Aktuelle Informationen der SWU

Änderungen der gesetzlichen Strompreisbestandteile in 2015
30. Oktober 2014

Zum Jahreswechsel werden sich eine Reihe von gesetzlichen Strompreisbestandteilen ändern. Während die EEG-Umlage auf 6,170 Cent pro Kilowattstunde sinken wird, kommt es bei anderen Umlagen teilweise zu Preissteigerungen.

Eine Übersicht über die ab dem 1. Januar 2015 geltenden Umlagen und Steuern und Erläuterungen finden Sie hier.


2015: EEG-Umlage sinkt
15. Oktober 2014

Ab 1. Januar 2015 sinkt die EEG-Umlage um 0,070 Cent pro Kilowattstunde von 6,240 Cent pro Kilowattstunde auf 6,170 Cent pro Kilowattstunde.

Mit der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) wird die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien, wie beispielsweise Photovoltaik, Wasserkraft und Windenergie, staatlich gefördert. Am 1. August 2014 trat die EEG-Novelle in Kraft. Für Unternehmen ist – ab einem Stromverbrauch ab 1 Million Kilowattstunden – weiterhin eine ermäßigte EEG-Umlage möglich. Die mögliche Entlastung ist jedoch an bestimmt Branchen und Kriterien geknüpft.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihren Ansprechpartnern.


EEG-Reform tritt zum 1. August in Kraft
14. Juli 2014

Die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ist verabschiedet. Am vergangenen Freitag hat nun auch der Bundesrat die Reform gebilligt. Vorbehaltlich der Notifizierung durch die EU tritt die EEG-Reform wie geplant am 1. August 2014 in Kraft. Auch für Unternehmen gibt es eine Reihe von Neuerungen, insbesondere in Bezug auf

  • die Beantragung einer reduzierten EEG-Umlage
  • Eigenerzeugungsanlagen

Kann ein Unternehmen weiterhin eine Reduzierung der EEG-Umlage beantragen?

  • Im Kern entlastet die Gesetzesneuerung weiterhin energie- und handelsintensive Unternehmen. Die mögliche Entlastung ist jedoch an bestimmte Branchen und Kriterien geknüpft.

  • Der Verbrauch bis eine Gigawattstunde (entspricht einer Million Kilowattstunden) wird weiterhin mit dem regulären EEG-Umlagensatz versehen. Erst für die darüber hinausgehende Strommenge kann ein ermäßigter Satz beantragt werden.

  • Die Antragsfrist wird nur in diesem Jahr bis zum 30. September 2014 verlängert.

  • Betriebe, die die neuen Kriterien nicht mehr erfüllen, können im Rahmen einer Übergangs- und Härtefallbestimmung gegebenenfalls weiter eine verminderte Umlage beantragen.


Was ändert sich in Bezug auf Eigenerzeugung?

Generell wird die Befreiung von der EEG-Umlage bei selbst verbrauchtem Strom abgeschafft.


Ausgenommen sind folgende Fälle:

  • Bestandsanlagen zur Eigenerzeugung (Inbetriebnahme vor August 2014)

  • Kraftwerkseigenverbrauch

  • Autarke Erzeuger sowie Eigenstrom aus Kleinanlagen (max. 10 kW Leistung, max 10 MWh/a)

  • Bei der Eigenversorgung aus Erneuerbare-Energien-Anlagen oder neuen hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen muss eine verminderte EEG-Umlage gezahlt werden. Der reduzierte Umlagensatz beträgt 30 Prozent der jeweils gültigen EEG-Umlage für 2015 und 35 Prozent für 2016. Anlagen, die in diesen Jahren oder später in Betrieb genommen werden, müssen ab 2017 dann 40 Prozent bezahlen.


(alle Angaben ohne Gewähr; Quelle: Nicht-amtliche Lesefassung des EEG in der ab 1. August 2014 geltenden Fassung, veröffentlicht auf der Internetseite des BMWI, www.bmwi.de)


Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihren Ansprechpartnern Unsere Experten beraten Sie gerne. Antworten zu häufig gestellten Fragen finden Sie auch auf der Internetseite dem BMWI.


Hannes Rösch und Daniel Fetzer
Wechsel im Geschäftskundenvertrieb
27. Juni 2014

Ende Juni verlässt der bisherige Leiter des Geschäftskundenvertriebes, Daniel Fetzer, die SWU. Hannes Rösch, der zuvor als Geschäftskundenberater der SWU tätig war, wird als sein Nachfolger die Leitung des Geschäftskundenvertriebes übernehmen. Er und sein Beraterteam führen den gewohnt guten Service der SWU weiter fort.


Interview mit Peter Reitz, Vorstandsvorsitzender der European Energy Exchange (EEX) in Leipzig
24. Juni 2014

Viele hatten mit der fortschreitenden Energiewende steigende Strompreise erwartet. Die Entwicklung verlief jedoch hin zu niedrigeren Kosten für Energie. Was sind die Gründe für die aktuelle Lage?

In der Tat sind die Marktpreise auf dem Großhandelsmarkt vor allem für Strom in den letzten Jahren gesunken. Dies liegt vor allem daran, dass Erneuerbare Energien sehr geringe variable Kosten haben: Wenn das Windrad oder das Solar-Panel einmal dasteht, kostet die Produktion von Strom so gut wie nichts mehr. Gleichzeitig sind aber marktferne Preisbestandteile deutlich gestiegen, allen voran die EEG-Umlage. Ein Grund liegt in der bisherigen Systematik der Förderung Erneuerbarer Energien und ihrer eingeschränkten Marktintegration. Das führt dazu, dass mit den Erneuerbaren mittlerweile ein Viertel des in Deutschland erzeugten Stroms zu anderen Bedingungen am Markt gehandelt wird was nur eine eingeschränkte Reaktion auf Marktpreissignale erlaubt. Ein weiterer Grund ist ein allgemein niedrigeres Preisniveau in anderen Rohstoff- und Energiemärkten, wie den Märkten für Kohle, Öl oder CO2-Zertifikate, was ebenfalls Auswirkungen auf den Strommarkt hat.

Welche Entwicklungen erwarten Sie in absehbarer Zeit?

Da die Preisentwicklung von vielen Faktoren abhängt, wie von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung, von der Situation auf den Weltmärkten und in besonderem Maße auch von politischen Rahmenbedingungen, ist eine Prognose kaum möglich und wäre auch wenig seriös. Viel wichtiger als das bloße Preisniveau ist aus Sicht der Börse, dass ein marktbasiertes und im Wettbewerb ermitteltes Preissignal wieder mehr Gewicht bei der Preisgestaltung für die Kunden bekommt im Vergleich zu Steuern und Abgaben.

Welche Bereiche deckt die Energiebörse mit ihren Kernaufgaben ab?

Die EEX betreibt einen geregelten und beaufsichtigten börslichen Großhandels-Marktplatz für Energie und energienahe Produkte. Kernaufgabe einer Börse ist es, Angebot und Nachfrage in einem Markt zusammenzubringen, die Liquidität an einem zentralen Handelsplatz zu bündeln und durch die Veröffentlichung der Preise und Volumen für Transparenz zu sorgen. Der Energiehandel funktioniert damit im Grundsatz ähnlich wie der Aktienhandel an anderen Börsen. An den EEX-Märkten können derzeit Strom, Erdgas, CO2-Emissionsberechtigungen, Kohle und Herkunftsnachweise für Grünstrom gehandelt werden. Ergänzt wird dieses Angebot zukünftig durch Kontrakte auf Fracht, Eisenerz und Schiffsdiesel. Eine Besonderheit des Börsenhandels ist die garantierte Abwicklung aller Geschäfte, das heißt die Zahlung des Kaufpreises an den Verkäufer und die Lieferung der Ware an den Käufer erfolgt über einen so genannten zentralen Kontrahenten. Im Fall der EEX sichert das Clearinghaus European Commodity Clearing (ECC) alle Geschäfte gegen Zahlungs- oder Lieferausfall ab.

Wie unterscheidet sich die EEX von herkömmlichen Börsen?

Energieprodukte weisen gewisse Besonderheiten auf. Beispielsweise ist es nur in sehr begrenztem Umfang möglich, Strom zu speichern. Daher müssen Produktion und Verbrauch von Strom zu jeder Zeit ausgeglichen sein. Dies stellt besondere Anforderungen an die Abwicklung der Handelsware Strom. Für die Abwicklung von leitungsgebundenen Energieträgern wie Strom und Erdgas arbeitet das Clearinghaus ECC mit 14 europäischen Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) zusammen. Auf Grundlage der Handelsergebnisse meldet die ECC in Form so genannter Fahrpläne, wie viel Strom oder Gas in jeder Stunde an entsprechenden Ein- und Ausspeisepunkten ins Netz abgegeben und aus dem Netz entnommen wird.

Welche Vorteile ergeben sich durch den Gang an die Energiebörse für Handelsteilnehmer?

Der Börsenhandel ist ein rein elektronischer Handel und findet anonym statt. Dieses Prinzip stellt sicher, dass alle Marktteilnehmer gleich und diskriminierungsfrei behandelt werden. Mit der Zulassung an der Börse erhalten Teilnehmer automatisch Zugang zu einem großen Netzwerk an Handelspartnern: über 240 Unternehmen aus 24 Ländern. Die am Handel teilnehmenden Unternehmen sind über Handelssysteme mit der EEX verbunden und übermitteln ihre Kauf- und Verkaufsgebote elektronisch. Die sichere und effiziente Abwicklung der an der EEX geschlossenen Geschäfte durch das Clearinghaus ECC ist ein weiterer Vorteil.


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