Pressemitteilungen der SWU

Früherer Geschäftsführer Reinhold Kramer ist gestorben
02. Juli 2015

Ein Mann der ersten Stunde der gemeinsamen Ulm/Neu-Ulmer Stadtwerke

Die Stadtwerke Ulm Neu-Ulm trauern um ihren früheren technischen Geschäftsführer Reinhold Kramer. Der Diplom-Ingenieur ist am vergangenen Samstag im Alter von 87 Jahren gestorben. Kramer gestaltete die Gründung der gemeinsamen Ulm/Neu-Ulmer Stadtwerke mit.

Geboren und aufgewachsen in Ulm, machte Reinhold Kramer kurz nach dem Krieg Abitur am Kepler-Gymnasium. Er studierte Elektro-technik in Stuttgart und schloss 1953 mit dem Diplom ab. Schon während des Studiums volontierte Kramer als Werksstudent bei den Ulmer Stadtwerken. Seinen Berufsweg begann er allerdings bei den Siemens-Schuckert-Werken in Erlangen, bevor er im November 1961 zu den Stadtwerken kam. Dort leitete er zuerst die Abteilung Stromerzeugung und Strombezug. 1975 wurde er Werksleiter. 1982, nach der Umgründung der Stadtwerke in eine GmbH, übernahm Kramer die Position des technischen Geschäftsführers, die er bis zu seinem Ruhestand Ende 1989 bekleidete.

Stabübergabe bei den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm: Der neue Geschäftsführer Klaus Eder (2. von rechts) erhält am ersten Arbeitstag die grünen SWU-Schuhe von Vorgänger Matthias Berz (2. von links). Im Bild ganz links Aufsichtsratsvorsitzender Ivo Gönner, rechts Gerold Noerenberg, 1. stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender.
Stabübergabe: Klaus Eder übernimmt die Geschäftsführung bei den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm
01. Juli 2015

Vorgänger Matthias Berz verabschiedet sich vor den Mitarbeitern

Zum ersten Arbeitstag gab es ein paar grüne Schuhe. Das Werbesymbol der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm durfte nicht fehlen, als Klaus Eder am 1. Juli seine Funktionen als Geschäftsführer in Ulm übernommen hat. Überreicht hatte ihm die Schuhe Eders Vorgänger Matthias Berz, der sich im Rahmen einer betrieblichen Feier nach 19 Jahren von seinen Mitarbeitern verabschiedet hat.

Willkommen hieß den neuen Geschäftsführer auch SWU-Aufsichtsratsvorsitzender und Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner. Klaus Eder war im vergangenen Dezember vom Aufsichtsrat zum Geschäftsführer bestimmt worden. Zuletzt war der 40 Jahre alte Elektro-Ingenieur einer von zwei Geschäftsführern des Stadtwerks am See mit Sitz in Friedrichhafen und Überlingen. Klaus Eder hatte zuvor schon als Geschäftsführer der Stadtwerke Überlingen fungiert. In dieser Position hat er den Zusammenschluss der beiden Bodensee-Stadtwerke Überlingen und Friedrichshafen mitgestaltet, die im Oktober 2012 zum Stadtwerk am See GmbH geworden sind. „Ich habe nicht gleich am ersten Tag ein fertiges Konzept in der Tasche.

Gewiss aber brauchen wir für die wachsenden Herausforderungen in 
der Energiewirtschaft ein starkes regionales  Netzwerk, innerhalb und außerhalb unserer Branche. Zu überlegen ist ferner, mit welchen Geschäftsfeldern die SWU zusätzlich zu ihren klassischen Aufgaben Geld verdienen kann“, sagte Klaus Eder vor den etwa 600 Anwesenden, darunter zahlreichen Vertretern aus Kommunen und Stadtwerken aus der weiteren Region. Eder dankte seinem Vorgänger Matthias Berz für die „großartige Arbeit, die er in den vergangenen fast zwei Jahrzehnten in Ulm geleistet hat“.

Klaus Eder stammt aus Blaichach im Oberallgäu. Nach einer Lehre 
als Energie-Elektroniker studierte er Elektrotechnik an der Fachhochschule Amberg-Weiden. Zusätzlich erwarb er den Abschluss als MBA (Master of Business Administration). Über die Zwischenstation bei der MVV Energie AG Mannheim war er 2008 zu den Stadtwerken Überlingen gekommen. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Elektronische Unterstützung erhöht die Fahrsicherheit der Straßenbahn
01. Juli 2015

SWU und Siemens haben Feldversuch gestartet

Seit einigen Tagen ist die Straßenbahn „Jörg Syrlin“ mit der Fahrzeugnummer 47 als Versuchsträger für aktive Fahrzeugsicherheitssysteme auf der Ulmer Linie 1 unterwegs. Der Fahrzeughersteller Siemens will in Zusammenarbeit mit der SWU Verkehr GmbH er-proben, inwieweit Komponenten aus dem Automobilbereich sich auch für den Einsatz auf Schienenfahrzeugen eignen. Dazu wurde Tram Nummer 47 mit Sensoren ausgerüstet. Sichtbar sind die Sensoren durch drei Aussparungen an der Fahrzeugfront. Weitere Umbauten am Fahrzeug sind während der mehrmonatigen Testphase nicht vorgesehen.

„Die SWU Verkehr unterstützt Siemens gerne dabei, das System unter realen Betriebsbedingungen zu testen. Ziel des Versuchs ist es, neue Technologien zu entwickeln, die die Straßenbahnen noch sicherer machen und Unfälle vermeiden helfen“, erläutert Ingo Wortmann, Technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr. Fahrerassistenzsysteme nehmen mit Hilfe von Sensoren das Fahrzeugumfeld wahr und interpretieren es. So können gefährliche Situationen in Verbindung mit Radfahrern, Autos oder umgestürzten Bäumen frühzeitig erkannt werden. Der Fahrer erhält dann, wie beim Pkw, einen Warnton.

SWU-Flip-Flops: Der Sommer trägt Grün
26. Mai 2015

Verkaufsaktion unterstützt „Aufschnaufhaus Ulm“

Sie sind wieder zurück: die grünen SWU-Flip-Flops. Ab Mittwoch, 1. Juli 2015 beginnt der Verkauf im ServiceCenter Neue Mitte (Neue Straße 79). Dort sind die luftigen Treter während der Öffnungszeiten von Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr und samstags von 9 bis 14 Uhr erhältlich (solange der Vorrat reicht). Der Verkauf läuft bis einschließlich Samstag, den 31. August. Der Preis beträgt sechs Euro, davon kommen zwei Euro dem Aufschnaufhaus Ulm zu Gute. Diese Einrichtung nimmt Kinder und Jugendliche mit Behinderung in Kurzzeitpflege, um Verwandten und Angehörigen kurzzeitig Entlastung zu verschaffen.

Ulm bestellt Siemens-Multigelenk-Straßenbahn der neuesten Generation. Einen entsprechenden Auftrag unterzeichneten die Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU Verkehr GmbH und Siemens. Von links: Christoph Klaes, Chef des Straßenbahnge-schäfts von Siemens, Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer SWU Verkehr, und Stefan Eckert, Leiter der Division Mobility in der Region Südwest.
Zwölf Siemens-Straßenbahnen für Ulm
26. Mai 2015
  • SWU Verkehr bestellt zwölf Niederflurstraßenbahnen vom Typ Avenio
  • Einsatz auf neu zu bauender Linie 2 in Ulm
  • Auslieferung des ersten Fahrzeugs voraussichtlich Mitte 2017
  • Erster Auftrag für Avenio als Multigelenkfahrzeug

Siemens liefert zwölf Niederflurstraßenbahnen vom Typ Avenio M nach Ulm. Einen entsprechenden Auftrag unterzeichneten am 22. Mai die Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU Verkehr GmbH und Siemens. Der Auftragswert beläuft sich auf rund 32 Millionen Euro. Der Vertrag umfasst zudem eine Option über die Lieferung sechs weiterer Trams. Die neuen Straßenbahnen sind für den Einsatz auf der künftigen Linie 2 vorgesehen. Das erste Fahrzeug soll innerhalb von 24 Monaten geliefert werden, also bis Mitte 2017. Die Lieferung des letzten Fahrzeugs ist für Frühjahr 2018 geplant. Die Produktion erfolgt im Siemens-Werk Wien. Die Fahrwerke werden in Graz produziert, die Leit- und Antriebstechnik kommt aus dem Siemens-Werk Nürnberg.

„Der Avenio ähnelt in vielem dem vorhandenen Combino, sodass wir unseren Fahrgästenein bewährtes Fahrzeug anbieten können“, zeigt sich SWU-Verkehr-Geschäftsführer Ingo Wortmann zufrieden mit dem Ergebnis der Mitte 2014 abgeschlossenenAusschreibung. Er fügt hinzu: „So können wir die künftig zwei Tramlinienaus einem fast einheitlichen Fahrzeugpool bedienen. Das ist auch wirtschaftlich vernünftig“.

„Der Auftrag ist ein wichtiger Meilenstein für das Siemens-Straßenbahngeschäft. Nach München ist die Bestellung aus Ulm der zweite Auftrag aus Deutschland. In der bayerischen Hauptstadt sind seit Beginn des Jahres alle acht neuen Trams im Einsatz“, sagt Sandra Gott-Karlbauer, Leiterin des weltweiten Geschäfts mit Nahverkehrsfahrzeugen bei Siemens. „Die Straßenbahn für Ulm ist gleichzeitig aber auch eine Premiere. Erstmals kommt eine Multigelenk-Variante des Avenios zum Einsatz.“

Der Großraum Ulm ist eine der wachstumsstarken Regionen in Deutschland. Damit einher geht ein steigender Bedarf an Mobilität im öffentlichen Personennahverkehr. Der Gemeinderat hatte die SWU Verkehr GmbH 2009 mit der Planung einer zweiten Straßenbahnlinie beauftragt. Die künftige Linie 2 verbindet die Wissenschaftsstadt im Norden mit dem Hauptbahnhof und der Ulmer Innenstadt sowie dem Kuhberg im Südwesten. Den Baubeschluss hat der Ulmer Gemeinderat am 6. Mai 2015 mit gro-ßer Mehrheit gefasst.

Die neue Straßenbahnlinie mit 20 Haltestellen wird 10,5 Kilometer lang sein; davon sind 9,3 Kilometer und 18 Haltestellen neu zu bauen. Der Bau erfordert inklusive Betriebshoferweiterung Investitionen in Höhe von rund 192 Millionen Euro. Es sind öffentliche Fördermittel in Höhe von 85,3 Millionen Euro zugesagt. Den übrigen Teil der Investition finanziert die Stadt Ulm. Auch das Busnetz wird angepasst. Dadurch kann die Straßenbahn optimal in das vorhandene Verkehrsnetz eingebunden werden. Die Stadt Ulm weist zudem neue Wohnbauflächen entlang der Tramstrecke aus. Damit liefert der Tramausbau weitere Impulse für die Stadtentwicklung.

In Ulm kommt ein fünfteiliger Avenio M zum Einsatz. Das 100-Prozent-Niederflurfahrzeug bietet auf über 31 Metern Länge 175 Fahrgästen Platz. Ermög-licht wird dies durch die Kombination des bewährten Multigelenkkonzepts mit den Erfahrungen der Avenio-Generation. Der gewichtsoptimierte Aluminium-Wagenkasten und die auch schon beim Avenio eingesetzte modernste Antriebs- und Steuerungstechnologie minimieren den Energieverbrauch und sparen somit Betriebskosten. Der Innenraum ist geprägt von Transparenz und vermittelt den Fahrgästen ein Gefühl von Sicherheit und Wohlbefinden. Großzügige Durchgänge auch über den Fahrwerken und eine, verglichen mit den Combino-Fahrzeugen, grö-ßere erste Tür erleichtern den Fahrgastfluss. Der Avenio M kann während der Fahrt Bremsenergie speichern und sie wieder nutzen, statt sie als Wärme verpuffen zu lassen. Das verringert die Kohlendioxid-Emissionen.

Im Erscheinungsbild unterscheidet sich der Avenio vor allem in der Front- und Heckgestaltung vom derzeit in Ulm eingesetzten Combino. Die neuen Wagen werden dem SWU-Design angepasst in den vertrauten Farben blau, hellgrau und weiß. Das typi-sche, geschwungene Seitenprofil am Triebkopf wird in Anlehnung an die heutige Combino-Optik weiterentwickelt. Fortgesetzt wird auch diese Tradition: Jeder Wagen wird den Namen einer historischen Persönlichkeit tragen, die mit der Stadt Ulm verbunden war.

Neu-Ulmer Weststadt: Stadtwerke verlegen Fernwärme- und Trinkwasserleitungen
21. Mai 2015

Luitpoldstraße in Höhe Amtsgericht ist bis Mitte Juli nur für Anwohner erreichbar

Die Stadtwerke erschließen Zug um Zug die Neu-Ulmer Weststadt mit Fernwärme. Einen weiteren Leitungsabschnitt verlegen die Bautrupps ab Dienstag, 26. Mai in der nördlichen Luitpoldstraße. Die Stadtwerke nutzen den Fernwärmeausbau, um in der Luitpoldstraße auch eine neue Trinkwasser-Hauptleitung zu verlegen und die Hausanschlüsse zu erneuern.

Die Arbeiten erstrecken sich in dem etwa 150 Meter langen Abschnitt zwischen der Silcher- und Schützenstraße. Dieser Abschnitt beim Amtsgericht (Schützenstraße 17) wird bis Mitte Juli für den Durch-gangsverkehr voll gesperrt sein. Von der Sperrung wird ab 8. Juni auch die Kreuzung Luitpold-/Schützenstraße betroffen sein.

Bauarbeiten zwingen zu Umleitungen und neuen Parkregelungen

Anlieger der Luitpoldstraße gelangen auch während der Sperrung mit dem Pkw zu den Häusern und Grundstücken. Allerdings sind die stra-ßenseitigen Parkplätze vorübergehend nicht nutzbar, auch diejenigen, die üblicherweise von Bewohnern mit Parkausweis belegt werden. Ersatz bietet die Stadt Neu-Ulm an. Die betroffenen Bewohner werden hierzu separat informiert. Wenn ab 8. Juni auch die Kreuzung Schützenstraße/Luitpoldstraße voll gesperrt sein wird, sind für den Durchgangsverkehr drei Umleitungsstrecken vorgesehen: Von Osten her kommend umfahren Autofahrer den Kreuzungsbereich über die Krankenhaus-, Silcher- und Eckstraße oder werden über die Garten-, Luitpold-, Frieden- und Eckstraße zur Schützenstraße umgeleitet. In Richtung Innenstadt führt der Weg über die Eckstraße, südliche  uitpoldstraße und Gartenstraße.

Im Anschluss: Stadt Neu-Ulm gestaltet Straßen bei der Insel neu

Der Leitungsbau in dem genannten Abschnitt war eigentlich zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen. „Wir ziehen die Arbeiten aber vor, um der von der Stadt für Juli geplanten Neugestaltung des Bereichs bei der Insel den Weg frei zu machen“, sagt Martin Engels, bei den Stadtwerken verantwortlich für den Leitungsbau. Denn für die Straßen-Neugestaltung muss die Luitpoldstraße als Hauptzufahrt zum Krankenhaus frei sein. „Wir werden dort mit unseren Arbeiten vor dem Schwörwochenende fertig sein“, sagt Martin Engels.

Nach den Sommerferien setzen die Stadtwerke den Ausbau des Fernwärmenetzes fort. Dann werden die Trupps Leitungen im südlichen Teil der Luitpoldstraße und in der Friedenstraße bis Hermann-Köhl-Straße verlegen.

Ulmer Gemeinderat gibt grünes Licht für Bau einer zweiten Straßenbahnlinie - Große Mehrheit für Baubeschluss
07. Mai 2015

Nach ausführlicher Diskussion hat der Ulmer Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch, 6. Mai, den Baubeschluss für den Bau einer zweiten Straßenbahnlinie vom Kuhberg zur Wissenschaftsstadt auf dem Oberen Eselsberg gefasst. Dieser Beschluss ist abschließend, nun kann mit dem Bau begonnen werden. Bauherrin ist die SWU Verkehr, die in Abstimmung mit der Stadt Ulm die Planungen, den Bau und den späteren Straßenbahnbetrieb abwickelt.

Bis Ende 2019 sollen 9,3 Kilometer neue Gleise und 18 Haltestellen neu entstehen, außerdem muss der Verkehrsbetriebshof erweitert und für die neue Linie eine Brücke über die Bahngleise zwischen der Neutorstraße und der Kienlesbergstraße gebaut werden. Rund 192 Millionen Euro soll der Ausbau der Straßenbahn kosten. Durch die neue umsteigefreie und komfortable Verbindung zwischen Hauptbahnhof, Schulzentrum am Oberen Kuhberg, östlichem Eselsberg, der Universität, der Wissenschaftsstadt und dem Science Park II sollen die Fahrzeiten verringert und die Kapazitäten erhöht werden. Letztlich soll die Straßenbahn so für mehr Fahrgäste als heute ein attraktives Nahverkehrsmittel werden.

Da die geplante Linie in der sog. Standardisierten Bewertung ein sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweist, wird der Ausbau bezuschusst. Nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) beteiligen sich Bund und Land Baden-Württemberg: Die Förderung für die Strecke der Linie 2 durch den Bund im Rahmen des GVFG-Programms beträgt bis zu 60 Prozent, das Land Baden-Württemberg übernimmt weitere 20 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Insgesamt haben Bund und Land 85,3 Millionen Euro zugesagt. Für den Finanzierungsbeitrag der Stadt Ulm wurden in den vergangenen Jahren- wie auf einem Sparbuch- zweckgebundene Rücklagen gebildet.

Der Bau soll im Juni beginnen, zunächst in der Neutorstraße, wo die neue ÖPNV-Brücke über die Bahngleise entstehen wird. Die Inbetriebnahme des Streckenastes Kuhberg/Hauptbahnhof soll im Winter 2017/2018 erfolgen, die Inbetriebnahme des Streckenastes Hauptbahnhof/Wissenschaftsstadt folgt im Sommer 2018.

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In der Anlage die Beschlussvorlage des Ulmer Gemeinderats „Ausbau der Straßenbahnlinie 2 Oberer Kuhbegr – Wissenschaftsstadt/Baubeschluss“ GD 070/15

im Internet samt aller Anlagen zu finden unter: http://buergerinfo.ulm.de/to0040.php?__ksinr=7418

Herausgeber: Pressestelle der Stadt Ulm, Telefon (07 31) 1 61 - 10 42

SWU ersetzt Brücken über den Illerkanal
30. April 2015

Neubauten erfordern bis Oktober Umleitungen

Besucher der beliebten Ausflugsgaststätte Silberwald und anderer Einrichtungen im Neu-Ulmer Illerholz müssen sich in den nächsten Monaten auf Umwege einstellen. Ab 5. Mai erneuert die SWU Energie zwei Illerkanalbrücken: die Dornbäumlesbrücke beim Sportplatz Ludwigsfeld und die Schappelerbrücke in Höhe des Gurrenhofs. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis in den Oktober. Bis dahin wird der Verkehr auf drei Wegen umgeleitet, jeweils separat für schwere Fahrzeuge, Pkw sowie Fußgänger und Radler. Die Brü-ckensperrungen gelten ab 5. Mai für die Schappelerbrücke und ab 11. Mai für die Dornbäumlesbrücke.

Die neuen Brücken werden für Fahrzeuge bis zu 60 Tonnen Gewicht frei sein. Derzeit sind die beiden altersschwachen Brücken nur eingeschränkt passierbar. Die Stadtwerke sind als Betreiber zweier Wasserkraftwerke für den Unterhalt der Kanalbrücken zuständig und investieren rund 300.000 Euro in die Neubauten.

Getrennte Umleitungswege verhindern Begegnungsverkehr

Lkw und Busse werden während der Bauphase über die Wachholderbrücke umgeleitet, Autofahrer erreichen das Illerholz über die Hurrenhölzlebrücke. Zufahrt zu diesen Ausweichbrücken gewähren Abzweige von der Staatsstraße 2031 (Memminger Straße südlich Ludwigsfelds). „Die Trennung der Zufahrtswege für den schweren und leichten motorisierten Verkehr soll den Begegnungsverkehr gering halten. Denn die Wege sind schmal“, sagt Projektleiter Klaus Weber von der SWU Energie. Ausschließlich Spaziergängern, Joggern und Radlern sind zwei weitere Umleitungsstrecken vorbehalten: über den Tannensteg südlich der Dornbäumlesbrücke und, nördlich davon, über die Brücke beim Wasserkraftwerk Ludwigsfeld. 

Aus zwei historischen Brücken wird später einmal eine

Beide jetzt zu ersetzenden Brücken sind in einem sehr schlechten Zustand. Sanierung oder Neubau? Vor dieser Frage standen die Stadtwerke. Zumindest für die Dornbäumlesbrücke, wegen ihrer als „Fischbauch“ bezeichneten Konstruktion für die Denkmalpflege interessant, wäre eine Sanierung bautechnisch möglich gewesen. Doch hätte das die Tragfähigkeit nicht erhöht. Die Dornbäumlesbrücke wäre auch nach der Sanierung für Fahrzeuge über 6 Tonnen gesperrt geblieben – zu wenig für landwirtschaftliche Fahrzeuge. Trotzdem: Die historische Bausubstanz wird erhalten bleiben, jedoch an anderer Stelle. Denn die Dornbäumlesbrücke ist baugleich mit der seit geraumer Zeit für Pkw gesperrten historischen Wiblinger Kanalbrücke in der Neu-Ulmer Jakobsruhe. Diese Brücke soll wiederhergestellt werden mit Hilfe der abzubauenden Träger der Dornbäumlesbrücke. Es werden die besten Träger beider Brücken ausgesucht, saniert und zur Restaurierung der Wiblinger Kanalbrücke verwendet. Dieses Sanierungskonzept ist mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege abgesprochen. Die Details sind noch abzustimmen. Das wird noch einige Zeit beanspruchen. 

Straßenbahnlinie 2: Förderzusage liegt komplett vor.
27. April 2015

Bund und Land beteiligen sich in Summe mit rund 85 Millionen Euro an dem Vorhaben. Gemeinderat hat nun das letzte Wort.

Die SWU Verkehr GmbH hat am 24. April den Förderbescheid für das Bauvorhaben Straßenbahnlinie 2 vom Stuttgarter Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI) erhalten. Land und Bund werden in Summe rund 85 Millionen Euro zuschießen.

„Wir prüfen den Bescheid derzeit. Eine erste Durchsicht bringt keine Überraschungen“, sagt SWU-Verkehr-Geschäftsführer Ingo Wort-mann. Das Vorhaben hat jetzt alle notwendigen Planfeststellungsbeschlüsse und einen Bescheid zur Förderung. Das sind die Voraussetzungen, damit sich der Ulmer Gemeinderat abschließend mit dem Bauvorhaben befassen kann. Bei einem positiven Votum des Rats können die Bauarbeiten noch vor den Sommerferien beginnen. Der erste Bauabschnitt wird die Brücke über die Bahngleise zwischen Karlstraße und Kienlesberg sein. Die Ausschreibung dafür ist abgeschlossen, so dass die Arbeiten unmittelbar nach dem Gemeinderatsbeschluss vergeben werden können.

Stadtwerke schließen das Geschäftsjahr 2014 mit hohen Wertberichtigungen und Sondereffekten ab.
17. April 2015

Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf 30,4 Millionen Euro; das rein operative Geschäft aber nur auf -97 Tausend Euro.

In der Aufsichtsratssitzung der SWU-Unternehmensgruppe vom 16. April 2015 wurde der Jahresabschluss 2014 festgestellt. Die SWU-Holding sowie ihre fünf Tochtergesellschaften schließen das vergangene Geschäftsjahr mit einem operativen Verlust von 97 Tau-send Euro ab. Der Bilanzverlust allerdings erhöht sich um 30,4 Milli-onen Euro.

Die Verkehrssparte konnte ihren Verlust u.a. wegen gesunkener Spritpreise und Einsparungen in der Werkstatt auf ca. 15 Millionen Euro senken. Im Geschäftsjahr 2013 belief sich dieser noch auf 16,6 Millionen Euro.

Zwei der drei großen verlustbringenden Kraftwerksprojekte belasteten in 2014 voraussichtlich letztmalig das SWU-Ergebnis

Die Schieflage des Strommarktes ließ auch in 2014 keinen gewinnbringenden Betrieb konventioneller Gas- und Kohlekraftwerke zu. Die Bilanz der SWU wurde zuletzt hauptsächlich durch die Beteiligung am Trianel Gaskraftwerk Hamm und dem Trianel Kohlekraftwerk Lünen belastet. Die schlechten Marktbedingungen sorgten für Verluste aus dem Verkauf der produzierten Strommengen dieser Kraftwerke.

Damit das hocheffiziente Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Hamm besser und flexibler an die aktuellen Marktbedingungen angepasst werden kann, haben die beteiligten Gesellschafter der Restrukturierung der Kraftwerksgesellschaft bereits grundsätzlich zugestimmt. Die Voraussetzung für die optimierte Struktur wurde zum einen durch eine Einigung von Trianel mit dem Gaslieferanten E.ON geschaffen sowie zum anderen durch das Auflösen der langfristigen Stromabnahmeverträge mit den beteiligten Stadtwerken. Damit waren im Abschluss 2014 der SWU letztmalig Rückstellungen zur Umsetzung der neuen Struktur in 2015 zu bilden. Die Restrukturierung ist die Basis dafür, die Wirtschaftlichkeit des Trianel Gaskraftwerk Hamm künftig positiv zu gestalten. Noch in diesem Jahr wird über die zukünftige Betriebsweise des Kraftwerks entschieden.

Die Verzögerungen bei der Inbetriebnahme des Holzgas-Heizkraftwerks in Senden und deren Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaftlichkeit mussten in 2014 mit einer einmaligen bilanziellen Wertberichtigung berücksichtigt werden. Wird das Kraftwerk wie geplant im Jahr 2015 die gesteckten Produktionsziele erreichen, sollte es künftig keine weiteren Verluste verursachen. 

Der größte wirtschaftliche Unsicherheitsfaktor der SWU ist nunmehr 
hauptsächlich die Beteiligung am Trianel Kohlekraftwerk Lünen. Moderne Anlagen wie das Kohlekraftwerk in Lünen erwirtschaften mit der Stromproduktion zwar positive Deckungsbeiträge, können im aktuellen Strommarkt aber nicht ihre Vollkosten decken. Aus diesem Grund hält die SWU an der Forderung zur Neuausrichtung des Energiemarktes fest. Gesicherte Kraftwerksleistungen müssen künftig im Kontext der schwankenden Erzeugung der Erneuerbaren jederzeit bereit stehen und entsprechend vergütet werden. 

Personalrückstellungen und Verzinsung von Rückstellungen 
sorgen ebenfalls für außerordentliche Belastungen 

Weitere Faktoren, die das Jahresergebnis negativ beeinflusst haben, 
sind außerordentliche Personalrückstellungen und die Verzinsung von Rückstellungen. Für das Ausscheiden mehrerer Führungskräfte entstehen Aufwendungen von einmalig 3,8 Millionen Euro für Abfindungen und Pensionsverpflichtungen. Sämtliche Rückstellungen der SWU müssen zudem nach dem Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) abgezinst werden. Bei fallendem Zinsniveau wirkt sich dieser Vorgang negativ, bei steigendem Zinsniveau positiv aus. In 2014 ergab sich hierfür eine zusätzliche Belastung von rund 2,8 Millionen Euro.

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 30,4 Millionen Euro setzt sich somit aus folgenden außerordentlichen Positionen zusammen:

Sondereffekte Kraftwerk Hamm: -8,3 Mio. Euro 
Sondereffekte Kraftwerk Lünen: -8,3 Mio. Euro
Wertberichtigung Holzgas-Heizkraftwerk Senden: -7,1 Mio. Euro
Außerordentliche Personalrückstellungen: -3,8 Mio. Euro
Auswirkungen Zinsen aus BilMoG: -2,8 Mio. Euro
Zuzüglich operativer Verlust: - 0,1 Mio. Euro

Jahresfehlbetrag: -30,4 Mio. Euro

Die Städte Ulm und Neu-Ulm stützen ihre Stadtwerke erneut in dieser schwierigen Phase. Sie stärkten in 2014 das Eigenkapital der SWU mit einem Genussrechtsdarlehen in Höhe von 20 Millionen Euro. Über die letzten Jahre haben die beiden Städte nunmehr insgesamt Genussrechtsdarlehen in Höhe von 64 Millionen Euro (Stichtag 31.12.2014) zur Verfügung gestellt. Damit ist die Zahlungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit der SWU in vollem Umfang gewährleistet. 

Restrukturierung der SWU erzielt erste Erfolge

In 2013 wurde die Ergebnis-Konsolidierung der SWU mit dem Sparprogramm „SWU - Fit für die Zukunft“ begonnen. Dies wird von den Mitarbeitern mit großem Engagement umgesetzt. Denn nur mit Hilfe einer Optimierung der Geschäfts- und Unterstützungsprozesse kann die zu erreichende Sparvorgabe der Gesellschafter von dauerhaften 9 Millionen Euro in drei Jahren erreicht werden. Im ersten Jahr 2014 konnten 2,5 Millionen Euro des geforderten Einsparungsziels erreicht werden.
Für die Jahre 2014 - 2016 wurden insgesamt 16 Teilprojekte zur Restrukturierung angesetzt. Viele davon befinden sich bereits weit in der Umsetzung.

Geschäftskunden- und Online-Privatkunden-Vertrieb auf Erfolgskurs

Trotz der aktuellen Schwierigkeiten, vertrauen die Kunden auch weiterhin der SWU. Dies wird durch die Tatsache gestützt, dass viele Geschäfskunden mehrjährige Verträge abschließen. Auch wurde in 2014 die bislang höchste Strommenge (768 GWh) an leistungsgemessene Geschäftskunden verkauft und geliefert. Dabei ist die verkaufte Strommenge über die Jahre stetig gestiegen. In 2008 lag diese noch bei 259 GWh. Im Segment der Privatkunden konnte der Onlinevertrieb im gesamten Vertriebsgebiet (Bayern und Baden-Württemberg) ein starkes Wachstum verzeichnen. In 2014 erhöhte sich die Anzahl an Privatkunden mit SWU NaturStrom - Onlinetarif oder SWU SchwabenStrom - Onlinetarif um knapp 30 Prozent. Trotz sehr hartem Wettbewerb konnte der Marktanteil durch verschiedenste Vertriebsaktivitäten in der Ulmer/Neu Ulmer Region auf hohem Niveau stabil gehalten werden. Der Vertrieb ist damit ein wesentlicher Ertragsbringer im gesamten SWU-Konzern.

SWU sorgt für Wertschöpfung, die in der Region bleibt

2014 investierte die SWU insgesamt 25 Millionen Euro. Für rund 25 Millionen Euro wurden im Rahmen von Investitionen und Unterhaltsmaßnahmen Aufträge an Unternehmen in der Region vergeben. Die Stadtwerke zahlten 0,1 Millionen Euro Gewerbesteuer und 10,4 Millionen Euro Konzessionsabgaben an Städte und Gemeinden. Betreibern von Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Quellen gewinnen, bezahlte die SWU Energie 45,5 Millionen Euro für Einspeisevergütungen. Alles in allem erzeugte die SWU rund 166 Millionen Euro an regionaler Wertschöpfung. 

SWU-Unternehmensgruppe: Eckdaten aus dem Geschäftsjahr 2014

Umsatz: 476 Mio. Euro
Jahresfehlbetrag: -30,4 Mio. Euro
Stromverkauf: 1.219 Mio. kWh
Erdgasverkauf: 1.231 Mio. kWh
Fernwärmeverkauf: 50,6 Mio. kWh
Trinkwasserverkauf: 10,8 Mio. m³
Fahrgäste: 36 Mio. Personen
Mitarbeiter zum Stichtag 31.12.: 1.011 Mitarbeiter
zuzüglich Auszubildende: 54 Auszubildende

Neubau der Straßenbahnlinie 2 wird von Bund und Land gefördert.
16. April 2015

Der Aufsichtsrat der SWU Verkehr wurde am Donnerstag, den 16. April 2015 von der Geschäftsführung über den aktuellen Stand zum Neubau der Straßenbahnstrecke Linie 2 informiert. 

Der Neubau der Straßenbahnstrecke wird demnach von Bund und 
Land gefördert. Die Erwartungen der Stadt Ulm an die Höhe der Förderquote von 60 % der Kosten der Straßenbahnstrecke sind erfüllt. Abzuwarten bleibt nun der schriftliche Eingang des formalen Förderbescheides des Landes an die Bauherrin SWU Verkehr.

Die Kosten für den Neubau der Straßenbahnstrecke erhöhen sich um 22,2 Millionen Euro. Diese Mehrkosten schlüsseln sich wie folgt auf:

- Folgekosten aus dem Planfeststellungsverfahren: 6,5 Mio. Euro

- Folgekosten aus Erkenntnissen vertiefte Planung: 3,2 Mio. Euro

- Kosten aus neuen Planungsanforderungen (z.B. zusätzliche barrierefreie Ausstattung): 0,5 Mio. Euro

- Baupreisentwicklung von 2012 nach 2015 (3 Jahre mit einem Index von 3 %): 12,0 Mio. Euro

Die Geschäftsführung wurde vom Aufsichtsrat damit beauftragt einen weiteren ergänzenden Förderantrag aufgrund der erhöhten Baukosten an die Fördergeber zu stellen, um somit die Chance auf eine zusätzliche Förderung zu erhalten. 

Der Eigenanteil für den Neubau der Straßenbahnstrecke der Linie 2 
wird komplett von der Stadt Ulm getragen. Sie wird den Bau der Linie 2 an die SWU Verkehr beauftragen. Im Mai 2015 soll hierüber final der Gemeinderat beschließen.

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