Das Pumpspeicherkraftwerk Blautal
Auf dieser Seite finden Sie allgemeine Informationen zum Neubauprojekt. Falls Sie noch mehr erfahren möchten, dann besuchen Sie die Internetpräsenz des Pumpspeicherkraftwerks Blautal. Dort erhalten Sie einen umfangreichen Einblick in das Planungsvorhaben, die Diskussionsthemen, das Genehmigungsverfahren und Vieles mehr.
Pumpspeicherkraftwerke – Partner der erneuerbaren Energien

Der Anteil an regenerativ und dezentral erzeugter Energie steigt Jahr für Jahr – auch in der Region Ulm/Neu-Ulm. Wasserkraftwerke, Windräder und Photovoltaik-Anlagen produzieren umweltfreundlich Strom und sorgen für mehr Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Doch gerade die Produktion von Ökostrom aus Sonnen- und Windenergie unterliegt Schwankungen, denn sie ist abhängig von der Witterung und der Tageszeit. Pumpspeicherkraftwerke (PSW) helfen, diese Schwankungen auszugleichen: Sie speichern überschüssige Energiemengen bei geringer Stromnachfrage und geben die gespeicherte Energie bei erhöhtem Bedarf wieder an das Netz ab.
Damit tragen Anlagen wie das geplante Pumpspeicherkraftwerk Blautal erheblich zur Netzstabilität und Versorgungssicherheit bei. Zudem helfen sie den SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH als regionalem Energieversorger, den selbst erzeugten sowie den von Bürgern und Betrieben eingespeisten Ökostrom so effizient wie möglich zu nutzen.
Gerade hier in der Region Ulm/Neu-Ulm setzt die SWU seit Jahrzehnten auf regenerative Energien wie Wasser-, Sonnen- und Windkraft. Acht regionale Wasserkraftwerke betreibt die SWU teilweise schon seit 100 Jahren und kann somit eine lange Erfahrung vorweisen. Diese Kraftwerke stärken nicht nur die Unabhängigkeit der Stadtwerke im Wettbewerb, sondern steigern zudem die Wertschöpfung für die Region: durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und Bauvergaben an hiesige Unternehmen. Dies betrifft jedoch nicht nur die Bauphase selbst, denn das PSW Blautal wird sowohl durch die SWU betrieben als auch durch Mitarbeiter vor Ort überwacht.
Bewährte Technologie bietet höchste Effizienz
Die Technologie, die hier zum Einsatz kommt, hat sich über Jahrzehnte hinweg bewährt. Pumpspeicherkraftwerke haben im großtechnischen Einsatz bereits bewiesen, dass sie überschüssigen Strom aufnehmen, das Stromnetz dadurch entlasten sowie Strom bei Bedarf wieder ins Netz einspeisen können. Mit einem Wirkungsgrad von rund 80 Prozent ist diese Technologie mittelfristig die einzige großtechnisch verfügbare Methode zur Speicherung elektrischer Energie.
Funktion von Pumpspeicherkraftwerken
Pumpspeicherkraftwerke werden als Speicherkraftwerke bezeichnet, da sie immer dann Strom zum Pumpen nutzen, wenn „Überschuss“ im Netz vorhanden ist, und Strom erzeugen, wenn mehr Energie benötigt als produziert wird. Das Kraftwerk besteht aus einem Ober- und einem Unterbecken sowie einer Turbine – der eigentlichen Kraftwerksanlage. Für die Stromproduktion wird das Wasser aus dem Oberbecken über diese Turbine in das untere Becken abgelassen. Bei einem Energieüberschuss im Netz wird das Wasser wieder in das obere Becken hochgepumpt. In Zeiten steigender Produktion aus erneuerbaren Energien werden PSW somit zur Netzregulierung eingesetzt. Ihr größter Vorteil ist, dass sie sekundenschnell ans und vom Netz gehen können. Bei einer Lebensdauer von rund 100 Jahren bedeutet dies auch eine Investition für die kommenden Generationen.
Institutionen wie die Deutsche Energieagentur (DENA) und das Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (Iwes) bestätigen in aktuellen Gutachten die Notwendigkeit weiterer Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland.
Natur & Umwelt
Der Bau eines Pumpspeicherkraftwerkes sowie das Anlegen des Speichersees bringen immer einen Eingriff in die Natur und die Landschaft mit sich. Doch sowohl die SWU als auch die beauftragten Planer setzen alles daran, diesen Eingriff so verträglich wie möglich zu gestalten – für die Natur und die Bürger. Für das PSW Blautal bedeutet dies: Der schon vorhandene Steinbruch soll als Unterbecken dienen. Dies sowie der bestehende Höhenunterschied machen das Gebiet zu einem besonders geeigneten Standort für das PSW.
Neben dem gesetzlich vorgeschriebenen ökologischen Ausgleich auf den Gemarkungen Blaustein und Blaubeuren wird seitens der SWU eine intensive Abstimmung der Maßnahmen mit der Gemeinde, der Landwirtschaft und dem Naturschutz garantiert.
Zudem hat die SWU gemeinsam mit dem Öko-Institut als neutralem Wissensvermittler und den betroffenen Kommunen eine Dialog-Initiative gestartet. Ziel hierbei ist es, in größtmöglichen Umfang zu informieren, Beteiligungsmöglichkeiten sicherzustellen und einen regelmäßigen Austausch auch mit den Bürgern vor Ort zu pflegen.
Sicherheit steht an erster Stelle
Bei der Planung und dem Bau des Kraftwerks steht neben der möglichst naturnahen Einbettung in die Landschaft das Thema Sicherheit an erster Stelle. Die Konstruktion erfolgt auf der Planungsgrundlage des renommierten Ingenieurbüros Obermeyer nach dem neuesten Stand der Technik und zeichnet sich durch zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen aus. Die stabilen, meterdicken Dammwälle des Oberbeckens werden nach Inbetriebnahme bei regelmäßigen Begehungen des SWU-Teams überwacht, zudem steht das gesamte Kraftwerk rund um die Uhr unter Beobachtung der Netzleitstelle der SWU.











