenden Unternehmen für Verkehrsmittelwerbung in Deutschland entwickelt und vermarktet seit vielen Jahren die Werbung auf den SWU-Bussen und -Straßenbahnen. „Nun können regionale und überregionale Unternehmen die Busse auch innen zur Werbung nutzen“, ergänzt Keim. Eine wirtschaftliche Chance für SWU Verkehr: Werbeeinnahmen könnten auf lange Sicht noch stärker dazu beitragen, den Ulmer Nahverkehr zu refinanzieren. Dr. Thomas Christian Baumann, Verlagsleiter der Südwest Presse Neue Pressegesellschaft, sieht im Fahrgast-TV „eine gute Ergänzung zu unseren vorhandenen Werbeträgern. Die gezielte Ansprache von Nutzern der öffentlichen Verkehrsmittel erweitert unser Angebot und unterstreicht, in welcher Breite wir dafür die Medien nutzen“. Die Zielgruppe ist groß. Pro Monat erreicht das Fahrgast-TV in Ulm/Neu-Ulm rund 700.000 Busfahrgäste. Dank kurzer Vorlaufzeiten und schneller Aktualisierung können Werbetreibende ihre Botschaften differenziert nach Zeit und Zielgruppe genau steuern. KWS und Südwest Presse bieten die Werbeplätze gemeinsam an.

Fahrgäste geben SWU-Nahverkehr gute Noten. Platz 2 beim bundesweiten ÖPNV-Kundenbarometer.
28. Januar 2010

Die SWU-Nahverkehrskunden sind mit den Leistungen „ihres“ Unternehmens zufrieden wie nie zuvor.

Das geht aus dem ÖPNV-Kundenbarometer 2009 hervor. Was die Globalzufriedenheit angeht, belegt die SWU Verkehr den zweiten Platz, hinter der Bielefelder „moBIEL“ und gleichauf mit der Freiburger Verkehrs AG. Schon bei den vorangegangenen Umfragen konnte sich SWU Verkehr auf den vorderen Plätzen etablieren (2008: Platz 10). Nun also gelang der Vorstoß unter die besten Drei. Nach Meinung der Fahrgäste zeichnet sich der SWU-Nahverkehr durch Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit aus. Das Linien- und Streckennetz wird als gut ausgebaut empfunden. Auch der Service und die Sicherheit erhielten Bestnoten.

Erhoben wird die repräsentative Umfrage seit über zehn Jahren durch das Forschungsinstitut TNS Infratest (Bielefeld). 30 Verkehrsunternehmen und Verbünde haben sich 2009 beteiligt. Das ÖPNV-Kundenbarometer ist als zuverlässige Qualitätskontrolle bei den Unternehmen anerkannt. Sie gewinnen daraus grundlegende Daten, um ihr Fahrtenangebot und ihren Service fortlaufend zu verbessern.

Der SWU-Nahverkehr gilt als pünktlich und schnell

Für die umfassende Beurteilung der Nahverkehrsleistungen telefonierten die Interviewer mit 250 SWU-Verkehr-Kunden. Die Befragten beurteilten 28 Leistungsmerkmale, vornehmlich aus den Bereichen Angebot, der Fahrzeuge, Haltestellen, Tarife, Kundenbeziehung und Sicherheit. Beim Punkt „Globalzufriedenheit“ erhielt die SWU Verkehr mit 2,46 die zweitbeste Note aller Unternehmen. Der Schnitt lag bei 2,78. Die Stärken der SWU Verkehr heißen „Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit“ und „Schnelligkeit der Beförderung“. In diesen Punkten erreichten die SWU-Linien Spitzennoten von 2,37 beziehungsweise 2,39. Überzeugen konnten die Stadtwerke auch mit dem KundenCenter „SWU traffiti“ und bei den Kriterien „Sicherheit an den Haltestellen“ und „Linien- und Streckennetz“. Zumeist mit „gut“ schnitt der Bereich Fahrgast-Information ab. Positiv bewertet wurden insbesondere die Pocketfahrpläne, die Infos an den Haltestellen, in den Fahrzeugen und der Internetauftritt. SWU-Verkehr-Geschäftsführer Ingo Wortmann zeigt sich erfreut über die Ergebnisse des Kundenbarometers, betont aber: „Wir dürfen uns darauf nicht ausruhen. Vielmehr begreifen wir die guten Noten als Auftrag, die Qualität in allen Bereichen weiter zu erhöhen. Den Menschen muss es so einfach wie möglich gemacht werden, vom Auto auf den ÖPNV umzusteigen“.

In vielen Bereichen konnte sich SWU Verkehr verbessern im Vergleich zur Umfrage davor. Das gilt für die Merkmale „Informationen bei Störungen und Verspätungen“, „Preis-Leistungs-Verhältnis“, „Sauberkeit und Gepflegtheit an den Haltestellen und im Fahrzeug“ sowie „Tarifsystem“. „Es ist schön zu sehen, dass Verbesserungen von den Fahrgästen tatsächlich wahrgenommen werden. Ein geläufiges Sprichwort besagt: Der ÖPNV ist besser als sein Ruf“, kommentiert Ingo Wortmann und ergänzt: „Wir müssen individuelle Hemmnisse gegenüber dem öffentlichen Nahverkehr weiter abbauen“. So wird derzeit untersucht, wie durch bessere Beleuchtung der Haltestellen das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste nachts weiter erhöht werden kann.

Wieder sechs neue Busse mit Euro-5-Motor in Dienst gestellt

Erstmals fragten die Interviewer, wie zufrieden die Ulm/Neu-Ulmer Fahrgäste mit den Aktivitäten des Unternehmens zur Schonung der Umwelt sind. Mit der Note 2,62 liegt die SWU Verkehr im oberen Mittelfeld, hat jedoch noch Potenzial nach oben. „Es kommt darauf an, beim Umweltschutz dranzubleiben und Zeichen zu setzen“, unterstreicht Ingo Wortmann. So wurden kurz vor Weihnachten wieder sechs neue Gelenkbusse in Dienst gestellt. Sie sind ausgestattet mit dem Euro-5-Motor und erfüllen damit die derzeit strengste Abgasnorm. 20 der 61 Busse des Fuhrparks sind mittlerweile auf diesem höchsten Umweltstandard. Weitere Maßnahmen sind in Planung. So wird die Anschaffung von Hybridfahrzeugen untersucht, und optimierte Getriebe sollen den Kohlendioxid-Ausstoß der Busse weiter verringern.

Vorsicht, Kunde operiert verdeckt!

So könnte man einen zweiten Test bezeichnen, dem sich die SWU Verkehr 2009 unterzogen hat. „Mystery Shopper“, unerkannte Kunden also, waren im Liniennetz unterwegs. Sie nahmen einzelne Qualitätsmerkmale unter die Lupe: Wie freundlich sind die Fahrer und die Mitarbeiter im KundenCenter? Funktioniert das Beschwerdemanagement? Die „verdeckten Kunden“ begutachteten auch den Zustand und die Sauberkeit von Fahrzeugen und Haltestellen. Gemessen wurde, zu welchem Grad die untersuchten Merkmale erfüllt beziehungsweise nicht erfüllt wurden. Ergebnis: keines der untersuchten Merkmale wurde zu weniger als 50 Prozent erfüllt. Eindeutige Schwächen konnten die „Mystery Shopper“ also nicht finden. „Die Proben aufs Exempel geben uns genaue Hinweise auf die erbrachte und wahrgenommene Qualität. Diese Standortbestimmung spornt uns an, unsere Leistungen ständig den Fahrgast-Bedürfnissen anzupassen“, so Ingo Wortmann.

Narrensprung: Linie 4 fährt vorübergehend durch die Olgastraße
21. Januar 2010

Am Sonntag, 24. Januar übernehmen die Narren für gut drei Stunden in der Ulmer Innenstadt das Kommando auf den Straßen.

Für den Narrensprung wird die Frauenstraße gesperrt. Aus diesem Grund fährt die Linie 4 (Kuhberg Schulzentrum – Böfingen Süd) in der Zeit von 13 Uhr bis 16.30 Uhr nicht wie gewohnt durch die Neue Straße und Frauenstraße, sondern über Hauptbahnhof und Olgastraße. Die Linie 4 bedient auf dieser Ausweichroute die Haltestellen Hauptbahnhof, Theater und Justizgebäude. Die Haltestellen Rosengasse, Hafengasse, Rathaus Ulm und Steinerne Brücke können während des Narrensprungs nicht bedient werden.

Mit der Tageskarte stressfrei das närrische Treiben genießen

Den Zuschauern des närrischen Lindwurms empfiehlt die SWU Verkehr, am Veranstaltungstag öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Die Tageskarte City ermöglicht eine stressfreie und preiswerte An- und Abreise. Für 6,20 Euro können bis zu fünf Erwachsene gemeinsam den ganzen Tag Bus und Straßenbahn fahren. Für Besucher aus der Region empfiehlt sich die Tageskarte Netz zu 13 Euro. Sie gilt im gesamten DING-Verbundgebiet.

Die SWU Stadtwerke Ulm/ Neu-Ulm GmbH warnt vor Betrügern!
18. Januar 2010

Am Montagabend, den 11. Januar 2010 gegen 18:00 Uhr, versuchte ein Betrüger sich Zutritt zur Wohnung eines älteren Mitbürgers zu verschaffen.

Im Ulmer Stadtteil Michelsberg gab er sich als SWU-Mitarbeiter aus.  Auf Nachfrage konnte sich der Unbekannte nicht als SWU-Mitarbeiter ausweisen. Mit dem Vorwand den Dienstausweis im Auto vergessen zu haben. Glücklicherweise verwehrte ihm der Rentner den Zutritt zu seiner Wohnung.

Die SWU weißt darauf hin, dass im Ulmer Stadtteil Michelsberg die Ablesung der Zähler erst im März erfolgt. Zudem kann sich jeder SWU-Mitarbeiter als solcher ausweisen. Fragen Sie unsere Mitarbeiter also im Zweifelsfall nach ihrem Dienstausweis.

Bitte melden Sie sich bei ähnlichen Vorfällen vertrauensvoll an die SWU-Telefonzentrale unter der Telefonnummer 0731/166-0.

Trinkwasserpreis erhöht sich leicht. Ab Januar 1 Euro Mehrkosten pro Monat.
28. Dezember 2009

Erhöhung macht 2,2 bis 4,7 Prozent aus. Anhebung der Grundpreise gleicht gestiegene Bereitstellungskosten aus.

Das Trinkwasser für Ulmer und Neu-Ulmer Haushalte wird im neuen Jahr etwas teurer. Die SWU Energie erhöht zum 1. Januar den jährlichen Grundpreis in unterschiedlicher Staffelung. Für ein Einfamilienhaus beispielsweise erhöht sich die Rechnung um rund 1 Euro pro Monat einschließlich Steuern. Das hat der SWU-Aufsichtsrat beschlossen. Die Erhöhung erfasst alle Tarifgruppen der über 31.000 SWU-Kunden. Der Kubikmeterpreis von derzeit 1,70 Euro brutto bleibt unverändert auf dem Stand von 2007.

Der Grundpreis ist an die Anzahl und jeweilige Leistung der Wasserzähler gekoppelt. Da pro Haus in aller Regel nur ein Wasserzähler installiert ist, wirkt sich die Grundpreiserhöhung auf die Gesamtrechnung eines Haushalts unterschiedlich aus. Ein Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 125 Kubikmetern Trinkwasser für drei Personen gibt 4,7 Prozent mehr aus pro Jahr. Im Sechs-Familienhaus mit 15 Bewohnern steigt der Durchschnittspreis je verbrauchtem Kubikmeter Trinkwasser um 2,2 Prozent. Mit der Preisanhebung gleicht die SWU Energie die steigenden Kosten für die Bereitstellung von Trinkwasser und für die Pflege der Netze aus.

Wasserversorgung ist kapitalintensiv

Um Leitungen, Brunnen und Anlagen in Schuss zu halten und zu erneuern, wenden die Stadtwerke Jahr für Jahr viel Geld auf. 2009 waren es 3,3 Millionen Euro, im kommenden Jahr werden es 3,5 Millionen Euro sein. „Der Geschäftszweig Wasserversorgung ist kapitalintensiv und muss wirtschaftlich bleiben“, erläutert SWU-Geschäftsführer Matthias Berz die Gründe für die Anhebung. Da sich die Kosten für die Netzpflege nicht danach richten, ob viel oder wenig Wasser gefördert und verkauft wird, „wäre es nicht richtig gewesen, den Kubikmeterpreis anzupassen“, so Berz weiter. Deshalb steigt allein der verbrauchsunabhängige Grundpreis. Auch nach der jetzigen Erhöhung bleibt die SWU landesweit einer der günstigsten Wasserversorger. In einem vom Stuttgarter Wirtschaftsministerium im Sommer 2009 veröffentlichten Preisvergleich belegt die SWU Rang 17. Nur wenige der 76 aufgelisteten Unternehmen bieten Trinkwasser also günstiger an als die SWU.

Wassersparen: Die Medaille hat zwei Seiten

So erwünscht der sparsame Umgang mit der Ressource Wasser ist: Wenn wenig Wasser durch die Leitungen fließt – der Verbrauch in Ulm/Neu-Ulm stagnierte auch 2009 wieder–, müssen Leitungen häufiger gespült werden. Schließlich müssen die Kunden jederzeit hygienisch einwandfreies Wasser zapfen können. Das Leitungsnetz intakt halten und die Wasserqualität sichern verursacht hohe Fixkosten. „Das Wassersparen hat also zwei sehr unterschiedliche, beinahe konträre Seiten“, schließt Geschäftsführer Matthias Berz.

Service-Center Neue Mitte: Der Bau liegt im Zeitplan. Noch etwas über 100 Tage bis zur Eröffnung.
23. Dezember 2009

Wettbewerber schließt seine Ulmer Beratungsstelle.

Das künftige Service-Center von SWU und Stadt Ulm an der Ecke Neue Straße und Brautgasse nimmt Konturen an. Seit kurzem zeigt sich die charakteristische helle Klinker-Fassade unverhüllt. Die Klinkersteine sind senkrecht angeordnet, nicht wie sonst üblich waagrecht. Auffällig sind auch die großzügigen Fensterreihen, die viel Licht ins Gebäudeinnere lassen. „Das Äußere ist so gut wie fertig“, berichtet SWU-Geschäftsführer Matthias Berz. Hinter dem Bauzaun wird emsig weiter gearbeitet. Die Innenausbauten sind voll im Gang.

„Wir liegen im Zeitplan. In etwas mehr als hundert Tagen soll Eröffnung sein“, verspricht Matthias Berz. Konkret: Am 17. April 2010 beginnt mit einem Tag der Offenen Tür der Publikumsbetrieb in dem komplett umgebauten Gebäude, das bis 2007 noch Domizil der Buchhandlung Hofmann war. Ab dem Frühjahr werden hier die Stadtwerke Dienstleistungen wie den Fahrkartenverkauf und ihre Energieberatung anbieten. Bürger können ihren Stromanschluss an- oder abmelden, Zählerstände mitteilen oder Fragen zu Rechnungen klären lassen. Untermieterin im Service-Center wird die Stadt Ulm sein. Bürger können beispielsweise nach einem Umzug ihre neue Adresse im Einwohnermelderegister eintragen lassen. Etwa ein Dutzend SWU-Mitarbeiter und einige Kollegen der städtischen Abteilung Bürgerdienste werden im Service-Center Neue Mitte ihren Arbeitsplatz haben. Einziehen wird auch das Team von „SWU traffiti“. Die Kundenbetreuer der SWU Verkehr werden also ihr jetziges Domizil im Stadthaus aufgeben.

Rund drei Millionen Euro investiert die SWU in den Neubau. „Auch dies ist ein Zeichen“, betont Geschäftsführer Matthias Berz. „Die Investition unterstreicht, dass wir es mit der Serviceorientierung ernst meinen. Kunden schätzen Präsenz und persönliche Ansprache“. Damit heben sich nach Berz‘ Ansicht die Stadtwerke von der Konkurrenz ab. Wie zum Beweis: Der Konkurrent „Yello Strom“ schließt seine Ulmer Außenstelle in der Wengengasse zum 31. Dezember.


Bau mit charakteristischer Klinker-Fassade: Das künftige
Service-Center Neue Mitte, an der Ecke Neue
Straße/Brautgasse, wird am 17. April 2010 eröffnet.

Vorsorge gegen Silvesterknaller: Fahrkartenautomaten sind über den Jahreswechsel außer Betrieb.
23. Dezember 2009

Die SWU Verkehr trifft Vorsorge gegen „verirrte“ Silvesterknaller.

Ab Dienstag, 29. Dezember sind die 45 Fahrscheinautomaten an den Haltestellen der SWU-Linien vorübergehend außer Betrieb. Die Automaten sind empfindlich, speziell die eingebaute Elektronik verträgt keine Silvesterscherze. Ab Montag, 4. Januar 2010 sind die Fahrscheinautomaten wieder betriebsbereit. Über den Jahreswechsel können Fahrkarten in den Vorverkaufsstellen oder bei „SWU trafitti“ im Stadthaus gekauft werden. „SWU trafitti“ ist am Silvestertag von 9 bis 13 Uhr geöffnet, am Samstag 2. Januar von 9 bis 16 Uhr.

Bis auf weiteres an den Automaten gesperrt bleibt hingegen die DingCard-Funktion. Wie berichtet, ist jüngst ein Software-Fehler aufgetreten, den der Automatenhersteller im Rahmen der Gewährleistung behebt. Der elektronische Fahrschein „DingCard“ wird nicht korrekt mit neuem Guthaben aufgeladen. Von dem Fehler betroffen ist auch die SWU-Kundenkarte „SchwabenCard“, die mit entsprechender Zusatzfunktion ebenfalls als elektronischer Fahrschein genutzt werden kann.

Heiligabend: Nachtbusse fahren ab 18.30 Uhr im Stundentakt. An Silvester erweitertes Nachtbusangebot.
21. Dezember 2009

Am Heiligabend fahren die Busse und Straßenbahnen der SWU Verkehr bis zirka 18 Uhr nach dem Samstagsfahrplan.

Wann die letzten Abfahrten von welchen Haltestellen abgehen, fasst die Tabelle zusammen. Das Anruf-Sammeltaxi „MobilSAM“ fährt an Heiligabend ebenfalls bis gegen 18 Uhr.

Die letzten regulären Abfahrten an Heiligabend finden Sie hier.

Nachtbus verkehrt an Heiligabend im Stundentakt

Am 24. Dezember fahren von 18.30 Uhr bis 3.30 Uhr in der Frühe die Nachtbuslinien N 1 bis N 5, N 7 und N 8 stündlich ab Ulm ZOB. Bis 1.30 Uhr ist kein Nachtbuszuschlag erforderlich.

Erweitertes Nachtbusangebot an Silvester

An Silvester fahren alle SWU-Linien nach dem Samstagsfahrplan. Das MobilSAM endet gegen 18 Uhr. Der letzte Anschluss auf den regulären SWU-Linien ist gegen 0.40 Uhr. Anschließend fahren in der Neujahrsnacht die Nachtbuslinien N 1 bis N 5, N 7 und N 8 jeweils stündlich zwischen 1.30 Uhr und 4.30 Uhr ab Ulm ZOB.

Fahrscheinautomaten: Softwarefehler legt DingCard-Funktion vorübergehend lahm.
15. Dezember 2009

Aufladen der Karte bis auf weiteres nur an den Vorverkaufsstellen.

Ein Softwarefehler des Automatenherstellers ist schuld: Bis auf weiteres bittet die SWU Verkehr ihre Kunden, den elektronischen Fahrschein „DingCard“ nur noch an den Vorverkaufsstellen oder bei „SWU trafitti“ im Stadthaus aufzuladen. „In den letzten Tagen haben sich die Fälle gehäuft, in denen der Automat die DingCard nicht mehr zurückgab, wenn Kunden die Karte einführten und neues 
Guthaben darauf buchen wollten“, sagt Andreas Ceder, bei SWU Verkehr zuständig für Vertrieb und Kommunikation. Betroffen sind alle 45 Haltestellen-Automaten. Der Fehler, nach Erkenntnissen des 
Herstellers ein Softwareproblem, macht auch das Aufladen der SWU-Kundenkarte „SWU SchwabenCard“ schwierig. Die durch die „DING-Funktion“ erweiterte SchwabenCard dient ebenfalls als 
elektronischer Fahrschein.

Zum Aufladen der DingCard haben Fahrgäste zwei Ausweichmöglichkeiten: im KundenCenter „SWU traffiti“ und in einer der 18 DING-Vorverkaufsstellen im Stadtgebiet Ulm/Neu-Ulm.

Die Haltestellen-Automaten geben jedoch weiterhin Einzelfahrscheine, Wochenkarten und Monatskarten aus. „Diese Fahrscheinsorten sind von dem Softwarefehler nicht betroffen“, versichert Andreas Ceder. Die SWU Verkehr wird ihre Fahrgäste informieren, sobald der Fehler behoben ist.

Landesweiter Auftakt in Ulm: Straßenbahn wirbt für Zivilcourage.
10. Dezember 2009

Gewaltdelikte im öffentlichen Nahverkehr haben in den vergangenen Monaten mehrfach Schlagzeilen gemacht. Dabei wurden auch Helfer angegriffen und verletzt.

Dem Gefühl der Unsicherheit begegnen Stadt Ulm, SWU Verkehr und Polizei jetzt mit einer gemeinsamen Aktion für Zivilcourage: Als landesweiter Auftakt startet in Ulm eine Straßenbahn mit dem Logo und den Tipps der Aktion „Tu Was!“.

Mitte November hatte der Leiter der Polizeidirektion Ulm, Kriminaldirektor Karl-Heinz Keller, in einem Gespräch mit der Stadt und der SWU Verkehr die Sicherheitslage im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass der weitaus größte Teil der 136 Delikte, die die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2009 im Zusammenhang mit dem ÖPNV ausweist, Straftaten wie Erschleichen von Leistungen, also Fahrten ohne Fahrausweis, sind. Lediglich 14 Fälle waren Gewaltdelikte, davon zehn einfache und vier gefährliche oder schwere Körperverletzungen. „Die Lage in der Region ist also nicht besorgniserregend“, resümierte Keller. „Dennoch nehmen wir die Ängste der Reisenden ernst“, ergänzte Keller, weshalb sich die Verantwortlichen auf präsenzorientierte Sicherheitsstreifen in den Fahrzeugen des Nahverkehrs und an den Haltestellen, die Analyse des Nahverkehrsnetzes im Bezug auf Angsträume und auf eine gemeinsame Beteiligung an der Aktion „Tu Was!“ einigten. Denn Angsträume werden gemieden, dort fehlt es an sozialer Kontrolle, was kriminelles Verhalten begünstigt.

Die Aktion „Tu Was!“ will mit Tipps zum richtigen Helferverhalten soziale Kontrolle, Zivilcourage, fördern und stärken. Sie wendet sich ausdrücklich gegen „Wegschauen, Ignorieren und Kneifen“, wenn Gewalt im öffentlichen Raum stattfindet. Die Tipps der Aktion sind denkbar einfach und passen auf ein visitenkartengroßes Kärtchen, das im Rahmen der Aktion verteilt wird:

  • Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen.
  • Ich fordere andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf.
  • Ich beobachte genau, präge mir Täter-Merkmale ein.
  • Ich organisiere Hilfe unter Notruf 110.
  • Ich kümmere mich um die Opfer.
  • Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung.


„So kann jeder mithelfen, ohne sich zu gefährden. Wir müssen mehr füreinander da sein. Der Lohn dafür ist ein weit stärkeres Sicherheitsgefühl, ein gutes Gefühl“, wirbt Polizeichef Keller für die Aktion.

Die seit längerem vor der Polizei veröffentlichten Tipps werden jetzt noch auffälliger in den Mittelpunkt der Gesellschaft gerückt: Mit den Straßenbahnen, die durch die Städte des Landes fahren. In Ulm wurde jetzt die erste Straßenbahn mit dem Logo und den Tipps der Aktion außerhalb der Landeshauptstadt auf die Schienen geschickt. Weitere Bahnen in anderen Städten sollen folgen. In Ulm werden in den ersten Wochen Polizeibeamte und Mitarbeiter der SWU in den Bahnen mitfahren und Broschüren und die Kärtchen mit den Tipps verteilen. Die Polizei wird sich auch verstärkt an Haltestellen zeigen.

Möglich sind die beklebten Straßenbahnen aber nur durch Unternehmen, die die Kampagne im Rahmen des Programms Polizeiliche Kriminalprävention (ProPK) unterstützen: Die KWS Verkehrsmittelwerbung GmbH, eines der führenden Unternehmen für Werbung auf Verkehrsmitteln in Deutschland, hat für die ProPK-Kampagne Aktion „Tu Was!“ des Landeskriminalamts Baden-Württemberg die Busse und Straßenbahnen in aufmerksamkeitsstarke Werbeträger verwandelt. „Sicherheit im öffentlichen Personennahverkehr liegt uns besonders am Herzen“, sagt Mathias Wolfgang Keim, Geschäftsführer der KWS Verkehrsmittelwerbung GmbH. „Wir freuen uns, die Aktion „Tu Was!“ des Landeskriminalamts durch die Bereitstellung von Kontakten, Know-how und persönlichen Einsatz unterstützen zu können und so einen Beitrag für ein intaktes Umfeld zu leisten, in dem sich die Bürger sicher fühlen und gerne aufhalten.“ Die Fahrzeuge werden zwischen sechs Monaten und zwei Jahren in zahlreichen Städten und Landkreisen Baden-Württembergs unterwegs sein und örtliche Initiativen für stärkere Zivilcourage unterstützen. Diese Unterstützung geht dabei weit über das hinaus, was vordergründig erkennbar ist. Denn sie beschränkt sich nicht nur auf die materielle Unterstützung. KWS und Verkehrsbetriebe tragen auch die entgangenen Einnahmen, die durch anderweitige Vermietung der Flächen hätten gewonnen werden können.

Bild: Fahrgäste werden angepöbelt, bedroht? Die landesweite Aktion "Tu Was!" will Mut machen, hinzusehen und nicht wegzuschauen. Dafür wirbt jetzt eine Ulmer Straßenbahn.

Fahrplanwechsel am 13. Dezember: Anschlüsse besser erreichen an den Hauptknotenpunkten.
07. Dezember 2009

Zusätzliche Fahrten auf den Buslinien 3, 7 und auf der Verbindung von der Oststadt zur Universität-Süd. Neuer Stadtplan mit Liniennetz Tag & Nacht.

Welcher Fahrgast hat das nicht schon erlebt: Er will umsteigen, doch sein Anschlussbus ist gerade abgefahren. Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember hat sich die SWU Verkehr vor allem diesem Thema gewidmet und reagiert damit auf vielfach geäußerte Kundenwünsche. An den Hauptumsteigeknoten werden tagsüber während des 10-Minuten-Taktes die Anschlüsse besser aufeinander abgestimmt. Der Fahrplan 2009/2010 bietet außerdem zusätzliche Verbindungen auf der Linie 7 sowie zwischen Ehinger Tor beziehungsweise Willy-Brandt-Platz und der Universität Ulm.

Zeit zum Umsteigen anstatt „Rendezvous-Verkehr“

Das neue Umsteigekonzept gibt Fahrgästen beispielsweise am Ehinger Tor mehr Zeit, von der Linie 1 aus Söflingen kommend in die Linie 4 in Richtung Neue Mitte umzusteigen. Vier Minuten liegen laut Fahrplan künftig zwischen der Ankunft der Straßenbahn und der Abfahrt des Busses. Beim Umstieg von der Linie 4 aus Richtung Kuhberg in die Linie 1 mit Fahrziel Hauptbahnhof und Böfingen sind es sechs Minuten. „Am Ehinger Tor steigen die meisten Fahrgäste von der Straßenbahn in die Vier um, weil sie in die Innenstadt wollen. Das hat sich bei der Untersuchung der Umsteigeströme gezeigt“, begründet Oliver Glaser, Leiter des Hauptgeschäftsfelds Verkehrsmanagement bei SWU Verkehr. Bislang trafen sich Straßenbahn und Bus „zum Rendezvous“ alle zehn Minuten zur selben Zeit. Das führte vor allem in Stoßzeiten dazu, dass Fahrgäste schon bei geringen Verspätungen ihren Anschluss verpassten. Ähnlich werden ab 13. Dezember die Eins und die Vier am Willy-Brandt-Platz und am Egertweg aufeinander abgestimmt.

Im Abendverkehr ab zirka 21 Uhr gewährt die SWU ihren Fahrgästen eine Anschlussgarantie. Diese gilt künftig an sechs statt bislang vier Knotenpunkten: Neu ab 13. Dezember kommen die Haltestellen Willy-Brandt-Platz und Egertweg hinzu (Linien 1 und 4). Die abendliche Anschlussgarantie zwischen den Linien 1 und 3 wird künftig nur noch am Ehinger Tor und nicht mehr zusätzlich am Hauptbahnhof gewährt.

Zusätzliche Busse von und zur Universität

Die Direktverbindung vom Willy-Brandt-Platz zur Universität-Süd über Egertweg (Böfingen) und die Nordtangente verkehrt ab 13. Dezember auch am Wochenende: samstags um 5.06 Uhr und sonntags und an Feiertagen um 5.26 Uhr ab Willy-Brandt-Platz. Montags bis freitags wird ab Willy-Brandt-Platz eine neue Fahrt um 9.25 Uhr angeboten. Diese ersetzt den Kurs um 7.55 Uhr, der kaum genutzt wurde. Die beiden Kurse um 7.25 Uhr und 8.25 Uhr sowie die Fahrten am Nachmittag bleiben unverändert.

Zusätzliche Fahrten der Linie 3 ab und bis Science Park II ersetzen künftig das Anruf-Sammeltaxi MobilSAM 3. Dadurch entsteht auf dem Abschnitt Ehinger Tor – Wissenschaftsstadt an den Vorlesungstagen in den Hauptverkehrszeiten ein Fünf-Minuten-Takt.

Linien 6, 7 und 9

Ab Fahrplanwechsel bedient die Linie 6 in Fahrtrichtung Eselsberg Hasenkopf beziehungsweise Universität-Süd die Haltestelle Lehrer Tal. Aufgrund der steigenden Fahrgastzahlen auf der Linie 7 setzt die SWU Verkehr wochentags Gelenkbusse ein. Werktags wird auf der Linie 7 (Jungingen – Willy-Brandt-Platz über Neu-Ulm) eine zusätzliche Fahrt um 12.49 Uhr ab Haltestelle „Im Lehrer Feld Süd“ angeboten. Dagegen fallen die bisherigen Verbindungen um 16.52 Uhr, 17.52 Uhr und 18.33 Uhr wegen zu geringen Zuspruchs weg. An Sonn- und Feiertagen fährt die Linie 7 zusätzlich um 5.36 Uhr ab Kliniken Michelsberg zum Ehinger Tor. Die Linie 9 wird ab 13. Dezember in beiden Richtungen vom Rathaus über die Haltestelle
Hafengasse zur Rosengasse verlängert.

Neu: Stadtplan und Stadtinfos in einem

Zum Fahrplanwechsel gibt die SWU Verkehr einen Stadtplan mit Extras heraus. Verzeichnet sind neben den Straßenbahn- und Buslinien nützliche Hinweise, zum Beispiel auf Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Krankenhäuser und Car2Go-Standorte. Der Plan ist zum Preis von 1 Euro im KundenCenter SWU traffiti erhältlich.

Fünf Haltestellen werden umbenannt

  • Kliniken Wissenschaftsstadt (anstatt „Kliniken Oberer Eselsberg“)
  • Staudingerstraße (anstatt „Technische Versorgungsbetriebe“)
  • Steubenstraße (anstatt „Hochschule Neu-Ulm“)
  • Kasernstraße (anstatt „Augsburger Tor“ – nur in Fahrtrichtung ZUP)
  • Amtsgericht (anstatt „Eckstraße“).


Ausführliche Informationen zum Fahrplanwechsel sind in einem kompakten Flyer zusammengestellt. Er ist erhältlich in den Fahrzeugen, im KundenCenter SWU traffiti und kann hier heruntergeladen werden.

Ulmer Weihnachtsmarkt: Nicht nur die Tannen sind grün.
01. Dezember 2009

Strom aus erneuerbaren Quellen lässt Lichterketten glänzen.

Grün soll der Ulmer Weihnachtsmarkt sein. In mehrfacher Hinsicht: Für die richtige Lichtstimmung sorgt „grüner“ Strom aus erneuerbaren Energiequellen.

Seit Anfang 2008 deckt die Stadt Ulm den gesamten Jahresbedarf ihrer Liegenschaften über den emissionsfrei erzeugten „SWU NaturStrom“. Abnehmer des Stroms sind unter anderem der Wochenmarkt und der Weihnachtsmarkt. Für die Lichterketten und die Verkaufsstände des Weihnachtsmarkts werden über die vier Wochen hinweg rund 220.000 Kilowattstunden Strom benötigt. Das entspricht dem Jahresverbrauch von fünfzig Vier-Personen-Haushalten. Durch den Einsatz von SWU NaturStrom konnten alleine für den Weihnachtsmarkt im letzten Jahr rund 13 Tonnen des klimaschädigenden Treibhausgases Kohlenstoffdioxid (CO2) eingespart werden. Der SWU-Ökostrom wird größtenteils in der Region und vorwiegend aus Wasserkraft erzeugt – unter anderem im Donau-Wasserkraftwerk „Böfinger Halde“.

Beladen wie der Weihnachtsmann? Der SWU-Gepäckbus sorgt für Entlastung.
25. November 2009

Gelassen bummeln und die Weihnachtseinkäufe erledigen, ganz unbeschwert.

Besucher der Ulmer City können das wörtlich nehmen: An den vier Adventssamstagen können sie ihre Einkäufe im SWU-Gepäckbus in der Fußgängerzone deponieren – von der Stehlampe bis zu den neuen Skiern. Diesen kostenlosen Service bietet die SWU Verkehr erstmals wieder am kommenden Samstag, 28. November an. Der Gepäckbus steht von 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr an der Kreuzung Bahnhofstraße/Glöcklerstraße beim Neuen Brunnen bereit. Dort erwarten SWU-Auszubildende die Einkaufsbummler. Die aufbewahrten Päckchen sind versichert.

Günstig und umweltschonend mal zwei.
13. November 2009

SWU Erdgastankstelle am Hindenburgring wird heute ab 14.00 Uhr wieder geöffnet  - nun mit zwei Zapfsäulen.

An der Esso-Station am Ulmer Hindenburgring stehen den Fahrern von Erdgas Fahrzeugen jetzt zwei unabhängig voneinander arbeitende Zapfsäulen zur Verfügung. Ein Kilogramm kostet derzeit 92,5 Cent. Dies entspricht einem Benzinpreis von etwa 65 Cent und einem Dieselpreis von rund 75 Cent pro Liter. Inhaber der SWU SchwabenCard können sich über einen besonderen Service freuen. Sie zahlen besonders bequem – bargeldlos – mit ihrer SWU SchwabenCard. Hierfür befindet sich ein Tankautomat direkt an den Zapfsäulen. Nach dem Stecken der Karte führt das Menü den Nutzer durch den Tank- und Zahlvorgang.

Mit der Modernisierung hat die SWU auf den steigenden Bedarf reagiert. Denn in den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Erdgas als Treibstoff kontinuierlich gestiegen. Zuletzt wurden an der Esso-Station monatlich rund 25.000 Kilogramm getankt – Tendenz steigend. Die Tankstelle ist somit für die steigende Anzahl an Erdgasfahrzeugen gerüstet. Deutschlandweit wird das Erdgas-Tankstellennetz immer dichter: Fahrer von ergasbetriebenen Fahrzeugen finden die benötigten Zapfsäulen bereits an 860 Stationen.

Neue Stromleitungen: Erdkabelverlegung zwischen Werzlen, Jedelhausen und Hausen.
12. November 2009

Verkehrsbehinderungen auf der Bachstraße möglich.

Die wartungsintensiven Freileitungen im Bereich Werzlen, Jedelhausen und Hausen werden nun von den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm (SWU) unterirdisch verlegt. Die Wanderbaustelle hierfür startet ab der Kalenderwoche 47 zwischen Werzlen und Hausen an der Kreuzung Hausener Straße und Gerlenhofener Straße. Dort wird der Verkehr jedoch nicht beeinträchtigt, da in diesem Bereich lediglich der Grünstreifen betroffen ist. Zudem wird die SWU unter der Straße das Spühlbohr-Verfahren anwenden, bei dem kein Öffnen des Fahrbahnbelages notwendig ist. Vor Hausen bewegt sich die Baustelle dann über Felder und Wanderwege, um im Anschluss die Bachstraße zwischen Hausen und Jedelhausen zu kreuzen. Hier kann es aufgrund der Erdarbeiten kurzzeitig zu Verkehrsbehinderungen kommen. Danach verlegt der Bautrupp die Baustelle auf freies Feld, bevor die Leitungen dann bis zum Mühleweg in Jedelhausen und zur Weiherstraße in Hausen installiert werden. Die voraussichtliche Gesamtdauer der Arbeiten beträgt drei Wochen.

„Kältebonus“ ist gefragt: Rund tausend Gaskunden haben das Zusatzangebot bereits angenommen.
11. November 2009

Zeichnungsfrist läuft bis 30. November.

Das Angebot der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, Gaskunden gegen besonders strenge Kältetage zu versichern, stößt auf großes Interesse. Rund tausend Kunden haben in den vergangenen Wochen den so genannten „Kältebonus“ bestellt. Diese Zusatzvereinbarung richtet sich an Kunden im Festpreis-Angebot „SWU SchwabenGas Fix“. Noch bis 30. November kann die Zusatzvereinbarung abgeschlossen werden. „Aufgrund des großen Interesses haben wir diese Frist auf Ende November verlängert“, sagt Marcus Deutenberg, Leiter des SWU-Vertriebs.

Die Produktvariante „Kältebonus“ kostet zunächst einen Aufpreis von 0,17 Cent je Kilowattstunde. Doch für jeden Tag, dessen Durchschnittstemperatur mindestens minus fünf Grad beträgt (gemessen durch die Wetterstation Kuhberg), erhält der Kunde eine Gutschrift über den Gegenwert von 100 Kilowattstunden, das sind 5,56 Euro. Für einen Kunden mit 20.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch heißt das: Ab dem siebten Kältetag hat der Musterhaushalt die Mehrkosten gutgemacht. „Unser Angebot richtet sich an sicherheits- und preisbewusste Kunden. Dank des Kältebonus können sie die Folgen harter Wintertage auf ihren Geldbeutel mildern“, hebt Marcus Deutenberg hervor. Im vergangenen Winter verzeichnete die Ulmer Wetterstation dreizehn Tage, an denen die durchschnittliche Temperatur auf weniger als minus fünf Grad sank. Der Kältebonus wird mit der Jahresabrechnung gutgeschrieben. Über jeden gültigen Kältetag wird der Kunde per Mail informiert, er kann seine Abrechnung also leicht nachvollziehen.

Informationen zum SWU SchwabenGas Fix mit Kältebonus

SWU-Gaspreise erhöhen sich leicht. Haushalte bezahlen ab Januar drei Euro mehr pro Monat.
09. November 2009

Gaseinkauf hat sich seit dem Frühjahr verteuert.

Nach dem Preisrutsch 2008/2009, der Erdgas in Ulm/Neu-Ulm um rund 30 Prozent verbilligte, ist die Energie auf den Großhandelsmärkten wieder etwas teurer geworden. Das wirkt sich zum Jahreswechsel aus. Zum 1. Januar erhöht die SWU Energie ihre Gaspreise um durchschnittlich 2,8 Prozent. Damit passt die SWU ihre Kundenpreise an die gestiegenen Beschaffungskosten an. Die Anhebung betrifft die rund 15.000 Stadtwerke-Kunden, die preisvariable Verträge abgeschlossen haben. In der Mehrheit sind das die Vertragstypen „SWU SchwabenGas Vario“, „SWU SchwabenGas Bonus“ und „SWU Grundversorgung“.

Ein Drei-Personen-Haushalt bezahlt nach der Erhöhung ab Januar monatlich rund drei Euro mehr für Heizung und warmes Wasser. Diese Beispielrechnung basiert auf dem typischen Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden Erdgas. Prozentual wirkt sich der erwähnte Aufschlag je nach Vertragsart unterschiedlich aus (siehe Preisübersicht). Im Durchschnitt beträgt die Mehrbelastung 2,8 Prozent.

Selbstverständlich verändern sich die Preise für Kunden, die einen Vertrag für „SWU SchwabenGas Fix“ abgeschlossen haben nicht, denn deren Preise sind – wie der Name sagt - für ein Jahr fix.

Öl hat sich seit dem Frühjahr leicht verteuert

„Die Zeit der steil fallenden Preise auf den Energiemärkten scheint vorerst vorbei zu sein“, berichtet Thomas Deyerberg, Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU Vertrieb. Preisbildend für Gas sind die Notierungen für Rohöl beziehungsweise leichtes Heizöl. „Seit April 2009 sind diese Notierungen moderat, aber konstant gestiegen“, so Deyerberg weiter. Gemäß den geltenden Mechanismen wirken sich Bewegungen auf dem Ölmarkt zeitversetzt auf die Gaspreise aus. Konkret: Der SWU-Gasbezugspreis zum Januar 2010 errechnet sich aus einem Durchschnittspreis, den der Heizöl-Großhandel in den sechs Monaten Juni bis November 2009 verlangt hat. „Die SWU erhöht ihre Endkundenpreise höchstens in dem Umfang, wie ihre Gasbezugspreise gestiegen sind“, versichert Thomas Deyerberg.

Gas ist immer noch deutlich billiger als vor zwei Jahren

Trotz der Preiserhöhung wird Heizenergie für die SWU-Gaskunden nach den Senkungen von 2009 immer noch deutlich günstiger sein als vor zwei Jahren. Der erwähnte Musterhaushalt im Vertrag „SWU SchwabenGas bonus“ kommt ab Januar 2010 bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden auf eine Jahresrechnung von 1.263 Euro. Im Januar 2008 bezahlte derselbe Haushalt 1.412 Euro

Der Vertrag „Grundversorgung“ ist mit vierwöchiger Frist zum Monatsende kündbar, „SWU SchwabenGas Vario“ kann zum Monatsende mit einer Frist von drei Monaten gekündigt werden. „SWU Schwaben Gas Bonus“ hat ein Jahr Vertragsbindung und kann sechs Wochen vor Vertragsablauf gekündigt werden.

Blockheizkraftwerk Bradleystraße erzeugt seit 10 Jahren Strom und Wärme.
22. Oktober 2009

Dank Kraft-Wärme-Kopplung jährlich 28.000 Tonnen weniger Kohlendioxid. Tag der offenen Tür am 24. Oktober.

Das Blockheizkraftwerk (BHKW) Bradleystraße im Neu-Ulmer Stadtteil Wiley-Nord feiert ein rundes Jubiläum. Vor genau einem Jahrzehnt baute die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm das frühere Heizwerk der US-Streitkräfte zur energie-effizienten Anlage aus. Mit einem Tag der offenen Tür am Samstag, 24. Oktober will die SWU das Kraftwerksjubiläum mit der Bevölkerung feiern.

Die 10-Jahres-Bilanz kann sich sehen lassen: Das Kraftwerk versorgt seit der Modernisierung nicht nur 3.000 Kunden zuverlässig mit Wärme und weitere 15.000 Haushalte mit Strom. Es entlastet auch die Umwelt jährlich um rund 28.000 Tonnen Kohlendioxid. Denn das mit Erdgas betriebene Kraftwerk spart durch die Nutzung der Abwärme, die bei der Stromerzeugung entsteht, etwa 40 Prozent Primärenergie im Vergleich zu einem Steinkohle-Kraftwerk ein. Diese doppelte Energienutzung wird Kraft-Wärme-Kopplung genannt. Dank dieser Technologie erreicht das BHKW den außerordentlich hohen Gesamtwirkungsgrad von etwa 85 Prozent. Diese hohe Energieausbeute schont die Ressourcen und die Umwelt gleichermaßen. Die SWU lädt ihre Fernwärmekunden und alle interessierten Bürger am 24. Oktober zum „Tag der offenen Tür“ in die Bradleystraße ein (Beginn 10 Uhr). SWU-Mitarbeiter informieren über die umweltschonende Energieerzeugung und bieten ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

Vorfeld, Wiley und Ludwigsfeld am Wärmenetz

Das BHKW Bradleystraße speist die erzeugte Wärmeenergie in das Neu-Ulmer Fernwärmenetz, an das die Stadtteile Vorfeld, Nelson, Wiley und Ludwigsfeld angeschlossen sind. Das Netz wird kontinuierlich ausgebaut. Nicht nur Privathaushalte nutzen die in der Bradleystraße erzeugte Wärmeenergie, sondern auch gewerbliche Kunden wie das Dietrich-Kino sowie das Edison-Center. Das Kraftwerk hat eine thermische Leistung von 35,4 Megawatt und produziert jährlich rund 50 Millionen Kilowattstunden Wärme, die über ein 27 Kilometer langes Netz verteilt wird. Aus der Kraft-Wärme-Kopplung kommen jährlich rund 42 Millionen Kilowattstunden erzeugten Stroms hinzu. Diese Menge reicht aus, um 15.000 Haushalte mittlerer Größe zu versorgen.

Hohe Energieausbeute, niedrige Abgaswerte

Im BHKW Bradleystraße arbeiten vier große Otto-Motoren. Diese werden mit dem schwefelarmen Brennstoff Erdgas nach dem Magermischverfahren betrieben. Sie liefern die benötigte Energie und treiben den Generator zur Stromerzeugung an. Zwei Katalysatoren pro Motor reinigen die Abgase. Die Gemischaufladung und der hohe Luftüberschuss bei der Verbrennung steigern den Gesamtwirkungsgrad der Anlage auf circa 85 Prozent. Dadurch liegen die Abgasemissionen des BHKW deutlich unter den von der „Technischen Anleitung Luft“ festgelegten Grenzwerten. Die im Motor entstehende Wärme wird über Wärmetauscher an einen Wasserkreislauf abgegeben und beheizt über ein Leitungsnetz Gebäude.

Senden: Grünes Licht für das Biomasse-Heizkraftwerk.
20. Oktober 2009

SWU-Aufsichtsrat beschließt den Bau. Im Januar beginnen die Arbeiten.

Im März kam die behördliche Genehmigung, nun liegt auch der Baubeschluss auf dem Tisch: Das auf dem früheren Gelände der Firma Donau-Fertigteile geplante Biomasse-Heizkraftwerk wird gebaut. Das hat der SWU-Aufsichtsrat jetzt beschlossen. Das Projekt ist auf 33 Millionen Euro veranschlagt. 6,6 Millionen Euro davon trägt der Bund über einen bereits zugesagten Zuschuss. Dieser wurde gewährt für den Pilotcharakter des Projekts.

In der Bausumme enthalten ist die Leitung, die das Neu-Ulmer Wärmenetz mit dem künftigen Sendener Netz koppeln wird. Das stützt die Energieversorgung an beiden Standorten. Noch im Oktober vergibt die SWU die Bauleistungen. Wenn, wie vorgesehen, die Ausführungsplanung bis Jahresende steht, können Anfang 2010 die Bagger anrücken. Die Anlage soll bis Herbst 2011 in Betrieb gehen.

Ein Vorbild für Nachhaltigkeit

Das künftige Kraftwerk verschwelt unbehandeltes Restholz aus den Wäldern. Die Verschwelung unter hohen Temperaturen setzt Gase frei, den eigentlichen Brennstoff für die beiden vorgesehenen Motoren. Die Motoren treiben den Strom-Generator an, die dabei entstehende Abwärme fließt ins künftige Sendener Fernwärmenetz. Senden wird der erste Standort in Deutschland sein, an dem das Prinzip der Holzverschwelung kommerziell genutzt wird. Vorbild ist eine Anlage im österreichischen Güssing. Das Heizkraftwerk Senden hinterlässt pro Jahr rund 40.000 Tonnen weniger Kohlendioxid als eine vergleichbare, mit Erdgas befeuerte Anlage. Zu verdanken ist dies auch dem hohen Gesamt-Wirkungsgrad. Bis zu 80 Prozent des eingesetzten Brennstoffs werden in nutzbare Energie – Strom und Wärme – umgewandelt. „Die Anlage hat Vorbildcharakter und setzt ein Zeichen im Hinblick auf die Nachhaltigkeit“, hebt Jürgen Schäffner, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochtergesell-schaft SWU Energie, hervor. Der besondere Charakter der Energieerzeugung ist anerkannt. Das Bundes-Landwirtschaftsministerium fördert das Projekt, wie erwähnt, durch einen Millionen-Zuschuss.

Der Energiestandort Senden ist ausbaufähig

Das neue Heizkraftwerk hat eine elektrische Leistung von 5 Megawatt und eine Wärmeleistung von 6,4 Megawatt. Der erzeugte Strom, pro Jahr rund 34 Millionen Kilowattstunden (kWh), reicht aus, um alle Sendener Haushalte zu versorgen. Zusätzlich liefert das Heizkraftwerk rund 40 Millionen kWh Wärme. Diese versorgt in einer ersten Stufe Kunden in dem benachbarten Gewerbegebiet zwischen Bahnlinie und St.-Florian-Straße. Die SWU will das Wärmenetz nach und nach auf Sendener Haushalte ausdehnen. Die Anlage kann durch eine zweite Wärme-Erzeugung erweitert werden, beispielsweise für benachbarte Betriebe, die Dampf für die Fertigung benötigen. Das SWU-Areal ist mit 31.400 Quadratmetern groß genug für eine solche Erweiterung.

20 Millionen Euro für sauberen Strom aus dem Main.
19. Oktober 2009

Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm und Halblechkraftwerke nehmen Wasserkraftwerk an der Mainschleuse Mainz-Kostheim in Betrieb.

Seit 1934 gibt es das Wehr an der Mainschleuse Mainz-Kostheim. Jetzt wird an dieser Stelle umweltfreundlich Strom gewonnen. Das vorhandene Gefälle nutzt ein Wasserkraftwerk, das die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH (SWU) gemeinsam mit den Halblechkraftwerken Einsiedler (Memmingen) in knapp zweijähriger Bauzeit errichtet haben. Am 15. Oktober setzten Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner, SWU-Geschäftsführer Matthias Berz und Jürgen Schäffner, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU Energie, per Knopfdruck die Turbinen in Gang.

Strom für eine Kleinstadt – auch dank Technikanleihen bei der Windkraft

Rund 18,5 Millionen Kilowattstunden Strom jährlich speist das Kraftwerk ins öffentliche Netz ein. Genug Energie für eine Kleinstadt: Die genannte Menge reicht aus, um 5.200 Haushalte mittlerer Größe ein Jahr lang zu versorgen. „Und zwar nachhaltig, das heißt auf ökologischem Wege. Denn Wasser wird immer fließen. Der Main ist eine erneuerbare Energiequelle“, hob Oberbürgermeister Ivo Gönner, gleichzeitig Vorsitzender des SWU-Aufsichtsrats, bei der Inbetriebnahme hervor. Rund 20 Millionen Euro investieren die Kraftwerksbetreiber in den Bau. Zur Stromerzeugung wird mo-dernste Technik angewandt. Die beiden Kaplan-Pit-Turbinen geben die Kraft des strömenden Wassers an den Stromgenerator über ein Getriebe weiter, das aus Windkraftanlagen bekannt ist. Das Getriebe stellt sicher, dass die Turbinen stets im besten Wirkungsgrad arbeiten und der Generator dabei mit einer konstanten Drehzahl läuft. Auf diese Weise wird die Stromausbeute optimiert.

Umfangreicher Schutz für die Wasserfauna

Auch was die Schonung der Natur am und im Wasser angeht, ist das Wasserkraftwerk Kostheim vorbildlich. Genutzt wird eine seit 75 Jahren vorhandene Staustufe. Fische sind dreifach vor den Turbinen geschützt. Durch einen eigens angelegten naturnahen Bach können sie unbeschadet am Kraftwerk vorbei auf- und absteigen. Den Aalen wurde sogar ein eigener Weg eingerichtet: Sie schwimmen durch ein wasserdurchströmtes Rohr mitten durch das Krafthaus. Schließlich die beiden je 175 Quadratmeter großen Rechen vor den Turbineneingängen: Die besonders eng gezogenen Maschen dieses riesigen Feinrechens halten Kleingetier von den Turbinen fern.

Stadtwerke-Strategie: erneuerbare Energiequellen gesucht

Warum kommen die Ulmer an den Main? „Wir unternehmen mit dem Projekt einen weiteren Schritt, um die Stromerzeugung ohne Klimaschadstoffe auszubauen“, sagt Geschäftsführer Jürgen Schäffner. Die SWU erzeugt derzeit in sieben Wasserkraftwerken an der Donau und am Illerkanal um die 100 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. „Die Kapazitäten für die Wasserkraft sind im Raum Ulm aber so gut wie ausgeschöpft“, unterstreicht Schäffner, „deshalb sind wir am Main aktiv“. Zugute kam den Ulmern, dass der Unternehmer Günther Meyer von den Halblechkraftwerken Einsiedler bereits im Jahr 2002 die Wasserrechte am Kostheimer Wehr erworben hatte. Um die Rechte zu nutzen und ein Wasserkraftwerk zu bauen, schlossen sich die Halblechkraftwerke und die SWU Energie 2005 in einer Investoren- und Betreibergesellschaft zusammen. Das Wasserkraftwerk Kostheim spielt eine wichtige Rolle in der Strategie der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm. „Bis 2020 wollen wir den Strombedarf unserer Haushaltskunden vollständig durch die eigene Erzeugung aus rein erneuerbaren Quellen decken. Wasserkraft nutzen wir dabei ebenso wie Windkraft, Sonnenenergie und Biomasse“, erklärt SWU-Geschäftsführer Matthias Berz.

Technische und logistische Herausforderung

Der Kraftwerksbau war eine technische und logistische Herausforderung. Das Kraftwerkshaus sitzt 15 Meter tief im Boden der Mainwiese. Um die riesige Baugrube ausheben zu können, wurden rund 200 mächtige Bohrpfähle gesetzt, jeder gut 28 Meter lang und 1,20 Meter dick. Für den Kraftwerksbau wurden 53.000 Kubikmeter Erde ausgehoben, das entspricht 1.600 vollbeladenen Kippern. Außerdem wurden 1.100 Tonnen Stahl und 15.000 Kubikmeter Beton verbaut. Diese Menge wurde mit rund 2.000 Betonmisch-Fahrzeugen angeliefert. Allein ein Drittel des Betons ist in der zwei Meter dicken Bodenplatte des Krafthauses verarbeitet. Jede der beiden Turbinen wiegt rund 130 Tonnen. Die Turbinen wurden aus acht großen Teilen an Ort und Stelle zusammengefügt. Einer der Schwertransporter mit einem Turbinenteil musste im Januar 2008 auf dem Weg vom spanischen Fertigungswerk an den Main einen mehrtägigen Zwangsaufenthalt in den Pyrenäen einlegen. Ein Orkan hatte Bäume entwurzelt, die die schmale Landstraße blockierten. Der Sattelschlepper konnte nicht wenden und musste die Räumung abwarten. Mit 22 Monaten Bauzeit – der erste Spatenstich war Anfang Dezember 2007 – konnte der Zeitplan für den Kraftwerksbau eingehalten werden.

Linie 1: Gleisschotter wird gestopft. Nacht-Bauarbeiten dauern bis Ende September.
22. September 2009

Die SWU Verkehr lässt den Schotter unter den Gleisen der neuen Straßenbahnstrecke verdichten.

Dazu wird eine rund 15 Meter lange Spezial-Lokomotive eingesetzt. In der Nacht vom Dienstag, 22. September 2009 startet die Lokomotive beim Hohen Steg an der Kreuzung Thalfinger Straße. Die so genannten Stopfarbeiten beginnen gegen 20.45 Uhr und enden morgens gegen 4.30 Uhr.

Die Maschine arbeitet sich Stück für Stück die vier Kilometer lange Strecke hinauf bis zur Endhaltestelle in Böfingen, jeweils in den Nachtstunden. Die Stopfarbeiten werden am Morgen des 30. September abgeschlossen sein. Gearbeitet wird lediglich in den Nächten von Montag bis Freitag. Während der Arbeiten kann die Straßenbahn nicht fahren. Die SWU Verkehr setzt stattdessen ab etwa 20 Uhr auf der gesamten Strecke der Eins zwischen Söflingen und Böfingen Busse ein. Der Bus kann die Haltestelle „Alfred-Delp-Weg“ nicht anfahren. Fahrgäste sollten auf die Haltestelle „Egertweg“ ausweichen.

Nach sechs Monaten Fahrbetrieb auf der neuen Gleisanlage sind diese Arbeiten notwendig. „Im Schienenbau wird der Schotter, der die Gleisanlage stützt, grundsätzlich nach einem halben Jahr nachverdichtet“, erklärt Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr. „Das ausführende Unternehmen hat die Arbeiten so organisiert, dass die Lärmentwicklung minimiert wird. Wir bitten die Bürger um Verständnis für diese notwendigen Arbeiten“.

Von der Rabattkarte zur modernen Servicekarte. SWU SchwabenCard präsentiert sich in neuer Optik und mit verbesserten Funktionen
10. September 2009

Die SWU SchwabenCard der neuen Generation hat nicht nur eine moderne Optik, sie bietet auch mehr.

Denn was bisher als eine Rabattkarte fungierte, ist nun zu einer intelligenten innovativen Kundenkarte mit Servicefunktionen geworden. Das Guthaben wird nun in Form eines Mobilitätsbonus gesammelt und bei zahlreichen Servicefunktionen eingesetzt. „Die Stadtwerke verstehen sich als Dienstleister der Region. Dies zeigta sich deutlich in unserem Produktportfolio. Nun möchten wir mit der neuen SWU SchwabenCard eine weitere Dienstleistung bieten“, erklärt Matthias Berz, Geschäftsführer der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH. „Auf den Punkt gebracht bedeutet dies: Die SWU SchwabenCard soll das Leben in der Region leichter machen“, so Berz weiter.

Mit der SWU SchwabenCard zum „Lokalpatrioten“ werden.

Momentan sind sie auf den Plakatwänden der Stadt zu sehen: Die „Lokalpatrioten“. Dabei handelt es sich zum einen um Partner der SWU SchwabenCard und zum anderen um die Karteninhaber selbst. Derzeit gibt es in der Region zahlreiche SchwabenCard-Partner. Darunter befinden sich Einzelhändler und Dienstleister aus allen Branchen. Die Anzahl dieser Partner wächst kontinuierlich. Nach wie vor erhält der Karteninhaber direkt eine Gutschrift auf seine Karte, wenn er bei ihnen einkauft. Doch bisher war dieser Rabatt abhängig vom Umsatz und galt oft nicht für das gesamte Sortiment. Mit der neuen Karte wird dem Kunden bei jedem Einkauf, der eine bestimmte Mindesthöhe überschreitet, eine runde Summe vergütet, beispielsweise 50 Cent.

Der Mobilitätsbonus

„Die SWU SchwabenCard folgt dem Motto „2 in 1“. Zum einen ist sie eine Karte für die Kunden der Stadtwerke und zum Anderen eine ServiceCard für alle Bürger der Region. Ganz unabhängig davon, ob sie SWU-Kunde sind“, merkt Berz an. „Im Hintergrund führen wir für jede Karte ein Konto. Aus diesem Grund benötigen wir bei der Anmeldung die Kontodaten und die Einzugsermächtigung des Nutzers, der so darauf vertrauen kann, dass ihm jederzeit alle Funktionen zur Verfügung stehen – auch wenn sich einmal kein Guthaben auf der Karte befindet“, fügt Berz an. Damit kann der Karteninhaber wie gewohnt jederzeit in den zentral gelegenen Parkhäusern Salzstadel, Deutschhaus, Am Rathaus, Frauenstraße und Fischerviertel parken – ganz ohne ein Parkticket bei der Einfahrt zu ziehen. Bei der Ein- und Ausfahrt befinden sich spezielle SchwabenCard-Terminals, die Parkgebühren werden automatisch abgerechnet. Aber auch als elektronischer Fahrschein für den öffentlichen Personennahverkehr lässt sich die SWU SchwabenCard weiterhin nutzen. Der gesammelte Mobilitätsbonus kann an allen Haltestellenautomaten der SWU für die Bezahlung des Fahrtickets verwendet werden. Um im Bus selbst die SWU SchwabenCard zum Bezahlen verwenden zu können, muss das Kartenguthaben zuvor auf den „DING-Chip“ umgebucht werden. Hintergrund: DING ist ein Verbund verschiedener Nahverkehrsgesellschaften und nicht alle Fahrten werden von den Fahrzeugen der Stadtwerke bedient. Neben den bekannten Funktionen soll zukünftig auch beispielsweise an der Kasse des Donaubades und der Eislaufanlage mit der SWU SchwabenCard bezahlt werden können. Neu für SchwabenCard-Besitzer ist auch: Der Inhaber kann das Guthaben stehen lassen und damit einen Teil seiner Jahresrechnung für Strom, Gas und Wasser begleichen.


Info
Die bisherige SchwabenCard ist noch gültig bis zum 31. März 2010. Damit die Kartenguthaben umgebucht werden können, hat die SWU bereits rund 100.000 Antragsformulare verschickt. Für Kunden mit den Produkten SWU NaturStrom und SWU Strom (Grundversorgung) ist die neue SWU SchwabenCard kostenlos. Kunden anderer Stadtwerke-Produkte bezahlen jährlich nur 7,50 Euro, wer kein Stadtwerke-Kunde ist, entrichtet 10 Euro pro Jahr.

Die DING-Funktion der SchwabenCard kann auch über den 31. März 2010 hinaus als elektronischer Fahrschein genutzt und aufgeladen werden.

SWU hält die günstigen Gaspreise in den Winter hinein stabil. Verträge mit einjähriger Preisgarantie sinken ab Oktober um 27 Prozent.
02. September 2009

Gute Nachricht für die Gaskunden: Die Stadtwerke halten ihre Gaspreise zum 1. Oktober stabil.

Dies gilt für die rund 15.000 Kunden, die preisvariable Verträge abgeschlossen haben. Dazu zählen der Tarif „Grundversorgung“, die Verträge „SWU SchwabenGas Vario“, „SWU SchwabenGas Bonus“ und ältere Vertragstypen wie „Heizgas-Sonderabkommen“. Diese Kunden waren zuletzt am 1. Juli um rund 11 Prozent entlastet worden. Noch erfreulicher ist die aktuelle Nachricht für die rund 11.000 SWU-Kunden, die einen Vertrag mit einjähriger Preisgarantie besitzen: Im Vertrag „SWU SchwabenGas Fix“ sinkt die Jahresrechnung eines typischen Haushalts im neuen Vertragsjahr – es beginnt am 1. Oktober 2009 – um 474 Euro oder rund 27 Prozent.

„Unsere im Jahresverlauf 2009 gesunkenen Gasbezugspreise können wir jetzt auch an unsere Festpreiskunden weitergeben“, sagt SWU-Geschäftsführer Matthias Berz. Konkret: Wer seinen Vertrag „SWU SchwabenGas Fix“ verlängert, bezahlt ab 1. Oktober 5,39 Cent brutto für die Kilowattstunde. Dieser Preis liegt zwischen den Arbeitspreisen in den variablen Verträgen „SWU SchwabenGas Vario“ und „SWU SchwabenGas Bonus“. Die 5,39 Cent sind bis 30. September 2010 garantiert, auch wenn die Stadtwerke-Einkaufspreise in diesem Zeitraum wieder steigen sollten. Matthias Berz: „Gaskunden können sich dieses günstige Preisniveau also für ein ganzes Jahr sichern – und damit über den Winter hinweg“.

Gaspreise wie vor zwei Jahren

Die Preise für die übrigen SWU-Gaskunden sind seit Jahresbeginn 2009 in drei Stufen kräftig gesenkt worden. In Summe erreichten diese Senkungen annähernd 30 Prozent, gerechnet für einen Mehrpersonenhaushalt mit dem typischen Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden. Das Abbröckeln der Ölpreise, die sich nach den üblichen Regeln sieben Monate später auf die Gaspreise auswirken, hat die SWU-Gaspreise unter das Niveau von 2007 gedrückt. Der erwähnte Musterhaushalt im Vertrag „SWU SchwabenGas Bonus“ kommt derzeit auf eine Jahresrechnung von 1.226 Euro. Vor zwei Jahren bezahlte derselbe Haushalt 1.329 Euro.

Kundenpreise stiegen 2008 geringer als der SWU-Gaseinkauf

Dieser Kostenvergleich zeigt: Die Stadtwerke haben nach der ab dem Spätsommer 2008 eingetretenen Entspannung auf dem Beschaffungsmarkt ihre gesunkenen Bezugspreise vollständig an die Gaskunden weitergegeben. Im Übrigen erhielt die SWU in diesen Tagen Post von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Wibera. Die Prüfer stellen fest, dass die Preise der SWU-Gaskunden 2008 geringer gestiegen sind als die Kosten der Stadtwerke für den Gasbezug. Diese Bescheinigung gilt für den Zeitraum Juli 2007 bis Dezember 2008.

Haushalte in Reutti und Marbach können Trinkwasser wieder ohne Abkochen nutzen.
26. August 2009

SWU und Gesundheitsamt geben nach Laborbefund Entwarnung.

Die Wasserkunden in den Neu-Ulmer Stadtteilen Reutti und Marbach können aufatmen: Das Wasser aus dem öffentlichen Netz ist einwandfrei und braucht nicht mehr abgekocht werden. Zu dieser Vorsorgemaßnahme hatten die Stadtwerke am Montagabend aufgerufen. Die Stadtwerke

vermuten, dass der Betreiber eines privaten Brunnens sein gefördertes Wasser unerlaubterweise ins öffentliche Netz eingeleitet hatte. Dieses Wasser war durch Kolibakterien verschmutzt, wie Wasseranalysen ergeben haben. Alarmiert worden waren die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm durch Anrufe besorgter Kunden. Diese hatten am Montagmittag über eine auffällige Verfärbung des Hahnenwassers berichtet.

Als Gegenmaßnahme hatten die Einsatztrupps das betroffene Verteilnetz gründlich gespült. Zusätzlich wurde die Chlordosierung vorübergehend leicht erhöht, durch die Trinkwasser nach der Förderung desinfiziert wird. Nach dem Spülen der Leitungen zog das SWU-Wasserlabor Proben an verschiedenen Stellen des Netzes. Die Befunde waren am späten Mittwochnachmittag abgeschlossen. Sie zeigen: Das Trinkwasser der rund 800 Haushalte in Reutti und Marbach ist unbedenklich. Daraufhin konnten die Stadtwerke in Abstimmung mit dem Neu-Ulmer Gesundheitsamt Entwarnung geben.

Gegen den Brunnenbesitzer hat die Neu-Ulmer Polizei Ermittlungen aufgenommen. Die Beamten gehen der Frage nach, wie es zu einer Verbindung zwischen der Brunnenleitung und der öffentlichen Leitung gekommen ist. Eine solche Verbindung ist aus hygienischen Gründen verboten. Die Kosten für den Stadtwerke-Einsatz erreichen eine fünfstellige Summe.

Haushalte in Reutti und Marbach sollen ihr Trinkwasser weiterhin abkochen.
25. August 2009

Stadtwerke haben das betroffene Netz gespült.Entwarnung frühestens am Mittwoch.

Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH hält ihre Warnung aufrecht: Die Haushalte in den Neu-Ulmer Stadtteilen Reutti und Marbach sollen Trinkwasser weiterhin vorsorglich abkochen. Nach der durch den Betreiber eines privaten Brunnens verursachten Verschmutzung hat der Stadtwerke-Einsatztrupp gestern Abend die betroffenen Leitungen mehrere Stunden lang gespült. Das Stadtwerke-Wasserlabor hat anschließend erneut Wasserproben gezogen. Verlässliche Untersuchungsergebnisse werden am morgigen Mittwoch vorliegen. Bis dahin gilt die Empfehlung an die Kunden, das Wasser abzukochen. Von der Vorsorgemaßnahme sind etwa 800 Haushalte betroffen.

Alarmiert worden waren die Stadtwerke am Montagnachmittag durch die Anrufe besorgter Kunden. Diese klagten über den ungewöhnlichen Geruch des Hahnenwassers. Vor Ort stellten die Stadtwerke-Mitarbeiter fest, dass für die Beschwerden der private Brunnen eines Hauses in Marbach verantwortlich war. Der Brunnenbetreiber hatte sein gefördertes Wasser ins öffentliche Netz einge-speist. Das ist nach den geltenden Vorschriften streng verboten. Wie es dennoch zu dieser Verbindung zwischen privater und öffentlicher Leitung kommen konnte, wird von der Neu-Ulmer Polizei derzeit ermittelt. Die Stadtwerke haben Wasserproben aus dem privaten Brunnen gezogen. Die ersten Erkenntnisse der Labor-Mitarbeiter legen den Verdacht nahe, dass dieses Wasser mit E.coli und coliformen Keimen belastet ist. Damit wäre das Brunnenwasser durch Fäkalien verunreinigt. Ob diese Belastung nach dem Spülen des öffentlichen Netzes noch im Hahnenwasser des Verbrauchers ankommt, lässt sich derzeit nicht mit letzter Gewissheit sagen. Das wird die Analyse der Wasserproben klären. Die Ergebnisse werden am morgigen Mittwoch vorliegen. Bis dahin sollen die Verbraucher in Reutti und Marbach das Wasser weiterhin abkochen. Erkrankungen, die im Zusammenhang mit dem Genuss von Trinkwasser stehen könnten, sind den Stadtwerken bislang nicht bekannt geworden.

Die SWU wird nach Absprache mit dem Neu-Ulmer Gesundheitsamt Entwarnung geben. Als zusätzliche Vorsorgemaßnahme erhöhen die Stadtwerke vorübergehend die Chlordosierung, durch die das Trinkwasser nach der Förderung üblicherweise desinfiziert wird.

Neu gegründeter Fahrgastbeirat traf sich zum ersten Mal.
06. August 2009

15 Nahverkehrsnutzer tauschten sich drei Stunden lang mit Experten des SWU-Verkehrsbetriebs aus.

„Warum ist die Fahrrad-Mitnahme im Bus und in der Straßenbahn nur zu bestimmten Zeiten möglich?“ „Warum bedienen private und nicht städtische SWU-Busse einen Stadtteil wie Unterweiler, der doch zum Stadtgebiet gehört?“ „Lässt sich die große Haltestelle am Ehinger Tor nicht freundlicher gestalten?“ „Wann kommt die zweite Straßenbahnlinie?“

Gut drei Stunden lang diskutierten Fahrgäste und Experten der SWU Verkehr einen weit gespannten Bogen von Fragen, Anregungen und Vorschlägen. Hintergrund des Treffens im Verkehrsbetriebshof in der Weststadt: Der von der SWU im Frühjahr angestoßene Fahrgastbeirat hat sich zu seiner ersten ordentlichen Sitzung getroffen. 15 Fahrgäste waren dabei und erörterten Themen aus dem täglichen Bus- und Straßenbahnbetrieb. Diskussionspartner waren Oliver Glaser, Leiter des Hauptgeschäftsfelds Verkehrsmanagement, und Verkehrsplaner Matthias Einmahl. „Die Themenliste wurde im Verlauf des Abends immer länger, ein Wortbeitrag ging aus dem anderen hervor. Das zeigt, dass Fahrgäste den unmittelbaren Dialog mit ihrem Unternehmen wünschen. Das ist konstruktiv für beide Seiten: Das Unternehmen erhält wertvolle Anregungen für die Weiterentwicklung des Angebots. Und der Fahrgast gewinnt mehr Einblick in die Möglichkeiten, aber auch in die Grenzen der Angebotsplanung“, äußerte sich Oliver Glaser zufrieden über den Verlauf der ersten Sitzung.

Die 15 Teilnehmer kamen aus vielen Stadtteilen – unter anderem Böfingen, Söflingen, Eselsberg, Unterweiler, Neu-Ulm Wiley – und sie nutzen nach eigener Aussage den ÖPNV sehr unterschiedlich. So bekannte ein Teilnehmer, „nur sehr selten Bus zu fahren, obwohl die Haltestelle fast vor der Haustür ist“. „Ein gut gemischtes Gremium“, fand Oliver Glaser, „auch – oder gerade – der Wenig-Nutzer tut der Runde gut“. Um Teilnahmewillige zu finden, hatte die SWU Verkehr im März zunächst rund 2.000 Briefe an zufällig ausgewählte Bürger versandt und das Projekt vorgestellt. Gut hundert Bürger hatten geantwortet und ihr grundsätzliches Interesse an einer Mitarbeit signalisiert. Nach einem Vortreffen Ende April loste die SWU Verkehr schließlich die zwanzig Mitglieder des Fahrgastbeirats aus.

Ab Dezember wird eine Buslinie 15 zur Uni fahren

Hauptaufgabe des Fahrgastbeirats ist es, Verbesserungsvorschläge seitens seiner Mitglieder und seitens der Fahrgäste zu bündeln. Beim ersten Treffen zeigte sich, dass die Runde durchaus erweitert werden kann. Zu Fragen wie „Wie lange ist ein Einzelfahrschein genau gültig?“ oder „Warum kostet die Fahrradmitnahme extra?“ soll demnächst ein Fachmann des Nahverkehrsverbunds DING eingeladen werden. Dieser kann auch dazu Stellung nehmen, weshalb den Ulmer Stadtteil Unterweiler kein SWU-Bus sondern ein privater Unternehmer bedient: Die Linienkonzessionen spielen dabei die entscheidende Rolle. Die SWU Verkehr nutzte die Sitzung des Fahrgastbeirats auch, um Neuerungen anzukündigen. So wird ab dem Fahrplanwechsel im Dezember die jüngst eingeführte Direktverbindung vom Willy-Brandt-Platz zur Universität Süd über Böfingen und die Nordtangente eine „richtige“ Linie werden: Sie trägt dann die Nummer 15. Der Fahrgastbeirat wird im Oktober zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommen. Dann soll auch ein Sprecher gewählt werden.

Zusatzkurse verstärken die Buslinie 3 zwischen Ehinger Tor und Wissenschaftsstadt
30. Juli 2009

Die SWU Verkehr erweitert das Fahrtenangebot zwischen Ehinger Tor/Hauptbahnhof und der Wissenschaftsstadt.

Ab Montag, 3. August verstärken fünf Zusatzkurse die Buslinie 3. Die SWU Verkehr reagiert damit auf die verstärkte Nachfrage auf diesem Streckenast zu bestimmten Tageszeiten. Diese Nachfrage geht sowohl von Studierenden und Uni-Beschäftigten aus als auch von Berufspendlern der Firma Nokia. Der Handy-Hersteller verlagert rund 400 Arbeitsplätze von München an den neuen Standort im Science Park II auf dem Oberen Eselsberg.

Die Verstärkerbusse tragen das Zielschild „3 Science Park II“ beziehungsweise „3 Ehinger Tor“ und fahren wie folgt:

8.55 Uhr ab Ehinger Tor, 08.58 Uhr ab Hauptbahnhof Ulm; Ankunft um 9.08 Uhr an der Universität Süd und um 9.15 Uhr am Science Park II. Dieser Kurs fährt werktäglich montags bis freitags, auch während der Semesterferien.

9.35 Uhr und 9.45 Uhr ab Ehinger Tor mit Ankunft um 9.48 Uhr beziehungsweise 9.58 Uhr an der Universität Süd und um 9.55 Uhr beziehungsweise 10.05 Uhr am Science Park II. Diese beiden Kurse verkehren montags bis freitags nur während des Semesters.

In der Gegenrichtung starten um 16.31 Uhr und 17.31 Uhr zwei Busse am Science Park II mit dem Ziel Ehinger Tor; die Busse halten um 16.42 Uhr beziehungsweise 17.42 Uhr an der Universität Süd und erreichen den Hauptbahnhof um 16.52 Uhr beziehungs-weise 17.52 Uhr. Diese Kurse fahren grundsätzlich montags bis freitags, auch während der Semesterferien.

Trinkwasser: Gutes muss nicht teuer sein
14. Juli 2009

In der landesweiten Trinkwasser-Preistabelle gehört die SWU zu den günstigsten Versorgern.

Ulmer und Neu-Ulmer kommen beim Trinkwasser gut weg. 296 Euro bezahlt eine vierköpfige Familie für einen Jahresbedarf von 150 Kubikmetern (ohne Abwasser), das sind nicht einmal zwei Euro pro Kubikmeter. In einem landesweiten Preisvergleich, kürzlich vom Stuttgarter Wirtschaftsministerium veröffentlicht, belegt die SWU Energie Rang 17. Das ist ein Spitzenplatz in der Tabelle der aufgelisteten 76 Versorger. Das teuerste Wasserwerk in dieser Liste verlangt fast 500 Euro.

Im „Ländle“ gibt es insgesamt etwa 1.300 Wasserversorger. Unter Aufsicht der Landeskartellbehörde, angesiedelt beim Wirtschaftsministerium, stehen aber nur 76 Unternehmen. Es sind diejenigen, die keine Gebühren, sondern ein „privatrechtliches Entgelt“ fürs Nass verlangen. Diese Unternehmen beliefern vor allem Kunden in Städten, größeren Gemeinden und Ballungszentren. Wie der Preisvergleich zeigt, unterscheiden sich die Wasserpreise stark. Zwischen 1,24 Euro und 3,32 Euro je Kubikmeter muss der erwähnte „typische“ Haushalt für den Kubikmeter bezahlen. Der Mittelwert beträgt 2,26 Euro, die SWU Energie liegt mit 1,97 Euro klar darunter. Die in der Liste aufgeführten Durchschnittspreise fassen Grundpreis und Arbeitspreis zusammen.

Ulm/Neu-Ulm: hoher Automatisierungsgrad im Wasserwerk

So unterschiedlich die Preise, so unterschiedlich die Versorgungsstrukturen. So muss man die Schere zwischen dem günstigsten und dem teuersten Versorger erklären. Regionale Topographie, Siedlungsstrukturen und Anschlussdichte zählen zu den wichtigsten Preisfaktoren – und lassen sich vom Wasserwerk nicht beeinflussen. Preisunterschiede entstehen etwa, wenn schwierige landschaftliche Gegebenheiten die Wasserförderung erschweren oder wenn vorwiegend ländliche Regionen mit nur wenigen Anschlüssen beliefert werden. In Ballungsräumen ist die Wasserversorgung tendenziell günstiger. Die gute SWU Platzierung in der Preis-tabelle ist vor allem zwei Faktoren zu verdanken: Die SWU Energie hat in der Wassersparte einen hohen Automatisierungsgrad; kostendämpfend wirkt außerdem die spartenübergreifende Netzpflege: Wasserleitungen können sehr oft zusammen mit Energieleitungen verlegt werden.

Wofür bezahlt der Wasserkunde?

Der Wasserkunde will sauberes, qualitativ hochwertiges Frischwasser und er will es rund um die Uhr in ausreichender Menge. Das heißt: Der Kunde bezahlt in erster Linie dafür, dass sein Wasserwerk die Infrastruktur vorhält: Brunnen, Pumpen, Leitungen, Druckerhöhungsanlagen, Qualitätskontrolle im Wasserlabor. Das Element Wasser macht nur einen kleinen Teil der Versorgungskosten aus, nämlich etwa ein Fünftel. Dem gegenüber steht der Fixkosten-Anteil von 80 Prozent: Netze und Anlagen müssen in Schuss gehalten, Fachpersonal muss bezahlt werden. Diese Fixkosten richten sich nicht nach der verkauften Wassermenge. Doch in der Wasserpreisgestaltung findet sich der hohe Fixkosten-Anteil in der Regel nicht wieder: Der Preis für die gelieferten Kubikmeter macht den Löwenanteil des Wasserzinses aus. Die SWU versucht, dieses Verhältnis behutsam zu korrigieren. Bei den letzten beiden Preiserhöhungen änderte sich nur der Grundpreis. Das Ulm/Neu-Ulmer Wasser zählt nicht nur zu den preisgünstigsten im Land, sondern auch zu den besten. Gutes für wenig Geld also.

SWU Verkehr betreibt Bahnstrecke Senden - Weißenhorn ab 12. Juli null Uhr.
09. Juli 2009

Im Januar 2010 soll die Strecke in SWU-Besitz übergehen.

Der Fortbestand der Bahnstrecke zwischen Senden und Weißenhorn ist gesichert. Ab 12. Juli null Uhr wird die SWU Verkehr, eine Tochtergesellschaft der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, die 8,9 Kilometer lange Schienenstrecke samt Signalanlagen, Weichen, Bahnsteigen und Bahnhöfen betreiben.Die SWU Verkehr ist zunächst Pächterin. Im Bahnhof Senden unterzeichneten Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr, und Andreas Hanke, Leiter des Regionalnetzes Südbayern der Bahn-Tochter DB Netz AG, den Pachtvertrag. „Die SWU wird ausschließlich für die Infrastruktur verantwortlich sein. Der Verkehr auf der Strecke, ob zur Güter- oder Personenbeförderung, wird nicht unsere Aufgabe sein“, stellte Ingo Wortmann klar. Die SWU Verkehr deckt den Unterhalt der Strecke durch die Einnahme von Trassen-Entgelten.

Im Januar 2010, so der weitere Zeitplan, wird die SWU Verkehr Eigentümerin der Strecke. Die Ablöse von 132.600 Euro ist festgeschrieben, auch die übrigen Kaufkonditionen sind im Wesentlichen ausverhandelt. Zu regeln bis Jahresende sind lediglich technische und juristische Einzelheiten der Übernahme.

„SWU betreibt Strukturpolitik“

Nach dem Verständnis Ingo Wortmanns ist die Trassen-Übernahme für die SWU Verkehr weit mehr als nur ein neues Geschäftsfeld: „Der Kauf ist auch ein Stück handfeste Strukturpolitik für die Region“, bekräftigt der Geschäftsführer. Denn der Erhalt der Trasse bedeute gleichzeitig den Erhalt von Arbeitsplätzen – weil der Güterverkehr fortbestehen kann.

Pendler entdecken die Schiene neu

Bis Mitte der Sechzigerjahre verkehrten zwischen Weißenhorn und Senden regelmäßig Personenzüge. Die stürmische Motorisierung beendete dieses Kapitel. Jetzt, über vier Jahrzehnte später, denkt man um. Personennahverkehr ist wieder gefragt, speziell der auf der Schiene. Ein vom Regionalverband Donau-Iller bestelltes

Gutachten kam 2007 zu dem Schluss, dass es auf der Verbindung ein Potenzial von 3.200 Berufspendlern täglich gibt. Der Neu-Ulmer Kreistag unternimmt daher Anstrengungen, den Freistaat Bayern für die Reaktivierung der Nahverkehrszüge zu gewinnen. Bestellen müssten diesen Verkehr die Bayerische Eisenbahngesellschaft in München (BEG), ein Unternehmen des Freistaats, sowie deren Pendant, die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW). Denn es ist geplant, die Züge über Senden bis Ulm durchzubinden.

Größere Investitionen hängen von Bestellgarantie ab

In diesem Szenario fungiert die SWU Verkehr, wie erwähnt, als reines Eisenbahn-Infrastrukturunternehmen. Ingo Wortmann: „An etwaigen Ausschreibungen für Schienenverkehrsleistungen wird sich die SWU Verkehr nicht beteiligen“. Für das Unternehmen komme es erst einmal darauf an, die Bahnstrecke betriebssicher zu halten. Entscheidungen für größere Investitionen, um die Gleisanlagen zu ertüchtigen oder auszubauen, würden getroffen, sobald klar ist, ob und wann der reguläre Personenverkehr tatsächlich wieder rollen wird. In diesem Zusammenhang entscheidend wäre für die SWU Verkehr eine durch die genannten Nahverkehrsgesellschaften, BEG und NVBW, abzugebende Bestellgarantie. Um die Gleise für den Personennahverkehr auszubauen, müssten nach heutigem Stand bis zu elf Millionen Euro investiert werden.

Goldmedaille: Geplanter SWU-Neubau ist vorbildlich für "nachhaltiges Bauen"
07. Juli 2009

Die Neubauplanung der SWU zwischen Karl- und Wilhelmstraße ist von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) in Stuttgart mit der Medaille in Gold ausgezeichnet worden.

Die Neubauplanung der SWU zwischen Karl- und Wilhelmstraße ist von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) in Stuttgart mit der Medaille in Gold ausgezeichnet worden. Das Siegel wird für besonders umweltfreundliche, gesunde, ressourcensparende und wirtschaftlich effiziente Gebäude vergeben, kurz für Gebäude mit Qualität – und dies in einer umfassenden Perspektive. Die Bewertung erfolgte auf Basis von 51 eingereichten „Steckbriefen“ zu unterschiedlichen Themenbereichen. Dabei hat die Planung schon jetzt 86,3 Prozent der Anforderungen des DGNB-Kriterienkatalogs für nachhaltiges Bauen erfüllt, so dass diese Medaille schon vorab für die vorbildliche Planung verliehen wurde.

Überreicht wurde die Goldmedaille am 24. Juni im Rahmen der „consense“ in Stuttgart, der internationalen Fachausstellung für nachhaltiges Bauen. Abgefragt worden waren nicht nur die ökologische und architektonische Qualität des Neubaus, sondern auch wirtschaftliche und technische Aspekte sowie die soziokulturelle und funktionale Qualität. Das neue Gebäude wird durch einen Investor auf dem Grund der SWU gebaut und anschließend an die SWU und weitere Firmen vermietet werden. Die Umweltausrichtung war eine der
zentralen Vorgaben der SWU an die Planer.

Das DGNB-Qualitätssiegel geht über herkömmliche Standards für „grünes Bauen“ deutlich hinaus. Denn es erfasst nicht nur den Wärme- und den Stromverbrauch eines Gebäudes. Neben dem Treibhauspotenzial und dem Primärenergiebedarf werden beispielweise auch die Lebenszykluskosten des Neubaus, Belastungen durch die Baustelle selbst oder auch die Verankerung des Gebäudes im sozialen Kontext untersucht. So wurde besonders gewürdigt, dass der neue Bau die gesamte Umgebung im Bereich Karl-/Wilhelmstraße deutlich aufwertet, sowohl städtebaulich wie auch im sozialen Umfeld. „Dieser ganzheitliche Ansatz der DGNB ist für uns ein wirkungsvolles Qualitätssicherungsverfahren. Denn er stellt sicher, dass das Projekt nicht nur die aktuellen gesetzlichen Vorgaben einhält, sondern in fast allen Punkten deutlich darüber hinausgeht“, begründet Matthias Berz das Vorgehen.

Mehr Kinderkrippenplätze für Ulm

Ein großer Pluspunkt bei der soziokulturellen Bewertung war die neue SWU-Kinderkrippe. Diese wird nicht nur den eigenen Mitarbeitern zur Verfügung stehen, sondern auch für Kinder aus der Umgebung geöffnet. „Damit nehmen wir unsere Verantwortung auch in diesem Bereich ernst und leisten einen wichtigen Beitrag für den Ausbau der Kinderkrippenplätze in Ulm und Neu-Ulm“, betont SWU-Geschäftsführer Matthias Berz. Die neue Kantine der SWU ist ebenfalls Teil dieses offenen Konzepts. Sie steht auch den umliegenden Unternehmen zur Verfügung und kann zudem außerhalb der regulären Öffnungszeiten auch von externen Unternehmen oder Institutionen angemietet werden, etwa für abendliche Veranstaltungen. „Dies ist ein weiterer Ausdruck unserer Dienstleistungsorientierung: Wenn wir neue Ressourcen schaffen, dann soll auch die Allgemeinheit wo immer möglich davon profitieren können“, beschreibt Matthias Berz den Ansatz.

Primärenergieverbrauch des Neubaus schrumpft auf ein Drittel des herkömmlichen Maßes

„Unser Auftrag lautete, ein energetisch vorbildliches, ganzheitlich sinnvolles Gebäude zu planen, dessen Energieverbrauch gegenüber Standardgebäuden deutlich geringer ist. Das ist gelungen“, so Axel Nething von dem für die Gesamtplanung verantwortlichen Architekturbüro Nething Generalplaner. Gemeinsam mit Professor Gerhard Hausladen, Inhaber des Lehrstuhls für Bauklimatik und Haustechnik an der Technischen Universität München, entwickelten sie das Klimadesign und das Energiekonzept für den Neubau. Das Gebäude wird gemäß dem „Energiestandard Ulm“ gedämmt werden. Auch sonst wird der Neubau ganz auf Energieeffizienz ausgerichtet, von der optimierten Gebäudestruktur, der Fassadenplanung, der Beschattung der Fenster über die Lüftung bis hin zur Dachbegrünung und der Installation von Photovoltaik-Anlagen. Unter dem Strich sollen für Heizung, Beleuchtung, Warmwasser, Kühlung und Lüftung lediglich 62 Kilowattstunden Primärenergie pro Quadratmeter und Jahr benötig werden – das sind nur 29 Prozent dessen, was ein vergleichbares Gebäude in herkömmlicher Bauweise verbraucht. „Mit dem Neubau machen wir einen weiteren großen Schritt in Richtung des Ziels ‚Zusammen für eine bessere Umwelt’. Er soll deswegen Vorbildcharakter für die gesamte Region Ulm/Neu-Ulm bekommen. Die aktuelle Auszeichnung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Matthias Berz.

Die DGNB

Die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) wurde 2007 in Stuttgart gegründet. Zur Förderung nachhaltigen Bauens hat sie ein Qualitätszeichen für besonders umweltfreundliche, gesunde, ressourcensparende und wirtschaftlich effiziente Gebäude entwickelt: das Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen. Die DGNB-Mitglieder kommen aus allen Bereichen der Bau- und Immobilienwirtschaft. Dazu gehören im einzelnen Architekten, Ingenieure, Bauunternehmer und Bauausführende, Projektsteuerer, Hersteller von Bauprodukten, Bauherren, Investoren und Eigentümer, Betreiber, Gebäudemanagement, Ver- und Entsorgungsunternehmen, Mitglieder der Öffentlichen Hand und Nicht-Regierungsorganisationen, Vertreter aus Wissenschaft und Prüfinstituten.

Neuntklässler der Albert-Einstein-Realschule gestalten den schönsten Stromkasten in Wiblingen.
19. Mai 2009

Erster Platz beim Malwettbewerb bringt 500 Euro in die Klassenkasse.

Sie sind notwendig, damit das Licht brennt und der Computer läuft. Doch müssen Stromverteilerkästen im tristen Einheitsgrau daherkommen? Nein, sagten sich rund zwei Dutzend Wiblinger Schüler, Kindergartenkinder und Hobbykünstler und beteiligten sich an einem Malwettbewerb.

Den schönsten Beitrag präsentierten die Neuntklässler der Albert-Einstein Realschule. Der erste Platz brachte 500 Euro in ihre Klassenkasse. Die Jury hatte insgesamt elf Arbeiten zu begutachten. Den zweiten Platz belegte die Hobbykünstlerin Daniela Hammer und gewann 250 Euro. Platz drei ging ebenfalls an die Albert-Einstein-Realschule. Die Klasse 10 c wurde dafür mit 150 Euro belohnt. Die Teilnehmer waren in der vorletzten Woche den Stromverteilerschränken rund um den Wiblinger Tannenplatz mit Pinsel, Farben und jeder Menge Fantasie zu Leibe gerückt. Die Künstler realisierten Motive unter dem Motto „Zusammen für eine bessere Umwelt“. Das Siegermotiv der Neuntklässler zeigt den Erdball, eingetaucht in den Kosmos und umgeben von drei schützenden Händen.

Diesen Entwurf setzte die Jury einstimmig auf Platz eins. Zu den Juroren gehörten Stadtbildpfleger Jörg Schmitz, Kunstlehrer Peter Degendorfer vom Albert-Einstein-Gymnasium, Stadträtin Helga Malischewski, Franz-Peter Scharpf und Reinhard Kuntz von der Wiblinger Wählergemeinschaft sowie Gabi Semrau und Florian Zilling von der SWU. Die Teilnehmer ab Platz 4 gingen nicht leer aus. Als Ausgleich für ihre Aufwendungen erhielten sie jeweils 50 Euro, sozusagen als Trostpreis. Der Stromkasten-Malwettbewerb fand bereits im fünften Jahr statt, ist mittlerweile also schon Tradition. In Ulm waren die Hobbykünstler seit 2005 außer in Wiblingen auf dem Kuhberg und in Böfingen am Werk, in Neu-Ulm erhielten Stromkästen in Pfuhl und Offenhausen einen neuen Look.

SWU erwirtschaftet rund vier Millionen Euro Jahresüberschuss
19. Mai 2009

Hohe Strom-Eigenerzeugung aus Beteiligungskraftwerk Hamm und Sondereffekte aus dem Jahr 2007 verbessern das Vorjahresergebnis.

Nach einem schwierigen Jahr 2007 hat sich die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH wieder erholt. Die Unternehmensgruppe erwirtschaftete 2008 einen Jahres-überschuss von vier Millionen Euro. Im Jahr davor hatte das Unternehmen nach einem ausgebliebenen Winter nur ein Null-Ergebnis erreicht. „Sondereffekte und ein erfolgreicher Stromhandel – begünstigt durch ein außerordentlich ertragreiches erstes Regelbetriebsjahr in unserem westfälischen Beteiligungs-kraftwerk Hamm – haben diesen Erfolg ermöglicht“, so fasst SWU-Geschäftsführer Matthias Berz die Hauptgründe für das 2008er Ergebnis zusammen.

Gleichwohl sieht Matthias Berz in dem guten Jahresabschluss kein Vorzeichen für fette Jahre. Denn seit Herbst 2008 sei die abflauende Konjunktur auch in Ulm/Neu-Ulm zu spüren. „Der Abschwung trifft Energieunternehmen doppelt. Wenn die Industrie weniger Strom benötigt, verringert das nicht nur die Erträge im Handel, sondern auch in der Verteilung von Energie, weil auch die im Netz transportierten Mengen zurückgehen“, führt Berz aus. Hinzu komme, dass Stadtwerke durch das neue, 2009 eingeführte Verfahren der Netzentgelt-Regulierung einseitig gegenüber Regionalversorgern benachteiligt werden. „Obwohl wir günstigere Netzentgelte haben, müssen wir mit weiteren Erlöseinbußen rechnen. Diese werden nach Vorstellung der Regulierungsbehörde von Dauer sein“.

SWU-Stromhandel war 2008 sehr erfolgreich

Eine Zahl illustriert das gute Jahresergebnis 2008 besonders: Der selbst erzeugte Strom erreichte 616 Millionen Kilowattstunden (kWh). Das sind 60 Prozent der im Jahr 2008 an SWU-Kunden verkauften Menge. Im Jahr davor lieferten die SWU-Wasserkraft- und Heizkraftwerke noch 151 Millionen kWh Strom, das war gerade ein Viertel der Eigen-erzeugung aus 2008. Doch Hauptträger der Eigen-erzeugung ist mittlerweile der SWU-Anteil an dem Gas- und Dampfturbinen-kraftwerk im westfälischen Hamm-Uentrop. Die hocheffiziente Anlage hatte 2008 ihr erstes volles Betriebsjahr. Gemäß dem SWU-Anteil flossen 431 Millionen kWh Strom auf das Stadtwerke-Konto. Etwa die Hälfte dieser Menge verkaufte die SWU an Großhändler und erzielte dabei gute Erlöse. Überdies profitierte der SWU-Stromhandel von dem 2008 gesunkenen Absatz an die Strom-Endkunden. Das mag paradox klingen. Aber nicht im Endkundenmarkt verkaufte (Über-)Mengen brachte die SWU ebenfalls gewinnbringend auf den Großhandelsmarkt. Erfolgreich war zudem die geänderte Strategie beim Stromvertrieb. Die SWU versuchte nicht mehr, außerhalb ihres Netzgebiets Haushaltskunden um jeden Preis zu halten. „Durch den zunehmend scharfen Wettbewerb schmelzen im Privatkunden-Geschäft die ohnehin schon geringen Margen weiter. Freiwillig schrumpfen hat sich 2008 als richtig herausgestellt. Anstatt das Preis-Dumping mitzumachen, setzt die SWU lieber auf Qualität und Service“, so Matthias Berz.

Kundenabgänge außerhalb Ulm/Neu-Ulms schmälern den Stromverkauf

Die SWU verkaufte 2008 nur noch knapp über eine Milliarde Kilowattstunden Strom, das waren rund 23 Prozent weniger als 2007 (1,3 Mrd. kWh). Der Rückgang im Niedrigpreis-Produkt „SWU SchwabenStrom“ in Netzen geprägt, die außerhalb Ulm/Neu-Ulms liegen. Auch im Gasgeschäft führte, anders noch als im Vorjahr, der sich intensivierende Wettbewerb zu zählbaren Kundenabgängen. Trotzdem übertraf die Absatzmenge mit etwas mehr als zwei Milliarden Kilowattstunden um 3,7 Prozent den Wert von 2007. Verantwortlich dafür war der kalte und lange Winter. Die kühle Witterung belebte auch den Wärmeabsatz. Dieser erreichte 118 Millionen Kilowattstunden, das war ein Plus von fast 16 Prozent. Der Verkauf von Trinkwasser dagegen ging um 1,8 Prozent auf 10,1 Millionen Kubikmeter zurück. Unter dem Strich erwirtschaftete die Tochtergesellschaft SWU Energie 2008 einen Gewinn von 23,7 Millionen Euro, das waren fast 21 Prozent mehr als 2007 (19,6 Millionen Euro). Stark begünstigt wurde dieses Ergebnis durch einen einmaligen Sondereffekt. Der Betreiber eines vorgelagerten Netzes musste den Stadtwerken 2008 rund 6,3 Millionen Euro erstatten. Dieser Betrag war der SWU im Jahr davor zu viel berechnet worden für den Bezug so genannter Regelenergie. Ein Wort zur SWU-Verkehrssparte: Diese konnte ihr Defizit abermals leicht senken auf nunmehr 12,5 Millionen Euro.

Ungewisse Konjunktur und überzogene Netzregulierung trüben die Aussichten

„Der 2008er Abschluss könnte möglicherweise nur ein Zwischenhoch sein“, schränkt SWU-Geschäftsführer Matthias Berz ein. Einerseits wegen der ungewissen Konjunktur, die seit Sommer 2008 auf einer Talfahrt ist „von der wir nicht wissen, wie lange sie dauern wird“. Nicht gerade zu Optimismus Anlass gibt außerdem die Regulierung des Netzbetriebs, „eines unverzichtbaren Standbeins der Stadtwerke“, wie Berz unterstreicht. Im Rahmen der so genannten Anreizregulierung wurden den Netzbetreibern ab 2009 Erlös-Obergrenzen vorgeschrieben und Effizienz-Zahlen zugeordnet. Die Erlösgrenzen sinken in jährlichen Schritten, in Orientierung an der Ausgangseffizienz. Die Bundesnetzagentur bewertet aber die Netze der großen Regionalunternehmen von vornherein als effizienter als diejenigen der Stadtwerke. „Wie diese Ausgangseffizienz errechnet wurde, ist völlig intransparent“, kritisiert Matthias Berz, „zumal die SWU-Netzentgelte günstiger sind als die der angeblich effizienteren Regionalversorger“. Die Konsequenzen wiegen schwer. „Für uns ist das eine Erlösspirale nach unten“, urteilt der SWU-Geschäftsführer. Es muss sich zeigen, wie kommunale Versorger diese Zwangssenkung ihrer Netzrentabilität verkraften werden, ohne dass dabei die Versorgungssicherheit auf der Strecke bleibt. „Den Strom- und Gaspreis jedenfalls wird diese Art von Regulierung kaum senken, denn die Verteilung bestimmt den Endkundenpreis nur zu einem Viertel“, sagt Matthias Berz. Um die Ertragskraft des Unternehmens dennoch zu sichern, baut die SWU ihre Erzeugungs-kapazitäten Stück um Stück aus. Die ersten Erfolge mit Wirkung auf das Ergebnis 2008 machen deutlich, wie wichtig diese Strategie ist. Gleichzeitig erweitert die SWU ihre angestammten Geschäftsfelder und optimiert entsprechende Geschäftsprozesse.

SWU sorgt für Wertschöpfung, die in der Region bleibt

Die SWU investierte 2008 18,6 Millionen Euro in den Ausbau und die Erneuerung der Netze und Anlagen. Für 34,8 Millionen Euro wurden im Rahmen von Investitionen und Unterhaltsmaßnahmen Aufträge an Unternehmen in der Region vergeben. Die SWU zahlte 600.000 Euro Gewerbesteuer und 10,5 Millionen Euro Konzessionsabgaben an Städte und Gemeinden. Privaten Betreibern von Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Quellen gewinnen, bezahlte die SWU Energie 16,4 Millionen Euro Einspeisevergütungen. „Wertschöpfung, die in der Region bleibt“, unterstreicht Matthias Berz.

SWU-Unternehmensgruppe: Eckdaten aus dem Geschäftsjahr 2008

Umsatz: 381 Mio. Euro
Jahresüberschuss: 4 Mio. Euro
Stromverkauf: 1.026 Mio. kWh
Erdgasverkauf: 2.017 Mio. kWh
Wärmeverkauf: 118 Mio. kWh
Trinkwasserverkauf: 10,1 Mio. m³
Fahrgäste: 30,7 Mio.
Mitarbeiter im Jahresschnitt: 1.104
darunter Auszubildende: 41

SWU-Gas wird um über zehn Prozent billiger.
24. April 2009

Am 1. Juli kommt die dritte Preissenkung im laufenden Jahr. Festpreis-Kunden werden ebenfalls entlastet. Preise wie zuletzt 2007.

Die Gaspreise fallen weiter. Zum dritten Mal im laufenden Jahr kann die SWU Energie ihre Kunden entlasten. Am 1. Juli wird die Kilowattstunde Erdgas 0,75 Cent brutto billiger. Davon profitieren werden die rund 15.000 SWU-Kunden in den preisvariablen Verträgen. Unter dem Strich spart ein Musterhaushalt – drei Personen und 20.000 Kilowattstunden Jahresbedarf – ab Juli 150 Euro im Jahr. Im Vertrag „SWU SchwabenGas bonus“ entspricht das einer Entlastung um 10,9 Prozent. Die SWU gibt ihre gesunkenen Einkaufskosten in voller Höhe an ihre Kunden weiter. Erdgas liegt nach dieser Senkungsrunde sogar unter dem Preisniveau von Mitte 2007.

Auch für die rund 11.000 Kunden mit Festpreisverträgen – diese laufen noch bis 30. September 2009 – haben die Stadtwerke gute Nachrichten. Bei vorzeitiger Verlängerung des Vertrags sinkt die Jahresrechnung eines typischen Haushalts im Vertrag „SWU SchwabenGas fix“ im kommenden Vertragsjahr um 474 Euro oder rund 27 Prozent. Die Kunden wurden bereits per Post über die neuen Bedingungen informiert. Rund 3.500 Festpreis-Kunden haben ihren Vertrag daraufhin verlängert. „Die SWU hat entsprechende Mengen für das kommende Vertragsjahr jetzt schon geordert und dabei die derzeit außerordentlich günstige Marktlage ausgenutzt. Diesen Vorteil geben wir dann in voller Höhe an diese Festpreis-Kunden weiter“, erläutert Thomas Deyerberg, Geschäftsführer der Tochtergesellschaft SWU Vertrieb.

Wer seinen Vertrag „SWU SchwabenGas fix“ sofort verlängert, bezahlt ab Oktober 5,39 Cent brutto für die Kilowattstunde. Dieser Preis liegt zwischen den jetzt gesenkten Arbeitspreisen in den variablen Verträgen „SWU SchwabenGas vario“ und „SWU SchwabenGas bonus“. Die 5,39 Cent sind vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010 garantiert, auch wenn die Stadtwerke-Einkaufspreise in diesem Zeitraum wieder steigen sollten. Diejenigen Festpreis-Kunden, die das Angebot auf vorzeitige Vertragsverlängerung bislang nicht genutzt haben, erhalten im Spätsommer ein Angebot mit neuen Preisen für das im Oktober beginnende Vertragsjahr. Die Preise werden in jedem Fall kräftig sinken, „im zweistelligen Prozentbereich“, so Thomas Deyerberg. Sollte dieser Preis dann sogar noch niedriger sein können als der derzeit angebotene Fix-Preis, erhalten die Kunden, die ihren Vertrag bereits verlängert haben, automatisch den günstigeren Preis.

Gaspreise wie vor zwei Jahren

Der Markt hat die Gaspreise in den vergangenen zwei Jahren „durchgeschüttelt“; das Auf und Ab glich einer Fahrt auf der Achterbahn. Nach drei Preissenkungen im Jahr 2007 stiegen die Gaseinkaufspreise im Großhandel vor allem in der ersten Jahreshälfte 2008 sehr steil an, um ab August ebenso stetig abzubröckeln. Diese Talfahrt hält an bis Sommer 2009. Die Achterbahn-Fahrt führt fü den Verbraucher in Ulm und Umgebung nun dazu, dass er ab Juli für Gas weniger bezahlen wird als vor zwei Jahren. Nach den neuen Preisen hat ein Musterhaushalt im Vertrag „SWU SchwabenGas bonus“ jährliche Gesamtkosten von 1.226 Euro. Zum 1. Juli 2007 bezahlte derselbe Haushalt 1.329 Euro pro Jahr.

Geschuldet war dieses Auf und Ab den Rohölpreisen. Öl gilt weltweit als die „Leitwährung“ für Energie allgemein. Über die in den Lieferverträgen mit den Gasförderländern enthaltene Preiskopplungsklausel beeinflusst Öl indirekt den Gaspreis. Höhere und niedrigere Großhandelspreise für Heizöl kommen etwa sieben Monate später bei den Gaspreisen an.

Ulmer Erdgastankstelle an der B 10: Absatz erneut gestiegen.
15. April 2009

Über 13 Prozent Zunahme im Jahr 2008. Zweite Zapfsäule wird dieses Jahr in Betrieb gehen.

Erdgasautos werden immer beliebter. Das zeigen die Absatzzahlen an der Ulmer Erdgas-Zapfsäule in der Esso-Tankstelle am Hindenburgring. Im Monatsschnitt 23.000 Kilogramm Erdgas wurden 2008 getankt. Das waren über 13 Prozent mehr als im Jahr davor, als etwas über 20.000 Kilogramm pro Monat verkauft wurden. Seit Eröffnung der Zapfsäule im März 2003 haben sich die Verkaufszahlen vervierfacht.

Voller Tank zum halben Preis. Steuervorteile sichern ein langfristiges Sparpotenzial. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Unter dem Eindruck anhaltend hoher Spritpreise ist der Umstieg auf den Erdgasantrieb für viele Autofahrer zu einer wirtschaftlichen Alternative geworden. 96,5 Cent kostet das Kilogramm Erdgas in Ulm nach der Preissenkung zum 1. April. Umgerechnet auf den höheren Energiegehalt von Erdgas dürfte ein Liter Diesel im Vergleich nur rund 72 Cent kosten, ein Liter Benzin sogar nur 64 Cent. „Voller Tank zum halben Preis“, das gilt nach wie vor. Zu verdanken ist das einem Steuervorteil. 12,2 Cent Energiesteuer, umgerechnet auf den Liter BenzinÄquivalent, stecken im Kraftstoff Erdgas. Für einen Liter Benzin hingegen verlangt der Fiskus derzeit 67 Cent Steuern. Der vergünstigte Steuersatz für Erdgas ist bis 2018 festgeschrieben. Dass sich die Anschaffung eines Erdgasautos langfristig lohnt, zeigt der Gesamtkostenvergleich für ein Mittelklasse-Auto. Bei einer jährlichen Laufleistung von 20.000 Kilometern erreicht das Erdgas-Modell derzeit einen Kostenvorteil von etwa 350 Euro pro Jahr gegenüber dem Diesel und von rund 800 Euro gegenüber dem Benziner. Mit steigenden Spritpreisen vergrößert sich dieser Spareffekt.


„Grüner Schuh“ setzt Maßstäbe auch im SWU-Fuhrpark

Zur Wirtschaftlichkeit hinzu kommt der Umweltnutzen. Der Rußfilter ist für Erdgasautos kein Thema, denn Erdgas verbrennt rußfrei. Und von allen fossilen Brennstoffen weist Erdgas die günstigste Kohlendioxid-Bilanz auf. Im Vergleich zu Benzin verursacht es bis zu einem Viertel weniger des Klimaschadstoffs und trägt bis zu 80 Prozent weniger zur Smogbildung bei. Erdgas-Neuwagen sind als schadstoffarm nach Euro 4 eingestuft. Die SWU geht mit gutem Beispiel voran. Vierzig Dienstfahrzeuge fahren derzeit mit Erdgas, das ist gut ein Viertel des Pkw-Fuhrparks. Neue Dienstfahrzeuge werden vorzugsweise mit dem Erdgasantrieb angeschafft. „Die SWU meint es mit dem Grünen Schuh ernst, auch in ihrem Fuhrpark“, spielt Andreas Plasch, Leiter des SWU-Geschäftsbereichs Dienstleistungen, auf die seit 2008 laufende Umwelt-Werbekampagne an.


SWU wird 2009 eine zweite Erdgas-Zapfsäule einrichten

Das Netz der Erdgastankstellen wird immer dichter. Derzeit gibt es bundesweit 820 Erdgas-Tankstellen. Im näheren Umkreis Ulms gibt es ein gutes Dutzend Tankstellen, so in Vöhringen, Ehingen, Biberach, Heidenheim, Merklingen, Geislingen, Günzburg und Memmingen. Und im Lauf dieses Jahres wird die SWU eine zweite Erdgas-Zapfsäule am Hindenburgring in Betrieb nehmen.

Bürgerbeteiligung Photovoltaikanlage Neu-Ulm: Sämtliche Anteile sind vergeben.
03. April 2009

Stromkunden haben für fünf Millionen Euro Inhaberschuldverschreibungen gezeichnet

Fünf Millionen Euro standen für die Inhaberschuldverschreibung zur Verfügung, die einen Großteil der Investition für die Photovoltaik-Großanlage auf dem Neu-Ulmer EvoBus-Dach abdecken soll. Dreizehn Tage nur nach dem Beginn der Zeichnungsfrist war der vorgesehene Betrag komplett gezeichnet. „Das Beteiligungsmodell hat sich als überaus erfolgreich erwiesen“, freut sich SWU-Geschäftsführer Matthias Berz. Insgesamt wurden rund 400 Verträge abgeschlossen. „Der Erfolg ist uns Ansporn, beim nächsten geeigneten Projekt wieder ein derartiges Finanzierungsmodell mit Bürgerbeteiligung vorzusehen“, stellt Matthias Berz in Aussicht.

Für ihre Anteilsscheine – zwischen 2.000 und 20.000 Euro – erhalten die Zeichner bis zu sechs Prozent Zinsen jährlich. Zur Zeichnung berechtigt waren ausschließlich Kunden mit laufenden SWU-Stromverträgen. Der Zinssatz, fünf oder sechs Prozent je nach Typ des Stromvertrags, ist fix und wird für über die gesamte Laufzeit der Inhaberschuldverschreibung garantiert. Die Laufzeit endet am 31. Dezember 2018. Die Inhaberschuldverschreibung kann vom Kunden zum Ende eines jeden Jahres gekündigt werden.

Für das Sonnenkraftwerk in Neu-Ulm investieren die Stadtwerke 9,5 Millionen Euro. Die 2,3 Megawatt leistende Anlage zapft der Sonne pro Jahr rund zwei Millionen Kilowattstunden Strom ab. Diese Menge genügt, um 650 Haushalte mittlerer Größe zu versorgen. Die CO2-Ersparnis beträgt rund 2.000 Tonnen pro Jahr.

Schnelles Internet kommt nach Unterweiler - per Funk.
31. März 2009

Bis Sommer will SWU TeleNet auch Finningen, Reutti und Albeck anbinden.

Ab heute haben auch Kunden in Unterweiler Anschluss an das High-Speed-Internet, und zwar per Datenfunk. „SWU SchwabenNet Funk“ heißt das Angebot der Stadtwerke-Tochter SWU TeleNet GmbH. Dazu wurde auf dem Siloturm der Firma Madel in Unterweiler eine Antennenanlage installiert, über die der Datenaustausch mit der zentralen Funkanlage auf dem Siloturm der Ulmer Schapfenmühle abgewickelt wird. Damit versorgt die SWU jetzt acht Orte in der Umgebung Ulms mit dem funkgestützten Internet. Es sind neben Ulm-Unterweiler die Stadtteile Ermingen, Jungingen, Lehr und teilweise Mähringen, dazu noch Scharenstetten, Temmenhausen und Radelstetten. In den kommenden Monaten will die SWU das Funk-Netz weiter ausbauen. Ab Sommer sollen auch die Orte Finningen, Reutti und Albeck einen Anschluss an das High-Speed-Internet erhalten. In Finningen und Reutti wird derzeit die Standortfrage geprüft.

Geschwindigkeiten wie beim Anschluss über Kabel
„SWU SchwabenNet Funk“ erlaubt Internet-Anbindungen mit Datenraten bis zu 6 Megabit in der Sekunde (Downstream, bei einem Upstream von maximal 1 Megabit). Um das Funk-Internet nutzen zu können, benötigen Interessenten eine Verbindung von der Antenne zum PC. Dafür sorgt ein Netzwerkkabel, ein WLAN-Router oder ein 230-Volt-Adapter, der wie der Router ebenfalls von der SWU angeboten wird. Das Einstiegspaket „SWU SchwabenNet Funk 1000“ kostet 14,99 Euro im Monat, die schnellste Verbindung mit „SWU SchwabenNet Funk 6000“ schlägt mit 29,99 Euro monatlich zu Buche. Dazu kommen jeweils 4,99 Euro im Monat für die Daten-Flatrate sowie einmalig 99,90 Euro für die Einrichtung des Anschlusses. Im Preis enthalten sind die Antenne (leihweise) sowie 500 Megabit Webspace und fünf Mailadressen mit jeweils 200 Megabit Speicherplatz. Die Kosten für die eventuell zusätzlich notwendige Hardware liegen zwischen 40 und 140 Euro (Router oder 230 Volt-Adapter).

Alternative für Gewerbekunden
Für Unternehmen, die einen schnellen Datenanschluss sowohl aus dem als auch in das Internet benötigen, stehen auch symmetrische Funkanbindungen zur Verfügung. Die Geschwindigkeiten liegen wahlweise bei 2 oder bei 3,5 Megabit pro Sekunde. Die Verbindungen bieten durch ihre Verschlüsselung eine hohe Sicherheit und sind schnell verfügbar. Die Funkanbindung erspart zudem die Verkabelungskosten.

Photovoltaikanlage Neu-Ulm: Schon rund drei Millionen Euro Anteile sind gezeichnet
24. März 2009

Inhaberschuldverschreibung bringt bis zu sechs Prozent Zinsen pro Jahr. 2.000 Euro Mindestsumme.

Die Bürgerbeteiligung an der Photovoltaik-Großanlage auf dem EvoBus-Werkshallendach in Neu-Ulm stößt auf großes Interesse. Eine Woche nach dem Zeichnungsbeginn haben SWU-Stromkunden bereits für drei Millionen Euro Anteile an der Inhaberschuldverschreibung gezeichnet. Insgesamt sind fünf Millionen Euro gezeichnetes Kapital für dieses Beteiligungsmodell vorgesehen.

Der Einsatz beginnt bei 2.000 Euro und geht in 2.000 Euro-Schritten bis zum Höchsteinsatz von 20.000 Euro. Es gelten zwei Zinssätze: Kunden des SWU NaturStroms erhalten sechs Prozent Zinsen, Kunden anderer SWU-Stromverträge fünf Prozent. Die genannten Zinssätze sind fix und werden über die gesamte Laufzeit – das heißt bis 31. Dezember 2018 – garantiert. Die Zinsen werden jährlich ausgeschüttet. Voraussetzung für die Teilnahme an der Inhaberschuldverschreibung: Der Zeichner hat einen ungekündigten Stromvertrag mit der SWU. Kündigt der Kunde seinen Liefervertrag, so sind die Stadtwerke berechtigt, die Inhaberschuldverschreibung zu kündigen. Die Inhaberschuldverschreibung kann vom Kunden zum Ende eines jeden Jahres gekündigt werden.

Installiert sind die Solarmodule auf dem Dach der großen EvoBus-Fertigungshalle in Neu-Ulm. Die 2,3 Megawatt leistende Anlage zapft der Sonne pro Jahr rund zwei Millionen Kilowattstunden Strom ab. Diese Menge genügt, um 650 Haushalte mittlerer Größe zu versorgen. Die CO2-Ersparnis beträgt rund 2.000 Tonnen pro Jahr.

Den eigenen Strombedarf regenerativ produzieren

„Gemeinsam mit unseren Kunden gehen wir einen weiteren Schritt, unsere Region wieder etwas unabhängiger zu machen von fossilen Energien“, so SWU-Geschäftsführer Matthias Berz. Der Geschäftsführer rechnet vor: „Schon mit dem Mindesteinsatz von 2.000 Euro finanziert der zeichnende SWU-Kunde den Bau von vier Quadratmetern Solarfläche. So erzeugt er indirekt etwa 500 Kilowattstunden Strom jährlich“. Anders gerechnet: Hat eine Familie einen jährlichen Strombedarf von 3.000 Kilowattstunden und zeichnet Anteile für 12.000 Euro, dann erhält sie dafür eine Zinsgutschrift von 720 Euro. Mit dieser Gutschrift kann die Familie ihre Jahresrechnung „SWU NaturStrom“ begleichen – und hat ihren Strombedarf gleichsam selbst produziert.

Info

Die Konditionen und Vertragsunterlagen sind in der SWU-Broschüre „SWU Umweltpartner“ zusammengefasst. Die Broschüre ist erhältlich im SWU-Haus oder kann telefonisch unter (07 31) 1 66 88 bestellt werden. Download im Internet: www.swu.de

Inhaberschuldschreibung: Die wichtigsten Konditionen im
Überblick

  • Zeichnungsfrist: bis 30. Juni 2009
  • Vergabe: nach dem Windhundprinzip, das heißt: ausschlaggebend ist der Zeitpunkt des Eingangs des Zeichnungsscheins.
  • Zeichnungshöhe: mindestens 2.000 Euro, höchstens 20.000 Euro. Für Summen dazwischen gelten 2.000 Euro-Schritte.
  • Garantierter Zinssatz: 6 Prozent für Kunden des „SWU Natur-Stroms“; 5 Prozent für alle übrigen SWU-Stromkunden (also zum Beispiel „Grundversorgung“ oder „SWU SchwabenStrom“).
  • Laufzeit: endet am 31. Dezember 2018
  • Kündigungsfrist: drei Monate zum Jahresende, also spätestens am 30. September eines jeden Jahres

 

Linie 1: Schienenweg nach Böfingen ist frei.
21. März 2009

Ulm feiert die Verlängerung seiner Straßenbahnlinie. SWU Verkehr untersucht zwei Neubaustrecken.

Ulm feiert die Verlängerung seiner Straßenbahnlinie. Mit dem Durchschneiden des Bandes gab Oberbürgermeister Ivo Gönner am 21. März die 4,7 Kilometer lange Ausbaustrecke frei. Sie führt von der bisherigen Endhaltestelle Donauhalle in den nordöstlichen Stadtteil Ulm-Böfingen (11.000 Einwohner). 20,5 Millionen Euro kostete der Ausbau. Rund 13 Millionen Euro davon trägt das Land Baden-Württemberg (siehe unten „Chronologie der Verlängerung“).

Fahrgäste haben durch die Verlängerung der Straßenbahn eine umsteigefreie Verbindung in die Ulmer Innenstadt. 20 Minuten nur dauert nun die Fahrt von der neuen Endhaltestelle Ostpreußenweg zum Hauptbahnhof. Zuvor waren es rund 25 Minuten. Fahrgäste mussten dafür allerdings von der Buslinie 4 in die Straßenbahn umsteigen. Die Linie 1 bedient die für Ulm wichtige Ost-West-Achse und gilt als das Rückgrat des Ulmer Nahverkehrs. Von der Linie 1 aus lassen sich alle Ulmer Stadtteile per Bus erreichen. Die Tram bewältigt gut ein Viertel des jährlichen Fahrgastaufkommens von rund 30 Millionen Kunden und ist damit die meist frequentierte Linie. Durch die Schienenverlängerung kann die Buslinie 4 (Kuhberg –
Böfingen) um rund zwei Kilometer verkürzt werden. Die Linie 14 (Böfingen – Wissenschaftsstadt) entfällt ganz.

„Die Verlängerung darf man zu Recht als eine Wiedergeburt der Schiene für die Stadt bezeichnen“, sagte Oberbürgermeister Ivo Gönner anlässlich der Inbetriebnahme. Er erinnerte damit an die bewegte Geschichte, die die Straßenbahn in der Donaustadt hinter sich hat. Vor dem Krieg hatte Ulm vier Schienenstrecken. Eine davon führte über die Donau hinweg ins bayerische Neu-Ulm. Nach dem Krieg gab das Automobil den Ton an. Busse galten im Nahverkehr als zeitgemäß. Die Ulmer Straßenbahn wurde Stück um Stück abgebaut, bis im August 1964 nur noch die Rumpflinie 1 übrigblieb. 1975 war auch diese nach einem Gutachten von der Stilllegung bedroht. Gegenströmungen im Gemeinderat verhinderten das. In den 1990er Jahren drehte sich die Stimmung. Zunehmende Verkehrsdichte und der Umweltgedanke schienen der Straßenbahn eine neue Zukunft zu eröffnen. Doch die ehrgeizigen Ausbaupläne – ein Netz mit fünf Linien sollte wieder beide Donaustädte verbinden – scheiterten 1999. Danach rückte eine „kleine Lösung“ ins Blickfeld. Im Dezember 2001 beschloss der Gemeinderat, die Verlängerung der „Eins“ zu untersuchen.

Voruntersuchungen für zwei Neubaustrecken sind beschlossen
Sieben Jahre später hat die 1 ihren Schienenweg fast verdoppelt – und die Politik erwägt zwei Neubaustrecken. Im Herbst 2008, noch während der Bauarbeiten, beschloss der Ulmer Gemeinderat, eine Straßenbahnverbindung von der Wissenschaftsstadt zum Kuhberg via Hauptbahnhof untersuchen zu lassen. Diese Trasse wäre 10,5 Kilometer lang. Und im Februar 2009 haben die Neu-Ulmer Stadträte die SWU Verkehr beauftragt, Vorplanungen für einen weiteren Schienenast in Angriff zu nehmen: vom Ulmer Hauptbahnhof aus nach Neu-Ulm Ludwigsfeld via Bahnhof Neu-Ulm, das sind 6,7 Kilometer. Die Untersuchungen – entsprechende Ausschreibungen laufen – sollen zeigen, ob die genannten Strecken technisch machbar und volkswirtschaftlich sinnvoll sind. Und wie teuer das die Städte käme. Es geht insbesondere darum, ob weitere Schienenstrecken zuschussfähig sind. Eine „Standardisierte Bewertung“ verbunden mit einer Vorplanung soll bis 2011 über diese Fragen Klarheit schaffen. Danach sind wieder die Stadträte an der Reihe. Sie müssen definitiv sagen, ob sie weitere Tramlinien wollen und die Pläne weiterverfolgt werden sollen.

Chronologie der Verlängerung Linie 1

Dezember 2001:
Der Ulmer Gemeinderat beschließt, die Verlängerung nach Böfingen untersuchen zu lassen. Die SWU Verkehr wird beauftragt, eine „Standardisierte Bewertung“ erstellen zu lassen: Ist der Kosten- Nutzen-Faktor groß genug, damit das Projekt öffentliche Zuschüsse erwarten darf?

2004:
Die „Standardisierte Bewertung“ erbringt einen Kosten-Nutzen- Quotienten von 1,3. Damit ist das Projekt grundsätzlich zuschussfähig. SWU Verkehr erhält den Auftrag, die Entwurfsplanung auszuarbeiten.

Juli 2005:
Der Gemeinderat billigt die Entwurfsplanung und beauftragt die SWU Verkehr, die Planfeststellung zu beantragen.

Februar 2007:
Das Regierungspräsidium Tübingen erlässt den Planfeststellungsbeschluss.

Mitte März 2007:
Das Stuttgarter Innenministerium schickt den Förderbescheid und sagt 13 Millionen Euro Zuschüsse zu.

Ende März 2007:
Der Ulmer Gemeinderat beschließt den Schienenbau ohne Gegenstimme bei nur 1 Stimmenthaltung. SWU Verkehr bestellt zwei weitere Straßenbahnwagen des Typs Combino.

28. August 2007: Erster Spatenstich

November 2008: Der Combino unternimmt die ersten Testfahrten auf dem neuen
Gleis.

15. Dezember 2008: Betriebsfreigabe der rund 600 Meter langen Teilstrecke beim
Messegelände.

21. März 2009:
Vollständige Freigabe der 4,7 Kilometer langen Ausbaustrecke für den Fahrgastbetrieb.

Die Kosten
Bau (ohne Planung): 17,3 Mio. Euro
Planung und Projektfinanzierung: 3,2 Mio. Euro
Gesamtkosten: 20,5 Mio. Euro

Wer bezahlt wie viel?
Zuschuss Land Baden-Württemberg: 13 Mio. Euro
Stadt Ulm: 7,5 Mio. Euro
SWU Verkehr: 5,6 Mio. Euro für die Anschaffung zweier zusätzlicher
Straßenbahnwagen.

 
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News und Angebote

Bürger testen die Mobilität der Zukunft.
22. Juli 2010
Startschuss für den SWU-Neubau in der Karlstraße.
20. Juli 2010
Per Tieflader zum „Geburtsort“ nach Baden-Baden: Wagen 16 feiert 100-jähriges Jubiläum. SWU verleiht historische Straßenbahn.
9. Juli 2010

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