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Der Spaziergang führte auch über die Kienlesbergstraße. Dort soll die zu bauende Brücke einmünden, die die Straßenbahn über die Bahnanlagen führen soll.
Linie 2: Bürger beteiligen sich rege an der ersten Streckenbegehung.
10. November 2011

Am kommenden Samstag geht es auf den Kuhberg.

Rund 60 interessierte Bürger waren am vergangenen Samstag der Einladung der SWU zur ersten von vier Trassenbegehungen für den geplanten Bau der neuen Straßenbahnlinie 2 gefolgt. Gemeinsam mit Verkehrsplanern sowie Vertretern von Stadt und SWU haben sie den Streckenabschnitt vom Theater bis zum Unteren Hasenkopfweg auf dem Eselsberg besichtigt. Dabei wurden eine Reihe offener Fragen diskutiert.

Zum besseren Verständnis erhielten die Teilnehmer zu Beginn des Spaziergangs Pläne des Trassenabschnitts. Auf besonderes Interesse stießen Lage und Verkehrssicherheit der geplanten Haltestellen. Darüber hinaus wollten viele Bürger wissen, inwieweit die Baumaßnahmen in Grünflächen und Baumbestand eingreifen und mit welchen Maßnahmen Stadt und SWU Verluste ausgleichen oder möglicherweise sogar überkompensieren wollen. Bedenken, die Straßenbahn werde an bestimmten Knotenpunkten die Staugefahr erhöhen, konnten die Verkehrsexperten weitgehend ausräumen. Entsprechende Gutachten gehen sogar von einer Verbesserung des Verkehrsflusses aus.

Ein weiterer Diskussionspunkt war der geplante Wegfall der Bushaltestelle Fort Unterer Eselsberg. Einige Bürger merkten an, dass dadurch für viele Anwohner längere Laufwege entstünden. Nun werden die Verantwortlichen prüfen, unter welchen Bedingungen sich die Haltestelle möglicherweise doch erhalten lässt.

Für Oliver Glaser von der SWU Verkehr, der als Leiter des Straßenbahnprojekts den Bürgern Rede und Antwort stand, ist genau das der Sinn und Zweck der Trassenbegehungen: „Uns ist wichtig, auf diesem Weg mehr über die Anliegen der Bürger zu erfahren, und das sehr früh. So bleibt ausreichend Zeit, um zu prüfen, wie die Anregungen gegebenenfalls in die weitere Planung einfließen können“. Die rege Teilnahme zeige ihm, dass solche Besichtigungen vor Ort die richtige Form des Dialogs seien.

Geplant sind weitere Streckenbegehungen:

  • Samstag, 12.11.2011: Abschnitt Römerstraße/Ecke Saarlandstraße – Kuhberg Schulzentrum Treffpunkt: Sparkasse Ulm, Filiale Römerstraße/Ecke Warndtstraße, um 14 Uhr
  • Freitag, 25.11.2011: Abschnitt Uni Süd – Albert-Einstein-Allee – Science Park II in der Wissenschaftsstadt Treffpunkt: Studentenwerk Ulm, James-Franck-Ring 8, um 15 Uhr
  • Samstag, 26.11.2011: Abschnitt Ehinger Tor – Römerstraße/Ecke Saarlandstraße, Treffpunkt: Kleine Ehinger Anlagen (bei den Spielplätzen) um 14 Uhr

Da die Termine etwa zweieinhalb Stunden dauern und die Strecken zu Fuß zurückgelegt werden, sind bequemes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung angeraten. Am Endpunkt der Begehungen steht ein Bus der SWU bereit. Er bringt die Bürgerinnen und Bürger nach dem Ortstermin wieder zum Ausgangspunkt zurück.

Steigende Entgelte für die Netznutzung verteuern den Strom
04. November 2011

Ab Januar bezahlt ein durchschnittlicher Haushalt knapp drei Euro mehr im Monat

Ab 1. Januar 2012 kostet die Kilowattstunde brutto 1,0 Cent mehr. Der neue Preis gilt für rund 85.000 Stadtwerke-Stromkunden. Es sind Kunden in der Grundversorgung sowie solche mit den Verträgen „SWU NaturStrom“ und „SWU SchwabenStrom“, bei denen die Preisbindung abgelaufen ist. Ein Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden bezahlt künftig knapp drei Euro mehr im Monat. Für diesen typischen Haushalt macht die Anhebung je nach Vertragsart 3,9 bis 4,3 Prozent aus (siehe beigefügte Tabelle).

Die Anhebung geht zum größten Teil auf das Konto steigender Entgelte für die Netznutzung. Die Netze sind seit der Liberalisierung des Strommarktes unter Kontrolle der Bundesnetzagentur. Diese gibt die Entgelte vor, die ein Netzbetreiber vom Stromlieferanten für die Verteilung des Stroms an Haushalte und Betriebe verlangen darf. „Jeder Stromlieferant muss ab Januar je Kilowattstunde rund 0,7 Cent mehr für die Verteilung im Stadtwerke-Netz bezahlen“, erläutert SWU-Geschäftsführer Matthias Berz. Die Netzentgelte steigen, weil die Bundesnetzagentur nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) ungerechtfertigte Kürzungen der Netzentgelte in den Jahren 2009 bis 2011 wieder zurücknehmen musste. Infolge des BGH-Urteils verlangt auch eine Reihe von Netzbetreibern in anderen Städten ein höheres Entgelt.

Aber auch der Stromeinkauf ist im Jahresverlauf teurer geworden. Die Strombeschaffung im Großhandel und an der Börse schlägt bei der jetzigen Erhöhung mit 0,3 Cent je Kilowattstunde zu Buche. Darin enthalten ist auch ein leichter Anstieg der Umlage, die Stromkunden für die Förderung der erneuerbaren Energien bezahlen müssen. Diese so genannte EEG-Umlage wird jährlich neu berechnet. „Unsere Preiserhöhung deckt alles in allem gerade die gestiegenen Kosten“, schließt Matthias Berz.

Erdgaspreise bleiben in diesem Winter stabil

Erfreulich für die Energieverbraucher wiederum: Die Stadtwerke können ihre Erdgaspreise auch über den Jahreswechsel hinaus stabil halten. „In diesem Winter wird es keine Preiserhöhung geben“, versichert Matthias Berz. Dass dies so ist, verdankt die SWU den neu gewonnenen Spielräumen im Einkauf. Im September war der ölpreisgebundene Liefervertrag mit der Bayerngas GmbH ausgelaufen. Seitdem kaufen die Stadtwerke über mehrere Zeitpunkte verteilt und bei unterschiedlichen Lieferanten ein, mit Unterstützung von Bayerngas als Dienstleister. Dabei müssen mit Händlern keine an den Ölpreis gekoppelten Lieferverträge mit langer Laufzeit mehr abgeschlossen werden. „Diese Art des Einkaufs funktioniert, weil derzeit genügend freie Gasmengen auf dem Markt sind. Wir werden die Entwicklung genau beobachten und Spielräume nutzen, wo immer sie sich auftun“, sagt Matthias Berz.

Die wichtigsten Strompreise ab 1. Januar 2012 im Überblick

Vertrag

kWh brutto in Cent

Grundpreis brutto/Jahr
in EUR

3.500 kWh
Jahresendpreis in EUR

Grundversorgung und SWU NaturStrom (von 805 bis 5.862 kWh/Jahr) Eintarifmessung

24,074

91,04

933,63

SWU SchwabenStrom,(ab 1.860 kWh/Jahr; im SWU-Netzgebiet)

21,063

106,70

843,91

 

Die Grundpreise bleiben gleich. Kündigungsfristen: Grundversorgung: einen Monat zum Monatsende; SWU NaturStrom und SWU SchwabenStrom: feste Erstlaufzeit, Kündigung mit 6 Wochen Frist zum Vertragsende

Derzeitige und neue Stromrechnung eines typischen Haushalts

(3.500 kWh Jahresverbrauch)

Vertrag

heute

ab 1. Januar 2012

Erhöhung in Euro

Erhöhung in Prozent

Grundversorgung und SWU NaturStrom (von 805 bis 5.862 kWh im Jahr; Eintarifmessung)

898,63

933,63

35,00

3,9

SWU SchwabenStrom (ab 1.860 kWh/Jahr; im SWU-Netzgebiet)

808,91

843,91

35,00

4,3

Projekt GuD Leipheim: Optionsvertrag für Grundstückskauf ist unterzeichnet
20. Oktober 2011

Der Zweckverband Interkommunales Gewerbegebiet Landkreis Günzburg und die SWU Energie GmbH sind sich einig. Heute haben beide Parteien den Optionsvertrag zum Erwerb einer Aufstellungsfläche für ein mögliches Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) unterzeichnet.

Das Grundstück in der südwestlichen Ecke des früheren Fliegerhorsts ist dadurch für die kommenden fünf Jahre als Standort gesichert. Die SWU Energie kann das rund 18 Hektar große Grundstück zu insgesamt 7,65 Millionen Euro erwerben. Der Kaufvertrag muss spätestens im Oktober 2016 geschlossen werden, so sieht es die Option vor.

Standort-Untersuchungen können beauftragt werden

„Damit haben wir jetzt auch die vertragliche Grundlage dafür, die Standortuntersuchungen zu beauftragen. Mit dem positiven Bürgerentscheid in Bubesheim ist klar, dass die Bevölkerung in der direkten Umgebung hinter diesem Projekt steht – für uns eine ganz wesentliche Voraussetzung“, so Jürgen Schäffner, Technischer Geschäftsführer der SWU Energie. Schäffner würdigt die Vertreter von Verwaltung und Lokalpolitik, die das Vorhaben stützen und das Bürgerbegehren sachlich und fair moderiert haben. „Das Kraftwerk macht die von einer breiten Öffentlichkeit gewünschte Energiewende erst möglich“, so der SWU-Geschäftsführer.

Zuerst Bodenuntersuchungen

Nachdem die politische Willensbildung abgeschlossen ist, gibt SWU nun den Startschuss für die nächsten Schritte, mit denen das Projekt vorangetrieben werden soll. „Hinsichtlich der Liegenschaft sind sich beide Vertragspartner der Besonderheit des ehemaligen Fliegerhorsts bewusst. Der Standort wird deshalb zunächst auf Vorbelastungen untersucht. Danach stehen weitere umwelttechnische Untersuchungen an“ sagt der SWU-Projektberater Dr. Carl Caspar Jürgens. Sollten Altlasten gefunden werden, wird ein entsprechender Sanierungsplan aufgestellt. Bis Sommer 2012 will die SWU die Bodenuntersuchungen abschließen und bis etwa Mitte 2013 sollen erste Untersuchungsergebnisse zu den Umweltauswirkungen, etwa zu den Immissionen vorliegen. Ziel ist es, das Kraftwerk 2017/18 in Betrieb zu nehmen.

Parallel zu den Untersuchungen kann jetzt auch das Gespräch mit interessierten Investoren vertieft werden. „Es haben sich bereits einige Interessenten gemeldet. Es sind kommunale Partner, mit denen wir später eine Projektgesellschaft bilden wollen. Nur so lässt sich unser Vorhaben verwirklichen“, so Jürgen Schäffner. Die Investitionen werden auf rund 900 Millionen Euro geschätzt.

Info

Einzelheiten zu dem GuD-Vorhaben finden sich auf der Internetseite www.swu.de/gud

SWU Verkehr zeigt mit vier Streckenbegehungen, wo die geplante Linie 2 fahren soll
20. Oktober 2011

Die SWU Verkehr lädt Anwohner und interessierte Bürger zu Trassenbegehungen entlang der geplanten Linie 2 ein.

 

Zwischen dem 5. und 26. November können die Teilnehmer vier Streckenabschnitte besichtigen und offene Fragen zum geplanten Verlauf der Linie 2 mit Vertretern von Stadt und SWU an Ort und Stelle klären. Die Begehungen sind an folgenden Tagen vorgesehen:

  • Samstag, 5.11.2011: Abschnitt Theater – Mähringer Weg – Uni Süd. Treffpunkt: Theatervorplatz (Herbert-von-Karajan-Platz) um 14 Uhr.
  • Samstag, 12.11.2011: Abschnitt Römerstraße/Ecke Saarlandstraße – Kuhberg Schulzentrum.
    Treffpunkt: Sparkasse Ulm, Filiale Römerstraße/Ecke Warndtstraße, um 14 Uhr.
  • Freitag, 25.11.2011: Abschnitt Uni Süd – Albert-Einstein-Allee – Science Park II in der Wissenschaftsstadt.
    Treffpunkt: Studentenwerk Ulm, James-Franck-Ring 8, um 15 Uhr.
  • Samstag, 26.11.2011: Abschnitt Ehinger Tor – Römerstraße/Ecke Saarlandstraße.
    Treffpunkt: Kleine Ehinger Anlagen (bei den Spielplätzen) um 14 Uhr

Da die Termine etwa zweieinhalb Stunden dauern und die jeweiligen Strecken komplett zu Fuß zurückgelegt werden, sind bequemes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung angeraten. Am Endpunkt der Begehungen steht ein Bus bereit. Er bringt die Bürgerinnen und Bürger wieder an den Ausgangspunkt zurück.Anmelden können sich Interessenten unter der E-Mail-Adresse: trassenbegehung[@]linie2-ulm[.]de oder per Postkarte. Anwohner entlang des geplanten Streckenverlaufs erhalten diese in den nächsten Tagen zugesandt. Die Postkarten sind auch im Kunden-Center SWU traffiti erhältlich. Nähere Informationen zum Projektstand und zu aktuellen Terminen finden sich auch im Internet unter www.linie2-ulm.de

 

SWU-Marketingleiter Marc Fuchs (links) mit TSG-Handballer Alex Schmid bei der Präsentation des grünen Schuhwerks.
Der grüne Schuh - jetzt auch am Sechsmeterraum.
13. Oktober 2011

Söflinger Handballer Alex Schmid wirbt für die Stadtwerke.

Auch vor dem Handballtor leistet der grüne Schuh der Stadtwerke nun gute Dienste. Alex Schmid von der TSG Söflingen trägt ab sofort grüne Schuhe bei den Einsätzen für seinen Klub, der in der 3. Handball-Bundesliga spielt. Der 23-jährige Angreifer ist nach den Basketballern Per Günther und Michi Wenzl von ratiopharm Ulm der dritte Spieler eines regionalen Teams, der auf sportlichem Parkett für die Umweltausrichtung der Stadtwerke wirbt. „Mit dieser guten Sache konnte ich mich spontan identifizieren“, sagt der sympathische Kreisläufer, der auf dem Feld dort spielt, wo es richtig wehtut. Mit 104 Kilogramm Körpergewicht verteilt auf 1,92 Meter Körpergröße weiß er sich am Sechsmeterraum vor dem Tor gut durchzusetzen. „Durchsetzen wird sich langfristig auch der nachhaltig erzeugte Strom“, ist Alex Schmid überzeugt.

Die Ausstattung des TSG-Spitzenspielers mit grünen Schuhen gehört zum bestehenden Sponsoringvertrag, den die Stadtwerke mit den Söflinger Handballern jüngst erneuert haben und der bis Mitte 2014 läuft. Die SWU unterstützt derzeit rund 40 Sportvereine in der Region in unterschiedlichster Form. Das beginnt mit Anzeigen in der Vereinszeitschrift und geht über Bandenwerbung bis hin zur Trikotwerbung. „Das passt zur SWU. Wir werben für unseren in der Region erzeugten Ökostrom mit regionalen Partnern – und unterstützen den Partner gleichzeitig. Ein Vorteil für beide Seiten“, hob SWU-Marketingleiter Marc Fuchs bei der Schuh-Übergabe hervor. „Wir konnten wieder eine Identifikationsfigur gewinnen, dieses Mal einen jungen aufstrebenden Handballer“, freut sich Fuchs. Alex Schmid trägt das Trikot mit der Nummer 8, ebenso wie sein großes Vorbild, der ehemalige Nationalspieler Christian Schwarzer. Schwarzer war 2007 als Kreisläufer maßgeblich am mitreißenden WM-Titelgewinn der deutschen Handballer beteiligt. 

 

Probebohrungen entlang der geplanten Linie 2 am Kuhberg
12. Oktober 2011

Derzeit lässt die SWU Verkehr von der Beyerstraße bis zum Berufsschulzentrum Kuhberg Baugrunduntersuchungen (z.B. Bohrungen) an etwa 20 Stellen durchführen. Diese Vorarbeiten sind Teil der Planungen rund um die Straßenbahnlinie 2 und sollen Aufschluss über die Untergrundbeschaffenheit geben. Die Probebohrungen sollen Hinweise für den optimalen Aufbau der Gleise geben. Unter anderem geht es dabei darum, Fahrgeräusche beim geplanten Straßenbahnbetrieb, insbesondere in dicht bebauten Bereichen, so gering wie möglich zu halten. 

 

Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende dieser Woche und sind mit Lärm verbunden. Zudem sind im Bereich der Bohrungen einspurige Straßensperrungen für die Dauer von zwei bis drei Stunden erforderlich. Alle Bohrlöcher werden unmittelbar im Anschluss an die Arbeiten fachgerecht verfüllt.

Aktuelle Informationen zum Projektstand und zu Vorarbeiten stehen auch im Internet unter www.linie2-ulm.de.

 

SWU startet bereits am Vormittag in die Ulmer Kulturnacht
14. September 2011

Ulmer Nahverkehrsfreunde laden zu Fahrt im Straßenbahnoldtimer
Die Vorfreude steigt – am kommenden Samstag steht die Ulmer City ganz im Zeichen der Kultur. Die SWU Verkehr ist ebenfalls mit dabei und startet bereits am Vormittag.

Denn tagsüber heißt es unter dem Motto „Ohne Auto mobil“ den ganzen Tag lang kostenlos Bus- und Bahnfahren. Die Ulmer Nahverkehrsfreunde holen dafür zwei Straßenbahnoldtimer auf die Schiene. Ab 10.20 Uhr bis 14.20 Uhr fahren die zwei Raritäten zwischen Söflingen und Böfingen. Die Fahrzeiten werden an den dynamischen Fahrplananzeigen angegeben. Die Mitfahrt ist wie bei allen anderen öffentlichen Verkehrsmitteln an diesem Tag kostenfrei.

Zur Kulturnacht wird der Wagen 10 wie in den Jahren zuvor am Abend das Straßenbahndepot verlassen und die Liebhaber der alten Straßenbahn wieder mit auf die Gleise nehmen. Zu Gast im gelben Bähnle ist dieses Jahr die Band „Die Autos“. Selbstverständlich ist auch wieder ein Getränkeausschank mit an Bord.

SWU Shuttle-Service für Kulturbegeisterte
Zusätzlich zum gewohnten Fahrplan werden für die Ulmer Kulturbegeisterten zwischen 19.00 und ca. 01.00 Uhr fünf Sonderlinien eingerichtet. Diese verkehren als Shuttle-Busse im 20-Minuten-Takt zwischen Ulm ZOB und spezieller Kulturnacht-Haltestellen.

Straßenbahnausbau Ulm: Auftakt zum Bürgerdialog
09. September 2011

Mehrstufiger Dialogprozess startet mit einer Informationsveranstaltung am 15. September um 19.00 Uhr im Kornhaus - Internetplattform www.linie2-ulm.de geht online

Die Stadt Ulm und die SWU Verkehr setzen beim Bau der neuen Straßenbahnstrecke vom Kuhberg zur Wissenschaftsstadt auf einen umfassenden Bürgerdialog. Zum Auftakt laden Stadt und SWU alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein zu einer ersten Informationsveranstaltung am Freitag, 15. September um 19.00 Uhr im Kornhaus Ulm. Auf der Veranstaltung informieren Baubürgermeister Alexander Wetzig und SWU-Verkehr-Geschäftsführer Ingo Wortmann über den Planungsstand und die nächsten Schritte. Im offenen Meinungsaustausch mit den Teilnehmern sollen zudem mögliche Vorbehalte und Anregungen aus der Bürgerschaft diskutiert werden.

„Wir wollen die neue Straßenbahnlinie mit den Ulmer Bürgern umsetzen“, erklärt Alexander Wetzig. „Deshalb ist es uns wichtig, Einstellungen und Anregungen zur neuen Straßenbahnlinie möglichst früh kennen zu lernen, damit wir diese prüfen und gegebenenfalls im weiteren Planungsprozess berücksichtigen können.“

„Mit seiner Entscheidung, die Planung der Linie 2 voranzutreiben, hat der Gemeinderat die Weichen für ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept gestellt. Dieses Konzept verzahnt die Straßenbahn- mit den Buslinien und erfüllt so die steigenden Mobilitätsanforderungen in unserer Stadt“, ergänzt Ingo Wortmann. Mit Beginn der Bauzeit sei auch mit Unbequemlichkeiten zu rechnen, die Geduld und Ausdauer verlangten. „Es geht uns darum, die Belange von Anwohnern und Verkehrsteilnehmern früh zu erkennen, um den Bauablauf und die Verkehrsführung nach Möglichkeit anpassen zu können. Diese Ansprüche lassen sich nur im frühzeitigen, engen Dialog mit den Bürgern erreichen“, unterstreicht Wortmann. Eine Kommunikationsagentur leistet dabei professionelle Unterstützung, wie bei vergleichbaren Projekten in Ulm.

Mehrstufiger Dialogprozess mit Internetplattform, Bürgergesprächen und Streckenbegehungen

Der Bürgerinformationsveranstaltung am 15. September werden weitere folgen. Ergänzt wird dieser Dialog durch diese Bausteine:

  • Unter der Adresse www.linie2-ulm.de geht am 15. September beispielsweise eine Internetplattform online, die interessierte Bürger über die neue Straßenbahnlinie informiert. Die Website bietet unter anderem Hintergrundberichte, Streckenpläne und Meldungen zum Projektstand. Zudem können sich interessierte Bürger hier direkt am Dialog beteiligen, indem sie ihre Fragen stellen, die von den zuständigen Fachverantwortlichen der SWU beantwortet werden.
  • Vorgesehen sind Einzel- und Gruppengespräche mit Anwohnern sowie mit Vertretern von Verbänden und der Stadtöffentlichkeit. Die Gespräche beginnen mit der Bürgerinformationsveranstaltung am 15. September. Sie werden von einer Kommunikationsagentur moderiert und ausgewertet. Ziel dabei ist es, auch Ideen und Anregungen von Ulmer Bürgern zu erfassen, die nicht an den öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen.
  • Der Bürgerdialog umfasst zudem mehrere Begehungstermine entlang des geplanten Streckenverlaufs. Hierbei können Anwohner Detailfragen an Ort und Stelle mit Fachverantwortlichen der SWU erörtern.

Bürgerbeteiligung beim Architekturwettbewerb Kienlesbergbrücke

Mitreden können Ulmer Bürger darüber hinaus bei einem Architekturwettbewerb rund um die notwendige Brücke über die Bahngleise beim Kienlesberg. Diese Brücke wird vom SWU-Haus aus in Richtung der Straße „Beim Alten Fritz“ führen. Mit der europaweiten Bekanntmachung des Wettbewerbs im August 2011 können sich nun Architekten und Ingenieure für den Bau qualifizieren. Die Entwürfe sollen technisch machbare und ästhetisch ansprechende Lösungen für eine Überquerung durch die geplante Straßenbahnlinie sowie für Fußgänger und Radler aufzeigen. Die Vorschläge der teilnehmenden Planungsbüros werden im Dezember 2011 eingereicht. Nach dem Abschluss des Wettbewerbsverfahrens Ende Februar 2012 werden Ulms Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer Informationsveranstaltung über den Siegerentwurf und den Stand der Planungen informiert. In dieser Veranstaltung – voraussichtlich im März 2012 – werden Meinungen und Anregungen der Bürger aufgenommen und gebündelt. Entsprechend aufbereitet, fließen sie in den weiteren Planungsprozess ein. Wie dies im Detail geschehen kann, wird derzeit erarbeitet und kommuniziert, sobald Ergebnisse vorliegen.

Baubeschluss könnte 2013 gefasst werden

Der Gemeinderat hat am 30. März 2011 die SWU Verkehr mit der Entwurfs- und Genehmigungsplanung der Linie 2 beauftragt. Das Vorhaben umfasst den Neubau einer 9,3 Kilometer langen Gleisstrecke und die Erweiterung des Verkehrsbetriebshofs in der Ulmer Weststadt. Wenn die Planung unter Einbezug des Bürgerdialogs fertig gestellt ist und das anschließende Genehmigungsverfahren reibungslos durchlaufen wird, könnte der Beschluss zum Bau der neuen Strecke 2013 gefasst werden. Ein erster Abschnitt könnte dann bis zum Jahr 2016 fertig sein. Der Bau von Gleisen und Haltestellen und die Erweiterung des Betriebshofs erfordern Investitionen in Höhe von rund 115 Millionen Euro. Nach Abzug der zu erwartenden Fördermittel von Bund und Land müsste die Stadt Ulm rund 50,2 Millionen Euro aus Eigenmitteln finanzieren. Vollständig selbst finanzieren müsste die SWU Verkehr die Anschaffung zusätzlicher Straßenbahnen. Bis zu 14 Wagen sind nötig, um die neue Linie zu bedienen.

Daten und Fakten zur Lini

 

Projekt:

Planung und Neubau einer zweiten Straßenbahnlinie zwischen Kuhberg und Wissenschaftsstadt über den Ulmer Hauptbahnhof

Strecke:

Gesamtlänge: 10,5 Kilometer

Neu zu bauen: 9,3 Kilometer Schiene

Davon eigener Bahnkörper: 6,5 Kilometer

Haltestellen: 18, barrierefrei

Maximale Steigung: 7,5 Prozent

Taktung: 10 Minuten, in Spitzenzeiten 5 Minuten

Streckenführung:

Streckenast 1: Kuhberg-Hauptbahnhof:

Schulzentrum Kuhberg, Egginger Weg, Römerstraße, Römerplatz, Kleine Ehinger Anlage, Ehinger Tor, Hauptbahnhof, Theater


Streckenast 2: Hauptbahnhof-Wissenschaftsstadt:

Theater, Neutorstraße, Mähringer Weg, Universität Süd, Albert-Einstein-Allee, Neue Chirurgie, Universität West, Hochschule, Lise-Meitner-Straße, Science-Park II

Zeitplan:

Planungsauftrag durch den Gemeinderat:
30. März 2011

Entwurfs- und Genehmigungsplanung:
in Bearbeitung seit Ende April 2011

Antrag auf Planfeststellung: Mitte 2012

Baubeginn: 2014

Fertigstellung erster Streckenast: 2016

Fertigstellung Gesamtstrecke: 2018

Investitionsvolumen Streckenbau, gesamt:

ca.115 Mio. Euro (einschließlich Erweiterung des Verkehrsbetriebshofs in der Ulmer Weststadt)

Investitionsvolumen, Stadt

ca. 50,2 Mio. Euro

Stadtwerke begrüßen zustimmendes Bürgervotum zum Gas- und Dampfturbinenkraftwerk
11. September 2011

Standortprüfung kann jetzt konkretisiert werden. Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm begrüßen die eindeutige Zustimmung der Bubesheimer durch Bürgerentscheid vom 11. September. Auch wenn es amtlich erst am Dienstagabend, 13. September, festgestellt werden wird:

Bubesheim hat sich mit einer Mehrheit der Wahlberechtigten für ein hochmodernes, flexibles Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorsts Leipheim entschieden. „Der Weg für eine Aufstellung der Anlage auch auf Bubesheimer Flur ist damit frei“, zeigt sich Jürgen Schäffner, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU Energie erleichtert.

„Die Bürger von Bubesheim haben sich für eine wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung im Landkreis und in der Region entschieden“, ergänzt Schäffner. Letztlich hätten sie mit ihrem Votum auch Einsicht dokumentiert, dass „GuD-Anlagen in den nächsten Jahrzehnten nötig sind zur Absicherung der weiteren Entwicklung erneuerbarer Energien im Land“.

Die SWU würdigt das hohe Engagement in der Bubesheimer Bevölkerung. Bubesheimer Bürger haben sich mit den gegen das Projekt vorgebrachten Ängsten, Bedenken und Zweifeln sachlich und differenziert auseinandergesetzt. Nun gehe es darum konkret zu belegen, dass das SWU-Vorhaben, was Klima und Natur anbetrifft, verantwortbar und zulässig ist. „Davon sind die Stadtwerke überzeugt“, bekräftigt Schäffner. In den Genehmigungsverfahren werden alle bisher in der Diskussion aufgeworfenen Fragen – gerade auch diejenigen zum Schutz der Gesundheit – vertieft behandelt werden.

Die SWU will darum zügig den nächsten Schritt tun und den mit dem Zweckverband Interkommunales Gewerbegebiet Landkreis Günzburg bereits ausgehandelten Optionsvertrag unterzeichnen. Damit soll die rd. 18 Hektar große Fläche im Südwesten des früheren Militärgeländes reserviert werden. Die Außenränder werden separat als Forst erworben und erhalten. Das zu untersuchende Kraftwerk selbst soll später nur etwa acht Hektar von dem rd. 15 Hektar großen Baugrundstück in Anspruch nehmen; die andere Hälfte wird also auch als Grünfläche erhalten bleiben.

Die beiden SWU-Elektroautos auf dem Julierpass, einem von drei Passhöhen, die am vierten Tagesabschnitt zu überwinden waren.
Auf Anhieb ins Ziel
31. August 2011

Stadtwerke-Teams schlugen sich wacker bei der Elektro-Rallye über die Alpen.
Platz 25 und 27. Mit diesem Resultat endete für die beiden Stadtwerke-Teams die „e-miglia“, eine viertägige Rallye für Elektrofahrzeuge von München über die Alpen nach St. Moritz. 32 Teams waren auf die 800 Kilometer lange Strecke gegangen.

„Wir sind ohne Panne ins Ziel gekommen und bei der Platzierung war einfach nicht mehr drin“, blickt Jörg Hauser zurück, einer der Piloten in den Elektro-Mitsubishis. Sowohl für die Piloten als auch für die Stadtwerke war es die erste Teilnahme an einem solchen Wettbewerb. Am 2. August waren Hauser und sein Kollege Werner Schelberger – beide sind sie Stadtwerke-Mitarbeiter – in München an den Start gegangen. Den zweiten SWU-Mitsubishi steuerten die Ulmer Jaana Kettunen und Christoph Müller. Sie hatten sich bei der Messe „Leben-Wohnen-Freizeit“ erfolgreich als Rallye-Piloten beworben.

Ankunft „auf der Schildkröte“

Schnell ins Ziel und dabei möglichst wenig Strom verbrauchen, darauf kam es bei den Wertungen an. Der Auftakt war verheißungsvoll. Am Ende der ersten Etappe, in Mittersill am Fuße des Großglockners, belegten Schelberger und Hauser Platz 8. „Dank unserer Zeitreserven konnten wir sogar einen Stau am Schliersee wegstecken“. Schwierig wurde es am Tag darauf. Der Anstieg zum Großglockner, immerhin fast 1300 Höhenmeter, sollte laut Zeitvorgabe in 15 Minuten bewältigt werden. Zu anspruchsvoll für die Akkus der 47 Kilowatt leistenden Mitsubishis vom Typ „i-MiEV“. Bei der Abfahrt nach Bozen wartete die nächste unliebsame Überraschung. Ein heftiges Gewitter war ausgebrochen, begleitet von einem starken Sturm, der bergauf zog. Auch der nächste Tagesabschnitt hatte es in sich. Auf 178 Kilometern Etappenlänge waren 2.720 Höhenmeter zu überwinden. „Wir kamen auf der Schildkröte in St. Moritz an“, berichtet Jörg Hauser. Das Schildkröten-Symbol leuchtet dann im Auto auf, wenn die Batterie fast leergefahren ist. Die Folge: Beide SWU-Teams kassierten empfindliche Zeitstrafen. „Hohe Temperaturen und die falsche Bereifung machten uns hier zu schaffen“, erzählt Jörg Hauser. Damit war die Chance auf einen vorderen Platz in der Gesamtwertung dahin.

Spitze bei den Sonderprüfungen

Besser abgeschnitten haben die SWU-Teams bei den Sonderprüfungen. In Bozen musste ein Rundkurs zweimal durchfahren werden. Nicht in der schnellsten, sondern jeweils in derselben Zeit. Schelberger und Hauser wiederholten ihre vorgelegte Zeit bis auf eine Zehntelsekunde – das war Platz 2. „Die vielen Begegnungen am Rande der Strecke, die gute Zusammenarbeit mit Jaana und Christoph und auch den Austausch mit den anderen Teams – das nehmen wir als Gewinn auf jeden Fall mit“, zieht Jörg Hauser Bilanz. Im nächsten Jahr soll es bei der „e-miglia“ eine Sonderwertung für Kleinwagen wie den Mitsubishi geben. Möglicherweise ein Anreiz für die Stadtwerke, dann erneut an den Start zu gehen.

Früherer SWU-Geschäftsführer Dr. Eckehart Stuckel wird achtzig
18. August 2011

Gemeinsame Stadtwerke mit auf den Weg gebracht.
Dr. Eckehart Stuckel, bis 1996 kaufmännischer Geschäftsführer der SWU, feiert am 19. August seinen 80. Geburtstag.

1931 im westfälisch-lippischen Detmold geboren, begann der promovierte Volkswirt 1973 als kaufmännischer Werkleiter bei den damaligen Stadtwerken Ulm. Berufliche Zwischenstationen hatten ihn zuvor zur Essener Ruhrgas, zur Gasversorgung Süddeutschland in Stuttgart und zu den Stadtwerken Freiburg geführt. Dr. Stuckel brachte 1983 die Gründung der gemeinsamen Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm mit auf den Weg und fungierte als kaufmännischer Geschäftsführer der neuen städte-übergreifenden Gesellschaft. Zu seinem Geschäftsbereich gehörten die Abteilungen Finanzen und Rechnungswesen, Personal, Einkauf, Verkauf und Tarife. Lange Jahre war er auch kaufmännischer Geschäftsführer der Fernwärme Ulm GmbH (FUG). Dr. Stuckel war außerdem Mitglied in Verbänden und Aufsichtsräten, so bei den SWU-Töchtern Gasversorgung Langenau GmbH und Gasversorgung Blaubeuren GmbH sowie bei der Gasversorgung Süddeutschland GmbH. Im Juni 1996 zog sich Dr. Stuckel nach 23 Stadtwerke-Jahren in den Ruhestand zurück. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Demnächst wird Dr. Stuckel seinen langjährigen Lebensmittelpunkt Ulm verlassen. Mit seiner Ehefrau Régine wird er sich in deren Heimatland Frankreich niederlassen.

SWU Verkehr erneuert die Gleise am Olgaplatz, an der Hauptpost und in Söflingen
12. August 2011

Es wird auch nachts gearbeitet. Ab 15. August verkehren größtenteils Busse anstelle der Straßenbahn.

Ab Montag, 15. August repariert die SWU Verkehr Straßenbahngleise in der Innenstadt und in Söflingen. Gearbeitet wird auf drei Abschnitten: am Gleisbogen vor der Hauptpost, in der Olgastraße auf dem rund 50 Meter langen Abschnitt zwischen Georgskirche und Olgaplatz sowie an der Endschleife Söflingen. Für die Fahrgäste heißt das: Zu bestimmten Zeiten und auf bestimmten Abschnitten kann die Straßenbahn nicht fahren und wird durch Busse ersetzt. Gearbeitet wird in der Innenstadt auch nachts, zwischen 21 Uhr und etwa vier Uhr morgens – außer am Wochenende.

„Vor allem dort, wo die Straßenbahn häufig anfährt und bremst und wo sie Kurven fährt, werden die Schienen stark beansprucht. An solchen Stellen müssen die Gleise in gewissen Abständen neu befestigt oder ganz erneuert werden“, erläutert Jörg Zeeb, bei SWU Verkehr zuständig für die Infrastruktur. Beim Olgaplatz wurde im vergangenen Jahr bereits eine Seite des Schienenstrangs erneuert, nun ist die gegenüberliegende Seite ebenso an der Reihe wie das Gleis vor der Hauptpost. Die Schienen in der Gleisschleife Söflingen sind nach 22 Jahren verschlissen und müssen erneuert werden.

Die Arbeiten dauern vom 15. August bis 2. September. Während dieser Zeit gelten folgende Sonderregelungen:

15. bis 27. August: Es fahren ganztägig Busse zwischen Westplatz und Endhaltestelle Söflingen. Fahrgäste der Linie 1 steigen am Westplatz vom Bus in die Straßenbahn um beziehungsweise umgekehrt. In der Folge kommt es auf diesem Abschnitt der Linie 1 zu Fahrplanänderungen. Die Fahrpläne können im Internet heruntergeladen werden und sind außerdem in den Fahrzeugen und im KundenCenter SWU traffiti erhältlich.

15. August bis Freitag 2. September: Ab etwa 20 Uhr bis Betriebsschluss verkehren auf der gesamten Strecke der Linie 1 Busse. Die Haltestelle Alfred-Delp-Weg kann in dieser Zeit nicht bedient werden. Fahrgäste werden gebeten, auf die Haltestelle Egertweg auszuweichen. Wichtig: Diese Regelung gilt nur montags bis freitags. Das heißt: Samstags und sonntags verkehrt ganztägig die Straßenbahn.

Neutorbrücke bleibt für Michelsberg-Anwohner in Richtung Theater frei
04. August 2011

Aufwärts ist die Brücke ab Montag, 8. August für Pkw gesperrt.

Erleichterungen für Michelsberg-Anwohner: Während der rund viermonatigen Umbauphase beim SWU-Gebäude Karlstraße gelangen Anwohner des Michelsbergs auch mit dem Pkw über die Neutorbrücke hinunter in die Stadt. Diese Verbesserung haben die Verantwortlichen von Stadtwerken, Stadt und Polizei nach einem Treffen heute beschlossen. In der Gegenrichtung wird die Brücke dagegen für den Pkw-Verkehr gesperrt. Die Sperrung wird am Montag, 8. August ab etwa 10 Uhr eingerichtet.

Im Übrigen bleibt es bis Ende November, dem voraussichtlichen Abschluss der Arbeiten, bei den bereits mitgeteilten Verkehrsregelungen. Diese sehen wie folgt aus.

  • SWU-Linienbusse, Fußgänger und Radler können die Neutorbrücke in beiden Fahrtrichtungen uneingeschränkt benutzen.

  • Für Pkw und Lkw gesperrt sind neben der Brückenauffahrt am Knoten Karlstraße/Neutorstraße auch die Kienlesbergstraße (ab dem Abzweig „Zum Alten Fritz“) und Michelsbergstraße.

  • Für den Pkw- und Lieferverkehr zum Michelsberg gelten ab 8. August diese Umleitungen:
    Vom Westen her, aus Richtung Eselsberg und Lehrer Tal, führt die Umleitung über Wallstraßenbrücke, Blaubeurer-Tor-Ring, Ludwig-Erhard-Brücke, Karlstraße, Frauenstraße und Schwabstraße. Aus Richtung Stuttgarter Straße gelangen Autofahrer über die Eythstraße zum Michelsberg, aus Richtung Oststadt über Karlstraße-Frauenstraße-Schwabstraße.

Die Stadtwerke werden die Michelsberg-Anwohner zusätzlich per Briefeinwurf über die Baumaßnahmen und die daraus folgenden Verkehrsregelungen unterrichten. Weiterhin geschaltet ist das Info-Telefon unter (07 31) 1 66 - 22 99.

Hintergrund der Baumaßnahmen am Fuß der Neutorbrücke: Die Stadtwerke legen einen neuen Tunnel an, über den SWU-Mitarbeiter künftig vom SWU-Glashaus zu dem derzeit entstehenden zweiten Verwaltungsgebäude gelangen. Diese Unterführung muss in offener Bauweise hergestellt werden. Dadurch bleibt auf der Brückenauffahrt nur eine einzige, etwa 3,50 Meter breite Fahrspur offen. Es entsteht ein Flaschenhals mit Ampelregelung. Der Verkehr würde sich dadurch bis in die Kreuzung rückstauen. Die Sperrung der Brückenauffahrt war somit unumgänglich.

Sperrung der Neutorbrücke verschoben auf Montag, 8. August 2011
03. August 2011

Aus aktuellem Anlass zur Sperrung der Neutorbrücke in Ulm geben wir Ihnen hiermit den letzten und verbindlichen Stand der Dinge:

Auf Grund der zugegebenermaßen sehr kurzfristig anberaumten Sperrung der Brücke und der doch erheblichen Diskussion in der Bevölkerung, wird die SWU die Sperrung der Brücke nun neu auf Montag, den 08. August 2011, 10.00 Uhr verschieben.
 

Die Zeit bis Montag hilft den betroffenen Anwohnern und Firmenbesitzern, sich etwas besser auf die mehrmonatige Sperrung vorzubereiten. Ab morgen Donnerstag, den 4. August 2011, 8.00 Uhr, werden nun lediglich die vorbereitenden Maßnahmen hinsichtlich der  Beschilderung eingeleitet: Die Brückensperrung und die entsprechenden Umleitungen werden weiträumig ausgeschildert.
 
Alle Beteiligten sind sich derzeit einig, dass eine Vollsperrung für den Individualverkehr die richtige Entscheidung ist, um möglichen Rückstauproblematiken vor und hinter der Brücke aus dem Weg zu gehen. In einer weiteren Besprechung unter allen Beteiligten werden wir den Versuch vornehmen, die Auswirkungen auf den Verkehr zu minimieren.
 
Im Namen aller beteiligten Partner bitten wir um Ihr Verständnis und möchten uns auf diesem Wege für die entstandenen Irritationen entschuldigen.
 
Eventuelle Rückfragen können unter der Telefonnummer (0731) 166 – 22 99 auf einem Anrufbeantworter hinterlassen werden. Dieser wird in regelmäßigen Abständen abgehört und die Fragen zeitnah beantwortet.

SWU-Glasbau und das neue SWU-Gebäude K3 bekommen einen Verbindungstunnel
02. August 2011

Aufgrabung beginnt bereits in den Sommerferien

Unter der Zufahrt zur Neutorbrücke wird sich der Tunnel befinden, der das SWU-Bürogebäude Karlstraße 1 mit dem Neubau, der künftigen Karlstraße 3 verbindet. Dieser wird den Mitarbeitern einen gefahrlosen Wechsel zwischen den beiden Häusern sowie den schnellen und einfachen Transport von Materialien ermöglichen. Die Arbeiten werden in offener Bauweise durchgeführt – der Tunnel wird also in einem offenen Graben betoniert. Da auf Grund der Arbeiten die Neutorbrücke für den Individualverkehr gesperrt werden muss, fällt der Startschuss nun bereits in den Sommerferien. „In den nächsten sechs Wochen wird die Sperrung der Neutorbrücke noch relativ gut verkraftbar sein“, erklärt Philipp Lehmann, Verantwortlicher der Stadtwerke aus dem Bereich Einkauf, Materialwirtschaft und Gebäudemanagement. Stadtbusse können die Brücke von Donnerstag, den 4. August 2011, bis etwa Ende November einspurig befahren. Auf diese Weise können eventuelle Behinderungen im Nahverkehr auf ein Minimum reduziert werden. Auch die beiden Gehwege werden nie gleichzeitig gesperrt sein, so dass den Fußgängern jederzeit ein sicherer Weg zur Verfügung steht.

Für den Autoverkehr werden sich an der Kreuzung Karlstraße/Neutorbrücke einige bedeutende Änderungen ergeben. In der Karlstraße in Fahrtrichtung Ludwig-Erhard-Brücke kann an der Ampel nicht mehr nach rechts abgebogen werden, von der Brücke kommend demnach nicht mehr nach links. Auch nördlich der Neutorbrücke kommt es in der Kienlesbergstraße sowie in der Michelsbergstraße zu Sperrungen. Für betroffene Bürger haben die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm eine Telefonnummer eingerichtet, unter der diese eine Nachricht auf einem Anrufbeantworter hinterlassen können. Die Fragen werden regelmäßig abgehört und schnellstmöglich beantwortet. Die Telefonnummer lautet: 0731/166-2299.

Werner Schelberger (links) und Jörg Hauser.
Vier Etappen, vier Länder. SWU schickt zwei Teams zur Rallye für Elektrofahrzeuge
29. Juli 2011

Am 2. August startet die „e-miglia“. Energiesparend fahren – von München nach Sankt Moritz.

Die härteste Etappe wartet am zweiten Tag. Über die Hochalpenstraße geht es zum Großglockner hinauf. 48 Kilometer Anstieg sind bis zur Passhöhe zu bewältigen. „Bergauf ist der Tod für ein Elektroauto“, blickt Jörg Hauser dieser Etappe entgegen. Er und Werner Schelberger bilden eines von zwei Teams, die die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm in die „e-miglia“ schicken. Diese Härteprüfung für Elektro-Fahrzeuge startet am 2. August in München. Ziel am 5. August ist Sankt Moritz in der Schweiz. Dazwischen liegen 800 Kilometer Berg-und Tal-Fahrt, aufgeteilt in vier Etappen, die durch vier Länder führen. Werner Schelberger und Jörg Hauser sind Stadtwerke-Mitarbeiter. Das zweite SWU-Team bilden die Ulmer Jaana Kettunen und Christoph Müller. Sie hatten sich auf dem SWU-Stand bei der Messe „Leben-Wohnen-Freizeit“ erfolgreich als Rallye-Team beworben. 

Auf langen Strecken erproben

Der Name der Rallye erinnert an die „Mille Miglia“, einen Klassiker des internationalen Motorsports. Die Leistungsfähigkeit und die Möglichkeiten der Elektroautos auf langen Strecken mit unterschiedlichem Profil erproben: Dieses Ziel verfolgt die SWU mit ihrer Teilnahme an der Rallye. Der Elektro-Mobilität wird Zukunft vorhergesagt. Erst vor wenigen Wochen hat die SWU zusammen mit zwei Partnern den Startschuss gegeben für den Aufbau eines Ladesäulennetzes in Ulm/Neu-Ulm. Zehn solcher Ladesäulen sind bereits in Betrieb, bis Jahresende werden es 24 Stationen sein.

Routenplanung mit Köpfchen

Die beiden SWU-Teams werden in einem 47 Kilowatt leistenden Elektro-Mitsubishi vom Typ „i-MiEV“ unterwegs sein. Die Autos gehören seit kurzem zum SWU-Fuhrpark. „Wir werden unsere Route sorgfältig planen müssen“, weist Jörg Hauser auf eine der größten Herausforderungen hin. Staustrecken etwa sind zu meiden. Wegen des Zeitverlustes und auch, weil Staus auf die Batterie gehen. Bei Zeitgleichheit gewinnt das Team, das weniger Strom verbraucht hat. „Es kommt auf das gleichmäßige Vorwärtskommen an“, erklärt Werner Schelberger. Nur einer der Kontrollpunkte bietet eine Ladestation. Die Streckenposten führen Buch über den Ladezustand und den getankten Strom. Haben die Teams das Etappenziel erreicht, ist noch nicht Feierabend. In Bozen zum Beispiel, am Ende der voraussichtlich schwersten Tagesetappe, steht noch eine Nachtprüfung an. Bei Pannen müssen sich die SWU-Fahrer selbst helfen. Wer auf einen nicht für das eigene Team gemeldeten Servicewagen zurückgreift, kassiert empfindliche Strafzeiten. Gemeldet sind 32 Teams. „In der Kategorie Kleinwagen wollen wir uns beweisen – und nicht auf den letzten Plätzen landen“, gibt Werner Schelberger das sportliche Ziel vor. Er und sein Kollege fahren zum ersten Mal eine Rallye.

Manipulation an Stromzählern: Stadtwerke verstärken die Kontrollen
27. Juli 2011

Seit einigen Wochen häufen sich im SWU-Netzgebiet Manipulationen an Stromzählern.

Rund zehn Fälle, verteilt auf Ulm, Neu-Ulm und Senden, haben die Stadtwerke bislang registriert. Wirtschaftliche Vorteile hat das den betroffenen Stromkunden nicht gebracht. Den Stadtwerken hingegen entstanden Kosten in Höhe von 3.000 Euro. Denn jeder manipulierte Zähler musste amtlich geprüft und anschließend ersetzt werden. Die Stadtwerke machen nun verstärkt Stichproben.

„Das kann nur ein übler Streich sein. Wir können solch ein Verhalten in keiner Weise nachvollziehen“, sagt Patrick Schönbein, bei den Stadtwerken verantwortlich für die Messeinrichtungen sowie für die Energie- und Wasserabrechnung. Denn das Vorgehen der noch Unbekannten führte nicht etwa dazu, dass weniger Strom abgerechnet als tatsächlich verbraucht wurde. In allen Fällen wurde außen am Zählergehäuse ein Magnet angebracht. Dieser Magnet verlangsamte die Drehungen der Scheibe und damit den Zählfortschritt. Jedoch nur für kurze Zeit: Dann ging der im Gehäuseinneren installierte Bremsmagnet kaputt. Resultat: Die Drehscheibe drehte sich zu schnell und zeigte einen um etwa das Achtfache erhöhten Verbrauch an. „Sollte die Manipulation betrügerische Absichten verfolgt haben, so hat sich die betreffende Person selbst geschadet“, erläutert Patrick Schönbein und fügt hinzu: „Wer solche Manipulationen vornimmt, macht sich strafbar“.

Trianel projektiert GuD-Kraftwerk im Chempark Krefeld-Uerdingen
08. Juli 2011

Antrag auf Genehmigung soll noch 2011 gestellt werden

Bei der gestrigen Gesellschafterversammlung (07.07.2011) der Trianel Kraftwerk Krefeld Projektgesellschaft mbh & Co. KG (TKK) in Lünen wurden auf Basis einer seit Ende 2010 erarbeiteten Machbarkeitsstudie die Weichen für die Projektierung eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks (GuD) gestellt. Nach der Sommerpause sollen in einem Scoping-Termin die Planungen mit den Trägern öffentlicher Belange abgestimmt werden. „Ich freue mich über die klare Entscheidung aller Partner pro Gas“, so Jürgen Schäffner, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU Energie. „Die Planungen für das GuD-Kraftwerk werden nun mit Hochdruck vorangetrieben“. Die SWU ist als eines von rund 30 kommunalen Unternehmen an dem Kraftwerksprojekt beteiligt. Die SWU hat sich einen Anteil von bis zu 50 Megawatt elektrischer Leistung gesichert. Nach ersten Berechnungen könnte das Kraftwerk Strom für die beteiligten Stadtwerke und ganzjährig Dampf für die chemischen Produktionsprozesse im Chempark Krefeld-Uerdingen (7.000 Beschäftigte) auskoppeln. Somit würde das geplante Gaskraftwerk einen Primärenergienutzungsgrad von bis zu 85 Prozent erreichen. Das Gaskraftwerk ersetzt zwei alte Kohlekessel.

TKK-Geschäftsführer Martin Hector geht nach ersten Vorgesprächen von einer breiten Zustimmung zu dem Kraftwerksprojekt aus. „Aus formalen und rechtlichen Gründen wird TKK den immissionsschutzrechtlichen Antrag für das Kohlekraftwerk bei der Bezirksregierung Düsseldorf allerdings so lange aufrecht erhalten“, erläutert Hector, „bis er durch den Antrag für die GuD-Anlage abgelöst wird“. Nach dem auf der Gesellschafterversammlung vorgestellten Zeitplan soll der Antrag nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz noch 2011 gestellt werden. TKK plant im Chempark Krefeld-Uerdingen innerhalb der nächsten sechs Jahre eine Doppelblockanlage mit einer elektrischen Leistung von bis zu 1.200 Megawatt.

Nach der Vorstellung des Energiekonzepts 2010 der Bundesregierung hatten die TKK-Gesellschafter im November vergangenen Jahres die Neubewertung aller Handlungsoptionen am Standort Krefeld-Uerdingen beschlossen. „Heute zeigt sich, dass dies der richtige Weg war“, sagt Jürgen Schäffner. Durch die Ereignisse in Japan und die daraus folgenden Veränderungen in der deutschen Energiepolitik ist eine kurzfristige Anpassung der Machbarkeitsstudie notwendig geworden. „Trotz optimaler Ausrichtung des Konzeptes auf die Anforderungen der Energiewende sind aufgrund der hohen wirtschaftlichen Unsicherheiten bis zur erfolgreichen Realisierung des GuD-Kraftwerks noch etliche Steine aus dem Weg zu räumen“, so Martin Hector. Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm und ihre Partner bauen deshalb auf eine Flankierung des Vorhabens durch energiepolitische Maßnahmen. Die Bundesregierung hatte schon im Energiekonzept 2010 einen 15-prozentigen Investitionskostenzuschuss für hocheffiziente Kraftwerke verankert. „Dieser Zuschuss muss nun so schnell wie möglich konkretisiert werden“, so Jürgen Schäffner.

Von links: Tobias Mahler (SWU-Vertrieb), Roland Oed (Stadt Ulm), Ingo Wortmann (SWU Verkehr) und Stefanie Münzinger (KWS Verkehrsmittelwerbung).
Zwei Spatzen auf einen Streich. SWU-Bus wirbt für das ServiceCenter Neue Mitte.
08. Juli 2011

Zwei Spatzen auf einen Streich. Einer davon trägt grüne Turnschuhe. Mit diesem Motiv wirbt seit kurzem ein SWU-Gelenkbus für das ServiceCenter Neue Mitte.

Die Einrichtung wird von den Stadtwerken und der Stadt Ulm gemeinsam betrieben und fasst Dienstleistungen beider Partner in einem „Haus der kurzen Wege“ zusammen. So können Bürger in dem erst vor einem Jahr eröffneten Service-Center sich in Sachen Energie beraten lassen, ihren Personalausweis verlängern, ihren Wohnort ummelden, ihre Monatskarte für Bus und Straßenbahn und sogar Karten für das nächste Konzert kaufen. Roland Oed, Leiter der Abteilung Melde- und Ausländerwesen bei den städtischen Bürgerdiensten, und Tobias Mahler vom SWU-Vertrieb stellten den „Spatzenbus“ vor. Mit von der Partie waren auch SWU-Verkehr-Chef Ingo Wortmann und Stefanie Münzinger von der Firma KWS Verkehrsmittelwerbung.

Stadtwerke reinigen das Grundwasser im alten Gaswerksgelände
06. Juli 2011

Das gereinigte Wasser wird energetisch im neuen Verwaltungsgebäude genutzt. Fachleute für Altlastensanierung besichtigen die Sanierungsanlage.

Fachleute für die Altlastensanierung aus Bayern und Baden-Württemberg tagen am 7. und 8. Juli in Neu-Ulm. Ein Programmpunkt des „Altlastensymposiums 2011“ ist die Besichtigung der neu gebauten Grundwassersanierungsanlage auf dem SWU-Betriebsgelände an der Karlstraße. Die Anlage entzieht dem Grundwasser Schadstoffe, die vom ehemaligen Ulmer Gaswerk herrühren. Es produzierte an diesem Standort bis Anfang der 1960er Jahre Stadtgas aus der Verbrennung von Koks. Rückstände aus dieser Gasproduktion wie zum Beispiel Teer, Ammonium und Kohlenwasserstoffe finden sich teilweise heute noch im Grundwasser.

Altlastensanierung wird energetisch genutzt

Für die Sanierung des Grundwassers sind entlang der Neutorstraße unterhalb der Auffahrt zur „Gasbruck“ vier rund 20 Meter in die Tiefe reichende Brunnen gebohrt worden. Sie pumpen pro Stunde etwa 20.000 Liter belastetes Grundwasser ab. Es wird in eine Aufbereitungsanlage geleitet, die im Keller des SWU-Hauptgebäudes steht. Nach der Reinigung wird das Grundwasser zum derzeit entstehenden SWU-Neubau geführt und energetisch genutzt. Einerseits zur Kühlung, aber auch zum Heizen: Die im Grundwasser gespeicherte Energie deckt einen Teil der Gebäudetemperierung im Sommer und im Winter. So wird ein Nachteil in einen Vorteil umgemünzt.

8,5 Millionen Euro Sanierungskosten in den nächsten 20 Jahren

Schon in der Vergangenheit wurde der alte Ulmer Gaswerksstandort mehrfach von Produktionsrückständen befreit. Zuletzt im Jahr 2006, als 12.500 Tonnen verunreinigter Boden bis in eine Tiefe von über zwölf Metern abgetragen und auf Sondermülldeponien entsorgt wurden. Das sanierte Areal befindet sich auf der Südseite des SWU-Glashauses zur Ludwig-Erhard-Brücke hin. Damals wurden auch rund 600.000 Liter hochbelastetes, teerölhaltiges Wasser abgepumpt. Die aus dieser Teilsanierung gewonnenen Erkenntnisse führten zu dem Beschluss, eine Anlage zur Grundwassersanierung über die nächsten 20 Jahre hinweg zu betreiben. Bau und Betrieb der Reinigungsanlage in diesem Zeitraum werden auf 8,5 Millionen Euro veranschlagt. 75 Prozent der Kosten trägt das Land Baden-Württemberg aus den Mitteln des Altlastenfonds.

Flächendeckend: SWU und car2go machen Ulm und Neu-Ulm elektromobil
29. Juni 2011

Elektromobil

  • Aufbau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur in Ulm/Neu-Ulm
  • Erstmals smart fortwo electric drive bei car2go anmietbar
  • Bis Ende 2012 kostenfrei SWU NaturStrom tanken

Die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH und die Daimler-Tochter car2go GmbH haben heute gemeinsam mit den Technologiepartnern Mennekes und der FG.de Unternehmensgruppe das Zeitalter der Elektromobilität in Ulm und Neu-Ulm eingeläutet. Ab Anfang August werden in der car2go Flotte die ersten fünf elektrisch betriebenen smart fortwo anmietbar sein. Die Voraussetzung dafür schafft die SWU am heutigen Tag mit der Inbetriebnahme der ersten fünf Stromtankstellen. In den Sommermonaten wird das Stromtankstellennetz dann zügig auf 24 „Stromzapfsäulen“ in den beiden Donaustädten ausgebaut. Die Elektrofahrzeuge sind dabei klimaneutral unterwegs, denn die Ladestationen werden ausschließlich mit SWU NaturStrom versorgt. Bis Ende 2012 können dort alle Elektrofahrzeuge, also auch E-Bikes oder Elektroroller, gratis aufgetankt werden. Voraussetzung dafür ist die neue kostenlose Strom-Tankkarte der SWU, die Inhaber der SWU SchwabenCard erhalten können. Die ersten fünf Stromzapfsäulen sind in Ulm an folgenden zentral gelegenen Orten installiert: Roxy, Stadtregal, Heilmeyersteige, im Parkhaus „am Rathaus“, sowie im Parkhaus „Deutschhaus“.

Ulm ist Vorreiter
„Ulm ist für car2go die Pionierstadt und auch jetzt wird eine wichtige neue Entwicklungen zuerst auf den Straßen der Donaustadt einführt. Bevor wir Ende des Jahres mit einer rein elektrisch betriebenen car2go Flotte in Amsterdam an den Start gehen, wird damit in Ulm und Neu-Ulm die Elektromobilität für die breite Bevölkerung im wahrsten Sinne des Wortes direkt erfahrbar“, begrüßt Robert Henrich, Geschäftsführer der car2go GmbH, diesen wichtigen Schritt. Für Ivo Gönner, Oberbürgermeister der Stadt Ulm und SWU-Aufsichtsratsvorsitzender, ist die Kooperation mit car2go der Garant dafür, dass die Elektromobilität in Ulm und Neu-Ulm schnell Fuß fassen kann: „Mit car2go als Partner ist eine breite Nutzung der neuen Versorgungsinfrastruktur sichergestellt. Damit ist auch die Grundlage für den schnellen Ausbau der Elektromobilität in Ulm und Neu-Ulm geschaffen. Ich bin mir sicher, dass das Beispiel von car2go bei Bürgern wie Unternehmen Schule machen und so die Zahl der Elektrofahrzeuge in den beiden Städten schnell ansteigen wird." Davon geht auch Robert Henrich aus: „Wir haben mit car2go in Ulm und Neu-Ulm gerade die Schwelle von einer halben Million Mietvorgängen überschritten. Ich kann mir vorstellen, dass die neuen Elektro-smarts ab August dazu beitragen werden, die Attraktivität unseres Mobilitätskonzepts nochmals zu steigern“, so seine Einschätzung. Jürgen Schäffner, Geschäftsführer der SWU Energie GmbH, betont, dass dieses Projekt weit mehr als eine PR-Aktion ist: „Wir reden hier nicht von der isolierten Installation von ein paar Zapfsäulen, sondern von einem integrierten Gesamtkonzept. Denn es werden sowohl die Systeme eines Mobilitätsdienstleisters wie car2go als auch die intelligente Software für die bedarfsgerechte Stromverteilung von der FG.de Unternehmensgruppe integriert. Damit übernimmt die SWU eine Vorreiterrolle unter den deutschen Stadtwerken.“

Einfache Bedienung
Die neuen Smart-Spot Ladestationen des Projektpartners Mennekes sind mit zwei alternativen Ladeanschlüssen ausgestattet: Einem Mode-3-Ladeanschluss, der intelligentes Laden durch die Kommunikation mit dem Fahrzeug ermöglicht, und einer normalen SCHUKO-Steckdose für Fahrzeuge wie Elektroroller oder E-Bikes, die über keine Kommunikationsschnittstelle verfügen. Die Freischaltung erfolgt berührungslos über die SWU Strom-Tankkarte, so dass ein Missbrauch der Ladestationen ausgeschlossen ist. Ein Info-Display gibt Informationen zur Bedienung und zeigt an, wie viel Energie bezogen wurde. Die LED-Beleuchtung der Steckdose erleichtert die Bedienung im Dunkeln und zeigt den Ladestatus durch verschiedene Farben an.

Zentrale Leitstelle bei der SWU
FG.de, Spezialist für Smart Metering und eMobility-Technologien, wird gemeinsam mit der SWU die zentrale Leitstelle für das Zapfsäulennetz sowie die Schnittstelle zur einzelnen Stromladesäule entwickeln. Die Leitstelle wird bei der SWU installiert werden und ermöglicht das Monitoring der Ladevorgänge, die Verwaltung der Kundendaten sowie die Überwachung aller Ladesäulen. Dabei steht insbesondere der car2go Benutzer im Fokus, der sein car2go Siegel auf dem Führerschein auch für die Authentifizierung an der Ladesäule nutzen, über das Internet den Ladestand seines Fahrzeugs abfragen oder mit Hilfe seines Smartphones die nächste freie Ladesäule finden und reservieren kann. Das Leitstellensystem garantiert außerdem eine weitgehend fehlerfreie Anwendung. Sollte doch einmal ein Fehler auftreten, kann das Problem mittels Fernwartung in kurzer Zeit behoben werden. FG.de wird diese Funktionalität zusammen mit den SWU künftig weiter entwickeln und ausbauen, um dem Nutzer das Stromtanken so komfortabel wie möglich zu gestalten.

Für die Smarte Zukunft gerüstet
Die intelligente Prozesskontrolle des Ladevorgangs durch die Übertragung von Kundendaten und Messwerten ermöglicht künftig auch die Nutzung der Fahrzeugbatterien als Zwischenspeicher - und damit die Integration der Elektrofahrzeuge in das Smart Grid (intelligentes Stromnetz). Über Schnittstellen können dabei ab 2012 sowohl der car2go Kundenstamm als auch nicht registrierte E-Autofahrer abgerechnet werden - entweder über die Integration der bestehenden Abrechnungssysteme von car2go und SWU oder über die Anbindung von Bezahlsystemen, die beispielsweise das Bezahlen mit dem Mobiltelefon erlauben. Die Integration in die Software-Systeme der SWU und FG.de schafft dabei Transparenz und ermöglicht die Abrechnung der Ladevorgänge auch über "Roaming" - also deutschlandweit und mit den unterschiedlichsten Stromanbietern. Die Smart-Spot Ladesysteme von Mennekes sind, in Kombination mit dem Leitsystem von FG.de, bereits für intelligentes Lastmanagement durch die SWU gerüstet. So können regenerative Energiequellen und vorhandene Kapazitäten optimal genutzt werden, da die Ladung der Fahrzeuge abhängig von der aktuellen Netzauslastung erfolgen kann. Denkbar sind auch Szenarien mit zeit- und stromabhängigen Tarifen, so dass der Verbraucher je nach Bedarf aus verschiedenen Tarifen wählen kann.

Flexibel unterwegs
Auch die elektrisch betriebenen smart fortwo werden den von car2go gewohnten Komfort bieten: Grundsätzlich ändert sich an dem vollautomatischen und bequemen Mietvorgang nichts. Die durchschnittliche Reichweite des smart fortwo electric drive von rund 135 Kilometern ermöglicht es, dass die meisten Kunden das car2go wie gewohnt auf einem beliebigen Stellplatz im Geschäftsgebiet abstellen können, da die durchschnittlich je Mietvorgang zurückgelegte Strecke in Ulm zwischen 5 und 8 Kilometer beträgt. Erst wenn der Ladezustand unter einem bestimmten Schwellenwert liegt, muss das Fahrzeug zum Aufladen an eine der Ladestationen gebracht und die Miete dort beendet werden. Ähnlich wie beim Tankvorgang soll auch dies mit einer Zeitgutschrift für den jeweiligen car2go Nutzer belohnt werden.

Gleisarbeiten in Böfingen: Linie 1 verkehrt zeitweise als Bus
28. Juni 2011

In Böfingen wird in den nächsten Tagen die Pkw-Gleisquerung für die Zufahrt zum künftigen Baugebiet „Lettenwald“ hergestellt. Wegen dieser Gleisarbeiten wird die Straßenbahnlinie 1 von Mittwoch 29. Juni bis Dienstag 5. Juli zu bestimmten Zeiten als Bus verkehren.

Die Busse auf der Linie 1 werden wie folgt eingesetzt:

  • 29. und 30. Juni: ab etwa 20 Uhr bis Betriebsschluss
  • Freitag, 1. Juli: von ca. 13 Uhr bis Betriebsschluss
  • Samstag 2. und Sonntag 3. Juli: ganztägiger Busverkehr
  • Montag, 4. Juli: von Betriebsbeginn um ca. 4.30 Uhr bis ca. 6 Uhr und nochmals von ca. 20 Uhr bis Betriebsschluss
  • Dienstag, 5. Juli: ab etwa 20 Uhr bis Betriebsschluss.


Während des Schienen-Ersatzverkehrs kann die Haltestelle Alfred-Delp-Weg in Böfingen leider nicht bedient werden. Dort befindet sich kein Bussteig. Die SWU Verkehr bittet die Fahrgäste, auf die Haltestelle Egertweg auszuweichen. Außerhalb der aufgeführten Zeiten verkehrt die Straßenbahn wie gewohnt.

Regionalbahn Ulm - Weißenhorn rückt näher
20. Juni 2011

Verkehrspolitik

Freistaat kündigt Wettbewerbsprojekt an / Bayerns Verkehrsminister Zeil stellt Betriebsaufnahme für Ende 2013 in Aussicht / Zeil: „Reaktivierung nimmt Konturen an“

MÜNCHEN Die Reaktivierung der Bahnlinie Senden – Weißenhorn für den Personenverkehr nimmt Konturen an. Der Freistaat Bayern und die Projektpartner in der Region haben sich jetzt auf wesentliche Eckpunkte des Vorhabens geeinigt. Die 9,6 km lange Strecke soll grundlegend saniert werden. In Wullenstetten, Witzighausen, im Weißenhorner Industriegebiet und am Weißenhorner Bahnhof entstehen vier moderne und barrierefreie Haltepunkte. Insgesamt will die SWU Verkehr, eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, als Streckeneigentümerin rund zehn Millionen Euro in die Infrastruktur investieren. Die Verantwortlichen gehen von etwa 1.800 Fahrgästen täglich aus. „Das ist eine vorbildliche Stadt-Umland-Kooperation. Sie trägt dazu bei, Verkehre in der Region von der Straße auf die umweltfreundliche Schiene zu verlagern. Wenn alles gut geht, können im Dezember 2013 die ersten Züge rollen“, zeigt sich Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil optimistisch.

Der Betreiber dieser Züge soll, wie in Bayern üblich, im Wettbewerb ermittelt werden. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regionalverkehr im Auftrag des Freistaates plant, bestellt und finanziert, hat jetzt die Vergabe der Zugleistungen im Europäischen Amtsblatt bekannt gemacht. Nach europäischem Recht müssen Wettbewerbsprojekte im Bahnverkehr ein Jahr vor ihrem Start angekündigt werden, damit sich mögliche Bieter rechtzeitig vorbereiten können. Auch Baden-Württemberg beteiligt sich mit der Bestellung an dem Projekt. Laut BEG-Geschäftsführer Fritz Czeschka soll eine neue, stündliche Regionalbahnlinie von Ulm nach Weißenhorn den Zugverkehr gleich in zweifacher Weise verbessern: „Zwischen Ulm und Senden verkehrt sie auf den bestehenden Gleisen der Illertalbahn und verdichtet dort das Angebot zu einem 30-Minuten-Rhythmus. Ab Senden nutzen die Züge die Reaktivierungsstrecke. Alle Orte entlang der Strecke nach Weißenhorn erhalten somit stündliche Direktverbindungen nach Neu-Ulm und Ulm“, erklärt Czeschka.

Buslinien werden am zusätzlichen Zugangebot ausgerichtet

Bis es soweit ist, hat die Region noch einige Aufgaben zu erledigen. Unter anderem muss ein neues Buskonzept beschlossen werden, das am zusätzlichen Zugangebot ausgerichtet ist. Der Neu-Ulmer Landrat Erich Josef Geßner bestätigt, dass die Vorarbeiten für die Busanpassung bereits laufen. „Ich bin zuversichtlich, dass wir zeitnah zu verbindlichen Vereinbarungen kommen. Schließlich ist die Reaktivierung der Bahnlinie nach Weißenhorn ein Schlüsselprojekt für die Verbesserung der Mobilität in unserer Region und bringt Schülern, Pendlern und Touristen Vorteile“, unterstreicht Geßner. Auch das besucherstarke Bildungszentrum für Familie, Umwelt und Kultur in Roggenburg werde dann mit öffentlichen Verkehrsmitteln besser zu erreichen sein, erklärt der Landrat.

Die Reaktivierung von Bahnlinien ist in Bayern an einheitliche Bedingungen geknüpft. Zunächst muss von unabhängiger Seite ein Fahrgastaufkommen von mehr als 1000 Reisenden pro Werktag bestätigt werden. Zweite Bedingung ist, dass ein Eisenbahninfrastrukturunternehmen bereit ist, die Strecke zu ertüchtigen, dauerhaft zu betreiben und marktübliche Trassenpreise zu garantieren. Diese Rolle übernehmen bei der Strecke nach Weißenhorn die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) beziehungsweise deren Tochter SWU Verkehr. „Durch den Betrieb von Industriegleisanlagen in Ulm und Neu-Ulm sowie der Ulmer Straßenbahn sind Gleise und Weichen kein Neuland für uns“, erläutert SWU-Verkehr-Geschäftsführer Ingo Wortmann. „Wir wollen unsere Erfahrung nutzen, um die Weißenhorner Strecke zu einer attraktiven Nahverkehrslinie zu machen“, so Wortmann. „Wir betreiben damit als lokal verankertes Unternehmen auch Strukturpolitik für die Region.“

Der Personenverkehr auf der Bahnlinie nach Weißenhorn, einer Nebenstrecke der Illertalbahn, war im Jahr 1966 eingestellt worden. Seitdem fahren dort lediglich noch Güterzüge.

Ein neues stilles Örtchen für das Ehinger Tor
07. Juni 2011

Toilettenanlage wieder in Betrieb

Die Arbeiten für die Toilettenanlage der Firma Wall AG an der Haltestelle Ehinger Tor sind abgeschlossen. An der Eröffnung am 7. Juni 2011 waren neben Stadträtin (FWG) Helga Malischeswki auch Ingo Wortmann, Geschäftsführer der SWU Verkehr, sowie Christian Kohut, Regionalmanager bei der Wall AG, anwesend.

Das Unternehmen, bekannt durch Lösungen für Außenwerbung mit Sitz in Berlin, wird künftig für den gesamten Unterhalt der Anlage zuständig sein. Wie wichtig dieses Angebot am Ehinger Tor ist, erklärte SWU Verkehr Geschäftsführer Ingo Wortmann: „An einem durchschnittlichen Wochentag steigen etwa 5.500 Kunden an dieser Haltestelle um. Zum Vergleich: Am Hauptbahnhof haben wir circa 4.000 Umsteiger.“ Die Nutzerfrequenz des Ehinger Tors steht auch sonst der des Bahnhofs in Nichts nach: Fast 10.000 Menschen steigen in ein Fahrzeug ein und für rund 9.000 Fahrgäste ist die Station der Ausstiegsort. Für bis zu 12.000 Personen markiert der Ulmer Bahnhof jeden Tag den Start oder das Ziel ihrer Fahrt.

Die moderne Wall-Anlage hat sich bereits an der Ecke Neuer Graben/Wengengasse und Olgastraße bewährt. Da komplett aus Edelstahl, ist die Anlage nicht nur bedeutend zerstörungssicherer, sondern auch hygienischer. Die sogenannte City-Toilette reinigt sich nach jeder Nutzung selbst und wird zusätzlich in regelmäßigen Abständen von Wall-Mitarbeitern gewartet. Die Eingangstüre öffnet sich zur Seite, so dass auch Rollstuhlfahrer problemlos hineinfahren können. Auch im Inneren sorgt ein drehbares Toilettenbecken für Barrierefreiheit. „Wir freuen uns, den zahlreichen Fahrgästen am Ehinger Tor diesen Service bieten zu können“, so Wortmann. Der Zutritt zum stillen Örtchen ist nun nur noch gegen Bezahlung möglich. Auf diese Weise ist die Toilettenanlage besser gegen Vandalismus geschützt. Zudem spart die SWU Verkehr so jedes Jahr Unterhaltskosten in Höhe von etwa 20.000 Euro ein.

Arbeiten am See bis zum Beginn der Ferien abgeschlossen
01. Juni 2011

Fernwärmeleitung von Senden erreicht Ludwigsfelder Baggersee

Die Verlegearbeiten der Fernwärmeleitung von Senden nach Ludwigsfeld kommen gut voran und liegen voll im Plan. So konnten in den letzten drei Wochen weitere zwei Kilometer fertig gestellt werden. Im nächsten Schritt wird nun die westliche Liegewiese am Ludwigsfelder Baggersee durchquert. Aus diesem Grund muss ab Montag, den 6. Juni 2011, ein Teil des Kinderspielplatzes gesperrt werden.

Zwar wäre dieser Bauabschnitt eigentlich noch gar nicht dran, aber die Stadtwerke haben für diese Entscheidung einen guten Grund. „Unter dem Aspekt der Baulogik müssten wir eigentlich anders vorgehen, aber die Bauarbeiten rund um den See sollen bis zum Beginn der Sommerferien abgeschlossen sein“, erklärt Peter Bader, Gruppenleiter Bauabwicklung Netzbau bei den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm. Sowohl Spielplatz als auch die Liegewiese werden Anfang August wieder vollständig zur Verfügung stehen. Für die nächsten acht Wochen bitten die Stadtwerke alle Badegäste um Verständnis.

Übergabe des Festivalpasses des ulmer zeltes
7 Wochen Kultur pur
23. Mai 2011

Angustias Fernandez aus Ulm ist die Gewinnerin des Festivalpasses des ulmer zeltes

Mit dem Start des ulmer zeltes am gestrigen Tag beginnt für Angustias Fernandez eine ganz besondere Saison. Frau Fernandez ist die Gewinnerin des Festivalpasses, den die Stadtwerke (SWU) im letzten Jahr ganz spontan in der Varieté-Veranstaltung unter den Teilnehmern verlost haben.

„Ich bin ein großer Fan vom ulmer zelt und habe mich riesig gefreut“ erklärt Frau Fernandez strahlend bei der Übergabe des Festivalpasses gestern Abend. „Ich werde mir jetzt noch mehr Veranstaltungen ansehen und auf jeden Fall auch das diesjährige Varieté besuchen.“ Die SWU unterstützen das ulmer zelt schon seit Jahren, insbesondere das Hochspannungs-Varieté „!High Voltage!“ – so auch in diesem Jahr.

Auf dem Foto zu sehen sind (von links nach rechts):

Herr Marcus Deutenberg (Leiter Vertrieb, SWU Energie GmbH)
Frau Angustias Fernandez (Gewinnerin des Festivalpasses)

Frau Carolyn Ammann (Presse/Öffentlichkeitsarbeit/Marketing, ulmer zelt)
Herr Robert Freudigmann (Vorstandsmitglied, ulmer zelt)

Trinkwasserbrücke nach Neu-Ulm
17. Mai 2011

Neue Leitung über die Eisenbahnbrücke stabilisiert den Betriebsdruck im Neu-Ulmer Netz. Städte können sich im Notfall gegenseitig mit Wasser aushelfen.

Zwölf Meter lang und einen halben Meter dick ist das mächtige Rohrstück, das da am Haken hängt. Der Autokran hievt es auf die Eisenbahnbrücke über der Donau. Zehn solcher Rohrstücke bilden künftig eine zweite Wasserverbindung zwischen Ulm und Neu-Ulm. Die etwa 120 Meter lange Stahlleitung schließt das Neu-Ulmer Netz an die Ulmer Brunnen an. Die Verlegearbeiten sind im Gang.

Druck machen

Vor zwanzig Jahren wurden die einst getrennten Wassernetze Ulms und Neu-Ulms erstmals verbunden. 1991 wurde ein Düker unter der Iller hindurch auf die Neu-Ulmer Seite geführt. Diese Verbindungsleitung war für den Notfall gedacht. Denn sollte Hochwasser einmal die Brunnen bedrohen – in der Neu-Ulmer Illeraue oder in der „Roten Wand“ auf der Ulmer Seite –, kann die Bevölkerung mit Trinkwasser aus dem jeweils anderen Netz beliefert werden. Bei den verheerenden Hochwässern, die 1999 und 2005 die Doppelstadt heimsuchten, stellte dieser Wasserverbund die Versorgung sicher. An dem Verbund ist als wichtiger dritter Partner die Landeswasserversorgung in Langenau beteiligt. Der nun entstehende zweite Verbindungsstrang über die Eisenbahnbrücke sichert die Notfall-Versorgung weiter ab. „Außerdem stabilisiert die zweite Verbindung den Betriebsdruck im Neu-Ulmer Netz“, beschreibt Wolfgang Rabe, Geschäftsführer der SWU Netze GmbH, den doppelten Zweck. Denn im topfebenen Neu-Ulm näherte sich der Wasserdruck in bestimmten Höhenzonen und bei Verbrauchsspitzen immer wieder der kritischen Grenze von drei bar. Der Wasserdüker half über diese Schwierigkeit hinweg. Seit 2007 erhält Ludwigsfeld zum Beispiel sein Wasser aus Ulm. Vom Hochbehälter Kuhberg aus, 540 Meter über dem Meer gelegen, fließt das Wasser mit ausreichend natürlichem Druck über den Illerdüker hinüber nach Ludwigsfeld.

Herzstück eines Versorgungskonzepts für Neu-Ulm

Was aber würde passieren, wenn der Düker einmal ausfällt? Vor diesem Hintergrund entstand die Idee einer zweiten Verbindungsleitung über die Donau hinweg. Diese Leitung fügt sich ein in ein umfassendes Versorgungskonzept für Neu-Ulm. Es sieht vor, dass die 50 Zentimeter dicke Leitung nach Überqueren der Donau auf der Neu-Ulmer Seite als Hauptversorgungstrasse weitergeführt wird. Flankierend dazu wurden in den letzten Jahren in Neu-Ulm Leitungen verstärkt. Um das Betriebskonzept umzusetzen, sind Gesamtkosten von rund sieben Millionen Euro veranschlagt. Die Investition verteilt sich auf mehrere Jahre. Das Herzstück, die Wasserleitung über die Eisenbahnbrücke, kostet einschließlich der Verlegearbeiten rund 100.000 Euro.

SWU und Gemeinde Elchingen unterzeichnen Konzessionsvertrag. Stadtwerke betreiben ab Ende nächsten Jahres auch das Stromnetz im Industriegebiet Glockerau.
16. Mai 2011

Ab November 2012 werden die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm auch das Stromnetz im Elchinger Industriegebiet Glockerau betreiben. Den entsprechenden Konzessionsvertrag haben jetzt Bürgermeister Joachim Eisenkolb und Jürgen Schäffner, Geschäftsführer der Stadtwerketochter SWU Energie, unterzeichnet. Der Vertrag läuft zwanzig Jahre und endet am 9. November 2032. Das Stromnetz in der Glockerau umfasst rund acht Kilometer Leitungen. Pro Jahr werden rund 45 Millionen Kilowattstunden Strom verteilt.

Mit der Vertragsunterzeichnung wird ein Beschluss des Elchinger Gemeinderats umgesetzt. Die Räte hatten sich am 14. Februar dieses Jahres dafür entschieden, der SWU Energie den Netzbetrieb zu übertragen, nachdem der alte Konzessionsvertrag ausgelaufen und neu ausgeschrieben worden war. Wenige Wochen zuvor, im Januar 2011, hatte die SWU Energie schon die Stromverteilung im Gemeindegebiet übernommen. „Ab November 2012 wird das Elchinger Stromnetz wieder in einer Hand sein“, sagte SWU-Energie-Geschäftsführer Jürgen Schäffner. Bürgermeister Joachim Eisenkolb begrüßte den Vertragsabschluss: „Mit der SWU hat die Gemeinde einen Partner gefunden, der hohe Versorgungssicherheit mit regionalem Engagement verbindet. Wir sind überzeugt, dass diese Partnerschaft erfolgreich verläuft“.

Auf dem Weg zum Ausstieg
09. Mai 2011

Auszug aus „unternehmen[!]“, Ausgabe Mai 2011 - Die Laufzeitverlängerung für Atomkraft war unselig, sagt Matthias Berz, Geschäftsführer der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm. Die setzen auf alternative Energien.

Die Schreckensbilder aus Japan prägen sich allen ein. Plötzlich sind alle für den schnellen Ausstieg aus der Kernenergie. Wie stehen Sie dazu?
Ich stehe der Sache bei aller Dramatik ziemlich nüchtern gegenüber. Noch vor einem halben Jahr hat man an einem Energiekonzept geschneidert, in dem unbedingt diese unselige Laufzeitverlängerung drin sein musste, ohne dass es wirklich ein rundes energetisches Konzept war. Denn darin waren viele Elemente unberücksichtigt, beispielsweise die Zukunft der Gasversorgung und die Güte der Verteilnetze. Jetzt ist es fast schon eine hysterische Reaktion. Dabei muss man einfach erkennen, dass ein plötzlicher und schneller Ausstieg technisch nicht machbar ist, weil die Alternativen noch gar nicht alle funktionieren beziehungsweise noch fehlen. Man kann so viel, wie dazu nötig wäre, gar nicht so schnell nachinvestieren.

Aber angenommen, Deutschland würde sich dazu durchringen, was würde dann passieren?
Die Richtung des Weges ist sicher richtig, aber selbst wenn man den ganz schnellen Umstieg wollte, würden die Preise für so viele notwendige alternative Anlagen derart in die Höhe schnellen, dass es nicht wirtschaftlich wäre, sie alle zu bauen. Zudem wird, wenn man so schnell aussteigt, auch die Nachfrage nach Strom nicht schnell genug sinken. Auch die Effizienzmaßnahmen, als zweiter großer Baustein des Energiekonzepts, erfordern Investitionen und lassen sich nicht so rasant umsetzen. Folglich würde die Nachfrage immer noch da sein, aber das Angebot eben nicht mehr. Das triebe die Strom-Preise enorm nach oben.

Könnten Stromimporte dabei helfen, diese Zeit wirtschaftlich zu überbrücken?
So viel, wie benötigt wird, kann man kurzfristig gar nicht importieren, da die Netzkuppelstellen zum Ausland noch stark ausgebaut werden müssen. Auch würden es Importeure sicher ausnutzen, dass bei uns der Preis gerade hoch ist. Das hätte wieder volkswirtschaftliche Auswirkungen. Man muss mit großer Vernunft und Bedacht daran gehen, wie man das Ausstiegsszenario betreibt. Ein Zurück zum ersten Beschluss des Jahres 2000 wäre ein erster Schritt auf eine vernünftige Basis, weil sich schon etliche Energieunternehmen darauf eingestellt haben. Der Ausbau der regenerativen Energien kam doch schneller und besser voran, als wir alle gedacht und prognostiziert hatten. Darauf aufbauend kann man schauen, wo man neu justieren muss.

Wo sehen Sie Bedarf zum Nachbessern?
Zum Beispiel das Thema der Verteilnetze. Wenn man Strom in der Nordsee erzeugt, dann soll dieser zwar in den Süden transportiert werden und dazu müssten die Transportnetze um 3000 km Länge ausgebaut werden. Aber inzwischen haben wir auch im Süden starke regenerative Stromerzeugungen. Diese werden zum Großteil eben in die Verteilnetze eingespeist, zum Beispiel all die Energie aus den Solaranlagen der Landwirte. Al- so haben wir auch dort ein Problem mit Übermengen beim noch weiteren gewünschten Zubau von Anlagen. Die heutigen Netze sind gar nicht dafür ausgelegt, dass sie „rückspeisen“, also dass Strom aus den Verteilnetzen ins Mittelspannungs- oder Übertragungsnetz gelangt. Da muss noch etliches nachgerüstet werden. Aber das hat die Netz-Regulierungsbehörde bis jetzt noch nicht entsprechend in ihr Kosten-Regime aufgenommen.

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Jetzt auch mit dem Elektrorad zur Arbeit.
05. Mai 2011

Erhard Ehrenberg aus Senden ist der Hauptgewinner des Jahresgewinnspiels der Stadtwerke

Vier richtig ausgefüllte Sudokus in der Stadtwerke-Kundenzeitschrift „SWU Journal“ und ein wenig Glück verhalfen Erhard Ehrenberg zu einem nagelneuen Elektro-Fahrrad. Es hat einen Wert von 2.000 Euro und ergänzt bestens den Fuhrpark des Sendeners.

Denn Ehrenberg radelt täglich von Senden zu seinem Arbeitsplatz nach Neu-Ulm. „Da hat es schon den Richtigen getroffen“, erklärte er strahlend, als er von SWU-Marketingleiter Marc Fuchs seinen Gewinn im ServiceCenter Neue Mitte entgegennahm. 443 Rätselfreunde hatten sich an dem Jahresgewinnspiel des Stadtwerke-Kundenmagazins beteiligt.

Seinem Spielglück hilft Erhard Ehrenberg durch eine eigene Taktik auf die Sprünge: „Ich fülle alles farbig aus: Postleitzahl, Ort, Straße, Name und Lösung – bei mir bekommt alles eine bestimmte Farbe.“ Diese Strategie scheint aufzugehen, denn Ehrenfeld konnte schon mehrere Geldgewinne, eine Woche Urlaub im Spreewald und einen Berlin-Trip auf seinem Glücksspiel-Konto verbuchen.

Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Leipheim: Daten und Fakten jetzt auch auf Website nachzulesen
02. Mai 2011

Wie viel Fläche benötigt das geplante Gas- und Dampfturbinenkraftwerk auf dem früheren Fliegerhorst Leipheim? Warum ist gerade dieser Standort ins Auge gefasst? Mit welchen Emissionen ist zu rechnen? Welche Schritte umfasst das Genehmigungsverfahren, welchen Einfluss können Bürger darauf nehmen? Was bedeutet das Kraftwerk für die Region – und was für die Energiewende in Deutschland?

Derlei Grund-Informationen können Bürger ab sofort auf der Internetseite www.swu.de/gud abrufen. Auf gut zwanzig Seiten ist dort alles Wissenswerte rund um das Vorhaben der SWU Energie zusammengefasst. „Wir wollen interessierten Bürgern und Standort-Anliegern grundlegende Fakten an die Hand geben, um sachgerecht über unser Vorhaben mitzudiskutieren“, sagt SWU-Energie-Geschäftsführer Jürgen Schäffner über die neue Website.

Er spielt damit auch an auf die Debatte, die sich speziell in Bubesheim in den vergangenen Wochen rund um das Projekt entwickelt hat. „Wir nehmen die Fragen der Bürger ernst, weichen keinen Fragen aus. Und wir wollen verlässliche Antworten geben“, unterstreicht Schäffner. Er wirbt um Verständnis, dass genaue, auf den Standort bezogene Aussagen zu Emissionen, Immissionen und zur Dampfbildung derzeit noch nicht gemacht werden können.
„Sobald aber das Grundstück vertraglich gesichert ist, werden die Gutachter ans Werk gehen. Sämtliche wesentlichen Daten werden offen gelegt werden“, versichert Jürgen Schäffner. Die Kaufoption soll möglichst im Juni mit dem Interkommunalen Zweckverband Gewerbegebiet Landkreis Günzburg abgeschlossen werden.

Seriöse Vorabschätzungen

Dass die genauen Emissionswerte erst noch ermittelt werden müssen, heißt nicht, dass Bürger im Unklaren bleiben müssen. So listet die GuD-Website Vorabschätzungen auf, die sich anlehnen an Erfahrungen aus GuD-Kraftwerken vergleichbarer Größe, die andernorts in Betrieb sind. Zwei Beispiele: Die Belastung durch Kohlenmonoxid und Schwefeldioxid erreicht höchstens ein Hundertstel des zulässigen Grenzwerts. Bei den Stickoxiden ist es ein Sechzigstel. Diese Werte betreffen den Volllastbetrieb. Das sind seriöse Vorabschätzungen, bestätigt durch Prognosen unabhängiger Gutachter. „Die Website ersetzt damit nicht die Ergebnisse der kommenden Untersuchungen“, hebt Schäffner hervor.

Ein Baustein für die Energiewende

„Fossile Kraftwerke wie ein GuD behindern nicht die Energiewende, zu der sich die Bubesheimer bekennen – gerade im Gegenteil“, führt Jürgen Schäffner weiter aus. Es sei unumstritten, dass solche schnell regelbaren und überdies hocheffizienten Anlagen den Übergang auf die erneuerbaren Stromerzeuger wie Windräder und Solarzellen erst ermöglichen. Was tun, wenn zu wenig – oder zu viel – Wind- oder Sonnenstrom verfügbar ist, der augenblickliche Strombedarf damit aber nicht Schritt hält? Ein GuD springt schnell ein, um fehlende Strommengen zuzuschießen und kann ebenso schnell seine Erzeugung zurückfahren. „Die Energiewende will geplant sein“, sagt Schäffner.

Fahrgastbeirat sucht neue Mitglieder.
20. April 2011

Nahverkehrsnutzer tauschen sich regelmäßig mit Fachleuten des Verkehrsbetriebs aus.

Lassen sich auf den elektronischen Haltestellenanzeigen Hinweise auf Umleitungen einzelner Linien einfügen? Wo genau sollen an den Haltestellen die Raucherbereiche platziert werden? Wie lassen sich die Stellen weiter entschärfen, wo Pkw-Spuren die Straßenbahnschienen kreuzen? Eine „Standardisierte Bewertung“ für geplante Straßenbahnlinien, wie geht das? Worauf wird dabei geachtet, welche Daten werden herangezogen?

Die Fragen waren wiederum breit gestreut, die ein Dutzend Ulmer und Neu-Ulmer Nahverkehrsnutzer bei der letzten Sitzung des Fahrgastbeirats mit Vertretern der SWU Verkehr behandelten. Zum fünften Mal bereits brachte dieses 2009 gegründete Gremium Nicht-Fachleute und Experten an einem Tisch zusammen. Um Fragen aus dem Alltag des Bus- und Straßenbahnbetriebs zu erörtern, aber auch solche Fragen, die in die Zukunft weisen, wie die angeführten Beispiele zeigen. „Jeder soll seine Erfahrungen – und Ideen – in dieser Runde äußern und mit uns diskutieren können. Vorwissen wird nicht vorausgesetzt“, sagt Oliver Glaser, Leiter des Hauptgeschäftsfelds Verkehrsmanagement bei SWU Verkehr.

Der unmittelbare Dialog kommt gut an

„Fahrgäste wollen den unmittelbaren Dialog mit dem Unternehmen, das hat der Verlauf dieses Treffens erneut gezeigt“, urteilt SWU-Verkehrsplaner Matthias Einmahl, der das gut dreistündige Treffen moderierte. Dieser Dialog ist zum beiderseitigen Vorteil: Das Unternehmen erhält wertvolle Anregungen, um sein Angebot regelmäßig an den Bedürfnissen der Kunden zu messen und weiterzuentwickeln. Der Fahrgast wiederum gewinnt aus erster Hand Einblick in die Möglichkeiten, aber auch in die Grenzen der Angebotsplanung.

Neue Mitglieder gesucht

Damit das Themenspektrum breit ist, soll der Fahrgastbeirat gut gemischt sein. Die derzeitigen Mitglieder sind unterschiedlichen Alters und kommen aus vielen Stadtteilen – unter anderem Böfingen, Söflingen, Eselsberg, Unterweiler, Neu-Ulm Wiley. Und sie nutzen den ÖPNV sehr unterschiedlich. „Auch wer bisher nicht Straßenbahn oder Bus fährt, tut der Runde gut – vielleicht sogar gerade deshalb“, so Matthias Einmahl. Auch ist es seiner Einschätzung nach wichtig, dass sich der Fahrgastbeirat in bestimmten Abständen personell erneuert. „Wir denken daran, alle zwei oder drei Jahre neue Mitglieder aufzunehmen“. Diesen Zeitpunkt hält die SWU Verkehr nun für gekommen. Wer Interesse an der Mitarbeit hat, findet im Internet oder bei SWU traffiti einen Bewerbungsbogen. Anhand des ausgefüllten Bogens trifft die SWU Verkehr eine Vorauswahl und lädt die betreffenden Interessenten zu einem Vorgespräch ein. „Ausschlaggebend ist nicht das Vorwissen“, betont Einmahl, „vielmehr das Interesse an Nahverkehrsfragen“. Pro Jahr trifft sich der Fahrgastbeirat drei bis vier Mal. Zu bestimmten Fragen werden Gast-Experten eingeladen.

So bewerben Sie sich

Der Bewerbungsbogen für den Fahrgastbeirat liegt bei SWU traffiti im KundenCenter Neue Mitte bereit oder kann hier heruntergeladen werden.
Die Internetseite gibt Auskunft zu sämtlichen Fragen rund um den Fahrgastbeirat.

Nach Naturstrom nun auch Naturgas
18. April 2011

10 oder 30 Prozent Biogas wird beigemischt. Mit Naturgas auf der sicheren Seite bei Sanierungen.

Mit SWU NaturGas nehmen die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm ein weiteres Ökoprodukt in ihr Angebot auf. Es ist Erdgas, dem Biogas beigemischt ist. Der Kunde kann zwischen einem 10- und einem 30-prozentigen Biogas-Anteil wählen. Bei einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden kostet SWU NaturGas mit einer zehnprozentigen Biogas-Beimischung pro Monat rund 12 Euro mehr im Vergleich zu SWU SchwabenGas Fix.

10 oder 30 Prozent – was macht den Unterschied?

Neben dem aktiven Klimaschutz bietet SWU NaturGas den Kunden einen weiteren Vorteil: Durch den Bezug erfüllen sie gesetzliche Bestimmungen, die bei Neubauten oder der Haus-Sanierung greifen. Wer in Baden-Württemberg die Heizungsanlage eines bestehenden Gebäudes saniert, muss nach dem Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) zehn Prozent des Wärmebedarfs aus erneuerbaren Energien decken. Dieser Verpflichtung kommen Kunden des SWU-Naturgases 10 – also mit einer zehnprozentigen Beimischung – nach. Für den Freistaat Bayern besteht derzeit noch keine solche gesetzliche Verpflichtung bei der Modernisierung. Bei Neubauten hingegen müssen nach dem bundesweit gültigen Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) überall in Deutschland 30 Prozent der benötigten Wärme aus erneuerbaren Energien stammen. In diesem Fall kann SWU NaturGas 30 in Verbindung mit einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage eingesetzt werden.

Biogas ist „CO2-neutral“

Biogas entsteht üblicherweise in Sümpfen oder Mooren, wenn Biomasse unter Ausschluss von Licht und Sauerstoff vergärt. Dieses Prinzip machen sich Biogasanlagen zu Nutze. Aus organischen Reststoffen wie Kuh-, Hühner- oder Schweinemist sowie Energiepflanzen wie beispielsweise Maissilage oder Zuckerrübenschnitzel wird ein natürlicher Energieträger gewonnen. Bei der Verbrennung setzt Biogas nur so viel Kohlendioxid frei, wie die zugrunde liegenden organi-schen Stoffe bei ihrem Wachstum zuvor aufgenommen haben. Man sagt daher, Biogas sei CO2-neutral. Biogas wird zuerst aufbereitet, das heißt in puncto Qualität und Methangehalt dem herkömmlichen Erdgas angeglichen, bevor es dem Erdgas beigemischt wird. Dadurch ist SWU NaturGas von derselben Qualität wie „normales“ Erdgas, es hat zum Beispiel denselben Brennwert.

Weitere Informationen zum SWU NaturGas gibt es im ServiceCenter Neue Mitte oder telefonisch unter (07 31) 1 66 65.

SWU erwirtschaftet 6,2 Millionen Euro 
Jahresüberschuss
18. April 2011

Wieder anspringende Konjunktur kurbelt die Energie-Nachfrage an.

Die sich erholende Konjunktur hat das Ergebnis der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm nachhaltig beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2010 erwirtschaftete die Unternehmensgruppe – die Holding und ihre fünf Tochtergesellschaften – einen Überschuss von 6,2 Millionen Euro. Das waren 2,6 Millionen Euro mehr als 2009. Dabei konnte das 
Defizit der SWU Verkehr von 16,2 Millionen Euro im so genannten Querverbund wieder voll ausgeglichen werden.

Die deutliche Verbesserung des Vorjahresergebnisses geht hauptsächlich zurück auf die wieder gestiegene Nachfrage nach Energie und auf die gute Stromerzeugung. „Wir konnten auf breiter Front Stromkunden halten und sogar zurückgewinnen, sowohl im angestammten Gebiet als auch außerhalb“, blickt SWU-Geschäftsführer Matthias Berz zurück. Geholfen habe überdies der lange Winter 2009/2010. „Obwohl wir im lebhafter gewordenen Wettbewerb Gaskunden abgeben mussten, hat die SWU mehr Gas verkauft als 2009“, ergänzt Berz.

Energie-Absatz legt deutlich zu

An ihre Stromkunden verkaufte die SWU 11,8 Prozent mehr Energie. Der Absatz von Gas erhöhte sich um 5,9 Prozent, derjenige von Fernwärme um über sieben Prozent. Auch der Stromverkauf im Großhandel legte um fast acht Prozent zu. „Die Erlöse aus der Vermarktung der Stromproduktion leisteten wiederum einen starken Beitrag zum Jahresergebnis“, so Matthias Berz. Die gute Geschäftsentwicklung gestützt hat 2010 eine gediegene Haushaltspolitik. So lagen die Aufwendungen für das Personal um rund 1 Million Euro niedriger als im Wirtschaftsplan angesetzt. Das heißt nicht etwa, dass die Stadtwerke Personal eingespart hätten. Die Zahl der Mitarbeiter war Ende 2010 mit 1.135 sogar leicht höher als im Vorjahr. „Aber wir haben sehr solide geplant und gut gewirtschaftet“, betont Matthias Berz. Dadurch konnten ergebnisbelastende Faktoren weggesteckt werden. Dazu zählte 2010 die infolge einer Gesetzesnovellierung geänderte Bewertung von Rückstellungen. So mussten zum Beispiel Pensionsrückstellungen geringer abgezinst werden. Dadurch erhöhten sich die Rückstellungssummen, was wiederum das Gesamtergebnis belastete.

Über die Hälfte des verkauften Stroms wird selbst erzeugt

2010 übertraf die Stromerzeugung mit rund 570 Millionen Kilowattstunden (kWh) das Vorjahrsergebnis um gut ein Drittel. Strom gewinnt die SWU in eigenen Kraftwerken und als Anteilseignerin an Gemeinschaftskraftwerken. Dazu zählt das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk im westfälischen Hamm. Es lieferte mit 361 Millionen kWh etwa zwei Drittel des selbst erzeugten SWU-Stroms. Ein weiteres Fünftel der Erzeugung steuerten 2010 die erneuerbaren Quellen bei, allem voran die Wasserkraft. Aus dem Main-Wasserkraftwerk in Mainz-Kostheim flossen im ersten vollen Betriebsjahr 12 Millionen kWh Strom auf das SWU-Konto. Die Anlagen an der Donau und am Illerkanal erzeugten bei überdurchschnittlicher Wasserführung 102 Millionen kWh.

Über die Hälfte des Stromverkaufs an Endkunden stammte 2010 aus eigener Erzeugung. „Langfristig wollen wir uns fast ganz unabhängig machen von Stromeinkäufen. Das Ergebnis 2010 zeigt, dass wir diesem Ziel wieder ein Stück nähergekommen sind“, sagt Matthias Berz. Die SWU wird also weiter in den Ausbau der Erzeugungskapazitäten investieren, durch eigene Projekte und durch Kraftwerksbeteiligungen. Ende des Jahres wird das Holzgas-Heizkraftwerk Senden in den Probebetrieb starten. Der Bau des Windparks vor der Nordsee-Insel Borkum beginnt im Sommer. Die SWU ist mit zehn Megawatt Leistung beteiligt, das ist die doppelte Größe des Main-Wasserkraftwerks Kostheim. Bis Ende des Jahrzehnts soll sich die SWU-Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen mehr als verdoppeln.

Sondereffekte erhöhen das Verkehrsdefizit

Sondereffekte belasteten auch 2010 das Ergebnis der Tochtergesellschaft SWU Verkehr. Der Jahresfehlbetrag erhöhte sich auf 16,2 Millionen Euro (Vorjahr: 14,1 Mio. Euro). Ausschlaggebend dafür waren neuerliche Rückstellungen zur Altersteilzeit und die Belastungen aus der vom Gesetzgeber gewollten Neubewertung solcher Rückstellungen. Dazu zählen auch die bereits erwähnten Pensionsrückstellungen.

SWU sorgt für Wertschöpfung, die in der Region bleibt

Die SWU investierte 2010 insgesamt 56,4 Mio. Euro. Davon wurden alleine 12,4 Millionen Euro in den Ausbau und die Erneuerung der Netze und Verteilungs-Anlagen gesteckt. Für über 30 Millionen Euro wurden im Rahmen von Investitionen und Unterhaltsmaßnahmen Aufträge an Unternehmen in der Region vergeben. Die Stadtwerke zahlten 2,1 Millionen Euro Gewerbesteuer und 10,6 Millionen Euro Konzessionsabgaben an Städte und Gemeinden. Betreibern von Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Quellen gewinnen, bezahlte die SWU Energie 28,7 Millionen Euro Einspeisevergütungen. Diese Summe ist damit abermals um ein Drittel gegenüber dem Vorjahr gestiegen und verdeutlicht den Boom, der namentlich die Photovoltaik kennzeichnet. „Solche Zahlen zeigen: Die SWU erzeugt über 100 Millionen Euro an Wertschöpfung, die in der Region bleibt“, unterstreicht Matthias Berz.

SWU-Unternehmensgruppe: Eckdaten aus dem Geschäftsjahr 2010

Umsatz: 403 Mio. Euro   
Jahresüberschuss: 6,2 Mio. Euro   
Mitarbeiter im Jahresschnitt: 1.135   
darunter Auszubildende: 41  
Fahrgäste: 31,6 Mio.

Stromverkauf: 1.070 Mio. kWh
Erdgasverkauf: 1.990 Mio. kWh
Wärmeverkauf: 130 Mio. kWh
Trinkwasserverkauf: 10,2 Mio. m³

Berblinger landet sanft in der Wolke
07. April 2011

ServiceCenter Neue Mitte feiert Geburtstag. Ausstellung über den Ulmer Flugpionier. Basketballer kommen zur Autogrammstunde am 10. April.

Vor zweihundert Jahren versuchte Ulms bekanntester Schneidermeister Albrecht Ludwig Berblinger etwas völlig Neues: Er wollte in der Luft gleiten wie ein Vogel. Vor fast einem Jahr, am 19. April 2010, starteten die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm gemeinsam mit der Stadt Ulm auch etwas in dieser Form bisher nicht Dagewesenes. Mitten im Herzen der Donaustadt eröffneten sie ein ServiceCenter. Dort findet der Bürger Dienstleistungen unter einem Dach, für die er ehedem verschiedene Wege in Kauf nehmen musste.

Über 107.000 Besucher (Stand März 2011) zählte das ServiceCenter Neue Mitte im ersten Jahr. Davon nutzten etwa 6.200 Kunden die Dienstleistungen der SWU, 12.850 nahmen die Bürgerdienste der Stadt Ulm in Anspruch. Absoluter Spitzenreiter mit rund 88.000 Kun-denkontakten war SWU traffiti. Dort werden neben Fahrkarten für den Verkehrsverbund auch Konzertkarten verkauft. Am 10. April, dem verkaufsoffenen Sonntag, feiert das ServiceCenter mit einem bunten Programm Geburtstag. Das komplette Team der Ulmer Basketballer gibt von 15 bis 16 Uhr Autogramme.

 
Berblinger-Ausstellung noch bis 28. April

Das Haus mit der hellgrauen Klinkerfassade direkt gegenüber dem historischen Rathaus beherbergt 17 Beschäftigte der Stadtwerke sowie sechs Angestellte der Stadt Ulm. Die Servicebereiche sind verteilt auf vier Ebenen. Vom Strom- und Gasvertrag über die Eintragung der neuen Adresse nach einem Umzug bis hin zur Umweltplakette fürs Auto: Die Palette der Dienstleistungen ist breit gefächert. Fahrkarten für den Nahverkehr sind ebenso zu haben wie Eintrittskarten für das nächste Konzert. Vorträge der SWU-Energieberater sowie Ausstellungen runden das Angebot ab. Noch bis 28. April zeigt das Service-Center die Geschichte des Schneidermeisters und Erfinders Albrecht Ludwig Berblinger. Das Untergeschoss des Gebäudes dominiert die weiße Deckenkonstruktion, die einer weißen, luftigen Wolke nach-empfunden ist. So landet Berblingers Fluggerät schließlich doch noch in einer Wolke anstatt wie im Jahr 1811 in der kalten Donau.

Das Konzept vermeidet unnötige Wartezeiten

Besucher des ServiceCenters werden am Starterpunkt im Erdgeschoss empfangen. Dort klärt ein Mitarbeiter vorab, was der Kunde benötigt und vermittelt den richtigen Ansprechpartner. Ist dieser gera-de belegt, kann sich der Kunde rechtzeitig per SMS oder Anruf auf dem Mobiltelefon benachrichtigen lassen und solange andere Besor-gungen erledigen. Termine können auch online reserviert werden. So lassen sich unnötige Wartezeiten vermeiden. Das wird von Besuchern wie Mitarbeitern sehr positiv aufgenommen.

Wenn nicht der Preis allein entscheidet
07. April 2011

SWU erhält das Siegel „Top-Lokalversorger“

Beim Strom ist der billigste Anbieter gerade gut genug. Oder zählt für den Kunden doch auch anderes? Das „Energieverbraucherportal“, ein unabhängiger Branchenbeobachter, hat den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm das Siegel „Top-Lokalversorger 2011“ verliehen. Dabei wurden nicht allein die SWU-Strom- und Gaspreise berücksichtigt. Kriterien wie regionales Engagement, Servicequalität und Umweltaspekte flossen ebenso in die Bewertung ein wie der Faktor Verbraucherfreundlichkeit. Das Siegel „Top-Lokalversorger“ erhalten nur Unternehmen, die ihren Kunden einen Mehrwert bieten. Insgesamt 25 Einzelkriterien wurden für den Vergleich von Preis und Leistung bei Strom- und Erdgastarifen herangezogen. Von den rund 300 Bewerbungen konnte das Energieverbraucherportal rund 200 Unternehmen auszeichnen.

Ganzheitliche Bewertung

Mit einem Vergleichssystem, das sich nicht allein auf nackte Zahlen stützt, möchte das Portal mehr Transparenz in einem Wettbewerb schaffen, bei dem der Kunde häufig den Überblick verliert. Zwar wird der Preis noch zu 80 Prozent gewichtet, doch die übrigen 20 Prozent bestimmen die Faktoren Umwelt, regionales Engagement und Service. Hat der Versorger Ökostrom im Angebot? Ist der Grünstrom zertifiziert? Erhält der Kunde Energieberatung vom Fachmann und dabei auch Auskunft über Förderprogramme zum Energiesparen? Solche Kriterien prüft und bewertet das Verbraucherportal. Als Kennzeichen für das regionale Engagement werden die Anzahl der Arbeitsplätze im Versorgungsgebiet, der kommunale Anteil am Unternehmen, die geleistete Gewerbesteuer und das soziale Engagement gewertet. Was die Servicequalität anbelangt, muss das Unternehmen sowohl ein Kundenzentrum am Ort als auch einen Internetauftritt mit der Möglichkeit zum „Self-Service“ bieten. Auch die Frage „Wie kundenfreundlich sind die Kündigungsfristen für Energielieferverträge“ wird durchleuchtet. Die Ergebnisse werden auf der Internetseite www.energieverbraucherportal.de veröffentlicht.

Angebotsvergleich ohne Fallen

Ein Verbraucherportal, das Preise zum einzigen Vergleichskriterium erhebt, birgt Fallen. Denn was auf den ersten Blick als ein günstiges Angebot erscheint, ist es bei genauem Hinsehen oft nicht mehr. Werden Begrüßungs- oder Treueprämien in den Tarif hineingerechnet, erscheint der Tarif vielleicht auf Platz eins beim Ranking. Doch ob das auch über einen längeren Zeitraum hinweg der günstigste Tarif ist, bleibt ungewiss. Boni werden oftmals erst nach zwölfmonatiger Stromlieferung gutgeschrieben und verfallen, wenn der Kunde vorher kündigt. Zum Kündigen sehen sich Kunden bisweilen veranlasst, weil der in den Vergleichstabellen als „billigster“ Lieferant geführte Anbieter kurze Zeit nach Vertragsabschluss den Strompreis erhöht. Das belegen Kundenbeschwerden, die immer wieder bei den Verbraucherzentralen eingehen. Vor diesem Hintergrund hat das bekannte Online-Verbraucherportal „Verivox“ jüngst beschlossen, den „Lock-Bonus“ eines bestimmten Billiganbieters nicht mehr in die Preisvergleiche einzurechnen, sondern nur noch im Erläuterungstext zu erwähnen.

Info
www.top-lokalversorger.de

SWU Netze kündigt Teldafax den Zugang zum Strom- und Gasnetz.
01. April 2011

SWU wartet seit Monaten auf ausstehende Zahlungen. Rund 550 Teldafax-Kunden werden ab April ersatzweise von ihrem Grundversorger mit Strom und Gas beliefert.

Die SWU Netze GmbH hat dem Energielieferanten Teldafax zum 1. April den Zugang zum Strom- und Gasnetz gekündigt. Grund: Seit Dezember 2010 hat Teldafax keine Rechnungen mehr bezahlt für die Nutzung der Netze. Lieferung und Verteilung von Energie sind getrennt. Liefert ein Händler Strom oder Gas an Kunden, so muss er für die Nutzung von Verteilnetzen ein Entgelt an den Netzbetreiber bezahlen. Die Höhe dieses Netznutzungsentgeltes – es ist in der Rechnung des Endkunden enthalten – ist gesetzlich reguliert. „Seit Dezember hat Teldafax Rechnungen in Höhe von rund 11.000 Euro zu bezahlen“, sagt Wolfgang Rabe, Geschäftsführer der SWU Netze GmbH. „Sämtliche Mahnungen sind fruchtlos geblieben. Daher sehen wir uns zur Vertragskündigung veranlasst“. Hinzu kommen weitere 60.000 Euro an offenen Rechnungen, die im ersten Quartal 2011 aufgelaufen sind. Auch andere Netzbetreiber haben Teldafax wegen nicht bezahlter Rechnungen gekündigt, wie jüngst erst die Stadtwerke Wiesbaden und Essen.

Rund 550 Strom- und Gaskunden in der Region erhalten 
Ersatzversorgung

Für die Teldafax-Kunden bedeutet das: Sie erhalten ab April Strom und Gas nicht mehr von Teldafax, sondern von dem in ihrem Netz zuständigen Grundversorger. So will es die gesetzliche Regelung. Betroffen sind rund 350 Gas- und 200 Stromkunden in der Region. Die allermeisten dieser Kunden wohnen in Ulm/Neu-Ulm. Betroffen sind aber auch einzelne Teldafax-Kunden in Dornstadt, Niederstotzingen, Herbrechtingen und Hermaringen.

Die Ersatzversorgung geschieht automatisch, der Kunde braucht dafür selbst nichts zu unternehmen. „Kühlschrank und Gasheizung laufen also ohne Unterbrechung weiter“, stellt Wolfgang Rabe klar. Die SWU Netze informiert alle Teldafax-Kunden schriftlich über die Ersatzversorgung und deren Bedingungen.

Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist die Ersatzversorgung auf drei Monate begrenzt. Während dieser Zeit hat der Kunde Gelegenheit, einen neuen Vertrag mit einem Lieferanten seiner Wahl abzuschließen. „Wir empfehlen den Kunden, sich mit ihrem Grundversorger in Verbindung zu setzen und sich über Tarife und Vertragsangebote zu erkundigen“, sagt Wolfgang Rabe. Grundversorger in Ulm und Neu-Ulm ist die Stadtwerke-Tochter SWU Energie. In Herbrechtingen (Landkreis Heidenheim) zum Beispiel sind die Technischen Werke Herbrechtingen Grundversorger für Gaskunden.

Alles klar. SWU führt durch die Ulmer 
Trinkwassergewinnung.
21. März 2011

Aktion am 22. März zum Internationalen 
Tag des Wassers

„Da ist ja gar kein Wasser drin!“ Die meisten Besucher im Ulmer Wasserschutzgebiet „Rote Wand“ im Wiblinger Auwald sind erst einmal verblüfft, wenn sie in einen Brunnenschacht schauen. So klar ist das Grundwasser unmittelbar nach der Förderung aus bis zu 18 Metern Tiefe, dass der Wasserspiegel im Brunnen kaum auszumachen ist. Und dabei wurde das Nass nicht einmal aufbereitet. Anlässlich des Internationalen Tags des Wassers führt Hildegard Sailer interessierte Besucher durch das Schutzgebiet unter dem Motto „Der Weg des Wassers von der Förderung bis ins Haus“. Treffpunkt ist am Dienstag, 22. März (siehe unten).

Ulmer Wasser muss nicht zusätzlich enthärtet werden

Nicht nur bezüglich Farbe und Klarheit ist das Trinkwasser für die Haushalte in Ulm und Neu-Ulm tadellos. Das bestätigen die regelmäßigen Analysen, die das unabhängige Fachlabor „Technologiezentrum Wasser“ aus Karlsruhe im Auftrag der SWU Energie durchführt. Vor allem ist das Ulm/Neu-Ulmer Trinkwasser gering mit Nitrat belastet. Das in den Schutzgebieten „Rote Wand“ in Wiblingen und in der Neu-Ulmer „Illeraue“ geförderte Grundwasser enthält im Durchschnitt 10 Milligramm Nitrat je Liter. Die deutsche Trinkwasserverordnung lässt 50 Milligramm je Liter zu.

Gemäß Trinkwasserverordnung wird das Ulmer und Neu-Ulmer Trinkwasser regelmäßig auf rund fünfzig Inhaltsstoffe untersucht. In allen Fällen unterschreitet das in Ulm und Neu-Ulm verteilte Wasser die jeweils zulässigen Werte. Was den Verbraucher besonders interessiert: Aus Ulmer Quellen fließt Wasser von zirka 13 Grad deutscher Härte, die Neu-Ulmer Wasserhärte beträgt zirka 16 Grad. Die SWU Energie empfiehlt, Waschmittel nach dem Härtebereich 2 zu dosieren. Nach Ansicht der SWU braucht das Ulmer und Neu-Ulmer Wasser in den Haushalten nicht weiter enthärtet zu werden, wie zum Beispiel mit Hilfe von Ionen-Austauschern oder anderen Entkalkungsanlagen.

Info
Die kostenlose Führung durch das Wasserwerk findet um 14 Uhr statt. Die SWU bittet um Anmeldung unter Telefon (08 00) 0 51 02 00 oder per Mail unter der Adresse 
energieberater[@]swu[.]de. Das Pumpwerk Donautal ist erreichbar über die Kastbrücke in der Wiblinger Allee (der Beschilderung folgen) oder über den Donauradweg vorbei am ehemaligen Bewährungsheim.

Unter der genannten Telefonnummer und Mailadresse ist auch ein Faltblatt zum Ulm/Neu-Ulmer Trinkwasser erhältlich. Es gibt den vollständigen Überblick über die Inhaltsstoffe im Ulm/Neu-Ulmer Trinkwasser und deren Konzentration.

Nahverkehr: Internet informiert über Verspätungen und Störungen
21. März 2011

Wie geht der Weg weiter hinter der Haltestelle?
Umgebungspläne sorgen für Orientierung.

„Die Linie 1 verkehrt zwischen Söflingen und Donauhalle aufgrund eines Unfalls als Bus. Es kann zu Verspätungen kommen“. Ein Blick auf die elektronischen Anzeigetafeln an den Haltestellen gibt dem Fahrgast Aufschluss. Doch diese Tafeln stehen noch nicht an jeder SWU-Haltestelle. Vor allem: Wie schnell erfährt derjenige Fahrgast von der Verspätung, der noch gar nicht an der Haltestelle steht? In diesen Fällen füllt das Internet ab sofort die Informationslücke.
Betriebsstörungen können nun unter der Adresse www.swu.de/privatkunden/nahverkehr/nahverkehr-aktuell zeitnah abgefragt werden.

„Zeitnah“ bedeutet: Der Disponent in der SWU-Funkleitstelle stellt die Nachricht innerhalb weniger Minuten nach Störungsbeginn ins Web. „Die schnelle Benachrichtigung ist vornehmlich bei Großstörungen wertvoll für die Fahrgäste“, sagt Verkehrsplaner Matthias Einmahl. „Denn wenn es zu langen Verspätungen mit entsprechenden Wartezeiten kommt, soll der Fahrgast rechtzeitig umdisponieren können“. Auch wenn die Störung beseitigt ist und Busse und Straßenbahnen wieder nach Fahrplan verkehren, informiert das Web. Schon seit längerem kündigt das Web geplante Umleitungen von SWU-Linien an, zum Beispiel infolge von Baustellen.

Umgebungspläne helfen Ortsunkundigen weiter

Wo genau ist die Facharztpraxis? Vor dieser Frage steht manch ein Fahrgast, wenn er von der Haltestelle aus sein Ziel ansteuert. An etwa 50 wichtigen Haltestellen im Ulm/Neu-Ulmer Stadtgebiet verschaffen neuerdings detaillierte Umgebungspläne Übersicht. Im großen Maßstab gezeichnet, weisen die Pläne den Fußweg in 
die nächste Umgebung. Gedacht sind die Umgebungspläne für Ortsunkundige, Touristen und Selten-Nutzer von Bus und Straßenbahn. Eingezeichnet sind neben den Straßennamen mit Hausnummern markante Punkte und öffentliche Gebäude, die das Zurechtfinden erleichtern: Kirchen, größere Parkplätze, Grünanlagen, Brücken, Wasserläufe. Kartographische Grundlage ist der ÖPNV-Stadtplan, der als praktischer Faltplan erhältlich ist (bei SWU traffiti, Preis 1 Euro).

Die Haltestellen-Umgebungspläne können auch im Internet heruntergeladen werden:
www.swu.de/privatkunden/nahverkehr/fahr-und-stadtplan/haltestellenfahrplaene

 

Holzgas-Heizkraftwerk Senden: Bau der Fernwärmeverbindung nach Neu-Ulm beginnt
11. März 2011

Rund 7 Monate Bauzeit bis Oktober. Begleitung durch Archäologen.

Am Montag, 14. März beginnen in Senden und in Neu-Ulm-Ludwigsfeld die Arbeiten zur Verlegung einer sechs Kilometer langen Fernwärme-Leitung. Sie verbindet das im Bau befindliche Holzgas-Heizkraftwerk an der Robert-Bosch-Straße in Senden mit dem Neu-Ulmer Fernwärmenetz. In Neu-Ulm endet die Leitung im SWU-Heizwerk Breslauer Straße. Verlegt werden zwei parallel verlaufende Fernwärmerohre mit jeweils 20 Zentimetern Durchmesser. Die Arbeiten dauern bis in den Oktober hinein. Die SWU investiert rund 3,2 Millionen Euro.

Die Leitungsbauer arbeiten sich von den beiden Trassen-Endpunkten aus vor. In Senden führt der Leitungsgraben in einem ersten Abschnitt vom Heizkraftwerk Robert-Bosch-Straße aus etwa 500 Meter östlich der Bahnlinie Ulm – Kempten entlang. Der dortige Fuß- und Radweg ist wegen der Baustelle bis etwa Mitte April gesperrt. Am Anfangs- und Endpunkt dieses Abschnitts unterquert die Fernwärmeleitung den Bahnkörper. Die Leitung wird mit einem Spezialgerät unter dem Bahndamm hindurchgepresst. Zeitgleich ziehen die Trupps in Ludwigsfeld den Leitungsgraben von der Breslauer Straße aus durch die Königsberger Straße in Richtung Klein-gärten und Badesee.

Durch die Leitung werden sich die Wärmenetze Senden und Neu-Ulm künftig stützen können. Die Trasse verläuft vom Baufeld im Sendener Gewerbegebiet aus entlang der Bahnlinie, unterquert die B 28 und verläuft einige hundert Meter an ihrer Nordseite entlang. Hinter dem B-28-Knoten folgt die Trasse der Staatsstraße in Richtung Ludwigsfeld. Vom Harzer Hof aus zweigt die Leitung ab ins Ried, unterquert die Hausener Straße und stößt auf die Alte Römerstraße. Von dort aus geht es hinein nach Ludwigsfeld. Endpunkt ist das Heizwerk in der Breslauer Straße.

Archäologen und Leitungsbauer nebeneinander

Archäologen werden den Leitungsbau begleiten. Sie sind interessiert an den Hinterlassenschaften aus der Römerzeit. Wo die Fernwärmeleitung südlich Ludwigsfelds vom Riedweg herkommend in die Alte Römerstraße einbiegt, treffen die Leitungsbauer unweit des Badesees auf Siedlungsreste aus der römischen Kaiserzeit. In einer umfangreichen Vorprüfung zur Umweltverträglichkeit hatten die Stadtwerke von einem Fachbüro auch die historischen Kulturgüter erfassen lassen. Die Ergebnisse dieser Vorprüfung werden die Archäologen nun sichern.

Der Ulmer Basketball-Coach Mike Taylor vor Stadtwerke-Mitarbeitern
Wie Mitarbeiter ein Dreamteam werden
11. März 2011

CoachMike Taylor verriet den Stadtwerke-Mitarbeitern seinen Schlüssel zum Erfolg

Das Dreamteam: Ein Begriff aus dem Basketball, der für perfekte Zusammenarbeit auf dem Spielfeld steht. Die Spieler unterstützen sich, ein Rädchen greift ins andere. Das entscheidet letztlich das Match. Kann das Rezept auf das Berufsleben übertragen werden? Es kann, gab sich Mike Taylor, Trainer der Bundesliga-Basketballer von Ratiopharm Ulm, bei seinem Vortrag vor rund 50 Stadtwerke-Mitarbeitern überzeugt. Im Rahmen der „SWU-Akademie“, einer hausinternen Fortbildung, lädt das Unternehmen immer wieder Persönlichkeiten ein, die aus ihrer Praxis berichten. Mike Taylor offenbarte seinen „Schlüssel zum Erfolg“, so der Titel des Abends. Der beliebte Coach hielt sich nicht lange mit der Vorrede auf und stieg gleich mit der zentralen Frage ein: Wie bringen wir das Beste der Spieler, pardon: der Mitarbeiter, zur Geltung?

Stolz darauf, zum Team zu gehören

Wie der Spieler auf dem Feld braucht jeder Mitarbeiter eine klar definierte Rolle – und Unterstützung in dieser Rolle. Taylor verglich die Aufgaben der Vorgesetzten mit denen eines Trainers: Die Spieler kennen, Rollen definieren, ein Umfeld schaffen, in dem die Spieler sich wohl fühlen und immer wieder motivieren. „Mitarbeiter müssen stolz darauf sein, in diesem Team zu sein!“, forderte er die Anwesenden auf. Die Mission des Teams? Gemeinsam das eigene Unternehmen zum Besten im Umkreis zu machen. Taylor gab zu, nie ein guter Mathematiker gewesen zu sein. Doch seine Rechnung, dass eins plus eins zehn ergebe, sei richtig. Nur wenn jeder einzelne versuche, Bestleistungen zu erbringen, stehe am Ende der Sieg.

Gemeinsam lachen schweißt zusammen

„Bleiben Sie immer mit Ihren Mitarbeitern im Gespräch und haben Sie Respekt voreinander“, appellierte er an die Anwesenden und erinnerte an Werte wie Glauben oder Disziplin. Dabei dürfe der Spaß nicht zu kurz kommen. Denn gemeinsames Lachen schweißt laut Taylor zusammen und baut das Selbstwertgefühl auf. „Wo waren wir bisher, wo sind wir jetzt und wo wollen wir hin?“ frage er sich und sein Team immer wieder und legte dies auch den SWU-Mitarbeitern nahe. Veränderungen seien nicht einfach und schon gar nicht über Nacht zu erreichen. Doch der Coach glaubt an Visionen und verriet dem begeisterten Publikum seine ganz persönliche Vision: Der erste Bundesliga-Sieg in der neuen Ratiopharm-Arena.

Großkraftwerk in Krefeld: Brennstoff Kohle ist auf dem Prüfstand.
04. März 2011

Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm sind mit rund 5 Prozent beteiligt.

Das in Krefeld-Uerdingen (Nordrhein-Westfalen) geplante Großkraftwerk wird neu bewertet. Dabei wird insbesondere der ursprüngliche Plan, Kohle als Brennstoff einzusetzen, kritisch überprüft. Das bestätigt Jürgen Schäffner, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU Energie. „Die Gesellschafter untersuchen, ob stattdessen ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk verwirklicht werden kann“. Die SWU zählt zu den 23 kommunalen Gesellschaftern, die das 750-Megawatt-Kraftwerk gemeinsam errichten wollen. Die Gesellschafter sind in der Stadtwerke-Kooperation Trianel zusammengeschlossen. Die SWU hat sich einen Leistungsanteil von bis zu 50 Megawatt gesichert. „Die SWU peilt damit eine etwa 5-prozentige Beteiligung an“, ergänzt Jürgen Schäffner.

Standort des Kraftwerks ist der Chempark im Krefelder Stadtteil Uerdingen. Dort müssen zwei alte Kohlekessel ersetzt werden. Die neue Anlage wird in Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) Strom und heißen Dampf erzeugen. „Energiewirtschaftlich wie klimapolitisch gibt es nahezu keinen günstigeren Standort für eine solch hocheffiziente KWK-Anlage“, unterstreicht Jürgen Schäffner. Den Heißdampf, der rund ein Viertel der Energieerzeugung ausmachen wird, benötigen die im Chempark angesiedelten Betriebe, darunter der Bayer-Konzern. Im Chempark sind rund 7.000 Mitarbeiter beschäftigt. Den erzeugten Strom nehmen die Trianel-Gesellschafter ab, anteilig nach der Höhe ihrer Beteiligung.

GuD-Variante wird jetzt vorrangig geplant

Bereits im November 2010 hatten sich die Gesellschafter darauf verständigt, die Frage des Brennstoffs zu überdenken. Es wurde beschlossen, als Alternative ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) zu prüfen. Das Umdenken ausgelöst hatte der Beschluss der Bundesregierung, die Kernkraftwerke länger laufen zu lassen. Aber auch der Umbau des deutschen Kraftwerkparks spielt bei den neuen Überlegungen eine Rolle. Es wird immer mehr Strom aus regenerativer Erzeugung in die Netze eingespeist. Diese Mengen schwanken jedoch stark. „Um die Schwankungen auszugleichen, brauchen wir neue herkömmliche Kraftwerke, die flexibel genug sind“, so Jürgen Schäffner. Ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk erfülle diese Anforderung bestens, deutlich besser als ein Kohlekraftwerk. Hinzu kommt, dass Gas- und Dampfturbinen den Brennstoff besonders effizient in nutzbare Energie umwandeln. „Bevor weitere Entscheidungen gefällt werden, wird für das Krefelder Projekt jetzt vorrangig die GuD-Variante geplant“, bekräftigt Schäffner und ergänzt: „Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm haben diese Neubewertung gefordert und begrüßen sie ausdrücklich“. Bis Mitte 2011 sollen erste Ergebnisse der neuen Untersuchungen auf dem Tisch liegen.“

Die neuen, energiesparenden Leuchtdioden (LED) verbreiten weißes Licht auf der Gänstorbrücke.
Straßenlaternen: Leuchtdioden statt Quecksilberdampf.
01. März 2011

Erste Lampen in Ulm und Neu-Ulm mit LED-Technik. Gleiches Licht bei niedrigerem Stromverbrauch und längerer Lebensdauer.

Ab 2015 müssen viele Straßenlaternen ausgetauscht werden. Quecksilberdampf als Leuchtmittel hat dann EU-weit ausgedient. Diese Technik erbringt nicht die geforderte höhere Energie-Effizienz. Schon jetzt stellen die Städte Ulm und Neu-Ulm zusammen mit den Stadtwerken die Weichen für den Übergang. Ulm wird erstmals im derzeit entstehenden Baugebiet Gutenbergstraße in der Oststadt sowie in der Syrlinstraße versuchsweise LED-Lampen (Kürzel für „Licht emittierende Diode“) einsetzen. Vorgesehen sind in den beiden Straßen rund zwei Dutzend dieser energiesparenden Leuchten. In der Syrlinstraße sind dies Seilhängeleuchten. Die LED-Technik in Seilhängeleuchten ist erst im Entstehen und wird in Ulm erstmals in einem ganzen Straßenzug eingesetzt. Auch die Stadt Neu-Ulm stellt Schritt um Schritt um. Vor wenigen Tagen haben die Stadtwerke für die Stadt Neu-Ulm auf der Gänstorbrücke 16 LED-Straßenlampen montiert. Zuvor waren als Pilotprojekt im Neubaugebiet Herdgasse im Ortsteil Steinheim rund 12 LED-Straßenlampen aufgestellt worden. Und im laufenden Sanierungsprogramm für das Jahr 2011 wird Neu-Ulm zusammen mit den Stadtwerken rund 170 alte Quecksilberdampflampen durch LED-Leuchten ersetzen. Mit diesem Austausch nimmt Neu-Ulm am Förderprogramm „Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung“ des Bundes teil.

Licht wird elektrisch erzeugt ohne Leuchtmittel

Leuchtdioden sind kleine linsenförmige Lämpchen. Das Licht wird auf direktem Weg elektrisch erzeugt, nicht auf Umwegen durch Leuchtmittel. Daher erreichen LED-Lampen sofort nach dem Einschalten ihre volle Helligkeit. In Straßenlaternen sind bis zu 144 Dioden angeordnet. Je nach Anordnung lässt sich der auszuleuchtende Straßenraum genau bestimmen. Leuchtdioden in Straßenlaternen gibt es in unterschiedlichen Lichtfarben. LED-Licht schont Insekten, denn sie werden durch den geringeren Anteil an ultraviolettem Licht nicht so stark angelockt.

Energiesparend und langlebig

Hauptvorteil der LED-Leuchten ist jedoch ihre Energieeffizienz. Um die gleiche Lichtmenge wie eine Quecksilberdampf-Lampe zu erzeugen, genügt der LED-Leuchte eine niedrigere Wattzahl. Entsprechend geringer ist der Stromverbrauch. Den Effizienz-Vergleich mit einer herkömmlichen Energiesparleuchte (oder Kompakt-Leuchtstofflampe), die derzeit für die Quecksilberdampflampe eingesetzt wird, hat die LED-Leuchte zurzeit noch nicht für sich entschieden. Die Industrie erwartet jedoch, dass sich dies in wenigen Jahren zu Gunsten der LED verschieben wird. Deshalb müssen jetzt in den Versuchsgebieten Erfahrungen mit der neuen Technik gesammelt werden. Leuchtdioden sind zudem wesentlich langlebiger als herkömmliche Leuchtmittel. LED-Leuchten haben eine Nutzbrenndauer von etwa 50.000 Stunden. Bei einer durchschnittlichen jährlichen Brenndauer von ca. 4.000 Stunden halten diese Leuchtmittel also zwölf Jahre. Da werden die höheren Anschaffungskosten für LED-Straßenlaternen – derzeit um die 50 Prozent – über die Betriebszeit wieder hereingeholt.

Wiblinger Bus des Jahres 1911, originalgetreu nachgebaut durch die Firma EvoBus. Im Bild von links: Helmut Schneider von SWU Verkehr und Erich Scherl, bei EvoBus zuständig für den Verkauf von Omnibussen an kommunale Kunden.
Vor 100 Jahren fuhr in Ulm erstmals ein Linienbus
28. Februar 2011

Wiblingen sorgte selbst für seine Anbindung an die Stadt. Der Erste Weltkrieg unterbrach den Busverkehr für lange Zeit.

1897 fuhr erstmals die Ulmer Straßenbahn. 14 Jahre später erlebte auch der Bus seine Geburtsstunde als Verkehrsmittel in der Münsterstadt. Am 1. März 1911, vor genau hundert Jahren also, nahm die Buslinie in das damals noch selbstständige Wiblingen den Linienverkehr auf. Es war keine städtische Linie. Betreiber war die „Motorverbindung Wiblingen - Ulm“, eine beim Amtsgericht Laupheim eingetragene Genossenschaft. Der Erste Weltkrieg sollte die hoffnungsvollen Anfänge der Buslinie für lange Zeit unterbrechen. Die beiden Busse der Genossenschaft wurden 1915 samt Fahrpersonal zum Kriegsdienst eingezogen. Erst 1948 wurde in Ulm wieder eine Buslinie eingerichtet. Wiederum nach Wiblingen, dieses Mal als städtische Linie.

Eine Buslinie sollte Wiblingen beleben

Daniel Riechers streift in seiner 1997 erschienenen Chronik „100 Jahre Straßenbahn in Ulm“ auch die Geschichte der Buslinien. Schon bald nach Inbetriebnahme der Ulmer Tram wurde die Gemeinde Wiblingen durch eine Postwagenverbindung mit der Ulmer Straßenbahn verknüpft. Diese Verbindung war jedoch umständlich und verkehrte nur spärlich. Um 1910 befasste sich der Wiblinger Hauptlehrer Franz Rieck mit der wirtschaftlichen und sozialen Situation der Gemeinde. Er kam zu dem Schluss, dass eine attraktive und preisgünstige „Automobilverbindung“ nach Ulm Wiblingen aus seinem Dornröschenschlaf am Rande der großen Reichsstadt befreien könnte. Die Idee überzeugte den Wiblinger Schultheiß Nothelfer – und begeisterte die Wiblinger: Im März 1910 erklärten sich auf einer Bürgerversammlung mehrere Teilnehmer bereit, das Projekt mit Geldbeträgen zu unterstützen. Um das Vorhaben zu verwirklichen, gründete sich der „Verkehrsverein Wiblingen“. Schon im September 1910 bestellte der Verkehrsverein bei der Firma Saurer im schweizerischen Arbon das Fahrgestell. Den Aufbau lieferte Karl Kässbohrer, der Gründer der später Weltruf erlangenden Ulmer Firma. Der Bus wurde im Februar 1911 geliefert. Angetrieben durch einen 30 PS starken Benzinmotor bot er 18 Sitz- und 10 Stehplätze. Am 1. März 1911 begann der fahrplanmäßige Betrieb. Der Bus pendelte fünf Mal täglich zwischen dem Wiblinger Gasthof Adler und dem Münsterplatz. 25 Minuten dauerte eine Fahrt.

Großer Fahrgastzuspruch – dann kam der Krieg

Der Zuspruch war groß: An einem Werktag wurden durchschnittlich 120 Fahrgäste befördert, an Sonntagen sogar mehr. Ein zweiter Bus wurde bestellt, er ging am 15. Juni 1912 in Betrieb. 1915 fand die erste Ulmer Buslinie ihr unerwartetes Ende: Die beiden Busse wurden samt Fahrern zum Kriegsdienst eingezogen, die Wiblinger Linie musste eingestellt werden. In den 1920er Jahren entstanden vereinzelte, kurzlebige Busverbindungen in Ulm und Neu-Ulm. Erst 1947 schlug die Stunde des städtischen Busverkehrs. Zunächst fuhren Oberleitungsbusse. Und am 15. August 1948 ging wieder eine Buslinie klassischer Art in Betrieb. Es war die Linie 8. Sie knüpfte an die Tradition an: Der Bus fuhr wiederum nach Wiblingen.

Info
Das Buch „100 Jahre Straßenbahn in Ulm“ von Daniel Riechers ist im Buchhandel erhältlich. Es kostet 24,80 Euro.

Umfangreiche EDV-Umstellung führt zu Verzögerungen bei der Energie-Rechnung.
18. Februar 2011

Zwei Teilzahlungen in einem Monat abgebucht. Jahresabrechnungen können nur verspätet gestellt werden.

Eine umfangreiche Umstellung im Abrechnungssystem macht derzeit den Stadtwerken und einem Teil ihrer Kunden zu schaffen. So konnte der vereinbarte monatliche Teilbetrag für den Januar zumeist erst Anfang Februar abgebucht werden. Mit der Folge, dass der Kunde auf seinem Februar-Kontoauszug gleich zwei Abbuchungen entdeckte. „Es wurde aber nicht zu viel belastet“, beruhigt Marcus Deutenberg, bei SWU verantwortlich für den Vertrieb, „sondern die Abbuchungen für Januar und Februar sind ausnahmsweise im selben Monat erfolgt“.

Jahresabrechnungen verspäten sich


Eine weitere Folge der EDV-Umstellung, wegen der die Systeme
 eine Zeitlang gar nicht zur Verfügung standen: Seit Jahresbeginn
 konnten noch keine Abrechnungen für Energie und Trinkwasser
 erstellt werden. Was der eine oder andere Kunde auf den ersten Blick als erfreulichen Zahlungsaufschub betrachten mag, könnte
 langfristig eine unliebsame Überraschung sein. Nämlich bei der Jahresabrechnung
 Anfang 2012. Denn solange die anstehende Abrechnung
 nicht erledigt ist, kann die SWU keine monatlichen Teilbeträge
 für die neue Abrechnungsperiode festlegen. Eine Abrechnungsperiode besteht aus elf gleichen, monatlichen Teilbeträgen
 und der Jahresrechnung im zwölften Monat. Die geleisteten Teilbeträge werden mit dem Jahresgesamtbetrag verrechnet. Fallen aber,
 wie jetzt, Teilzahlungen aus, erhöht das automatisch den Endbetrag.
Die Abrechnung im kommenden Jahr könnte also unter Umständen 
ungewohnt hoch ausfallen und die Kunden verunsichern.

Monatliche Teilbeträge werden angepasst


Rund 10.000 SWU-Kunden sind von nicht termingerecht erstellten 
Rechnungen betroffen. „Damit diese Kunden kein dickes Ende erleben,
verteilen wir die bis dato nicht eingezogenen Teilbeträge
 gleichmäßig auf die restlichen Monate des Abrechnungszeitraums“,
kündigt Marcus Deutenberg an. Die entsprechenden Teilbeträge
 erhöhen sich demnach vorübergehend. Kunden, die das nicht wünschen,
 können einen individuellen Teilbetrag vereinbaren. Ein Anruf
 beim SWU-Kundenservice unter (07 31) 1 66 - 65 genügt oder ein
 Besuch im ServiceCenter Neue Mitte. Die SWU weist die betroffenen
 Kunden auf der demnächst eingehenden Rechnung auf die 
erhöhten Teilbeträge hin.


Gesetzliche Anforderungen führen zu EDV-Umstellung


Hintergrund der EDV-Umstellung: Um neue gesetzliche Anforderungen 
im Rahmen der Netzregulierung zu erfüllen, musste die 
SWU zum 1. Januar zwei komplett neue Abrechnungssysteme aufbauen:
 eines für die Tochtergesellschaft SWU Netze und eines für 
die SWU Energie. Während dieser „Umbauphase“ stand das SAPSystem 
für etwa drei Wochen lang nicht zur Verfügung. Die im Zeitraum
 Januar bis Mitte Februar fälligen Rechnungen konnten also
erst verspätet geschrieben werden.

Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm erhalten grünes Licht vom Zweckverband.
08. Februar 2011

Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH (SWU) will untersuchen, ob sich auf dem Gelände des früheren Fliegerhorstes Leipheim ein modernes Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) errichten ließe.

Für das Vorhaben sind dem kommunalen Unternehmen – es ist vollständig im Besitz der Städte Ulm und Neu-Ulm – vom Zweckverband Interkommunales Gewerbegebiet Landkreis Günzburg rund 18 Hektar Fläche reserviert worden. Das hat die Verbandsversammlung am 3. Februar 2011 beschlossen. Die für das Kraftwerk benötigte Fläche liegt südlich der Landebahn des früheren Fliegerhorstes und westlich von Bubesheim. In der Nähe verläuft die Autobahn A 8 München – Stuttgart.

Der Zweckverband Interkommunales Gewerbegebiet Landkreis Günzburg hat zum 1. Juli 2010 den Großteil des Areals des ehemaligen Fliegerhorstes übernommen. Vorgesehen ist die Konversion der Liegenschaft zu einem interkommunalen Gewerbegebiet. Beteiligt sind die Städte Leipheim und Günzburg, die Gemeinde Bubesheim sowie der Landkreis Günzburg.

1200 Megawatt für eine eigenständige, regionale Stromversorgung

Die SWU will auf dem Gelände des früheren Fliegerhorstes ein bis zu 1200 Megawatt leistendes Kraftwerk errichten. Dafür wird eine der weltweit effizientesten Techniken zum Zuge kommen. Das Kraftwerk besteht aus zwei Anlagen, die mit je einer Gas- und Dampfturbine bestückt sind. Das Kraftwerk könnte pro Jahr um die vier Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugen. Das entspricht dem Bedarf von über 1 Million Haushalten mittlerer Größe. Hintergrund des Vorhabens: Der Umbau des deutschen Kraftwerkparks hin zu einer CO2-armen Erzeugung erfordert den Zubau effizienter und umweltverträglicher Kraftwerke. Hinzu kommt: Ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk eignet sich dank seiner Flexibilität bestens dafür, die Erzeugung aus erneuerbaren Energiequellen zu ergänzen. Regenerative Anlagen speisen unregelmäßig Strom in die Netze ein. GuD-Kraftwerke lassen sich binnen Minuten hoch- oder herunterfahren und können so die schwankende Einspeisung aus regenerativen Kraftwerken ausgleichen. Das dient nicht zuletzt der Stabilität der Übertragungs- und Verteilnetze. Das GuD Leipheim wäre ein wichtiger Baustein in der Unternehmensstrategie. Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm wollen ihre Erzeugungskapazitäten schrittweise ausbauen. Es geht darum, die Kunden in der Region möglichst eigenständig zu versorgen. Geeignete Standorte für neue Kraftwerke sind deutschlandweit aber rar. „Die Flächen des Zweckverbands sind als Kraftwerksstandort ideal – und hochinteressant für die wirtschaftliche Entwicklung der Region“, sagt Jürgen Schäffner, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU Energie.

Bürger schon am Anfang aktiv einbinden

Ein Kraftwerk ähnlicher Größenordnung und Technik ist im westfälischen Hamm seit 2008 in Betrieb. Daran sind die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm mit 9,4 Prozent beteiligt. Das GuD Leipheim wird sich nicht ohne Partner aus der kommunalen Energieversorgung und aus der Industrie verwirklichen lassen. Die SWU wird zunächst zusammen mit den Behörden und Verbänden die genehmigungstechnischen Voraussetzungen erarbeiten. Gleich in der Anfangsphase wird die SWU die Bürger informieren und aktiv in die Planungen einbinden.

Weg zum kommunalen Nordsee-Windpark ist frei. SWU Energie wird mit 10 Megawatt Leistung beteiligt sein.
03. Januar 2011

Nach dreijähriger Projektentwicklung ist der Weg zum Bau des Trianel Windkraftwerks Borkum (TWB) in der Nordsee frei. 

Die SWU Energie und 33 weitere Gesellschafter aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz haben den Bau des ersten Abschnitts des Offshore-Windparks beschlossen. Abschnitt 1 umfasst 40 Windräder mit einer Gesamtleistung von 200 Megawatt. Nachdem kurz vor Weihnachten auch die Finanzierungsvereinbarungen unterzeichnet worden waren, sind nun alle wichtigen Verträge unter Dach und Fach. Der 56 Quadratkilometer große Windpark liegt rund 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum. Er grenzt unmittelbar an Alpha Ventus an, den ersten deutschen Offshore-Windpark.

Bald stammt ein Viertel der SWU-Erzeugung aus erneuerbaren Quellen

Für die SWU Energie sei dies ein wichtiger Moment, freut sich technischer Geschäftsführer Jürgen Schäffner. Die Stadtwerke-Tochtergesellschaft hat sich als Trianel-Mitgesellschafterin einen Leistungsanteil von 10 Megawatt Windkraft gesichert. „Seit Anfang 2008 planen wir mit dem Aachener Stadtwerke-Netzwerk Trianel an diesem ersten kommunalen Offshore-Windpark. Dass wir nun den Baubeschluss fassen können, beweist, dass sich langer Atem auszahlt“, sagt Jürgen Schäffner. 2013 soll der Windpark ans Netz gehen. Die SWU wird dann gemäß ihres Anteils jährlich rund 40 Millionen Kilowattstunden Strom aus der Nordsee beziehen. Das ist der Jahresbedarf von über 11.000 Haushalten mittlerer Größe. „Damit kommen wir ein entscheidendes Stück dem Ziel näher, bis Mitte des Jahrzehnts ein Viertel der SWU-Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen zu decken“, so Schäffner. Für ihren Anteil am Windpark investiert die SWU rund 15 Millionen Euro.

Fertigstellung zur Jahreswende 2012/13

Der Vorsitzende der TWB-Gesellschafterversammlung und Sprecher der Trianel-Geschäftsführung, Sven Becker, sieht die Ulm/Neu-Ulmer Stadtwerke in einer wichtigen Rolle: „Mit diesem Projekt hilft die SWU das umzusetzen, was unisono alle Parteien im Bundestag fordern“. Vor Borkum ist ein zweiter Bauabschnitt vorgesehen mit noch einmal 200 Megawatt Leistung.

Im Sommer 2011 werden in 30 Metern Wassertiefe die Fundamente, sogenannte Tripods, der ersten 40 Windräder aufgebaut. Nach der Fertigstellung zur Jahreswende 2012/2013 soll der „Regelbetrieb“ beginnen. Rund 200.000 Haushalte werden dann durch den Windpark mit umweltfreundlichem Strom versorgt. Die Investitionssumme für den ersten Bauabschnitt beträgt über 700 Millionen Euro. Um Wetterunbilden aus dem Weg zu gehen, wird bis zum Sommer mit den Arbeiten für die Gründung der Tripods gewartet. Diese werden mit Stahlrohren (Piles) am Meeresboden „festgenagelt“, die Verbindung zwischen Pile und Tripod wird durch Beton hergestellt.

Ebenfalls auf hoher See wird in ähnlicher Bauweise das 400-MW-Umspannwerk für den gesamten Trianel-Windpark Borkum West II errichtet. Erledigt werden die Arbeiten von Errichterschiffen, die Bauteile werden per Spezial-Lastschiff (so genanntes Cargo-Barge) an Ort und Stelle gebracht. Die Windräder werden Stück für Stück an Land in Eemshaven südlich von Borkum zusammengefügt, per Barge zum Einsatzort transportiert und mittels Kran auf hoher See zusammengefügt. Die Areva-Windräder haben eine Nabenhöhe von 90 Metern, bis zur Rotorspitze erhebt sich die Anlage 148 Meter über die Meeresoberfläche.

SWU strebt breiten Energiemix an

In den nächsten Jahren will die SWU ihre Erzeugungskapazitäten so ausbauen, dass sich das Unternehmen mittel- bis langfristig zu 80 Prozent von Stromeinkäufen unabhängig macht. Dabei helfen die eigenen Kraftwerke wie das im Bau befindliche Holzgas-Heizkraftwerk Senden ebenso wie Beteiligungen an Großkraftwerken andernorts. Seit 2008 bezieht SWU Strom aus dem Gas- und Dampfturbinenkraftwerk im westfälischen Hamm. Im Bau ist das Kohlekraftwerk Lünen, das Ende 2012 in Betrieb gehen wird. Die SWU verfügt in Lünen über eine Leistungsscheibe von rund 39 Megawatt. Angedacht sind weitere Planungen im regenerativen Bereich. Dazu zählen Windkraftanlagen an Land und Wasserkraftwerke, aber auch der notwendige Ausbau von Speicherungsmöglichkeiten in Form von Pumpspeicherkraftwerken.

Wasserrechnung erhöht sich um 3,4 Prozent. Ab Januar rund zehn Euro Mehrkosten pro Jahr.
29. Dezember 2010

Das Trinkwasser für Ulmer und Neu-Ulmer Haushalte wird im neuen Jahr etwas teurer. 

Ab 1. Januar kostet der Kubikmeter 1,72 Euro brutto, zwei Cent mehr als bisher. Damit steigt der Kubikmeterpreis erstmals wieder seit 2007. Daneben erhöhen sich auch die jährlichen Grundpreise der verschiedenen Kundengruppen. Der Grundpreis richtet sich nach der Anzahl und Leistung der installierten Wasserzähler, ist also von Gebäude zu Gebäude unterschiedlich.

Alles in allem wirkt sich die Preisanhebung wie folgt aus: Ein Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 150 Kubikmetern Trinkwasser für drei Personen gibt pro Jahr rund 10,40 Euro oder 3,4 Prozent mehr aus. Die Erhöhung erfasst alle Tarifgruppen der über 31.000 SWU-Kunden in Ulm und Neu-Ulm.

Pumpstrom wird teurer

Die Gründe für die Preisanhebung sind unterschiedlich. Was den Kubikmeterpreis anlangt, schlagen hauptsächlich die höheren Kosten für den Pumpstrom zu Buche. Strom wird ab Januar zusätzlich mit 1,5 Cent netto (1,79 Cent brutto) je Kilowattstunde belastet. Das geht auf das Konto der neuen, gesetzlich festgelegten EEG-Umlage. Die Umlage finanziert die Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen. Pumpstrom als Bestandteil der Wassergewinnungskosten verteuert sich durch die Umlagenerhöhung ab 2011 um rund 30 Prozent.

Pflege des Wassernetzes erfordert hohe Investitionen

Durch den höheren Grundpreis wiederum gleicht die SWU Energie die steigenden Kosten für die Bereitstellung von Trinkwasser und für die Pflege der Netze aus. Dies sind feste Kosten, sie richten sich nicht danach, ob viel oder wenig Wasser gefördert und verkauft wird. Um Leitungen, Brunnen und Anlagen in Schuss zu halten und um die Wasserqualität zu kontrollieren, wenden die Stadtwerke Jahr für Jahr viel Geld auf. 2010 waren es 3,5 Millionen Euro, im kommenden Jahr werden es 4,3 Millionen Euro sein. „Der Geschäftszweig Wasserversorgung ist kapitalintensiv und muss wirtschaftlich bleiben“, erläutert SWU-Geschäftsführer Matthias Berz.

SWU zählt landesweit zu den günstigsten Wasserversorgern

Auch nach der Erhöhung bleibt die SWU landesweit einer der günstigsten Wasserversorger. In dem vom Stuttgarter Wirtschaftsministerium im Februar 2010 aktualisierten Preisvergleich rangiert die SWU erneut im oberen Drittel der günstigsten privatrechtlichen Wasserversorger. SWU belegt Rang 21 unter den 79 gelisteten Unternehmen. Bei 150 Kubikmeter Jahresverbrauch bezahlt der SWU-Kunde ab Januar rund 318 Euro brutto. Für 2010 liegt der Landesschnitt bei 345 Euro.
 

Vorsorge gegen Knaller: Fahrkartenautomaten sind über den Jahreswechsel außer Betrieb
23. Dezember 2010

Die SWU Verkehr trifft Vorsorge gegen „verirrte“ Silvesterknaller. Von Montag, 27. Dezember bis einschließlich Mittwoch, 5. Januar 2011 werden die 45 Fahrscheinautomaten an den Haltestellen entlang der SWU-Linien außer Betrieb genommen. 

Die Automaten sind empfindlich, speziell die eingebaute Elektronik verträgt keine Silvesterscherze. Mutwillige Beschädigungen, zum Beispiel indem Gegenstände gewaltsam in die Automaten eingeführt wurden, haben in letzter Zeit wiederholt längere Ausfälle und teuren Reparaturen verursacht. Ab Donnerstag, 6. Januar 2011 sind die Fahrscheinautomaten wieder betriebsbereit. Über den Jahreswechsel können Fahrkarten in den 15 Vorverkaufsstellen und bei „SWU trafitti“ im ServiceCenter Neue Mitte gekauft werden. „SWU trafitti“ ist an Heiligabend und Silvester von 9 bis 13 Uhr geöffnet.

Neue Öffnungszeiten hat das Büro der SWU Verkehr in der Bauhoferstraße in der Weststadt. Für Fahrgäste, die dort ihr erhöhtes 
Beförderungsentgelt entrichten, ist das Büro montags bis mittwochs von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr geöffnet, donnerstags von 13 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr. Samstags ist geschlossen. 

Heiligabend: Nachtbusse fahren ab 18.30 Uhr im Stundentakt. An Silvester erweitertes Nachtbusangebot.
22. Dezember 2010

An Heiligabend fahren die Busse und Straßenbahnen der SWU Verkehr bis zirka 18 Uhr nach dem Samstagsfahrplan. Wann die letzten Abfahrten von welchen Haltestellen abgehen, fasst die Tabelle zusammen. Das Anruf-Sammeltaxi „MobilSAM“ fährt an Heiligabend ebenfalls bis gegen 18 Uhr. 

Die letzten regulären Abfahrten an Heiligabend

 

Haltestelle Linie Richtung Abfahrt
Ehinger Tor Linie 1 Söflingen 19.09
  Böfingen 18.16
  Linie 3 Wissenschaftsstadt 18.05
  Wiblingen (Alte Siedlung) 18.10
  Linie 4 Böfingen Süd 18.05
  Kuhberg 18.10
  Linie 7 Willy-Brandt-Platz 18.21
  Jungingen 18.16
  Linie 8 Blautal-Center 18.29
Hauptbahnhof Linie 1 Söflingen 19.06
  Böfingen 18.19
  Linie 3 Wissenschaftsstadt 18.08
  Wiblingen (Alte Siedlung) 18.07
  Linie 5 Wiley 18.27
  Ludwigsfeld 18.12
  Wissenschaftsstadt 18.03
  Linie 6 Eselsberg Hasenkopf 18.28
  Donaustadion 18.25
  Linie 7 Willy-Brandt-Platz 18.18
  Jungingen 18.19
  Linie 8 Blautal-Center 18.32
  Ehinger Tor 18.52

 

Nachtbus verkehrt an Heiligabend im Stundentakt

Am 24. Dezember fahren von 18.30 Uhr bis 3.30 Uhr in der Frühe die Nachtbuslinien N 1 bis N 5, N 7 und N 8 stündlich ab Ulm ZOB. Vor 1.30 Uhr ist kein Nachtbuszuschlag erforderlich.

Erweitertes Nachtbusangebot an Silvester

An Silvester fahren alle SWU-Linien nach dem Samstagsfahrplan. Das MobilSAM endet gegen 18 Uhr. Der letzte Anschluss auf den regulären SWU-Linien ist gegen 0.45 Uhr. Anschließend fahren in der Neujahrsnacht die Nachtbuslinien N 1 bis N 5, N 7 und N 8 jeweils stündlich zwischen 1.30 Uhr und 4.30 Uhr ab Ulm ZOB.

Zusätzlicher Fahrscheinverkauf am Haltepunkt Ulm ZOB

In der Silvesternacht werden Fahrscheine zwischen 1.15 Uhr und 4.30 Uhr an den Abfahrtssteigen der Nachtbuslinien des Haltepunkts Ulm ZOB zusätzlich durch stationäres Personal verkauft. Die SWU Verkehr bittet ihre Fahrgäste, auch diese Alternative für den Fahrscheinkauf zu nutzen. Das entlastet den Busfahrer, insbesondere bei großem Andrang. Die Mitarbeiter stehen in speziell gekennzeichneter Kleidung jeweils 15 Minuten vor Abfahrt der Nachtbuslinien bereit.

Verbindung zur Wissenschaftsstadt: Verstärkerbusse entlasten den morgendlichen Berufsverkehr. Falschparker in Söflingen behindern Trambetrieb.
16. Dezember 2010

Einzelne Kurse seien immer wieder überfüllt, so berichten manche Fahrgäste, die zur Wissenschaftsstadt wollen. Und dies, obwohl die Linien 3, 5 und 6 in dichten Takten unterwegs sind.

Die Linien 3, 5 und 6 fahren tagsüber alle zehn Minuten, der Takt der 3 wird zu den Spitzenzeiten sogar auf fünf Minuten verdichtet. Aufgrund der großen Nachfrage weist die SWU Verkehr auf die seit November eingerichteten Zusatzbusse hin, die als E-Wagen einzelne Linien verstärken.

Linie 3: Zwei E-Wagen verkehren zwischen 7.30 Uhr und 8 Uhr zwischen den Haltestellen Hauptbahnhof und Uni Süd.

Linie 5: Ein E-Wagen verstärkt diese Linie gegen 8 Uhr zwischen den Haltestellen Veltlinerweg und Uni Süd.

Linie 15 (Willy-Brandt-Platz – Böfingen-Egertweg – Uni Süd): Eine zusätzliche Fahrt mit dem E-Wagen zwischen den Haltestellen Steinhövelstraße am Safranberg und Uni Süd.

Die SWU Verkehr ermittelt speziell auf den Uni-Verbindungen durch Fahrgastzählungen fortlaufend die Nachfrage. Je nach den Ergebnissen der Zählungen werden die verfügbaren E-Wagen flexibel eingesetzt. Aus diesem Grund können die genannten E-Wagen nicht im Fahrplan aufgeführt werden. „Die Kapazitätsengpässe auf der Verbindung Hauptbahnhof – Wissenschaftsstadt sind bekannt. Darauf reagieren wir kurzfristig mit E-Bussen. Eine dauerhaft befriedigende Lösung verspricht wohl erst eine Straßenbahn-Verbindung“, sagt Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr.

Autofahrer aufgepasst an der Söflinger Endschleife

Das Auto mal eben abstellen, um zum Einkaufen oder zum Arzt gehen. Die Gedankenlosigkeit mancher Autofahrer im Bereich der Endschleife Söflingen bescherte in den vergangenen Wochen vielen hundert Straßenbahn-Fahrgästen große Verspätungen. Denn die Autos wurden so in den Gleisbereich hinein geparkt, dass die Straßenbahn nicht vorbeikam. Bis der Fahrer gefunden oder der Falschparker abgeschleppt war, musste in aller Eile ein Ersatzbus organisiert werden. Massive Verspätungen im Fahrplan der Eins waren die Folge. Die SWU Verkehr appelliert daher an die Autofahrer: vergewissern Sie sich, dass Ihr Wagen nicht in den Schienenbereich hineinragt. Diese Aufmerksamkeit ist wichtig besonders dann, wenn der Parkraum infolge Schneefalls kleiner ist als gewohnt oder die Markierungen schlecht zu sehen sind. Abgesehen von den verursachten Verspätungen für die Fahrgäste: Dieses Falschparken kann teuer werden. Neben den Abschleppkosten stellt die SWU Verkehr dem Falschparker auch die Kosten für den Ersatzbus in Rechnung.

Fahrplanwechsel am 12. Dezember: Mehr Fahrten ins Industriegebiet Donautal, ganztägige Mitnahme von Rädern in der Straßenbahn.
07. Dezember 2010

Fahrplanwechsel am 12. Dezember: Mehr Fahrten ins Industriegebiet Donautal, ganztägige Mitnahme von Rädern in der Straßenbahn.

Mehr und schnellere Fahrten für Pendler auf wichtigen Verbindungen, bessere Abstimmung von Anschlüssen an Knotenpunkten und mehr Service: Darauf kann sich der Fahrgast einstellen, wenn ab 12. Dezember der neue Fahrplan 2010/11 auf den SWU-Linien gilt.

Vom Ulmer Norden aus gibt es künftig eine Direktverbindung zur Wissenschaftsstadt. Ab 12. Dezember fährt die Linie 45, die RAB und SWU Verkehr gemeinsam betreiben, von Jungingen über Lehr auf dem direkten Weg zum Oberen Eselsberg. Der bisherige Abschnitt Uni-Süd – Ulm ZOB fällt weg. Durch die verkürzte Route können mehr Fahrten angeboten werden. So werden zwischen sechs und sieben Uhr morgens auf der Linie 45 zwei Kurse eingerichtet. Diese sind auf den frühen Dienstbeginn der Klinikbeschäftigten abgestimmt. Der Bus bedient in der Wissenschaftsstadt künftig zwei Äste: Richtung Uni-Süd und Richtung Wilhelm-Runge-Straße über Kliniken und Uni West. Von der neuen Direktverbindung Jungingen – Lehr – Wissenschaftsstadt profitieren auch Fahrgäste aus Dornstadt und Nellingen. Sie können von der Linie 49 (Nellingen – Dornstadt – Ulm ZOB) in Lehr auf die Linie 45 umsteigen.

Linien im Donautal sind besser auf die Schichtzeiten abgestimmt

Auch für die Pendler ins Industriegebiet Donautal verbessern sich die Verbindungen. Die Linie 10 (Hauptbahnhof – Donautal) fährt montags bis samstags öfter, außerdem passt sich der Fahrplan besser an die Schichtzeiten der Beschäftigten an, insbesondere samstags. Linie 8 (Blautal-Center – Donautal – Wiblingen) fährt nun mit jedem Kurs über die Haltestelle Graf-Arco-Straße innerhalb des Industriegebiets. Die bisherigen Haltestellen Am Sandhaken und Voithstraße, die hin und wieder bedient wurden, fallen weg. „Die Fahrplanlücken im Donautal konnten nicht zuletzt dank der engen Zusammenarbeit mit den Firmen geschlossen werden“, sagt Matthias Einmahl, bei SWU Verkehr zuständig für die Angebotsgestaltung.

Böfingen: Anruf-Sammeltaxi ersetzt Linie 12

In Böfingen fährt die Linie 12 gemäß einem Stadtratsbeschluss am 11. Dezember zum letzten Mal. Der Quartierbus, der probeweise seit März 2009 verkehrte und sehr schwach besetzt war, wird ersetzt durch das Anruf-Sammeltaxi MobilSAM 12. Es holt Fahrgäste im Gebiet Eichenhang/Eichberg an der Haustür ab und bringt sie zu den Haltestellen Eichenplatz (Umstieg in Linie 4) oder ins Einkaufszentrum Haslacher Weg. Fahrgäste bestellen das MobilSAM spätestens 30 Minuten vor der gewünschten, im Fahrplan festgelegten Abfahrtszeit unter Telefon (07 31) 1 66 55.

Linie 15: Die schnelle Verbindung zur Wissenschaftsstadt

Die schnelle Busverbindung vom Willy-Brandt-Platz über Böfingen-Egertweg und die Nordtangente zur Uni-Süd heißt ab 12. Dezember Linie 15 (zuvor „Einsatzbus E“). Sie verkehrt wie bisher sechs Mal werktags, samstags und sonntags gibt es je eine Fahrt. Es werden auf der Linie 15 nur noch SWU-Busse eingesetzt. „Dadurch wird die Zuverlässigkeit deutlich zunehmen. Auch der Fahrkomfort verbessert sich in den Niederflurbussen mit optischer und akustischer Fahrgastinformation“, betont Matthias Einmahl.

Neu: Haltestelle Donauklinik in Neu-Ulm

Das Neu-Ulmer Krankenhaus hat ab 12. Dezember eine eigene Haltestelle. Sie liegt in der Krankenhausstraße und heißt Donauklinik. Bedient wird die Haltestelle durch die Linie 7 (Willy-Brandt-Platz – Neu-Ulm – Jungingen), allerdings nur in Fahrtrichtung Jungingen. Zwei weitere Haltestellen in Neu-Ulm erhalten einen neuen Namen: „Donaubad“ (anstatt bisher „Atlantis“) und „Adenauerbrücke“ (anstatt bisher „Donaubad). Die Umbenennung der Haltestellen ist Folge der Namensänderung beim Freizeitbad. In Ulm hält die Nachtbuslinie N 7 künftig am Ehinger Tor, nicht mehr wie zuvor an der Donaubastion.

Rendezvous im Viertelstundentakt: Ein Bus wartet auf den anderen

Umsteigen ohne Wartezeit. Diese Grundidee steckt hinter dem so genannten Rendezvous-Verkehr, der werktags zwischen 19.15 Uhr und 20.45 Uhr an fünf Knotenpunkten im SWU-Liniennetz eingerichtet wird. Rendezvous heißt: An dem Knoten treffen sich jede Viertelstunde mehrere Linien zur selben Minute und warten notfalls aufeinander. Das funktioniert nur, wenn der Fahrplan nicht durch größere Verspätungen durcheinander geraten ist. Der Rendezvous-Verkehr garantiert den Anschluss also nicht, doch bei geringen Verspätungen werden die Anschlüsse nach Möglichkeit eingehalten. So zum Beispiel am Egertweg in Böfingen, wo werktags ab 19.15 Uhr die Eins und die Vier aufeinander abgestimmt sind. Eine echte Anschlussgarantie besteht hingegen wie üblich im Nachtverkehr. Rendezvous-Verkehr am frühen Abend und Anschlussgarantie ab 20.45 Uhr gibt es an den Haltestellen Ehinger Tor, Hauptbahnhof, Willy-Brandt-Platz, Egertweg und am Rathaus. Am Rathaus funktioniert der Rendezvous-Halt künftig in beiden Fahrtrichtungen. Der bisherige Anschluss an der Steinernen Brücke wird also ans Rathaus verlegt.

Fahrrad-Mitnahme: In der Straßenbahn jetzt ganztägig

Das Rad einfach einladen in den Bus und in die Straßenbahn. Diesen Service dehnt die SWU Verkehr aus. Ab 12. Dezember ist die Fahrrad-Mitnahme auf der Linie 1 den ganzen Tag über möglich. Sperrzeiten gibt es nur noch in den Bussen. Dort dürfen Räder werktags von 8.30 Uhr bis 12 Uhr und ab 19 Uhr mitgenommen werden, samstags ab 12 Uhr, sonntags ganztägig. Wird es im Bus oder in der Tram allerdings eng, genießen Kinderwagen und Rollatoren Vorrang. Die SWU Verkehr setzt auf Rücksichtnahme unter den Fahrgästen. Ein Anspruch auf die Fahrrad-Mitnahme besteht nicht. Für das Fahrrad muss ein Kinder-Einzelfahrschein zum Preis von 1,10 Euro gelöst werden.

Wann genau fährt mein Bus? Schau nach unter www.swu.de

Wann muss ich los, um den nächsten Bus an meiner Haltestelle zu erwischen? Ein Blick ins Notebook oder aufs internetfähige Handy gibt präzise Auskunft. Die Ankunftszeiten von Bussen und Straßenbahnen an allen über 300 SWU-Haltestellen im Netz können künftig elektronisch abgefragt werden. Und dies in Echtzeit, das heißt die Minutenangaben richten sich nach der tatsächlichen Verkehrslage und werden ständig aktualisiert. So kommt der von den elektronischen Anzeigetafeln an den Haltestellen gewohnte Service jetzt auch auf den Monitor oder aufs Handy.

Info
Alle Änderungen und Neuerungen zum Fahrplanwechsel fasst ein kompakter Flyer zusammen. Er ist erhältlich in den Fahrzeugen, bei „SWU traffiti“ und kann unter www.swu.de heruntergeladen werden.
  

SWU-Neubau: Das Baufeld wird freigelegt. Die Abbrucharbeiten laufen. Bautelefon ist eingerichtet.
03. Dezember 2010

Um für den Bau des zweiten Stadtwerke-Verwaltungsgebäudes Platz zu schaffen, müssen die alten Bauten weichen.

Seit Mittwoch, 1. Dezember läuft der Abbruch der Häuser Karlstraße 5, 9, 11 und 17. Das hat Folgen für den Durchgangsverkehr. Unmittelbar vor der Ampel an der großen Kreuzung Karlstraße/Neutorstraße bleibt bis voraussichtlich Ende Januar der rechte Fahrstreifen teilweise gesperrt. Dies kann den Berufsverkehr aus der Karlstraße in Richtung Ludwig-Erhard-Brücke behindern.

Die Vorbereitungen zu dem Neubau auf dem Areal zwischen Karlstraße, Neutorstraße und Wilhelmstraße hatten bereits im Sommer begonnen. In der Feinplanung hatte sich aber gezeigt, dass der Bauablauf umfangreichere Untersuchungen erforderte als abzusehen war. Außerdem mussten verschiedene Teilprojekte, beispielsweise für die Untersuchung und Sanierung des Baugrunds, aufeinander abgestimmt werden. Das nahm mehr Zeit in Anspruch als gedacht, so dass der Abriss der alten Häuser erst jetzt in Angriff genommen werden konnte.

Mit Abriss und Neubau beauftragt ist die Arbeitsgemeinschaft aus den Bauunternehmen Reisch (Bad Saulgau) und Schmid (Baltringen). Der Abbruch der alten Bauten – sie stammen überwiegend aus der unmittelbaren Nachkriegszeit – und das Ausheben der Baugrube werden voraussichtlich bis Februar dauern. Anschließend wird der Untergrund durch Bohrpfähle stabilisiert. Danach kann, je nach Witterung, die Unterkellerung beginnen.

Fünf Stockwerke hoch

Zur Neutorstraße und zum Stadtwerke-Glasbau hin wird ein fünfstöckiger Komplex hochgezogen, der aus der Vogelperspektive betrachtet die Form eines Schlüsselbarts annimmt. Unter diesem Gebäude liegt eine Tiefgarage. Daneben entsteht ein 62 Meter langer, gleichfalls fünf Stockwerke hoher Bau. Dessen Front blickt zur Karlstraße hin und erstreckt sich über die Fläche, auf der zurzeit noch die Häuser Nummer 9, 11 und 17 stehen. Die Fertigstellung des Komplexes ist Ende 2012 vorgesehen.

SWU wird Mieterin im Neubau. Investor aus Friedrichshafen.

Finanziert und betrieben wird der Neubau nicht durch die Stadtwerke, sondern durch die IVU GmbH & Co. KG in Friedrichshafen. Der Investor wendet rund 30,5 Millionen Euro auf. Erstellt wird der Neubau im Rahmen des Erbbaurechts. Das bedeutet: Die Finanzierung übernimmt die IVU GmbH, die SWU bleibt Grundstückseigentümerin und mietet den Büroraum auf die Dauer von zunächst zwanzig Jahren. Danach, im Jahr 2032, kann die SWU den Mietvertrag um fünf Jahre verlängern oder das Gebäude erwerben („Heimfall des Erbbaurechts“). Rund 10.500 Quadratmeter Nutzfläche stehen in dem Neubau zur Verfügung. Davon wird die SWU ungefähr zwei Drittel selbst nutzen, die restlichen Flächen werden vermietet.

Baustellen-Telefon für Anlieger: 1 66 - 22 99

Speziell für Anlieger im Baustellenbereich haben die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm ein Bautelefon geschaltet. Unter der Nummer (07 31) 1 66 - 22 99 sprechen Anrufer ihr Anliegen aufs Band. Ein Mitarbeiter ruft dann zurück, um offene Fragen zu beantworten.

Mit dem Nikolaus auf Fahrt im SWU-Oldtimer. Geschenkidee der Eltern wird umgesetzt.
29. November 2010

Nikolausüberraschung einmal anders. Statt mit dem Schlitten reist Knecht Ruprecht mit der Straßenbahn – und die Beschenkten reisen mit. Am 6. und 11. Dezember können Eltern ihren Kindern das Nikolausgeschenk im historischen Straßenbahnwagen der SWU Verkehr überreichen lassen.

Nach Voranmeldung bei „SWU traffiti“ im ServiceCenter Neue Mitte steigt der Nikolaus „zufällig“ bei einer Sonderfahrt des Combino-Vorgängers GT 4 zu – und spricht jedes Kind persönlich an.

Damit jedes Kind das richtige Präsent bekommt, ist die Anmeldung bei „SWU traffiti“ erforderlich. Eltern kaufen dort die Sonderfahrkarte zum Preis von 5 Euro und geben gleichzeitig ihr Geschenk für 
Miriam, Sebastian, Sara und Co. ab. Daneben ist eine kurze, selbst verfasste Widmung nützlich. Diese Widmung liest der Nikolaus dem beschenkten Kind aus seinem „Goldenen Buch“ vor. Die verfügbaren Karten sind auf 50 je Veranstaltung begrenzt – sonst wird die Tram zu voll.

Die gelbe Straßenbahn, ein Modell aus den Sechzigerjahren, startet am 6. und 11. Dezember jeweils um 16.10 Uhr an der Endhaltestelle Söflingen. Fahrgäste mit ihren Kindern können außerdem am Ehinger Tor, Hauptbahnhof, Theater, Willy-Brandt-Platz und an der Donauhalle zusteigen (siehe beigefügter Fahrplan). Der Nikolaus steigt erst dann ein, wenn alle angemeldeten Kinder an Bord sind. Die Tram fährt eine komplette Runde bis Böfingen und zurück. Die Veranstaltung endet gegen 18 Uhr.

Info
Anmeldeschluss bei „SWU traffiti“ in der Neuen Straße ist Freitag 3. Dezember (für die erste Fahrt am 6.12.) und Donnerstag 9. Dezember (für die Fahrt am 11.12.). Die Nikolaus-Sonderfahrkarte kostet 5 Euro. Im Preis enthalten sind Lebkuchen und heiße Getränke, nicht jedoch die Geschenke.
Abfahrtszeiten am 6. und 11. Dezember: Söflingen Endhaltestelle 16.10 Uhr, Ehinger Tor 16.17 Uhr, Hauptbahnhof 16.21 Uhr, Theater 16.25 Uhr, Willy-Brandt-Platz 16.29 Uhr, Donauhalle 16.34 Uhr.

Ehinger Tor erhält eine neue Toilette. WC ist derzeit geschlossen und wird zum Abbruch vorbereitet.
17. November 2010

Der Umsteigepunkt am Ehinger Tor erhält eine neue Toilettenanlage.

Der bestehende Rundbau unter dem großen Haltestellendach wird in den nächsten Wochen abgebrochen und danach durch eine Toilettenanlage der Firma Wall ersetzt. Es handelt sich dabei um das Toilettenhäuschen, das derzeit noch an der Ecke Neuer Graben/Wengengasse/Olgastraße steht. Dieses WC muss dem an dieser Stelle geplanten Neubau eines Geschäftshauses weichen.

Betrieb und Unterhalt des recht großzügig bemessenen Toiletten-Rundbaus am Ehinger Tor waren mit rund 20.000 Euro jährlich doch recht teuer. Wir haben daher seit längerem nach einer Lösung gesucht“, begründet Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr, den Austausch. Die Baupläne an der Wengengasse eröffnen nun die Möglichkeit, den WC-Betrieb am Ehinger Tor der Firma Wall zu übertragen. Das neue WC wird zumindest im Inneren gegen mutwillige Zerstörungen etwas sicherer sein: Zutritt hat nur, wer bezahlt. Das derzeitige WC ist bereits geschlossen, weil es zum Abbruch vorbereitet wird. Unter anderem muss es vom Strom- und Wassernetz getrennt werden. Die neue Wall-Toilette soll bis Jahresende in Betrieb gehen.

Viertürer an der Haltestelle. Ulmer Busflotte erneuert sich durch sieben Gelenkzüge.
12. November 2010

Was bei Limousinen beinahe selbstverständlich ist, wird nun auch bei Stadtbussen zum Maß der Dinge. Schwaben Mobil, die Tochtergesellschaft der SWU Verkehr, setzt erstmals Gelenkbusse mit vier Türen ein.

Sieben solcher Busse des Typs Mercedes-Benz Citaro O 530 G hat Schwaben Mobil zum Gesamtpreis von rund drei Millionen Euro beschafft. Die neuen Busse sind bereits im Einsatz.

„Was Platzangebot, Ausstattung und Motorentechnik anlangt, unterscheiden sich die neuen Busse nicht von ihren Vorgängern“, sagt Schwaben Mobil-Geschäftsführer und Mitgesellschafter Werner Ziegelmeier. Stufenloser Einstieg, Klimaanlage, Rollstuhlrampe, Info-Monitore und Euro-5-Motor sind selbstverständlich. Über 100 Passagiere finden Platz. Neu ist die vierte Tür im hinteren Wagenteil. Die zusätzliche Tür erleichtert das Ein- und Aussteigen und beschleunigt sogar den Bus. „Der Bus füllt und leert sich schneller, wodurch er wiederum schneller von der Haltestelle wegkommt. Gerade in den Stoßzeiten kann das die Pünktlichkeit erhöhen“, fasst SWU Verkehr-Geschäftsführer Ingo Wortmann die Vorteile zusammen. Außerdem wird der Platz im Bus besser ausgenutzt. „Fahrgäste meiden instinktiv die unzugänglichen Ecken im Bus, halten sich zum Beispiel ungern im Fond auf. Die vierte Tür an dieser Stelle hebt den toten Raum auf“, ergänzt Wortmann. Die Viertürer sollen vorzugsweise auf den stark gefragten Verbindungen zwischen Hauptbahnhof und Wissenschaftsstadt eingesetzt werden. Dies ist auch eine Reaktion auf die ständig steigenden Fahrgastzahlen auf dieser Strecke.

Kunden und TÜV Süd geben den Stadtwerken Note zwei für den Service. SWU-Serviceleistungen sind nun zertifiziert.
29. Oktober 2010

Welche Anforderungen stellt die SWU an sich selbst, wenn es um Servicequalität und Servicekultur geht? Und kann das Unternehmen diese Anforderungen auch den Kunden gegenüber erfüllen?

Dies hat die TÜV Süd Management Service GmbH untersucht und für gut befunden. Seit kurzem trägt die SWU das Siegel „ServiceQualität“.

Punkten konnten die Stadtwerke beispielsweise mit dem im April eröffneten ServiceCenter Neue Mitte, mit ihrer Energieberatung, mit der SchwabenCard und mit der Kundenzeitung „SWU Journal“. Positiv ins Gewicht fiel auch die verlängerte telefonische Erreichbarkeit. Die Mitarbeiter des Kundenservice-Centers nehmen werktags von 9 bis 20 Uhr und samstags von 9 bis 16 Uhr die Anrufe der Kunden entgegen.

Mail-Anfragen müssen noch schneller beantwortet werden

Der TÜV Süd hat die Serviceleistungen in einem mehrstufigen Verfahren unter die Lupe genommen. Kunden und vom TÜV Süd ausgewählte Testpersonen gaben der SWU die Gesamtnote zwei. Geprüft wurde nicht nur das Eigen- und Fremdbild, sondern auch, wie das Unternehmen seine Mitarbeiter dabei unterstützt, kundenorientiert zu arbeiten. Anonyme Testanrufe und E-Mail-Anfragen haben die Kundenzufriedenheitsanalyse ergänzt. Ob Service-Kultur in einem Unternehmen gelebt wird, zeigt sich beim Test durch einen Außenstehenden. „Im Umgang mit Mail-Anfragen müssen wir besser werden. Das Prüfverfahren gibt eine Beantwortung innerhalb von 24 Stunden vor. Leider konnten wir diese Anforderung nicht bei allen Test-Mails erfüllen“, erklärt Marcus Deutenberg, Leiter der SWU Vertrieb GmbH. „Wir begreifen das als Auftrag, uns weiter zu verbessern.“ Ob dies gelingt, kontrolliert zum einen der TÜV im jährlichen Audit. Außerdem unterzieht sich die SWU regelmäßig Kundenbefragungen. Die Erhebung vom Oktober wird zurzeit ausgewertet.

Verlängerte Straßenbahnlinie bringt 43 Prozent mehr Fahrgäste in Böfingen. Prognosen aus der Planung bestätigen sich.
21. Oktober 2010

Die Verlängerung der Straßenbahn hat in Böfingen zu einem deutlichen Fahrgastzuwachs geführt.

Das zeigen die Zählungen, die von April bis Ende Juni 2010 durchgeführt worden sind, gut ein Jahr nach Eröffnung der Ausbaustrecke. Im Schnitt nutzen derzeit rund 5.000 Böfinger täglich die Straßenbahn. Betrachtet man sämtliche
Wochentage einschließlich Samstag und Sonntag und berücksichtigt beide Fahrtrichtungen, so erreicht der Fahrgastzuwachs auf dem Böfinger Abschnitt der Straßenbahn rund 43 Prozent oder 1.570 Passagiere täglich.

„Selbst von der Entwicklung überrascht“

„Damit hat die Linienverlängerung ihre Vorgaben voll erfüllt“, bewertet Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr, die Ergebnisse der Zählungen. Die vom Zuschussgeber anerkannte volkswirtschaftliche Bewertung des Ausbauprojekts war für den Böfinger Schienenabschnitt von einem durchschnittlichen täglichen Zugewinn von 1.640 Fahrgästen in beiden Fahrtrichtungen ausgegangen – allerdings erst für 2015, wenn die neuen Wohnquartiere am Lettenwald bezogen sein werden. „Wir erreichen diese Marke schon fünf Jahre vor der Zeit“, zeigt sich Ingo Wortmann selbst ein wenig von der Entwicklung überrascht. Landauf landab, so ergänzt Wortmann, gelte in der Branche die Faustregel, dass eine Schienenverlängerung rund 30 Prozent mehr Fahrgäste bringe. Die Linie 1 übertrifft diesen Wert auf der ausgebauten Trasse selbst an Samstagen und Sonntagen, wie die Zählungen weiter ergaben.

So wurde der Vergleich „Vorher – Nachher“ ermittelt

2008 waren auf der damaligen Buslinie 4 diejenigen Fahrgäste gezählt worden, die von der Endhaltestelle Ostpreußenweg bis zur Haltestelle Hofäckerweg in den Bus gestiegen waren. Die Vergleichszählung im Frühjahr 2010 erfasste die Zusteiger an den Straßenbahn-Haltestellen Ostpreußenweg bis Eugen-Bolz-Straße. Die ermittelten Fahrgastzuwächse beziehen sich also alleine auf die Ausbaustrecke, nicht etwa auf die Linie 1 allgemein.

Standardisierte Bewertung der Neubaustrecken kommt 2011 in die städtischen Gremien

Geschäftsführer Ingo Wortmann geht davon aus, dass die Vorplanungen für die ins Auge gefassten Straßenbahnlinien zur Wissenschaftsstadt, zum Kuhberg und nach Neu-Ulm auf ebenso realistischen Prognosen beruhen werden wie im Fall Böfingen. Anfang 2011 soll für die Neubaustrecken die so genannte Standardisierte Bewertung abgeschlossen sein. Sie wird dann von den Zuschussgebern in Bund und Land geprüft und anschließend in den städtischen Gremien behandelt. Auf der Grundlage der Standardisierten Bewertung entscheiden die Stadtparlamente Ulms und Neu-Ulms, ob das Vorhaben Straßenbahnausbau weiter vorangetrieben werden soll.

Strom wird ab 1. Dezember teurer. Höhere Umlage zur Förderung von Ökostrom gibt den Ausschlag.
18. Oktober 2010

Durchschnittlicher Haushalt bezahlt 7,5 bis 8,3 Prozent mehr. Pro Jahr fließen 124 Euro in die EEG-Förderung.

Erstmals nach 23 Monaten erhöhen die Stadtwerke wieder ihren Strompreis. Ab 1. Dezember 2010 kostet die Kilowattstunde in allen Vertragsarten netto 1,5 Cent (1,78 Cent brutto) mehr. Grund sind die erheblich gestiegenen Kosten für die Förderung von Ökostrom, die per Gesetz auf den Verbraucher umgelegt werden. „Die Anhebung deckt exakt die neue, durch die Übertragungsnetzbetreiber festgelegte Umlage für die Einspeisung von Ökostrom ab. Der neue Satz beträgt 4,2 Cent brutto je Kilowattstunde“, erläutert SWU-Geschäftsführer Matthias Berz die Preisanpassung.

Damit wirken sich der massive Zubau regenerativer Erzeugungsanlagen und die entsprechend zu vergütenden Strommengen auch auf den Ulmer Strompreis aus. Wer Strom aus Wind, Sonne, Wasserkraft und Biomasse gewinnt und ins öffentliche Netz einspeist, erhält eine erhöhte Einspeisevergütung, die auf zwanzig Jahre festgeschrieben ist. Gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) finanziert jeder Stromkunde diese Förderung per Umlage auf seiner Rechnung. Die Umlage wird jährlich neu berechnet und hat jetzt einen großen Sprung gemacht. „Zum ökologischen Umbau der Energieversorgung gibt es keine Alternative. Dieser Umbau hat aber seinen Preis“, bemerkt Matthias Berz.

Bei der SWU bezahlt ein Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden künftig rund 62,50 Euro mehr im Jahr. Je nach Vertragsart erhöht sich die Stromrechnung dadurch um 7,5 bis 8,3 Prozent (siehe beigefügte Tabelle). Betroffen sind rund 50.000 Kunden in den Verträgen „Grundversorgung“ und „SWU NaturStrom“ sowie 58.000 Kunden im Vertragstyp „SWU SchwabenStrom“. Auch Nachtstrom kostet ab Dezember je Kilowattstunde 1,5 Cent netto mehr. Ein Haushalt mit einem Verbrauch von 10.000 kWh im abgesenkten Nachttarif und 2.500 kWh im regulären Tagtarif bezahlt rund 224 Euro oder 10 Prozent mehr im Jahr. Betroffen sind rund 6.000 Haushalte.

Pro Jahr 124 Euro für erneuerbare Energien

Künftig fließen rund 124 Euro der jährlichen Stromrechnung eines typischen SWU-Haushaltskundens in die EEG-Förderung, gegenüber rund 72 Euro heute (siehe Tabelle). Das ist eine Zunahme um über 70 Prozent. Demgegenüber ist der Kostenblock für die Erzeugung, den Transport und Vertrieb des Stroms nahezu gleich geblieben. Allerdings wird erwartet, dass der anstehende Ausbau der Stromnetze – der ebenfalls im Zusammenhang mit der Einspeisung immer größerer Ökostrommengen steht – auf Dauer zu höheren Netznutzungsentgelten führen wird. Das wirkt sich je nach Netzgebiet und Spannungsebene unterschiedlich aus. Bereits 2010 haben sich die von der Bundesnetzagentur kontrollierten Entgelte im Bundesdurchschnitt leicht erhöht. „Diese Tendenz wird sich sehr wahrscheinlich fortsetzen“, sagt Matthias Berz.

Die wichtigsten Strompreise ab 1. Dezember 2010 im Überblick

Vertrag

kWh netto in Cent

kWh brutto in Cent

Grundpreis brutto/Jahr in EUR

3.500 kWh Jahresendpreis in EUR

Grundversorgung und SWU NaturStrom (bis 5.862 kWh/Jahr) Eintarifmessung

19,39

23,07

91,04

898,63

SWU NaturStrom mit Preisgarantie bis zu 36 Monaten

19,39

23,07

101,04

908,63

SWU SchwabenStrom (ab 1.860 kWh/Jahr)

16,86

20,06

106,70

808,92

 

Die Grundpreise bleiben gleich. Kündigungsfristen: Grundversorgung: vier Wochen zum Monatsende; SWU NaturStrom und SWU SchwabenStrom: feste Erstlaufzeit, Kündigung mit 6 Wochen Frist zum Vertragsende

Derzeitige und neue Stromrechnung bei einem typischen Haushalt (3.500 kWh Jahresverbrauch)

Vertrag

heute

ab 1. Dez. 2010

Erhöhung in Euro

Erhöhung in Prozent

Grundversorgung und SWU NaturStrom (bis 5.862 kWh/Jahr) Eintarifmessung

836,16

898,63

62,47

7,5

SWU SchwabenStrom (ab 1.860 kWh/Jahr)

746,44

808,92

62,48

8,3

 

So wird sich die Stromrechnung eines typischen Haushalts 2011 zusammen-setzen (3.500 kWh Jahresverbrauch, Vertrag „SWU SchwabenStrom“)

Anteile

EUR

Prozent

Mehrwertsteuer

129,15

16

Konzessionsabgabe

64,51

8

Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz

1,05

0

Erneuerbare-Energien-Gesetz

124,15

15

Stromsteuer

71,75

9

Stromtransport

185,95

23

Strombeschaffung und Vertrieb

232,36

29

Summe

808,92

100

 

Diagramm Strompreis 2011 - durchschnittlicher Stromverbrauch - Anteile der Steuern, Umlagen und Abgaben

Steuern, Umlagen und Abgaben machen zusammen 48 Prozent der Stromrechnung aus

Fernwärme in Neu-Ulm wird rund fünf Prozent teurer. Gestiegene Brennstoffkosten wirken sich aus.
01. Oktober 2010

Nach zwölf Monaten Preisstabilität hebt die SWU Energie ihre Fernwärmepreise wieder an.

Zum 1. Oktober bezahlen die rund 1.700 fernwärmeversorgten Haushalte in den Neu-Ulmer Stadtteilen Vorfeld, Wiley und Ludwigsfeld 0,41 Cent brutto mehr für die Kilowattstunde. Auch die Grundpreise erhöhen sich leicht (siehe Tabelle). Unter dem Strich erhöht sich die Fernwärme-Rechnung eines typischen Mehrpersonenhaushalts – Jahresverbrauch 20.000 Kilowattstunden, Wärme-Anschlusswert 13 Kilowatt – ab Oktober um rund 87 Euro pro Jahr. Das entspricht einer Mehrbelastung von 4,9 Prozent. Auch im Ulmer Fernwärmegebiet Ochsensteige am Eselsberg werden die Preise angehoben. Dort bezahlt der erwähnte Musterhaushalt rund 110 Euro mehr im Jahr, das sind 6,5 Prozent. Rund 50 Haushalte sind betroffen.

„Die Preisformel bei Fernwärme bestimmen laut Vertrag mehrere Faktoren. Der wichtigste Faktor ist der Erdgaspreis. Steigt dieser – wie geschehen um rund 5 Prozent im Jahresverlauf 2010 –, so verteuert das auch die Fernwärme“, erläutert Thomas Deyerberg, Geschäftsführer der Stadtwerke-Vertriebsgesellschaft die Gründe für die Preisanpassung. Immerhin hatten die Stadtwerke ihre Fernwärmepreise ein Jahr lang stabil halten können. Die letzte Preiserhöhung liegt sogar zwei Jahre zurück. Und im Jahr 2009 konnten die Preise zweimal gesenkt werden, in Summe um 15,4 Prozent. „Gegenwärtig schlägt das Pendel in der Rohstoff-Beschaffung wieder leicht in die andere Richtung aus“, resümiert Thomas Deyerberg.

Bundeskartellamt untersucht Heizstrompreise: SWU Energie bleibt unbeanstandet.
01. Oktober 2010

Bei einer bundesweiten Erhebung zu den Heizstrompreisen hat auch die SWU Energie Daten an das Bundeskartellamt geliefert.

Nach dem vorgestern verkündeten Ergebnis gaben die SWU-Daten keinen Anlass zu Beanstandungen. „Die SWU-Preise und deren Kalkulation wurden als nachvollziehbar und in Ordnung befunden“, berichtet Thomas Deyerberg, Geschäftsführer der SWU-Vertriebsgesellschaft.

25 Versorgungsunternehmen hatte das Kartellamt hinsichtlich Erlösen und Kosten unter die Lupe genommen und dabei nach eigener Aussage 70 Prozent des an Privatkunden gelieferten Heizstroms erfasst. 13 Unternehmen wurden von der Behörde zu Rückerstattungen an ihre Kunden verpflichtet. Die SWU Energie gehört nicht zu diesem Kreis. Alle an dem Verfahren beteiligten Unternehmen haben zugesagt, marktöffnende Maßnahmen umzusetzen. Dazu gehört zum Beispiel die transparente Veröffentlichung der Heizstromtarife und Lastprofile im Internet. Die SWU Energie hat das teilweise bereits erfüllt.

SWU lädt zur Jubiläumsfeier: 100 Jahre öffentliche Stromversorgung in Senden.
21. September 2010

SWU präsentiert sich mit E-Bikes auf den „Funny days“

Vor genau 100 Jahren wurde die öffentliche Stromversorgung in Senden ins Leben gerufen. Die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm nimmt dieses runde Jubiläum zum Anlass, nicht nur in die Vergangenheit zu blicken, sondern auch Energie- und Mobilitäts-Konzepte der Zukunft vorzustellen. Dabei spielt nicht nur das innovative Holzgas-Heizkraftwerk eine Rolle, sondern auch das Thema umweltfreundliche Mobilität. Im Rahmen der beliebten Sendener Familienveranstaltung „Funny Days“ bieten die SWU den Besuchern am 26. September 2010 die Möglichkeit, Elektro-Bikes und Segways auf spielerische Art kennenzulernen und sich mit dem Thema Elektromobilität vertraut zu machen. Hierzu werden die SWU-Mitarbeiter auf dem Sendener Marktplatz einen Parcours aufbauen, der mit den elektrisch betriebenen Zweirädern befahren werden kann. Besucher können nach einer professionellen Einweisung zwei Segways und fünf Elektro-Fahrräder – sogenannte Pedelacs – testen. Dass die neuartigen Fortbewegungsmittel angenommen werden, zeigten die Testwochen in Ulm. Im neuen ServiceCenter Neue Mitte stellten die SWU die Fahrzeuge den Ulmer und Neu-Ulmer Bürgern tageweise zur Verfügung. Die Resonanz war so überwältigend, dass die Aktion verlängert werden musste.

Neben dem Fahrspaß mit den E-Bikes der SWU erwartet die Besucher auf den „Funny Days“ der Stadt Senden im Bürgerhaus und auf dem Marktplatz ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt. Am 24.9. lädt die Buchhandlung Bücherwelt zu einem Vorlese- und Bastelabend mit „Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer“. Zudem gibt die A-capella-Gesangsgruppe „6-Zylinder“ eine Mischung aus bekannten Popsongs und Eigenkompositionen zum Besten. Am 26.9. bietet der „Kindertag“ unter anderem den Mitmachzirkus Harlekin, einen Spielepark, einen Kinderflohmarkt sowie den Auftritt des Ballonkunst-Europameisters Tobi van Deisner.

Zwölf Auszubildende starten ins Berufsleben. Erstmals bilden die Stadtwerke zur Fachkraft im Fahrbetrieb aus.
13. September 2010

Zwölf junge Schulabgänger haben jetzt ihre Ausbildung bei den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm begonnen.

„Damit konnten wir die Zahl der Ausbildungsplätze aus den Vorjahren halten“, sagte Personalchef Michael Kuhn bei der Begrüßung der „Neuen“. Ein neuer Ausbildungsgang ist in diesem Jahr dabei. Swantje Niemann (21 Jahre) und Dennis Reichardt (18 Jahre) lernen in den nächsten drei Jahren Fachkraft im Fahrbetrieb. In diesem Beruf bildet das Tochterunternehmen SWU Verkehr erstmals aus. Damit angesprochen ist ein Allrounder in einem Verkehrsunternehmen. In einem breitgefächerten Ausbildungsprogramm werden die Absolventen gleichermaßen technisch und kaufmännisch geschult: Sie beraten Kunden im Fahrkartenverkauf und überwachen den Linienverkehr in der Funkleitstelle; sie lernen Busse und deren Innenleben kennen; und sie setzen sich auch einmal hinters Lenkrad, etwa um in der morgendlichen Rush-Hour einige Kurse mit dem E-Wagen zu fahren, beispielsweise im Schülerverkehr. „In diesem bundesweit relativ neuen Ausbildungsgang kommt der Service-Charakter im Nahverkehr sehr gut zum Ausdruck. Dem tragen wir bei den Stadtwerken Rechnung“, ergänzt Michael Kuhn.

Unter den übrigen Berufsstartern sind ein Industriemechaniker, eine Industriekauffrau, zwei Bürokauffrauen, vier Elektroniker und zwei Anlagenmechaniker für das Gas-, Wasser- und Wärmenetz. Der zuletzt genannte Beruf konnte in den vergangenen Jahren nur schwer besetzt werden. „Ich bin froh, dass wir diese Lücke zum zweiten Mal nacheinander schließen konnten“, so Michael Kuhn.

Gleisbauarbeiten an der Linie 1
09. September 2010

Die Gleiskreuzung der Straßenbahnlinie 1 am Hohen Steg in Ulm, an der Ausfahrt unserer Wendeschleife (Ecke Böfinger Straße, Böfinger Steige) muss aufgrund technischer Mängel ausgetauscht werden.

Es handelt sich um eine Nachbesserung des Lieferanten, die für die SWU Verkehr kostenneutral ist. Die Arbeiten finden in der Nacht vom Donnerstag 9.9. auf Freitag 10.9., sowie in der Nacht vom Freitag 10.9. auf Samstag 11.9. statt. Insbesondere in der Nacht zum Samstag ist mit erhöhter Lärmintensität zu rechnen. Die SWU Verkehr bittet die Anwohner wegen der baubedingten nächtlichen Geräuschentwicklung um Verständnis. Die Arbeiten können nicht tagsüber ausgeführt werden, sondern nur in der Zeit in der die Straßenbahnen nicht fahren.

Neu-Ulm: Bauarbeiten in der Donaustraße. Zufahrt in Höhe der Apotheke ist ab 20. September für vier Wochen gesperrt.
03. September 2010

Am Montag 6. September beginnen die Stadtwerke in der Neu-Ulmer Donaustraße mit dem Bau eines Brunnens zur Regulierung des Grundwasserpegels.

Für den Durchgangsverkehr ergeben sich verschiedene Einschränkungen. Die wichtigste: Ab Montag, 20. September können Pkw nicht mehr in Höhe der Apotheke „A 4“ von der Augsburger Straße in die Donaustraße einbiegen. Dies gilt für etwa vier Wochen bis zum 15. Oktober. Während dieser Zeit ist die Zufahrt nur über die Marienstraße und die Straße „An der kleinen Donau“ möglich. Um den Umleitungsverkehr flüssig zu halten, herrscht in der Straße „An der kleinen Donau“ tagsüber absolutes Halteverbot. Die SWU hat die Anwohner per Anschreiben informiert.

Die Baumaßnahmen in dem etwa hundert Meter langen Abschnitt der Donaustraße ziehen sich bis in den November hinein. Der Bau des Entwässerungsbrunnens steht im Zusammenhang mit der künftigen Anhebung des Donauspiegels um etwa einen halben Meter. Dadurch erhöht sich die Stromerzeugung im Wasserkraftwerk Böfinger Halde um rund zehn Prozent. Der Entwässerungsbrunnen  liegt etwa 9 Meter tief unter dem Asphalt. Zwei weitere solche Brunnen befinden sich in der Maximilianstraße und Krankenhausstraße.

SWU-Gaspreise steigen um bis zu 4,8 Prozent. Haushalte bezahlen ab Oktober fünf Euro mehr pro Monat
19. August 2010

Gaseinkauf hat sich erneut verteuert

Zum Oktober erhöhen die Stadtwerke die Preise für ihre rund 25.000 Erdgaskunden. Die Anhebung betrifft sowohl die preisvariablen Verträge wie zum Beispiel "SWU SchwabenGas Vario" als auch das Festpreis-Angebot "SWU SchwabenGas Fix", das zwölf Monate Gültigkeit hat. Die Kilowattstunde erhöht sich in allen Vertragsarten um 0,3 Cent brutto. Die Grundpreise bleiben unverändert. Ein Musterhaushalt – drei bis vier Personen und 20.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch – bezahlt ab 1. Oktober rund fünf Euro mehr im Monat. Das entspricht je nach Vertragsart einer Anhebung von 4,4 bis 4,8 Prozent (siehe beigefügte Tabelle).

Über den Winter hinweg keine weitere Erhöhung

"Die Preise an den Beschaffungsmärkten ziehen schon seit Monaten an. Der Gaseinkauf ist für uns deutlich teurer geworden", so begründet Thomas Deyerberg, Geschäftsführer der Stadtwerke-Vertriebsgesellschaft, die Preisanpassung. Die gestiegenen Beschaffungskosten hätten erstmals im April und dann wieder im Juli zu Buche geschlagen. Die SWU-Lieferanten können ihre Preise zu jedem Quartalsbeginn anpassen. Gleichwohl habe die SWU erst einmal die weitere Entwicklung abgewartet und die Abgabepreise zunächst nicht angepasst. "Darum kommen wir zum Oktober aber nicht mehr herum", bedauert Deyerberg. Immerhin: Die SWU wird die neuen Preise in den preisvariablen Verträgen über den Winter hinweg stabil halten. "Bis mindestens 31. März 2011. Das können wir garantieren, obwohl auch nach dem Oktober ein Anstieg der Großhandelspreise vorhergesagt ist", wie Deyerberg ausführt. Das Festpreis-Angebot bleibt vertragsgemäß bis 30. September 2011 unverändert.

Preisbildend für Gas sind die Notierungen für Rohöl beziehungsweise leichtes Heizöl. Gemäß den geltenden Mechanismen wirken sich Bewegungen auf dem Ölmarkt zeitversetzt auf die Preise aus, die Großlieferanten von Stadtwerken verlangen. Konkret: Der SWU-Gasbezugspreis zum Oktober 2010 errechnet sich aus einem Durchschnittspreis, den der Heizöl-Großhandel in den sechs Monaten März bis August verlangt hat. "Die SWU erhöht ihre Endkundenpreise höchstens in dem Umfang, wie ihre Gasbezugspreise gestiegen sind", versichert Thomas Deyerberg. 

Zweigleisiger Gaseinkauf

Wie kauft die SWU ihr Gas ein? Zum einen über Lieferverträge mit ölpreisgebundenen Klauseln bei der kommunalen Beschaffungsgesellschaft Bayerngas. Zum Kauf von Gasmengen für Kunden mit Festpreis hingegen nutzen die Stadtwerke auch den kurzfristigen Spotmarkt. Die Haupt-Einkaufsmenge muss lange im Voraus beschafft werden und richtet sich am Bedarf der rund 15.000 SWU-Kunden mit preisvariablen Verträgen aus. Da auf den Spotmarkt zu setzen und auf den günstigen Augenblick zu hoffen, wäre zu riskant. "Die Spotpreise schwanken stark, und wir müssten das kurzfristige Auf und Ab auf unsere Kunden abwälzen. Wir setzen lieber auf Preisgleitklauseln, die die Preisbewegungen gleichmäßig machen", bekräftigt Deyerberg. Anders dagegen der Einkauf für die rund 11.000 Festpreis-Kunden. Garantiert abgenommene Mengen lassen sich beschaffen, wenn der Zeitpunkt günstig erscheint. Zum Beispiel dann, wenn auf dem Spotmarkt Übermengen Käufer suchen. "Die zweigleisige Einkaufsstrategie hat vor allem den Effekt: Unsere Preise sind soweit wie möglich beständig. Davon profitieren unsere Kunden langfristig mehr als von einem Glücksspiel mit Einkaufszeitpunkten", betont Deyerberg.

Gas ist billiger als vor drei Jahren

Trotz der Preiserhöhung wird Heizenergie für die SWU-Gaskunden immer noch deutlich günstiger sein als vor drei Jahren. Der erwähnte Musterhaushalt im Vertrag "SWU SchwabenGas Bonus" kommt ab Oktober 2010 bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden auf eine Jahresrechnung von 1.322 Euro. Im Januar 2008, unmittelbar vor der damals einsetzenden Energie-Teuerungswelle, bezahlte derselbe Haushalt 1.412 Euro. 

Vertragsart

kWh
netto
in Cent

kWh
brutto
in Cent

Grundpreis
brutto/Jahr
in EUR

20.000 kWh,
Jahresendpreis
in EUR

Veränderung in
EUR und in %

Grundversorgung Tarif II
(ab 5.789 kWh/Jahr)

5,50

6,55

127,77

1.437,77

+ 60,00 EUR
+ 4,4 %

SchwabenGas Vario

4,99

5,94

182,07

1.370,07

+ 60,00 EUR
+ 4,6 %

SchwabenGas Bonus

4,79

5,70

182,07

1.322,07

+ 60,00 EUR
+ 4,8 %

SchwabenGas Fix
Festpreis, garantiert vom 01.10. 2010
bis 30.09.2011

4,78

5,69

182,07

1.320,07

+ 60,00 EUR
+ 4,8 %


„SWU SchwabenGas Fix“ läuft grundsätzlich bis 30. September eines jeden Jahres und kann sechs Wochen vor Vertragsende gekündigt werden.

Der Vertrag "Grundversorgung" ist mit vierwöchiger Frist zum Monatsende kündbar, "SWU SchwabenGas Vario" kann zum Monatsende mit einer Frist von drei Monaten gekündigt werden. "SWU Schwaben Gas Bonus" hat ein Jahr Vertragsbindung und kann sechs Wochen vor Vertragsablauf gekündigt werden. 

Bürger können Elektroräder noch bis September testen
18. August 2010

Stadtwerke verlängern die Testphase aufgrund der hohen Nachfrage

Noch bis 23. September können Bürger im ServiceCenter Neue Mitte Elektroräder kostenlos zum Test ausleihen. Die Stadtwerke verlängern damit die Testphase, die ursprünglich am 16. August zu Ende gehen sollte. „Wir sind von der Nachfrage selbst etwas überrascht. Binnen zwei Tagen waren alle Räder bis zum Ende des Testzeitraums ausgebucht“, berichtet Tobias Sailer vom Service Center Neue Mitte.

Wegen des großen Interesses erhöhen die Stadtwerke auch die Anzahl der Leihräder. Ab 25. August stehen sieben anstatt bisher vier Räder zur Verfügung. Testpersonen können unter verschiedenen Modellen wählen. Das kleinste Rad wird durch einen 250 Watt-Motor angetrieben, dessen Akku nach drei bis vier Stunden aufgeladen ist. Bei einer Reichweite von bis zu 40 Kilometern erreicht es eine Höchstgeschwindigkeit von 32 km/h. Ein zweites Modell erreicht mit einer Akkuladung einen Radius von maximal 80 Kilometern. Nach einer Ladezeit von vier bis sechs Stunden kann dann wieder losgeradelt werden – bis zu 27 km/h schnell. 

Ladestationen für die Elektroräder gibt es am ServiceCenter Neue Mitte. Sie sind an den Fahrradständern angebracht und werden mit SWU NaturStrom beliefert. Aufgeladen werden können Elektroräder aber auch an jeder häuslichen Steckdose. „Gerade in Verdichtungsräumen, in denen überwiegend kurze Strecken zurückzulegen sind, bieten E-Bikes eine kluge und dazu umweltgerechte Alternative“, erklärt SWU-Marketingleiter Marc Fuchs. Elektroräder machen im doppelten Sinn mobil, „denn sie vergrößern die Auswahl der richtigen Verkehrsmittel für den jeweils richtigen Zweck“. Mit Elektrorädern gelangt der Bürger auch im bergigen Ulm bequem dahin, wo der Radius der öffentlichen Verkehrsmittel oder des eigenen Pkw endet. 

Den Test unterstützt die Stadtwerke-Kooperation Trianel, an der die SWU beteiligt ist. Per Fragebogen beurteilen die Tester beispielsweise den Energieverbrauch, die Handhabung der Batterieentnahme und -ladung sowie die Alltagstauglichkeit und natürlich den Fahrspaß. Inhaber der SWU SchwabenCard werden besonders belohnt: Sie erhalten für den ausgefüllten Fragebogen einen Bonus in Höhe von fünf Euro als Guthaben auf ihre Karte. 

So funktioniert der Test

Nach einer Reservierung unter der Telefonnummer (07 31) 1 66 67 können die E-Bikes von Montag bis Samstag ab 9 Uhr im Service-Center abgeholt und bis zum Abend ausgeliehen werden. Die Räder müssen unter der Woche bis spätestens 17.30 Uhr und samstags bis 15.30 Uhr zurückgebracht werden. Testpersonen müssen mindestens 18 Jahre alt sein und für die Ausleihe ihren Personalaus-weis vorzeigen. Vor der Testfahrt erhält der Nutzer eine kurze Einweisung. 

TÜV Süd erteilt Herkunftssiegel für SWU NaturStrom
16. August 2010

Nachweise für ökologische Erzeugung erbracht

Das Ökostromangebot der Stadtwerke, SWU NaturStrom, hat jetzt das Qualitätssiegel des TÜV Süd erhalten. Das bedeutet: Der Kunde kann sich darauf verlassen, dass SWU NaturStrom ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Um das Siegel zu erhalten, musste die SWU nachweisen, dass nicht mehr grüner Strom verkauft als selbst produziert oder beschafft wird. Dieser Nachweis, dass nicht mit Strom anderer Herkunft „nachgeholfen“ wird, muss lückenlos und im Viertelstunden-Takt nachvollziehbar erbracht werden. Die Erlöse aus dem Verkauf von SWU NaturStrom werden zum Teil in den Ausbau regenerativer Erzeugungsanlagen gesteckt. Auch diesen Nachweis musste die SWU führen, um das TÜV-Gütesiegel zu erlangen.

Schon in der Vergangenheit hatten Wirtschaftsprüfer bescheinigt, dass SWU NaturStrom aus rein regenerativer Erzeugung stammt. „Dem Kunden ist es aber wichtig, dass der Ökostrom ein weithin bekanntes Qualitätssiegel trägt. Deshalb hat sich die SWU zu der Zertifizierung durch den TÜV entschlossen“, sagt Marcus Deutenberg, verantwortlich für den SWU-Vertrieb.

Bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen spielt das SWU-Donau-Wasserkraftwerk Böfinger Halde eine tragende Rolle. Pro Jahr werden dort rund 50 Millionen Kilowattstunden grüner Strom erzeugt. Bald wird sich diese Menge noch erhöhen, wenn die laufenden Maßnahmen zur Erhöhung des Stauspiegels abgeschlossen sind. Dafür investiert die SWU rund drei Millionen Euro. Zusätzlich kauft die SWU grünen Strom bei einem Erzeuger in der Schweiz ein, der sich ebenfalls auf Wasserkraft stützt und zertifiziert ist. 

Den „grünen Strom“ bietet die SWU seit 2008 an. Derzeit beziehen über 9.000 Stadtwerkekunden SWU NaturStrom. Darunter sind nicht nur Privathaushalte, sondern auch eine Reihe von Gewerbe- und Industriekunden. „Wer sich für grünen Strom entscheidet, tut etwas für den nötigen Umbau der Energieerzeugung. Die SWU investiert dafür, wie die in jüngster Zeit vollendeten oder begonnenen Kraftwerksprojekte zeigen“, ergänzt Marcus Deutenberg.

Falsche Fahrschein-Kontrolleure unterwegs. Fahrgäste sollen immer den Dienstausweis verlangen.
06. August 2010

Die SWU Verkehr warnt ihre Fahrgäste vor Personen, die sich als Fahrscheinprüfer ausgeben.

Aus gegebenem Anlass: Mindestens zweimal innerhalb einer Woche sind in einem Linienbus zwei Frauen aufgetreten und verlangten die Fahrscheine zu prüfen. Aufmerksame Fahrgäste, die Verdacht schöpften, beschreiben die beiden Frauen als südländischen Typ im Alter von 18 bis 25 Jahren. Die Frauen treten zusammen oder getrennt auf und wurden im Bereich Ehinger Tor beobachtet.

Echte Fahrscheinprüfer auf den SWU-Linien zeigen unaufgefordert ihren Dienstausweis vor und prüfen niemals allein. Sollte ein Prüfer keinen Ausweis vorlegen, so braucht der Fahrgast seine Fahrkarte nicht vorzuzeigen. Die SWU Verkehr bittet ihre Fahrgäste um Mithilfe. Sollte ein Kontrolleur oder eine Kontrolleurin keinen Prüferausweis vorzeigen können oder wollen, melden Sie dies bitte umgehend beim SWU-Personal. Hinweise nehmen die Stadtwerke auch telefonisch unter (07 31) 1 66 - 21 01 oder per Mail unter verkehr[@]swu[.]de entgegen.

Versuchter Raub am Fahrkartenautomaten in Wiblingen.
28. Juli 2010

SWU erstattet Anzeige gegen Unbekannt.

In der Nacht von 27. auf 28. Juli wurde versucht, den Fahrkartenautomat am Tannenplatz, Wiblingen, aufzubrechen. Es konnte kein Geld entwendet werden, da die Automaten gegen Einbruch zu stark gesichert sind.


Allerdings wurde der Automat dabei schwer beschädigt. Die Schadenshöhe beträgt ca. 10.000 Euro. Der Automat muss daher abgebaut und zur Reparatur in die SWU-Werkstätten gebracht werden. Bis alle Ersatzteile bestellt und eingebaut sind steht der Automat für ca. 2 Monate nicht zur Verfügung.


Die Kunden in Wiblingen können in dieser Zeit ihre Fahrkarten bei Schreibwaren Wolf in unmittelbarer Nähe erwerben. Wir bitten diesen Umstand zu Entschuldigen.

Augenzeugen dürfen sich gerne direkt bei der SWU Verkehr unter 0731/166-2156 melden.

Bürger testen die Mobilität der Zukunft.
22. Juli 2010

Stadtwerke stellen Elektro-Fahrräder zur Verfügung.

Die Mobilität der Zukunft nutzt Strom. Um dieses Thema Kunden und Bürgern nahe zu bringen, startet die SWU einen Test, bei dem jeder mitmachen kann: Sie heißen eBike, Hybridbike oder Pedelecs und haben kaum noch etwas mit dem guten alten Drahtesel zu tun. Denn neben dem klassischen Antrieb per Pedale verfügen diese Modelle über einen Elektromotor, der per Knopfdruck zugeschaltet werden kann. Diese Motoren erzeugen weder Schadstoffe noch machen sie Lärm. Vier unterschiedliche Modelle solcher Räder stehen vom 22. Juli bis zum 16. August im neuen ServiceCenter Neue Mitte zum Testen bereit. Getestet werden sollen beispielsweise Energieverbrauch, Handhabung der Batterieentnahme und -ladung sowie die Alltagstauglichkeit und natürlich der Fahrspaß. Initiator der Aktion „Elektromobilität“ ist die Stadtwerke-Kooperation Trianel.

Besitzer einer SWU SchwabenCard werden besonders belohnt: Sie erhalten für ihr Testurteil, das am Ende der Fahrt im ServiceCenter Neue Mitte abgegeben wird, einen Bonus in Höhe von fünf Euro als Guthaben auf ihre Karte. Das kleinste elektrische Fahrrad verfügt über einen 250 Watt-Motor, dessen Akku nach drei bis vier Stunden aufgeladen ist. Bei einer Reichweite von bis zu 40 Kilometern erreicht es eine Höchstgeschwindigkeit von 32 km/h. Deutlich größer ist die Reichweite des anderen Modells. Es fährt bis zu 80 Kilometer mit einer Akkuladung. Nach einer Ladezeit von vier bis sechs Stunden kann dann wieder losgeradelt werden – bis zu 27 km/h schnell.

Ladestationen für die Elektroräder gibt es seit Eröffnung des ServiceCenters Neue Mitte. Sie sind an den Fahrradständern angebracht und werden mit SWU NaturStrom beliefert. Nun geht die SWU noch einen Schritt weiter und engagiert sich aktiv für den Ausbau der Elektromobilität in der Ulmer Innenstadt. „Gerade in Verdichtungsräumen, in denen man nur kleine Strecken zurücklegt, bietet die Elektromobilität eine echte Alternative“, erklärt Marc Fuchs, Marketingleiter bei der SWU. „Gemeinsam mit der Stadtwerke-Kooperation Trianel möchten wir als Stromversorgungs-unternehmen Möglichkeiten aufzeigen und Lösungen bieten“, so Fuchs weiter.

So funktioniert der Test

Nach einer Reservierung persönlich im ServiceCenter oder unter der Telefonnummer (07 31) 1 66 67 können die Pedelecs von Montag bis Samstag ab 9 Uhr im Servicecenter abgeholt und bis zum Abend ausgeliehen werden. Um im Anschluss an den Test ausreichend Zeit für die Beurteilung des Rades zu haben, sollten die elektrischen Räder unter der Woche bis spätestens 17.30 Uhr und samstags bis 15.30 Uhr zurückgebracht werden. Selbstverständlich sind alle Radler während der Testfahrten versichert. 

Startschuss für den SWU-Neubau in der Karlstraße.
20. Juli 2010

Abrissarbeiten beginnen voraussichtlich Anfang August. Fertigstellung ist Mitte 2012 geplant.

Mit dem Abriss der Häuser Karlstraße 5, 9, 11 und 17 beginnt voraussichtlich Anfang August der Bau des zweiten Stadtwerke-Verwaltungsgebäudes auf dem Areal zwischen Karlstraße, Neutorstraße und Wilhelmstraße. Mit Abriss und Neubau beauftragt ist das Bad Saulgauer Bauunternehmen Reisch, das sich in der europaweiten Ausschreibung durchgesetzt hatte. „Die Verträge sind unterschrieben, jetzt kann es losgehen“, sagt SWU-Geschäftsführer Matthias Berz. Im Sommer 2012 soll der Bau übergeben werden.

SWU wird Mieterin im Neubau. Erbbaurecht läuft 40 Jahre.

Das beauftragte Unternehmen Reisch hat Erfahrung mit Großbauten. Die Firma hat in Ulm das Münstertor in der Neuen Mitte und die neue Handwerkskammer in der Olgastraße gebaut. Finanziert und betrieben wird das Projekt durch die IVU GmbH & Co. KG in Friedrichshafen, ein Schwesterunternehmen der Fränkel AG, die auch schon das neue Landratsamt in Friedrichshafen gestemmt hat. Erstellt wird der SWU-Neubau im Rahmen des Erbbaurechts. Das bedeutet: Die Finanzierung wird durch die IVU GmbH & Co. KG übernommen, die SWU bleibt Grundstückseigentümerin und mietet den Büroraum auf die Dauer von zunächst zwanzig Jahren. Danach, im Jahr 2032, kann die SWU den Mietvertrag um fünf Jahre verlängern oder das Gebäude erwerben („Heimfall des Erbbaurechts“). Rund 12.000 Quadratmeter Büroraum stehen in dem Neubau zur Verfügung. Davon wird die SWU ungefähr zwei Drittel selbst nutzen, die restlichen Flächen werden vermietet. Der Neubau firmiert unter der Adresse Karlstraße 3.

Fünf Stockwerke hoch

Voraussichtlich Mitte September werden die alten Bauten gegenüber dem SWU-Glashaus komplett verschwunden sein. Zur Neutorstraße und zum Glasbau hin wird dann ein fünfstöckiger Komplex hochgezogen, der aus der Vogelperspektive betrachtet die Form eines Schlüsselbarts annimmt. Unter diesem Gebäude liegt eine Tiefgarage. Der zweite Komplex ist ein 62 Meter langer, gleichfalls fünf Stockwerke hoher Langbau. Dessen Front blickt zur Karlstraße hin und erstreckt sich über die Fläche, auf der zurzeit noch die Häuser Nummer 9, 11 und 17 stehen. Das bebaute Areal umfasst rund 6.300 Quadratmeter. Das künftige Gebäude wird die Standards der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen einhalten. Der Neubau wird nach speziellen ökonomischen und ökologischen Kriterien sowie unter besonderer Berücksichtigung der Nutzeranforderungen geplant.

Aushub beginnt im September

Auf dem „Baukalender“ sind bis zum Jahresende folgende Etappen vorgesehen: Im September beginnt der Aushub, anschließend wird der Untergrund durch Bohrpfähle stabilisiert. Die Unterkellerung soll im November mit dem Einziehen der Kellerdecke abgeschlossen werden. Ende 2010 soll auch die Decke über dem Erdgeschoss betoniert sein. Wie schnell die Arbeiter dann vorankommen, hängt von der Frage ab, wie der nächste Winter wird. Die Bauübergabe ist für Sommer 2012 angepeilt.

Ebenerdiger Kreuzungsübergang ersetzt die Karlstraßen-Unterführung

Im Zuge des Neubaus werden die Fußgänger-Überwege an der Kreuzung Karlstraße/Neutorstraße neu geordnet. Die heutige Unterführung wird geschlossen und ersetzt durch ampelgesteuerte Überwege. An der Ecke Karlstraße/Neutorstraße, in Höhe des heutigen Hauses Karlstraße 9, soll ein begrünter Vorplatz den Zugang zu dem neuen SWU-Bau schmücken. Ein Konzept dafür soll in einer Ausschreibung gefunden werden.

Zeitweise Verkehrsbehinderungen - Baustellen-Telefon für Anlieger: (07 31) 1 66 - 22 99

Während der Abriss- und Aushub-Phase ist aufgrund des Baustellenverkehrs teilweise mit Verkehrsbehinderungen auf der Karlstraße und Neutorstraße zu rechnen. Damit die für den Abbruch und Aushub eingesetzten Lkw wie geplant fahren können, muss voraussichtlich zumindest eine Spur der Karlstraße zeitweise gesperrt werden. Speziell für Anlieger im Baustellenbereich haben die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm ein Bautelefon geschaltet. Unter der Nummer (07 31) 1 66 - 22 99 können Anrufer ihr Anliegen zunächst aufs Band sprechen. Ein zuständiger Mitarbeiter ruft dann zurück, um offene Fragen zu beantworten.

Per Tieflader zum „Geburtsort“ nach Baden-Baden: Wagen 16 feiert 100-jähriges Jubiläum. SWU verleiht historische Straßenbahn.
09. Juli 2010

Am Montag, den 12. Juli 2010 begibt sich die historische Straßenbahn der SWU, der legendäre „Wagen 16“, auf eine lange Reise.

Per Tieflader wird das Schmuckstück des Straßenbahndepots nach Baden-Baden transportiert, um dort anlässlich einer großen Jubiläumsfeier ausgestellt zu werden. Denn nicht nur der „Wagen 16“ selbst wird  heuer 100 Jahre alt. Auch der erste „Dienstherr“, die Verkehrsbetriebe Baden-Baden, feiert 100-jähriges Jubiläum. Aus diesem Grund verleiht die SWU die historische Straßenbahn dem Badener Unternehmen für die Dauer der Feierlichkeiten, womit auch der „Wagen 16“ für kurze Zeit an seine Geburtsstätte zurückkehrt. Am 12. Juli wird die Straßenbahn per Schwerlasttransport die Reise ins Badische antreten. Die Verladung beginnt um 14 Uhr am Straßenbahndepot der SWU auf dem Betriebshof in der Ulmer Weststadt. Am 21.07.2010 wird „Wagen 16“ dann wieder in Ulm eintreffen. An der Ulmer Kulturnacht am 18.09. haben dann auch die Ulmer die Gelegenheit, zusammen mit der SWU das 100-Jahre-Jubiläum der Bahn feiern zu können. An diesem Tag wird die historische Straßenbahn auf der Strecke der Linie 1 zwischen Söflingen und Böfingen verkehren und kostenlos Fahrgäste aufnehmen. Am Abend wird der „Wagen 16“ dann eine der Hauptattraktionen der SWU-Jubiläumsfeier auf der Kulturnacht sein. Dort verkehrt das Fahrzeug zusammen mit einer anderen historischen Straßenbahn zwischen Söflingen und Donauhalle. In den historischen Fahrzeugen ist eine Bewirtung und Rahmenprogramm geplant.  Der Zustieg ist nur an ausgewählten Haltestellen möglich. Zur Mitfahrt ist die Eintrittskarte zur Kulturnacht notwendig.

SWU gratuliert glücklichen Gewinnern im ServiceCenter Neue Mitte.
02. Juli 2010

Zwei Elektroroller und ein Energiecheck des Hauses mithilfe der Wärmebildkamera. Das waren die Hauptpreise, die die Stadtwerke bei verschiedenen Gewinnspielen ausgelobt hatten.

Zur Preisübergabe hatte die SWU jetzt ins neu eröffnete ServiceCenter Neue Mitte eingeladen. Thomas Bassmann aus Heidenheim und Wilhelm Joos aus Ulm gewannen je einen Elektroroller. Ihnen überreichte SWU-Marketingleiter Marc Fuchs den rasanten Gewinn. Der Hauptpreis aus der Verlosung der Energieberatungsausstellung im Loftcube, eine Thermografie des eigenen Zuhauses im Wert von 300 Euro, ging an Max Rehm aus Staig.

Über weitere Preise konnten sich Sebastian Ritz, Tobias Reichard, Lara Kollmann, Frida Füllemann, Natalie Bürk, Sabine Österle, Dana Janusova, Gerhard Gum, Bruno Mücke und Jürgen Konstanzer freuen. Sie gewannen ein Guthaben von je 100 bzw. 200 Euro für die SWU Schwabencard, das sie durch die Teilnahme an verschiedenen Gewinnspielen erhalten haben. Den Betrag können sich die Gewinner auf ihre Energierechnung anrechnen lassen oder in 5 Ulmer Parkhäusern und im öffentlichen Nahverkehr einlösen. Martin Fritsche, Wolfgang Scherer, Jasmin Thierer, Yvonne Graß, Rudi Niederer, Anna Reich, Kurt Herrmann, Charlotte Lieb, Pauline Neuhofer und Raimund Petretto wurden mit dem grünen Schuh ausgestattet. Ein Strommessgerät gewannen Hanna Rehm, Luis Schneider und Erwin Weichwald.

Ulmer Donauuferweg ist ab 3. Juli wieder frei.
30. Juni 2010

Bauarbeiten zur Höherlegung werden termingerecht abgeschlossen.

Ab kommenden Samstag, 3. Juli ist der Ulmer Donauuferweg zwischen Metzgerturm und Donauturm für Fußgänger und Radler wieder frei. Auf dem rund 1.200 Meter langen Abschnitt hatten die Stadtwerke seit Anfang März den Weg aufgeschüttet und dadurch um bis zu 50 Zentimeter höher gelegt. Unter den beiden Brücken war der Weg tiefer gelegt worden und zur Wasserseite hin durch eine kleine Mauer abgesichert worden. „Zweimal mussten wir die Arbeiten im Juni wegen Hochwassers unterbrechen. Dennoch sind wir termingerecht fertig geworden“, freut sich Peter Schmidberger, verantwortlich für den Bereich Stromerzeugung bei der SWU. Ein weiterer kurzer Abschnitt des Uferwegs beim SSV Bad, der ebenfalls erhöht wurde, wird am 8. Juli wieder freigegeben.

Hintergrund der Maßnahmen: Die SWU wird künftig den Donauwasserspiegel vor dem Kraftwerk Böfinger Halde um bis zu einem halben Meter höher stauen, abhängig vom jeweiligen Wasserstand. Das verbessert die Stromgewinnung um rund zehn Prozent oder jährlich rund 4,4 Millionen Kilowattstunden. Das ist der Bedarf von 1.250 Haushalten mittlerer Größe. Durch den Höherstau musste auch der Fuß- und Radweg auf der Ulmer Seite „mitwachsen“. Der Weg wird künftig sogar noch etwas besser gegen Hochwasser geschützt sein. „Sperrungen wegen Überflutungen, zum Beispiel nach längeren Regenfällen, werden nicht mehr so oft nötig sein“, sagt Peter Schmidberger. Ein weiterer Vorteil: Durch die Absenkung des Wegs in den Unterführungen können Rettungsfahrzeuge die Brücken künftig besser unterqueren. Auch Radler fahren sicherer durch. Für die Baumaßnahmen hat die SWU rund 470.000 Euro investiert.

Einige Zahlen zum Bau:
Zur Aufschüttung des Wegs wurden rund 1.000 Tonnen Mineralbeton und Schotter verbaut. 1.000 Tonnen neuer Flussbausteine sichern den Weg zum Wasser hin ab. Für den neuen Belag wurden 4.500 Quadratmeter Asphalt verwendet.

SWU belegt den dritten Platz beim bundesweiten „Stadtwerke Award“.
01. Juni 2010

Gut abgeschnitten haben die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm bei dem deutschlandweiten Wettbewerb „Stadtwerke Award“.

Die Kommunikationsstrategie „Der grüne Schuh“ überzeugte die Jury und sicherte dem Unternehmen den dritten Platz. Den Slogan „Zusammen für eine bessere Umwelt“ erkannten die Experten gemäß Jurymitglied Sven Becker, gleichzeitig Sprecher der Stadtwerke-Kooperation Trianel GmbH, als gelebte Praxis. Ulm überzeugte mit einem pfiffigen Konzept, das lokale Größen als Sympathieträger für die SWU gewinnen konnte. Das mache die Kampagne besonders glaubwürdig und habe zu Erfolgen geführt. Denn in den letzten Jahren konnte die SWU den Anteil der regenerativen Energien am Strommix deutlich erhöhen. Heute stammen bereits 31 Prozent der an die Kunden gelieferten Energie aus erneuerbaren Quellen. Der „Grüne Schuh“ stehe somit für Klimaschutz, Bodenhaftung, Modernität und immer auch für die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm. Ein Marketingprodukt, das in Ulm sogar im Schuhhandel vertrieben wird.

Stadtwerke Award

Der Stadtwerke Award wurde erstmals vergeben. Initiatoren sind der Düsseldorfer Konferenzveranstalter Euroforum, die Fachzeitschrift Energie & Management sowie die Stadtwerke-Kooperation Trianel mit Sitz in Aachen. Platz eins belegte die Nordland Energie, eine Kooperation der Stadtwerke Kiel, Lübeck und Eckernförde. Den zweiten Platz erreichten die Stadtwerke Aalen. Die neun Mitglieder der Jury kamen aus den Bereichen Energiewirtschaft, Kommunalversorger, Kommunikation, Beratung sowie Wissenschaft und Medien. Um preiswürdig zu sein, genügte es nicht, sich einfach auf dem Energiemarkt zu behaupten. Die Teilnehmer auf den vorderen drei Plätzen zeichneten sich vielmehr dadurch aus, dass sie durch gelungene Kommunikation ihre Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken versuchen.

Nordic-Walker trotzen dem nordischen Wetter. Wiederum gute Beteiligung am SWU SchwabenWalk.
28. Mai 2010

Das Mai-Wetter hatte es in diesem Jahr nicht gut mit ihnen gemeint. Doch unverzagt trafen sich rund dreihundert Fans des Nordic Walking am 16. Mai vor dem Freizeitbad Atlantis, um die Stöcke zu schwingen.

Zum sechsten Mal in Folge hatten die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH gemeinsam mit dem Sportverein TSG Söflingen zum SWU SchwabenWalk aufgerufen.

Zur Auswahl standen drei Streckenlängen, über 7, 14 oder 21 Kilometer. Der Parcours führte an Donau und Iller entlang in Richtung Senden und wieder zurück, vorbei an den Versorgungsstationen an der Gaststätte Silberwald und an der Ortsgrenze Senden. Die Profis blieben übrigens nicht unter sich. Denn auch Anfänger hatten an diesem Tag die Möglichkeit, die Sportart unter Anleitung erfahrener Guides auszuprobieren. Ein besonderes Angebot gab es für Kinder: sie liefen ohne Stöcke und wurden von den Sportlehrern der TSG Kinder-Sport-Schule begleitet. Gemeinsam absolvierten sie eine Natur- und Umwelt-Rallye mit Fragen rund um die regionale Fauna und Flora.

Gaskonzession mit Vöhringen verlängert sich um 20 Jahre.
12. Mai 2010

Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm werden auch künftig das Vöhringer Erdgasnetz betreiben.

Der bestehende Konzessionsvertrag wird um weitere zwanzig Jahre verlängert und läuft bis zum Jahr 2030. Das hat der Stadtrat am 29. April mit der klaren Mehrheit von 12 zu 5 Stimmen beschlossen. Um die Konzession hatte sich auch ein Tochterunternehmen der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) beworben. Die 13.000 Einwohner zählende Stadt mit den Stadteilen Illerzell, Illerberg und Thal hat 1990 erstmals die Gaskonzession an die Stadtwerke vergeben. Die SWU hat das Netz aufgebaut und Zug um Zug auf heute immerhin 55 Kilometer erweitert. Die Zusammenarbeit zwischen Ulm und Vöhringen auf dem Energiesektor hat Tradition. Schon seit 1981 beliefert die SWU die Wieland-Werke mit Erdgas. 

Stadtwerke erschließen Thalfingen mit Glasfaser.
11. Mai 2010

Arbeiten beginnen 2011. Stadtwerke investieren 650.000 Euro.

Für Haushalte und Betriebe im Elchinger Ortsteil Thalfingen werden 2011 die Zeiten des Hochgeschwindigkeit-Internets anbrechen. Ab dem kommenden Frühjahr erschließt die Stadtwerketochter SWU TeleNet Thalfingen mit Glasfaser. Die Trupps werden insgesamt zehn Kilometer Glasfaserkabel verlegen. Vier Kilometer davon sind Zubringerleitungen, die von der TeleNet-Hauptverteilerstation in Ulm ausgehen. Mit der vorgesehenen Technik sind Surfgeschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde möglich. Das ist mindestens dreimal schneller als der übliche DSL-Standard. Einschließlich der Tiefbauarbeiten investiert die SWU rund 650.000 Euro.

Mit dem Glasfaserkabel fährt die SWU TeleNet sämtliche 15 Kabelverzweiger an, die die Deutsche Telekom in Thalfingen eingerichtet hat. Nur die so genannte „letzte Meile“ vom Kabelverzweiger bis zum Haus besteht aus Kupferkabeln. „Es entsteht ein Breitbandanschluss, der dem Kunden alle Möglichkeiten bietet“, sagt TeleNet-Geschäftsführer Andreas Kövi. Das Unternehmen wird Thalfinger Kunden Telefonie und Internet im Paket anbieten.

Ingo Wortmann wird neuer Vizepräsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen
11. Mai 2010

Ingo Wortmann (40 Jahre alt) übernimmt am 1. Juli 2010 das Amt des Vizepräsidenten des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) von Dr.-Ing. Eberhard Christ.

Der Technische Geschäftsführer der SWU Verkehr GmbH wurde vom Verwaltungsrat der Sparte Personenverkehr mit Bussen am 25. März 2010 zum neuen Vorsitzenden gewählt. Wortmann gehört damit ab Juli in dieser Funktion dem VDV-Präsidium an. Der VDV besteht aus fünf Sparten mit jeweils einem Verwaltungsrat. Die Vorsitzenden der fünf Verwaltungsräte sind VDV-Vizepräsidenten. Im VDV sind über 600 Unternehmen des Öffentlichen Personenverkehrs und des Schienengüterverkehrs organisiert.

Ingo Wortmann ist seit 2003 Technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr GmbH. Zuvor arbeitete er von 1996 bis 2002 bei der Dresdner Verkehrsbetriebe AG und war dort in verschiedenen Funktionen für die Gestaltung des ÖPNV-Angebotes zuständig, einschließlich der konzeptionellen Streckenplanung und der ÖPNV-Beschleunigung. Er studierte an der Bergischen Universität Wuppertal Bauingenieurwesen mit den Schwerpunkten Verkehrsplanung, Eisenbahnbau und Bauwirtschaft.

Offiziell wurde die Wahl des neuen Vizepräsidenten der Sparte Personenverkehr mit Bussen auf der VDV-Präsidiumssitzung Ende April bekannt gegeben. VDV-Präsident Jürgen Fenske sieht in dem neuen Vizepräsidenten einen fachlich kompetenten Nachfolger für Dr. Christ: „Ingo Wortmann ist ein geeigneter und profilierter Vertreter der Sparte Bus. Ich wünsche ihm für seine neue Aufgabe beim VDV viel Glück und Erfolg“. Wortmanns Amtsvorgänger Dr. Christ, Vorsitzender der Geschäftsführung der Westfälischen Verkehrsgesellschaft Münster, hatte aus Altersgründen nicht wieder kandidiert.

Frisches Grün für die Straßenbahn.
05. Mai 2010

Neubaustrecke wird auf rund drei Kilometern Länge mit Rasengleis ausgestattet.

Die Schiene nach Böfingen wird grün. Die vor gut einem Jahr eingeweihte Verlängerungsstrecke erhält auf rund drei Kilometern ein Rasengleis. Damit werden rund zwei Drittel des insgesamt 4,7 Kilometer langen Bahnkörpers begrünt. Bis Mitte Juli soll der Rasen zwischen den Gleisen zu einem dichten Teppich herangewachsen sein.

Straßenbahn bringt auch mehr Urbanität und kann, ja soll neue Akzente im Stadtbild setzen. Rasengleis ist ein echter Hingucker und bringt überdies betriebliche Vorteile. Der Grasteppich dämpft beispielsweise auch die Fahrgeräusche“, so beschreibt Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr, die Ziele der Aktion. Rund 1 Million Euro wendet das Stadtwerke-Tochterunternehmen auf. Die Maßnahme wird durch das Land Baden-Württemberg bezuschusst.

Rasen so groß wie drei Fußballfelder

Rasengleis wird es auf zwei Streckenabschnitten geben: Zwischen der Donauhalle und dem Hohen Steg einschließlich der Wendeschleife bei der Fertighaussiedlung sowie von der Endschleife Ostpreußenweg bis zur Haltestelle Alfred-Delp-Weg. Verlegt werden insgesamt rund 20.000 Quadratmeter Rasen, das ist etwa die Fläche von drei Fußballfeldern. Die 1,7 Kilometer lange Steilstrecke bleibt ohne Rasen. Das Rasengleis wird in drei Schritten verlegt. Der Gleisschotter wird zunächst mit einem hellen Vlies abgedeckt. Dieses lässt Feuchtigkeit durch, verhindert aber, dass Erde und Wurzeln in den Untergrund eindringen. Auf dem Vlies wird eine zwölf Zentimeter dicke Schicht Substrat aufgetragen. Auf diese wird dann der Grassamen aufgespritzt. Die Rasenmischung wurde von der Universität Hohenheim und einem Augsburger Ingenieurbüro entwickelt. Da die relativ dünne Substratschicht schnell austrocknet, wurde wasserspeichernder Ziegelsplitt beigemischt. Die Rasenmischung enthält Mini-Kleeblätter, die mit wenig Feuchtigkeit auskommen. „Das Rasengleis soll grün bleiben, ohne dass allzu häufig bewässert werden muss“, sagt Ingo Wortmann. Gemäht wird mit herkömmlichen Rasenmähern, dazu wird ein Lohn-Unternehmen beauftragt.

Dass das Rasengleis erst 14 Monate nach Eröffnung der Ausbaustrecke verlegt wird, hängt mit dem Untergrund zusammen. Ein neuverlegter Bahnkörper setzt sich und muss nach rund sechs Monaten Trambetrieb noch einmal ausgerichtet werden. Diese Arbeiten hat die SWU Verkehr erst im Herbst 2009 beendet. Für die Aussaat war es dann zu spät. Das Rasengleis wird den Bahnkörper übrigens weiter stabilisieren und auch Gleisverwerfungen vorbeugen.

Bus anstatt Straßenbahn im Abendverkehr

Die Arbeiten am Rasengleis können nur außerhalb des Straßenbahnbetriebs durchgeführt werden. Daher werden auf der Linie 1 in der Zeit vom 3. Mai bis voraussichtlich Mitte Juni. im Abendverkehr ab etwa 20 Uhr Busse eingesetzt. Während des Ersatzverkehrs kann die Haltestelle Alfred-Delp-Weg nicht bedient werden, da dort kein Bussteig vorhanden ist.

Stadtwerke prüfen 1500 Strommasten auf Standsicherheit.
03. Mai 2010

Aktion beginnt in Ulm-Donaustetten und erstreckt sich über das gesamte Netzgebiet.

Tragen die etwa zehn Meter hohen Holzmasten die Stromleitungen sicher? Um herauszufinden, welche Masten möglicherweise gesichert oder ausgetauscht werden müssen, inspiziert ab Mai eine Spezialfirma im Auftrag der Stadtwerke sämtliche Masten in den SWU-Netzgebieten. Die Inspektion wird in Donaustetten und Gögglingen. Die Aktion wird insgesamt etwa zwei Monate dauern und voraussichtlich Ende Juni abgeschlossen sein.

Die Masten tragen Leitungen von 400 und 10.000 Volt Spannung. Die beauftragte Firma nimmt die Masten nicht nur äußerlich in Augenschein. Um zu prüfen, ob der im Boden steckende Schaft in Ordnung ist, graben die Arbeiter rund um den Mast die Erde auf. Dann wird das Holz etwas angebohrt, um begutachten zu können, ob es im Inneren nicht etwa morsch ist. Ist alles o.k., erhält der Mast eine neue Imprägnier-Banderole. Schadhafte Masten tauschen die Stadtwerke aus. Die Inspektion wird in sämtlichen SWU-Netzgebieten durchgeführt, außer in Ulm/Neu-Ulm auch in Senden, Blaustein und Niederstotzingen. Insgesamt sind 1.500 Masten zu begutachten. Die Kosten belaufen sich auf rund 50.000 Euro.

Ein Bach ums Kraftwerk herum.
29. April 2010

SWU investiert 570.000 Euro für naturnahen Fischaufstieg am Wasserkraftwerk Böfinger Halde. Während der Bauzeit Umleitung für Radler und Jogger zwischen Offenhausen und Pfuhl.

Die Fischtreppe in der Schleuse am Wasserkraftwerk Böfinger Halde hat ausgedient. Ersetzt wird sie durch einen naturnah gestalteten Bach, über den Fische künftig um das Kraftwerk herumschwimmen können und überdies Laichplätze finden. Mit den Arbeiten zu diesem so genannten Umgehungsgerinne – Kostenpunkt 570.000 Euro – beginnt die SWU Energie
am 3. Mai.

Das Unternehmen schafft damit einen ökologischen Ausgleich zur Anhebung des Donauwasserspiegels, der die Stromgewinnung im Kraftwerk um jährlich rund 4,4 Millionen Kilowattstunden erhöhen wird. Infolge der Bauarbeiten muss der Fuß- und Radweg auf dem Donaudamm auf zwei Abschnitten bis voraussichtlich Anfang Juli gesperrt werden. Ab Montag, 3. Mai ist dieser Dammweg ab dem Tennisplatz Offenhausen bis zum so genannten Jägerplatz oberhalb des Kraftwerks gesperrt. Eine Umleitungsstrecke ist ausgeschildert. Offen bleiben hingegen der Kraftwerkssteg und die rund 500 Meter Dammweg zwischen dem Kraftwerk und dem Jägerplatz. Sämtliche Arbeiten sollen bis Anfang August erledigt sein.

Reinzgraben erhält Verbindung zur Donau

Um den neuen Fischaufstieg anzulegen, nutzen die Bautrupps den parallel zur Donau verlaufenden Reinzgraben. Der Graben erhält zwei Verbindungen zur Donau. Die Fische steigen über eine so genannte Raue Rampe unterhalb der Kraftwerksschleuse in den Reinzgraben ein, durchschwimmen diesen auf rund 800 Metern Länge und gelangen über einen neu anzulegenden Ausstieg bei den Schrebergärten in der Nähe des Golfplatzes wieder in die Donau. Über diese neue Mündung gelangen je Sekunde rund 1000 Liter Donauwasser in den Reinzgraben. Beim Jägerplatz verlängern die Stadtwerke den Graben durch eine neue Schleife, um die Fließgeschwindigkeit zu verlangsamen und den naturnahen Charakter des Gewässers zu betonen. Mit der Umgestaltung des Reinzgrabens schaffen die Stadtwerke auch Ersatz für die Laichplätze, die oberhalb der Eisenbahnbrücke durch die Anhebung der Donau verloren gehen. Denn die Erhöhung des Wasserspiegels um bis zu 50 Zentimeter verschiebt die Stauwurzel des Wasserkraftwerks um rund 240 Meter flussaufwärts.

Saniert und um rund 50 Zentimeter erhöht hat die SWU die beiden Schleusentore am Kraftwerk. Die massiven Tore, die aus der Zeit des Kraftwerksbaus 1953 stammen, waren zur Sanierung ausgebaut worden. Vor kurzem wurden sie per Spezialtransporter wieder angeliefert. Das größere der Tore ist zehn Meter hoch und wiegt rund 11 Tonnen. Auch die Schleusensteuerung wurde erneuert, speziell im Hinblick darauf, dass die Benutzung der Schleuse für die Wassersportler noch sicherer wird. Installiert wurde zusätzlich ein Notaus-Schalter. Die Schleusenantriebe funktionieren mit einer biologisch abbaubaren Hydraulikflüssigkeit. Das ist wichtig, falls einmal Flüssigkeit durch undichte Stellen verloren gehen sollte. Für die Schleusensanierung wendet die SWU nochmals rund 150.000 Euro auf.

SWU erwirtschaftet 3,6 Millionen Euro Jahresüberschuss.
27. April 2010

Energie-Nachfrage hatte 2009 unter der Wirtschaftsflaute zu leiden. Erlöse aus dem Energiehandel und Sondereffekte stabilisieren das Ergebnis.

Trotz Einbußen im Zeichen der schwachen Konjunktur konnte die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm ihr Ergebnis im vergangenen Jahr knapp halten. Im Geschäftsjahr 2009 erwirtschaftete die Unternehmensgruppe – die Holding und ihre fünf Tochtergesellschaften – einen Überschuss von 3,6 Millionen Euro. Das waren rund 400.000 Euro weniger als 2008. Dabei konnte das Defizit der SWU Verkehr von rund 14 Millionen Euro im so genannten Querverbund ausgeglichen werden. Zu schaffen machte den Stadtwerken im abgelaufenen Geschäftsjahr die schwache Energie-Nachfrage der Industriekunden. Bei Erdgas und Strom verringerte sich der Absatz um jeweils 6,7 Prozent.

In dieser schwierigen Konjunktur erwiesen sich die SWU-Aktivitäten im Strom-Großhandel als stabilisierender Faktor. Die im westfälischen Beteiligungskraftwerk Hamm erzeugten Strommengen konnten zum richtigen Zeitpunkt verkauft werden – nämlich bevor die schwache Energie-Nachfrage die Preise verfallen ließ. Während der Niedrigpreisphase wiederum kaufte die SWU Strom günstig ein. „Die Erlöse aus der Vermarktung der Stromproduktion waren zwar nicht ganz so gut wie erhofft, doch hat dieser Geschäftsbereich insgesamt einen starken Beitrag zum Jahresergebnis geleistet, wie übrigens schon 2008“, bekräftigt SWU-Geschäftsführer Matthias Berz.

Investitionen in die Stromerzeugung zahlen sich aus

„Mit dem Geschäftsergebnis können wir angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen zufrieden sein“, zieht Matthias Berz Bilanz. Die Geschäftsentwicklung habe auch gezeigt, „dass es sich ausgezahlt hat, in die Stromproduktion zu investieren“, hebt er hervor. Die eingeschlagene Strategie gehe auf, auch wenn der SWU-Anteil an der Produktion im Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Hamm 2009 mit 233 Millionen Kilowattstunden nur noch etwa halb so groß war wie im Jahr davor. Denn der Produktionsrückgang war krisenbedingt. Da die Großhandelspreise stark fielen, wurde das Kraftwerk zeitweise zurückgefahren. „Das wird im laufenden Jahr bei wieder anspringender Wirtschaft anders sein“, erwartet Matthias Berz. Die SWU ist beispielsweise auch an dem im Bau befindlichen Kohlekraftwerk Lünen beteiligt, das 2012 die Produktion aufnehmen wird.

2009 erreichte die gesamte SWU-Stromproduktion 429 Millionen Kilowattstunden und deckte damit rund 45 Prozent des Absatzes. „Durch weitere eigene Kraftwerksbauten und Kraftwerksbeteiligungen wollen wir mittelfristig auf 80 Prozent kommen“, sagt Matthias Berz. Beim Ausbau der Erzeugungskapazitäten legen die Stadtwerke großes Gewicht auf die erneuerbaren Energiequellen. Die eigenen Wasserkraftwerke an Donau und Illerkanal steuerten 2009 rund 95 Millionen kWh bei, das neue im Oktober 2009 in Betrieb genommene Wasserkraftwerk Kostheim am Main bereits über zwei Millionen kWh. Wenn das Main-Wasserkraftwerk 2010 sein erstes volles Betriebsjahr hinter sich hat, wird „grüner Strom“ schon ein Fünftel der SWU-Erzeugung ausmachen. „Mittelfristig wollen wir auf ein Viertel kommen und dabei die aus erneuerbaren Quellen gewonnenen Mengen verdoppeln. Neben Wasserkraft werden wir auch Biomasse, Wind und Sonne nutzen“, gibt Matthias Berz das Ziel vor.

Schleppende Nachfrage schmälert den Energieverkauf

Die SWU verkaufte 2009 rund 957 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom, das waren 6,7 Prozent weniger als 2008. Der Rückgang war hauptsächlich durch die geschwundene Nachfrage der Industriekunden bedingt. Im Segment der Privatkunden dagegen konnte sich die SWU trotz nach wie vor scharfen Wettbewerbs behaupten. Der Stromabsatz an Haushalte im SWU-Netz erhöhte sich um 5,6 Prozent, und in fremden Netzen haben sich die seit 2008 zu verschmerzenden Kundenabgänge deutlich verlangsamt.

Das Gasgeschäft litt 2009 ebenfalls unter der Wirtschaftsflaute, bekam aber auch den mittlerweile stärker einsetzenden Wettbewerb um die Haushaltskunden zu spüren. Auch die verstärkte Energieeinsparung, stimuliert durch gesetzliche Verordnungen, machte sich im SWU-Gasabsatz bemerkbar. Dieser sank 2009 um 6,7 Prozent auf 1,88 Milliarden kWh. Der Wärmeabsatz hingegen übertraf mit 121 Millionen kWh leicht den Vorjahreswert. Der Verkauf von Trinkwasser ging um rund zwei Prozent auf 9,9 Millionen Kubikmeter zurück. Unter dem Strich erwirtschaftete die Tochtergesellschaft SWU Energie 2009 einen Gewinn von 26,8 Millionen Euro, das waren rund 13 Prozent mehr als 2008 (23,7 Millionen Euro). Stark begünstigt wurde dieses Ergebnis durch einen einmaligen Sondereffekt. Die SWU konnte Rückstellungen in Höhe von 5,1 Millionen Euro auflösen, die im Zusammenhang mit Zahlungen der Energiesteuer gebildet worden waren.

Sondereffekte mit umgekehrtem Vorzeichen belasteten 2009 das Ergebnis der Tochtergesellschaft SWU Verkehr. Rückstellungen zur Altersteilzeit hatten wesentlichen Anteil daran, dass sich der Jahresfehlbetrag auf 14,1 Millionen Euro erhöhte. Bereinigt um die einmaligen Belastungen hat sich das Verkehrsdefizit 2009 jedoch sogar leicht verringert gegenüber dem Vorjahreswert von 12,5 Millionen Euro.

SWU sorgt für Wertschöpfung, die in der Region bleibt

Die SWU investierte 2009 14,9 Millionen Euro in den Ausbau und die Erneuerung der Netze und Anlagen. Für 30 Millionen Euro wurden im Rahmen von Investitionen und Unterhaltsmaßnahmen Aufträge an Unternehmen in der Region vergeben. Die Stadtwerke zahlten 1,4 Millionen Euro Gewerbesteuer und 10,4 Millionen Euro Konzessionsabgaben an Städte und Gemeinden. Privaten Betreibern von Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Quellen gewinnen, bezahlte die SWU Energie 22 Millionen Euro Einspeisevergütungen, das war ein Drittel mehr als 2008. „Solche Zahlen zeigen: Die SWU erzeugt Wertschöpfung, die in der Region bleibt“, unterstreicht Matthias Berz.

SWU-Unternehmensgruppe: Eckdaten aus dem Geschäftsjahr 2009

Umsatz: 395 Mio. Euro
Jahresüberschuss: 3,6 Mio. Euro
Mitarbeiter im Jahresschnitt: 1.102
darunter Auszubildende: 42
Fahrgäste: 30,7 Mio.

Stromverkauf: 957 Mio. kWh
Erdgasverkauf: 1.880 Mio. kWh
Wärmeverkauf: 121 Mio. kWh
Trinkwasserverkauf: 9,9 Mio. m³

Ab 27. April: Bus ersetzt Straßenbahn im Abendverkehr. Schweißarbeiten an den Gleisen.
26. April 2010

In den kommenden Nächten lässt die SWU Verkehr verschiedene Gleisbauarbeiten zwischen Messegelände und Egertweg ausführen.

Aus diesem Grund fahren ab Dienstag, 27. April auf der Linie 1 im Abendverkehr ab etwa 21 Uhr Busse anstelle der Straßenbahn.

Zu schweißen ist beispielsweise ein Gleisbruch am Egertweg. Auf der Steilstrecke wird das Gleis an einigen Stellen zusätzlich fixiert, um Ausdehnungen des Stahls in Folge von Wärme vorzubeugen. Die Reparaturen erledigt die beauftragte Firma im Rahmen der Gewährleistung. Die Trupps sind jeweils von 21 Uhr bis gegen 4 Uhr morgens im Einsatz. Die SWU Verkehr bittet Anwohner wegen der baubedingten Geräuschentwicklung um Verständnis.

ServiceCenter Neue Mitte: Programm am Tag der offenen Tür.
16. April 2010

Am 17. April 2010 öffnet das ServiceCenter Neue Mitte die Türen für die Bürgerinnen und Bürger. An diesem Tag bietet die Stadt Ulm und die SWU von 10 bis 16 Uhr ein vielfältiges Programm.

Ganztägig laufen folgende Aktionen:

  • Regelbetrieb im SWU traffiti; die übrigen Bereiche des Hauses sind mit einer Person für Fragen besetzt
  • Aktionsfläche und Bühne auf dem Hans-und-Sophie-Scholl-Platz
  • Zukunftsausstellung:
    • Ausstellung eines Elektroautos, eines Elektrofahrrads und einer Ladestation
    • Ausstellung eines Messwagens der SWU, der Leckagen ortet und dessen Geräte mit Strom aus Brennstoffzellen betrieben werden
  • Segway-Parcours
  • Kinderschminken
  • Helium-Luftballone für Kinder
  • Möglichkeit zur Beantragung einer SWU SchwabenCard
  • Gewinnspiel: Glassäule voller grüner Schuhe: Wer errät, wie viele Schuhe darin sind?
  • Programm auf der Bühne präsentiert von Radiomoderator David Rohde
Dienstleistungen unter einem Dach. SWU und Stadt Ulm eröffnen ServiceCenter Neue Mitte.
16. April 2010

Mit einem Tag der offenen Tür nehmen die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm am 17. April das KundenCenter Neue Mitte in Betrieb.

In dem von Grund auf umgebauten und neu gestalteten Haus in der Neuen Straße 79 – Blickfang ist die hellgraue Klinkerfassade mit den großzügigen Fensterreihen – verwirklicht die SWU eine bislang selten realisierte Service-Idee: Dienstleistungen von Stadtwerken und Stadtverwaltung ergänzen sich unter einem Dach. Dies an einer prominenten Adresse: Das ServiceCenter befindet sich im Herzen der Ulmer City, gegenüber dem historischen Rathaus und nur ein paar Schritte vom Münsterplatz entfernt. Es ist montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr geöffnet, samstags bis 16 Uhr. Rund drei Millionen Euro hat die SWU in den Umbau investiert.

Alles, was Stadtwerkekunden oder Bürger in der „Lebenslage Umzug“ brauchen – und noch mehr. Auf diese Formel lässt sich der Service bringen. Der Bogen der angebotenen Dienstleistungen ist weit gespannt: Nach dem Umzug die neue Adresse eintragen lassen, den Stromanschluss und das Auto ummelden und gleichzeitig die Umweltplakette kaufen. Fragen zur Stadtwerke-Rechnung klären lassen und nebenan die Monatskarte für Bus und Straßenbahn kaufen, dazu vielleicht noch die Eintrittskarte fürs Konzert. Und die Energieberatung ist ebenfalls an Ort und Stelle, wenn zum Beispiel die Modernisierung des Häuschens ansteht.
Service auf 1.400 Quadratmetern

17 Stadtwerke-Mitarbeiter und 7 städtische Mitarbeiter kümmern sich um die Anliegen der Besucher. Die rund 1.400 Quadratmeter Nutzfläche verteilen sich auf vier Ebenen. Im Erdgeschoss sind die Mitarbeiter von „SWU traffiti“ und des SWU-Kundenservice untergebracht. Die „traffiti“-Mitarbeiter verkaufen neben Fahrkarten für den Nahverkehrsverbund auch Eintritts- und Konzertkarten. Eine Etage höher sind die Energieberater anzutreffen. Die Mitarbeiter der städtischen Bürgerdienste haben ihr Domizil im zweiten Stock. Dort dreht sich alles ums Thema Zuzug, Umzug, Wegzug. Das Leistungsangebot reicht von „A“ wie Anmeldung bis „W“ wie Wohngeldberatung (siehe Überblick). Im dritten Stock befinden sich die Büros von SWU-Vertriebsmitarbeitern. Für Veranstaltungen wurde der historische Gewölbekeller behutsam umgebaut und mit der erforderlichen Medientechnik ausgerüstet.

Damit der Besucher nicht unnötig warten muss

„Spartenübergreifende Dienstleistungen der kurzen Wege. Mit dieser, auch baulich konsequent umgesetzten Ausrichtung ist Ulm bundesweit ein Vorreiter“, berichtet SWU-Geschäftsführer Matthias Berz. Zur Idee der kurzen Wege passt es, dass die Bushaltestelle und eine Tiefgarage unmittelbar vor der Haustür sind. Damit sich Besucher schnell im Haus zurechtfinden und möglichst wenig warten müssen, gibt es im Parterre einen Startpunkt. Dort heißt ein Mitarbeiter den Besucher willkommen und klärt vorab: Was benötigt der Kunde, welcher Ansprechpartner kümmert sich um sein Anliegen? Ist der richtige Ansprechpartner gerade belegt, kann der Kunde die Wartezeit sinnvoll überbrücken, zum Beispiel für andere Erledigungen: Eine SMS oder ein Anruf auf dem Handy benachrichtigt den Kunden, wann sein Ansprechpartner wieder frei ist. Geplant ist sogar, dass Kunden Termine vorab über ein extra eingerichtetes Internet-Portal vereinbaren. Dieser Service wird in einigen Wochen zur Verfügung stehen.

Dienstleistungen der Stadt Ulm von A bis Z (Auswahl):

  • An-, Um- und Abmeldungen für alle Nationalitäten
  • Adressänderung im Personalausweis, Reisepass, Jagdschein
  • Anwohnerparkausweise
  • Aufenthaltsbescheinigungen
  • Aufnahme von Verlustanzeigen von Ausweispapieren
  • Bestätigungen von Unterschriften und Kopien
  • Briefwahlunterlagen, Wahlscheine
  • Fahrzeugscheine (Zulassungsbescheinigungen Teil 1)
  • Feinstaubplaketten
  • Gratis-Semester-Ticket für Studierende
  • Hundesteuer-An- und Abmeldungen
  • Kfz-Umschreibungen im Zusammenhang mit einer Anmeldung - ohne Halterwechsel, einschließlich der Ausgabe von Kfz-Kennzeichen
  • Kindergartenplatzvormerkung
  • Landesfamilienpässe
  • Lohnsteuerkarten
  • Meldebestätigungen
  • Müllangelegenheiten (Beratung, Bestellscheine, Aus-, Rückgabe und Umtausch von Müllmarken, Restmüllsäcke, Gelbe Säcke)
  • Parkausweise für Gehbehinderte
  • Personalausweise, Reisepässe, Kinderreisepässe: Ausgabe der fertigen Ausweispapiere, die im Dienstleistungszentrum Mitte, Kornhausplatz 4, beantragt wurden
  • Schulinformationen
  • Wohngeld und Wohnberechtigungsbescheinigungen: Information und Beratung sowie Antragsentgegennahme

 

Dienstleistungen der SWU:

SWU traffiti

  • Fahrkartenverkauf und Fahrplanauskunft für das DING-Gebiet;
  • Service der RAB; Eintritts- und Konzertkarten.


SWU-Kundenservice

  • Tarifberatung für Strom, Erdgas, Trinkwasser; Energie- und Trinkwasserverträge abschließen;
  • Persönliche Daten ändern lassen: Name, Bankverbindung, Abschlagsbetrag; Ein- und Auszüge bearbeiten;
  • Fragen zur Stadtwerke-Rechnung klären lassen


Energie- und Verbrauchsberatung

  • Bauen und Modernisieren: Fördergelder, Energiediagnose
  • Erneuerbare Energien: Photovoltaik, Wärmepumpe, Holzpellets
  • Energieausweise ausstellen, Thermografie bestellen, Beratung in Fragen von Feuchte und Schimmel
SWU verstärkt Trinkwassernetz für die Ulmer Innenstadt.
16. April 2010

Rund vier Wochen Bauzeit an der Stuttgarter Straße/Karlstraße.

Bis Mitte Mai vollendet die SWU Energie die Verlegung einer Hauptwasserleitung in der Ulmer Oststadt. Die Arbeiten an der Einmündung Stuttgarter Straße/Karlstraße bei der Eisenbahn-Unterführung haben vor wenigen Tagen begonnen. Es geht darum, das letzte Stück einer rund 800 Meter langen, neuen Trinkwasserleitung ins Netz einzubinden. Diese Leitung kommt vom Wasserbehälter Michelsberg her und verläuft über Weinsteige, Frauenstraße und Marchtaler Straße zur Karlstraße.

Mit der neuen Trasse verstärkt die SWU das Wassernetz der Ulmer Innenstadt. Die Haushalte, öffentlichen Einrichtungen und Betriebe zwischen Karlstraße und dem Donauufer erhalten eine zweite Trinkwasser-Einspeisung. Bislang wurden die Innenstadt-Bewohner nur über die Einspeisung im Bereich Neutorbrücke und Zeitblomstraße versorgt. Für die neue Leitung investiert die SWU rund 300.000 Euro.

Verlegt wurde ein 30 Zentimeter dickes Rohr aus duktilem Guss. Die jetzige Baustelle hat etwa 100 Meter Länge. Im Baustellenbereich bei der Bahnunterführung Stuttgarter Straße ist der Fahrstreifen verengt. Voraussichtlich Mitte Mai queren die Bautrupps zum Abschluss der Arbeiten die Karlstraße. Dafür muss der Kreuzungsbereich teilweise gesperrt werden. Damit der Verkehr an dieser vielbefahrenen Stelle möglichst wenig behindert wird, werden diese Arbeiten in den Nachtstunden über die Bühne gehen.

Kraftwerksbau in Senden kommt gut voran. Grundsteinlegung ist am 19. Mai geplant.
30. März 2010

Dem zähen Winter zum Trotz: Die Bauarbeiten für das Holzgas-Heizkraftwerk in Senden sind gut vorangekommen.

Noch vor dem großen Schnee konnte im alten Jahr die Zufahrt zu dem Gelände für die Baufahrzeuge befestigt werden. Die Baustelle befindet sich östlich der Bahnlinie an der Robert-Bosch-Straße. Mittlerweile ist fester Baugrund hergestellt. Die Fundamentierungsarbeiten sind im Gang.

„Der außergewöhnliche Winter hat uns zum Glück nicht allzu sehr zurückgeworfen“, sagt Projektleiter Matthias Vitek von der SWU Energie. Im alten Jahr noch konnten die Bodenuntersuchungen abgeschlossen werden. Sie hatten ergeben, dass der Untergrund im Wesentlichen aus Sand, Torf und Holz besteht. Dieses nicht tragfähige Material musste abgetragen und gegen Kalkschotter und Kies ausgetauscht werden. Seit Anfang März laufen die Fundamentierungsarbeiten. Derzeit wird der Förderschacht für den Brennstoff betoniert. Dazu war eine vier Meter tiefe und rund 30 Meter lange Grube ausgehoben worden.

Auf einen „Ersten Spatenstich“ haben die Verantwortlichen in Anbetracht der winterlichen Verhältnisse allerdings verzichtet. Was nicht heißt, dass der Baubeginn für das rund 33 Millionen Euro teure Vorhaben unbemerkt über die Bühne gehen wird. „Anstatt des ersten Spatenstichs haben wir eine Grundsteinlegung vorgesehen“, kündigt Jürgen Schäffner, technischer Geschäftsführer der SWU Energie, an. Dafür ist der 19. Mai vorgemerkt. Zügiger Baufortschritt vorausgesetzt, können die Arbeiter voraussichtlich im Juni mit dem Hochbau beginnen. Etwa zur selben Zeit soll die Verlegung der Fernwärme-Verbindungsleitung nach Neu-Ulm starten. Diese ist sechs Kilometer lang, führt der Bahnlinie entlang nach Ludwigsfeld und schließt das neue Heizkraftwerk an das Neu-Ulmer Wärmenetz an. Die beiden Fernwärme-Standorte werden sich also stützen können. Ende 2011 soll das Sendener Heizkraftwerk die ersten Kilowattstunden Strom und Wärme liefern. Rund 40.000 Tonnen unbehandeltes Holz wird in dem neuartigen Verfahren unter hohen Temperaturen verschwelt. Die dabei frei werdenden Gase sind der eigentliche Brennstoff für die beiden Kraftwerksmotoren. Das Holz stammt aus der Wald- und Landschaftspflege. Auch Schwemmholz aus den SWU-Wasserkraftwerken wird verwertet. Die Anlage erreicht einen hohen Gesamtwirkungsgrad. Rund 80 Prozent der eingesetzten Energie werden in Strom und Wärme umgewandelt. Das neue Heizkraftwerk spart pro Jahr rund 40.000 Tonnen Kohlendioxid ein gegenüber einer vergleichbaren, erdgasbefeuerten Anlage.

SWU hält Strompreise 2010 stabil und belohnt Kundentreue.
19. März 2010

Kunden können vom derzeit günstigen Stromeinkauf profitieren. Zwei Jahre Vertragslaufzeit mit Preisgarantie und 100 Euro Gutschrift.

Die Stadtwerke können ihre Strompreise 2010 stabil halten. Ein derzeit günstiger Stromeinkauf verschafft der SWU einen Spielraum. „Davon sollen unsere Kunden profitieren“, sagt Geschäftsführer Matthias Berz. Konkret: Derzeit können Kunden einen Zweijahresvertrag abschließen und sich für die Laufzeit den gegenwärtigen Kilowattstundenpreis festschreiben lassen. Wer sich bis 30. Juni 2012 bindet, sichert sich bis zu diesem Datum die heutigen Konditionen in den Angeboten „SWU NaturStrom“ und „SWU SchwabenStrom“. Die Vertragsbindung honoriert die SWU mit einer Gutschrift von 100 Euro auf die nächste Stromrechnung. „Die Treue zur SWU zahlt sich aus“, so Matthias Berz. Das Angebot gilt bis 30. April. Bis zu diesem Datum müssen die Kundenverträge unterschrieben sein.

Nach Ansicht von Matthias Berz ist auf mittlere Sicht allerdings kaum mit sinkenden Strompreisen zu rechnen: „Wir können derzeit eine günstige Situation auf dem Energiemarkt nutzen.“ Entstanden ist diese Situation durch die schwache Konjunktur, die sich mühsam erholt. Dadurch ist ausreichend Strom auf dem Markt, entsprechend günstig ist die Beschaffung. „Dieser Spielraum fließt voll in unsere Kalkulation ein. 2010 bleibt unser Strompreis unverändert. Und für Kunden mit Zwei-Jahres-Vertrag auch noch 2011“, bekräftigt Matthias Berz.

Energiesparen und gewinnen - Neue Ausstellung im SWU-Loftcube. 
Hauptpreis: Wärmebild vom eigenen Haus.
11. März 2010

In 15 Schritten zum Energiesparer. Das ist das Thema der neuen Ausstellung im SWU-Loftcube in der Meininger Allee.

Von einfachen Maßnahmen wie beispielsweise dem Einsatz von Energiesparlampen oder richtigem Lüften bis hin zu neuen Heizungstechniken oder Wärmepumpen. Der Ausstellungsbesucher erhält einen Überblick darüber, wie er in seinem Haushalt sinnvoll mit Energie umgeht.

Der Besuch der Ausstellung lohnt sich doppelt. Besucher können beim Gewinnspiel eine Thermografie im Wert von 200 Euro gewinnen. Dabei wird das Haus mit einer Wärmebildkamera fotografiert. So lassen sich Schwachstellen in Außenwänden und Dach aufspüren, durch die wertvolle Energie verlorengeht. Als weitere Preise winken fünf SWU Schwabencard-Guthaben zu jeweils 200 Euro sowie Strommessgeräte. Beim Gewinnspiel müssen die Teilnehmer fünf Fragen zum Thema Energiesparen beantworten – dies dürfte nach dem Besuch der Ausstellung kein großes Problem darstellen. Der SWU-Loftcube in der Neu-Ulmer Meininger Allee ist jeden Samstag von 10 Uhr bis 16 Uhr geöffnet.

SWU erhöht Ulmer Donauuferweg auf 1.200 Metern Länge. Ab 3. März Umleitung für Radler und Fußgänger.
01. März 2010

Baustelle reicht vom Metzgerturm bis zum Congress Centrum. Hintergrund: Höherer Wasserspiegel verbessert Stromgewinnung.

Der Wasserspiegel der Donau soll um etwa einen halben Meter angehoben werden. Der Donauuferweg auf der Ulmer Seite muss „mitwachsen“: Ab Mittwoch, 3. März werden Bautrupps den Weg zwischen Metzgerturm und Donauturm beim Congress Centrum auf etwa 1.200 Metern Länge höher legen. Rund vier Monate Bauzeit plant die SWU dafür ein. Bis voraussichtlich Ende Juni wird der genannte Abschnitt für Radler und Fußgänger nicht passierbar sein. Eine Umleitung über die Stadt ist ausgeschildert (Plan im Anhang).

Hintergrund der Maßnahme: Bei höherem Wasserspiegel lässt sich im Wasserkraftwerk Böfinger Halde rund 10 Prozent mehr Strom erzeugen. Um jährlich rund 4,4 Millionen Kilowattstunden wird sich die Stromausbeute erhöhen. Das reicht aus, um zusätzlich 1.250 Haushalte mittlerer Größe ein Jahr lang zu versorgen. Die begleitenden Maßnahmen dienen dem Hochwasserschutz, so auch die Höherlegung des Ulmer Uferwegs. Er soll weiterhin trocken begehbar bleiben. Bis zu 30 Zentimeter werden die Bautrupps den Fuß- und Radweg aufschütten. Der Boden wird zu diesem Zweck zunächst aufgefräst, danach wird eine Schicht aus Schotter und Mineralbeton aufgebracht und mit einer neuen Asphaltdecke überzogen. Wo der Uferweg die Herd- und Gänstorbrücke unterquert, gehen die Bautrupps anders vor. In den Unterführungen wird der Weg sogar etwas abgesenkt, dafür aber zum Wasser hin mit einer 75 Zentimeter hohen und 35 Zentimeter breiten Mauer abgesichert. Durch die Absenkung des Wegs können Rettungsfahrzeuge die Brücken künftig besser unterqueren. Auch Radler fahren sicherer durch. Im Sommer wird ein weiterer, rund 400 Meter langer Abschnitt des Uferwegs beim SSV-Bad höher gelegt. Die Maßnahmen sind durch das Landratsamt Neu-Ulm genehmigt.

Faschingsdienstag: Buslinien 5 und 7 weichen dem Neu-Ulmer Narrenumzug aus.
12. Februar 2010

Wegen des Narrenumzugs in der Neu-Ulmer Innenstadt werden am Faschingsdienstag 16. Februar die Buslinien 5 und 7 vorübergehend umgeleitet.

Einige Haltestellen können zwischen 13.45 Uhr und 14.45 Uhr nicht bedient werden.

Linie 5 (Wissenschaftsstadt - Ludwigsfeld)
Die Linie kann die Haltestellen Herdbruckerstraße, Petrusplatz und Rathaus Neu-Ulm nicht bedienen. Ab Rathaus Ulm fahren die Busse stattdessen über die Haltestellen Haus der Begegnung, Gänsturm, Augsburger Tor und Kasernstraße zum ZUP nach Neu-Ulm. Die Umleitung gilt für beide Fahrtrichtungen.

Linie 7 (Willy-Brandt-Platz - Jungingen über Neu-Ulm)
Von der Umleitung betroffen sind nur Fahrgäste in Richtung Jungingen. Ab ZUP Neu-Ulm fährt die Linie 7 direkt zur Haltestelle Amtsgericht. Die Haltestellen Rathaus Neu-Ulm und Donaucenter können nicht bedient werden. In der Gegenrichtung von Jungingen zum Willy-Brandt-Platz dagegen fahren die Busse auf ihrer üblichen Route durch die Neu-Ulmer Innenstadt.

Informiert auf der ganzen Linie. Fahrgast-TV startet in den SWU-Bussen.
09. Februar 2010

Mit neuem Programm übertragen in neuester Technik startet die SWU Verkehr das Fahrgast-TV.

Es bietet Nachrichten, vorwiegend aus der Region Ulm/Neu-Ulm, in größtmöglicher Aktualität – Eilmeldungen können in kürzester Zeit eingespielt werden. Dazu kommen Meldungen zur Verkehrslage im Linienbetrieb, zum Beispiel über den Einsatz von Zusatzbussen oder Verspätungen. Das Ganze abgerundet durch Werbe-Einblendungen. Zu sehen sein wird das Fahrgast-TV zunächst in 29 SWU-Bussen (von derzeit 61), die mit Doppelbildschirmen ausgestattet sind. Weitere sechs Fahrzeuge werden derzeit für das TV vorbereitet. Auf dem einen Bildschirm werden wie gewohnt die Fahrtroute und die nächsten Haltestellen angezeigt, auf dem zweiten Monitor erscheint das Programm. Etwa acht Minuten dauert eine Sendeschleife, die mindestens drei Mal täglich erneuert wird.

Nachrichten aus der Region bilden den Schwerpunkt

Umgesetzt wird das neue Konzept in Zusammenarbeit mit drei Spezialisten. Die Nachrichten aus Ulm und außerhalb kommen von der Ulmer Südwest Presse, die KWS Verkehrsmittelwerbung GmbH kümmert sich um die Werbung. Für die technische Einspielung der Beiträge ist die Agentur Redlof Media (Ansbach) verantwortlich. „Wir wollen, dass der Fahrgast sich wohl fühlt in unseren Fahrzeugen. Dazu gehört es für immer mehr Menschen, dass sie ihr Informationsbedürfnis befriedigen können“, äußert sich Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr, zu den Zielen. Durchschnittlich neun Minuten dauert eine Fahrt für einen Fahrgast in einem SWU-Fahrzeug. Zeit genug, um die eine oder andere wichtige Neuigkeit mitzunehmen, sozusagen en passant. „Je stärker die Nachricht das direkte Lebensumfeld des Zuschauers berührt, desto größer das Interesse. Daher kommen die Meldungen und Angebote überwiegend aus der Region“, erläutert Johannes Sommer, Leiter digitale Medien bei der Südwest Presse. Der Nachrichtenblock füllt mit drei bis vier Minuten gut die Hälfte der Sendeschleife aus. Die Nachrichten sind bunt gemischt. Themen aus Lokalpolitik, Sport, Kultur und Veranstaltungstipps wechseln sich ab, hinzu kommt die lokale Wetterkarte. Die andere Hälfte des Sendeblocks teilen sich Fahrgast-Informationen und Werbung. Wem das Fahrgast-TV zu viel ist, der kann abschalten: der Monitor zeigt bewegte Bilder, bleibt ansonsten aber stumm.

Fahrgast-TV erreicht rund 700.000 Busfahrgäste pro Monat

„Fahrgast-TV bietet Fahrgästen auf dem Weg zur Schule oder zur Arbeit eine willkommene Abwechslung und verkürzt die Fahrzeit“, sagt Mathias Wolfgang Keim, Geschäftsführer von KWS Verkehrsmittelwerbung GmbH. Die in Stuttgart ansässige Firma hat sich zu einem führenden Unternehmen für Verkehrsmittelwerbung in Deutschland entwickelt und vermarktet seit vielen Jahren die Werbung auf den SWU-Bussen und -Straßenbahnen. „Nun können regionale und überregionale Unternehmen die Busse auch innen zur Werbung nutzen“, ergänzt Keim. Eine wirtschaftliche Chance für SWU Verkehr: Werbeeinnahmen könnten auf lange Sicht noch stärker dazu beitragen, den Ulmer Nahverkehr zu refinanzieren. Dr. Thomas Christian Baumann, Verlagsleiter der Südwest Presse Neue Pressegesellschaft, sieht im Fahrgast-TV „eine gute Ergänzung zu unseren vorhandenen Werbeträgern. Die gezielte Ansprache von Nutzern der öffentlichen Verkehrsmittel erweitert unser Angebot und unterstreicht, in welcher Breite wir dafür die Medien nutzen“. Die Zielgruppe ist groß. Pro Monat erreicht das Fahrgast-TV in Ulm/Neu-Ulm rund 700.000 Busfahrgäste. Dank kurzer Vorlaufzeiten und schneller Aktualisierung können Werbetreibende ihre Botschaften differenziert nach Zeit und Zielgruppe genau steuern. KWS und Südwest Presse bieten die Werbeplätze gemeinsam an.

Fahrgäste geben SWU-Nahverkehr gute Noten. Platz 2 beim bundesweiten ÖPNV-Kundenbarometer.
28. Januar 2010

Die SWU-Nahverkehrskunden sind mit den Leistungen „ihres“ Unternehmens zufrieden wie nie zuvor.

Das geht aus dem ÖPNV-Kundenbarometer 2009 hervor. Was die Globalzufriedenheit angeht, belegt die SWU Verkehr den zweiten Platz, hinter der Bielefelder „moBIEL“ und gleichauf mit der Freiburger Verkehrs AG. Schon bei den vorangegangenen Umfragen konnte sich SWU Verkehr auf den vorderen Plätzen etablieren (2008: Platz 10). Nun also gelang der Vorstoß unter die besten Drei. Nach Meinung der Fahrgäste zeichnet sich der SWU-Nahverkehr durch Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit aus. Das Linien- und Streckennetz wird als gut ausgebaut empfunden. Auch der Service und die Sicherheit erhielten Bestnoten.

Erhoben wird die repräsentative Umfrage seit über zehn Jahren durch das Forschungsinstitut TNS Infratest (Bielefeld). 30 Verkehrsunternehmen und Verbünde haben sich 2009 beteiligt. Das ÖPNV-Kundenbarometer ist als zuverlässige Qualitätskontrolle bei den Unternehmen anerkannt. Sie gewinnen daraus grundlegende Daten, um ihr Fahrtenangebot und ihren Service fortlaufend zu verbessern.

Der SWU-Nahverkehr gilt als pünktlich und schnell

Für die umfassende Beurteilung der Nahverkehrsleistungen telefonierten die Interviewer mit 250 SWU-Verkehr-Kunden. Die Befragten beurteilten 28 Leistungsmerkmale, vornehmlich aus den Bereichen Angebot, der Fahrzeuge, Haltestellen, Tarife, Kundenbeziehung und Sicherheit. Beim Punkt „Globalzufriedenheit“ erhielt die SWU Verkehr mit 2,46 die zweitbeste Note aller Unternehmen. Der Schnitt lag bei 2,78. Die Stärken der SWU Verkehr heißen „Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit“ und „Schnelligkeit der Beförderung“. In diesen Punkten erreichten die SWU-Linien Spitzennoten von 2,37 beziehungsweise 2,39. Überzeugen konnten die Stadtwerke auch mit dem KundenCenter „SWU traffiti“ und bei den Kriterien „Sicherheit an den Haltestellen“ und „Linien- und Streckennetz“. Zumeist mit „gut“ schnitt der Bereich Fahrgast-Information ab. Positiv bewertet wurden insbesondere die Pocketfahrpläne, die Infos an den Haltestellen, in den Fahrzeugen und der Internetauftritt. SWU-Verkehr-Geschäftsführer Ingo Wortmann zeigt sich erfreut über die Ergebnisse des Kundenbarometers, betont aber: „Wir dürfen uns darauf nicht ausruhen. Vielmehr begreifen wir die guten Noten als Auftrag, die Qualität in allen Bereichen weiter zu erhöhen. Den Menschen muss es so einfach wie möglich gemacht werden, vom Auto auf den ÖPNV umzusteigen“.

In vielen Bereichen konnte sich SWU Verkehr verbessern im Vergleich zur Umfrage davor. Das gilt für die Merkmale „Informationen bei Störungen und Verspätungen“, „Preis-Leistungs-Verhältnis“, „Sauberkeit und Gepflegtheit an den Haltestellen und im Fahrzeug“ sowie „Tarifsystem“. „Es ist schön zu sehen, dass Verbesserungen von den Fahrgästen tatsächlich wahrgenommen werden. Ein geläufiges Sprichwort besagt: Der ÖPNV ist besser als sein Ruf“, kommentiert Ingo Wortmann und ergänzt: „Wir müssen individuelle Hemmnisse gegenüber dem öffentlichen Nahverkehr weiter abbauen“. So wird derzeit untersucht, wie durch bessere Beleuchtung der Haltestellen das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste nachts weiter erhöht werden kann.

Wieder sechs neue Busse mit Euro-5-Motor in Dienst gestellt

Erstmals fragten die Interviewer, wie zufrieden die Ulm/Neu-Ulmer Fahrgäste mit den Aktivitäten des Unternehmens zur Schonung der Umwelt sind. Mit der Note 2,62 liegt die SWU Verkehr im oberen Mittelfeld, hat jedoch noch Potenzial nach oben. „Es kommt darauf an, beim Umweltschutz dranzubleiben und Zeichen zu setzen“, unterstreicht Ingo Wortmann. So wurden kurz vor Weihnachten wieder sechs neue Gelenkbusse in Dienst gestellt. Sie sind ausgestattet mit dem Euro-5-Motor und erfüllen damit die derzeit strengste Abgasnorm. 20 der 61 Busse des Fuhrparks sind mittlerweile auf diesem höchsten Umweltstandard. Weitere Maßnahmen sind in Planung. So wird die Anschaffung von Hybridfahrzeugen untersucht, und optimierte Getriebe sollen den Kohlendioxid-Ausstoß der Busse weiter verringern.

Vorsicht, Kunde operiert verdeckt!

So könnte man einen zweiten Test bezeichnen, dem sich die SWU Verkehr 2009 unterzogen hat. „Mystery Shopper“, unerkannte Kunden also, waren im Liniennetz unterwegs. Sie nahmen einzelne Qualitätsmerkmale unter die Lupe: Wie freundlich sind die Fahrer und die Mitarbeiter im KundenCenter? Funktioniert das Beschwerdemanagement? Die „verdeckten Kunden“ begutachteten auch den Zustand und die Sauberkeit von Fahrzeugen und Haltestellen. Gemessen wurde, zu welchem Grad die untersuchten Merkmale erfüllt beziehungsweise nicht erfüllt wurden. Ergebnis: keines der untersuchten Merkmale wurde zu weniger als 50 Prozent erfüllt. Eindeutige Schwächen konnten die „Mystery Shopper“ also nicht finden. „Die Proben aufs Exempel geben uns genaue Hinweise auf die erbrachte und wahrgenommene Qualität. Diese Standortbestimmung spornt uns an, unsere Leistungen ständig den Fahrgast-Bedürfnissen anzupassen“, so Ingo Wortmann.

Narrensprung: Linie 4 fährt vorübergehend durch die Olgastraße
21. Januar 2010

Am Sonntag, 24. Januar übernehmen die Narren für gut drei Stunden in der Ulmer Innenstadt das Kommando auf den Straßen.

Für den Narrensprung wird die Frauenstraße gesperrt. Aus diesem Grund fährt die Linie 4 (Kuhberg Schulzentrum – Böfingen Süd) in der Zeit von 13 Uhr bis 16.30 Uhr nicht wie gewohnt durch die Neue Straße und Frauenstraße, sondern über Hauptbahnhof und Olgastraße. Die Linie 4 bedient auf dieser Ausweichroute die Haltestellen Hauptbahnhof, Theater und Justizgebäude. Die Haltestellen Rosengasse, Hafengasse, Rathaus Ulm und Steinerne Brücke können während des Narrensprungs nicht bedient werden.

Mit der Tageskarte stressfrei das närrische Treiben genießen

Den Zuschauern des närrischen Lindwurms empfiehlt die SWU Verkehr, am Veranstaltungstag öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Die Tageskarte City ermöglicht eine stressfreie und preiswerte An- und Abreise. Für 6,20 Euro können bis zu fünf Erwachsene gemeinsam den ganzen Tag Bus und Straßenbahn fahren. Für Besucher aus der Region empfiehlt sich die Tageskarte Netz zu 13 Euro. Sie gilt im gesamten DING-Verbundgebiet.

Die SWU Stadtwerke Ulm/ Neu-Ulm GmbH warnt vor Betrügern!
18. Januar 2010

Am Montagabend, den 11. Januar 2010 gegen 18:00 Uhr, versuchte ein Betrüger sich Zutritt zur Wohnung eines älteren Mitbürgers zu verschaffen.

Im Ulmer Stadtteil Michelsberg gab er sich als SWU-Mitarbeiter aus.  Auf Nachfrage konnte sich der Unbekannte nicht als SWU-Mitarbeiter ausweisen. Mit dem Vorwand den Dienstausweis im Auto vergessen zu haben. Glücklicherweise verwehrte ihm der Rentner den Zutritt zu seiner Wohnung.

Die SWU weißt darauf hin, dass im Ulmer Stadtteil Michelsberg die Ablesung der Zähler erst im März erfolgt. Zudem kann sich jeder SWU-Mitarbeiter als solcher ausweisen. Fragen Sie unsere Mitarbeiter also im Zweifelsfall nach ihrem Dienstausweis.

Bitte melden Sie sich bei ähnlichen Vorfällen vertrauensvoll an die SWU-Telefonzentrale unter der Telefonnummer 0731/166-0.

Trinkwasserpreis erhöht sich leicht. Ab Januar 1 Euro Mehrkosten pro Monat.
28. Dezember 2009

Erhöhung macht 2,2 bis 4,7 Prozent aus. Anhebung der Grundpreise gleicht gestiegene Bereitstellungskosten aus.

Das Trinkwasser für Ulmer und Neu-Ulmer Haushalte wird im neuen Jahr etwas teurer. Die SWU Energie erhöht zum 1. Januar den jährlichen Grundpreis in unterschiedlicher Staffelung. Für ein Einfamilienhaus beispielsweise erhöht sich die Rechnung um rund 1 Euro pro Monat einschließlich Steuern. Das hat der SWU-Aufsichtsrat beschlossen. Die Erhöhung erfasst alle Tarifgruppen der über 31.000 SWU-Kunden. Der Kubikmeterpreis von derzeit 1,70 Euro brutto bleibt unverändert auf dem Stand von 2007.

Der Grundpreis ist an die Anzahl und jeweilige Leistung der Wasserzähler gekoppelt. Da pro Haus in aller Regel nur ein Wasserzähler installiert ist, wirkt sich die Grundpreiserhöhung auf die Gesamtrechnung eines Haushalts unterschiedlich aus. Ein Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 125 Kubikmetern Trinkwasser für drei Personen gibt 4,7 Prozent mehr aus pro Jahr. Im Sechs-Familienhaus mit 15 Bewohnern steigt der Durchschnittspreis je verbrauchtem Kubikmeter Trinkwasser um 2,2 Prozent. Mit der Preisanhebung gleicht die SWU Energie die steigenden Kosten für die Bereitstellung von Trinkwasser und für die Pflege der Netze aus.

Wasserversorgung ist kapitalintensiv

Um Leitungen, Brunnen und Anlagen in Schuss zu halten und zu erneuern, wenden die Stadtwerke Jahr für Jahr viel Geld auf. 2009 waren es 3,3 Millionen Euro, im kommenden Jahr werden es 3,5 Millionen Euro sein. „Der Geschäftszweig Wasserversorgung ist kapitalintensiv und muss wirtschaftlich bleiben“, erläutert SWU-Geschäftsführer Matthias Berz die Gründe für die Anhebung. Da sich die Kosten für die Netzpflege nicht danach richten, ob viel oder wenig Wasser gefördert und verkauft wird, „wäre es nicht richtig gewesen, den Kubikmeterpreis anzupassen“, so Berz weiter. Deshalb steigt allein der verbrauchsunabhängige Grundpreis. Auch nach der jetzigen Erhöhung bleibt die SWU landesweit einer der günstigsten Wasserversorger. In einem vom Stuttgarter Wirtschaftsministerium im Sommer 2009 veröffentlichten Preisvergleich belegt die SWU Rang 17. Nur wenige der 76 aufgelisteten Unternehmen bieten Trinkwasser also günstiger an als die SWU.

Wassersparen: Die Medaille hat zwei Seiten

So erwünscht der sparsame Umgang mit der Ressource Wasser ist: Wenn wenig Wasser durch die Leitungen fließt – der Verbrauch in Ulm/Neu-Ulm stagnierte auch 2009 wieder–, müssen Leitungen häufiger gespült werden. Schließlich müssen die Kunden jederzeit hygienisch einwandfreies Wasser zapfen können. Das Leitungsnetz intakt halten und die Wasserqualität sichern verursacht hohe Fixkosten. „Das Wassersparen hat also zwei sehr unterschiedliche, beinahe konträre Seiten“, schließt Geschäftsführer Matthias Berz.

Service-Center Neue Mitte: Der Bau liegt im Zeitplan. Noch etwas über 100 Tage bis zur Eröffnung.
23. Dezember 2009

Wettbewerber schließt seine Ulmer Beratungsstelle.

Das künftige Service-Center von SWU und Stadt Ulm an der Ecke Neue Straße und Brautgasse nimmt Konturen an. Seit kurzem zeigt sich die charakteristische helle Klinker-Fassade unverhüllt. Die Klinkersteine sind senkrecht angeordnet, nicht wie sonst üblich waagrecht. Auffällig sind auch die großzügigen Fensterreihen, die viel Licht ins Gebäudeinnere lassen. „Das Äußere ist so gut wie fertig“, berichtet SWU-Geschäftsführer Matthias Berz. Hinter dem Bauzaun wird emsig weiter gearbeitet. Die Innenausbauten sind voll im Gang.

„Wir liegen im Zeitplan. In etwas mehr als hundert Tagen soll Eröffnung sein“, verspricht Matthias Berz. Konkret: Am 17. April 2010 beginnt mit einem Tag der Offenen Tür der Publikumsbetrieb in dem komplett umgebauten Gebäude, das bis 2007 noch Domizil der Buchhandlung Hofmann war. Ab dem Frühjahr werden hier die Stadtwerke Dienstleistungen wie den Fahrkartenverkauf und ihre Energieberatung anbieten. Bürger können ihren Stromanschluss an- oder abmelden, Zählerstände mitteilen oder Fragen zu Rechnungen klären lassen. Untermieterin im Service-Center wird die Stadt Ulm sein. Bürger können beispielsweise nach einem Umzug ihre neue Adresse im Einwohnermelderegister eintragen lassen. Etwa ein Dutzend SWU-Mitarbeiter und einige Kollegen der städtischen Abteilung Bürgerdienste werden im Service-Center Neue Mitte ihren Arbeitsplatz haben. Einziehen wird auch das Team von „SWU traffiti“. Die Kundenbetreuer der SWU Verkehr werden also ihr jetziges Domizil im Stadthaus aufgeben.

Rund drei Millionen Euro investiert die SWU in den Neubau. „Auch dies ist ein Zeichen“, betont Geschäftsführer Matthias Berz. „Die Investition unterstreicht, dass wir es mit der Serviceorientierung ernst meinen. Kunden schätzen Präsenz und persönliche Ansprache“. Damit heben sich nach Berz‘ Ansicht die Stadtwerke von der Konkurrenz ab. Wie zum Beweis: Der Konkurrent „Yello Strom“ schließt seine Ulmer Außenstelle in der Wengengasse zum 31. Dezember.


Bau mit charakteristischer Klinker-Fassade: Das künftige
Service-Center Neue Mitte, an der Ecke Neue
Straße/Brautgasse, wird am 17. April 2010 eröffnet.

Vorsorge gegen Silvesterknaller: Fahrkartenautomaten sind über den Jahreswechsel außer Betrieb.
23. Dezember 2009

Die SWU Verkehr trifft Vorsorge gegen „verirrte“ Silvesterknaller.

Ab Dienstag, 29. Dezember sind die 45 Fahrscheinautomaten an den Haltestellen der SWU-Linien vorübergehend außer Betrieb. Die Automaten sind empfindlich, speziell die eingebaute Elektronik verträgt keine Silvesterscherze. Ab Montag, 4. Januar 2010 sind die Fahrscheinautomaten wieder betriebsbereit. Über den Jahreswechsel können Fahrkarten in den Vorverkaufsstellen oder bei „SWU trafitti“ im Stadthaus gekauft werden. „SWU trafitti“ ist am Silvestertag von 9 bis 13 Uhr geöffnet, am Samstag 2. Januar von 9 bis 16 Uhr.

Bis auf weiteres an den Automaten gesperrt bleibt hingegen die DingCard-Funktion. Wie berichtet, ist jüngst ein Software-Fehler aufgetreten, den der Automatenhersteller im Rahmen der Gewährleistung behebt. Der elektronische Fahrschein „DingCard“ wird nicht korrekt mit neuem Guthaben aufgeladen. Von dem Fehler betroffen ist auch die SWU-Kundenkarte „SchwabenCard“, die mit entsprechender Zusatzfunktion ebenfalls als elektronischer Fahrschein genutzt werden kann.

Heiligabend: Nachtbusse fahren ab 18.30 Uhr im Stundentakt. An Silvester erweitertes Nachtbusangebot.
21. Dezember 2009

Am Heiligabend fahren die Busse und Straßenbahnen der SWU Verkehr bis zirka 18 Uhr nach dem Samstagsfahrplan.

Wann die letzten Abfahrten von welchen Haltestellen abgehen, fasst die Tabelle zusammen. Das Anruf-Sammeltaxi „MobilSAM“ fährt an Heiligabend ebenfalls bis gegen 18 Uhr.

Die letzten regulären Abfahrten an Heiligabend finden Sie hier.

Nachtbus verkehrt an Heiligabend im Stundentakt

Am 24. Dezember fahren von 18.30 Uhr bis 3.30 Uhr in der Frühe die Nachtbuslinien N 1 bis N 5, N 7 und N 8 stündlich ab Ulm ZOB. Bis 1.30 Uhr ist kein Nachtbuszuschlag erforderlich.

Erweitertes Nachtbusangebot an Silvester

An Silvester fahren alle SWU-Linien nach dem Samstagsfahrplan. Das MobilSAM endet gegen 18 Uhr. Der letzte Anschluss auf den regulären SWU-Linien ist gegen 0.40 Uhr. Anschließend fahren in der Neujahrsnacht die Nachtbuslinien N 1 bis N 5, N 7 und N 8 jeweils stündlich zwischen 1.30 Uhr und 4.30 Uhr ab Ulm ZOB.

Fahrscheinautomaten: Softwarefehler legt DingCard-Funktion vorübergehend lahm.
15. Dezember 2009

Aufladen der Karte bis auf weiteres nur an den Vorverkaufsstellen.

Ein Softwarefehler des Automatenherstellers ist schuld: Bis auf weiteres bittet die SWU Verkehr ihre Kunden, den elektronischen Fahrschein „DingCard“ nur noch an den Vorverkaufsstellen oder bei „SWU trafitti“ im Stadthaus aufzuladen. „In den letzten Tagen haben sich die Fälle gehäuft, in denen der Automat die DingCard nicht mehr zurückgab, wenn Kunden die Karte einführten und neues 
Guthaben darauf buchen wollten“, sagt Andreas Ceder, bei SWU Verkehr zuständig für Vertrieb und Kommunikation. Betroffen sind alle 45 Haltestellen-Automaten. Der Fehler, nach Erkenntnissen des 
Herstellers ein Softwareproblem, macht auch das Aufladen der SWU-Kundenkarte „SWU SchwabenCard“ schwierig. Die durch die „DING-Funktion“ erweiterte SchwabenCard dient ebenfalls als 
elektronischer Fahrschein.

Zum Aufladen der DingCard haben Fahrgäste zwei Ausweichmöglichkeiten: im KundenCenter „SWU traffiti“ und in einer der 18 DING-Vorverkaufsstellen im Stadtgebiet Ulm/Neu-Ulm.

Die Haltestellen-Automaten geben jedoch weiterhin Einzelfahrscheine, Wochenkarten und Monatskarten aus. „Diese Fahrscheinsorten sind von dem Softwarefehler nicht betroffen“, versichert Andreas Ceder. Die SWU Verkehr wird ihre Fahrgäste informieren, sobald der Fehler behoben ist.

Landesweiter Auftakt in Ulm: Straßenbahn wirbt für Zivilcourage.
10. Dezember 2009

Gewaltdelikte im öffentlichen Nahverkehr haben in den vergangenen Monaten mehrfach Schlagzeilen gemacht. Dabei wurden auch Helfer angegriffen und verletzt.

Dem Gefühl der Unsicherheit begegnen Stadt Ulm, SWU Verkehr und Polizei jetzt mit einer gemeinsamen Aktion für Zivilcourage: Als landesweiter Auftakt startet in Ulm eine Straßenbahn mit dem Logo und den Tipps der Aktion „Tu Was!“.

Mitte November hatte der Leiter der Polizeidirektion Ulm, Kriminaldirektor Karl-Heinz Keller, in einem Gespräch mit der Stadt und der SWU Verkehr die Sicherheitslage im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass der weitaus größte Teil der 136 Delikte, die die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2009 im Zusammenhang mit dem ÖPNV ausweist, Straftaten wie Erschleichen von Leistungen, also Fahrten ohne Fahrausweis, sind. Lediglich 14 Fälle waren Gewaltdelikte, davon zehn einfache und vier gefährliche oder schwere Körperverletzungen. „Die Lage in der Region ist also nicht besorgniserregend“, resümierte Keller. „Dennoch nehmen wir die Ängste der Reisenden ernst“, ergänzte Keller, weshalb sich die Verantwortlichen auf präsenzorientierte Sicherheitsstreifen in den Fahrzeugen des Nahverkehrs und an den Haltestellen, die Analyse des Nahverkehrsnetzes im Bezug auf Angsträume und auf eine gemeinsame Beteiligung an der Aktion „Tu Was!“ einigten. Denn Angsträume werden gemieden, dort fehlt es an sozialer Kontrolle, was kriminelles Verhalten begünstigt.

Die Aktion „Tu Was!“ will mit Tipps zum richtigen Helferverhalten soziale Kontrolle, Zivilcourage, fördern und stärken. Sie wendet sich ausdrücklich gegen „Wegschauen, Ignorieren und Kneifen“, wenn Gewalt im öffentlichen Raum stattfindet. Die Tipps der Aktion sind denkbar einfach und passen auf ein visitenkartengroßes Kärtchen, das im Rahmen der Aktion verteilt wird:

  • Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen.
  • Ich fordere andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf.
  • Ich beobachte genau, präge mir Täter-Merkmale ein.
  • Ich organisiere Hilfe unter Notruf 110.
  • Ich kümmere mich um die Opfer.
  • Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung.


„So kann jeder mithelfen, ohne sich zu gefährden. Wir müssen mehr füreinander da sein. Der Lohn dafür ist ein weit stärkeres Sicherheitsgefühl, ein gutes Gefühl“, wirbt Polizeichef Keller für die Aktion.

Die seit längerem vor der Polizei veröffentlichten Tipps werden jetzt noch auffälliger in den Mittelpunkt der Gesellschaft gerückt: Mit den Straßenbahnen, die durch die Städte des Landes fahren. In Ulm wurde jetzt die erste Straßenbahn mit dem Logo und den Tipps der Aktion außerhalb der Landeshauptstadt auf die Schienen geschickt. Weitere Bahnen in anderen Städten sollen folgen. In Ulm werden in den ersten Wochen Polizeibeamte und Mitarbeiter der SWU in den Bahnen mitfahren und Broschüren und die Kärtchen mit den Tipps verteilen. Die Polizei wird sich auch verstärkt an Haltestellen zeigen.

Möglich sind die beklebten Straßenbahnen aber nur durch Unternehmen, die die Kampagne im Rahmen des Programms Polizeiliche Kriminalprävention (ProPK) unterstützen: Die KWS Verkehrsmittelwerbung GmbH, eines der führenden Unternehmen für Werbung auf Verkehrsmitteln in Deutschland, hat für die ProPK-Kampagne Aktion „Tu Was!“ des Landeskriminalamts Baden-Württemberg die Busse und Straßenbahnen in aufmerksamkeitsstarke Werbeträger verwandelt. „Sicherheit im öffentlichen Personennahverkehr liegt uns besonders am Herzen“, sagt Mathias Wolfgang Keim, Geschäftsführer der KWS Verkehrsmittelwerbung GmbH. „Wir freuen uns, die Aktion „Tu Was!“ des Landeskriminalamts durch die Bereitstellung von Kontakten, Know-how und persönlichen Einsatz unterstützen zu können und so einen Beitrag für ein intaktes Umfeld zu leisten, in dem sich die Bürger sicher fühlen und gerne aufhalten.“ Die Fahrzeuge werden zwischen sechs Monaten und zwei Jahren in zahlreichen Städten und Landkreisen Baden-Württembergs unterwegs sein und örtliche Initiativen für stärkere Zivilcourage unterstützen. Diese Unterstützung geht dabei weit über das hinaus, was vordergründig erkennbar ist. Denn sie beschränkt sich nicht nur auf die materielle Unterstützung. KWS und Verkehrsbetriebe tragen auch die entgangenen Einnahmen, die durch anderweitige Vermietung der Flächen hätten gewonnen werden können.

Bild: Fahrgäste werden angepöbelt, bedroht? Die landesweite Aktion "Tu Was!" will Mut machen, hinzusehen und nicht wegzuschauen. Dafür wirbt jetzt eine Ulmer Straßenbahn.

Fahrplanwechsel am 13. Dezember: Anschlüsse besser erreichen an den Hauptknotenpunkten.
07. Dezember 2009

Zusätzliche Fahrten auf den Buslinien 3, 7 und auf der Verbindung von der Oststadt zur Universität-Süd. Neuer Stadtplan mit Liniennetz Tag & Nacht.

Welcher Fahrgast hat das nicht schon erlebt: Er will umsteigen, doch sein Anschlussbus ist gerade abgefahren. Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember hat sich die SWU Verkehr vor allem diesem Thema gewidmet und reagiert damit auf vielfach geäußerte Kundenwünsche. An den Hauptumsteigeknoten werden tagsüber während des 10-Minuten-Taktes die Anschlüsse besser aufeinander abgestimmt. Der Fahrplan 2009/2010 bietet außerdem zusätzliche Verbindungen auf der Linie 7 sowie zwischen Ehinger Tor beziehungsweise Willy-Brandt-Platz und der Universität Ulm.

Zeit zum Umsteigen anstatt „Rendezvous-Verkehr“

Das neue Umsteigekonzept gibt Fahrgästen beispielsweise am Ehinger Tor mehr Zeit, von der Linie 1 aus Söflingen kommend in die Linie 4 in Richtung Neue Mitte umzusteigen. Vier Minuten liegen laut Fahrplan künftig zwischen der Ankunft der Straßenbahn und der Abfahrt des Busses. Beim Umstieg von der Linie 4 aus Richtung Kuhberg in die Linie 1 mit Fahrziel Hauptbahnhof und Böfingen sind es sechs Minuten. „Am Ehinger Tor steigen die meisten Fahrgäste von der Straßenbahn in die Vier um, weil sie in die Innenstadt wollen. Das hat sich bei der Untersuchung der Umsteigeströme gezeigt“, begründet Oliver Glaser, Leiter des Hauptgeschäftsfelds Verkehrsmanagement bei SWU Verkehr. Bislang trafen sich Straßenbahn und Bus „zum Rendezvous“ alle zehn Minuten zur selben Zeit. Das führte vor allem in Stoßzeiten dazu, dass Fahrgäste schon bei geringen Verspätungen ihren Anschluss verpassten. Ähnlich werden ab 13. Dezember die Eins und die Vier am Willy-Brandt-Platz und am Egertweg aufeinander abgestimmt.

Im Abendverkehr ab zirka 21 Uhr gewährt die SWU ihren Fahrgästen eine Anschlussgarantie. Diese gilt künftig an sechs statt bislang vier Knotenpunkten: Neu ab 13. Dezember kommen die Haltestellen Willy-Brandt-Platz und Egertweg hinzu (Linien 1 und 4). Die abendliche Anschlussgarantie zwischen den Linien 1 und 3 wird künftig nur noch am Ehinger Tor und nicht mehr zusätzlich am Hauptbahnhof gewährt.

Zusätzliche Busse von und zur Universität

Die Direktverbindung vom Willy-Brandt-Platz zur Universität-Süd über Egertweg (Böfingen) und die Nordtangente verkehrt ab 13. Dezember auch am Wochenende: samstags um 5.06 Uhr und sonntags und an Feiertagen um 5.26 Uhr ab Willy-Brandt-Platz. Montags bis freitags wird ab Willy-Brandt-Platz eine neue Fahrt um 9.25 Uhr angeboten. Diese ersetzt den Kurs um 7.55 Uhr, der kaum genutzt wurde. Die beiden Kurse um 7.25 Uhr und 8.25 Uhr sowie die Fahrten am Nachmittag bleiben unverändert.

Zusätzliche Fahrten der Linie 3 ab und bis Science Park II ersetzen künftig das Anruf-Sammeltaxi MobilSAM 3. Dadurch entsteht auf dem Abschnitt Ehinger Tor – Wissenschaftsstadt an den Vorlesungstagen in den Hauptverkehrszeiten ein Fünf-Minuten-Takt.

Linien 6, 7 und 9

Ab Fahrplanwechsel bedient die Linie 6 in Fahrtrichtung Eselsberg Hasenkopf beziehungsweise Universität-Süd die Haltestelle Lehrer Tal. Aufgrund der steigenden Fahrgastzahlen auf der Linie 7 setzt die SWU Verkehr wochentags Gelenkbusse ein. Werktags wird auf der Linie 7 (Jungingen – Willy-Brandt-Platz über Neu-Ulm) eine zusätzliche Fahrt um 12.49 Uhr ab Haltestelle „Im Lehrer Feld Süd“ angeboten. Dagegen fallen die bisherigen Verbindungen um 16.52 Uhr, 17.52 Uhr und 18.33 Uhr wegen zu geringen Zuspruchs weg. An Sonn- und Feiertagen fährt die Linie 7 zusätzlich um 5.36 Uhr ab Kliniken Michelsberg zum Ehinger Tor. Die Linie 9 wird ab 13. Dezember in beiden Richtungen vom Rathaus über die Haltestelle
Hafengasse zur Rosengasse verlängert.

Neu: Stadtplan und Stadtinfos in einem

Zum Fahrplanwechsel gibt die SWU Verkehr einen Stadtplan mit Extras heraus. Verzeichnet sind neben den Straßenbahn- und Buslinien nützliche Hinweise, zum Beispiel auf Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Krankenhäuser und Car2Go-Standorte. Der Plan ist zum Preis von 1 Euro im KundenCenter SWU traffiti erhältlich.

Fünf Haltestellen werden umbenannt

  • Kliniken Wissenschaftsstadt (anstatt „Kliniken Oberer Eselsberg“)
  • Staudingerstraße (anstatt „Technische Versorgungsbetriebe“)
  • Steubenstraße (anstatt „Hochschule Neu-Ulm“)
  • Kasernstraße (anstatt „Augsburger Tor“ – nur in Fahrtrichtung ZUP)
  • Amtsgericht (anstatt „Eckstraße“).


Ausführliche Informationen zum Fahrplanwechsel sind in einem kompakten Flyer zusammengestellt. Er ist erhältlich in den Fahrzeugen, im KundenCenter SWU traffiti und kann hier heruntergeladen werden.

Ulmer Weihnachtsmarkt: Nicht nur die Tannen sind grün.
01. Dezember 2009

Strom aus erneuerbaren Quellen lässt Lichterketten glänzen.

Grün soll der Ulmer Weihnachtsmarkt sein. In mehrfacher Hinsicht: Für die richtige Lichtstimmung sorgt „grüner“ Strom aus erneuerbaren Energiequellen.

Seit Anfang 2008 deckt die Stadt Ulm den gesamten Jahresbedarf ihrer Liegenschaften über den emissionsfrei erzeugten „SWU NaturStrom“. Abnehmer des Stroms sind unter anderem der Wochenmarkt und der Weihnachtsmarkt. Für die Lichterketten und die Verkaufsstände des Weihnachtsmarkts werden über die vier Wochen hinweg rund 220.000 Kilowattstunden Strom benötigt. Das entspricht dem Jahresverbrauch von fünfzig Vier-Personen-Haushalten. Durch den Einsatz von SWU NaturStrom konnten alleine für den Weihnachtsmarkt im letzten Jahr rund 13 Tonnen des klimaschädigenden Treibhausgases Kohlenstoffdioxid (CO2) eingespart werden. Der SWU-Ökostrom wird größtenteils in der Region und vorwiegend aus Wasserkraft erzeugt – unter anderem im Donau-Wasserkraftwerk „Böfinger Halde“.

Beladen wie der Weihnachtsmann? Der SWU-Gepäckbus sorgt für Entlastung.
25. November 2009

Gelassen bummeln und die Weihnachtseinkäufe erledigen, ganz unbeschwert.

Besucher der Ulmer City können das wörtlich nehmen: An den vier Adventssamstagen können sie ihre Einkäufe im SWU-Gepäckbus in der Fußgängerzone deponieren – von der Stehlampe bis zu den neuen Skiern. Diesen kostenlosen Service bietet die SWU Verkehr erstmals wieder am kommenden Samstag, 28. November an. Der Gepäckbus steht von 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr an der Kreuzung Bahnhofstraße/Glöcklerstraße beim Neuen Brunnen bereit. Dort erwarten SWU-Auszubildende die Einkaufsbummler. Die aufbewahrten Päckchen sind versichert.

Günstig und umweltschonend mal zwei.
13. November 2009

SWU Erdgastankstelle am Hindenburgring wird heute ab 14.00 Uhr wieder geöffnet  - nun mit zwei Zapfsäulen.

An der Esso-Station am Ulmer Hindenburgring stehen den Fahrern von Erdgas Fahrzeugen jetzt zwei unabhängig voneinander arbeitende Zapfsäulen zur Verfügung. Ein Kilogramm kostet derzeit 92,5 Cent. Dies entspricht einem Benzinpreis von etwa 65 Cent und einem Dieselpreis von rund 75 Cent pro Liter. Inhaber der SWU SchwabenCard können sich über einen besonderen Service freuen. Sie zahlen besonders bequem – bargeldlos – mit ihrer SWU SchwabenCard. Hierfür befindet sich ein Tankautomat direkt an den Zapfsäulen. Nach dem Stecken der Karte führt das Menü den Nutzer durch den Tank- und Zahlvorgang.

Mit der Modernisierung hat die SWU auf den steigenden Bedarf reagiert. Denn in den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Erdgas als Treibstoff kontinuierlich gestiegen. Zuletzt wurden an der Esso-Station monatlich rund 25.000 Kilogramm getankt – Tendenz steigend. Die Tankstelle ist somit für die steigende Anzahl an Erdgasfahrzeugen gerüstet. Deutschlandweit wird das Erdgas-Tankstellennetz immer dichter: Fahrer von ergasbetriebenen Fahrzeugen finden die benötigten Zapfsäulen bereits an 860 Stationen.

Neue Stromleitungen: Erdkabelverlegung zwischen Werzlen, Jedelhausen und Hausen.
12. November 2009

Verkehrsbehinderungen auf der Bachstraße möglich.

Die wartungsintensiven Freileitungen im Bereich Werzlen, Jedelhausen und Hausen werden nun von den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm (SWU) unterirdisch verlegt. Die Wanderbaustelle hierfür startet ab der Kalenderwoche 47 zwischen Werzlen und Hausen an der Kreuzung Hausener Straße und Gerlenhofener Straße. Dort wird der Verkehr jedoch nicht beeinträchtigt, da in diesem Bereich lediglich der Grünstreifen betroffen ist. Zudem wird die SWU unter der Straße das Spühlbohr-Verfahren anwenden, bei dem kein Öffnen des Fahrbahnbelages notwendig ist. Vor Hausen bewegt sich die Baustelle dann über Felder und Wanderwege, um im Anschluss die Bachstraße zwischen Hausen und Jedelhausen zu kreuzen. Hier kann es aufgrund der Erdarbeiten kurzzeitig zu Verkehrsbehinderungen kommen. Danach verlegt der Bautrupp die Baustelle auf freies Feld, bevor die Leitungen dann bis zum Mühleweg in Jedelhausen und zur Weiherstraße in Hausen installiert werden. Die voraussichtliche Gesamtdauer der Arbeiten beträgt drei Wochen.

„Kältebonus“ ist gefragt: Rund tausend Gaskunden haben das Zusatzangebot bereits angenommen.
11. November 2009

Zeichnungsfrist läuft bis 30. November.

Das Angebot der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, Gaskunden gegen besonders strenge Kältetage zu versichern, stößt auf großes Interesse. Rund tausend Kunden haben in den vergangenen Wochen den so genannten „Kältebonus“ bestellt. Diese Zusatzvereinbarung richtet sich an Kunden im Festpreis-Angebot „SWU SchwabenGas Fix“. Noch bis 30. November kann die Zusatzvereinbarung abgeschlossen werden. „Aufgrund des großen Interesses haben wir diese Frist auf Ende November verlängert“, sagt Marcus Deutenberg, Leiter des SWU-Vertriebs.

Die Produktvariante „Kältebonus“ kostet zunächst einen Aufpreis von 0,17 Cent je Kilowattstunde. Doch für jeden Tag, dessen Durchschnittstemperatur mindestens minus fünf Grad beträgt (gemessen durch die Wetterstation Kuhberg), erhält der Kunde eine Gutschrift über den Gegenwert von 100 Kilowattstunden, das sind 5,56 Euro. Für einen Kunden mit 20.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch heißt das: Ab dem siebten Kältetag hat der Musterhaushalt die Mehrkosten gutgemacht. „Unser Angebot richtet sich an sicherheits- und preisbewusste Kunden. Dank des Kältebonus können sie die Folgen harter Wintertage auf ihren Geldbeutel mildern“, hebt Marcus Deutenberg hervor. Im vergangenen Winter verzeichnete die Ulmer Wetterstation dreizehn Tage, an denen die durchschnittliche Temperatur auf weniger als minus fünf Grad sank. Der Kältebonus wird mit der Jahresabrechnung gutgeschrieben. Über jeden gültigen Kältetag wird der Kunde per Mail informiert, er kann seine Abrechnung also leicht nachvollziehen.

Informationen zum SWU SchwabenGas Fix mit Kältebonus

SWU-Gaspreise erhöhen sich leicht. Haushalte bezahlen ab Januar drei Euro mehr pro Monat.
09. November 2009

Gaseinkauf hat sich seit dem Frühjahr verteuert.

Nach dem Preisrutsch 2008/2009, der Erdgas in Ulm/Neu-Ulm um rund 30 Prozent verbilligte, ist die Energie auf den Großhandelsmärkten wieder etwas teurer geworden. Das wirkt sich zum Jahreswechsel aus. Zum 1. Januar erhöht die SWU Energie ihre Gaspreise um durchschnittlich 2,8 Prozent. Damit passt die SWU ihre Kundenpreise an die gestiegenen Beschaffungskosten an. Die Anhebung betrifft die rund 15.000 Stadtwerke-Kunden, die preisvariable Verträge abgeschlossen haben. In der Mehrheit sind das die Vertragstypen „SWU SchwabenGas Vario“, „SWU SchwabenGas Bonus“ und „SWU Grundversorgung“.

Ein Drei-Personen-Haushalt bezahlt nach der Erhöhung ab Januar monatlich rund drei Euro mehr für Heizung und warmes Wasser. Diese Beispielrechnung basiert auf dem typischen Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden Erdgas. Prozentual wirkt sich der erwähnte Aufschlag je nach Vertragsart unterschiedlich aus (siehe Preisübersicht). Im Durchschnitt beträgt die Mehrbelastung 2,8 Prozent.

Selbstverständlich verändern sich die Preise für Kunden, die einen Vertrag für „SWU SchwabenGas Fix“ abgeschlossen haben nicht, denn deren Preise sind – wie der Name sagt - für ein Jahr fix.

Öl hat sich seit dem Frühjahr leicht verteuert

„Die Zeit der steil fallenden Preise auf den Energiemärkten scheint vorerst vorbei zu sein“, berichtet Thomas Deyerberg, Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU Vertrieb. Preisbildend für Gas sind die Notierungen für Rohöl beziehungsweise leichtes Heizöl. „Seit April 2009 sind diese Notierungen moderat, aber konstant gestiegen“, so Deyerberg weiter. Gemäß den geltenden Mechanismen wirken sich Bewegungen auf dem Ölmarkt zeitversetzt auf die Gaspreise aus. Konkret: Der SWU-Gasbezugspreis zum Januar 2010 errechnet sich aus einem Durchschnittspreis, den der Heizöl-Großhandel in den sechs Monaten Juni bis November 2009 verlangt hat. „Die SWU erhöht ihre Endkundenpreise höchstens in dem Umfang, wie ihre Gasbezugspreise gestiegen sind“, versichert Thomas Deyerberg.

Gas ist immer noch deutlich billiger als vor zwei Jahren

Trotz der Preiserhöhung wird Heizenergie für die SWU-Gaskunden nach den Senkungen von 2009 immer noch deutlich günstiger sein als vor zwei Jahren. Der erwähnte Musterhaushalt im Vertrag „SWU SchwabenGas bonus“ kommt ab Januar 2010 bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden auf eine Jahresrechnung von 1.263 Euro. Im Januar 2008 bezahlte derselbe Haushalt 1.412 Euro

Der Vertrag „Grundversorgung“ ist mit vierwöchiger Frist zum Monatsende kündbar, „SWU SchwabenGas Vario“ kann zum Monatsende mit einer Frist von drei Monaten gekündigt werden. „SWU Schwaben Gas Bonus“ hat ein Jahr Vertragsbindung und kann sechs Wochen vor Vertragsablauf gekündigt werden.

Blockheizkraftwerk Bradleystraße erzeugt seit 10 Jahren Strom und Wärme.
22. Oktober 2009

Dank Kraft-Wärme-Kopplung jährlich 28.000 Tonnen weniger Kohlendioxid. Tag der offenen Tür am 24. Oktober.

Das Blockheizkraftwerk (BHKW) Bradleystraße im Neu-Ulmer Stadtteil Wiley-Nord feiert ein rundes Jubiläum. Vor genau einem Jahrzehnt baute die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm das frühere Heizwerk der US-Streitkräfte zur energie-effizienten Anlage aus. Mit einem Tag der offenen Tür am Samstag, 24. Oktober will die SWU das Kraftwerksjubiläum mit der Bevölkerung feiern.

Die 10-Jahres-Bilanz kann sich sehen lassen: Das Kraftwerk versorgt seit der Modernisierung nicht nur 3.000 Kunden zuverlässig mit Wärme und weitere 15.000 Haushalte mit Strom. Es entlastet auch die Umwelt jährlich um rund 28.000 Tonnen Kohlendioxid. Denn das mit Erdgas betriebene Kraftwerk spart durch die Nutzung der Abwärme, die bei der Stromerzeugung entsteht, etwa 40 Prozent Primärenergie im Vergleich zu einem Steinkohle-Kraftwerk ein. Diese doppelte Energienutzung wird Kraft-Wärme-Kopplung genannt. Dank dieser Technologie erreicht das BHKW den außerordentlich hohen Gesamtwirkungsgrad von etwa 85 Prozent. Diese hohe Energieausbeute schont die Ressourcen und die Umwelt gleichermaßen. Die SWU lädt ihre Fernwärmekunden und alle interessierten Bürger am 24. Oktober zum „Tag der offenen Tür“ in die Bradleystraße ein (Beginn 10 Uhr). SWU-Mitarbeiter informieren über die umweltschonende Energieerzeugung und bieten ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

Vorfeld, Wiley und Ludwigsfeld am Wärmenetz

Das BHKW Bradleystraße speist die erzeugte Wärmeenergie in das Neu-Ulmer Fernwärmenetz, an das die Stadtteile Vorfeld, Nelson, Wiley und Ludwigsfeld angeschlossen sind. Das Netz wird kontinuierlich ausgebaut. Nicht nur Privathaushalte nutzen die in der Bradleystraße erzeugte Wärmeenergie, sondern auch gewerbliche Kunden wie das Dietrich-Kino sowie das Edison-Center. Das Kraftwerk hat eine thermische Leistung von 35,4 Megawatt und produziert jährlich rund 50 Millionen Kilowattstunden Wärme, die über ein 27 Kilometer langes Netz verteilt wird. Aus der Kraft-Wärme-Kopplung kommen jährlich rund 42 Millionen Kilowattstunden erzeugten Stroms hinzu. Diese Menge reicht aus, um 15.000 Haushalte mittlerer Größe zu versorgen.

Hohe Energieausbeute, niedrige Abgaswerte

Im BHKW Bradleystraße arbeiten vier große Otto-Motoren. Diese werden mit dem schwefelarmen Brennstoff Erdgas nach dem Magermischverfahren betrieben. Sie liefern die benötigte Energie und treiben den Generator zur Stromerzeugung an. Zwei Katalysatoren pro Motor reinigen die Abgase. Die Gemischaufladung und der hohe Luftüberschuss bei der Verbrennung steigern den Gesamtwirkungsgrad der Anlage auf circa 85 Prozent. Dadurch liegen die Abgasemissionen des BHKW deutlich unter den von der „Technischen Anleitung Luft“ festgelegten Grenzwerten. Die im Motor entstehende Wärme wird über Wärmetauscher an einen Wasserkreislauf abgegeben und beheizt über ein Leitungsnetz Gebäude.

Senden: Grünes Licht für das Biomasse-Heizkraftwerk.
20. Oktober 2009

SWU-Aufsichtsrat beschließt den Bau. Im Januar beginnen die Arbeiten.

Im März kam die behördliche Genehmigung, nun liegt auch der Baubeschluss auf dem Tisch: Das auf dem früheren Gelände der Firma Donau-Fertigteile geplante Biomasse-Heizkraftwerk wird gebaut. Das hat der SWU-Aufsichtsrat jetzt beschlossen. Das Projekt ist auf 33 Millionen Euro veranschlagt. 6,6 Millionen Euro davon trägt der Bund über einen bereits zugesagten Zuschuss. Dieser wurde gewährt für den Pilotcharakter des Projekts.

In der Bausumme enthalten ist die Leitung, die das Neu-Ulmer Wärmenetz mit dem künftigen Sendener Netz koppeln wird. Das stützt die Energieversorgung an beiden Standorten. Noch im Oktober vergibt die SWU die Bauleistungen. Wenn, wie vorgesehen, die Ausführungsplanung bis Jahresende steht, können Anfang 2010 die Bagger anrücken. Die Anlage soll bis Herbst 2011 in Betrieb gehen.

Ein Vorbild für Nachhaltigkeit

Das künftige Kraftwerk verschwelt unbehandeltes Restholz aus den Wäldern. Die Verschwelung unter hohen Temperaturen setzt Gase frei, den eigentlichen Brennstoff für die beiden vorgesehenen Motoren. Die Motoren treiben den Strom-Generator an, die dabei entstehende Abwärme fließt ins künftige Sendener Fernwärmenetz. Senden wird der erste Standort in Deutschland sein, an dem das Prinzip der Holzverschwelung kommerziell genutzt wird. Vorbild ist eine Anlage im österreichischen Güssing. Das Heizkraftwerk Senden hinterlässt pro Jahr rund 40.000 Tonnen weniger Kohlendioxid als eine vergleichbare, mit Erdgas befeuerte Anlage. Zu verdanken ist dies auch dem hohen Gesamt-Wirkungsgrad. Bis zu 80 Prozent des eingesetzten Brennstoffs werden in nutzbare Energie – Strom und Wärme – umgewandelt. „Die Anlage hat Vorbildcharakter und setzt ein Zeichen im Hinblick auf die Nachhaltigkeit“, hebt Jürgen Schäffner, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochtergesell-schaft SWU Energie, hervor. Der besondere Charakter der Energieerzeugung ist anerkannt. Das Bundes-Landwirtschaftsministerium fördert das Projekt, wie erwähnt, durch einen Millionen-Zuschuss.

Der Energiestandort Senden ist ausbaufähig

Das neue Heizkraftwerk hat eine elektrische Leistung von 5 Megawatt und eine Wärmeleistung von 6,4 Megawatt. Der erzeugte Strom, pro Jahr rund 34 Millionen Kilowattstunden (kWh), reicht aus, um alle Sendener Haushalte zu versorgen. Zusätzlich liefert das Heizkraftwerk rund 40 Millionen kWh Wärme. Diese versorgt in einer ersten Stufe Kunden in dem benachbarten Gewerbegebiet zwischen Bahnlinie und St.-Florian-Straße. Die SWU will das Wärmenetz nach und nach auf Sendener Haushalte ausdehnen. Die Anlage kann durch eine zweite Wärme-Erzeugung erweitert werden, beispielsweise für benachbarte Betriebe, die Dampf für die Fertigung benötigen. Das SWU-Areal ist mit 31.400 Quadratmetern groß genug für eine solche Erweiterung.

20 Millionen Euro für sauberen Strom aus dem Main.
19. Oktober 2009

Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm und Halblechkraftwerke nehmen Wasserkraftwerk an der Mainschleuse Mainz-Kostheim in Betrieb.

Seit 1934 gibt es das Wehr an der Mainschleuse Mainz-Kostheim. Jetzt wird an dieser Stelle umweltfreundlich Strom gewonnen. Das vorhandene Gefälle nutzt ein Wasserkraftwerk, das die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH (SWU) gemeinsam mit den Halblechkraftwerken Einsiedler (Memmingen) in knapp zweijähriger Bauzeit errichtet haben. Am 15. Oktober setzten Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner, SWU-Geschäftsführer Matthias Berz und Jürgen Schäffner, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU Energie, per Knopfdruck die Turbinen in Gang.

Strom für eine Kleinstadt – auch dank Technikanleihen bei der Windkraft

Rund 18,5 Millionen Kilowattstunden Strom jährlich speist das Kraftwerk ins öffentliche Netz ein. Genug Energie für eine Kleinstadt: Die genannte Menge reicht aus, um 5.200 Haushalte mittlerer Größe ein Jahr lang zu versorgen. „Und zwar nachhaltig, das heißt auf ökologischem Wege. Denn Wasser wird immer fließen. Der Main ist eine erneuerbare Energiequelle“, hob Oberbürgermeister Ivo Gönner, gleichzeitig Vorsitzender des SWU-Aufsichtsrats, bei der Inbetriebnahme hervor. Rund 20 Millionen Euro investieren die Kraftwerksbetreiber in den Bau. Zur Stromerzeugung wird mo-dernste Technik angewandt. Die beiden Kaplan-Pit-Turbinen geben die Kraft des strömenden Wassers an den Stromgenerator über ein Getriebe weiter, das aus Windkraftanlagen bekannt ist. Das Getriebe stellt sicher, dass die Turbinen stets im besten Wirkungsgrad arbeiten und der Generator dabei mit einer konstanten Drehzahl läuft. Auf diese Weise wird die Stromausbeute optimiert.

Umfangreicher Schutz für die Wasserfauna

Auch was die Schonung der Natur am und im Wasser angeht, ist das Wasserkraftwerk Kostheim vorbildlich. Genutzt wird eine seit 75 Jahren vorhandene Staustufe. Fische sind dreifach vor den Turbinen geschützt. Durch einen eigens angelegten naturnahen Bach können sie unbeschadet am Kraftwerk vorbei auf- und absteigen. Den Aalen wurde sogar ein eigener Weg eingerichtet: Sie schwimmen durch ein wasserdurchströmtes Rohr mitten durch das Krafthaus. Schließlich die beiden je 175 Quadratmeter großen Rechen vor den Turbineneingängen: Die besonders eng gezogenen Maschen dieses riesigen Feinrechens halten Kleingetier von den Turbinen fern.

Stadtwerke-Strategie: erneuerbare Energiequellen gesucht

Warum kommen die Ulmer an den Main? „Wir unternehmen mit dem Projekt einen weiteren Schritt, um die Stromerzeugung ohne Klimaschadstoffe auszubauen“, sagt Geschäftsführer Jürgen Schäffner. Die SWU erzeugt derzeit in sieben Wasserkraftwerken an der Donau und am Illerkanal um die 100 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. „Die Kapazitäten für die Wasserkraft sind im Raum Ulm aber so gut wie ausgeschöpft“, unterstreicht Schäffner, „deshalb sind wir am Main aktiv“. Zugute kam den Ulmern, dass der Unternehmer Günther Meyer von den Halblechkraftwerken Einsiedler bereits im Jahr 2002 die Wasserrechte am Kostheimer Wehr erworben hatte. Um die Rechte zu nutzen und ein Wasserkraftwerk zu bauen, schlossen sich die Halblechkraftwerke und die SWU Energie 2005 in einer Investoren- und Betreibergesellschaft zusammen. Das Wasserkraftwerk Kostheim spielt eine wichtige Rolle in der Strategie der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm. „Bis 2020 wollen wir den Strombedarf unserer Haushaltskunden vollständig durch die eigene Erzeugung aus rein erneuerbaren Quellen decken. Wasserkraft nutzen wir dabei ebenso wie Windkraft, Sonnenenergie und Biomasse“, erklärt SWU-Geschäftsführer Matthias Berz.

Technische und logistische Herausforderung

Der Kraftwerksbau war eine technische und logistische Herausforderung. Das Kraftwerkshaus sitzt 15 Meter tief im Boden der Mainwiese. Um die riesige Baugrube ausheben zu können, wurden rund 200 mächtige Bohrpfähle gesetzt, jeder gut 28 Meter lang und 1,20 Meter dick. Für den Kraftwerksbau wurden 53.000 Kubikmeter Erde ausgehoben, das entspricht 1.600 vollbeladenen Kippern. Außerdem wurden 1.100 Tonnen Stahl und 15.000 Kubikmeter Beton verbaut. Diese Menge wurde mit rund 2.000 Betonmisch-Fahrzeugen angeliefert. Allein ein Drittel des Betons ist in der zwei Meter dicken Bodenplatte des Krafthauses verarbeitet. Jede der beiden Turbinen wiegt rund 130 Tonnen. Die Turbinen wurden aus acht großen Teilen an Ort und Stelle zusammengefügt. Einer der Schwertransporter mit einem Turbinenteil musste im Januar 2008 auf dem Weg vom spanischen Fertigungswerk an den Main einen mehrtägigen Zwangsaufenthalt in den Pyrenäen einlegen. Ein Orkan hatte Bäume entwurzelt, die die schmale Landstraße blockierten. Der Sattelschlepper konnte nicht wenden und musste die Räumung abwarten. Mit 22 Monaten Bauzeit – der erste Spatenstich war Anfang Dezember 2007 – konnte der Zeitplan für den Kraftwerksbau eingehalten werden.

Linie 1: Gleisschotter wird gestopft. Nacht-Bauarbeiten dauern bis Ende September.
22. September 2009

Die SWU Verkehr lässt den Schotter unter den Gleisen der neuen Straßenbahnstrecke verdichten.

Dazu wird eine rund 15 Meter lange Spezial-Lokomotive eingesetzt. In der Nacht vom Dienstag, 22. September 2009 startet die Lokomotive beim Hohen Steg an der Kreuzung Thalfinger Straße. Die so genannten Stopfarbeiten beginnen gegen 20.45 Uhr und enden morgens gegen 4.30 Uhr.

Die Maschine arbeitet sich Stück für Stück die vier Kilometer lange Strecke hinauf bis zur Endhaltestelle in Böfingen, jeweils in den Nachtstunden. Die Stopfarbeiten werden am Morgen des 30. September abgeschlossen sein. Gearbeitet wird lediglich in den Nächten von Montag bis Freitag. Während der Arbeiten kann die Straßenbahn nicht fahren. Die SWU Verkehr setzt stattdessen ab etwa 20 Uhr auf der gesamten Strecke der Eins zwischen Söflingen und Böfingen Busse ein. Der Bus kann die Haltestelle „Alfred-Delp-Weg“ nicht anfahren. Fahrgäste sollten auf die Haltestelle „Egertweg“ ausweichen.

Nach sechs Monaten Fahrbetrieb auf der neuen Gleisanlage sind diese Arbeiten notwendig. „Im Schienenbau wird der Schotter, der die Gleisanlage stützt, grundsätzlich nach einem halben Jahr nachverdichtet“, erklärt Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr. „Das ausführende Unternehmen hat die Arbeiten so organisiert, dass die Lärmentwicklung minimiert wird. Wir bitten die Bürger um Verständnis für diese notwendigen Arbeiten“.

Von der Rabattkarte zur modernen Servicekarte. SWU SchwabenCard präsentiert sich in neuer Optik und mit verbesserten Funktionen
10. September 2009

Die SWU SchwabenCard der neuen Generation hat nicht nur eine moderne Optik, sie bietet auch mehr.

Denn was bisher als eine Rabattkarte fungierte, ist nun zu einer intelligenten innovativen Kundenkarte mit Servicefunktionen geworden. Das Guthaben wird nun in Form eines Mobilitätsbonus gesammelt und bei zahlreichen Servicefunktionen eingesetzt. „Die Stadtwerke verstehen sich als Dienstleister der Region. Dies zeigta sich deutlich in unserem Produktportfolio. Nun möchten wir mit der neuen SWU SchwabenCard eine weitere Dienstleistung bieten“, erklärt Matthias Berz, Geschäftsführer der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH. „Auf den Punkt gebracht bedeutet dies: Die SWU SchwabenCard soll das Leben in der Region leichter machen“, so Berz weiter.

Mit der SWU SchwabenCard zum „Lokalpatrioten“ werden.

Momentan sind sie auf den Plakatwänden der Stadt zu sehen: Die „Lokalpatrioten“. Dabei handelt es sich zum einen um Partner der SWU SchwabenCard und zum anderen um die Karteninhaber selbst. Derzeit gibt es in der Region zahlreiche SchwabenCard-Partner. Darunter befinden sich Einzelhändler und Dienstleister aus allen Branchen. Die Anzahl dieser Partner wächst kontinuierlich. Nach wie vor erhält der Karteninhaber direkt eine Gutschrift auf seine Karte, wenn er bei ihnen einkauft. Doch bisher war dieser Rabatt abhängig vom Umsatz und galt oft nicht für das gesamte Sortiment. Mit der neuen Karte wird dem Kunden bei jedem Einkauf, der eine bestimmte Mindesthöhe überschreitet, eine runde Summe vergütet, beispielsweise 50 Cent.

Der Mobilitätsbonus

„Die SWU SchwabenCard folgt dem Motto „2 in 1“. Zum einen ist sie eine Karte für die Kunden der Stadtwerke und zum Anderen eine ServiceCard für alle Bürger der Region. Ganz unabhängig davon, ob sie SWU-Kunde sind“, merkt Berz an. „Im Hintergrund führen wir für jede Karte ein Konto. Aus diesem Grund benötigen wir bei der Anmeldung die Kontodaten und die Einzugsermächtigung des Nutzers, der so darauf vertrauen kann, dass ihm jederzeit alle Funktionen zur Verfügung stehen – auch wenn sich einmal kein Guthaben auf der Karte befindet“, fügt Berz an. Damit kann der Karteninhaber wie gewohnt jederzeit in den zentral gelegenen Parkhäusern Salzstadel, Deutschhaus, Am Rathaus, Frauenstraße und Fischerviertel parken – ganz ohne ein Parkticket bei der Einfahrt zu ziehen. Bei der Ein- und Ausfahrt befinden sich spezielle SchwabenCard-Terminals, die Parkgebühren werden automatisch abgerechnet. Aber auch als elektronischer Fahrschein für den öffentlichen Personennahverkehr lässt sich die SWU SchwabenCard weiterhin nutzen. Der gesammelte Mobilitätsbonus kann an allen Haltestellenautomaten der SWU für die Bezahlung des Fahrtickets verwendet werden. Um im Bus selbst die SWU SchwabenCard zum Bezahlen verwenden zu können, muss das Kartenguthaben zuvor auf den „DING-Chip“ umgebucht werden. Hintergrund: DING ist ein Verbund verschiedener Nahverkehrsgesellschaften und nicht alle Fahrten werden von den Fahrzeugen der Stadtwerke bedient. Neben den bekannten Funktionen soll zukünftig auch beispielsweise an der Kasse des Donaubades und der Eislaufanlage mit der SWU SchwabenCard bezahlt werden können. Neu für SchwabenCard-Besitzer ist auch: Der Inhaber kann das Guthaben stehen lassen und damit einen Teil seiner Jahresrechnung für Strom, Gas und Wasser begleichen.


Info
Die bisherige SchwabenCard ist noch gültig bis zum 31. März 2010. Damit die Kartenguthaben umgebucht werden können, hat die SWU bereits rund 100.000 Antragsformulare verschickt. Für Kunden mit den Produkten SWU NaturStrom und SWU Strom (Grundversorgung) ist die neue SWU SchwabenCard kostenlos. Kunden anderer Stadtwerke-Produkte bezahlen jährlich nur 7,50 Euro, wer kein Stadtwerke-Kunde ist, entrichtet 10 Euro pro Jahr.

Die DING-Funktion der SchwabenCard kann auch über den 31. März 2010 hinaus als elektronischer Fahrschein genutzt und aufgeladen werden.

SWU hält die günstigen Gaspreise in den Winter hinein stabil. Verträge mit einjähriger Preisgarantie sinken ab Oktober um 27 Prozent.
02. September 2009

Gute Nachricht für die Gaskunden: Die Stadtwerke halten ihre Gaspreise zum 1. Oktober stabil.

Dies gilt für die rund 15.000 Kunden, die preisvariable Verträge abgeschlossen haben. Dazu zählen der Tarif „Grundversorgung“, die Verträge „SWU SchwabenGas Vario“, „SWU SchwabenGas Bonus“ und ältere Vertragstypen wie „Heizgas-Sonderabkommen“. Diese Kunden waren zuletzt am 1. Juli um rund 11 Prozent entlastet worden. Noch erfreulicher ist die aktuelle Nachricht für die rund 11.000 SWU-Kunden, die einen Vertrag mit einjähriger Preisgarantie besitzen: Im Vertrag „SWU SchwabenGas Fix“ sinkt die Jahresrechnung eines typischen Haushalts im neuen Vertragsjahr – es beginnt am 1. Oktober 2009 – um 474 Euro oder rund 27 Prozent.

„Unsere im Jahresverlauf 2009 gesunkenen Gasbezugspreise können wir jetzt auch an unsere Festpreiskunden weitergeben“, sagt SWU-Geschäftsführer Matthias Berz. Konkret: Wer seinen Vertrag „SWU SchwabenGas Fix“ verlängert, bezahlt ab 1. Oktober 5,39 Cent brutto für die Kilowattstunde. Dieser Preis liegt zwischen den Arbeitspreisen in den variablen Verträgen „SWU SchwabenGas Vario“ und „SWU SchwabenGas Bonus“. Die 5,39 Cent sind bis 30. September 2010 garantiert, auch wenn die Stadtwerke-Einkaufspreise in diesem Zeitraum wieder steigen sollten. Matthias Berz: „Gaskunden können sich dieses günstige Preisniveau also für ein ganzes Jahr sichern – und damit über den Winter hinweg“.

Gaspreise wie vor zwei Jahren

Die Preise für die übrigen SWU-Gaskunden sind seit Jahresbeginn 2009 in drei Stufen kräftig gesenkt worden. In Summe erreichten diese Senkungen annähernd 30 Prozent, gerechnet für einen Mehrpersonenhaushalt mit dem typischen Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden. Das Abbröckeln der Ölpreise, die sich nach den üblichen Regeln sieben Monate später auf die Gaspreise auswirken, hat die SWU-Gaspreise unter das Niveau von 2007 gedrückt. Der erwähnte Musterhaushalt im Vertrag „SWU SchwabenGas Bonus“ kommt derzeit auf eine Jahresrechnung von 1.226 Euro. Vor zwei Jahren bezahlte derselbe Haushalt 1.329 Euro.

Kundenpreise stiegen 2008 geringer als der SWU-Gaseinkauf

Dieser Kostenvergleich zeigt: Die Stadtwerke haben nach der ab dem Spätsommer 2008 eingetretenen Entspannung auf dem Beschaffungsmarkt ihre gesunkenen Bezugspreise vollständig an die Gaskunden weitergegeben. Im Übrigen erhielt die SWU in diesen Tagen Post von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Wibera. Die Prüfer stellen fest, dass die Preise der SWU-Gaskunden 2008 geringer gestiegen sind als die Kosten der Stadtwerke für den Gasbezug. Diese Bescheinigung gilt für den Zeitraum Juli 2007 bis Dezember 2008.

Haushalte in Reutti und Marbach können Trinkwasser wieder ohne Abkochen nutzen.
26. August 2009

SWU und Gesundheitsamt geben nach Laborbefund Entwarnung.

Die Wasserkunden in den Neu-Ulmer Stadtteilen Reutti und Marbach können aufatmen: Das Wasser aus dem öffentlichen Netz ist einwandfrei und braucht nicht mehr abgekocht werden. Zu dieser Vorsorgemaßnahme hatten die Stadtwerke am Montagabend aufgerufen. Die Stadtwerke

vermuten, dass der Betreiber eines privaten Brunnens sein gefördertes Wasser unerlaubterweise ins öffentliche Netz eingeleitet hatte. Dieses Wasser war durch Kolibakterien verschmutzt, wie Wasseranalysen ergeben haben. Alarmiert worden waren die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm durch Anrufe besorgter Kunden. Diese hatten am Montagmittag über eine auffällige Verfärbung des Hahnenwassers berichtet.

Als Gegenmaßnahme hatten die Einsatztrupps das betroffene Verteilnetz gründlich gespült. Zusätzlich wurde die Chlordosierung vorübergehend leicht erhöht, durch die Trinkwasser nach der Förderung desinfiziert wird. Nach dem Spülen der Leitungen zog das SWU-Wasserlabor Proben an verschiedenen Stellen des Netzes. Die Befunde waren am späten Mittwochnachmittag abgeschlossen. Sie zeigen: Das Trinkwasser der rund 800 Haushalte in Reutti und Marbach ist unbedenklich. Daraufhin konnten die Stadtwerke in Abstimmung mit dem Neu-Ulmer Gesundheitsamt Entwarnung geben.

Gegen den Brunnenbesitzer hat die Neu-Ulmer Polizei Ermittlungen aufgenommen. Die Beamten gehen der Frage nach, wie es zu einer Verbindung zwischen der Brunnenleitung und der öffentlichen Leitung gekommen ist. Eine solche Verbindung ist aus hygienischen Gründen verboten. Die Kosten für den Stadtwerke-Einsatz erreichen eine fünfstellige Summe.

Haushalte in Reutti und Marbach sollen ihr Trinkwasser weiterhin abkochen.
25. August 2009

Stadtwerke haben das betroffene Netz gespült.Entwarnung frühestens am Mittwoch.

Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH hält ihre Warnung aufrecht: Die Haushalte in den Neu-Ulmer Stadtteilen Reutti und Marbach sollen Trinkwasser weiterhin vorsorglich abkochen. Nach der durch den Betreiber eines privaten Brunnens verursachten Verschmutzung hat der Stadtwerke-Einsatztrupp gestern Abend die betroffenen Leitungen mehrere Stunden lang gespült. Das Stadtwerke-Wasserlabor hat anschließend erneut Wasserproben gezogen. Verlässliche Untersuchungsergebnisse werden am morgigen Mittwoch vorliegen. Bis dahin gilt die Empfehlung an die Kunden, das Wasser abzukochen. Von der Vorsorgemaßnahme sind etwa 800 Haushalte betroffen.

Alarmiert worden waren die Stadtwerke am Montagnachmittag durch die Anrufe besorgter Kunden. Diese klagten über den ungewöhnlichen Geruch des Hahnenwassers. Vor Ort stellten die Stadtwerke-Mitarbeiter fest, dass für die Beschwerden der private Brunnen eines Hauses in Marbach verantwortlich war. Der Brunnenbetreiber hatte sein gefördertes Wasser ins öffentliche Netz einge-speist. Das ist nach den geltenden Vorschriften streng verboten. Wie es dennoch zu dieser Verbindung zwischen privater und öffentlicher Leitung kommen konnte, wird von der Neu-Ulmer Polizei derzeit ermittelt. Die Stadtwerke haben Wasserproben aus dem privaten Brunnen gezogen. Die ersten Erkenntnisse der Labor-Mitarbeiter legen den Verdacht nahe, dass dieses Wasser mit E.coli und coliformen Keimen belastet ist. Damit wäre das Brunnenwasser durch Fäkalien verunreinigt. Ob diese Belastung nach dem Spülen des öffentlichen Netzes noch im Hahnenwasser des Verbrauchers ankommt, lässt sich derzeit nicht mit letzter Gewissheit sagen. Das wird die Analyse der Wasserproben klären. Die Ergebnisse werden am morgigen Mittwoch vorliegen. Bis dahin sollen die Verbraucher in Reutti und Marbach das Wasser weiterhin abkochen. Erkrankungen, die im Zusammenhang mit dem Genuss von Trinkwasser stehen könnten, sind den Stadtwerken bislang nicht bekannt geworden.

Die SWU wird nach Absprache mit dem Neu-Ulmer Gesundheitsamt Entwarnung geben. Als zusätzliche Vorsorgemaßnahme erhöhen die Stadtwerke vorübergehend die Chlordosierung, durch die das Trinkwasser nach der Förderung üblicherweise desinfiziert wird.

Neu gegründeter Fahrgastbeirat traf sich zum ersten Mal.
06. August 2009

15 Nahverkehrsnutzer tauschten sich drei Stunden lang mit Experten des SWU-Verkehrsbetriebs aus.

„Warum ist die Fahrrad-Mitnahme im Bus und in der Straßenbahn nur zu bestimmten Zeiten möglich?“ „Warum bedienen private und nicht städtische SWU-Busse einen Stadtteil wie Unterweiler, der doch zum Stadtgebiet gehört?“ „Lässt sich die große Haltestelle am Ehinger Tor nicht freundlicher gestalten?“ „Wann kommt die zweite Straßenbahnlinie?“

Gut drei Stunden lang diskutierten Fahrgäste und Experten der SWU Verkehr einen weit gespannten Bogen von Fragen, Anregungen und Vorschlägen. Hintergrund des Treffens im Verkehrsbetriebshof in der Weststadt: Der von der SWU im Frühjahr angestoßene Fahrgastbeirat hat sich zu seiner ersten ordentlichen Sitzung getroffen. 15 Fahrgäste waren dabei und erörterten Themen aus dem täglichen Bus- und Straßenbahnbetrieb. Diskussionspartner waren Oliver Glaser, Leiter des Hauptgeschäftsfelds Verkehrsmanagement, und Verkehrsplaner Matthias Einmahl. „Die Themenliste wurde im Verlauf des Abends immer länger, ein Wortbeitrag ging aus dem anderen hervor. Das zeigt, dass Fahrgäste den unmittelbaren Dialog mit ihrem Unternehmen wünschen. Das ist konstruktiv für beide Seiten: Das Unternehmen erhält wertvolle Anregungen für die Weiterentwicklung des Angebots. Und der Fahrgast gewinnt mehr Einblick in die Möglichkeiten, aber auch in die Grenzen der Angebotsplanung“, äußerte sich Oliver Glaser zufrieden über den Verlauf der ersten Sitzung.

Die 15 Teilnehmer kamen aus vielen Stadtteilen – unter anderem Böfingen, Söflingen, Eselsberg, Unterweiler, Neu-Ulm Wiley – und sie nutzen nach eigener Aussage den ÖPNV sehr unterschiedlich. So bekannte ein Teilnehmer, „nur sehr selten Bus zu fahren, obwohl die Haltestelle fast vor der Haustür ist“. „Ein gut gemischtes Gremium“, fand Oliver Glaser, „auch – oder gerade – der Wenig-Nutzer tut der Runde gut“. Um Teilnahmewillige zu finden, hatte die SWU Verkehr im März zunächst rund 2.000 Briefe an zufällig ausgewählte Bürger versandt und das Projekt vorgestellt. Gut hundert Bürger hatten geantwortet und ihr grundsätzliches Interesse an einer Mitarbeit signalisiert. Nach einem Vortreffen Ende April loste die SWU Verkehr schließlich die zwanzig Mitglieder des Fahrgastbeirats aus.

Ab Dezember wird eine Buslinie 15 zur Uni fahren

Hauptaufgabe des Fahrgastbeirats ist es, Verbesserungsvorschläge seitens seiner Mitglieder und seitens der Fahrgäste zu bündeln. Beim ersten Treffen zeigte sich, dass die Runde durchaus erweitert werden kann. Zu Fragen wie „Wie lange ist ein Einzelfahrschein genau gültig?“ oder „Warum kostet die Fahrradmitnahme extra?“ soll demnächst ein Fachmann des Nahverkehrsverbunds DING eingeladen werden. Dieser kann auch dazu Stellung nehmen, weshalb den Ulmer Stadtteil Unterweiler kein SWU-Bus sondern ein privater Unternehmer bedient: Die Linienkonzessionen spielen dabei die entscheidende Rolle. Die SWU Verkehr nutzte die Sitzung des Fahrgastbeirats auch, um Neuerungen anzukündigen. So wird ab dem Fahrplanwechsel im Dezember die jüngst eingeführte Direktverbindung vom Willy-Brandt-Platz zur Universität Süd über Böfingen und die Nordtangente eine „richtige“ Linie werden: Sie trägt dann die Nummer 15. Der Fahrgastbeirat wird im Oktober zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommen. Dann soll auch ein Sprecher gewählt werden.

Zusatzkurse verstärken die Buslinie 3 zwischen Ehinger Tor und Wissenschaftsstadt
30. Juli 2009

Die SWU Verkehr erweitert das Fahrtenangebot zwischen Ehinger Tor/Hauptbahnhof und der Wissenschaftsstadt.

Ab Montag, 3. August verstärken fünf Zusatzkurse die Buslinie 3. Die SWU Verkehr reagiert damit auf die verstärkte Nachfrage auf diesem Streckenast zu bestimmten Tageszeiten. Diese Nachfrage geht sowohl von Studierenden und Uni-Beschäftigten aus als auch von Berufspendlern der Firma Nokia. Der Handy-Hersteller verlagert rund 400 Arbeitsplätze von München an den neuen Standort im Science Park II auf dem Oberen Eselsberg.

Die Verstärkerbusse tragen das Zielschild „3 Science Park II“ beziehungsweise „3 Ehinger Tor“ und fahren wie folgt:

8.55 Uhr ab Ehinger Tor, 08.58 Uhr ab Hauptbahnhof Ulm; Ankunft um 9.08 Uhr an der Universität Süd und um 9.15 Uhr am Science Park II. Dieser Kurs fährt werktäglich montags bis freitags, auch während der Semesterferien.

9.35 Uhr und 9.45 Uhr ab Ehinger Tor mit Ankunft um 9.48 Uhr beziehungsweise 9.58 Uhr an der Universität Süd und um 9.55 Uhr beziehungsweise 10.05 Uhr am Science Park II. Diese beiden Kurse verkehren montags bis freitags nur während des Semesters.

In der Gegenrichtung starten um 16.31 Uhr und 17.31 Uhr zwei Busse am Science Park II mit dem Ziel Ehinger Tor; die Busse halten um 16.42 Uhr beziehungsweise 17.42 Uhr an der Universität Süd und erreichen den Hauptbahnhof um 16.52 Uhr beziehungs-weise 17.52 Uhr. Diese Kurse fahren grundsätzlich montags bis freitags, auch während der Semesterferien.

Trinkwasser: Gutes muss nicht teuer sein
14. Juli 2009

In der landesweiten Trinkwasser-Preistabelle gehört die SWU zu den günstigsten Versorgern.

Ulmer und Neu-Ulmer kommen beim Trinkwasser gut weg. 296 Euro bezahlt eine vierköpfige Familie für einen Jahresbedarf von 150 Kubikmetern (ohne Abwasser), das sind nicht einmal zwei Euro pro Kubikmeter. In einem landesweiten Preisvergleich, kürzlich vom Stuttgarter Wirtschaftsministerium veröffentlicht, belegt die SWU Energie Rang 17. Das ist ein Spitzenplatz in der Tabelle der aufgelisteten 76 Versorger. Das teuerste Wasserwerk in dieser Liste verlangt fast 500 Euro.

Im „Ländle“ gibt es insgesamt etwa 1.300 Wasserversorger. Unter Aufsicht der Landeskartellbehörde, angesiedelt beim Wirtschaftsministerium, stehen aber nur 76 Unternehmen. Es sind diejenigen, die keine Gebühren, sondern ein „privatrechtliches Entgelt“ fürs Nass verlangen. Diese Unternehmen beliefern vor allem Kunden in Städten, größeren Gemeinden und Ballungszentren. Wie der Preisvergleich zeigt, unterscheiden sich die Wasserpreise stark. Zwischen 1,24 Euro und 3,32 Euro je Kubikmeter muss der erwähnte „typische“ Haushalt für den Kubikmeter bezahlen. Der Mittelwert beträgt 2,26 Euro, die SWU Energie liegt mit 1,97 Euro klar darunter. Die in der Liste aufgeführten Durchschnittspreise fassen Grundpreis und Arbeitspreis zusammen.

Ulm/Neu-Ulm: hoher Automatisierungsgrad im Wasserwerk

So unterschiedlich die Preise, so unterschiedlich die Versorgungsstrukturen. So muss man die Schere zwischen dem günstigsten und dem teuersten Versorger erklären. Regionale Topographie, Siedlungsstrukturen und Anschlussdichte zählen zu den wichtigsten Preisfaktoren – und lassen sich vom Wasserwerk nicht beeinflussen. Preisunterschiede entstehen etwa, wenn schwierige landschaftliche Gegebenheiten die Wasserförderung erschweren oder wenn vorwiegend ländliche Regionen mit nur wenigen Anschlüssen beliefert werden. In Ballungsräumen ist die Wasserversorgung tendenziell günstiger. Die gute SWU Platzierung in der Preis-tabelle ist vor allem zwei Faktoren zu verdanken: Die SWU Energie hat in der Wassersparte einen hohen Automatisierungsgrad; kostendämpfend wirkt außerdem die spartenübergreifende Netzpflege: Wasserleitungen können sehr oft zusammen mit Energieleitungen verlegt werden.

Wofür bezahlt der Wasserkunde?

Der Wasserkunde will sauberes, qualitativ hochwertiges Frischwasser und er will es rund um die Uhr in ausreichender Menge. Das heißt: Der Kunde bezahlt in erster Linie dafür, dass sein Wasserwerk die Infrastruktur vorhält: Brunnen, Pumpen, Leitungen, Druckerhöhungsanlagen, Qualitätskontrolle im Wasserlabor. Das Element Wasser macht nur einen kleinen Teil der Versorgungskosten aus, nämlich etwa ein Fünftel. Dem gegenüber steht der Fixkosten-Anteil von 80 Prozent: Netze und Anlagen müssen in Schuss gehalten, Fachpersonal muss bezahlt werden. Diese Fixkosten richten sich nicht nach der verkauften Wassermenge. Doch in der Wasserpreisgestaltung findet sich der hohe Fixkosten-Anteil in der Regel nicht wieder: Der Preis für die gelieferten Kubikmeter macht den Löwenanteil des Wasserzinses aus. Die SWU versucht, dieses Verhältnis behutsam zu korrigieren. Bei den letzten beiden Preiserhöhungen änderte sich nur der Grundpreis. Das Ulm/Neu-Ulmer Wasser zählt nicht nur zu den preisgünstigsten im Land, sondern auch zu den besten. Gutes für wenig Geld also.

SWU Verkehr betreibt Bahnstrecke Senden - Weißenhorn ab 12. Juli null Uhr.
09. Juli 2009

Im Januar 2010 soll die Strecke in SWU-Besitz übergehen.

Der Fortbestand der Bahnstrecke zwischen Senden und Weißenhorn ist gesichert. Ab 12. Juli null Uhr wird die SWU Verkehr, eine Tochtergesellschaft der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, die 8,9 Kilometer lange Schienenstrecke samt Signalanlagen, Weichen, Bahnsteigen und Bahnhöfen betreiben.Die SWU Verkehr ist zunächst Pächterin. Im Bahnhof Senden unterzeichneten Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr, und Andreas Hanke, Leiter des Regionalnetzes Südbayern der Bahn-Tochter DB Netz AG, den Pachtvertrag. „Die SWU wird ausschließlich für die Infrastruktur verantwortlich sein. Der Verkehr auf der Strecke, ob zur Güter- oder Personenbeförderung, wird nicht unsere Aufgabe sein“, stellte Ingo Wortmann klar. Die SWU Verkehr deckt den Unterhalt der Strecke durch die Einnahme von Trassen-Entgelten.

Im Januar 2010, so der weitere Zeitplan, wird die SWU Verkehr Eigentümerin der Strecke. Die Ablöse von 132.600 Euro ist festgeschrieben, auch die übrigen Kaufkonditionen sind im Wesentlichen ausverhandelt. Zu regeln bis Jahresende sind lediglich technische und juristische Einzelheiten der Übernahme.

„SWU betreibt Strukturpolitik“

Nach dem Verständnis Ingo Wortmanns ist die Trassen-Übernahme für die SWU Verkehr weit mehr als nur ein neues Geschäftsfeld: „Der Kauf ist auch ein Stück handfeste Strukturpolitik für die Region“, bekräftigt der Geschäftsführer. Denn der Erhalt der Trasse bedeute gleichzeitig den Erhalt von Arbeitsplätzen – weil der Güterverkehr fortbestehen kann.

Pendler entdecken die Schiene neu

Bis Mitte der Sechzigerjahre verkehrten zwischen Weißenhorn und Senden regelmäßig Personenzüge. Die stürmische Motorisierung beendete dieses Kapitel. Jetzt, über vier Jahrzehnte später, denkt man um. Personennahverkehr ist wieder gefragt, speziell der auf der Schiene. Ein vom Regionalverband Donau-Iller bestelltes

Gutachten kam 2007 zu dem Schluss, dass es auf der Verbindung ein Potenzial von 3.200 Berufspendlern täglich gibt. Der Neu-Ulmer Kreistag unternimmt daher Anstrengungen, den Freistaat Bayern für die Reaktivierung der Nahverkehrszüge zu gewinnen. Bestellen müssten diesen Verkehr die Bayerische Eisenbahngesellschaft in München (BEG), ein Unternehmen des Freistaats, sowie deren Pendant, die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW). Denn es ist geplant, die Züge über Senden bis Ulm durchzubinden.

Größere Investitionen hängen von Bestellgarantie ab

In diesem Szenario fungiert die SWU Verkehr, wie erwähnt, als reines Eisenbahn-Infrastrukturunternehmen. Ingo Wortmann: „An etwaigen Ausschreibungen für Schienenverkehrsleistungen wird sich die SWU Verkehr nicht beteiligen“. Für das Unternehmen komme es erst einmal darauf an, die Bahnstrecke betriebssicher zu halten. Entscheidungen für größere Investitionen, um die Gleisanlagen zu ertüchtigen oder auszubauen, würden getroffen, sobald klar ist, ob und wann der reguläre Personenverkehr tatsächlich wieder rollen wird. In diesem Zusammenhang entscheidend wäre für die SWU Verkehr eine durch die genannten Nahverkehrsgesellschaften, BEG und NVBW, abzugebende Bestellgarantie. Um die Gleise für den Personennahverkehr auszubauen, müssten nach heutigem Stand bis zu elf Millionen Euro investiert werden.

Goldmedaille: Geplanter SWU-Neubau ist vorbildlich für "nachhaltiges Bauen"
07. Juli 2009

Die Neubauplanung der SWU zwischen Karl- und Wilhelmstraße ist von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) in Stuttgart mit der Medaille in Gold ausgezeichnet worden.

Die Neubauplanung der SWU zwischen Karl- und Wilhelmstraße ist von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) in Stuttgart mit der Medaille in Gold ausgezeichnet worden. Das Siegel wird für besonders umweltfreundliche, gesunde, ressourcensparende und wirtschaftlich effiziente Gebäude vergeben, kurz für Gebäude mit Qualität – und dies in einer umfassenden Perspektive. Die Bewertung erfolgte auf Basis von 51 eingereichten „Steckbriefen“ zu unterschiedlichen Themenbereichen. Dabei hat die Planung schon jetzt 86,3 Prozent der Anforderungen des DGNB-Kriterienkatalogs für nachhaltiges Bauen erfüllt, so dass diese Medaille schon vorab für die vorbildliche Planung verliehen wurde.

Überreicht wurde die Goldmedaille am 24. Juni im Rahmen der „consense“ in Stuttgart, der internationalen Fachausstellung für nachhaltiges Bauen. Abgefragt worden waren nicht nur die ökologische und architektonische Qualität des Neubaus, sondern auch wirtschaftliche und technische Aspekte sowie die soziokulturelle und funktionale Qualität. Das neue Gebäude wird durch einen Investor auf dem Grund der SWU gebaut und anschließend an die SWU und weitere Firmen vermietet werden. Die Umweltausrichtung war eine der
zentralen Vorgaben der SWU an die Planer.

Das DGNB-Qualitätssiegel geht über herkömmliche Standards für „grünes Bauen“ deutlich hinaus. Denn es erfasst nicht nur den Wärme- und den Stromverbrauch eines Gebäudes. Neben dem Treibhauspotenzial und dem Primärenergiebedarf werden beispielweise auch die Lebenszykluskosten des Neubaus, Belastungen durch die Baustelle selbst oder auch die Verankerung des Gebäudes im sozialen Kontext untersucht. So wurde besonders gewürdigt, dass der neue Bau die gesamte Umgebung im Bereich Karl-/Wilhelmstraße deutlich aufwertet, sowohl städtebaulich wie auch im sozialen Umfeld. „Dieser ganzheitliche Ansatz der DGNB ist für uns ein wirkungsvolles Qualitätssicherungsverfahren. Denn er stellt sicher, dass das Projekt nicht nur die aktuellen gesetzlichen Vorgaben einhält, sondern in fast allen Punkten deutlich darüber hinausgeht“, begründet Matthias Berz das Vorgehen.

Mehr Kinderkrippenplätze für Ulm

Ein großer Pluspunkt bei der soziokulturellen Bewertung war die neue SWU-Kinderkrippe. Diese wird nicht nur den eigenen Mitarbeitern zur Verfügung stehen, sondern auch für Kinder aus der Umgebung geöffnet. „Damit nehmen wir unsere Verantwortung auch in diesem Bereich ernst und leisten einen wichtigen Beitrag für den Ausbau der Kinderkrippenplätze in Ulm und Neu-Ulm“, betont SWU-Geschäftsführer Matthias Berz. Die neue Kantine der SWU ist ebenfalls Teil dieses offenen Konzepts. Sie steht auch den umliegenden Unternehmen zur Verfügung und kann zudem außerhalb der regulären Öffnungszeiten auch von externen Unternehmen oder Institutionen angemietet werden, etwa für abendliche Veranstaltungen. „Dies ist ein weiterer Ausdruck unserer Dienstleistungsorientierung: Wenn wir neue Ressourcen schaffen, dann soll auch die Allgemeinheit wo immer möglich davon profitieren können“, beschreibt Matthias Berz den Ansatz.

Primärenergieverbrauch des Neubaus schrumpft auf ein Drittel des herkömmlichen Maßes

„Unser Auftrag lautete, ein energetisch vorbildliches, ganzheitlich sinnvolles Gebäude zu planen, dessen Energieverbrauch gegenüber Standardgebäuden deutlich geringer ist. Das ist gelungen“, so Axel Nething von dem für die Gesamtplanung verantwortlichen Architekturbüro Nething Generalplaner. Gemeinsam mit Professor Gerhard Hausladen, Inhaber des Lehrstuhls für Bauklimatik und Haustechnik an der Technischen Universität München, entwickelten sie das Klimadesign und das Energiekonzept für den Neubau. Das Gebäude wird gemäß dem „Energiestandard Ulm“ gedämmt werden. Auch sonst wird der Neubau ganz auf Energieeffizienz ausgerichtet, von der optimierten Gebäudestruktur, der Fassadenplanung, der Beschattung der Fenster über die Lüftung bis hin zur Dachbegrünung und der Installation von Photovoltaik-Anlagen. Unter dem Strich sollen für Heizung, Beleuchtung, Warmwasser, Kühlung und Lüftung lediglich 62 Kilowattstunden Primärenergie pro Quadratmeter und Jahr benötig werden – das sind nur 29 Prozent dessen, was ein vergleichbares Gebäude in herkömmlicher Bauweise verbraucht. „Mit dem Neubau machen wir einen weiteren großen Schritt in Richtung des Ziels ‚Zusammen für eine bessere Umwelt’. Er soll deswegen Vorbildcharakter für die gesamte Region Ulm/Neu-Ulm bekommen. Die aktuelle Auszeichnung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Matthias Berz.

Die DGNB

Die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) wurde 2007 in Stuttgart gegründet. Zur Förderung nachhaltigen Bauens hat sie ein Qualitätszeichen für besonders umweltfreundliche, gesunde, ressourcensparende und wirtschaftlich effiziente Gebäude entwickelt: das Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen. Die DGNB-Mitglieder kommen aus allen Bereichen der Bau- und Immobilienwirtschaft. Dazu gehören im einzelnen Architekten, Ingenieure, Bauunternehmer und Bauausführende, Projektsteuerer, Hersteller von Bauprodukten, Bauherren, Investoren und Eigentümer, Betreiber, Gebäudemanagement, Ver- und Entsorgungsunternehmen, Mitglieder der Öffentlichen Hand und Nicht-Regierungsorganisationen, Vertreter aus Wissenschaft und Prüfinstituten.

Neuntklässler der Albert-Einstein-Realschule gestalten den schönsten Stromkasten in Wiblingen.
19. Mai 2009

Erster Platz beim Malwettbewerb bringt 500 Euro in die Klassenkasse.

Sie sind notwendig, damit das Licht brennt und der Computer läuft. Doch müssen Stromverteilerkästen im tristen Einheitsgrau daherkommen? Nein, sagten sich rund zwei Dutzend Wiblinger Schüler, Kindergartenkinder und Hobbykünstler und beteiligten sich an einem Malwettbewerb.

Den schönsten Beitrag präsentierten die Neuntklässler der Albert-Einstein Realschule. Der erste Platz brachte 500 Euro in ihre Klassenkasse. Die Jury hatte insgesamt elf Arbeiten zu begutachten. Den zweiten Platz belegte die Hobbykünstlerin Daniela Hammer und gewann 250 Euro. Platz drei ging ebenfalls an die Albert-Einstein-Realschule. Die Klasse 10 c wurde dafür mit 150 Euro belohnt. Die Teilnehmer waren in der vorletzten Woche den Stromverteilerschränken rund um den Wiblinger Tannenplatz mit Pinsel, Farben und jeder Menge Fantasie zu Leibe gerückt. Die Künstler realisierten Motive unter dem Motto „Zusammen für eine bessere Umwelt“. Das Siegermotiv der Neuntklässler zeigt den Erdball, eingetaucht in den Kosmos und umgeben von drei schützenden Händen.

Diesen Entwurf setzte die Jury einstimmig auf Platz eins. Zu den Juroren gehörten Stadtbildpfleger Jörg Schmitz, Kunstlehrer Peter Degendorfer vom Albert-Einstein-Gymnasium, Stadträtin Helga Malischewski, Franz-Peter Scharpf und Reinhard Kuntz von der Wiblinger Wählergemeinschaft sowie Gabi Semrau und Florian Zilling von der SWU. Die Teilnehmer ab Platz 4 gingen nicht leer aus. Als Ausgleich für ihre Aufwendungen erhielten sie jeweils 50 Euro, sozusagen als Trostpreis. Der Stromkasten-Malwettbewerb fand bereits im fünften Jahr statt, ist mittlerweile also schon Tradition. In Ulm waren die Hobbykünstler seit 2005 außer in Wiblingen auf dem Kuhberg und in Böfingen am Werk, in Neu-Ulm erhielten Stromkästen in Pfuhl und Offenhausen einen neuen Look.

SWU erwirtschaftet rund vier Millionen Euro Jahresüberschuss
19. Mai 2009

Hohe Strom-Eigenerzeugung aus Beteiligungskraftwerk Hamm und Sondereffekte aus dem Jahr 2007 verbessern das Vorjahresergebnis.

Nach einem schwierigen Jahr 2007 hat sich die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH wieder erholt. Die Unternehmensgruppe erwirtschaftete 2008 einen Jahres-überschuss von vier Millionen Euro. Im Jahr davor hatte das Unternehmen nach einem ausgebliebenen Winter nur ein Null-Ergebnis erreicht. „Sondereffekte und ein erfolgreicher Stromhandel – begünstigt durch ein außerordentlich ertragreiches erstes Regelbetriebsjahr in unserem westfälischen Beteiligungs-kraftwerk Hamm – haben diesen Erfolg ermöglicht“, so fasst SWU-Geschäftsführer Matthias Berz die Hauptgründe für das 2008er Ergebnis zusammen.

Gleichwohl sieht Matthias Berz in dem guten Jahresabschluss kein Vorzeichen für fette Jahre. Denn seit Herbst 2008 sei die abflauende Konjunktur auch in Ulm/Neu-Ulm zu spüren. „Der Abschwung trifft Energieunternehmen doppelt. Wenn die Industrie weniger Strom benötigt, verringert das nicht nur die Erträge im Handel, sondern auch in der Verteilung von Energie, weil auch die im Netz transportierten Mengen zurückgehen“, führt Berz aus. Hinzu komme, dass Stadtwerke durch das neue, 2009 eingeführte Verfahren der Netzentgelt-Regulierung einseitig gegenüber Regionalversorgern benachteiligt werden. „Obwohl wir günstigere Netzentgelte haben, müssen wir mit weiteren Erlöseinbußen rechnen. Diese werden nach Vorstellung der Regulierungsbehörde von Dauer sein“.

SWU-Stromhandel war 2008 sehr erfolgreich

Eine Zahl illustriert das gute Jahresergebnis 2008 besonders: Der selbst erzeugte Strom erreichte 616 Millionen Kilowattstunden (kWh). Das sind 60 Prozent der im Jahr 2008 an SWU-Kunden verkauften Menge. Im Jahr davor lieferten die SWU-Wasserkraft- und Heizkraftwerke noch 151 Millionen kWh Strom, das war gerade ein Viertel der Eigen-erzeugung aus 2008. Doch Hauptträger der Eigen-erzeugung ist mittlerweile der SWU-Anteil an dem Gas- und Dampfturbinen-kraftwerk im westfälischen Hamm-Uentrop. Die hocheffiziente Anlage hatte 2008 ihr erstes volles Betriebsjahr. Gemäß dem SWU-Anteil flossen 431 Millionen kWh Strom auf das Stadtwerke-Konto. Etwa die Hälfte dieser Menge verkaufte die SWU an Großhändler und erzielte dabei gute Erlöse. Überdies profitierte der SWU-Stromhandel von dem 2008 gesunkenen Absatz an die Strom-Endkunden. Das mag paradox klingen. Aber nicht im Endkundenmarkt verkaufte (Über-)Mengen brachte die SWU ebenfalls gewinnbringend auf den Großhandelsmarkt. Erfolgreich war zudem die geänderte Strategie beim Stromvertrieb. Die SWU versuchte nicht mehr, außerhalb ihres Netzgebiets Haushaltskunden um jeden Preis zu halten. „Durch den zunehmend scharfen Wettbewerb schmelzen im Privatkunden-Geschäft die ohnehin schon geringen Margen weiter. Freiwillig schrumpfen hat sich 2008 als richtig herausgestellt. Anstatt das Preis-Dumping mitzumachen, setzt die SWU lieber auf Qualität und Service“, so Matthias Berz.

Kundenabgänge außerhalb Ulm/Neu-Ulms schmälern den Stromverkauf

Die SWU verkaufte 2008 nur noch knapp über eine Milliarde Kilowattstunden Strom, das waren rund 23 Prozent weniger als 2007 (1,3 Mrd. kWh). Der Rückgang im Niedrigpreis-Produkt „SWU SchwabenStrom“ in Netzen geprägt, die außerhalb Ulm/Neu-Ulms liegen. Auch im Gasgeschäft führte, anders noch als im Vorjahr, der sich intensivierende Wettbewerb zu zählbaren Kundenabgängen. Trotzdem übertraf die Absatzmenge mit etwas mehr als zwei Milliarden Kilowattstunden um 3,7 Prozent den Wert von 2007. Verantwortlich dafür war der kalte und lange Winter. Die kühle Witterung belebte auch den Wärmeabsatz. Dieser erreichte 118 Millionen Kilowattstunden, das war ein Plus von fast 16 Prozent. Der Verkauf von Trinkwasser dagegen ging um 1,8 Prozent auf 10,1 Millionen Kubikmeter zurück. Unter dem Strich erwirtschaftete die Tochtergesellschaft SWU Energie 2008 einen Gewinn von 23,7 Millionen Euro, das waren fast 21 Prozent mehr als 2007 (19,6 Millionen Euro). Stark begünstigt wurde dieses Ergebnis durch einen einmaligen Sondereffekt. Der Betreiber eines vorgelagerten Netzes musste den Stadtwerken 2008 rund 6,3 Millionen Euro erstatten. Dieser Betrag war der SWU im Jahr davor zu viel berechnet worden für den Bezug so genannter Regelenergie. Ein Wort zur SWU-Verkehrssparte: Diese konnte ihr Defizit abermals leicht senken auf nunmehr 12,5 Millionen Euro.

Ungewisse Konjunktur und überzogene Netzregulierung trüben die Aussichten

„Der 2008er Abschluss könnte möglicherweise nur ein Zwischenhoch sein“, schränkt SWU-Geschäftsführer Matthias Berz ein. Einerseits wegen der ungewissen Konjunktur, die seit Sommer 2008 auf einer Talfahrt ist „von der wir nicht wissen, wie lange sie dauern wird“. Nicht gerade zu Optimismus Anlass gibt außerdem die Regulierung des Netzbetriebs, „eines unverzichtbaren Standbeins der Stadtwerke“, wie Berz unterstreicht. Im Rahmen der so genannten Anreizregulierung wurden den Netzbetreibern ab 2009 Erlös-Obergrenzen vorgeschrieben und Effizienz-Zahlen zugeordnet. Die Erlösgrenzen sinken in jährlichen Schritten, in Orientierung an der Ausgangseffizienz. Die Bundesnetzagentur bewertet aber die Netze der großen Regionalunternehmen von vornherein als effizienter als diejenigen der Stadtwerke. „Wie diese Ausgangseffizienz errechnet wurde, ist völlig intransparent“, kritisiert Matthias Berz, „zumal die SWU-Netzentgelte günstiger sind als die der angeblich effizienteren Regionalversorger“. Die Konsequenzen wiegen schwer. „Für uns ist das eine Erlösspirale nach unten“, urteilt der SWU-Geschäftsführer. Es muss sich zeigen, wie kommunale Versorger diese Zwangssenkung ihrer Netzrentabilität verkraften werden, ohne dass dabei die Versorgungssicherheit auf der Strecke bleibt. „Den Strom- und Gaspreis jedenfalls wird diese Art von Regulierung kaum senken, denn die Verteilung bestimmt den Endkundenpreis nur zu einem Viertel“, sagt Matthias Berz. Um die Ertragskraft des Unternehmens dennoch zu sichern, baut die SWU ihre Erzeugungs-kapazitäten Stück um Stück aus. Die ersten Erfolge mit Wirkung auf das Ergebnis 2008 machen deutlich, wie wichtig diese Strategie ist. Gleichzeitig erweitert die SWU ihre angestammten Geschäftsfelder und optimiert entsprechende Geschäftsprozesse.

SWU sorgt für Wertschöpfung, die in der Region bleibt

Die SWU investierte 2008 18,6 Millionen Euro in den Ausbau und die Erneuerung der Netze und Anlagen. Für 34,8 Millionen Euro wurden im Rahmen von Investitionen und Unterhaltsmaßnahmen Aufträge an Unternehmen in der Region vergeben. Die SWU zahlte 600.000 Euro Gewerbesteuer und 10,5 Millionen Euro Konzessionsabgaben an Städte und Gemeinden. Privaten Betreibern von Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Quellen gewinnen, bezahlte die SWU Energie 16,4 Millionen Euro Einspeisevergütungen. „Wertschöpfung, die in der Region bleibt“, unterstreicht Matthias Berz.

SWU-Unternehmensgruppe: Eckdaten aus dem Geschäftsjahr 2008

Umsatz: 381 Mio. Euro
Jahresüberschuss: 4 Mio. Euro
Stromverkauf: 1.026 Mio. kWh
Erdgasverkauf: 2.017 Mio. kWh
Wärmeverkauf: 118 Mio. kWh
Trinkwasserverkauf: 10,1 Mio. m³
Fahrgäste: 30,7 Mio.
Mitarbeiter im Jahresschnitt: 1.104
darunter Auszubildende: 41

SWU-Gas wird um über zehn Prozent billiger.
24. April 2009

Am 1. Juli kommt die dritte Preissenkung im laufenden Jahr. Festpreis-Kunden werden ebenfalls entlastet. Preise wie zuletzt 2007.

Die Gaspreise fallen weiter. Zum dritten Mal im laufenden Jahr kann die SWU Energie ihre Kunden entlasten. Am 1. Juli wird die Kilowattstunde Erdgas 0,75 Cent brutto billiger. Davon profitieren werden die rund 15.000 SWU-Kunden in den preisvariablen Verträgen. Unter dem Strich spart ein Musterhaushalt – drei Personen und 20.000 Kilowattstunden Jahresbedarf – ab Juli 150 Euro im Jahr. Im Vertrag „SWU SchwabenGas bonus“ entspricht das einer Entlastung um 10,9 Prozent. Die SWU gibt ihre gesunkenen Einkaufskosten in voller Höhe an ihre Kunden weiter. Erdgas liegt nach dieser Senkungsrunde sogar unter dem Preisniveau von Mitte 2007.

Auch für die rund 11.000 Kunden mit Festpreisverträgen – diese laufen noch bis 30. September 2009 – haben die Stadtwerke gute Nachrichten. Bei vorzeitiger Verlängerung des Vertrags sinkt die Jahresrechnung eines typischen Haushalts im Vertrag „SWU SchwabenGas fix“ im kommenden Vertragsjahr um 474 Euro oder rund 27 Prozent. Die Kunden wurden bereits per Post über die neuen Bedingungen informiert. Rund 3.500 Festpreis-Kunden haben ihren Vertrag daraufhin verlängert. „Die SWU hat entsprechende Mengen für das kommende Vertragsjahr jetzt schon geordert und dabei die derzeit außerordentlich günstige Marktlage ausgenutzt. Diesen Vorteil geben wir dann in voller Höhe an diese Festpreis-Kunden weiter“, erläutert Thomas Deyerberg, Geschäftsführer der Tochtergesellschaft SWU Vertrieb.

Wer seinen Vertrag „SWU SchwabenGas fix“ sofort verlängert, bezahlt ab Oktober 5,39 Cent brutto für die Kilowattstunde. Dieser Preis liegt zwischen den jetzt gesenkten Arbeitspreisen in den variablen Verträgen „SWU SchwabenGas vario“ und „SWU SchwabenGas bonus“. Die 5,39 Cent sind vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010 garantiert, auch wenn die Stadtwerke-Einkaufspreise in diesem Zeitraum wieder steigen sollten. Diejenigen Festpreis-Kunden, die das Angebot auf vorzeitige Vertragsverlängerung bislang nicht genutzt haben, erhalten im Spätsommer ein Angebot mit neuen Preisen für das im Oktober beginnende Vertragsjahr. Die Preise werden in jedem Fall kräftig sinken, „im zweistelligen Prozentbereich“, so Thomas Deyerberg. Sollte dieser Preis dann sogar noch niedriger sein können als der derzeit angebotene Fix-Preis, erhalten die Kunden, die ihren Vertrag bereits verlängert haben, automatisch den günstigeren Preis.

Gaspreise wie vor zwei Jahren

Der Markt hat die Gaspreise in den vergangenen zwei Jahren „durchgeschüttelt“; das Auf und Ab glich einer Fahrt auf der Achterbahn. Nach drei Preissenkungen im Jahr 2007 stiegen die Gaseinkaufspreise im Großhandel vor allem in der ersten Jahreshälfte 2008 sehr steil an, um ab August ebenso stetig abzubröckeln. Diese Talfahrt hält an bis Sommer 2009. Die Achterbahn-Fahrt führt fü den Verbraucher in Ulm und Umgebung nun dazu, dass er ab Juli für Gas weniger bezahlen wird als vor zwei Jahren. Nach den neuen Preisen hat ein Musterhaushalt im Vertrag „SWU SchwabenGas bonus“ jährliche Gesamtkosten von 1.226 Euro. Zum 1. Juli 2007 bezahlte derselbe Haushalt 1.329 Euro pro Jahr.

Geschuldet war dieses Auf und Ab den Rohölpreisen. Öl gilt weltweit als die „Leitwährung“ für Energie allgemein. Über die in den Lieferverträgen mit den Gasförderländern enthaltene Preiskopplungsklausel beeinflusst Öl indirekt den Gaspreis. Höhere und niedrigere Großhandelspreise für Heizöl kommen etwa sieben Monate später bei den Gaspreisen an.

Ulmer Erdgastankstelle an der B 10: Absatz erneut gestiegen.
15. April 2009

Über 13 Prozent Zunahme im Jahr 2008. Zweite Zapfsäule wird dieses Jahr in Betrieb gehen.

Erdgasautos werden immer beliebter. Das zeigen die Absatzzahlen an der Ulmer Erdgas-Zapfsäule in der Esso-Tankstelle am Hindenburgring. Im Monatsschnitt 23.000 Kilogramm Erdgas wurden 2008 getankt. Das waren über 13 Prozent mehr als im Jahr davor, als etwas über 20.000 Kilogramm pro Monat verkauft wurden. Seit Eröffnung der Zapfsäule im März 2003 haben sich die Verkaufszahlen vervierfacht.

Voller Tank zum halben Preis. Steuervorteile sichern ein langfristiges Sparpotenzial. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Unter dem Eindruck anhaltend hoher Spritpreise ist der Umstieg auf den Erdgasantrieb für viele Autofahrer zu einer wirtschaftlichen Alternative geworden. 96,5 Cent kostet das Kilogramm Erdgas in Ulm nach der Preissenkung zum 1. April. Umgerechnet auf den höheren Energiegehalt von Erdgas dürfte ein Liter Diesel im Vergleich nur rund 72 Cent kosten, ein Liter Benzin sogar nur 64 Cent. „Voller Tank zum halben Preis“, das gilt nach wie vor. Zu verdanken ist das einem Steuervorteil. 12,2 Cent Energiesteuer, umgerechnet auf den Liter BenzinÄquivalent, stecken im Kraftstoff Erdgas. Für einen Liter Benzin hingegen verlangt der Fiskus derzeit 67 Cent Steuern. Der vergünstigte Steuersatz für Erdgas ist bis 2018 festgeschrieben. Dass sich die Anschaffung eines Erdgasautos langfristig lohnt, zeigt der Gesamtkostenvergleich für ein Mittelklasse-Auto. Bei einer jährlichen Laufleistung von 20.000 Kilometern erreicht das Erdgas-Modell derzeit einen Kostenvorteil von etwa 350 Euro pro Jahr gegenüber dem Diesel und von rund 800 Euro gegenüber dem Benziner. Mit steigenden Spritpreisen vergrößert sich dieser Spareffekt.


„Grüner Schuh“ setzt Maßstäbe auch im SWU-Fuhrpark

Zur Wirtschaftlichkeit hinzu kommt der Umweltnutzen. Der Rußfilter ist für Erdgasautos kein Thema, denn Erdgas verbrennt rußfrei. Und von allen fossilen Brennstoffen weist Erdgas die günstigste Kohlendioxid-Bilanz auf. Im Vergleich zu Benzin verursacht es bis zu einem Viertel weniger des Klimaschadstoffs und trägt bis zu 80 Prozent weniger zur Smogbildung bei. Erdgas-Neuwagen sind als schadstoffarm nach Euro 4 eingestuft. Die SWU geht mit gutem Beispiel voran. Vierzig Dienstfahrzeuge fahren derzeit mit Erdgas, das ist gut ein Viertel des Pkw-Fuhrparks. Neue Dienstfahrzeuge werden vorzugsweise mit dem Erdgasantrieb angeschafft. „Die SWU meint es mit dem Grünen Schuh ernst, auch in ihrem Fuhrpark“, spielt Andreas Plasch, Leiter des SWU-Geschäftsbereichs Dienstleistungen, auf die seit 2008 laufende Umwelt-Werbekampagne an.


SWU wird 2009 eine zweite Erdgas-Zapfsäule einrichten

Das Netz der Erdgastankstellen wird immer dichter. Derzeit gibt es bundesweit 820 Erdgas-Tankstellen. Im näheren Umkreis Ulms gibt es ein gutes Dutzend Tankstellen, so in Vöhringen, Ehingen, Biberach, Heidenheim, Merklingen, Geislingen, Günzburg und Memmingen. Und im Lauf dieses Jahres wird die SWU eine zweite Erdgas-Zapfsäule am Hindenburgring in Betrieb nehmen.

Bürgerbeteiligung Photovoltaikanlage Neu-Ulm: Sämtliche Anteile sind vergeben.
03. April 2009

Stromkunden haben für fünf Millionen Euro Inhaberschuldverschreibungen gezeichnet

Fünf Millionen Euro standen für die Inhaberschuldverschreibung zur Verfügung, die einen Großteil der Investition für die Photovoltaik-Großanlage auf dem Neu-Ulmer EvoBus-Dach abdecken soll. Dreizehn Tage nur nach dem Beginn der Zeichnungsfrist war der vorgesehene Betrag komplett gezeichnet. „Das Beteiligungsmodell hat sich als überaus erfolgreich erwiesen“, freut sich SWU-Geschäftsführer Matthias Berz. Insgesamt wurden rund 400 Verträge abgeschlossen. „Der Erfolg ist uns Ansporn, beim nächsten geeigneten Projekt wieder ein derartiges Finanzierungsmodell mit Bürgerbeteiligung vorzusehen“, stellt Matthias Berz in Aussicht.

Für ihre Anteilsscheine – zwischen 2.000 und 20.000 Euro – erhalten die Zeichner bis zu sechs Prozent Zinsen jährlich. Zur Zeichnung berechtigt waren ausschließlich Kunden mit laufenden SWU-Stromverträgen. Der Zinssatz, fünf oder sechs Prozent je nach Typ des Stromvertrags, ist fix und wird für über die gesamte Laufzeit der Inhaberschuldverschreibung garantiert. Die Laufzeit endet am 31. Dezember 2018. Die Inhaberschuldverschreibung kann vom Kunden zum Ende eines jeden Jahres gekündigt werden.

Für das Sonnenkraftwerk in Neu-Ulm investieren die Stadtwerke 9,5 Millionen Euro. Die 2,3 Megawatt leistende Anlage zapft der Sonne pro Jahr rund zwei Millionen Kilowattstunden Strom ab. Diese Menge genügt, um 650 Haushalte mittlerer Größe zu versorgen. Die CO2-Ersparnis beträgt rund 2.000 Tonnen pro Jahr.

Schnelles Internet kommt nach Unterweiler - per Funk.
31. März 2009

Bis Sommer will SWU TeleNet auch Finningen, Reutti und Albeck anbinden.

Ab heute haben auch Kunden in Unterweiler Anschluss an das High-Speed-Internet, und zwar per Datenfunk. „SWU SchwabenNet Funk“ heißt das Angebot der Stadtwerke-Tochter SWU TeleNet GmbH. Dazu wurde auf dem Siloturm der Firma Madel in Unterweiler eine Antennenanlage installiert, über die der Datenaustausch mit der zentralen Funkanlage auf dem Siloturm der Ulmer Schapfenmühle abgewickelt wird. Damit versorgt die SWU jetzt acht Orte in der Umgebung Ulms mit dem funkgestützten Internet. Es sind neben Ulm-Unterweiler die Stadtteile Ermingen, Jungingen, Lehr und teilweise Mähringen, dazu noch Scharenstetten, Temmenhausen und Radelstetten. In den kommenden Monaten will die SWU das Funk-Netz weiter ausbauen. Ab Sommer sollen auch die Orte Finningen, Reutti und Albeck einen Anschluss an das High-Speed-Internet erhalten. In Finningen und Reutti wird derzeit die Standortfrage geprüft.

Geschwindigkeiten wie beim Anschluss über Kabel
„SWU SchwabenNet Funk“ erlaubt Internet-Anbindungen mit Datenraten bis zu 6 Megabit in der Sekunde (Downstream, bei einem Upstream von maximal 1 Megabit). Um das Funk-Internet nutzen zu können, benötigen Interessenten eine Verbindung von der Antenne zum PC. Dafür sorgt ein Netzwerkkabel, ein WLAN-Router oder ein 230-Volt-Adapter, der wie der Router ebenfalls von der SWU angeboten wird. Das Einstiegspaket „SWU SchwabenNet Funk 1000“ kostet 14,99 Euro im Monat, die schnellste Verbindung mit „SWU SchwabenNet Funk 6000“ schlägt mit 29,99 Euro monatlich zu Buche. Dazu kommen jeweils 4,99 Euro im Monat für die Daten-Flatrate sowie einmalig 99,90 Euro für die Einrichtung des Anschlusses. Im Preis enthalten sind die Antenne (leihweise) sowie 500 Megabit Webspace und fünf Mailadressen mit jeweils 200 Megabit Speicherplatz. Die Kosten für die eventuell zusätzlich notwendige Hardware liegen zwischen 40 und 140 Euro (Router oder 230 Volt-Adapter).

Alternative für Gewerbekunden
Für Unternehmen, die einen schnellen Datenanschluss sowohl aus dem als auch in das Internet benötigen, stehen auch symmetrische Funkanbindungen zur Verfügung. Die Geschwindigkeiten liegen wahlweise bei 2 oder bei 3,5 Megabit pro Sekunde. Die Verbindungen bieten durch ihre Verschlüsselung eine hohe Sicherheit und sind schnell verfügbar. Die Funkanbindung erspart zudem die Verkabelungskosten.

Photovoltaikanlage Neu-Ulm: Schon rund drei Millionen Euro Anteile sind gezeichnet
24. März 2009

Inhaberschuldverschreibung bringt bis zu sechs Prozent Zinsen pro Jahr. 2.000 Euro Mindestsumme.

Die Bürgerbeteiligung an der Photovoltaik-Großanlage auf dem EvoBus-Werkshallendach in Neu-Ulm stößt auf großes Interesse. Eine Woche nach dem Zeichnungsbeginn haben SWU-Stromkunden bereits für drei Millionen Euro Anteile an der Inhaberschuldverschreibung gezeichnet. Insgesamt sind fünf Millionen Euro gezeichnetes Kapital für dieses Beteiligungsmodell vorgesehen.

Der Einsatz beginnt bei 2.000 Euro und geht in 2.000 Euro-Schritten bis zum Höchsteinsatz von 20.000 Euro. Es gelten zwei Zinssätze: Kunden des SWU NaturStroms erhalten sechs Prozent Zinsen, Kunden anderer SWU-Stromverträge fünf Prozent. Die genannten Zinssätze sind fix und werden über die gesamte Laufzeit – das heißt bis 31. Dezember 2018 – garantiert. Die Zinsen werden jährlich ausgeschüttet. Voraussetzung für die Teilnahme an der Inhaberschuldverschreibung: Der Zeichner hat einen ungekündigten Stromvertrag mit der SWU. Kündigt der Kunde seinen Liefervertrag, so sind die Stadtwerke berechtigt, die Inhaberschuldverschreibung zu kündigen. Die Inhaberschuldverschreibung kann vom Kunden zum Ende eines jeden Jahres gekündigt werden.

Installiert sind die Solarmodule auf dem Dach der großen EvoBus-Fertigungshalle in Neu-Ulm. Die 2,3 Megawatt leistende Anlage zapft der Sonne pro Jahr rund zwei Millionen Kilowattstunden Strom ab. Diese Menge genügt, um 650 Haushalte mittlerer Größe zu versorgen. Die CO2-Ersparnis beträgt rund 2.000 Tonnen pro Jahr.

Den eigenen Strombedarf regenerativ produzieren

„Gemeinsam mit unseren Kunden gehen wir einen weiteren Schritt, unsere Region wieder etwas unabhängiger zu machen von fossilen Energien“, so SWU-Geschäftsführer Matthias Berz. Der Geschäftsführer rechnet vor: „Schon mit dem Mindesteinsatz von 2.000 Euro finanziert der zeichnende SWU-Kunde den Bau von vier Quadratmetern Solarfläche. So erzeugt er indirekt etwa 500 Kilowattstunden Strom jährlich“. Anders gerechnet: Hat eine Familie einen jährlichen Strombedarf von 3.000 Kilowattstunden und zeichnet Anteile für 12.000 Euro, dann erhält sie dafür eine Zinsgutschrift von 720 Euro. Mit dieser Gutschrift kann die Familie ihre Jahresrechnung „SWU NaturStrom“ begleichen – und hat ihren Strombedarf gleichsam selbst produziert.

Info

Die Konditionen und Vertragsunterlagen sind in der SWU-Broschüre „SWU Umweltpartner“ zusammengefasst. Die Broschüre ist erhältlich im SWU-Haus oder kann telefonisch unter (07 31) 1 66 88 bestellt werden. Download im Internet: www.swu.de

Inhaberschuldschreibung: Die wichtigsten Konditionen im
Überblick

  • Zeichnungsfrist: bis 30. Juni 2009
  • Vergabe: nach dem Windhundprinzip, das heißt: ausschlaggebend ist der Zeitpunkt des Eingangs des Zeichnungsscheins.
  • Zeichnungshöhe: mindestens 2.000 Euro, höchstens 20.000 Euro. Für Summen dazwischen gelten 2.000 Euro-Schritte.
  • Garantierter Zinssatz: 6 Prozent für Kunden des „SWU Natur-Stroms“; 5 Prozent für alle übrigen SWU-Stromkunden (also zum Beispiel „Grundversorgung“ oder „SWU SchwabenStrom“).
  • Laufzeit: endet am 31. Dezember 2018
  • Kündigungsfrist: drei Monate zum Jahresende, also spätestens am 30. September eines jeden Jahres

 

Linie 1: Schienenweg nach Böfingen ist frei.
21. März 2009

Ulm feiert die Verlängerung seiner Straßenbahnlinie. SWU Verkehr untersucht zwei Neubaustrecken.

Ulm feiert die Verlängerung seiner Straßenbahnlinie. Mit dem Durchschneiden des Bandes gab Oberbürgermeister Ivo Gönner am 21. März die 4,7 Kilometer lange Ausbaustrecke frei. Sie führt von der bisherigen Endhaltestelle Donauhalle in den nordöstlichen Stadtteil Ulm-Böfingen (11.000 Einwohner). 20,5 Millionen Euro kostete der Ausbau. Rund 13 Millionen Euro davon trägt das Land Baden-Württemberg (siehe unten „Chronologie der Verlängerung“).

Fahrgäste haben durch die Verlängerung der Straßenbahn eine umsteigefreie Verbindung in die Ulmer Innenstadt. 20 Minuten nur dauert nun die Fahrt von der neuen Endhaltestelle Ostpreußenweg zum Hauptbahnhof. Zuvor waren es rund 25 Minuten. Fahrgäste mussten dafür allerdings von der Buslinie 4 in die Straßenbahn umsteigen. Die Linie 1 bedient die für Ulm wichtige Ost-West-Achse und gilt als das Rückgrat des Ulmer Nahverkehrs. Von der Linie 1 aus lassen sich alle Ulmer Stadtteile per Bus erreichen. Die Tram bewältigt gut ein Viertel des jährlichen Fahrgastaufkommens von rund 30 Millionen Kunden und ist damit die meist frequentierte Linie. Durch die Schienenverlängerung kann die Buslinie 4 (Kuhberg –
Böfingen) um rund zwei Kilometer verkürzt werden. Die Linie 14 (Böfingen – Wissenschaftsstadt) entfällt ganz.

„Die Verlängerung darf man zu Recht als eine Wiedergeburt der Schiene für die Stadt bezeichnen“, sagte Oberbürgermeister Ivo Gönner anlässlich der Inbetriebnahme. Er erinnerte damit an die bewegte Geschichte, die die Straßenbahn in der Donaustadt hinter sich hat. Vor dem Krieg hatte Ulm vier Schienenstrecken. Eine davon führte über die Donau hinweg ins bayerische Neu-Ulm. Nach dem Krieg gab das Automobil den Ton an. Busse galten im Nahverkehr als zeitgemäß. Die Ulmer Straßenbahn wurde Stück um Stück abgebaut, bis im August 1964 nur noch die Rumpflinie 1 übrigblieb. 1975 war auch diese nach einem Gutachten von der Stilllegung bedroht. Gegenströmungen im Gemeinderat verhinderten das. In den 1990er Jahren drehte sich die Stimmung. Zunehmende Verkehrsdichte und der Umweltgedanke schienen der Straßenbahn eine neue Zukunft zu eröffnen. Doch die ehrgeizigen Ausbaupläne – ein Netz mit fünf Linien sollte wieder beide Donaustädte verbinden – scheiterten 1999. Danach rückte eine „kleine Lösung“ ins Blickfeld. Im Dezember 2001 beschloss der Gemeinderat, die Verlängerung der „Eins“ zu untersuchen.

Voruntersuchungen für zwei Neubaustrecken sind beschlossen
Sieben Jahre später hat die 1 ihren Schienenweg fast verdoppelt – und die Politik erwägt zwei Neubaustrecken. Im Herbst 2008, noch während der Bauarbeiten, beschloss der Ulmer Gemeinderat, eine Straßenbahnverbindung von der Wissenschaftsstadt zum Kuhberg via Hauptbahnhof untersuchen zu lassen. Diese Trasse wäre 10,5 Kilometer lang. Und im Februar 2009 haben die Neu-Ulmer Stadträte die SWU Verkehr beauftragt, Vorplanungen für einen weiteren Schienenast in Angriff zu nehmen: vom Ulmer Hauptbahnhof aus nach Neu-Ulm Ludwigsfeld via Bahnhof Neu-Ulm, das sind 6,7 Kilometer. Die Untersuchungen – entsprechende Ausschreibungen laufen – sollen zeigen, ob die genannten Strecken technisch machbar und volkswirtschaftlich sinnvoll sind. Und wie teuer das die Städte käme. Es geht insbesondere darum, ob weitere Schienenstrecken zuschussfähig sind. Eine „Standardisierte Bewertung“ verbunden mit einer Vorplanung soll bis 2011 über diese Fragen Klarheit schaffen. Danach sind wieder die Stadträte an der Reihe. Sie müssen definitiv sagen, ob sie weitere Tramlinien wollen und die Pläne weiterverfolgt werden sollen.

Chronologie der Verlängerung Linie 1

Dezember 2001:
Der Ulmer Gemeinderat beschließt, die Verlängerung nach Böfingen untersuchen zu lassen. Die SWU Verkehr wird beauftragt, eine „Standardisierte Bewertung“ erstellen zu lassen: Ist der Kosten- Nutzen-Faktor groß genug, damit das Projekt öffentliche Zuschüsse erwarten darf?

2004:
Die „Standardisierte Bewertung“ erbringt einen Kosten-Nutzen- Quotienten von 1,3. Damit ist das Projekt grundsätzlich zuschussfähig. SWU Verkehr erhält den Auftrag, die Entwurfsplanung auszuarbeiten.

Juli 2005:
Der Gemeinderat billigt die Entwurfsplanung und beauftragt die SWU Verkehr, die Planfeststellung zu beantragen.

Februar 2007:
Das Regierungspräsidium Tübingen erlässt den Planfeststellungsbeschluss.

Mitte März 2007:
Das Stuttgarter Innenministerium schickt den Förderbescheid und sagt 13 Millionen Euro Zuschüsse zu.

Ende März 2007:
Der Ulmer Gemeinderat beschließt den Schienenbau ohne Gegenstimme bei nur 1 Stimmenthaltung. SWU Verkehr bestellt zwei weitere Straßenbahnwagen des Typs Combino.

28. August 2007: Erster Spatenstich

November 2008: Der Combino unternimmt die ersten Testfahrten auf dem neuen
Gleis.

15. Dezember 2008: Betriebsfreigabe der rund 600 Meter langen Teilstrecke beim
Messegelände.

21. März 2009:
Vollständige Freigabe der 4,7 Kilometer langen Ausbaustrecke für den Fahrgastbetrieb.

Die Kosten
Bau (ohne Planung): 17,3 Mio. Euro
Planung und Projektfinanzierung: 3,2 Mio. Euro
Gesamtkosten: 20,5 Mio. Euro

Wer bezahlt wie viel?
Zuschuss Land Baden-Württemberg: 13 Mio. Euro
Stadt Ulm: 7,5 Mio. Euro
SWU Verkehr: 5,6 Mio. Euro für die Anschaffung zweier zusätzlicher
Straßenbahnwagen.

 
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1. Februar 2012
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1. Februar 2012
Narrensprung: Linie 4 fährt vorübergehend durch die Olgastraße
27. Januar 2012