Aktuelle Informationen der SWU

Ortsänderung für die Bürgerwerkstätten: die Februar-Termine finden alle im Weststadthaus statt
20. Februar 2012

Aufgrund der Vielzahl von Anmeldungen hat sich die SWU Verkehr kurzfristig entschlossen, die im Februar noch ausstehenden Sitzungen der Bürgerwerkstätten ins Weststadthaus zu verlegen. Die dortigen Räumlichkeiten haben sich als ideal herausgestellt.

Ursprünglich sollten die Sitzungen am 23., 24. und 25. Februar im SWU-Hauptgebäude Karlstraße stattfinden. Ort der letzten Bürgerwerkstatt am 7. März wird unverändert das Bürgerzentrum Eselsberg sein. Die Bürgerwerkstätten fanden bislang großes Interesse. Zu den ersten drei Treffen kamen insgesamt rund 70 Besucher und behandelten mit Fachleuten und Verantwortlichen von Stadt und SWU Verkehr verschiedene Einzelthemen rund um die geplante Straßenbahnlinie. Hier alle ausstehenden Termine im Überblick:

  • Donnerstag, 23. Februar, 18 bis 22 Uhr, Weststadthaus Moltkestraße 10: Linie 2 in der Wissenschaftsstadt

  • Freitag, 24. Februar, 18 bis 22 Uhr, Weststadthaus Moltkestraße 10: Linie 2 von der Saarlandstraße bis zum Schulzentrum Kuhberg

  • Samstag, 25. Februar, 14 bis 18 Uhr, Weststadthaus Moltkestraße 10: Linie 2 von der Beyerstraße durch die untere Römerstraße bis zur Saarlandstraße

  • Mittwoch, 7. März, 18 bis 22 Uhr, Bürgerzentrum Eselsberg
    Virchowstraße 4: Linie 2 im Mähringer Weg.

Alle Termine stehen auch im Internet unter www.linie2-ulm.de

Anmeldungen und Rückfragen:

unter Telefon (0 61 51) 95 04 85 15 oder per Mail
unter fb[@]team-ewen[.]de

Fotomontage: Blick auf den Chempark Krefeld-Uerdingen mit dem vorgesehenen Kraftwerk (rechts).
Genehmigungsverfahren für Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Krefeld läuft
14. Februar 2012

SWU Energie hat sich einen Leistungsanteil von etwa 50 Megawatt gesichert. Bau könnte 2013 beginnen.

Für das geplante Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk (GuD) im Chempark Krefeld-Uerdingen hat die Trianel Kraftwerk Krefeld GmbH (TKK, Aachen) den Antrag auf Vorbescheid nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz gestellt. Die 2.300 Seiten umfassenden Antragsunterlagen wurden vergangene Woche der Bezirksregierung Düsseldorf überreicht. Zeitgleich wurde der Vorbescheidsantrag für das ursprünglich geplante Steinkohlekraftwerk zurückgezogen.

Die Stadtwerke-Kooperation Trianel will auf dem Industriegelände ein GuD mit bis zu 1.200 Megawatt elektrischer Leistung errichten. Die Doppelblockanlage wird zwei alte Kohlekessel ersetzen. Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm sind als eines von rund 30 kommunalen Unternehmen an dem Projekt beteiligt und haben sich etwa 50 Megawatt elektrischer Leistung gesichert. Das Kraftwerk soll Strom für die beteiligten Stadtwerke und ganzjährig Dampf für die chemischen Produktionsprozesse im Chempark Krefeld-Uerdingen (7.000 Beschäftigte) auskoppeln. In diesem wärmeorientierten Betrieb wird das eingesetzte Gas zu etwa 90 Prozent in nutzbare Energie umgewandelt. „Ein Spitzen-Wirkungsgrad, der die Ressourcen schont“, sagt Jürgen Schäffner, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU Energie. 

Energiewende absichern 

Stündlich muss das zu errichtende Gaskraftwerk bis zu 500 Tonnen Dampf für den Chempark bereitstellen können. Als hochflexibles Kraftwerk ist es zudem in der Lage, die schwankende Einspeisung von Windrädern und Solaranlagen auszugleichen. Chempark-Leiter Dr. Stefan Dresely blickt dem beginnenden Genehmigungsverfahren optimistisch entgegen: „Wir machen nun den ersten konkreten Schritt in diesem gerade für die Energiewende wichtigen Kraftwerksprojekt und hoffen auf einen zügigen und reibungslosen Genehmigungsablauf“. Abhängig davon könnte der Bau im kommenden Jahr beginnen. Nach dem heutigen Zeitplan könnte das Kraftwerk 2016 in Betrieb gehen.  

Kraftwerksstandort mit bester Infrastruktur 

Der Chempark Krefeld-Uerdingen gilt nicht nur aufgrund der ganzjährigen Dampfauskopplung als einer der besten Kraftwerksstandorte Deutschlands. Denn das Kraftwerk nutzt die auf dem Gelände bestehende Infrastruktur ebenso wie die gute Anbindung an das Ferngasnetz. In unmittelbarer Nähe liegt auch der Einspeisepunkt ins Höchstspannungsnetz für den erzeugten Strom. Damit ist der schnelle Transport des erzeugten Stroms gewährleistet.

Vier neue Busse ergänzen jetzt den Fuhrpark der Schwaben Mobil Nahverkehr. Einer der Busse kann zum Fahrschulwagen mit zweiter Pedalerie umgebaut werden (ganz rechts). Schwaben Mobil hat 1,6 Millionen Euro für die Neufahrzeuge investiert.
Vier neue Busse für die SWU-Linien
08. Februar 2012

Tochterunternehmen Schwaben Mobil Nahverkehr investiert 1,6 Millionen Euro

Vier fabrikneue Mercedes-Busse ergänzen seit kurzem den Fuhrpark der Schwaben Mobil Nahverkehr. Die in Bobingen bei Augsburg ansässige Tochtergesellschaft der SWU Verkehr fährt seit 2006 die Stadtwerke-Linien in Ulm und Neu-Ulm. Um den Fuhrpark zu modernisieren, wurden jetzt drei Gelenkbusse und ein Solobus gekauft. Die Busse vom Typ Mercedes-Benz Citaro ersetzen entsprechende ältere Modelle, die nach rund 700.000 Kilometern Fahrleistung ausgemustert werden. Rund 1,6 Millionen Euro hat Schwaben Mobil Nahverkehr investiert.

Qualitätsstandards erfüllt

„Die regelmäßige Erneuerung des Fuhrparks ist eine der Grundlagen, um die Qualität des Nahverkehrs in der Doppelstadt zu sichern“, hebt Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr, hervor. Die SWU Verkehr bestellt die Fahrleistungen bei ihrem Tochterunternehmen Schwaben Mobil. „Unser Partner erfüllt die vereinbarten Standards zuverlässig. Das gilt für die Fahrzeugtechnik ebenso wie für das Fahrpersonal“, so Wortmann weiter. Wie Schwaben-Mobil-Geschäftsführer und Mitgesellschafter Werner Ziegelmeier berichtet, hat sein Unternehmen in den letzten Jahren jährlich vier bis sieben neue Busse nur für den Einsatz in Ulm/Neu-Ulm gekauft. „Wir werden weiter investieren. Übrigens auch in qualifiziertes Personal, das nach Tarif bezahlt wird“, bekräftigt Ziegelmeier. Schwaben Mobil unterhält eine Geschäftsstelle in Neu-Ulm. Vom Firmensitz Bobingen aus betreibt das Unternehmen weitere Buslinien im Raum Augsburg.

Viertürige Gelenkbusse

Die jetzt beschafften Gelenkbusse sind vom Typ Mercedes-Benz Citaro O 530 G C 1. Bestückt mit dem schadstoffarmen Euro-5-Motor (354 PS) und ausgestattet mit stufenlosem Einstieg, Klimaanlage und Rollstuhlrampe bietet der Bus über 100 Passagieren Platz. Eine Besonderheit ist die vierte Tür im Heckteil. Diese zusätzliche Tür erleichtert das Ein- und Aussteigen. Der Bus füllt und leert sich schneller, wodurch er auch schneller von der Haltestelle wegkommt. Gerade in den Stoßzeiten kann das die Pünktlichkeit erhöhen.

Bus doppelt genutzt

Auch der neue Solobus vom Typ Mercedes-Benz Citaro O 530 C 2 weist eine Besonderheit auf. Mit wenigen Handgriffen lassen sich neben dem Fahrer-Cockpit eine zweites Pedal-Paar und ein zweiter Sitz einbauen. Damit wird der Bus zum Fahrschul-Fahrzeug. Im Alltagsbetrieb wird der Bus vor allem als Einsatzwagen fahren, zum Beispiel im Schülerverkehr. Der Citaro 2 ist erst seit Herbst auf dem Markt und dürfte damit eines der ersten Fahrzeuge dieser Baureihe in Ulm sein. Der zweitürige Bus bietet 40 Sitz- und 52 Stehplätze und ist mit Einstiegshilfe und eigenem Stellplatz für Rollstuhlfahrer ausgestattet. Alle vier neuen Busse sind bereits im Einsatz.

Wasserleitungen und Wasserzähler im Haus frostsicher machen
09. Februar 2012

Der anhaltende strenge Frost verlangt für die Trinkwasserversorgung im Haus besondere Vorkehrungen. Die SWU weist darauf hin, dass nicht nur Wasserleitungen in ungeheizten Räumen (und unbewohnten Häusern) vor Frost geschützt werden müssen. „Auch Wasseruhren sind empfindlich gegen Frost“, sagt Jürgen Wegele, bei den Stadtwerken zuständig für die Messeinrichtungen Gas und Wasser. Zunächst sollte darauf geachtet werden, dass die Fenster in Kellerräumen fest geschlossen bleiben. Jürgen Wegele empfiehlt weiter, die Wasseruhren mit alten Textilien dick zu umwickeln. Abgedeckt werden sollten auch Wasserleitungen, die im Keller auf Putz verlegt sind. Dabei helfen Textilien oder zusätzliche Dämmung durch Glaswolle. In manchen Gärten befinden sich Wasserzählerschächte. Diese sollten mit viel Stroh oder totem Laub abgedeckt werden. Zusätzlichen Frostschutz bieten Styroporplatten.

Die Stadtwerke weisen darauf hin, dass Kunden nach den allgemeinen Versorgungsbedingungen verpflichtet sind, ihre Wasseruhren vor Frost schützen. Gut vorgesorgt haben Hausbesitzer, die rechtzeitig vor dem Winter ihre Gartenleitungen abgestellt und danach komplett entleert haben. Außenhähne sollten über die kalte Jahreszeit hinweg geöffnet bleiben. So kann eventuell nachfließendes Wasser abfließen und gefriert nicht in der Leitung. Sind Wasseruhren doch einmal eingefroren, sollten Hausbesitzer umgehend die Stadtwerke verständigen: Telefon (07 31) 1 66 - 0 oder 6 00 00.

Bürgerwerkstätten: Themen, Termine, Orte, Anmeldung
01. Februar 2012

Mit der Bürgerwerkstatt eröffnen Stadt und SWU Verkehr 2012 eine neue Runde im Bürgerdialog rund um die geplante Straßenbahnlinie 2. Die erste dieser Werkstätten befasst sich am 3. Februar mit den beiden Themen Barrierefreiheit und Schulwege. Die Veranstaltung im Weststadthaus eröffnet eine Reihe von Gesprächsrunden, die Planer, Verantwortliche von Stadt und Stadtwerken mit Bürgerinnen und Bürgern zusammenbringt. Jeder Interessierte kann nach Voranmeldung an der Bürgerwerkstatt teilnehmen. Bis Anfang März sind die folgenden sieben Treffen vorgesehen.

  • Freitag, 3. Februar, 18 bis 22 Uhr, Weststadthaus Moltkestraße:
    Linie 2 und Barrierefreiheit / Linie 2 und Schulwege
  • Donnerstag, 9. Februar, 18 bis 22 Uhr, Weststadthaus Moltkestraße:
    Linie 2 und Grün / Linie 2 und Radverkehr
  • Freitag, 17. Februar, 18 bis 22 Uhr, Weststadthaus Moltkestraße:
    Linie 2 und ÖPNV-Vernetzung
  • Donnerstag, 23. Februar, 18 bis 22 Uhr, SWU-Haus Karlstraße:
    Linie 2 in der Wissenschaftsstadt
  • Freitag, 24. Februar, 18 bis 22 Uhr, SWU-Haus Karlstraße:
    Linie 2 von der Saarlandstraße bis zum Schulzentrum Kuhberg
  • Samstag, 25. Februar, 14 bis 18 Uhr, SWU-Haus Karlstraße:
    Linie 2 von der Beyerstraße durch die untere Römerstraße bis zur Saarlandstraße
  • Mittwoch, 7. März, 18 bis 22 Uhr, Bürgerzentrum Eselsberg Virchowstraße 4:
    Linie 2 im Mähringer Weg.

Alle Termine stehen auch im Internet unter www.linie2-ulm.de

Anmeldungen:
unter Telefon (0 61 51) 95 04 85 15 oder per Mail
unter fb[@]team-ewen[.]de

Ab 6. Februar: Probebohrungen entlang der geplanten Straßenbahnlinie am Eselsberg und in der Wissenschaftsstadt
01. Februar 2012

Im Rahmen der Planungen für die neue Straßenbahnlinie lässt die SWU Verkehr Probebohrungen entlang des vorgesehenen Streckenverlaufs machen. So werden ab Montag, 6. Februar die Bohrungen in dem Abschnitt zwischen Neutorbrücke und Science Park II beginnen. Anhand der Bohrungen können die Experten die Bodenbeschaffenheit analysieren und daraus wichtige Erkenntnisse für die Planung der Gleise gewinnen. Ziel ist es, den optimalen Gleisaufbau zu finden und dadurch die Fahrgeräusche beim späteren Straßenbahnbetrieb so gering wie möglich zu halten und Erschütterungen zu vermeiden, besonders in dicht bebauten Gebieten.

Etwa 40 Bohrungen sind jetzt im Verlauf der geplanten Strecke zwischen Neutorbrücke und Science Park II vorgesehen: An der Auffahrt zur Neutorbrücke zum Beispiel, in der Kienlesbergstraße, im Mähringer Weg und in der Albert-Einstein-Allee bis hin zum Knoten Wilhelm-Runge-Straße/Lise-Meitner-Straße. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Februar und sind mit Lärm verbunden. Gearbeitet wird montags bis freitags zwischen 7.30 und 18.00 Uhr. Im Bereich der Bohrungen wird eine Fahrspur für die Dauer von zwei bis drei Stunden gesperrt. Die Bohrlöcher werden unmittelbar im Anschluss an die Arbeiten wieder verfüllt.

Info: Aktuelles zum Projektstand und zu Vorarbeiten steht auch im Internet unter www.linie2-ulm.de

Narrensprung: Linie 4 fährt vorübergehend durch die Olgastraße
27. Januar 2012

Am Sonntag, 29. Januar übernehmen die Narren für gut drei Stunden in der Ulmer Innenstadt das Kommando auf den Straßen. Für den Narrensprung wird die Frauenstraße gesperrt. Aus diesem Grund fährt die Linie 4 (Kuhberg Schulzentrum – Böfingen Süd) in der Zeit von 13 Uhr bis 17 Uhr nicht wie gewohnt durch die Neue Straße und Frauenstraße, sondern über Hauptbahnhof und Olgastraße. Die Linie 4 bedient auf dieser Ausweichroute die Haltestellen Hauptbahnhof, Theater und Justizgebäude. Die Haltestellen Rosengasse, Hafengasse, Rathaus Ulm und Steinerne Brücke können während des Narrensprungs nicht bedient werden. Die Ausweichroute kann in der Echtzeit-Fahrplanauskunft an den Haltestellen nicht berücksichtigt werden.

Mit der Tageskarte stressfrei das närrische Treiben genießen

Den Zuschauern des närrischen Lindwurms empfiehlt die SWU Verkehr, am Veranstaltungstag öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Die Tageskarte City ermöglicht eine stressfreie An- und Abreise. Für 6,50 Euro können bis zu fünf Erwachsene gemeinsam den ganzen Tag Bus und Straßenbahn fahren. Für Besucher aus der Region empfiehlt sich die Tageskarte Netz zu 13,70 Euro. Sie gilt im gesamten DING-Verbundgebiet.

Bürgerdialog startet in die zweite Phase
12. Januar 2012

Zur Vertiefung: Anliegen werden in Bürgerwerkstätten aufgenommen

Mit der Bürgerwerkstatt eröffnen Stadt und SWU Verkehr 2012 eine neue Runde im Bürgerdialog rund um die geplante Straßenbahnlinie 2. Die erste dieser Werkstätten befasst sich am 3. Februar mit zwei Themen: Linie 2 und Barrierefreiheit sowie Linie 2 und Schulwege. Mit der Veranstaltung im Weststadthaus beginnt eine Reihe von Gesprächsrunden, die Planer, Verantwortliche von Stadt und Stadtwerken mit Bürgerinnen und Bürgern zusammenbringt. Jeder Interessierte kann nach Voranmeldung an der Bürgerwerkstatt teilnehmen. Bis Anfang März sind sechs weitere Werkstätten terminiert.

Der Bürgerdialog nützt allen Seiten

„Vom Dialog profitieren Bürger und Verantwortliche gleichermaßen, da wir frühzeitig die Bedenken und Anregungen von Seiten der Anwohner und potenziellen Nutzer kennen lernen, prüfen und, wenn möglich, in die weiteren Planungen einfließen lassen können“, sagt Baubürgermeister Alexander Wetzig. Aufgrund von Bürgeranregungen sind Stadt und SWU beispielsweise davon abgerückt, die Straßenbahn auf dem Eselsberg zwischen Hasenkopfweg und Uni-Bauamt in Straßenmittellage fahren zu lassen; stattdessen ist nun vorgesehen, die Trasse in Seitenlage der Straße zu führen.

Gespräche jetzt weiter vertiefen

„Der bisher geführte Dialog zeigt, welche Themen den Bürgern bezüglich der Straßenbahnlinie besonders wichtig sind. Die Anregungen aus den Trassenbegehungen und Gesprächsabenden haben wir geprüft und werden sie nun in vertiefter Form mit den Beteiligten besprechen. Die Themen der Werkstattgespräche orientieren sich an den Hinweisen aus der Bürgerschaft. Und vielleicht kommen auch neue Ideen“, erläutert Ingo Wortmann, technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr, die Intention. Themen, bei denen Bürger mitbestimmen können, sind die Straßenraumgestaltung, die Radwegeführung, das Parkkonzept sowie die Haltestellengestaltung.

Ausstellung im Rathaus zeigt aktuellen Planungsstand

Den aktuellen Stand der Planungen zur Linie 2 zeigt eine Ausstellung, die ab 1. Februar im Foyer des Rathauses zu sehen sein wird. Auf mehreren Stellwänden werden die Entwurfspläne der einzelnen Streckenabschnitte dargestellt und erläutert. Eine Gesamtübersicht mit Daten und Fakten zur Linie 2 sowie eine Zusammenfassung des Bürgerdialogs runden die Ausstellung ab.

Ausstellung zum Brückenbau Kienlesberg

„Die neue Straßenbahnbrücke auf den Kienlesberg soll ein stadtprägendes Bauwerk werden“, kündigt Baubürgermeister Alexander Wetzig an. Deshalb werden die Bürger auch über die Ergebnisse der Ausschreibung informiert. Zurzeit prüft eine Jury aus Fachleuten, Vertretern der Gemeinderatsfraktionen, der Stadt und der SWU Verkehr die Entwürfe der Architekturbüros. Der Sieger wird voraussichtlich Ende Februar bekanntgegeben. Ab Mitte März werden die drei favorisierten Entwürfe der Öffentlichkeit präsentiert. Im Rahmen einer Ausstellungseröffnung werden die einzelnen Entwürfe gewürdigt und die weiteren Stufen des Brückenbaus bis zur geplanten Einweihung im Jahr 2016 erläutert.

Bislang breite Diskussion

Im Rahmen des Bürgerdialogs gab es seit September 2011 eine Reihe von Informationsveranstaltungen, Trassenbegehungen und Gruppengesprächen. Im Internet versorgt eine eigene Informationsplattform die Öffentlichkeit mit Daten und Fakten und hält Interessierte über Termine auf dem Laufenden. Die Dialogbausteine werden gut genutzt. Bürger tauschen sich regelmäßig mit Experten aus und äußern ihre Anliegen und Verbesserungswünsche. Die Ergebnisse dieser breiten Diskussion werden in den Bürgerwerkstätten im Februar und März 2012 diskutiert und vertieft. Den Dialogprozess begleiten drei Büros: das team ewen aus Darmstadt, das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) in Frankfurt und die Agentur Signum aus Mannheim. Für den Bürgerdialog hat die Stadt 100.000 Euro bereitgestellt.

Bürgerwerkstatt: Themen, Termine, Orte, Anmeldung

Freitag, 3. Februar, 18 bis 22 Uhr, Weststadthaus Moltkestraße:
Linie 2 und Barrierefreiheit / Linie 2 und Schulwege

Donnerstag, 9. Februar, 18 bis 22 Uhr, Weststadthaus Moltkestraße:
Linie 2 und Grün / Linie 2 und Radverkehr

Freitag, 17. Februar, 18 bis 22 Uhr, Weststadthaus Moltkestraße:
Linie 2 und ÖPNV-Vernetzung

Donnerstag, 23. Februar, 18 bis 22 Uhr, SWU-Haus Karlstraße:
Linie 2 in der Wissenschaftsstadt

Freitag, 24. Februar, 18 bis 22 Uhr, SWU-Haus Karlstraße:
Linie 2 von der Saarlandstraße bis zum Schulzentrum Kuhberg

Samstag, 25. Februar, 14 bis 18 Uhr, SWU-Haus Karlstraße:
Linie 2 von der Beyerstraße durch die untere Römerstraße bis zur Saarlandstraße

Mittwoch, 7. März, 18 bis 22 Uhr, Bürgerzentrum Eselsberg Virchowstraße 4: Linie 2 im Mähringer Weg.
Alle Termine stehen im Internet unter www.linie2-ulm.de

Ab morgen werden die Ulmer über Plakate, die Linie-2-Website und eine Hauswurfsendung eingeladen. Bürger, die bereits an einer früheren Dialogveranstaltung teilgenommen und ihre Kontaktdaten hinterlassen haben, werden zudem per Post oder E-Mail auf die Termine hingewiesen. Außerdem liegen bei SWU traffiti im ServiceCenter Neue Mitte Einladungen aus. Anmeldungen zu den Bürgerwerkstätten sind zudem über die genannte Internet-Plattform möglich.

Bahnstrecke Senden - Weißenhorn: Planfeststellung beantragt
05. Januar 2012

Ein weiterer Schritt ist getan, um die Bahnstrecke zwischen Senden und Weißenhorn wieder für Personenzüge zu öffnen. Vor Weihnachten hat die SWU Verkehr die Planfeststellung für die Ertüchtigung der knapp zehn Kilometer langen Strecke beantragt und die Unterlagen nach München geschickt. Dort hat die für das nun beginnende Verfahren zuständige Regierung von Oberbayern ihren Sitz. Den Schienen-Nahverkehr bestellen wiederum wird die landeseigene Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG).

Rückgrat eines regionalen S-Bahn-Netzes 

Die SWU Verkehr hatte die seit Jahrzehnten nur noch für den Güterverkehr genutzte Strecke im Juli 2009 gepachtet und dadurch vor der endgültigen Stilllegung bewahrt. Bei den Plänen, in der Region Donau-Iller ein S-Bahn-Netz zu schaffen, kommt der wiedereröffneten Strecke eine Schlüsselfunktion zu. Pendler sollen ab Dezember 2013 mit dem Nahverkehrszug in weniger als einer halben Stunde umsteigefrei von Weißenhorn aus über Senden zum Ulmer Hauptbahnhof gelangen. Das würde den Verkehrsfluss in der Region sehr erleichtern und Straßen entlasten.  

Rund 10 Millionen Euro Investitionen 

Davor muss die Strecke zwischen Weißenhorn und Senden ertüchtigt werden: Gleise und Signalanlagen sind zu erneuern, Bahnübergänge abzusichern und vor allem Haltepunkte auszubauen, zum Beispiel durch Park-and-Ride-Plätze. Vier Haltepunkte sind vorgesehen, darunter ein ganz neuer im Industriegebiet Weißenhorn-Eschach. Rund zehn Millionen Euro wird die Modernisierung kosten. Den allergrößten Teil der Investition wird die SWU Verkehr tragen. Die Städte Senden, Weißenhorn und Vöhringen finanzieren die Haltepunkte und Bahnübergangsausbaumaßnahmen auf ihrem Gebiet mit. Die SWU Verkehr hofft, dass der Planfeststellungsbeschluss bis Herbst 2012 vorliegt. Der weitere Zeitplan sähe dann so aus: Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen bis Frühjahr 2013, Baubeginn im Frühsommer, Fertigstellung spätestens im November 2013.

Jürgen Schäffner und Ingo Wortmann als Geschäftsführer wiederbestellt
04. Januar 2012

Jürgen Schäffner (47), technischer Geschäftsführer der SWU Energie GmbH, und Ingo Wortmann (41), technischer Geschäftsführer der SWU Verkehr GmbH, sind bis 30. Juni 2017 in ihren jeweiligen Funktionen bestätigt worden. Diesen Beschluss fassten die zuständigen Aufsichtsratsgremien der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH bei der letzten Sitzung am 20. Dezember 2011. Beide Geschäftsführer waren erstmals im Januar 2003 bestellt worden. SWU Energie und SWU Verkehr sind 100-prozentige Tochtergesellschaften der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm.

Jürgen Schäffner hat in seiner Heimatstadt Mannheim Elektrotechnik an der dortigen Fachhochschule studiert. Vor seiner Ulmer Zeit war er bei den Stadtwerken Hockenheim (Rhein-Neckar-Kreis) als Werkleiter ebenfalls für die Technik verantwortlich. Ingo Wortmann stammt aus Wuppertal im Bergischen Land (Nordrhein-Westfalen) und ist Diplom-Bauingenieur. Bevor er sich in Ulm niederließ, war er für die Dresdner Verkehrsbetriebe in verschiedenen Aufgaben tätig, zuletzt als Leiter des Profitcenters Verkehrsmanagement und Marketing.

Ingo Wortmann und Jürgen Schäffner

SWU erhöht Investitionen in die Wasserversorgung auf 6,3 Millionen Euro.
30. Dezember 2011

Preisanpassung notwendig. Ab Januar knapp sechs Euro Mehrkosten im Jahr. Allgemeine Teuerungsrate ausgeglichen. 

Gut drei Viertel der Gesamtkosten in der Wasserversorgung entfallen auf die Netzpflege. Um Leitungen, Brunnen und Anlagen in Schuss zu halten und um die Wasserqualität zu kontrollieren, wenden die Stadtwerke im kommenden Jahr rund 6,3 Millionen Euro auf. Das sind zwei Millionen Euro mehr als 2011. Der größte Teil dieser Investitionen wird in den Neubau des stark sanierungsbedürftigen Wasserbehälters Eselsberg fließen. Die Netzpflege ist ein fester Kostenblock, er richtet sich nicht danach, ob viel oder wenig Wasser gefördert und verkauft wird. „Der Geschäftszweig Wasserversorgung ist kapitalintensiv und muss wirtschaftlich bleiben“, erläutert SWU-Geschäftsführer Matthias Berz, „daher kommen wir um eine moderate Preis-Anhebung nicht herum“.

Ab 1. Januar kostet der Kubikmeter 1,75 Euro brutto, drei Cent mehr als bisher. Daneben erhöhen sich auch die jährlichen Grundpreise der verschiedenen Kundengruppen. Der Grundpreis richtet sich nach der Anzahl und Leistung der installierten Wasserzähler, ist also von Gebäude zu Gebäude unterschiedlich. Alles in allem wirkt sich die Preisanhebung wie folgt aus: Ein Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 150 Kubikmetern Trinkwasser für drei Personen gibt pro Jahr rund 5,70 Euro oder 1,8 Prozent mehr aus. Die Erhöhung erfasst alle Tarifgruppen der über 31.000 SWU-Kunden in Ulm und Neu-Ulm. „Die maßvolle Erhöhung gleicht die Inflationsrate aus und sorgt dafür, dass der Geschäftszweig Trinkwasserbelieferung investitionsfähig bleibt“, führt Matthias Berz weiter aus. Tatsächlich haben sich im ablaufenden Jahr die Kosten für den Betrieb des Wassernetzes im Tempo der allgemeinen Kostensteigerungen bewegt.

Landesweiter Preisvergleich: SWU nimmt Rang 24 ein

Auch nach der Erhöhung bleibt die SWU landesweit einer der günstigsten Wasserversorger. In dem vom Stuttgarter Wirtschaftsministerium im März 2011 aktualisierten Preisvergleich rangiert die SWU wiederum im oberen Drittel der günstigsten privatrechtlichen Wasserversorger. SWU belegt Rang 24 unter den 85 gelisteten Unternehmen. Bei 150 Kubikmeter Jahresverbrauch bezahlt der SWU-Kunde ab Januar rund 324 Euro brutto. Für 2011 liegt der Landesschnitt bei 344 Euro. 

Vorsorge gegen Knaller: Fahrkartenautomaten sind über den Jahreswechsel außer Betrieb
28. Dezember 2011

Die SWU Verkehr trifft Vorsorge gegen „verirrte“ Silvesterknaller. Ab sofort und bis einschließlich Donnerstag, 5. Januar 2012 werden die 42 Fahrscheinautomaten an den Haltestellen entlang der SWU-Linien außer Betrieb genommen.

 

Die Automaten sind empfindlich, speziell die eingebaute Elektronik verträgt keine Silvesterscherze. Mutwillige Beschädigungen, zum Beispiel indem Gegenstände gewaltsam in die Automaten eingeführt wurden, haben in der Vergangenheit wiederholt längere Ausfälle und teure Reparaturen verursacht. Ab Freitag, 6. Januar 2012 sind die Fahrscheinautomaten wieder betriebsbereit. Über den Jahreswechsel können Fahrkarten in den 12 Vorverkaufsstellen und bei „SWU trafitti“ im ServiceCenter Neue Mitte gekauft werden. „SWU trafitti“ ist an Silvester von 9 bis 13 Uhr geöffnet.

Zusätzlicher Fahrscheinverkauf am Haltepunkt Ulm ZOB

An Silvester fahren die SWU-Linien nach dem Samstagsfahrplan. Das Anrufsammeltaxi „MobilSAM“ endet gegen 18 Uhr. Der letzte Anschluss auf den regulären SWU-Linien ist gegen 0.45 Uhr. Anschließend fahren in der Neujahrsnacht die Nachtbuslinien N 1 bis N 5, N 7 und N 8 jeweils stündlich zwischen 1.30 Uhr und 4.30 Uhr ab Ulm ZOB. In der Silvesternacht werden Fahrscheine zwischen 1.15 Uhr und 4.30 Uhr an den Abfahrtssteigen der Nachtbuslinien des Haltepunkts Ulm ZOB zusätzlich durch stationäres Personal verkauft. Die SWU Verkehr bittet ihre Fahrgäste, auch diese Alternative für den Fahrscheinkauf zu nutzen. Das entlastet den Busfahrer, insbesondere bei großem Andrang. Die Mitarbeiter stehen in speziell gekennzeichneter Kleidung jeweils 15 Minuten vor Abfahrt der Nachtbuslinien bereit.

Auf den Dächern der Multifunktionshalle an der Memminger Straße in Neu-Ulm sind über 4.200 Solarmodule montiert. Der aus ihnen gewonnene Strom entspricht dem Bedarf von 120 Haushalten mittlerer Größe.
Solarstrom für 120 Haushalte
23. Dezember 2011

Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach der Ratiopharm-Arena geht ans Netz. SWU investiert rund 1,2 Millionen Euro.

Auch wenn der Winterhimmel derzeit wenig Sonnenlicht durchlässt: Auf dem Dach der Ratiopharm-Arena Ulm/Neu-Ulm waren Techniker in den letzten Wochen kräftig damit beschäftigt, Solarzellen-Module zu verkabeln. Die rund 480 Kilowatt leistende Photovoltaik-Anlage ist jetzt betriebsbereit und speist die ersten Kilowattstunden Strom ins Netz ein.

Eigentlich sind es zwei Anlagen. Auf den Dächern der Multifunktionshalle und des angegliederten Parkhauses sind über 4.200 Solarmodule montiert. Sie verteilen sich auf eine Dachfläche von 8.700 Quadratmetern. Die jährliche Stromerzeugung von rund 450.000 Kilowattstunden entspricht dem Bedarf von 120 Haushalten mittlerer Größe. „Mit der Inbetriebnahme haben wir wieder einen Abschnitt zurückgelegt auf dem Weg zur nachhaltigen Stromerzeugung“, erklärt Jürgen Schäffner, technischer Geschäftsführer der Stadtwerketochter SWU Energie. Das Unternehmen hat rund 1,2 Millionen Euro in die PV-Anlage investiert.

Auf über drei Megawatt summiert sich nun die Leistung der Photovolataik-Anlagen, die die Stadtwerke betreiben. Das größte dieser Sonnenkraftwerke hat 2,3 Megawatt Leistung und befindet sich ebenfalls in Neu-Ulm, nämlich auf dem Dach der EvoBus-Fertigungshalle im Industriegebiet Pfuhl. Etwa ein Fünftel des von den Stadtwerken erzeugten Stroms stammt mittlerweile aus erneuerbaren Quellen, aus der Kraft des Wassers und der Sonne. Dieser Anteil wird zunehmen. Seit Sommer wird vor der Nordsee-Insel Borkum ein großer Windpark gebaut. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von 30 kommunalen Unternehmen, die SWU ist mit zwei Windrädern von zusammen 10 Megawatt Leistung beteiligt. Wenn der Windpark wie vorgesehen Ende 2012 ans Netz geht, wird die SWU weitere 40 Millionen Kilowattstunden Strom regenerativ erzeugen.

Holzgas-Heizkraftwerk Senden: Probebetrieb beginnt voraussichtlich im März
21. Dezember 2011

Die ersten Kilowattstunden Wärme wurden erzeugt. Schaden im Vergaser sorgt für neuen Zeitplan.

Die Ingenieure und Techniker im Holzgas-Heizkraftwerk Senden sind bei der so genannten „heißen Inbetriebsetzung“ gut vorangekommen. Vor kurzem konnten erstmals Holzhackschnitzel verschwelt werden. Das aus der Verschwelung bei Temperaturen um die 900 Grad Celsius gewonnene Gas wurde im Kessel verbrannt und erzeugte die ersten Kilowattstunden Wärme. „Das System funktioniert, wenngleich wir erkennen müssen, dass die Abläufe innerhalb und außerhalb des Krafthauses recht komplex sind. Mit der Technik betreten wir ja Neuland, daher nehmen die Vorbereitungen auf den Betrieb viel Zeit in Anspruch“, sagt Projektleiter Matthias Vitek.

Derweil ist auch das Wärmenetz gewachsen. Bereits Mitte Oktober konnte die Leitung fertiggestellt werden, über die das Holzgas-Heizkraftwerk auch Neu-Ulmer Wärmekunden mit Energie versorgen kann. Sechs Kilometer lang ist diese Verbindungsleitung von Senden nach Neu-Ulm-Ludwigsfeld. Zusammen mit den Fernwärmerohren wurden noch 55 Kilometer Leerrohre verlegt, in die später einmal Stromversorgungs- und Steuerleitungen eingezogen werden können. ParalIel zur Wärmetrasse verläuft außerdem eine neue Trinkwasserleitung, über die Senden bei besonderem Bedarf oder in Notfällen Trinkwasser aus den Brunnen in der Neu-Ulmer Illeraue beziehen kann. „Ein wichtiger Schritt, um den Trinkwasserverbund in unserer Region auszubauen und so die Versorgung der Bevölkerung abzusichern“, sagt Jürgen Schäffner, technischer Geschäftsführer der Stadtwerketochter SWU Energie.

Reparatur des Vergasers unterbricht die Inbetriebsetzung

Leider führt ein Schaden im Vergaser jetzt dazu, dass die Inbetriebsetzung erst einmal unterbrochen werden muss. Der Vergaser ist innen mit einer zirka 20 Zentimeter dicken Betonschicht ausgekleidet. Diese Innenschicht ist nun teilweise herausgebrochen. „Die Herstellerfirma hat den Schaden begutachtet und wird für die Reparatur sorgen“, sagt Projektleiter Matthias Vitek, „der Zeitplan muss neu geschrieben werden“. Er schätzt, dass die Betonauskleidung nicht vor Ende Januar erneuert sein wird. Danach muss der Beton erst einmal „ausgeheizt“ werden, das heißt: Der Vergaser wird sehr langsam mit Biodiesel erhitzt. Die Hitze lässt die im Beton gebundene Feuchtigkeit verdampfen und der Beton erlangt die nötige Härte für den Dauerbetrieb des Vergasers. Nach dem Ausheizen wird der Vergaser mit Holzhackschnitzeln gefüttert. Die Verschwelung muss konstant über mehrere Tage hinweg funktionieren, bevor die nächsten Etappen der Inbetriebsetzung angegangen werden können. Die wichtigste Etappe ist der Probebetrieb: Vier Wochen am Stück muss die Gesamtanlage – Holzzuführung, Vergaser, Motoren, Sicherungs- und Steuerungssysteme – störungsfrei laufen. Erst dann erfolgt die offizielle Abnahme, erhalten die ausführenden Firmen also das O.k. durch den Anlagenbetreiber SWU. Matthias Vitek rechnet nach heutigem Stand damit, dass der Probebetrieb etwa Anfang März beginnen kann. Verläuft alles gut, könnte das Holzgas-Heizkraftwerk bis Mai/Juni in den Dauerbetrieb gehen.

Daten zum Holzgas-Heizkraftwerk Senden

  • Wärme-Leistung: 6,4 Megawatt
  • elektrische Leistung: 4,9 Megawatt (MW) (aus: 2 BHKW-Motoren zu je 2,1 MW, ORC zu 0,7 MW)
  • Gesamt-Wirkungsgrad: 80 Prozent (33 % elektrisch, 47 % thermisch)
  • Jahreserzeugung Strom: 36 Mio. kWh (entspricht dem Bedarf von rd. 10.000 Haushalten mittlerer Größe)
  • Jahreserzeugung Wärme: 41 Mio. kWh
  • Brennstoff: unbehandeltes Restholz aus heimischen Wäldern, Jahresbedarf ca. 40.000 Tonnen CO2-Vermeidung/Jahr: ca. 40.000 Tonnen (gegenüber einer vergleichbaren erdgasbefeuerten Anlage)
  • Investition: 33 Mio. Euro; der SWU wurde ein Zuschuss von 6,6 Mio. Euro aus Bundesmitteln zur Förderung nachwachsender Rohstoffe zugesprochen.
Neutorbrücke ist am 21. Dezember wieder für den Verkehr frei
19. Dezember 2011

Bauarbeiten für den Stadtwerke-Verbindungstunnel stehen vor dem Abschluss

Die Arbeiten für den Verbindungstunnel zwischen dem SWU-Glashaus und dem im Bau befindlichen zweiten SWU-Verwaltungsgebäude an der Ecke Karlstraße/Neutorstraße werden in den nächsten Tagen abgeschlossen.

Am 21. Dezember wird die Neutorbrücke wieder für den Verkehr freigegeben. „Damit kann der Verkehr auf einer der wichtigen innerstädtischen Achsen rechtzeitig vor den Feiertagen wieder ungehindert fließen“, zeigt sich Philipp Lehmann, bei der SWU zuständig für die Koordination des Projekts, erleichtert. Im Frühjahr erhält die Brückenauffahrt an der Tunnelbaustelle eine frische Fahrbahndecke. Dazu muss die Brücke nochmals für einen Tag gesperrt werden.

Der Verbindungstunnel musste in offener Bauweise unter der Brückenauffahrt gegraben werden. Dadurch hatte sich die Brückenauffahrt auf eine Fahrspur verengt. Um Rückstaus in die Kreuzung Karlstraße/Neutorstraße zu vermeiden, war die Brücke zuletzt nur für Nahverkehrsbusse geöffnet.

Busanschluss für Junginger Neubaugebiet. Nachtbus bedient Mähringen.
08. Dezember 2011

Ab 11. Dezember gilt der neue Fahrplan 2011/12

Das Neubaugebiet „Unter dem Hart“ in Jungingen wird durch die Buslinie 7 ans Nahverkehrsnetz angeschlossen. Partygänger aus Mähringen kommen am Wochenende mit dem Nachtbus von der Stadt aus sicher nach Hause. Und in Neu-Ulm erhält die Ratiopharm-Arena pünktlich zur ihrer Eröffnung eine Haltestelle direkt vor dem Eingang. Darauf kann sich der Fahrgast einstellen, wenn ab Sonntag, 11. Dezember der neue Fahrplan 2011/12 auf den SWU-Linien gilt.

Linie 7 mit neuer Route und neuer Endhaltestelle in Jungingen

Die Buslinie 7 (Willy-Brandt-Platz – Neu-Ulm – Jungingen) bedient künftig das Neubaugebiet „Unter dem Hart“ in Jungingen. Von der Stadtmitte kommend biegt der Bus am Kreisverkehr in die neuen Straßen mit den Haltestellen „Auf dem Hart“, „Edith-Stein-Ring“ und „Margarete-Steiff-Straße“ ab. Der Bus fährt dann weiter über die bestehenden Haltestellen Gehrnstraße, Fichtenstraße und Schwarzenbergstraße. Auf der Beimerstetter Straße bedient die 7 die neue Haltestelle Donau-Iller-Werkstätten in Fahrtrichtung Rathaus Jungingen. Fahrgäste in Richtung Innenstadt steigen weiterhin an der Haltestelle auf der Straße „Am Pfannenstiel“ zu. Neue Endhaltestelle der Linie 7 ist das Rathaus Jungingen. Durch die neue Linienführung kann der Bus das Gewerbegebiet Lehrer Feld nicht mehr anfahren. Denn Fahrgäste mit dem Ziel Rathaus Jungingen und Donau-Iller-Werkstätten müssten dann eine zehn Minuten längere Fahrzeit in Kauf nehmen. Das Gewerbegebiet bleibt ab 11. Dezember aber durch das Anruf-Sammeltaxi MobilSAM 7 mit dem Nahverkehrsnetz verbunden. Das Sammeltaxi sorgt an der Haltestelle Schwarzenbergstraße für den Anschluss an die Buslinie 7.

Ohne Umstieg mit dem Nachtbus nach Mähringen

Die Nachtbus-Linie N 3 (ZOB – Lehr – Jungingen) verkehrt künftig über Mähringen. Der Bus bedient die Haltestelle „Mähringen Ulmer Steige“. Fahrgäste müssen damit nicht mehr am Botanischen Garten vom Nachtbus ins Nacht-Sammeltaxi umsteigen. Alle Nachtbus-Linien starten künftig einheitlich um 1.30 Uhr am ZOB. Die bisher von den Linien N 3, N 5 und N 8 vor 1.30 Uhr angebotenen Fahrten fallen wegen zu geringer Nachfrage weg.

Auf den Sammeltaxi-Linien MobilSAM 71, 77, 78 und 79 sowie den Nacht-Sammeltaxi-Linien 3, 3b, 5b und 6 ändern sich teilweise die Liniennummern und die bedienten Gebiete. Die Sammeltaxi-Linien orientieren sich dadurch besser an den tagsüber verkehrenden Buslinien.

Neu-Ulm: Haltestelle „Arena“ wird schon ab 9. Dezember bedient

Die durch die Memminger Straße nach Ludwigsfeld fahrenden Busse der Linie 5 halten künftig direkt an der neuen Multifunktionshalle. Die Haltestelle heißt „Arena“ und wird erstmals am 9. Dezember bedient, am Eröffnungstag der „Ratiopharm-Arena“. Die Haltestelle „Arena“ ersetzt die nahegelegene Haltestelle „Dietrich-Kino“, die aufgelöst wird. Diese Änderung konnte in den Fahrplänen und Liniennetzplänen noch nicht berücksichtigt werden. An der Haltestelle „Arena“ gelten die Abfahrtszeiten der alten Haltestelle „Dietrich-Kino“.

 
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