Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Leipheim
Erfahren Sie hier allgemeine Informationen zum neuen Gas- und Dampfturbinenkraftwerk - oder besuchen Sie die Internetpräsenz des GuD Leipheim.
Der Landkreis Günzburg, die Stadt Leipheim, die Kreisstadt Günzburg und die Gemeinde Bubesheim, auf deren Gemarkungen sich der ehemalige Fliegerhorst Leipheim befindet, werden das Gelände gemeinsam als interkommunales Gewerbegebiet entwickeln. Damit beweist die kommunale Familie, dass sie zukunftsorientiert arbeitet.
Ein erster großer Schritt auf dem Weg zur erfolgreichen Umwandlung des alten Militärareals ist getan: Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH (SWU) untersucht, ob im südwestlichen Bereich des Gewerbegebietes ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) errichtet werden kann. Installiert werden könnte eine Leistung von bis zu 1.200 Megawatt. Der Landkreis und der Zweckverband begrüßen das Vorhaben ausdrücklich.
Die SWU investieren mit dem GuD-Kraftwerk in eine effiziente und saubere Technologie, die zur Erreichung der klimapolitischen Ziele von Land und Bund notwendig ist. Die geplante Investition könnte die Initialzündung für die weitere, nachhaltige Entwicklung des interkommunalen Gewerbegebiets sein. Diese Entwicklung wird Bubesheim, Günzburg und Leipheim, den Landkreis und deren Wirtschaft stärken.

Das GuD-Kraftwerk Leipheim – umweltfreundlich, effizient und flexibel
Das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Leipheim wäre mit der Investitionssumme von etwa 900 Millionen Euro ein gewaltiges Konjunkturpaket für den Landkreis Günzburg und langfristig eine sinnvolle Ansiedlung.
Die Investition wollen die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm gemeinsam mit weiteren Stadtwerken realisieren. Damit machen sie sich unabhängiger von den großen Stromkonzernen, die immer noch nahezu 80 Prozent der konventionellen Stromerzeugung in ihrer Hand haben. Das Kraftwerk sorgt für Wettbewerb im Strommarkt. Ein Wettbewerb, ohne den günstige Preise nicht möglich sind.
Die Technik
Die besonderen Vorteile von GuD-Kraftwerken sind, im Vergleich zu anderen Kraftwerken, die exakte Steuerbarkeit und die kurzen Startzeiten. Dadurch eignen sich GuD-Kraftwerke hervorragend, um Mittel- und Spitzenlasten abzudecken. Schwankt der Strombedarf, kann das Kraftwerk schnell seine Leistung verändern und so Ungleichheiten im Stromnetz ausgleichen. Schwankungen entstehen beispielsweise durch die ungleichmäßige Einspeisung aus Wind- und Sonnenkraft. GuD-Kraftwerke passen bestens in den Kraftwerkpark der Zukunft.
Saubere Energie
Durch die hoch entwickelten Turbinen wird das Erdgas vollständig verbrannt, übrig bleibt fast nur Wasserdampf. Die Emissionen sind so gering, dass sie nur einen Bruchteil der gesetzlich zulässigen Grenzwerte ausmachen. Feinstaub produziert das Kraftwerk nicht.
Wie funktioniert ein GuD-Kraftwerk?
Um Strom zu erzeugen, wird Umgebungsluft angesaugt, gefiltert und im Verdichter der Gasturbine auf hohen Druck komprimiert. Die heiße Luft gelangt in die Brennkammern der Gasturbine, wird mit Erdgas gemischt und verbrannt. Das Verbrennungsgas strömt mit über 1.250°C in die eigentliche Turbine und treibt diese an. Die mechanische Energie der rotierenden Turbine wird im Generator in elektrische Energie umgewandelt. Beim Verlassen der Gasturbine hat das Abgas immer noch eine Temperatur von rund 600°C. Dies wird im nachgeschalteten Dampfturbinenprozess genutzt. Dort treibt die thermische Energie des Dampfes eine Dampfturbine an, deren Rotation wiederum Strom erzeugt. Durch diese doppelte Verwendung werden Wirkungsgrade um die 60 Prozent erzielt. Der Dampf wird in einen Kondensator geleitet und wieder zum Dampferzeuger zurückgepumpt. Damit schließt sich der Kreislauf. Die Abwärme des Dampfes im Kondensator wird in einen Kühlkreislauf abgeführt. Das dafür nötige Kühlwasser, rund 0,4 Kubikmeter pro Sekunde, wird der Donau entnommen und dem Kühlkreislauf zugeführt. Ein Teil entweicht als Dampf in die Atmosphäre. Der Rest des leicht erwärmten Wassers wird geklärt und gereinigt wieder in die Donau geleitet.









